Netzfundstücke
Heroin gegen Drogentote (2): Über Süchte

Im September 2018 empfahl ich, drogenpolitisch einer weiteren Eskalation entgegenzuwirken, indem Genussmittel, die niemanden vollstinken, legalisiert würden. Auch mir selbst sind Süchte nach Genussmitteln, die niemanden vollstinken, nicht vollkommen fremd: Diejenige, der abzuschwören ich mich selbst weigerte, hätte ihr immer intensiverer Genuss schwerwiegende und nicht bloß finanzielle Folgen für mich, ist die Musik. Man mag …

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In den NachrichtenNetzfundstücke
Liegengebliebenes vom 15. Juni 2019

Pressedienste fragen mit der DPA: Was sind die Alternativen zum Kükentöten? Küken leben zu lassen scheint kein Teil der Antwort zu sein. Wofür wurde bisher noch zu wenig Geld ausgegeben? Richtig: Für Serien mit besonders kurzen Folgen, die man zum Beispiel auf dem Klo gucken kann, angepasst an winzige Bildschirme und kurze Aufmerksamkeitsspannen. Man fühlt …

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Netzfundstücke
💩 (5)

Puh, na „endlich“: Nach dem Willen der orthodoxen Organisation soll es künftig Emojis geben, die eine Torah-Rolle darstellen sowie Männer und Frauen mit jüdischen Kopfbedeckungen. Angesichts der unüberschaubaren Anzahl an Religionen und passender Darstellung kommt da einige Arbeit auf Emojidesigner zu. Begründet wird das mit einem „kleinen Zeichen“ gegen Antisemitismus, was ich gut finde. Tatsächlich …

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Netzfundstücke
Medienkritik extern: Die Revolution scheitert am Kabarett. (2)

Im Februar 2013 regte ich mich über das Publikum des Fernsehkabaretts auf: „Ist eben Kabarett, da wird gejohlt und geklatscht.“ Meine Klagen blieben unbeantwortet, es wurde nicht besser. Im Gegenteil: Selbst die vergleichsweise gut gemachte „Anstalt“ fällt noch nach sechs Jahren vor allem dadurch auf, dass diejenigen Beiträge, die eigentlich zornig machen statt unterhalten sollten, …

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NetzfundstückePiratenpartei
Werberelevante Zielgruppe 2.0

Der ‚Big Brother Award‘-Preisträger Facebook respektiert im Umgang mit privaten Informationen weder den Willen seiner Nutzer noch das europäische Datenschutzrecht. (…) Die Abhängigkeit von diesem Quasi-Monopolisten muss überwunden werden zugunsten nichtkommerzieller dezentraler Netzwerke. Patrick Breyer, Spitzenkandidat zur Europawahl 2019 Als Teil der Vorbereitung zur wenig erfreulich geendeten EU-Wahl 2019 hat die Piratenpartei Deutschland auf Kosten …

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In den NachrichtenMusikNetzfundstücke
Liegengebliebenes vom 30. Mai 2019

Die überschätzte Popgruppe The Beatles wandte sich bekanntlich im letzten Drittel ihrer gemeinsamen Karriere – die Quarrymen großzügig eingerechnet – der weniger schlechten Rockmusik zu. Dafür gibt es mehrere mögliche Gründe, einige von ihnen sind belegbar. Van Badham, natürlich Feministin, fauchte in den „Guardian“ einen weiteren hinein: Die Männer haben den Frauen Computer, Bier und …

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NetzfundstückeWirtschaft
Kapitalismussatire mit der „FAZ“

Die maximale Sättigung an Kapitalismus im Journalismus scheint erreicht zu sein: Die „FAZ“ – hier bewusst nicht direkt verlinkt (LSR) – veröffentlichte einen Artikel darüber, dass die finanziellen Interessen von zurzeit viel gelobten YouTube-Protagonisten deren Absichten „problematisch“ erscheinen ließen. Sie platzierte diesen Artikel hinter einer Bezahlschranke, was ihre Absichten wiederum für mich problematisch erscheinen lässt, …

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NetzfundstückePolitik
Medienkritik in Kürze: Die Waffel, für die es keinen Waffelschein gibt

Derweil bei der Grundversorgung: Dass jemand für eine Europa-Spitzenkandidatur ein Ministeramt aufgibt, gab es noch nie – bis Katharina Barley kam. (…) für die meisten ist Katarina Barley das positive Gesicht der SPD: Freundlich, verbindlich, natürlich, unprätentiös. Dazu gehört, dass sie eine der wenigen Spitzenpolitikerinnen ist, die kaum Make-Up tragen. Alter! Sagt man das noch, …

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In den NachrichtenNetzfundstückePolitik
Liegengebliebenes vom 16. Mai 2019

Wasser predigen, Wein saufen: Die Mainzer Piratenpartei hängt mit dem Auto in der city Plakate auf, auf denen steht, man fordere eine autofreie city. Nun ist es nicht so, dass die konkurrierende „Satire“-Partei mit den witzigen NSDAP-Anspielungen von der fehlenden politischen Weitsicht eines kleinen Piratenverbandes profitieren könnte und sollte: Die Spaßpartei „Die Partei“ zeigt sich …

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In den NachrichtenNerdkramsNetzfundstücke
Befreit Katarina Barley! (2)

Der französische Geheimdienst lässt Katarina Barley (SPD) nicht nur immer noch nicht frei, er benutzt sie inzwischen offensichtlich auch, um die Cyberabwehr der Deutschen erheblich zu schwächen: Ich will, dass man auch zwischen Threema, Signal, Whatsapp etc. barrierefrei kommunizieren kann. Denn wenn mich an „Threema, Signal etc.“ eines stört, dann ist es zweifelsohne, dass WhatsApp …

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Netzfundstücke
Die deutsche Lust am Kottornado über Nichtigkeiten

Die deutschsprachige Wikipedia informiert: Shitstorm (…) bezeichnet im Deutschen [einen] „Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internets, der zum Teil mit beleidigenden Äußerungen einhergeht“, der im Englischen als firestorm bezeichnet wird. Ich lasse die Etymologie hier unkommentiert auf das Publikum wirken, man denke sich zur geistigen Beschaffenheit der Neologismierer das Seine. Erfolgreich ist das …

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NetzfundstückePolitik
Wahl-Schwach-o-Mat (3)

In sozialen Medien und Alphablogs werden zurzeit Auswertungen des „Wahl-o-Maten“ wie Siegerurkunden präsentiert. Das scheint eine Art visualisierter Gutgläubigkeit hinsichtlich der Parteiprogramme zu sein, genau diese nämlich werden dort blöde abgefragt. Dass die meisten eher linken Parteien nach einer Wahl nicht mehr viel davon halten, was sie vorher versprochen haben, sollte aber bekannt sein, ebenso …

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