Beobachtung beim Kofferkauf: Wäre es nicht im Sinne ungefähr aller Menschen, dieses „TSA-Schloss für mehr Sicherheit“, mit dem Kofferhersteller heutzutage werben und das zur Folge hat, dass man entweder die jeweilige Zahlenkombination oder jemanden, der einen 3D-Drucker und einen Internetanschluss besitzt, kennen muss, um einen so ausgestatteten Koffer rückstandsfrei öffnen zu können, einfach komplett wegzulassen?
Beliebter Volkssport hier- und übersee: Männer aus dem öffentlichen Leben rauslügen. Erbaulich und angenehm weltbildschärfend ist’s, dass das auch Feministinnen bisweilen zu weit geht.
Die „taz“ berichtet genussvoll über die Kritik der Kirche an der CDU. Ganz unabhängig von meinen persönlichen Sympathien und/oder Antisympathien für manche religiöse Institution oder Partei erlaube ich mir hier folgende Anmerkung: Wenn eine Kirche, nicht zwingend wesensgleich mit den Gläubigen, sich daran stört, wie ein Politiker und/oder eine Partei, ob ihr nun traditionell zugetan oder nicht, sich im politischen Alltag gebart (wir sollten alle viel häufiger vermeintlich verschwundene Wörter benutzen), und für selbiges Gebaren einen Tadel erteilt, dann mag man das als eindrucksvolles Zeichen für irgendwas begreifen, vor allem aber ist es ein notwendiges Ereignis auf dem Weg zur allgemeinen Erkenntnis, dass weltliche und geistliche Interessen selten dieselben sind; und eine Politik, die einer Kirche sauer aufstößt, zumindest das sehr richtig macht, ob nun mit Absicht oder nicht.
Noch mal „taz“: „Angesichts dieser Militarisierung mit ihren Gefahren für die Gesellschaft ist es, auch vor dem Hintergrund deutscher Geschichte, mehr als angezeigt, darüber aufzuklären und sich organisiert zur Wehr zu setzen[.]“
„Spitzenwerte“ („tagesschau“, Archivversion) der Woche: „Zwischen 38 und 56 Prozent Zufriedenheit erreichte die Koalition in den ersten DeutschlandTrend-Zahlen nach Start der Regierung“, es waren also nur fast zwei Drittel der Befragten von Anfang an unzufrieden mit dem Ergebnis der, hier bitte Fanfarenklänge vorstellen, freien Wahl. Spitze! Das muss dieser Volkswille sein, von dem immer alle reden, wenn sie mit dem Finger (womit sonst?) auf Staaten zeigen, die keine freien Wahlen haben.
Das Walten des russischen Präsidenten erreicht in seinem Volk übrigens nur eine Zufriedenheit von 78 Prozent. Aber was wissen die schon von Demokratie?




Offensichtlich nicht so viel, stimmt. Wenn sie mehr davon wüssten, dann käme der schlimme Putin wahrscheinlich auf schlimme 98 Prozent.
Man kann jetzt trefflich Kofferphilosophie betreiben und sich fragen, warum das Schloss wohl Tiesa genannt wird. Wahrscheinlich hat der Enkel noch sein Mensch ärgere Dich nicht hinein (in den Koffer) bugsiert.
Bis die Taz ihre Paramilitärs so weit ausgebildet hat, wird wohl noch ein Weilchen ins Land gehen.