Allerliebste Macher der „Süddeutschen Zeitung“, die ihr da einen der „gefragtesten Babymacher der Welt“ vor euer Diktiergerät gezerrt habt:
Wie wird man das eigentlich?
Nur so aus Interesse.
Gar schröcklich ist’s, was sich da in Chanty-Mansijsk ereignete:
Anlässlich der diesjährigen Biathlon-Weltmeisterschaft nämlich wurden zur Dekoration Sträuße mit alten Zeitungen in verschiedenen Sprachen zusammengestellt, und das ist eigentlich eine recht schnuckelige Idee. Nicht so schnuckelig ist es nun, dass inmitten der Zeitungen unbekannter Natur auch deutsche aus der Zeit während und nach dem Regierungswechsel 1933 sich befanden, und so ist das ein unerhörter Fehlgriff, versteht sich:
„Das hatte keine politischen Gründe“, sagt Irina Taschenko, die Generaldirektorin des Konzert- und Theatercenters Ugra-Classic, in dem die WM stattfindet. Sie bat in einem Schreiben an den Biathlon-Weltverband Ibu mehrmals um Entschuldigung.
Wie beruhigend, dass es sich lediglich um ein Missgeschick handelte. Alternativ hätte es auch politische Gründe haben können, indem man zum Beispiel darauf hinweist, wie harmlos Diktaturen mitunter beginnen können, dass das Volk nicht immer das Richtige tut oder ähnliche Dinge, aber stattdessen kommen Zeter und Mordio – nicht die beiden Gespenster gleichen Namens aus den YPS-Comics – zu ihrem Recht.
Geschichte wiederholt sich nicht „nie wieder“, indem man jede Erinnerung an sie auslöscht.
Aus Recherchegründen warf ich während der vergangenen Tage wieder einmal einen Blick auf die Titelseite einer Fernseh-Programmzeitschrift. Unter dem dezent nachbearbeiteten Konterfei einer leidlich bekannten Schauspielerin wurden dort zwei Filme angekündigt.
Die Älteren unter meinen Lesern erinnern sich vielleicht noch daran, dass im Abspann von Filmen früher in der Regel die höchste Priorität auf dem Film selbst lag. Dort hieß es dann etwa: „Sie sahen: Kehr zurück, kleine Sheba“, darunter dann gegebenenfalls die Verteilung der Rollen. Damals hätte man es vermutlich bestenfalls als stillos empfunden, wüsste man, wie längst üblich, erst nach zehn Minuten, wie der Film eigentlich heißt, oder läse es im Abspann erst nach zwei Papierkilometern.
Diese Relation scheint allerdings in den letzten Jahren pervertiert worden zu sein; die eingangs erwähnte Programmzeitschrift nämlich kündigte auf besagter Titelseite nicht etwa zwei besonders empfehlenswerte Filme an, sondern die Schauspielerin Jennifer Aniston „mit“ zwei Filmen, was wiederum bedeutet: Der eigentliche Film tritt in den Hintergrund, die Menschen sollen ihn nicht etwa wegen der gewitzten Dialoge voller Popkulturzitate oder wegen der lehrreichen Moral sehen, sondern, weil Jennifer Aniston in ihnen zu sehen ist.
Bereits in meiner Filmkritik zu „Inglourious Basterds“ bemerkte ich dieses Phänomen; dass Filmfreunde dieser Tage eben vor allem das Kino aufsuchen, um bestimmte Gesichter zu sehen, und auf den eigentlichen Film dann nicht mehr viel Wert legen. Wie sonst ist es zu erklären, dass etwa Til Schweiger mit seiner Rolle als Macho, der im Verlauf des Films zu einem sanften Schmusemann geläutert wird, in diesem Jahr („Kokowääh“) schon wieder Millionen Kinobesucher, einige von ihnen gar mehrmals, unterhält? Die zweifelsohne urkomischen Szenen, die einem irgendwoher bekannt vorkommen, allein dürften es nicht sein, denn Keinohrhasen zum Beispiel ist nur mäßig witzig und war dennoch ein Publikumsmagnet. (Mir, dies sei als Spitze angemerkt, ist kein Mann bekannt, der anlässlich des genannten Films auf eigenen Wunsch und ohne weibliche Begleitung im Kino saß. Eine etwaige Kausalität möge sich der geneigte Leser selbst erspinnen.)
Zwar stimmt es, dass sich aus der Besetzung eines Films die ungefähre Handlung und das Genre oft erahnen lassen, von löblichen Ausnahmen wie eben „Inglourious Basterds“ und „Angst und Schrecken in Las Vegas“ abgesehen, aber sie sollte nicht der Anlass sein, einen Film zu sehen. Jennifer Aniston etwa ist mir nur als Darstellerin durchschnittlicher Sitcoms in Erinnerung, warum sollte ich das auf Filmlänge sehen wollen? Gesetzt den Fall, die Frau hat sich inzwischen zu einer seriösen Schauspielerin entwickelt und meine Frage geht von falschen Voraussetzungen aus: Warum tritt dann der eigentliche Film so sehr in den Hintergrund?
Nicht jeder dieser Schauspieler, deren bloße Erwähnung für zalandoeske Jubelschreie sorgt, fällt mit dem immergleichen plot auf, was die Hervorhebung ihrer Person gegenüber der Handlung noch fragwürdiger macht. Woody Allen etwa, dessen frühe Filme („Die letzte Nacht des Boris Gruschenko“, „Im Bann des Jade-Skorpions“, „Der Stadtneurotiker“ usw.) ich beinahe allesamt als höchst betrachtenswert einstufe, weiß mich mit seinen neuesten Filmen nur noch selten zu überzeugen. Es scheitert aber ansonsten nicht an ihm, Woody Allen, oder der Besetzung (zuverlässig als Fehlbesetzungen zu bezeichnende Schauspieler spielen in seinen Filmen ohnehin nie mit), sondern an der Handlung des Films. Verallgemeinert bedeutet das: Gefällt mir ein Film, gefällt mir nicht auch jeder andere Film mit ähnlicher Besetzung allein der Besetzung wegen.
Insofern ist es absurd, dass Filmemacher dieser Tage mehr mit Schauspielern als mit ihren eigenen Filmen zu prahlen scheinen, aber nur konsequent. Seitdem irgendeine Flitzpiepe blöderweise erfolgreich ausprobiert hat, ob dreidimensionale Effekte über fehlende Handlung hinwegtäuschen können, gleicht der Gang ins Kino mitunter einem Toilettengang mit Verstopfung: Langfristige Freude kommt partout nicht auf, und man verspürt ein unangenehmes Ziehen. Regelmäßige Kinogänger sind offenbar einem selbst auferlegten Masochismus zum Opfer gefallen. Tempora mutantur, et mutamur in illis.
Fragte mich ein Filmproduzent, auf welchen Film ich mich am meisten freuen würde, so wortete ich ant: Ich hätte gern einen nicht zu seichten, fein pointierten, gern leicht bis schwer surrealistischen Film, über dessen Anspielungen auf Popkultur und Zeitgeschehen es später viele Bücher geben wird, mit denen alte, dick bebrillte Professoren sich dumm und dämlich verdienen, und der im Genre der Komödie – die Tragikomödie eingeschlossen – zu verorten ist. Die Hauptrollen sollten bitte nicht mit Johnny Depp, Til Schweiger und Brad Pitt zu besetzen sein, willkommen wäre ein Engagement in nicht tragenden Nebenrollen aber allemal. Die Filmplakate sollten keinerlei Namen tragen, höchstens den des Produzenten und vielleicht den meinen nebst URL meiner Webpräsenz, denn ich mag es, Aufmerksamkeit zu bekommen.
Aber mich fragt nun einmal kein Filmproduzent, denn was ich von ihnen, den Produzenten, erwarte, spielt keine Rolle, so lange ich brav den Brei futtere, den sie mir auf den Teller kotzen.
Habe ich erwähnt, dass ich in den letzten vier oder fünf Jahren, sofern mich meine Erinnerung nicht trügt, nur zweimal im Kino war?
Nachtrag zum Thema „Tschüssi, Herr zu Guttenberg“:
Wie sehr mir der Tod „meiner“ Soldaten nahe geht, entnehmen sie bitte der Tatsache, dass ich dieses Verrecken in meiner gegenwärtigen Situation noch dazu instrumentalisiere, um Journalisten und andere Canaillen dafür ein schlechtes Gewissen einzureden, dass sie die Menschen in der BRD darüber aufgeklärt haben, was ich für ein Betrüger und Hochstapler bin.
Mehr beim Nachtwächter.
Manchmal, Werber, seid ihr so unfassbar kreativ, dass sich unsereins nur noch vor Staunen auf dem Linoleum wälzt und kichert. So etwa wusste mich auch die Werbeabteilung von Burger King zu überzeugen, die nicht etwa für zarte Speisen oder guten Geschmack warb, sondern …
… für solche, die zart und knusprig schmecken.
„Wie schmeckt denn das?“
„Zart!“
„Nein, ich meinte: Wonach?“
„Knusprig!“
„Ach, na dann…“
Wieso das Titelbild der Zeitschrift Blonde („es ist ein Modemädchen“, also eine Lifestyle-Trulla, ein Opfer des Kapitalismus‘, nehme ich an?) übrigens eine Brünette zeigt, weiß wohl allein die Redaktion allein.
Aus der Biografie einer Kommunistin: „Schon, als sie ihrer Mutter, die fragte, wie sie sich mit ihren neuen Klassenkameraden verstehe, entgegnete, an der Universität gebe es keine Klassen, bemerkte sie den revolutionären Funken, der in ihr glomm.“
Mit diesem schlechten Witz möchte ich die Reihe der Wortspiele ohne Ton fortsetzen, die ich in mühevoller Kleinarbeit selbst erarbeite und die hoffentlich auch meine geschätzte Leserschar zum Schmunzeln zu bringen oder aber jedenfalls nicht zu vertreiben vermag. Nicht ohne Stolz also präsentiere ich Folge B der losen Serie „Polylogoi“:
Und – habt ihr es?
Der im ersten Teil gezeigte Vogel – die Lösung für den zweiten Teil werde ich im dritten Teil verraten – ist inzwischen, das sei aus meinem imaginären Nähkästchen geplaudert, ein toter solcher. Ich hoffe, das liegt nicht an mir, denn ansonsten sehe ich schwarz für den diesmal Gemeinten.
Übrigens ist in diesem Text ein nicht gekennzeichnetes Zitat versteckt.
Wer es findet, dem gestehe ich zu, mir eine Mitgliedschaft in der CSU auf Lebzeit zu verweigern.
Wie lange ist es her, dass die diversen blinkenden Grafiken der Bauart „Optimiert für Internet Explorer“ und ähnlicher Firlefanz weitgehend aus dem Internet verschwunden sind, als die meisten Leute wohl endlich verstanden hatten, dass der Internet Explorer, damals noch in der Version 4 weit verbreitet, nicht unbedingt etwas ist, worauf man seine Webseite „optimieren“ muss und sollte? Der Verlust der Parodien war da leicht zu verschmerzen, eine davon fand sich auch auf meiner ersten Internetseite; denn wie kann man eine Webseite am besten betrachten? Richtig: Mit offenen Augen.
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Daran musste ich sofort denken, als ich mir die Spezifikationen von HPs neuer EliteBook-Reihe ansah. Nicht nur werden dort Funktionen wie Multitasking (unfassbar, mit einem EliteBook kann man tatsächlich alle Anwendungen benutzen, die das jeweilige Betriebssystem unterstützt?) und einfaches Aufladen (man muss nur ein Netzteil hineinstecken, das ist mindestens einmalig!) angepriesen, sondern es findet sich dort auch das feature „Optimized for Genuine Windows® 7 Professional“, und dieses „Genuine“ wird in der kurzen Erklärung nochmals wiederholt; „optimiert für legal erworbenes bzw. lizenziertes Windows 7 Professional“ also.
Der Subtext lautet, auf Deutsch übersetzt, wie folgt:
Mit einem lizenzierten Windows® 7 Professional erhalten Sie starke Prozessorfähigkeiten, Drahtlosfunktionen und einen 15,6‑Zoll-HD-Bildschirm.
Was also darf ich daraus folgern?
Erstens: Windows 7 Ultimate ist auf einem EliteBook ebensowenig lauffähig wie Linux oder gar das für nächstes Jahr geplante (also eher nicht vor 2014 erscheinende) nächste Windows. (Vermutlich sind die Varianten mit FreeDOS deshalb preiswerter zu haben.)
Zweitens: Eine aus nicht ganz koscheren Quellen bezogene Windowskopie wird vom EliteBook als eine solche erkannt und versagt gleichfalls die reibungslose Zusammenarbeit.
Drittens: Versucht man es dennoch, so wird der Prozessor schwach, das WLAN deaktiviert und der Bildschirm kleiner. (Oder größer, das steht da leider nicht, ebenso übrigens auch nicht, wie man sich das vorzustellen hat. Rollt er sich ein?)
Vielleicht hat HP aber auch nur versucht, dem Konkurrenten Dell die Meisterschaft im Bullshit-Bingo streitig zu machen.
Ist ja schon gut, ich schreibe ja schon etwas dazu:
Karl-Theodor zu Guttenberg hat heute Mittag sein „Amt“ niedergelegt. Jetzt kann man sich natürlich bequem zurücklehnen und sich freuen, man kann seine Abtrittsrede (etwa auf sueddeutsche.de zu lesen) aber auch analysieren und heute Nacht nicht mehr ruhig schlafen können.
Selbige Rede nämlich war letzten Endes nichts anderes als ein aufgeblasenes Gezeter, wie gemein doch alle zu ihm, dem Herrn Minister, seien, weil sie ihn nicht mehr nur nach seiner „Arbeit“ bewerteten, sondern auch nach seinen privaten Verfehlungen. Andere an seiner Stelle wären froh, wäre dem so, aber der Herr Minister bekommt ja nicht genug:
Ich trage bis zur Stunde Verantwortung in einem fordernden Amt.
Das ist aber auch ein schrecklich zeitaufwendiges Amt, dieses Verteidigungsministerium. Deutschland wird von Feinden ja geradezu umzingelt; jedenfalls dort, wo sich seine Soldaten unter der Führung des Herrn Verteidigungsministers aufhalten. Ihren Wunsch, Ihr, Herr zu Guttenberg, Tun ausschließlich auf politischer Ebene zu bewerten, hätten Sie allerdings schon viel eher äußern sollen, zum Beispiel, als nach Ihrem Amtsantritt klar wurde, dass sich am Sterben für Deutschlands Freiheit am Hindukusch nichts ändern würde.
Wohl niemand wird leicht, geschweige denn leichtfertig, das Amt aufgeben wollen, an dem das ganze Herzblut hängt. Ein Amt, das Verantwortung für viele Menschen und deren Leben beinhaltet.
„Herzblut“, Alterspension, ist doch alles der gleiche Krempel. Aber danke nochmals, dass Sie, Herr zu Guttenberg, das mit der Verantwortung noch mal erwähnten, denn so kann ich Sie nun fragen: Wo war denn Ihre Verantwortung, als jüngst weitere Soldaten, die ihr unterstellt waren, ihre sterbliche Hülle verließen (vulgo: fielen)?
Ich war immer bereit, zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht.
Das war aber auch ein harter Kampf, allein mit der BILD gegen die eigene Moral zu kämpfen; und jetzt hat die blöde Moral auch noch gewonnen!
Das kann sich ein Politiker wahrlich nicht erlauben.
Insofern: Gute Entscheidung!
(Sollte ich mit dem folgenden Beitrag versehentlich Verfolgungswahn schüren, so tut mir das natürlich ganz dolle Leid.)
Ich eröffne diesen Beitrag mit einem weiteren Schnappschuss, der entstand, weil mir irgendetwas daran merkwürdig erschien:
Während ich noch darüber sinniere, woran genau mein Unterbewusstsein Anstoß nahm, als es mich zum Fotografieren verleitete, bitte ich den geneigten Leser, einen Blick auf zeit.de zu werfen, wo in origineller Schreibweise und Grammatik zu lesen ist:
Der Grünenpolitiker Malte Spitz hat sich (…) entschlossen, seine Vorratsdaten aus dem Zeitraum August 2009 bis Februar 2010 zu veröffentlichen. Um sie zu überhaupt bekommen, musste er gegen die Telekom klagen.
Die Daten (…) entstammen einem Exceldokument mit 35.831 Zeilen. Mehr als 35.000 Mal also hat sein Mobiltelefon in diesem halben Jahr Informationen Preis gegeben. Jede einzelne davon ist im Zweifel unbedeutend und harmlos, in der Summe aber ergeben sie das, was Ermittler ein Profil nennen – ein klares Bild über Gewohnheiten und Vorlieben, ja über das gesamte Leben.
Sicher gehen viele dieser Daten im Rauschen unter, und es ist davon auszugehen, dass sie nur im Einzelfall überhaupt irgendjemanden interessieren, zumal letztendlich der Bürger selbst die Entscheidungshoheit darüber trägt, wie viel er seinem Netzbetreiber von sich preisgeben möchte (selbst ein iPhone zum Beispiel kann auch mal einfach ein paar Tage lang blöde in der Ecke herumliegen, während man anderswie terroristische Anschläge plant), aber für uns informationshungrige Informatiker und netizens – schauriges Wort – ist allein die Datensammlung schon interessant zu lesen. Brisant ist, dass hier auch der „digitale Radiergummi“, sofern man sich irgendwann einmal auf eine praktische Umsetzung einigt, nicht viel Abhilfe schaffen kann, denn die tatsächlichen Bewegungsdaten (GPS) sind letztlich analoge Daten. Niemand allerdings würde seine Fußspuren im Sand nachträglich entfernen wollen, denn die Gefahr, dass diese sein Leben von Dritten nachvollziehbar werden lassen, ist eher gering, sofern diese Dritten es nicht direkt darauf absehen. Dann allerdings hat man, sofern man darauf bedacht ist, dass die Weltöffentlichkeit seine Existenz nicht einmal zur Kenntnis nimmt, ein gewaltiges Problem.
Nicht anders verhält es sich mit etwaigen Verbindungsdaten bei Mobilfunkbetreibern. Anders als etwa bei Apple oder Google trägt man die volle und alleinige Entscheidung darüber, wer was worüber erfahren darf.
Ich gehe übrigens davon aus, dass ich als Reaktion auf diesen Beitrag mindestens einen Kommentar des Inhalts, da könne ich mal sehen, wie harmlos Google doch ist, erhalte. Wer mich überraschen möchte, schreibt also etwas anderes.
Und jetzt entschuldigt mich, ich werde mir ein paar scharfe Bilder von erotischen Automobilen ansehen.
Boah, was für ein Fahrgestell!
We lay on the bed there, kissing just for practice
Could we please be objective?
Cause the other boys are queuing up behind us
A hand over my mouth, a hand over the window
Well, if I remain passive and you just want to cuddle
Then we should be ok, and we won’t get into trouble
Cause we’re seeing other people
At least that’s what we say we are doingHow are you feeling?
I don’t think you could be dealing
With the situation very well
You take a lover for a dirty weekend, that’s ok
But when it’s over
You are looking at the working week in the eyes of a gigolo
(Belle and Sebastian: Seeing other people)
Und dann war da noch die Telefónica O2 Germany GmbH & Co. OHG, die vermutlich nichts davon weiß, dass unter ihrer Firmierung ein Herr „Herzlichen Glückwunsch!“ – tatsächlich ist dies der angezeigte Absendername – mir, dem „lieben Max Mustermann“, versucht, o²-Prepaid-Käse („gratis Freikarten, und zwar kostenlos“, das ist fast so toll wie „preiswertes Freibier“) anzudrehen:
Die Adresse habe ich mal sichtbar belassen, denn es kann ja sein, dass einer von euch, liebe Leser, sich einmal den Spaß gönnen möchte.
Ich meinerseits sehe davon ab und sage: Netter Versuch!
Für all diejenigen, die nur wenig Lust auf Experimente mit ihrer Frisur haben, aber dennoch hin und wieder einmal Shampoo benutzen, gibt es natürlich auch etwas in jeder gut sortierten Drogerie, worauf mich Didi hinwies:
(Und als er an einem Schild vorüberging, das in einer Kleinstadt eine „internationale“ Dinosaurier-Ausstellung anpries, fragte sich der Vorübergehende, aus welchen Nationen sie denn kämen, die Dinosaurier vom Urkontinent Pangaea.)
Essener aufgepasst:
Im Verlauf der morgigen Nacht kann es laut Forecastfox zu einer Naturkatastrophe quasi biblischen Ausmaßes kommen.

Todesmutige werden gebeten, das Spektakel als Warnung für spätere Generationen in Bild und Ton festzuhalten.
(Danke an T.!)
Bereits im November 2010 erschien mit „1+1=ok“ das dritte Studioalbum der mir bis dato unbekannten finnischen Progressive-Rock-Band Jeavestone und gefällt mir außerordentlich gut.
Das Album beginnt („Laser Fluxus Bombus Interruptus“, auf so etwas muss man auch erst einmal kommen!) instrumental und ließ mich bereits in dieser Phase interessiert aufhorchen; als schließlich Sänger Jim Goldworth, von dem ich nicht annehme, dass er wirklich so heißt, eindrucksvoll die jeweiligen Texte darbot, während seine Mitstreiter im Hintergrund an ihren Instrumenten brillierten und in guter, alter Yes-Manier als Chor fungierten, wusste ich, dass ich dieses Album, wenn es schon aus selbstverständlichen Gründen nicht für die Halbjahresliste 2011 in Frage kommt, zumindest nachträglich mit einer Würdigung auf dieser Seite auszeichnen sollte.
Und eigentlich ist „1+1=ok“ ja sogar mehrere Alben, denn was da an Einflüssen auf den Hörer einprasselt, ist berauschend. Je nach musikalischer Vorkenntnis und Präferenz hört man hier Peter Hammill, Yezda Urfa oder die Boomtown Rats am Mikrofon, während Cheer-Accident, Mr. Bungle und ein bisschen Frank Zappa (oder, je nach Laune, Frogg Café) Melodien spielen, die die Musiker selbst „Prog’n’Roll“ nennen und damit eine eigentlich ganz gute Beschreibung hinbekommen. Anderswo wittert man Nähe zu Sting, bricht sich aber einen am Genderwahn ab („Finn/inn/en“) und ist somit aus zwei Gründen nicht gut zu lesen. Nicht umsonst hat es das Quintett auch schon auf das deutsche Freakshow-Festival geschafft, auf dem sich sonst jene Musiker zu tummeln pflegen, die der typische CDU-Wähler vermutlich nur aus ethischen Gründen nicht entartet zu nennen pflegt. (Die mir bei diesem Thema spontan in den Sinn kommenden Sleepytime Gorilla Museum werden sich übrigens nach Absolvierung der drei letzten Konzerte auflösen. Schade!)
Apropos Gesang: Der Gesang dominiert zwar immer das Klangbild, dennoch sollte man es nicht versäumen, in den Momenten, in denen er gefälligeren Linien folgt, auf die Musik selbst zu achten, denn Jeavestone beherrschen den Kontrapunkt vortrefflich. Musik an sich zieht Parallelen:
(…) der Übergang in die lichteren, mehr Folk orientierten Teilen mit akustischer Gitarre und Flöte klingt schon stark nach Yes bzw. Genesis. (…) Die Band fräst sich mit den folgenden Songs, von denen für eine so Progverhaftete Band untypischerweise übrigens keines die 6 Minuten Grenze knackt, durch die Geschichte des Progs von Yes über Van der Gra[a]f Generator, ein wenig Pink Floyd und natürlich darf auch niemals ein wenig von den Beatles fehlen. Oftmals erinnern die Stücke ihrer Vielfalt aber vor allem in Ihrem Sound an deutsche Bands der Mittsiebziger wie Eloy, Snowball oder ähnliche.
Ein gutes Album zum Hören!
Einige Kostproben aus dem reichhaltigen musikalischen Büfett kredenzen die Finnen auf MySpace.com.
Die Umfragen zu den heutigen Hamburger Wahlen entbehren traditionell nicht einer gewissen Tragikomik. Meine persönliche Rangliste führt das furchtbare Web.de mit der Formulierung „nicht so schlecht“ und den möglichen Alternativen an:

Überhaupt wird ein ziemliches Brimborium um die „großen Parteien“ veranstaltet, als hätte man im Hamburg nur die Wahl zwischen Pest, Cola Cholera und Herpes. Die Hamburger Morgenpost (das war die hier) akzeptierte immerhin fünf Parteien als nennenswert, der dazu gehörende Wahlratgeber, der „die Wahl haben“ mit „jemanden wählen müssen“ verwechselt, ist auch nicht besser.
Interessant sind allenfalls die Wahlumfragen, die zwar, ebenfalls traditionell, nicht repräsentativ sind, aber eine Tendenz andeuten.
Wie viele Fernsehsender sich in diesem Jahr daran halten, keine Prognosen vor Schließung der Wahllokale aufzustellen, wage ich gar nicht zu erraten. Interessant ist aber die Diskrepanz zwischen öffentlicher Wahrnehmung und tatsächlichen Gegebenheiten. Sprechen die Medien von der niedrigsten Wahlbeteiligung seit Jahren, empfinden Hamburger Wähler und Wahlhelfer es als genau umgekehrt.
Um 18 Uhr schließen die Wahllokale, und dann ist hier erst einmal wieder Ruhe vor der Politik.
Darauf gebe ich euch mein Ehrenwort, ich wiederhole: mein Ehrenwort.
Apropos „apropos“; folgendes Foto, von mir dezent bearbeitet, fand ich gerade in meinem Postfach:
Gut, dass wir unseren Verteidigungsminister haben!
(Passiert gerade wirklich so wenig auf der Welt, dass das „Aber“ es noch auf die Titelseite der nicht näher benannten Boulevardzeitung schafft?)