Archiv für die Kategorie ‘Mir wird geschlecht’.

Feminismist, Männerrrrrrechtler, verqueere Spinner. Alle zusammen.

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Gegen Vaginalkompetenz: Mehr Jans für Deutschland!

Die vorzeigefeministische „Partei“ der „Grünen“ hatte, weiß „Statista“, mit dem letzten Jahreswechsel einen Frauenanteil von etwa 39 Prozent. Daraus könnte man folgern, dass Frauen auf Politik selbst (oder auch: gerade) dort, wo man sie für die herausragende Leistung, manchmal Brüste anstatt eines Penisses zu tragen, bereits für eine moralisch willkommenere Gruppe hält, weniger Bock haben als andere Menschen; wie eben auch in Kindergärten, Reinigungen oder Pflegeheimen der Anteil an Männern geringer ist, weil diese sich eben auch lieber für Dinge mit weniger sozialem Tralala bezahlen lassen. Mit Frauen in der Politik haben wir zuletzt auch mal durch den Sozialabbau einer Andrea Nahles, mal durch unbedachtes Getröte einer Beatrix von Storch eher überschaubar gute Erfahrungen gemacht. Man könnte fast meinen, das richtige Geschlecht allein mache noch keinen guten Politiker.

Nichtsdestotrotz wird berichtet, dass sowohl Peter Altmaier als auch die bayrische SPD eine übereinstimmende Lösung für das dringende Problem, dass man momentan wenigstens noch durch Scheinkompetenz überzeugen muss, um irgendwo hingewählt zu werden, gefunden haben. Bei „T-Online“ ist etwa zu lesen:

Die SPD will den Anteil von Frauen im bayerischen Landtag auf 50 Prozent anheben. Aktuell sind im Parlament nur 29 Prozent der Abgeordneten Frauen. Angesichts ihres Bevölkerungsanteils sind sie damit deutlich unterrepräsentiert.

Wie die SPD die bayrischen Wähler dazu zwingen will, Politiker ihres Geschlechts wegen zu wählen, steht leider nicht dran, aber spannend ist diese Begründung schon: Sollte, wenn es gilt, jeden potenziellen Wähler anteilig zu repräsentieren, es der bayrischen SPD (und Peter Altmaier) nicht zunächst einmal daran gelegen sein, sich für die Abschaffung der Sperrklausel einzusetzen, damit auch Minderheiten angemessen an der politischen Gestaltung ihres Alltags mitwirken können? Und: Warum sollte ausgerechnet das Geschlecht eine wichtigere Rolle spielen als zum Beispiel eine Behinderung? Etwa zehn Prozent der hiesigen Bürger sind schwerbehindert – könnte man nicht damit anfangen: Ein Zehntel der Parlamentarier muss schwerbehindert sein?

Wenn aber die Auswahlkriterien schon dermaßen selektiv getroffen werden, dass ein Zusammenhang mit wirklichen Problemen des Lebens weniger Rolle spielt als das, was zwischen den Beinen hängt oder eben auch nicht hängt, habe ich noch einen vergleichbaren Vorschlag: Statistisch gesehen heißen derzeit die meisten Menschen Jan oder Anna. Wäre es dann nicht nur fair, man führte eine Jan-und-Anna-Quote ein?

Wie – ein Name allein garantiert noch keine Befähigung zu kluger Politik? Das hatte ich jetzt nicht bedacht. Das liegt bestimmt an meinem Geschlecht.

ComputerIn den NachrichtenMir wird geschlechtPolitik
Liegengebliebenes vom 17. November 2017

Feminismus sei Sexualkommunismus, resümiert Hadmut Danisch.


Die seit einem Vierteljahrhundert obsolete NATO kann – hier muss ich erneut dem türkischen Präsidenten zustimmen – auch weg.


Nachdem sich ausreichend viele Menschen darüber beschwert haben, dass es auf Twitter auch dann möglich war, nachzuweisen, dass man wirklich der ist, der man zu sein vorgibt, wenn man ziemlich konservative politische Ansichten hat, hat Twitter jetzt Konsequenzen gezogen und nimmt „den Rechten“ die Verifikation weg. Ein blaues Häkchen bedeutet jetzt nicht mehr nur, dass man wirklich man selbst ist, sondern auch, dass man politisch auf der Seite der Guten steht. Wer mir mindestens acht Nachteile dieses Vorgehens nennen kann, bekommt ein Fleißbienchen, wird danach allerdings wahrscheinlich von Twitter gesperrt.


Apropos Sperren: Während sich in Deutschland alle Medien an der AfD abarbeiten, beschließt die CDU im Europäischen Parlament wieder mal widerliches Zeug, diesmal schon wieder Netzsperren.


Läuft bei Fußfesseln, nämlich davon.


Kommen wir von alten zu neuen Jugendwörtern: Das „Jugendwort des Jahres“ ist auch diesjährig weder ein Wort noch wird es von Jugendlichen verwendet.

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Endlich: Grüne bluten für ihr Land!

Es soll ja niemand annehmen, nur in der Piratenpartei hätte es ein Sonderling leicht, zum Fachmann für irgendwas gekürt zu werden. Die sich selbst als „Finanzexpertin“ bezeichnende Lisa Paus, aus unklarem Grund für die „Grünen“ im Bundestag unser Geld wegsitzend, fragte nämlich am vergangenen Montag doof auf Twitter:

Was haben Schnittblumen, Skiliftfahrten und Rennpferde gemeinsam.

Was Lisa Paus mit Rennpferden gemeinsam hat, ist an dieser Stelle offensichtlich, nämlich das miserable Verständnis für Zeichensetzung, aber darum geht es natürlich nicht, sondern um eine kreischerische Petition einer anderen Frau, über die nur wenig bekannt ist:

Sie ist 25, lebt in Berlin und beschäftigt sich mit feministischen Themen. „Während des Studiums wurde am Ende des Monats oft das Geld knapp. Wenn ich dann noch meine Tage bekam, bin ich schon mal zu meiner Mutter gegangen und habe um Geld gebeten“, sagt sie.

Dass es zum Lebenserhalt nicht reicht, sich mit feministischen Themen zu beschäftigen und in Berlin zu wohnen, stellt außerhalb Berlins keine nennenswerte Überraschung dar, aber statt den richtigen Schluss zu ziehen und sich einer anständig bezahlten Profession, für die man etwas Vernünftiges lernen müsste, hinzugeben, stellt Petitionistin Helena Serbent blöde „Kampagnen“ (das ist Werberisch für „bunte Webseiten“) ins sowieso schon nur noch schwer erträgliche Web, die unter einem bescheuerten „Hashtag“ in Koexistenz mit geradezu preiswürdig debilen Plakatmotiven wie „Ich blute für mein Land“ (da freut sich das Land aber) folgenden Stuss propagieren:

Die Kampagne #BloodyLuxuryTax zeigt eine für Frauen, Non-Binary- und Transmenschen ungerechte Situation auf – ganz einfach, weil CIS Männer nicht ihre Tage haben.

Worum geht es? Nun, vor allem darum, dass Helena Serbert von Steuerrecht keine Ahnung hat. Ihre gesamte „Kampagne“ dreht sich um die Feststellung, dass „Damenhygieneprodukte“ (also Tampons, Binden u.a.) mit 19 Prozent Mehrwertsteuer belegt sind, was nach ihrem nicht ausreichenden Verständnis allein daran liegt, dass der Staat selbige Produkte zu Unrecht nicht als lebensnotwendig betrachtet. Das erklärt dumme Fragen wie diese:

Währenddessen unterliegen tatsächliche Luxusartikel wie Kaviar, 5-Sterne-Zimmer oder Kinokarten dem reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7%, welcher für lebensnotwendige Produkte vorgesehen ist. (…) st Kaviar wirklich lebensnotwendiger als Tampons oder Binden?

(Fehlendes „i“ aus dem Original übernommen.)

Natürlich ist er das nicht, deswegen wird Kaviar ja wie zum Beispiel auch Hummer und Austern gemäß Anlage 2 UStG ebenfalls mit 19 Prozent besteuert, aber wer außer Feminismus und Ausberlinsein nichts kann, der wird niemals in die finanzielle Lage kommen, überhaupt über den Erwerb von Kaviar zwecks Überprüfung nachzudenken. Ich ahne allerdings, woher die falsche Zahl kommt: Auf (mal wieder) taz.de log sich Pseudonyma „Morgane Llanque“ bereits im März 2016 irgendwas über Sieben-Prozent-Kaviar zusammen. Dass es sicherlich Raum für Diskussionen lässt, ob die mobile Blutungsverhinderung „lebensnotwendig“ ist oder nicht, möchte ich an dieser Stelle gar nicht anzweifeln, aber die Behauptung, es handle sich um eine „für Frauen“ (und so weiter) ungerechte Situation, ist selbstverständlich ein geradezu schmerzhafter Beleg für die geballte Inkompetenz, mit der hier versucht wird, Massen von Menschen, die genau so wenig Ahnung vom Steuerrecht haben, dazu zu bewegen, eine Ungerechtigkeit wegzupetitionieren, die es gar nicht gibt.

Der Regelsatz von 19 Prozent Mehrwertsteuer („Luxussteuer“, H. Serbert, anscheinend ca. 17. Jhd.) gilt nämlich auch für Kondome und Herrenrasierer, und während Kondome mitunter – je nach körperlicher Verfassung – im Gegensatz zu irgendwelchen Blutungsfängern tatsächlich Leben retten können, wobei meist einer dieser angeblich bevorzugten „Cis-Männer“ (zu meiner Zeit hieß das ja einfach nur „Männer“, aber damals wurde jemand mit Non-Binary-Verirrung auch noch als geistig verwirrt betrachtet und bekam nicht stattdessen einen halbwegs seriös wirkenden Preis dafür) derjenige ist, der diese Kondome eben benutzen muss, und nicht bloß dafür da sind, dass man weniger widerlich aussieht, haben Herrenrasierer eine ebensowenig lebensnotwendige Eigenschaft wie Tampons oder Damenbinden; nur, dass hierauf nicht einmal von bärtigen Berliner Startupknechten ein künstlicher Geschlechterkampf gefußt wird. Klar: Berliner. Was ist da schon zu erwarten?

Lisa Paus – die mit den Rennpferden – wird zur Petition von der „taz“ wie folgt zitiert:

„Wir wollen darüber reden, wie man Ausnahmen abbaut. Solange das aber nicht in Sicht ist, geht die Welt nicht unter, wenn wir auch Damenhygieneprodukte begünstigen“, sagt Grünen-Steuerexpertin Lisa Paus. Die Initiative sei deshalb richtig, weil sie ein sehr gutes Symbol sei, um auf geschlechterungerechte Besteuerung hinzuweisen, die auch in anderen Bereichen vorherrsche.

Wenn jemand, der so wenig von Steuern versteht, bereits „Grünen-Steuerexpertin“ sein darf, sollten wir hoffen, dass es auch in Zukunft niemals einen „grünen“ Verteidigungsminister geben wird.


In weiteren Nachrichten: ProSieben-Chef nennt Zuschauer „fettleibig und ein bisschen arm“; und besonders schlau, wie sich aus den einschlägigen Fernsehzeitschriften folgern lässt, sind sie, das füge ich hinzu, augenscheinlich auch nicht unbedingt.

In den NachrichtenMir wird geschlechtMontagsmusik
Elephant9 & Reine Fiske (live) // Kleine dicke Männer ziehen sich was an.

Hinter dieser Eule hat sich ein Panda versteckt.Es ist Montag. Die ausbleibende Erderwärmung lässt zweifeln, ob das Begehen dieses Tages außerhalb des schützenden Inneren eine besonders gute Idee wäre, aber Pelzigkeit ist nur den Guten gegeben. Vielleicht zählt es ja schon als krisenerprobt, wenn man ständig eine Krise hat.

Wenn auch nur persönliche, denn diplomatische Krisen überlässt man lieber den Könnern: Der kleine Fettsack hat mich alt genannt! Früher hätte es das nicht gegeben, früher hätte man da direkt das Militär vorbeigeschickt. Man wird sich noch nach der Zeit zurücksehnen, als der US-amerikanische Präsident noch schrieb statt focht. Auch andere fechten mit Schrift statt Schwert: Auf „SPIEGEL ONLINE“ stellt Jan Fleischhauer fest, dass man in Deutschland schneller drin ist als draußen; das mag es von seinem östlichen Vorgängerstaat übernommen haben.

Die Welt der Technik ist auch nicht mehr die Welt der Schlauen: Die Bildschirme der 2017 erschienenen Android-Flaggschiffe der einschlägigen Smartphonehersteller weisen allesamt, wie Medien berichten, aus irgendwelchen unklaren Gründen quasi als Nachfolgeformat von „16:9“ ein Größenverhältnis von 2:1 auf, das jedoch als „18:9“ vermarktet wird. Eine in verschiedenen Foren und Blogs zu findende Erklärung für diesen mathematischen Unsinn ist, dass die Menschen auf diese Weise die Änderung zu vorher besser verstehen, weil sie den Unterschied zwischen „16:9“ und „2:1“ nicht so offensichtlich erkennen können; was die Vermutung, dass Smartphones ihre Benutzer oft dümmer machen, fraglos unterstreicht. Dazu passt die Meldung, dass einer Firma, die vernetztes Fickspielzeug herstellt, ein kleiner Fehler unterlaufen ist, so dass es ständig Daten durch die Gegend schickte. Ist halt smart, ist halt modern.

Auf „ZEIT ONLINE“ faselt die merklich weniger smarte Barbara Kuchler davon, dass Frauen aufhören sollten, schön sein zu wollen, indem sie sich zum Beispiel endlich mal was anziehen, und behauptet, Männer hätten so etwas ja auch nicht nötig, übersieht dabei aber, dass nicht alle Männer oder solche, die es gern wären, sich zum Beispiel in Anzüge oder Muskelshirts immer nur deshalb zwängen, weil diese so ein angenehmes Tragegefühl bieten, sondern manche, von denen ich mich schon aus Niveaugründen lieber distanziert sehen möchte, mitunter auch, weil es eine ganz bestimmte Art Frau gibt, die darauf jeweils „steht“. Ich für meinen Teil habe zwar einen angeblich fragwürdigen Sinn für Mode, fände es allerdings durchaus ästhetisch und optisch bereichernd, würde der Markt für groteske Gesichtsbemalung ausgetrocknet, und sei es nur aus falsch verstandenem Kampf gegen „den Sexismus“.

Akustisch bereichernd ist derweil auch heute der gute alte (bzw. neue) Jazzrock.

Elephant9 with Reine Fiske – I Cover the Mountain Top (Live)

Guten Morgen.

In den NachrichtenMir wird geschlechtWirtschaft
Medienkritik in Kürze: Forscher finden zweierlei Maß.

Wofür brauchen wir eigentlich Volkswirte? Na, damit sie Erstaunliches herausfinden können:

Wie Volkswirt Thomas Strobel von der italienischen Bank Unicredit ermittelt hat, steigen die Preise auf dem Oktoberfest beispielsweise in diesem Jahr um 3,1 Prozent – und liegen damit deutlich über der Entwicklung der sonstigen Verbraucherpreise. (…) Die Maß Bier auf der Wiesn kostet inzwischen bis zu 10,95 Euro und damit im Schnitt 25 Cent mehr als vor einem Jahr.

Wie, außerhalb des Oktoberfests kostet ein Dreiviertelliter Bier gar nicht so viel? Man überreiche dem studierten Herrn einen hoch dotierten (wg. Bank) Preis!


Vermessen auch: Auf „taz.de“ findet „AutorIn“ (muss man wohl nicht so genau wissen) Tanya Falenczyk es sichtlich unschön, wenn eine Partei auf Plakaten darauf hinweist, dass auch Väter vor dem Gesetz gleich seien, was offensichtlich automatisch dem Feminismus zuwiderläuft (im Artikel grob als „Antifeminismus“ zusammengefasst); was wiederum über den Feminismus ekelhaft vieles aussagt.

Mir wird geschlecht
Kurz angemerkt zur wahlkämpferischen Idee von noch mehr Frauenquoten

Wer möglichst widerstands- und vor allem leistungslos in die Führung eines Unternehmens aufgenommen werden möchte, der sollte zunächst einmal ein eigenes Unternehmen gründen – oder zugeben, dass es ihm gar nicht darum geht, sich als Führungspersönlichkeit zu beweisen, sondern darum, sich künftig von der Leistung anderer Menschen zu ernähren.

Mir wird geschlechtNetzfundstücke
Wahl-Schwach-o-Mat (2): Qualifikationssexismus

Wie schon vor vier Jahren ist der „Wahl-O-Mat“ auch 2017 wieder ein schmerzhafter Anblick. Die SPD zum Beispiel hat zum Thema „Frauenquote“ Folgendes anzubringen:

Mit der Frauenquote für Führungspositionen in Wirtschaft und im öffentlichen Dienst sorgen wir dafür, dass bei der Besetzung von Top-Jobs die Qualifikation zählt und nicht das Geschlecht.

Denn was gäbe es für eine bessere Qualifikation für „Top-Jobs“ – warum auch immer nur für diese, nicht aber zum Beispiel im Bereich der Abfallentsorgung, eine Quote gelten sollte – als Frau zu sein? :ja:

(via @Schwulemiker)

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Grüne Armee Fraktion

Das, freilich, kommt mir durchaus bekannt vor:

Ich fand die Sprache unserer Erklärungen sehr schwer verständlich und kritisierte das auch. Aber Brigitte meinte nur: „Wer sich wirklich für unseren Kampf interessiert, versteht das auch.“

Darauf einen Genderstern.

FotografieMir wird geschlecht
Wenn Sie arbeiten, will ich das Gehalt.

Feminismus in einem Bild:

Gleicher Lohn für keine Arbeit.

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Googles eingebildetes Frauenproblem

In der Reihe der Technikorganisationen, in denen ein zersetzendes Klima herrscht, seit Krawallfeministen allerlei Geschlechts die Ansicht durchzuboxen versuchen, ein kuscheliges Miteinander sei in der EDV mindestens genau so wichtig wie, vermutlich aber noch weitaus wichtiger als Produktivität (denn gegenseitiges Verständnis dafür, wenn man sich heute geschlechtsmäßig als Apache-Kampfhubschrauber fühlt, hat einem Unternehmen gefälligst mehr zu bedeuten als dass man deswegen heute leider nicht produktiv arbeiten kann #aufschrei), steht nach dem Tor-Projekt und GitHub jetzt, wie man liest, auch Google.

Google, eines dieser Unternehmen, die stolz einen „Code of Conduct“ vor sich hertragen und natürlich eine eigens für Diversität zuständige Vizepräsidentin überbezahlen, als sei Geschäftserfolg zweitrangig, versucht gerade einen Sturm im Wasserglas zu überwinden, nachdem einer seiner Angestellten, der in einem internen Schreiben die Ansicht vertrat, dass Frauen in der EDV nicht völlig grundlos unterrepräsentiert sind, sondern womöglich einfach naturgemäß andere Interessen haben, womit der Wunsch Googles, Frauen aktiv zu fördern, letztlich Männer diskriminiere, als Beweis dafür, dass er damit völlig Recht hatte, der Arbeitslosigkeit übergeben wurde.

Ich meinerseits halte ja – anders, als der Feminismus, den andererseits eine Unterrepräsentierung in mies bezahlten Handwerksberufen augenscheinlich keineswegs zu interessieren scheint, denn „Geschlechtergerechtigkeit“, also leistungsunabhängig hohes Gehalt, soll es bitteschön nur dort geben, wo genug Nettogeld reinkommt, es gern hätte – nach wie vor sehr viel vom Verdienstprinzip. Wer scheiße programmiert, der ist auch dann jemand, der scheiße programmiert, wenn er ein gefälligst wertzuschätzendes Geschlecht hat und/oder zu haben glaubt. Daran ändert auch ein Verhaltenskodex bemerkenswert wenig. Ein Geschlecht zu haben ist noch kein sinnvoller Beitrag für die Gesellschaft. Selbstredend ist die mediale Rezeption seitens fachferner Autoren eine andere: Im „Tagesspiegel“ zum Beispiel behauptet Oliver Voss von vornherein, Informatik sei einst Frauensache gewesen, als bestehe zwischen dem Umstand, dass für das Programmieren von Computern in deren Frühzeit, also in den 1940-er Jahren, kaum lebendige, nicht gefangene und nicht anderweitig beschäftigte Männer zu finden waren, und dem Fakt, dass gerade ein Weltkrieg stattfand, keinerlei Zusammenhang. Frauen hatten eben nicht besonders viel zu tun und waren auch eher ungern an der Front.

Dabei scheint der ursprüngliche Fehler, der bei Google (und so weiter) gemacht wurde, allein der zu sein, das Geschlecht überhaupt zu einem entscheidenden Kriterium für irgendetwas gemacht zu haben. In einer Welt, die Geschlechtergrenzen einreißen soll (es gebe, sagt man, sowieso unzählbar viele Geschlechter), ist der Versuch, ein bestimmtes Geschlecht stärker aktiv einzubinden als ein anderes, ein moralischer Rückschritt, der sich ins linksregressive Narrativ der Zeit zwar harmonisch einfügt, dessen Folgeschäden jedoch unabsehbar bleiben.

Mir wird geschlechtSonstiges
Medienkritik CVI: Si tacuisses…

Das Magazin „Hohe Luft“ – Untertitel: „Für alle, die Lust am Denken haben“ – gehört zu den wenigen Magazinen, deren Erscheinungen ich regelmäßig zumindest inhaltlich zur Kenntnis nehme. Das wesentliche Thema des Magazins ist die Philosophie, und während Adorno und Altgriechen in der Redaktion offenbar als gesetzt gelten, hat doch jede einzelne Ausgabe ein anderes Hauptthema. Wie auch in der vor vielen Jahren noch grundsätzlich lesenswerten „c’t“, die irgendwann um 2014 herum zum Linux-Fanmagazin verkommen ist, nehme ich jedoch auch in der „Hohen Luft“ allmählich einen qualitativen Verfall wahr.

Normalerweise geht es an dieser Stelle um Frauenmagazine und ihr merkwürdiges Bild von Männern. So ähnlich ist es auch heute, denn die Redaktion der „Hohen Luft“ hat eine recht hohe Frauenquote. Selten aber war das so offensichtlich wie diesmal.

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Kurz gefragt (3): Peter Altmaier!

Herr Altmaier,

in Ihrer Funktion als Kanzleramtschef quatschten Sie einem Boulevardblatt (im Folgenden wiedergegeben von „Epoch Times“) hiermit vermutlich eine Seite voll:

Frauen seien auch in Deutschland noch nicht komplett gleichberechtigt, beklagte er: „Im Parlament sitzen deutlich mehr Männer, in den Chefetagen der großen Firmen gibt es fast keine Frauen.“

Frage: Worin besteht der Unterschied zwischen der Gleichberechtigung zweier Geschlechter und der Berücksichtigung des Geschlechts bei der Beförderung?

Die Kritik, dass die CDU nicht gerade als „Frauenpartei“ bekannt ist, wies Altmaier zurück. Immerhin stelle sie die erste Bundeskanzlerin.

Frage: Worin besteht der Unterschied zwischen einer „Frauenpartei“ und einer Partei, deren rechtlich höchste Repräsentantin eine Frau ist?

Auch als Sommerurlaubslektüre hat sich Altmaier das Thema Frauenrechte vorgenommen.

Frage: Worin besteht der Unterschied zwischen Frauen- und Menschenrechten?

U. A. w. g.!

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Goldray – Rising // Doctress Who // Ramelows Präzision

Bitte zurück ins Nest bringen.Es ist Montag. Pünktlich zum Wochenendende hat sich auch der Kopfschmerz wieder beruhigt, auf dass man frohen Mutes zur immerhin bezahlten Tat schreiten kann. Pandabär in Berlin müsste man sein, dann bekäme man jetzt Eis mit Gemüse, aber stattdessen ist man weit von Berlin entfernt und denkt als bloßer Mensch über Pandas nach. So kann es gehen.

Und die Nachrichten so? Der seit 54 Jahren männliche Titelheld aus „Doctor Who“ ist ab Ende dieses Jahres eine Feministin, was der Serie, die in jüngerer Zeit neben dem erstmals weiblichen Antagonisten mit „Bill“ auch eine Nebendarstellerin („Companion“) bekommen hat, deren wesentliche Eigenschaft es war, eine lesbische Feministin zu sein, zwar eine gewisse Kontinuität verleiht, mich hingegen skeptisch mindestens eine Augenbraue heben lässt, denn, wenngleich die schauspielerische Leistung eines „Doctors“ bislang keineswegs geschlechtsbezogen zu beurteilen war, die Serienmacher scheinen in letzter Zeit das dringende Bedürfnis zu haben, dem verdammten Patriarchat überragend selbstsichere Frauenfiguren entgegenzustellen, die außer dem Frausein nichts wirklich gut können. Haben die „Ghostbusters“ verpasst?

Der aufgebrandete Jubel auf Twitter, endlich dürfe eine Frau mal einen sowieso unsterblichen Helden mit einer langen Vergangenheit und voraussichtlich Zukunft verkörpern, was unabhängig von der charakterlichen Entwicklung schon deshalb gut sei, weil sie kein Mann sei, ist jedenfalls ein schlechtes Zeichen, belegt er doch, dass viele der Zuschauer eine Fernsehserie nicht als Unterhaltung, sondern als politisches Mittel zur Machtverschiebung begreifen, als habe irgendeine Weltanschauung plötzlich gewonnen, nur, weil in einer Serie, in der das allerdings schon mehrfach passiert ist, eine Figur das Geschlecht wechselt. Dem Patriarchat dürfte das jedenfalls einigermaßen egal sein und den verbliebenen nicht rettungslos bescheuerten Zuschauern bleibt zu hoffen, dass es endlich mal wieder eine Neubesetzung in „Doctor Who“ gibt, die der Serie inhaltliche Tiefe zurückgibt. Apropos: In Berlin-Lichtenberg ist der antipatriarchalische Vorstoß der örtlichen „Grünen“, potenziellen Rednern im Bezirksparlament nach Geschlecht statt Inhalt das Wort zu erteilen, nun vorerst gescheitert. Wie viel wäre auf dieser Welt gewonnen, achtete man nur mehr auf die Qualität des Erbrachten statt auf das Geschlecht des Erbringers!

Während die ehemals qualitätsfokussierte Piratenpartei in Konstanz, München und Leipzig anlässlich der jeweiligen Christopher-Street-Day-Parade um netzpolitisch ebenso desinteressierte Unterstützer für die kommende Bundestagswahl warb, gingen unbemerkt zwei Nachrichten von letzter Woche fast verloren: Die CIA hackt völlig überraschend auch Linux, was ich hier nur verlinke, weil das Didi immer so schön herausfordert; schlimmer jedoch: es wurde die Nachfolgerin von Günther Oettinger, also die neue EU-Digitalkommissarin, vereidigt, die gern „schärfere Regeln gegen Hassäußerungen und Falschmeldungen“ („heise online“) durchsetzen lassen würde. In einer gesunden Gesellschaft würde sich zahlreicher Widerstand formieren, aber es ist Wahlkampf, da macht man nichts mit Politik.

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow („Linke“), der auch nichts mit Politik macht, hat gestern vorgeschlagen, man möge, um den Erfolg von landesansässigen „Rechtsrockkonzerten“ (als seien Schlager leichter zu ertragen) einzudämmen, das Versammlungsrecht, für Ostdeutsche bekanntlich keine Selbstverständlichkeit, doch bitte „präzisieren“; mit anderen Worten: Zu viele Dinge gehen derzeit als „Versammlung“ durch. Unklar bleibt, welche Art von Konzerten künftig noch als legitime Versammlung gelten darf. Hoffentlich nichts mit Phil Collins!

Här nix Ton, nix Musik.

Goldray – Rising [Official Video]

Guten Morgen.

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Initiative D21: Eine fast richtige Pressemitteilung

Berlin, 04. Juli 2017. Die Mitglieder des Initiative D21 e. V. haben zur heutigen Mitgliederversammlung einstimmig das Außerkrafttreten der Kompetenzquote für den Gesamtvorstand beschlossen. Ab sofort darf mindestens ein Drittel der Personen des Vorstandes nicht mehr nach qualitativen Kriterien ausgewählt werden. Zusätzlich zur Einschränkung der Quote wird die Regelung des „leeren Stuhls“ eingeführt. Wenn sich nur kompetente Personen zur Wahl stellen oder gewählt werden, bleiben die entsprechenden Plätze frei.

Präsident Hannes Schwaderer begrüßt es sehr, dass die bereits seit Jahren stattfindenden Bestrebungen, den Kompetenzanteil im Vorstand zu senken, nun per Satzung festgeschrieben sind: „Zum einen soll mit der festen Höchstquote ein deutliches Signal nach außen gesendet werden und sich auch andere Verbände entsprechend festlegen. Zum anderen haben unsere Mitgliedsunternehmen und -Institutionen ausreichend Inkompetente im Kollegium und wir möchten ihre geringere Kompetenz auch für das Wirken der Initiative D21 gewinnen“.

Auch Schatzmeisterin Prof. Barbara Schwarze zeigt sich erfreut: „Noch immer ist die soziale und politische Gleichstellung von Kompetenten und Inkompetenten in Deutschland nicht erreicht. Dass nun mindestens ein Drittel der Positionen im Vorstand der Initiative D21 durch Inkompetente besetzt werden müssen, wird auch auf unsere Mitgliedsunternehmen wirken, denn schlussendlich setzt sich der Gesamtvorstand aus den Führungspositionen dieser Unternehmen und Institute zusammen“. Da die Veränderungen nur sehr langsam von allein kämen, sei die Senkung der Quoten ein erster Schritt in Richtung gesellschaftlichem Wandel, stimmt Schwaderer zu. Die Initiative D21 sei bemüht, auch über die beschlossene Inkompetenzquote hinaus, den Gesamtvorstand paritätisch zwischen Kompetenten und Inkompetenten zu besetzen.

Die Förderung der Chancengleichheit zwischen Begabt und Unbegabt ist eine der zentralen Aufgaben der Initiative D21. Bereits zur Gründung des Vereins 1999 wurde die Förderung der Gleichberechtigung von Kompetenten und Inkompetenten in der Satzung festgeschrieben. So engagiere sich die Initiative D21 gemeinsam mit den Mitgliedern u. a. im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum bundesweiten Incompetents‘ Day speziell für Chancengleichheit von Unbegabten durch das Aufzeigen von beruflichen Alternativmodellen und erfassen und bekämpfen unablässig den digitalen Graben zwischen den unterschiedlich Begabten.

Alternative Lesart hier.

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Kurz verlinkt: Thüringische Gynaikokratie

Die „Thüringische Landeszeitung“ berichtet:

Rot-Rot-Grün will die paritätische Besetzung von Parlamenten gesetzlich regeln. „Es geht um uns die seit Langem überfällige Gleichberechtigung der Geschlechter in den demokratischen Gremien“, sagte die Linke-Fraktionsvorsitzende, Susanne Hennig-Wellsow.

Genau so habe ich mir eine Demokratie immer vorgestellt.