Archiv für die Kategorie ‘Computer’.

Alles, was eher die computeraffine Klientel interessieren könnte, wird hier abgelegt.

NetzfundstückePolitik
Präsidenten wegschwulen mit Ulf Poschardt

Ulf Poschardt, seines Zeichens überführter Publizist von Fakenews und folgerichtig seitdem für die Axel Springer AG als (unter anderem) für die „Welt“ Verantwortlicher tätig, ließ heute via Twitter das gewohnt unvorbereitete Volk die Lösung für das Problem des sicherlich nicht normkonformen Umgangs mit dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten verkünden: Wir müssen dringend schwuler werden.

Wir müssen uns gegen Donald Trump wehren und (...) offener, schwuler, multikultureller werden.

Da wird er ganz schön blöde gucken, der Donald Trump! :ja:

ComputerNetzfundstücke
Kurz verlinkt: Bluetooth? Mahlzeit!

Wo muss denn unbedingt mehr Internet rein? Richtig: In euer Besteck. Euch ist eher nach Sushi zumute? Kein Problem: Natürlich gibt es auch smarte Essstäbchen. :ja:

In den NachrichtenNerdkrams
Tore zum Mistmachweb (Nachtrag)

Ich so, 2014:

Auf dem Browser der Zukunft sollte „Bitte keine Werbung einwerfen“ stehen.

Europäische Union so, gestern:

Das Stichwort lautet „Privacy by Design“: Die Software-Anbieter sollen verpflichtet werden, alle Voreinstellungen Privatsphäre-freundlich zu gestalten. Das heißt beispielsweise, dass Cookies von Drittanbietern, etwa Werbenetzwerken, erst einmal geblockt werden sollen. Der Browser soll sich die Einwilligungen vom Nutzer einholen müssen.

Die Wirtschaft so, kurz darauf:

Diese Verordnung stellt etablierte und von den Verbrauchern akzeptierte Geschäftsmodelle in Frage und negiert fundamentale Prinzipien der Digitalen Wirtschaft. Das Internet, wie wir es heute kennen, wird es damit nicht mehr geben.

Das Internet, wie wir es heute kennen, jetzt so:

Party (Lizenz: CC0)

(via Trash-Log)

NerdkramsNetzfundstücke
Wo muss denn unbedingt mehr Internet rein? (CES-2017-Edition)

In den NachrichtenNerdkrams
Kurz verlinkt: Was hat Markus Beckedahl eigentlich gegen eine liberale Gesellschaft?

„tante“, 29. November 2016, über die unsägliche „Digitalcharta“ von Markus Beckedahl und so weiter:

Artikel 5 ist für die Meinungsfreiheit sehr gefährlich, insbesondere, weil der Eingriff grundsätzlich vor das Vergehen geschoben wird.

„heise online“, 31. Dezember 2016, über Markus Beckedahls verbale Selbstfünf auf dem schrecklichen 33C3:

Bei den geplanten Maßnahmen gegen Terror und Fake-News im Internet droht die Etablierung einer Zensur-Infrastruktur, warnt Blogger Markus Beckedahl. (…) „Wir sind zu wenige, um für alle Probleme auf der Welt auch sofort die Lösung präsentieren können.“ Deshalb sei es nötig, dass sich mehr Menschen an der Diskussion beteiligten und die Gesetzgebungsverfahren in Brüssel kritisch begleiteten.

Wer begleitet eigentlich Markus Beckedahl kritisch?

In den NachrichtenNerdkrams
Seid Terroristen! (2)

Der richtige Tag, um Terrorist zu werden, ist heute.

Seit Silvester darf der BND offiziell Daten aus ganzen Telekommunikationsnetzen mit Auslandsverkehren auch im Inland komplett abschöpfen, ein halbes Jahr lang auf Vorrat speichern und mit Dritten austauschen.

Es ging nie um Terrorismus.

In den NachrichtenMir wird geschlechtNetzfundstückePolitik
Liegengebliebenes vom 28. Dezember 2016

Überraschenderweise wurde mindestens eines der zahlreichen Spionageprogramme Großbritanniens dazu verwendet, Hundehalter und ähnliche verdächtige Subjekte zu überwachen. Wirklich schade, dass die nicht mehr in der EU sein wollen.


Es gibt keinen Rechtsruck, es gibt eine Linksflucht.


Wovon Kanadier völlig verstört werden: Graffiti, die die Existenz eines dritten Geschlechts verneinen. Ich hab‘ den Beruf verfehlt, Psychotherapeut in Vancouver hätte ich werden sollen.


Felix Schwenzel fasst das Geschäftsgebaren von 1&1 (u.a.) treffend zusammen:

wer länger als zwei jahre unser kunde bleibt ist ein vollidiot.


Ausnahmsweise kommentiert der Postillon die Weltlage mal besser als ich es könnte:

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist nach eigenen Angaben froh, dass nach dem Terror-Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin niemand den Sinn und Zweck der deutschen Kriegsbeteiligungen im Nahen Osten hinterfragt.

Schon merkwürdig, wieso die da alle weg wollen. Ist doch schön warm da.


Mangelernährung des Tages: Geht es nach dem Willen des Bundesagrarministers, so sollen Veganer, Vegetarier und andere eigenartige Mitmenschen, die ihren stets stolz vorgetragenen freiwilligen Verzicht auf ein schönes saftiges Stück Fleisch mit Kompost pflanzlichen Ersatzstoffen zu kompensieren versuchen, selbige künftig nicht mehr als Fleisch und Wurst bezeichnen dürfen. Make Fleisch Tier again!

In den NachrichtenNetzfundstücke
Kurz notiert zu den aktuellen Vorgängen in der deutschsprachigen Wikipedia

Wenn das Schiedsgericht in einem großen Projekt zur gemeinsamen Erstellung und Pflege einer Enzyklopädie unter lautem Getöse implodiert, weil plötzlich jemand, der von den aktiven Enzyklopädisten mehrmals in Folge als herausragendes Mitglied der Gemeinschaft erkannt und daher in ein Richteramt gewählt wurde, seine Mitgliedschaft in der AfD bekanntgab, woraufhin mehrere andere Schiedsrichter, denen die Gemeinschaft ebenfalls ihr Vertrauen ausgesprochen hatte und die bis dahin vollkommen zufrieden miteinander waren, von ihrer Aufgabe zurücktraten, was letztlich dazu führte, dass über Klarnamenszwang in der Wikipedia nachgedacht wird und sich die hauptsächliche Diskussion um die Frage dreht, welche Gesinnung man als Freiwilliger in der Wikipedia denn haben dürfe, um konstruktiv und produktiv mithelfen zu dürfen, dann heißt das Problem, das hier zweifelsohne existiert, vermutlich eher nicht Rechtspopulismus.

NerdkramsNetzfundstückePersönliches
Chaos Orchid Club (Nachtrag): Der #33c3 und die Feigen_blätter.

Stefan Krempl („heise online“) findet, ich hätte ein Szeneblog, weil ich zufällig meinen Unmut über die politische Entwicklung des „Congresses“ zu einem passenden Zeitpunkt verschriftlichte. Das ist eigentlich ein bisschen unfair, weil ich es eigentlich zu vermeiden versuche, diese Webpräsenz zu einem dieser elenden Nerdblogs verkommen zu lassen; aber gut, „heise online“ („Das Erwachen der Macht: Star Wars ist endlich erwachsen“, 16. Dezember 2015 u.v.m.) hält sich ja auch für eine Fachpublikation.

Seit meinem Aufreger ist manche Zeit ins Land gegangen und seitdem nicht wieder aufgetaucht, währenddessen geschahen im Wesentlichen zwei Dinge: Zum Ersten wurde der vorläufige „Fahrplan“, also die Vortragsliste, veröffentlicht. Einer meiner Kommentatoren, Thomas Wallutis, zählte auf dieser Liste die Themenblöcke zusammen und stellte fest, dass der mit Abstand größte der Blöcke „Ethics, Society & Politics“ ist, mit 42 Vorträgen liegt dieser Sonderblock für Tagungstouristen, für die das Hackertum allenfalls noch lustige Folklore im Rahmenprogramm ist, sogar noch vor „Security“ (37) und sowieso weit vor „Science“ (17); Politik und Wohlfühlflauschiwatti sind eben wichtig, da sollen die Altnerds sich mal nicht so anstellen. Können ja auf Wahlpartys gehen, wenn sie was mit Computern machen wollen. In „Ethics, Society & Politics“ komme sogar am Rande mal was Technisches vor, stellte er fest, also mal Ruhe bewahren hier. Es werden ja immer noch ein paar EDV-relevante Vorträge reingelassen, so schlimm wird’s dann wohl nicht sein. Das Feigenblatt – Entschuldigung, Sie haben da noch etwas Hacken zwischen den Zähnen – ist von wohlfeiler Art.

Zum Zweiten hat der CCC (da kann man noch so wortreich die Unterschiede zwischen dem Chaos Computer Club und der „Congress“-Veranstaltungs-GmbH zu erklären versuchen) das „Awarenessteam“ für den kommenden „Congress“ noch einmal erklärt; zusammenfassend sind das ein paar Freiwillige, die Hilfe bei Seelenwehwehchen anbieten:

Sexismus, Rassismus, Homo- und Transfeindlichkeit, Ableismus und andere Diskriminierungsformen sind auch dann nicht okay, wenn sie unbeabsichtigt geschehen. (…) Das Awarenessteam steht euch insbesondere zur Seite, wenn:
– ihr euch belästigt oder diskriminiert fühlt
– eure persönlichen Grenzen missachtet wurden
– ihr (akute oder strukturelle) Diskriminierung von anderen Teilnehmenden wahrnehmt
– ihr euch unwohl fühlt und eine Person zum Reden braucht

„Ableismus“, wie Fefe 2014 einmal anschaulich erläutert hat, ist die vermeintliche Diskriminierung von Menschen, die nicht alles können, was man selbst kann; insofern heiße es (siehe ebd.) selbstverständlich „Stand_Sitz_Liegepunkt“ statt „Standpunkt“, denn nicht jeder Mensch ist des Stehens mächtig. Es sei übertrieben, davon zu reden, dass der „Congress“ von Leuten mit einer eher merkwürdigen Agenda in eine bestimmte Richtung gelenkt werde, gaben Leser meines vorherigen Beitrags zum Thema zu bedenken, aber so sicher bin ich mir da keinesfalls.

Wenn sich eines dieser zarten Pflänzchen, die unbedingt auf einem vermeintlichen „Hackerkongress“ sein zu wollen meinen, von einer vermeintlich rüden Zurückweisung, wie sie in introvertiert-technophilen Hackerkreisen durchaus nicht unüblich ist, derart verstört fühlt, dass ein ganzes Team nötig ist, um sein ansonsten irreparabel zerrüttetes Seelenheil wieder auf ein lebensfähiges Niveau zu hieven, dann hat etwas in seiner Entwicklung zu einem gesellschaftstauglichen Menschen dermaßen wenig funktioniert, dass der „Congress“ sich höchstwahrscheinlich eher nicht als geeigneter Therapieplatz anböte. Der da war nicht nett zu mir. Gehaltsverhandlungen mit den Betroffenen stelle ich mir ziemlich anstrengend vor.

Vor ein paar Jahren gab es mit den „Creepercards“ schon einmal eine Aktion, die das „Awarenessteam“ ins öffentliche Bewusstsein brachte, indem ebensolche Orchideen ihr ständiges Beleidigtsein in Kartenform mitbrachten, was zu geradezu bizarren Anschuldigungen führte, allerdings in den folgenden Jahren nicht mehr wiederholt wurde. Nein, die neuen Mittel sind subtiler.

Und sie wirken viel zu gut.

Nerdkrams
Entdigitalisierung als Chance

Vor einigen Tagen schwebte ein Tweet in meine Aufmerksamkeitsblase, der eine Karte des gesamten Internets von Mai 1973 enthielt:

Das Internet 1973. Quelle: Paul Newbury, Carnegie Mellon University

Das Internet („das war doch das mit dem blauen E / der bunten Kugel, ne?“) hat sich seitdem verändert, wenn auch nicht unbedingt zum Besseren. Nicht immer ist mehr auch besser, gerade qualitativ ist das Netz durch den Zuwachs an Linuxforen, Personalityblogs und spammenden Mailservern nicht gerade gewachsen. Dass die Benutzer selbst dabei eine große Rolle spielen, ist nicht von der Hand zu weisen, und wahrscheinlich wäre vieles gewonnen, würde das Grundrecht auf Internetnutzung (sinngemäß spätestens 2013 vom Bundesgerichtshof etabliert) an ein Mindestmaß an Medienkompetenz gebunden, so dass diejenigen, die alles anklicken, was wie ein Link aussieht, und dadurch einer Menge Menschen gelegentlich eine Menge Schaden zufügen, gezwungen wären, sich ein weniger schädliches Hobby zu suchen. Nebeneffekt: Die Spammerbranche würde ausgetrocknet. Dass Freiheit nicht vor Sicherheit gehe, ist ein viel zitiertes Memorandum der geschätzten Bundesregierung – und nie wäre seine Umsetzung willkommener als in diesem Kontext.

Aber die Regierung (nun: die Judikative) tut ihr gewohnt Bestes, die Verbreitung von Spam gesetzlich einzuschränken, indem sie zum Beispiel Verlinkungshaftung etabliert (selbstredend nur für die Anderen), was zumindest dem Abmahnunwesen einen neuen Aufwind verschaffen dürfte.

Ganz ungeachtet dessen, dass Verlinkungen sozusagen das Rückgrat eines wie auch immer gearteten Kommunikationsnetzes bilden, versteht sich.

Die Digitalisierung ist ein wertvolles Kulturgut? Je nach Definition von Kultur. Wenn meine Kloschüssel über des Nachbarn WLAN meinem Kühlschrank sagt, er solle schon mal mein Auto hochfahren, dann ist einiges im Argen. Aber auch das ist nur ein Symptom der Digitalisierung von Narren. Tatsächlich: sie war es einmal und sie könnte es wieder sein, schlösse man nur endlich die Kulturbanausen aus. Ein globales Kommunikationsnetz nationaler (Quatsch: regionaler, nämlich Hamburger) Jurisdiktion zu unterstellen ist jedenfalls in mehrfacher Hinsicht problematisch. Worüber soll ein deutsches Landgericht denn noch so entscheiden dürfen – Bundeswehreinsätze? TTIP? Klimaabkommen? Die Existenz eines Gottes gar? (Indes: Angesichts der bisherigen Historie des durchweg antiliberalen Landgerichts Hamburg wäre voraussichtlich nichts davon irgendwie zu begrüßen.)

Jaja, deutsches Internet muss unter deutschen Gesetzen stehen, sagen seine Juristen. Ich sage: Eine Entdigitalisierung der Welt in den Grenzen von 1973 würde wirklich viele Dinge sehr viel angenehmer machen. Das Grundrecht auf ein Internet sollte dort enden, wo die Rechte eines aufgeklärten, fortschrittlichen Menschen berührt werden.

Also irgendwo kurz vor Hamburg.

In den NachrichtenNetzfundstückePolitik
Liegengebliebenes vom 8. Dezember 2016

Warum sollte man die CDU wählen? Na, damit Verbotenes endlich illegal werden kann! Damit reiht sie sich immerhin nahtlos ein in die Riege der aufrechten Demokraten, deren Politik vor Postfakten kaum noch zu sehen ist, allen voran Frankreich, das am liebsten Terrorismus verbieten würde, wenn es nur wüsste, welches Gesetz es dafür ändern muss.


Apropos postfaktische Verbote: In Sankt Andreasberg soll Adolf Hitler die vor schlappen 71 Jahren gesetzlich ausgelaufene Ehrenbürgerwürde nachträglich aberkannt werden; es gehe nicht um Fakten, sondern um Emotionen, bekundete sichtlich schäumend der Initiator und fasste damit das Problem an der Sache ganz gut zusammen. Hatter jetz davon, der Hitler. Kein Bergbreit!


Iwan des Tages: USA beliefern al-Kaida mit Waffen, damit Putin nicht gewinnt. Was kann da schon schiefgehen?


Das kann es doch nicht sein. Das sind sie? Die mit der Macht? Dem Geld? Solche Leute sind das? Mehr steckt da nicht hinter? So einfach? Ganz normale Bratzen? Nur reich?


Bratzen, apropos: Es scheint eine selfie-challenge zu geben, die darin besteht, dass man sich selbst nackt fotografiert und Wesentliches (oder vermutlich gänzlich Unwesentliches) einzig mit einem Finger verdeckt. Rente? Wir? Ha!

Nerdkrams
„Sicherer als Windows“ des Tages (6)

Na, auch Linux statt Windows zu Hause?

Dann patcht mal schön euren Kernel!

Netzfundstücke
Was hat Sascha Lobo eigentlich gegen eine liberale Gesellschaft?

Erinnert sich noch jemand an Sascha Lobo?

Sascha Lobo („Blogger, Buchautor, Journalist und Werbetexter“, Wikipedia) wurde vor einigen Jahren, wenn er sich nicht gerade im Fernsehen blamierte, dafür bekannt, dass er eine Frisur und vor allem eine Meinung hatte; irgendwo beim Aufbau der „Blogosphäre“ (ein Wort wie ein Elefant mit Blähungen) bog er falsch ab und machte Werbung für Vodafone und die SPD, woraus sich zumindest folgern lässt, dass er durchaus auch ein Herz für Gescheiterte hat. Konsequent arbeitete er in der Vergangenheit gelegentlich mit Christoph „Spinner“ Kappes zusammen, zeigte bislang also erschreckend wenig Berührungsängste mit dem Gripsprekariat. (Andererseits: Sascha Lobo kolumniert derzeit regelmäßig für „SPIEGEL ONLINE“ – das Niveau muss man sich erst mal antrainieren.)

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NetzfundstückePolitik
Kurz verlinkt: Rinks.

Wenn ich jetzt hier wieder „apropos“ dranschreibe, hört die etwas irritierende Resonanz auf meinen vorherigen Beitrag ja nie auf, deswegen ganz ohne Apropos für Freunde des Kontexts:

SPD und Grüne sind dann etwa „linke“ Parteien, ganz gleich ob ihre Promis, Programme und Entscheidungen den Klassenkampf von oben besorgen, kapitalistische Kriege führen, Rassentheorien verbreiten oder die Ehrfurcht vor Gott predigen. Das ist dann halt alles „links“. Genauso ist es „links“, wenn sich an ein paar Universitäten esoterische Spinner eine Nische für ihre Pseudowissenschaft erobern und von dort die Welt mit einer Opfermythologie und krudem Sexgeschwafel überziehen. Das ist auch „links“, weil?

Das Private ist politisch. Das, im Zweifel, haben sie jetzt davon.

NerdkramsNetzfundstückePersönliches
Chaos Orchid Club: Der #33c3, ein teures Missverständnis?

Vorbemerkung: Ich bin mit voller Absicht weiterhin Mitglied des Chaos Computer Clubs, neige jedoch bei Dingen, die mir persönlich wichtig sind, mitunter zur Polemik. Folgender Text ist insofern keineswegs als Verkündung der einzig wahren Meinung zu verstehen und soll als Einladung zur Diskussion begriffen werden.


Nicht unbeeindruckt vom 32. Chaos Communication Congress schrieb ich im Januar d.J.:

Den wohl leider nur vorläufigen Höhepunkt der Umwandlung des Hackertums in ein Flauschnetz für Hobbyverletzte sehe ich mit der keynote des letztjährigen 32C3 erreicht (…): Es sprach eine Afrikanerin, als deren Qualifikation angegeben wurde, dass sie zweimal in ihrem Leben flüchten musste, darüber, dass Menschen netter zueinander sein sollten.

In einer Zeit, in der das Netz dringend einen erfahrenen Fürsprecher als Gegengewicht zu den quasi sträflich unbelesenen Laien von SPD und Digitalcourage braucht, befassen sich diejenigen, deren Profession ab Gründung die kreative Nutzung von Computertechnik – die drei „C“ in „CCC“ hatten irgendwann mal eine Bedeutung, die nichts mit Flüchtlingen und Geschlechterkampf zu tun hatte – zum Gebot erhob, lieber mit Raumfahrt und sozialer Gerechtigkeit. Jedes Jahr werden Platz und freie Eintrittskarten knapper, weil die Veranstalter es für eine gute Idee halten, Quantität der Qualität vorzuziehen: Natürlich ist man auch als Berufslabertasche mit seiner ganzen Familie willkommen, Fachkenntnis ist optional. Denen, die was können, wird schon was einfallen, aber Priorität hat der ganzheitliche Ansatz, denn die Nische, die die seit Jahren vor sich hinsterbende CeBIT hinterlässt, will gefüllt sein.

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