Archiv für die Kategorie ‘Montagsmusik’.

Vorübergehend veröffentliche ich hier jeden Montag mehr oder weniger neue mehr oder weniger gute mehr oder weniger Musik. Sie ist hier zu finden.

MontagsmusikNetzfundstücke
Grusom – The Journey

Wieder nur Eulen im SPIEGEL.Es ist Montag. Zwar zu nass, aber wenigstens auch zu warm. Dem Ziel, endlich anzukommen, wurde abermals nicht näher gekommen, überraschenderweise löst Untätigkeit Probleme eher selten. Die Forschung indes findet immer wieder einen neuen Sinn im Leben. Dieser Tage wurden Forschungsergebnisse publik, die das Laden einer Batterie mit Lebensenergie für wahrscheinlich erachten. Eine wandelnde Ladestation zu sein ist ja auch irgendwie ein Sinn, auch, wenn es bei vielen potenziellen Anwendern eben an der Lebensenergie fehlen wird. Die Zukunft wird wunderbar.

Kurz die Kotze abwischen und weiter im Text. – Der olle „SPIEGEL“, der den Unterschied zwischen einer Debatte und einem Duell nicht mal im Ansatz verstanden hat, titelt diese Woche falsch: „Wie Hacker die Welt attackieren. Wie wir uns schützen können.“ Die Antwort darauf lautet zum Beispiel nicht: indem man Hacker, die längst den letzten Schutzwall zwischen übergriffigen Geheimdiensten und Regierung auf der einen sowie uns auf der anderen Seite bilden, zum Problem erklärt; aber Ahnung von dem, worüber man da gerade zu schreiben versucht, ist beim „SPIEGEL“ selten ein Anlass zur Beförderung.

Völlig furchtbar auch: Die schlimmsten Dinge, die man im Web kaufen kann, als täglich aktualisierter Blog.

Ziemlich gut hingegen: Musik.

GRUSOM – The Journey (Official Video)

Guten Morgen.

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Farflung – Endless Drifting Wreck

In der Ferne leiser Donnerhall.Es ist Montag. Die Wählerschar Nordrhein-Westfalens hat sich wieder einmal Unsinn zusammengewählt, was lustig ist, so lange man dort nicht wohnen muss. Lustig auf jeden Fall: In Brasilien werden Frauen mit zu großem Gesäß nun von der Wahl zur Miss BumBum ausgeschlossen.

Zur Musik, denn Musik ist, was das alles wesentlich erträglicher gestaltet: Aufgrund aktueller Vorkommnisse soll die Bundeswehr ein neues Liederbuch bekommen. Möglicherweise wären hier die eingängigen Weisen von Frau Fischer und Herrn Petry zwecks Abschreckung etwaiger Feinde eine lohnenswerte Ergänzung.

Apropos: Am vergangenen Wochenende fand offenbar das alljährliche Wettsingen der europäischen Interpreten belangloser anglophoner Schlagermusik statt. Auch in diesem Jahr bitte ich davon Abstand zu nehmen, mir irgendetwas über den deutschen Beitrag (es gab doch einen deutschen Beitrag?) mitzuteilen. Das Leben ist zu kurz für einen schlechten Musikgeschmack, auch, weil es ohnehin bereits zu viel Musik gibt, die es sich zu hören lohnte.

Vor allem an einem Montag.

FARFLUNG • Endless Drifting Wreck • Rockhouse, Salzburg, June 13th 2016

Guten Morgen.

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Twenty Sixty Six And Then – The Way That I Feel Today

Was fehltEs ist Montag und es wird warm. Das ist ein wenig schade, denn bald werden die Straßen und die Züge wieder gesäumt sein von schwitzenden Menschen mit zu wenig Zeit. Ein Salzstreuer, der keine Musik spielt, ist ein schlechter Salzstreuer, aber wer bin ich schon, dass ich mir Werturteile anmaße?

Es ist Montag und es wurde gewählt. In der Hoffnung, die Nazis so loswerden zu können, hat die Wählerschaft Schleswig-Holsteins lieber CDU und SPD, ein bewährtes Gespann auch auf Bundesebene, wenn es darum geht, die Freiheitsrechte mündiger Bürger zu beschneiden, eine theoretische Koalitionsmehrheit verschafft. Bei der Wahl zwischen gefährlichen Faschistoiden und der AfD entscheidet sich der Möchtegern-Intellektuelle dann doch lieber für ersteren Gegner seiner Freiheit. Kollege Journalist sagt, die SPD sei gut, also ist sie das auch. Im gleichermaßen faschistoiden Frankreich – dem Land mit dem andauernden Ausnahmezustand und der Totalüberwachung jedes menschlichen Seins – wurde derweil statt Marine le Pen zum Glück ein Europabefürworter zum Verantwortlichen für die weitere Entrechtung der Franzosen ernannt. Das Problem war noch nie der Präsident, es war, ist und bleibt die Politik seines Parlaments. Lernen durch Schmerz, nur ohne Lernen.

In weiteren verzichtbaren Nachrichten: YouTube-Nervensäge „Bibi“ von „Bibis Beauty Palace“ hat ein wunderschönes Lied aufgenommen. Ich empfehle den Montag jedoch stattdessen mit etwas angenehmerer Musik zu beginnen.

Twenty Sixty Six And Then – The Way That I Feel Today 1972

Guten Morgen.

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The Black Angels – Entrance Song // Der dümmste Klaas Heufer-Umlauf, der je gelebt hat

Jetzt 'n Panda!Es ist Montag, Tag der Arbeit und frei ist’s auch noch. Die heutigen Nachrichten wird man nicht lesen wollen, denn es ist absehbar, dass manche Gewalttat blumig (etwa als „Aktivismus“) umschrieben werden wird. Wenigstens muss man das Bett heute nicht verlassen, um das hautnah mitzuerleben; und wenigstens ist hautnah auch so ein Wort, das an einem Montagmorgen trotzdem immer wieder einen Schauer heraufbeschwört. Menschlichkeit ist nicht der beste Charakterzug des Menschen.

Vergesslichkeit allerdings auch nicht: Das geplante Internetzerstörungsgesetz der scheidenden – hehe, „Scheide“ – und vermutlich auch kommenden Bundesregierung hätte fast ein Erfolg werden können; bedauerlicherweise hat jemand bemerkt, dass es aktiv dazu auffordert, dass Internetzugangsanbieter mit Inkrafttreten zum längerfristigen Speichern auch von Kinderpornografie verpflichtet würden. Speichern statt Löschen, gegen so was sind wir (lies: die) 2009 noch auf die Straße gegangen – das war freilich, bevor die Piratenpartei Wahlkampf lieber mit bezahlbarem Wohnraum, Geschlechterfragen und kostenlosem Geld für alle als mit so Netzkram gemacht hat.

In der Türkei indessen ist ausnahmsweise prominent nicht Facebook oder Twitter, sondern die Wikipedia gesperrt worden. Aus politischer Sicht ist das natürlich nur allzu verständlich, denn wenn jeder Bürger eines Unrechtsstaates einfach so die eine Definition eines Unrechtsstaates nachlesen kann, ist das der staatlichen Reputation vermutlich eher abträglich. Folgerichtig erwägen die Außenminister der Europäischen Union (zu denen, wir erinnern uns schmerzverzerrt, unsererseits Sigmar Gabriel zählt) die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei unbeirrt fortzusetzen. Wer jetzt noch die Briten für unbesonnen hält, weil sie es gar nicht erwarten können, dieses entsetzliche Konstrukt „Europäische Union“ endlich hinter sich zu lassen, der gehört vermutlich auch zu denjenigen Menschen, die gelegentlich einen anderen Menschen dafür bezahlen, ihnen körperliche und seelische Schmerzen zu bereiten. Ja, Herrin! Ich bin ja kein EU-Skeptiker, aber ich ahne, warum ein Staat mit starker, nicht schützender Hand bei den Heckler-und-Koch-Funktionären und den Internetmissverstehern einen einwandfreien Ruf genießt.

Durch die Nachrichten geht derweil Klaas Heufer-Umlauf, zweite Hälfte des überragend unsympathischen Komikerduos Joko und Klaas, das seinem Haussender ProSieben gute Dienste beim Versuch leistet, eine Alternative zum mindestens ebenso unerträglichen und erschreckend infantilen Jan Böhmermann zu etablieren. Beifall erhielt ebendieser (dieser Klaas, nicht jener Jan) dem Vernehmen nach für ein flammendes Plädoyer für das Weiterbestehen einer starken Europäischen Union, wobei Panzer sicherlich helfen mögen. Ein weiteres Zerbrechen der Union aufgrund unüberlegter Entscheidungen des Volkes würde bedeuten, „wir“ seien „die dümmste Generation, die je gelebt hat“, und während ich mir da mit Blick auf verschiedene Kriege in der deutschen Vergangenheit noch nicht so ganz sicher bin, würde ein Zutreffen dieser Vermutung aber zumindest erklären, wie eine Flitzpiepe wie Klaas Heufer-Umlauf es überhaupt ins öffentliche Bewusstsein schaffen konnte.

Was allerdings viel mehr öffentliches Bewusstsein verdient hätte: Musik.

The Black Angels – Entrance Song

Guten Morgen.

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Renaissance – Song of Scheherazade // Absurdes für die Wissenschaft

Montagsgefühl (ca.)Es ist Montag. Die Krise hält uns fest in ihrem gierigen Griff. Das gelobte Land der Pasta Bologna, deren Akademiker sich glücklich schätzen können, wenigstens noch irgendwo eine freie Stelle als Taxifahrer zu finden, weil immer mehr schlecht ausgebildete Leute mit immer weniger wertvollen Abschlüssen sich vor ehrlicher Arbeit verstecken (Fachkräftemangel am Arsch), marschierte für die Wissenschaft, angeführt von Gendersprallos, Windkraftlobbyisten und sonstigen Nieten, die es bis heute nicht zu Wissen schafften. Man hätte kochen können vor Scham und Gram, aber zu zweit wäre das doch deutlich interessanter gewesen; Montagsmelancholie, wie üblich wenig überraschend.

Was für eine Überraschung aber: Lädt man sich ein Programm mit einem verdächtig klingenden Namen („System Update“) herunter, dann ist da vielleicht Schadsoftware drin. Als wäre es ein Grafiktreiber oder eine „sichere“ Schnittstelle in einer Googleanwendung – völlig absurd!

Ein absurdes, aber den Schadenfrohen durchaus befriedigendes Geschäftsmodell auch: Nespresso für Saft. Als sei es irgendwie erstrebenswert, Filterkaffee oder Fruchtsaft durch irgendwelchen Kapsel- oder Tütenquatsch zu ersetzen.

Sehr wohl erstrebenswert hingegen: Musik.

RENAISSANCE – Song Of Scheherazade (Live 2011)

Guten Morgen.

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SVIN – Maharaja // Demokraten, hüben wie drüben

OstereuleEs ist Montag. Der Witz, keiner jedoch gehe hin, ist genau so müde wie man selbst; müde vom Weltgeschehen und nicht zuletzt von der Erkenntnis, dass, was fehlt, fehlt. Allmählich beginnt man sich dem Nichts zu ergeben, aufmerksam beobachtet von Kauz und Mond, nickend, doch schweigend.

Keineswegs nichts: Während in der Bürgerschaft kräftig gegen den Populismus gewettert wird, der irgendeine Demokratie oder Freiheit oder so gefährdet, unterhöhlt unser aller Lieblingsregierung, nämlich die aus CDU/CSU und SPD, ein weiteres Mal das ohnehin schon brüchige Fundament der „Grundrechte“. Das Briefgeheimnis wird abgeschafft (sofern die Briefe elektronisch sind). Die NSA guckt uns derweil beim Bezahlen zu. Ob man sie wohl anrufen kann, wenn man seine IBAN vergessen hat?

Warum ich neulich empfahl, nur noch schlaue Menschen wählen zu lassen, führt übrigens aktuell die Türkei vor, deren Wählerschaft unter anderem mit einer Mehrheit der in Deutschland lebenden Türken – mit Präsidialsystemen kennen wir uns aus – eine aus klassisch demokratischer Sicht eher fragwürdige Verfassungsänderung zu befürworten scheint. Für die Schlauen unter den Wählern, die die Pläne nicht verwirklicht sehen möchten, aber hat sich der Präsident schon etwas ausgedacht: Erdoğan stellt Wiedereinführung der Todesstrafe in Aussicht, damit er endlich auf gleicher Augenhöhe mit dem Westen verhandeln kann. Es ist das Wesen von solchen Siegen, dass sie, ob nun in Texas oder in der Türkei, mit dem Tod der Unterlegenen enden.

Und alles, was uns bleibt, ist Musik.

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusik
Sleep – Dragonaut

Hmpf.Oh, ein Montag! Gleich mal dran verzweifeln, weil man, wäre man zwanzig Jahre jünger, jetzt Ferien hätte und weil der Sonntag so vieles verloren hat; und dann wird es auch noch warm und sonnig draußen, traditionell folgen nun die gewohnten drei Wochen sommerähnlichen Zustands, in denen Drinsein noch angenehmer sein wird als bisher. Selten wurde schlechter Geschmack so sehr gefürchtet.

Wovor sich sonst so gefürchtet wird: Die Männlichkeit des Internets. Alles Patriarchen mit gewaltigen Penissen hier, die Frauen die Erfindung des Internets verbieten wollen, weil es das Internet blöderweise schon gibt. Aufschrei! – Was es im Internet im Übrigen auch gibt, ist Schadsoftware. Wer immer noch glaubte, dass ihn irgendwelche Programme davor schützen, der verkennt den Ernst der Lage: Ein paar Forscher von zwei niedersächsischen Universitäten haben jüngst ein Forschungsergebnis präsentiert, demzufolge klug programmierte Schadsoftware den so genannten „Virenscanner“ dazu bringen kann, Schadcode überhaupt erst auszuführen. Mancher Menschen Vorstellung scheint das nicht für möglich zu halten.

Andere haben sich dann auch mal vorgestellt: Nach der Ermordung einiger Menschen in Syrien hat der bodenständige US-amerikanische Präsident Donald Trump natürlich auf Twitter den Beteiligten gratuliert, weil sie die USA („und die Welt“, D. Trump) so toll vertreten haben. Diejenigen, die mir früher beibringen wollten, wie man sein Land im Ausland bevorzugt vertreten sollte, haben mir diesen Teil natürlich verschwiegen. Frechheit.

Ganz und gar nicht frech: Ein wenig Stoner Rock.

Sleep – "Dragonaut" [Live @ Scion Rock Fest 2012] (Scion AV)

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusik
We Lost The Sea – A Gallant Gentleman // Aprilscherzkater

Frühling. Mist.Es ist Montag – endlich darf man wieder den Trott hinter sich lassen und etwas für die Wirtschaft tun, noch gänzlich perplex wegen des weiterhin ausbleibenden Sonntags. So nicht arbeiten zu können ist ein beliebter Volkssport, mithin: oft auch der einzige. Sich stolpernd aus dem Bett zu quälen verbraucht einfach nicht genug Kalorien.

Wenigstens in der Politik bewegt sich was: Großbritannien will riesigen Wassergraben ausheben, um sich von EU abzugrenzen. Ein Aprilscherz? Quatsch! – Wie es sich eben auch in diesem Jahr sowieso wieder angeboten hat, dem Trubel in den Medien einen Tag lang fernzubleiben, weil sie einander wie gewohnt darin zu überbieten versucht haben, wer seine Leser am lustigsten anlügen kann. Einen ganzen Tag lang finden sie fake news gut und richtig, weil die Tradition das so will, und schon am Tag darauf war sicherlich wieder vielerorts zu lesen, wie hinterhältig doch der Russe unwahre Behauptungen in die Medien bringt. April, April! Nicht alles ist immer, wie es scheint; und auch das, was ganz und gar nicht scheint, bleibt oft ersonnen: Dunkle Materie gibt es vielleicht gar nicht. Und wenn doch, dann versteckt sie sich ziemlich gut.

Kein Scherz auch: Überraschenderweise gilt bei Onlinewerbung gar nicht „viel hilft viel“, denn jemand, der mehr Werbung schaltet, bekommt oft trotzdem nicht mehr Besucher auf seiner ollen Wurstwebsite. Verdammte Werbeblocker immer.

Keineswegs Wurst: Musik.

We Lost The Sea – A Gallant Gentleman – Live at Studios 301 (Official Video)

Guten Morgen.

MontagsmusikPersönlichesPiratenpartei
Marteria, Yasha & Miss Platnum – Lila Wolken // Übrigens.

Das IST wach(Eigentlich Parteipolitik nicht besonders schätzen und deswegen erschöpfende Wochenenden mit ihr statt ihr verbringen; eigentlich Menschen nicht dauerhaft für einen geeigneten Umgang halten und deswegen mehr Zeit mit ihnen verbringen als gesellschaftlich mindestens akzeptabel; eigentlich laute Grölmusik für furchtbar halten und deswegen in einer Szenekneipe versanden; eigentlich zu alt sein für den Quatsch und deswegen nicht vor der Sperrstunde über den Heimweg nachdenken; es eigentlich besser wissen hätten sollen und deswegen nichts besser machen. Die Flasche Rufpolitur ist leer.)

Ach, was soll’s.

Guten Morgen.

In den NachrichtenMir wird geschlechtMontagsmusikPolitik
Dot Legacy – Story of Fame

Kann ich rauskommen?Es ist Montag, aber man muss nicht raus, was ihm, dem Montag, beinahe jeden Schrecken raubt (außer vielleicht: wieder beginnt ein Tag des Lebens, an dem man eigentlich so vieles könnte, wenn man nur wollte). Ein Tag ohne Grund, ohne Mond noch dazu.

Apropos Können und Wollen: Das börsennotierte Unternehmen Siemens erwägt in wenigen Jahren Fahrzeugfabriken ganz ohne lästige, weil kostenintensive menschliche Arbeitskräfte zu betreiben, was in diese Zeit des politischen Aufschwungs der SPD (die, Ironie der Geschichte, eigentlich schon immer im Betriebsrat von Siemens herumsaß und Luft wegatmete) prima passt. Von einem börsennotierten Unternehmen ohne lästige, weil kostenintensive menschliche Vorstände ist bis auf Weiteres aber nur zu träumen.

Genug Zeit bleibt bis dahin also, um die frei erfundene Gehaltslücke zwischen Mann und Frau, Quatsch: schlechter und besser qualifiziertem Arbeitnehmer endlich zu schließen. Zahlen wir doch einfach jedem dahergelaufenen Kasper grundlos das gleiche Geld, wie es die sozialromantische und leistungsfeindliche Träumerei von einem „bedingungslosen Grundeinkommen“ suggeriert, und freuen wir uns auf eine Welt, in der auf eine anständige Arbeit keiner mehr Lust hat. Übrig bleiben wie gewohnt die Doofen.

Überleitung? Später vielleicht. Zitat jedenfalls: Der DHL-Paketbote [müsse] also DHL Paketbote heißen, damit man ihn weltweit einheitlich falsch schreiben kann. So weit ist es schon. Wofür ist so ein Schulabschluss mit Deutschpflicht eigentlich noch gut, wenn ihn später keiner mehr benutzt?

Was aber dringend benutzt werden sollte, schon zwecks Beruhigung: Musik.

Dot Legacy – Story Of Fame

Guten Morgen.

In den NachrichtenMir wird geschlechtMontagsmusikPolitik
Krobak – Broken // Diktatoren mit Bärten, Frauen mit Nägeln

Frühling, oh nein.Es ist Montag, ein Tag, von dem eine Entfremdung lohnenswerter scheint als von anderen Dingen des Lebens. Es wird Frühling, die Hormone treiben Unfug und das Draußensein wird so auch ästhetisch wieder zur Qual. Wohl dem, der drin sein kann und sich wundern.

Keineswegs drin ist EU-Beitrittskandidat Türkei, dessen Häuptlings ständige Präsidentenschnappatmung dazu führte, dass die dort Verfolgten auch hierzulande nicht mehr gern gesehen sind: Das Innenministerium bekämpft auch weiterhin die Gegner des Islamischen Staates, auf dass der Friede zwischen Deutschland und der Türkei auch weiterhin nicht in Frage stehen möge. Richtig machen es unsere westlichen Nachbarn, die sich traditionell nur sehr ungern von einem bärtigen Diktator auf den Tulpennasen herumtanzen lassen. Nach der anstehenden Wahl in den Niederlanden, der der Rechtspopulismus nun wohl gelassen entgegen blicken kann, wird es dann wieder allerorten von den Dächern trompeten, die Nazis seien zu beliebt geworden. Wohl dem, der Ursache und Wirkung nicht der Wirtschaft zuliebe verwechselt.

Von der Weltöffentlichkeit zum Glück weitgehend unbemerkt wurde aus dem Kreise derer Twitterfrauen, deren bisherige Lebensleistung (in erster Linie nämlich diverse Twitter-Hashtags) auf dem Geld anderer Leute errichtet wurde und die sich medial bislang vor allem mit gemeinsamem Niederbrüllen derer, die besser sind als sie, hervorgetan haben, das „Feministische Netzwerk“ gegründet. Interessant am Logo des „Feministischen Netzwerks“ finde ich, dass es drei stilisierte Hände von benagellackten und vor allem dünnen Frauen zeigt. Sind dicke Frauen ohne Nagellack (oder gar, buäh!, feministische Männer) in Feministenkreisen unbeliebt? Ich finde das ziemlich unterdrückend von den beteiligten Frauen, die damit zweifelsohne dem Patriarchat in die Hände spielen.

Mindestens genau so unangenehm übrigens: Ohrwürmer von erschreckend okayer Popmusik, die man eigentlich gar nicht mögen dürfte. Schnell ein Gegenmittel!

Krobak – Broken (official video)

Guten Morgen.

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Godspeed You! Black Emperor – Moya

Es ist Montag; was für ein grauenvoller Tag, was für ein grauenvoller Start in eine Woche, deren Zufriedenstellung so von vornherein zum Scheitern verurteilt scheint, weil selbst der Sonntag nur so lange erfreulich schien, bis man versehentlich aufwachte. So wird das nichts mit der Weltherrschaft und/oder der Rückkehr der Zweisamkeit; geht das nicht auch vom Bett aus?

Apropos Weltherrschaft: Für die „taz“ hat die einstige Beschriftungsbeauftragte der Berliner Piratenpartei, Anne Helm, ihre politische Qualifikation einmal zusammengefasst, nämlich ihr Geschlecht: „Auch als Frau fühlt sie sich bei den Linken besser aufgehoben als in der männerdominierten Piratenpartei“, na, mehr muss man nicht können bei den Linken. Selbstverständlich wird netzpolitische Expertise auch auf politischer Ebene weiterhin gebraucht, und das auch, so lange Medien wie „SPIEGEL ONLINE“ bei Formulierungen wie „bei Stadtverwaltung und Internetnutzern“, als seien dies zwei einander ausschließende Gruppen, kein Knoten im Kopf platzt. Ich schreibe ja auch nicht „Journalisten und Leute vom ‚SPIEGEL'“; obwohl das allmählich doch angemessen zu erscheinen beginnt.

Derselbe „SPIEGEL“ allerdings, dessen Onlineredaktion sich solche Texte ausdenkt und sich dafür nicht einmal zu schämen scheint:

Der US-Präsident will den Verteidigungshaushalt um 54 Milliarden Dollar (…) erhöhen. (…) Er fügte hinzu: „Wir müssen wieder Kriege gewinnen.“

Genau so habe ich mir „Verteidigung“ ja immer vorgestellt; und der inländische Verteidigungsetat, der im Inland kaum Anwendung findet, dürfte allenfalls in absoluten Zahlen weniger furchtbar sein. Verteidigt wird sich meist gegen die, die sich wehren. Warum man im offiziellen Duktus dann nicht gleich vom „Friedensetat“ spricht, wenn es ohnehin nur um die größtmögliche Verachtung der Betroffenen geht, ist mir nicht klar.

Klar ist aber: Es ist Montag. Ein Montag sollte nicht nur damit beginnen, sich aufzuregen, sondern auch und vor allem mit etwas Musik.

Godspeed You! Black Emperor Live at The Metropolis – Moya (Gorecki) – Par La Bande

Guten Morgen.

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Boris – Pink

Ausschlafen statt Karneval!Es ist Montag, Rosenmontag noch dazu. In voraussichtlich drei Tagen sind die Jecken und die Narren wieder brave Biedermänner, bis dahin jedoch erduldet Mitmensch Rational still leidend, dass die Illusion, die Narretei beschränke sich auf den Bereich zwischen Mainz und Köln, nicht allzu lange anhielt. Uff-tata. Sich mindestens einmal im Jahr so richtig zum Affen zu machen scheint vielen Menschen sehr wichtig zu sein. Können die nicht stattdessen in die Politik gehen oder so? – Ausgelassenheit war durchaus schon mal leichter. Was fehlt: Gewohntes. Verdammte Menschlichkeit. Wird sich nie durchsetzen.

Apropos Politik: Laut Kommentatoren auf tagesspiegel.de stehe ich auf einer ideologischen Stufe mit Cicero (dort schreibt u.a. Kai Diekmann) und irgendwelchen Männerrechtsblogs. Das ehrt mich einerseits, irritiert mich andererseits jedoch. Ich habe mir die kruden Vorschläge der Feministen (man erlaube mir eine Pauschalisierung zu dramaturgischen Zwecken) ja keineswegs ausgedacht, um damit irgendwas zu beweisen, das können die schon ganz allein; sei es nun die steile These, Arbeitnehmer müssten irgendwen „repräsentieren“, sei es nun das große Ganze, wenn Feminismus und politische Korrektheit sich gemeinsam in Realsatire üben, wenn etwa die einschlägig bekannte Amadeu-Antonio-Stiftung fremde (US-amerikanische) Kultur dazu missbraucht, die Adaption fremdkultureller Bräuche anzuprangern. Ich habe mir das wirklich nicht ausgesucht, ich nehme es, die Hand fest an der Stirn, einfach nicht ganz kommentarlos zur Kenntnis.

Und sonst so? Die Hannoveraner Hipsterbude „t3n“, die offen fordert, man möge doch bitte auf ihrer Website essenzielle Sicherheitsmechanismen des Browsers (zum Beispiel die Werbeblockade) abschalten, konstatiert, dass die Rettung des dezentralen Netzes dringend notwendig sei, also eine Rückbesinnung auf ein Web (ich mag jetzt nicht schon wieder den Unterschied zwischen „dem Netz“ und „dem Web“ erklären müssen) ohne allgegenwärtige Großkonzerne wie Google; nicht ohne allein auf der Seite, auf der diese Forderung zu finden ist, laut Messung ganze zehn Scripts und sonstige Verfolger von Doubleclick, Google, Facebook und so weiter einzubinden. Die Autoren von „t3n“ sind Teil des Problems, dessen Lösung sie fordern. Ich hätte da ja einen Vorschlag, wie sie das Netz besser machen könnten, aber ich fürchte, dieser bliebe ungehört.

Was hingegen dringend gehört werden sollte: Musik.

Boris — "Pink" — MTV Iggy Live

Guten Morgen.

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Moulettes – Behemooth

Käuzchen müde, Käuzchen schlafenEs ist Montag, so schmerzhaft wie es nur ein Montag sein kann. Der Posteingang sympathisiert mit diesem Hinweis, man mit sich selbst allerdings keineswegs. Montage sollten – ich wiederhole mich – anders beginnen, pelziger und sanfter irgendwie. Aber Arbeit ist ja auch ganz schön.

Weniger schön: Deniz Yücel (früher bei der linkspopulistischen „taz“, heute bei der rechtspopulistischen „Welt“) befindet sich wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung in türkischem Polizeigewahrsam. Ich halte das für übertrieben. So schlimm ist die „Welt“ gar nicht, ist ja nicht die ARD.

Deutschland lässt sich derweil den hart ergaunerten Weltrang abnehmen: Bei Waffenexporten sind wir nur noch Fünfter. Oben in der Topliste: Der Iwan und der Trump. Bestimmt lässt sich daraus ein klarer Beleg machen, dass Waffenexporte pfui sind, wenn es die Bösen machen. Also die, nicht wir. Unsere Waffen tun keinem was, die wollen nur spielen.

Was sie leider nicht spielen: Musik. Lassen wir das also jemand anderen tun.

Moulettes – Behemooth – LiveStudioVersion

Guten Morgen.

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Oathbreaker – Clair Obscur

Haben Sie meinen Panda gesehen?Es ist Montag, traditionell ein eher unerfreuliches Ereignis; zumal’s der Montag zwischen dem, was einmal ein Sonntag war, und dem, was eigentlich ein zweiter hätte sein können, aber es reicht wohl auch dieses Jahr wieder nur für Lethargie statt rosenumwölkten Wälzens. Wohl und Neid dem, der der Kalenderromantik nichts abgewinnen kann. Montags werde ich komisch.

Der Politikteil ist aber auch nicht wesentlich erfreulicher: Gestern hat überraschend Konsenskandidat Steinmeier, seines Zeichens Architekt von Agenda 2010 und Hartz IV, deutscher Bündnispartner der NSA in Spionagebelangen und Befürworter des illegitimen Wegsperrens Unschuldiger in Folterknäste, die „Wahl“ zum kommenden Bundespräsidenten, die entgegen den politischen Forderungen von AfD und Piratenpartei nach wie vor ohne direkte Bürgerbeteiligung stattfand, gewonnen und sogleich mitgeteilt, man möge sich weiterhin um mehr Demokratie und Freiheit bemühen; mithin um das, was er selbst nicht nur einmal denen verwehrt hat, die es wirklich gebraucht hätten. Die Umfragewerte für seine Armutsproduktionspartei steigen. Die ärmsten Schweine wählen ihre Schlächter eben selbst.

Es ist Montag. Man sollte einen Montag prinzipiell mit Musik beginnen. Ein Leser mailte mir unlängst, meine Montagsmusik sei gelegentlich inspirativ, obwohl sie eigentlich vor allem ein Mittel darstellt, um irgendwie mit diesem verdammten Montag klarzukommen, was auch schon mal irgendwie leichter war als dieser Tage.

Augen zu, Ohren auf.

Oathbreaker – Clair Obscur

Guten Morgen.