Archiv für die Kategorie ‘Computer’.

Alles, was eher die computeraffine Klientel interessieren könnte, wird hier abgelegt.

Netzfundstücke
Genüsse im Erlebnisfahrstuhl

In einem dieser „Lustigen Taschenbücher“ gab es einmal eine Geschichte, in der Klaas Klever und Dagobert Duck darum wetteiferten, wessen Flughafen den Gästen einen angenehmeren Aufenthalt beschere, was natürlich damit endete, dass niemand mehr eines ihrer Flugzeuge benutzen wollte, weil der Flughafen mehr zu bieten hatte als jeder Urlaub.

Keine Ahnung, wie ich gerade darauf komme.

Ein besseres „Fahrstuhl-Erlebnis“ sollen den Fahrgästen auch interaktive und personalisierte News- und Entertainment-Angebote verschaffen.

„Und – wo waren Sie im Urlaub?“
„Im Erlebnisfahrstuhl, Chef. Da gab es sogar Reklame umsonst!“

:wallbash:

In den NachrichtenMontagsmusikNetzfundstücke
Renaissance – Song of Scheherazade // Absurdes für die Wissenschaft

Montagsgefühl (ca.)Es ist Montag. Die Krise hält uns fest in ihrem gierigen Griff. Das gelobte Land der Pasta Bologna, deren Akademiker sich glücklich schätzen können, wenigstens noch irgendwo eine freie Stelle als Taxifahrer zu finden, weil immer mehr schlecht ausgebildete Leute mit immer weniger wertvollen Abschlüssen sich vor ehrlicher Arbeit verstecken (Fachkräftemangel am Arsch), marschierte für die Wissenschaft, angeführt von Gendersprallos, Windkraftlobbyisten und sonstigen Nieten, die es bis heute nicht zu Wissen schafften. Man hätte kochen können vor Scham und Gram, aber zu zweit wäre das doch deutlich interessanter gewesen; Montagsmelancholie, wie üblich wenig überraschend.

Was für eine Überraschung aber: Lädt man sich ein Programm mit einem verdächtig klingenden Namen („System Update“) herunter, dann ist da vielleicht Schadsoftware drin. Als wäre es ein Grafiktreiber oder eine „sichere“ Schnittstelle in einer Googleanwendung – völlig absurd!

Ein absurdes, aber den Schadenfrohen durchaus befriedigendes Geschäftsmodell auch: Nespresso für Saft. Als sei es irgendwie erstrebenswert, Filterkaffee oder Fruchtsaft durch irgendwelchen Kapsel- oder Tütenquatsch zu ersetzen.

Sehr wohl erstrebenswert hingegen: Musik.

RENAISSANCE – Song Of Scheherazade (Live 2011)

Guten Morgen.

ComputerIn den NachrichtenNetzfundstücke
Liegengebliebenes vom 21. April 2017

Es steht nur Quatsch zur Wahl? Warum Nichtwählen kein „Zeichen setzt“, sondern ausschließlich die Falschen stärkt, erklärt Fefe zitierenderweise.


Wie gut oder wie schade, dass Krieg entweder ziemlich schwierig oder ziemlich einfach ist: Die Bundeswehr könne nur 30 bis 70 Prozent, also wahlweise fast alles oder fast nichts, nutzen, behaupten Kai Biermann und Julian Stahnke auf „ZEIT ONLINE“.


Nach dem absehbaren Tod von Firefox ist ausgerechnet Googles Chrome-Browser das Gute? Weit gefehlt:

Der beliebteste Browser soll jetzt mit einem Werbeblocker ausgestattet werden. (…) Die eigene Werbung wird erlaubt, die von konkurrierenden Werbenetzwerken blockiert. (…) Damit ist Google nicht besser als das, was mit AdBlock Plus seinen Anfang gemacht hat.


„Vorratsdatenspeicherung und Ausnahmezustand wie in der Türkei machen das Land sicherer“ des Tages: Schießerei in Frankreich. Auf Twitter beten schon wieder alle. Das löst sicherlich auch irgendein Problem.


Ein Problem mit den Medien ist ihr gegenseitiges Absprechen des Wahrheitsanspruchs: Da wird in diesen grassierenden „Faktenchecks“ in steuerfinanzierten Nachrichtensendungen schon mal ganz unauffällig ein Buch eines umstrittenen Autors auf „Mein Kampf“ gelegt, um das ganze Ausmaß der Bösartigkeit dieses Autors schlagkräftig zusammenzufassen. Nicht lesen, ist mindestens Hitler drin.


Wenn die Pressefreiheit auch Jetzt.de ermöglicht, war sie wahrscheinlich doch keine gute Idee.

ComputerNetzfundstücke
JUSOS Schleswig-Holstein: Planlos durch’s Neuland

In gewisser Hinsicht bezaubernd ist jedenfalls auch dieses Werbeplakat der „jungen“ SPD („JUSOS“) in Schleswig-Holstein, dem einzigen Bundesland, in dem die Piratenpartei noch was taugt:

Highspeed ist alle

Denn es wirft mindestens drei Fragen auf:

  1. Warum benötigt Torstens Kommunikationspartner unbedingt Highspeed, um auf Textnachrichten zu antworten (was ja auch zu funktionieren scheint, zumal das Empfangen ebenso kein Problem ist)?
  2. Wie soll Torstens Kommunikationspartner die empfohlene SPD-Website sinnvoll aufrufen können, wenn die Bandbreite nicht einmal zur Textkommunikation genügt?
  3. Wieso hat es die schleswig-holsteinische SPD in den fünf Jahren ihrer derzeit andauernden Landesregierung trotz gegenteiliger Forderungen (an wen?) nicht geschafft, die Breitbandversorgung im Heimatgebiet von Torstens Kommunikationspartner zu verbessern, und wie möchte sie das in der kommenden Legislaturperiode ändern?

(via @Ziegelei)

Nerdkrams
Schöner lesezeichnen mit Buku

Das nahende Ende von Firefox als benutzbarer Browser lässt mich nicht nur nach einem neuen Standardbrowser, sondern auch nach neuen Lösungen für bisher für gelöst gehaltene Probleme suchen. Während sich ersteres noch über ein paar Monate erstrecken dürfte, nachdem ich erst gestern feststellen musste, dass selbst der ansonsten nicht schlechte Browser Vivaldi gelegentlich nur mit einem neuen Profil zur Mitarbeit bereit ist, passiert zweiteres in kleinen Schritten.

Heute ersetze ich zum Beispiel Xmarks.

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ComputerNetzfundstücke
Kurz verlinkt: Datenleck im Wohnzimmer dank Cloud

1. Smarten Luftbefeuchter installieren.
2. Auf Ablauf des TLS-Zertifikats warten.
3. Nass.

MusikNetzfundstücke
Schwarzkopierer schwarzmalen gegen das Internet

Ein reichlich überzogenes Verfahren, seinem Ärger über das Verhalten manches Musikkonsumenten Luft zu machen, wählte Trent Reznor (Nine Inch Nails), der in einem Interview im Januar 2017 seinen Missmut darüber beklagte, dass das Internet zu vielen Leuten eine zu dominante Plattform für destruktive Musikkritik biete, bei der Verteilung eines Bonuspakets für Käufer der im vergangenen Jahr erschienenen EP „Not the Actual Events“: Dieses scheint allerlei Text- und Bildbeilagen zu enthalten, überdies ein eigenartiges schwarzes Pulver, das die Fingerabdrücke desjenigen, der das Paket öffnet, unweigerlich auf seinen Inhalt bannt. Es ließe sich also durchaus daraus folgern, dass hier ein besonders effizienter Kopierschutz vorliegt: Wer versucht, den Inhalt auf so Tauschbörsen hochzuladen, hinterlässt dabei auch eindeutige Spuren, die unter Umständen seine eindeutige Identifizierung erlauben.

Gerüchten zufolge hat Sony Entertainment, die Firma, die in ihren Gefechten gegen unlizenzierte Medienkopien auch schon mal mit Schadsoftware, Kundentäuschung und juristischen Repressionen arbeitet, diese Idee begeistert aufgenommen und plant in kommende CD-Veröffentlichungen ihrer Künstler winzige Skalpelle zu integrieren, um abfotografierte CD-Cover anhand der Blutspuren eindeutig zurückverfolgen zu können.

In den NachrichtenMusikNetzfundstückePolitik
Liegengebliebenes vom 18. März 2017

Verfassungsfeind des Tages: Heiko Maas, SPD.


Na, ist auch euer Tag zu kurz, um all die spannenden „neuen“ Fernseh- oder Internetserien angemessen aufmerksam verfolgen zu können? Dann guckt sie doch einfach doppelt so schnell!


Brüller des Tages: Das gleiche Mozilla, das erst neulich gegen den Willen der meisten Stammnutzer und langjährigen Erweiterungsentwickler XUL aus Firefox zu entfernen ankündigte, bittet diese Entwickler jetzt in einem Blogeintrag darum, sie mögen doch bitte an das Wohl der Nutzer denken.


Jens Balzer („SPIEGEL ONLINE“) mag Rammstein nicht und hält die Band (womöglich deshalb) für eine Keimzelle des Rechtspopulismus, nennt Rammsteins offensichtliche musikalische Vorbilder Laibach aber im gleichen Text „eine radikale, aus den Siebzigerjahren bis in die Gegenwart reichende Avantgarde, von der die Gewalterfahrungen des 20. Jahrhunderts ebenso reflektiert wurden wie das totalitäre Potenzial der postmodernen Massenmedien“. Wofür ich derweil Jens Balzer halte, möge sich der in Kraftausdrücken bewanderte Leser bitte selbst ausmalen.


Türkische Viehproduzenten wollen niederländische Kühe protestierend in deren Heimatland zurückschicken. Niederländische Ziegen dürfen, wie man hört, jedoch auch weiterhin in der Türkei bleiben.


Heute vor 10 Jahren: Niedersachsens Pferdeapfelkampagne.


Wie lange braucht so ein Linux eigentlich, um eine kritische Sicherheitslücke zu finden und zu beheben? Ist ja freie Software und das alles. Ist ja sicherer als Windows und so. – Richtig: über sieben Jahre.

Netzfundstücke
Ertüchtigungsarmband für untenrum

Wo musste denn bisher noch unbedingt mehr Internet rein? Richtig; gegen die nur allzu menschliche Angst, es könnten im täglichen Leben zu wenig Daten, die der Wirtschaft und dem Staat wertvolle Erkenntnisse liefern können, anfallen, gibt es bald ein weiteres, zurzeit in der „Testphase“ (wie wird man da eigentlich Tester?) befindliches Hilfsmittel:

Es handelt sich um einen Ring, der über Ihren langweiligen funktionalen Latexfreund passt und Ihnen wertvolle Einblicke gibt, die Sie gelegentlich in einem Gespräch mit Ihren Freunden, Ihrer Familie und Ihren Nachbarn fallen lassen können. (…) Neben der Messung von Druckgeschwindigkeit und allgemeinem Tempo verrät Ihnen das i.Con, wie viele Kalorien Sie verbraucht haben, welche Positionen Ihnen Freude bereiteten und wie oft Sie Sex hatten.

Und ich hielt Treppensteigwettbewerbe von Freizeitfitten schon für bescheuert. :irre:

(via @internetofshit)

In den NachrichtenNerdkrams
Überraschende Erkenntnisse aus Vault 7

Es gibt wieder einmal einen neuen Spionagefall, den einen Spionageskandal zu nennen sich allenfalls diejenigen Medien und -konsumenten trauen, deren Blauäugigkeit diese Spionage überhaupt erst ermöglicht: Russische Hacker Informanten unklarer Herkunft haben der Enthüllungsplattform WikiLeaks geheime Dokumente zugesteckt, die den US-amerikanischen Auslandsgeheimdienst CIA überraschenderweise auf eine mit der, auf der die NSA in der öffentlichen Wahrnehmung gerade steht, vergleichbare Stufe heben bzw. senken.

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In den NachrichtenNerdkrams
Reklame, verlegerisch bestätigtes Bollwerk des guten Linksseins

Wisst ihr, warum ihr die sog. „Schuld“ daran tragt, dass Donald Trump der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten wurde?

Weil ihr Werbung blockiert. Denn nur durch das Angucken von Werbung ist die rechte Gefahr noch zu bändigen. Doch, wirklich!

Und Reklame sei immerhin eine wertvolle Ergänzung der journalistischen Qualitätserzeugnisse:

„Anzeigen sind Nachrichten – es sind inhaltliche Informationen im Kernbereich der Pressefreiheit.“ Unabhängig von der Qualität ihres Beitrages hätten „die Annoncen einen informations-, meinungs- und bildungsfördernden Einfluss auf den Leser hinsichtlich des jeweiligen Sachgebietes“.

So weit ist es schon gekommen mit dem Journalismus, dass er bunter Schadsoftware inhaltliche Qualität auf wenigstens eigenem Standard bescheinigt. Werbung gucken gegen Trump.

Mir gehen allmählich die Emotionsausdrücke aus.


Nachtrag vom 8. März 2017, bzw.: Die Trojaner, die Sie sich möglicherweise wegen unserer Lügen einfangen, sind Ihr Problem, nicht unseres.

Nerdkrams
Chromefox‘ Ende

Im Februar 2011, als Google die Welt mit übertriebener Werbung für den ekligen, aber wenigstens noch schön neuen Browser Chrome, die aufstrebende Konkurrenz zum Platzhirsch Mozilla Firefox, behelligte, nahm ich noch an, dass das nichts Gutes zu bedeuten habe. Leider behielt ich Recht.

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In den NachrichtenNerdkrams
Das Internet kaputtgesunden mit Sitte und Anstand

Unter dem, nun, Künstlernamen „Jigsaw“ – zu Deutsch „Puzzle“ – erprobte in der „Saw“-Filmreihe ein offenbar sadistischer Täter eine Serie reichlich unkonventioneller Tötungsarten. „Jigsaw“ ist außerdem der Name der Erfindergruppe („Think Tank“, zu Deutsch „Denkpanzer“) einer neuen Zensursoftware der allseits beliebten Hippiekommune Google. „SPIEGEL ONLINE“ berichtet:

Beleidigungen machen viele Diskussionen im Netz ungenießbar. Eine Google-Tochter will jetzt die Lösung gefunden haben: Eine selbstlernende Software soll das Gift aus Kommentarspalten saugen.

Ich habe ja die vage Vermutung, dass Artikelautor Fabian Reinbold – das war, langjährige Leser mögen sich ungern erinnern, der hier – „das Netz“, „das Web“ und „das Internet“ nicht so recht voneinander unterscheiden kann, aber gut, ist ja auch nur das Ressort „Netzwelt“ auf „SPIEGEL ONLINE“ und nichts, wofür man irgendwas wissen müsste, um da zu schreiben. Passenderweise ist der Artikel einsortiert unter „Netzwelt -> Web -> Internet“, denn bekanntlich ist das Internet im Web drin und nicht andersrum. Ein dreifach Hoch dem Qualitätsjournalismus.

Worum geht es? Um Anstand natürlich:

Trolle vertreiben Andersdenkende, töten damit die Diskussion. (…) Jigsaws Lösung: Eine selbstlernende Software namens „Perspective“ soll die Pöbeleien automatisch erkennen und aussortieren. (…) Jigsaw-Leiter Jared Cohen verkauft sein Projekt mit dem Satz: „Wir wollen ein gesünderes Internet.“

(Hervorhebung von mir.)

„Andersdenkende“, für die Guten ein beliebter Kampfbegriff, um ihre ethischen Gegner zu katalogisieren und stigmatisieren, sollen also nicht mehr von „Trollen“ – basierend auf dem Krakeel der Masse, denn wie schon auf Twitter sind die, die am lautesten „der da ist böse“ brüllen, immer die, die Recht haben bekommen – an einer friedlichen und vor allem ungestörten Diskussion (vulgo „Filterblase“) gehindert werden, was erfahrungsgemäß dann ungefähr so aussieht, dass die rücksichtslosesten Besucher eines Kommentarbereichs diejenigen sind, die entscheiden, worüber diskutiert werden darf:

Gespeist wurde seine Datenbank mit Beiträgen aus der „New York Times“-Kommentarspalte und aus Wikipedia-Diskussionen, die noch von Menschen als unanständig gebrandmarkt wurden. (…) Das Programm soll jeden Kommentar mit einem Giftwert von 0 bis 100 kennzeichnen – und diese automatische Einordnung soll Medien, die Perspective einsetzen, entlasten.

(Hervorhebung erneut von mir.)

Über Anstand diskutiert man nicht, nein, nein; den unpuritanischen Auswüchsen dieser Diskussionsunkultur möge alsbald Einhalt geboten werden. Die reden da über Sex vor der Ehe, pfui! – Je nachdem, welcher Partei Stammwähler man fragt, dürfte die Definition von „Anstand“ eine sein, über die sich untereinander popcornwürdigst gestritten werden kann.

Nun ist das Web („Netz“, F. Reinbold) und mit ihm die Garagenklitsche Google keineswegs deshalb so groß geworden, weil sich Menschen gern dort aufhalten, wo man sie an der unmoderierten Äußerung provokanter (wo nicht justiziabler, was hier ausdrücklich ausgeschlossen werden darf), dem Zeitgeist widersprechender Behauptungen hindert, sondern deshalb, weil ihnen das „Internet“ eine Plattform zum ungezügelten Austausch gewährte, den weder Ochs‘ Schäuble noch Eselin von der Leyen zu begrenzen vermochten. Die US-amerikanische Vorstellung von „giftiger Sprache“ (die US-Amerikaner sind dasjenige Volk, welches gegen die Todesstrafe, Mordinstrumente in jedem Haushalt und Lastwagen fahrende Kinder nichts einzuwenden hat, aber umgehend wütende Zuschauermails verfasst, wenn jemand im Fernsehen vom Saugen spricht) würde ich in all meiner Naivität jedenfalls keinesfalls zur Maxime erhoben sehen wollen, auch und gerade nicht unter den gegebenen Umständen, dass die für meine Entwürdigung derzeit zuständige Bundesregierung im Kampf gegen unhöfliches Miteinander im „Internet“ gemeinsame Sache mit „Schnieptröten“ (N. Hermann, anderer Zusammenhang) wie Julia Schramm, die gegen ein paar klare Worte noch nie etwas einzuwenden hatte, macht.

Gewöhnlich sind es die Vergnügungen, in denen die guten Sitten zu Fall kommen.
Lü Buwei

ComputerIn den NachrichtenMir wird geschlechtNetzfundstückePolitik
Liegengebliebenes vom 17. Februar 2017

In Nordrhein-Westfalen ist die Landes-F.D.P. beim Versuch gescheitert, das von den sexistischen „Grünen“ und natürlich der SPD in Kraft gesetzte verfassungsfeindliche Landesgesetz, das schlechter qualifizierten Frauen im öffentlichen Dienst qua Geschlechtsorgan zu einer schnelleren Beförderung verhelfen soll, für ungültig erklären zu lassen. Unklar bleibt, wie man trotz offensichtlicher Missachtung der Grundrechte der Hälfte aller Bürger in eine Landesregierung gewählt werden kann.


Unschlagbares Angebot von der „FAZ“: Pinkelnde Rose-Auswahl.


Na, erlaubt ihr immer noch jeder dahergelaufenen Website das Ausführen von beliebigem Programmcode, weil das so komfortabel ist? Dann habt ihr ja sicher nichts gegen etwas Schadsoftware einzuwenden.


Impfungen führen zu Masturbation.


Für die öffentliche Sicherheit kann nur gesorgt werden, wenn die Volksbeschallung per Rundfunk sichergestellt ist, findet Ajit Pai:

Der neue Chef der US-Regulierungsbehörde setzt sich für UKW-Rundfunk in Smartphones ein, schon die “öffentliche Sicherheit” sei ein Grund.

Nicht auszudenken, wenn die Scharen an Smartphonenutzern noch lange ohne die Qualitätsbeschallung mit dem Besten von Phil Collins auskommen müssen. Chaos wäre unvermeidbar! :ja:

NetzfundstückePolitik
Den unerwarteten Nahschuss wieder positiv besetzen!

Was treibt eigentlich die letztens erstaunlich unauffällige Emanzipatorische Linke, bekanntermaßen vorrangige Zuflucht des einstigen linksrändigen Flügels der Piratenpartei, dieser Tage?

Nun, ungefähr das Erwartete: Wohl nicht völlig ohne Zusammenhang mit der tragikomischen Besetzung eines Instituts einer Berliner Hochschule durch Studenten, die nicht wollten, dass ein ehemaliger Stasimitarbeiter (siehe auch) nicht weiter an ebendieser Hochschule arbeiten darf, gibt es Ende Februar eine geradezu beeindruckende Veranstaltung im Karl-Liebknecht-Haus, Rosa-Luxemburg-Saal, wo sonst?:

[K]eine der Bezeichnungen [Unrechtsstaat, Parteidiktatur, Homunculus sovieticus oder autoritärer Fürsorgestaat] hat sich durchgesetzt, ist von der Mehrheit der Leute, die in der DDR gelebt haben, angenommen worden. Wir können sagen, worum es sich beim Kaiserreich gehandelt hat, bei der Weimarer Republik und auch beim Dritten Reich. Zur DDR aber fehlen uns die Worte. Denn was auch immer man dem SED-Staat vorwerfen kann, er war an keinem Angriffskrieg und an keinem Völker- und Massenmord beteiligt.

Ein Staat mit exakt einer erlaubten Parteimeinung, in dem Menschen im Regierungsauftrag verschwunden werden, entspricht eigentlich ungefähr meinem Verständnis von einer autoritären Parteidiktatur und einem Unrechtsstaat, aber gut, die DDR ist wenigstens nie in Polen einmarschiert. Da wäre auch was los gewesen. Also was, wenn keine Diktatur? Klar:

Die DDR war eine politische Diktatur, aber nicht nur. (…) In Ostberlin, Gera oder Rostock wurde genauso Brot gebacken, wurden Häuser gebaut, Alte und Kranke gepflegt wie in westdeutschen Städten. Vom Landleben ganz zu schweigen. Und auch in der DDR haben Eltern ihre Kinder geliebt, waren Menschen glücklich. Und dennoch hat es großes Unrecht gegeben.

In so ziemlich jedem als Diktatur oder Unrechtsstaat akzeptierten Land wurden auch Alte und Kranke gepflegt und dennoch hat es großes Unrecht gegeben. Was immer der Verfasser dieser Erläuterungen – laut Website die „Redaktion Ema.Li Bund“ – mir mitteilen möchte: Bisher habe ich es nicht verstanden. Das ist aber leider auch nicht weiter zu verbessern, denn der Rest der Ankündigung besteht aus Textwiederholungen und weiteren Umschreibungen der immergleichen Ansicht, man habe die DDR nur nicht richtig verstanden. Es war ja nicht alles schlecht. Irgendwann immerhin kommt man im Hause „Ema.Li“ zumindest auf Intention und Zweck des geplanten Abends zu sprechen:

Das zentrale Paradox bestünde darin, dass das Regime ohne die Mitarbeit der Bevölkerungsmehrheit nicht so lange hätte überleben können, das Gros der ‚einfachen Leute’ aber zugleich versuchte, ein Leben außerhalb der Reglementierung zu führen. (…) Ist es an der Zeit, die DDR neu zu erzählen? Ohne dass Staat und Gesellschaft gleichgesetzt, nicht verklärt und schon gar nicht dämonisiert werden.

Nein, die bestehende Erzählung, immerhin noch maßgeblich von Zeitzeugen getragen, ist schon ganz in Ordnung so.

Moderieren soll den Abend Anne Helm (zurzeit: „angefragt“) – die gleiche Anne Helm, die sich vor ein paar Jahren medienwirksam beschriften ließ, um darauf hinzuweisen, dass die Bombardierung der Dresdner Gesellschaft im Zweiten Weltkrieg eine grundsätzlich lobenswerte Aktion gewesen sei, da die Stadt nun mal mitten in einem Unrechtsstaat lag.

Obwohl da bestimmt auch Brot gebacken wurde.