PolitikNetzfundstücke
Kurz ver­linkt XLIV: Kran­ke Gesund­heits­mi­ni­ster

Etwas über­aus Lesens­wer­tes habe ich da, lei­der mit eini­gen Tagen Ver­spä­tung, via Ste­fan Sas­se aus­ge­rech­net im anson­sten nur leid­lich zitie­rens­wer­ten Online-SPIE­GEL gefun­den:

… So ergibt es sich, dass an der Spit­ze einer Gleich­stel­lungs­stel­le regel­mä­ßig eine Frau steht, nur ein Behin­der­ter ande­re Behin­der­te ver­tre­ten kann und das Schwu­len­re­fe­rat selbst­ver­ständ­lich von einem beken­nen­den Homo­se­xu­el­len gelei­tet wer­den muss. Für die Ange­hö­ri­gen von Min­der­hei­ten ist die­ses Aus­wahl­prin­zip durch­aus von Vor­teil, schränkt es doch die Zahl der Mit­be­wer­ber deut­lich ein. Nur limi­tiert es eben wei­te­re Auf­stiegs­chan­cen, die­se Poin­te scheint den Befür­wor­tern der Iden­ti­täts­po­li­tik zu ent­ge­hen.

Auch posi­ti­ve Dis­kri­mi­nie­rung bleibt Dis­kri­mi­nie­rung. Nie­mand käme auf die Idee, von einem Gesund­heits­po­li­ti­ker den Nach­weis einer schwe­ren Erkran­kung zu erwar­ten oder von dem Vor­sit­zen­den eines Rechts- und Innen­aus­schus­ses die Abstam­mung aus einer Poli­zi­sten­fa­mi­lie.

Aber das mit der Gleich­stel­lung ist eben nicht so leicht.