Persönliches
2-22 [ent­zweit].

Ein „neu­es Jahr“, sagen sie, habe soeben begon­nen, kön­nen das Neue aber nicht benen­nen. Es war ein Jahr des Verlusts, viel Altes ist gegan­gen, man hat sich mit vie­len ent­zweit, um Platz zu machen für Neues, das dann aber nicht kam. Die Pluseins ist eine Minuseins gewor­den. Eine Zweisilvesterbeziehung hebt mei­ne Statistik, senkt aber auch …

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In den NachrichtenPersönliches
Frohe Waffennacht

In sei­ner Weihnachtsansprache hat der Wahlmonarch („Bundespräsident“) erstaun­lich rich­tig fest­ge­stellt, dass Deutschland nicht etwa ein Ball oder eine Kuh, son­dern ein Land sei und wenig­stens das muss man aner­ken­nen: es stimmt. Während aber unser­eins alles Nötige schon vor­ge­stern (fern­ab von gro­ßen Menschengruppen und kit­schi­gem Geblinke) erle­digt hat, tritt das Land über­wie­gend erst heu­te in drei …

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MusikPersönliches
Zu weiß

Erlebnis des Tages: Sehr afro­ame­ri­ka­ni­scher Besucher einer Kneipe in einer nicht näher erwäh­nens­wer­ten Stadt, der sich über Angel Haze auf­regt, weil sie men­tal zu weiß sei.

NetzfundstückePersönliches
Fegefeuer des Coronaagnostikers (make Blogosphäre ver­netzt again!).

Apropos Corona. „Mark Zimmermann darf nicht ster­ben“ über­schrif­tet ange­mes­sen rei­ße­risch das „TWASBO-Magazin“ mit dem selt­sa­men Leerzeichen („TWASBO Magazin“), denn den „Maschinisten“ rafft es viel­leicht dahin. Das pas­siert halt, wenn man sich nicht drei­mal täg­lich die Hände dampf­rei­nigt im Home Office kei­ne Maske trägt in Berlin wohnt. Berlin macht krank, jetzt auch pan­de­misch. Gleicht das vom …

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LyrikPersönliches
Sie. (Fragment 10, The show must go on)

„I can’t stand it any­mo­re more / but if Shelly would just come back, it would be alright.“ – The Velvet Underground: I Can’t Stand It … Es war weit nach Mitternacht, als er aus sei­ner Trance erwach­te. „Wie schnell“, dach­te er, „man doch fällt, wenn man sich in Sicherheit wähnt.“ Er sah, spür­te sie noch …

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Persönliches
Wer soll spä­ter die Pfleger pflegen?

Zu vor­ge­rück­ter und bier­se­li­ger Stunde über­rasch­te mich ein Chatfenster mit der Frage, wer mich denn spä­ter mal pfle­gen sol­le, denn immer­hin habe ich sowohl kei­ne Kinder als auch nicht vor, dar­an etwas zu ändern. Diese Frage hat mich über­rascht, denn der Fragesteller, selbst Elternteil, offen­bar­te damit in aller Deutlichkeit sein eige­nes Verständnis von den gesellschaftlichen …

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Persönliches
Das mit den Fähnchen.

Da ich jüngst einen Supermarkt von innen sah, habe selbst ich, des­sen Fähigkeit zum Ausblenden lang­wei­li­ger Ereignisse ich für geschärft gehal­ten hat­te, mit­be­kom­men, dass dem­nächst wie­der - über­wie­gend vor Fernsehern - kisten­wei­se unge­sun­der Kram („bewuss­te Ernährung“, schlägt der aktu­el­le ALDI-Prospekt direkt nach einer Doppelseite Dosenbier vor) kon­su­miert wer­den wird, wäh­rend auf der ande­ren Seite des …

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In den NachrichtenPersönliches
Das Richtige.

Als Google im Zuge der Gründung sei­nes eige­nen Mutterkonzerns das Firmenmotto „Sei nicht teuf­lisch“ („Don’t be evil“) zugun­sten von „Tu das Richtige“ („Do the right thing“) ver­warf, war bereits abseh­bar, dass es mal so kom­men wür­de: Als Google Versionen des Betriebssystems Android gete­stet hat, die das Auffinden der Einstellungen zur Privatsphäre ein­fa­cher gemacht hat­ten, mach­ten Nutzer …

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Persönliches
Warum man das hier macht

Man habe sich, teil­te man mir in unpas­sen­dem Kontext mit, mal hier umge­se­hen und sei „neu­gie­rig“, war­um ich das hier wohl mache, d.h. wel­chen Zweck die­se Publikation wohl erfül­le. Diese Frage hat mich in dem Moment über­rascht, denn noch vor weni­gen Jahren war es eigent­lich selbst­er­klä­rend, mit wel­chem Zweck man Dinge ins Internet rein­schreibt („bloggt“). …

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In den NachrichtenPersönliches
Nicht ver­schärft genug.

Schade. Die Masken, die künf­tig - jeden­falls so lan­ge, bis auch sie als nicht sinn­voll aus­sor­tiert wur­den - im Bus getra­gen (und dann weg­ge­wor­fen und nach­ge­kauft, die Wirtschaft, wis­sen­schon) wer­den müs­sen, sind auch wei­ter­hin nicht schall­dicht. Chance vertan.

In den NachrichtenPersönliches
Licht aus, Licht an: 2021 (auch bloß ein Jahr).

It’s just a date, äff­te einer mei­ner Lieblingsmelancholiker in sei­nem Jahresrückblick (sich und) ande­re nach, und ich wie­der­um äffe jetzt ihn nach, indem ich selbst nicht nur auf das Jahr zurück­blicke, son­dern auch viel zu spät den Satzabschluss schaf­fe (2020 war ja auch eher ein Metajahr), aber weil uns sonst außer der Melancholie (bzw. sowieso: …

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Persönliches
Zum Glück haben Arme nur im Winter Hunger.

Ich bewun­de­re ja jedes Jahr aufs Neue den Zynismus, mit dem irgend­wel­che Zeitungen und irgend­wel­che Kirchenvereine - die zwar selbst genug Geld hät­ten, aber der Wasserkopf braucht eben sei­ne Yacht - pünkt­lich zur aus­wär­ti­gen Abkühlung off­line und (die­ses Jahr bevor­zugt) online dar­um bit­ten, dass die­je­ni­gen Menschen, die ohne­hin gera­de so viel Geld für blö­den Krempel …

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