Archiv für die Kategorie ‘Sonstiges’.

Was nicht passt, wird passend gemacht.

PersönlichesSonstiges
Passengers (3D): Die Spannung ist kaum auszuhalten.

(Vorbemerkung: Es folgt eine Filmbeschreibung. Keine Sorge – der Film ist hinterher noch genau so spannend wie vorher.)

Aus Versehen sah ich gestern den Film „Passengers“ in der 3D-Fassung, mithin meinen ersten 3D-Film. Kinos aus Preis- und Qualitätsgründen weitgehend zu meiden bringt auch seine Besonderheiten mit sich.

Die Handlung ist schnell erzählt: Ein Mann aus der Mittelschicht lernt auf einem gestrandeten Raumschiff zufällig eine leidlich ansehnliche Frau aus besseren Verhältnissen kennen. Wahnwitzige Prognosen über den weiteren Filmverlauf abzugeben schien zu Unrecht verfrüht, denn der Film endet genau auf jene Weise, auf die Filme dieser Art nun einmal enden, wobei wider Erwarten die einzige leidlich spannende Teilhandlung in „Passengers“ kurz vor Ende des Films und selbstredend in letzter Sekunde abgebrochen wird.

Von einer Science-Fiction-Komödie war bezüglich „Passengers“ die Rede, allerdings werden sowohl Wissenschaft als auch Witzigkeit allenfalls angekratzt, niemals jedoch durchstoßen. Fiktion aber gibt es zuhauf, angefangen bei der reichlich unrealistischen Handlung an sich und längst nicht endend beim glücklichen und, ich erwähnte es bereits, unglaublich langweiligen Ende. Dass es diesen Film in 3D gibt, verleiht seiner Grauenhaftigkeit nochmals ein besonderes flair, denn nach der Einleitung des Films – die Sony-Animation gefällt mir in 3D bedauerlicherweise recht gut – gibt es praktisch keine Szene mehr, die von den supermodernen Supereffekten zu profitieren wüsste; stattdessen sieht man des Öfteren Chris Pratt ausdruckslos vor einem Hintergrund herumstehen. Wird es jemals eine deutsche Neuaufnahme geben, möchte ich schon jetzt Til Schweiger für diese Rolle vorschlagen.

Schön, so was mal gesehen zu haben. Man spart sich künftig so viel Frust.

Sonstiges
Medienkritik CIII: Helene Fischer: Was sie JETZT tut, hätten wir NIE erwartet!

Das Groschenheftchen „Closer“ war hier schon mal Thema, es zeichnet sich durch das Fehlen jeglicher interessanter Inhalte aus, indem es sich wochenlang mit drittklassigen Würstchen aus dem Fernsehen befasst, deren Namen man schon beim Lesen wieder vergessen möchte. Trotzdem schafft seine Redaktion es, einen roten Faden durch die ganze Geschichte des „Magazins“ zu ziehen.

Es folgt zur Veranschaulichung eine Auswahl aus „Closer“-Titeln seit Juli 2016:

Und:

Ist ja auch frech. Die soll gefälligst nicht so fett werden, wenn sie schon mal entführt wird. Soll gefälligst aussehen wie ein afrikanisches Kind, die Kampusch! :motz:

Wenigstens Helene Fischer bleibt ein gutes Vorbild:

Äh, blieb – bis ungefähr diese Woche:

Ich sehe sie schon vor mir, die „Closer“-Autoren, wie sie schluchzend in der Chefredaktion vorstellig werden.

„Helene Fischer…“
„Ah, die schlanke schöne!“
„Ja, aber… sie… sie ist dicker geworden! Was wird jetzt aus unserer Glaubwürdigkeit?“
„… Kein Problem, schreibt einfach was von Trend!“
„Gute Idee, Chef!“

Andererseits: Juhu – endlich im Trend!

NetzfundstückeSonstiges
Schokoladenfuror

Politik ist eine ärgerliche Sache, ja, aber ein Unternehmen, das limitierte Schokolade anbietet und deswegen irgendwann keine mehr hat, das ist das wahre Übel auf dieser Welt! :aufsmaul:

Da bekommt es zu Recht den Volkszorn zu spüren:

Wie viele Nutzer kommentierte auch ich die Entschuldigung von Ritter Sport auf Facebook mit einem Smiley: einem wütenden.

So wütend!

Das haben sie jetzt davon.

(via Schwerdtfegr)

Sonstiges
Medienkritik CII: Bleibt so, wie ihr seid (nur schöner)! (Zwei Titelseiten.)

Perfektion, schreibt die Titelredaktion der diesmonatigen Ausgabe der „Women’s Health“, werde überbewertet. „L♡VE YOUR BODY“!

Nach ein paar kleinen Modifikationen natürlich.

Women's Health: LOVE YOUR BODY

Ihr müsst nur abnehmen („Tschüss, KILOS!“), Sport treiben („NACKT SUPER AUSSEHEN“, „Das ultimative Fettkiller-Workout“), beim Schnackseln auf die Regeln achten, achtsam speisen („Snacks, die nicht dick machen“) und euch die angesagten It-Pieces umhängen und schön könnt ihr ganz natürlich euren Körper lieben. Sich zu verstellen wäre doch auch wirklich unangebracht.


Die mir bis dato weitgehend unbekannte „Neue Post“ erläutert aktuell auf ihrer Titelseite, worin eigentlich der Unterschied zwischen Eheleuten und Liebespaaren besteht:

neue-post-sogar-ehe

Was der sich alles traut!

Sonstiges
Medienkritik CI: Woohoo, „Mädchen“!

MÄDCHEN August 2016Ich bin aber auch wirklich nachlässig manchmal, die Zeitschrift „Mädchen“ war mir bisher als eher langweilig in Erinnerung. Vor einigen Tagen allerdings nahm ich erstmals ihren Untertitel – „Entdecke, was du liebst!“ – wahr und verspürte sofort den Drang, mir die aktuelle Ausgabe einmal zuzulegen. Wer würde nicht entdecken wollen, was er liebt? Eben.

Die Entscheidung wurde versüßt durch mein Geschenk („DEIN GESCHENK: TRAUM HAAR (sic!), ZOPFBAND IN EINER VON 3 FARBEN“). So was wollte ich schon immer mal haben. Weiterlesen ‘Medienkritik CI: Woohoo, „Mädchen“!’ »

Sonstiges
Kurz verlinkt: Bildung für alle, Bildung für nichts

Nach der Promotion erst mal in den Niedriglohnsektor, dann hilfsweise zum Ackerbau:

Der Herr im Jobcenter – mein „Arbeitsvermittler“ – schüttelt mir freundlich-abwartend die Hand. Möglicherweise ist er etwas nervös angesichts meines Doktortitels, den er auch sofort pflichtschuldig ausspricht (woran mir überhaupt nichts liegt). Er weiß, dass er mir außer Zwangsmaßnahmen, Callcenter und Saisonarbeit (Erdbeeren pflücken) nichts zu bieten hat.

Wenn der Bildungsstandort Deutschland schneller wächst als die Gehaltskassen auf dem Arbeitsmarkt Deutschland, ist es offensichtlich eher hinderlich, qualifiziert zu sein. Im Nachfolger des Arbeiter- und Bauernstaats mit dem real existierenden Studienproblem ist man Gleicher unter Gleichen.

Der Held im Erdbeerfeld ist selten der Sieger.

(via Schwerdtfegr)

Sonstiges
Bei uns heißt das immer noch „Sie Arschloch“!

(Vorbemerkung 1: Ich hatte bisher selten das Vergnügen, beruflich mit Sies zu arbeiten, ich bin meist von Dus umgeben.
Vorbemerkung 2: Folgende Hinweise gelten nur für Sie, nicht jedoch für euch.)

Apropos Stil. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 13. August d.J. berichtete Angelika Slavik von der „neuen Coolness“, die in deutschen Unternehmen Einzug gehalten habe:

Deutschlands Unternehmen liefern sich gerade einen Wettbewerb in demonstrativer Coolness. Elmar Degenhart etwa, der Chef des Autozulieferers Continental, erschien im März erstmals ohne Krawatte zur Bilanzpräsentation seines Unternehmens und ließ dazu wissen, man passe sich nun „den Gegebenheiten der Industrie“ an. Siemens-Chef Joe Kaeser zeigt sich ebenfalls gern leger, seit er dem Unternehmen „Start-up-Spirit“ verordnet hat, den gleichen Esprit verspricht auch der VW-Chef Matthias Müller künftig in Wolfsburg. Der Allianz-Chef Oliver Bäte präsentierte sich den Aktionären jüngst in knallroten Turnschuhen. Und bei Otto, da wird nun eben geduzt.

Diese crazy Kids mit ihren hippen Klamotten! Keine Krawatte, rote Turnschuhe, jetzt auch noch die Abkehr von sprachlichen Respektsbekundungen, ergo coolness statt Manieren, denn wenn es eins gibt, was in mir sofort eine Vision von geradezu blendender Lockerheit hervorruft, dann sind es duzende Endfünfziger in roten Turnschuhen.

Nun ist es ja weder bei IKEA noch im Beruf so, dass das olle Geduze irgendwie aufgeweichte Hierarchien signalisiert, denn bei Gehalts- und sonstigen Vertragsverhandlungen ist man schnell mit dem kumpelhaft agierenden Vorgesetzten per Sie und bei der Rollenverteilung gibt es hier auch nicht unbedingt einen nennenswerten Gestaltungsspielraum. Anweisungen vom Scheff bleiben Anweisungen vom Scheff, und niemand, der nicht gerade ein Diplom in sozialer Arbeit oder sonstigem Kram als höchsten Abschluss vorzuweisen hat, der nur für diejenigen Memmen eine gute Wahl sein kann, die gegen harte Arbeit nichts einzuwenden haben, so lange man ihnen dabei dreimal täglich Kekse und ein Plüschkaninchen aushändigt, sollte es für eine gute Idee halten, wenn diese Anweisungen als allzu jovial anbiederndes „könnteste mal…?“ statt „erledigen Sie…“ übermittelt werden, weil dieses oft kalkuliert einseitige Gefühl der Vertrautheit keineswegs ein besseres Miteinander schafft, weil der Riss zwischen vermeintlicher Kumpanei und tatsächlicher Hierarchie eben im Zweifel nur um so tiefer wieder aufreißt. So lange man mit dem Vorgesetzten, ja, auch mit dem Arbeitskollegen weder Bett noch Betäubungsmittel geteilt hat, ist es in der Regel unangebracht, sich über den gegenseitigen Distanzverlust zu freuen. Jemandem das Du anzubieten ist zweifellos eine Möglichkeit der stilvollen Klärung des zumindest sprachlichen gegenseitigen Vertrautheitsgrades, allerdings gerät die Angebotskomponente offensichtlich zusehends in Vergessenheit. Wir duzen uns jetzt, ob es dir passt oder nicht; beinahe hätte ich angefügt: so befehlen Wir es.

Monika Scheddin, „Coach für Führungskräfte“, offensichtlich also mitschuld an dieser unfeinen Situation, und laut ihrer Website „Speaker, Coach und Autorin“, also vermutlich beruflich nicht in irgendein ernstzunehmendes Vertragsverhältnis eingebunden und somit wie so viele andere Frauen, die Wohlfühlkäse auf Totholz stempeln lassen, höchstens indirekt mit dem Objekt ihrer phrasenhaften Betrachtungen vertraut, wird im gleichen Artikel mit Unverständnis zitiert:

Dennoch gebe es auch heute noch, trotz des allgemeinen Trends zu Coolness und Freundlichkeit, Führungskräfte mit harschem Tonfall und einer Begeisterung für streng hierarchische Strukturen. „Den klassischen General, der Angst und Furcht als Führungsinstrumente versteht, wird es immer geben“, sagt Scheddin. „Kein Wunder, es funktioniert ja auch.“

Für Frau Scheddin ist die auch sprachliche Einhaltung der tatsächlich existenten und sonst allenfalls verschwiegenen beruflichen Distanz, mithin die Einhaltung der vertraglich geregelten Hierarchien, folglich ein Vehikel zur „Verbreitung von Angst und Furcht“ – als hätte Angst oder Furcht nicht schon gereicht – und der Fahrer dieses Vehikels ein „klassischer General“ und damit, das steht da allerdings nicht, fast wie Hitler, nur ohne den albernen Schnurrbart.

Kein Wunder.

In den NachrichtenSonstiges
Urheberrecht des Tages

Eure Rundfunkgebühren, mittlerweile wohl „Haushaltsabgaben“ genannt, deren Bezahlung uns allen einen Zugang zu den grandiosen Erzeugnissen deutscher Film- und Fernsehkunst, zum Beispiel, äh, Fußball im Fernsehen, gewährt, die in der so genannten „Mediathek“ für eine begrenzte Zeit abrufbar sind, weil so ein Server ja auch mal schlafen muss, bezahlen offensichtlich keine Kunst:

Prödel hat in dem zwölf Sekunden langem Video alle Elfmeter-Schüsse des deutschen Teams beim Viertelfinale gegen Italien übereinandergelegt. Bei Twitter und Facebook hat es inzwischen die Runde gemacht[.] (…) Auf Youtube, wohin Prödel sein Elfer-Video ebenfalls hochgeladen hat, ist statt des Filmchens mit den Schüssen der siegreichen deutschen Mannschaft nur noch der Text „Dieses Video enthält Inhalte von UEFA. Dieser Partner hat das Video aus urheberrechtlichen Gründen gesperrt“ zu lesen. Wo kämen wir auch dahin, wenn die kostbaren Medienrechte an der Euro 2016 von jedermann umgangen werden? (…) Am Nachmittag dann war Prödels komplette Twitter-Seite verschwunden.

Wäre ich Fußballer, würde ich jetzt, da ich sozusagen zum Urheber ernannt wurde, folgerichtig die UEFA nach meinem Anteil an den Einnahmen fragen, wie das eben so üblich ist.

In den NachrichtenMir wird geschlechtSonstiges
Liegengebliebenes vom 2. Juli 2016

Im aktuellen „SPIEGEL“ treffen Feminismus, Antideutschtum und Veganismus vortrefflich aufeinander:

Die Sprecherin der Linksjugend wurde von Migranten vergewaltigt. Der Polizei sagte sie zunächst nur, sie sei bestohlen worden, von Männern, die deutsch sprachen. (…) Gören mit ihrer weißen Bluse, dem streng zur Seite geflochtenen Zopf und dem glitzernden Herzanhänger würden viele für eine angehende Betriebswirtin halten, hätte sie nicht eine Freundin mit lila gefärbten Haaren als Verstärkung mitgebracht. Woher sie sich kennen? “Unter veganen Antifaschisten kennt man sich eben”, antwortet Gören.

Fazialpalmierend weiterlesen auf Blendle (Bezahllink, pardon).


Beim „Mitteldeutschen Rundfunk“ wurde vorgestern getwittert:

ICE aus Angst vor Terroranschlag in Niedersachsen evakuiert. Ein Reisender hatte laut Koranverse zitiert. Kein Sprengstoff gefunden.

Nicht mal auf die Terroristen ist noch Verlass. :twisted:


Wo muss denn unbedingt noch mehr Internet rein? Richtig:

Windel meldet dem Smartphone, wenn sie voll ist

Ich finde ja, das ist eine Scheißidee.


Habt ihr schon „Kartoffelsalat“, den großartigen Film mit diversen deutschen YouTube-„Stars“, gesehen? Nein? Gut so!

Sonstiges
Medienkritik C: Erschreckende Schockfotos: Beziehung ohne Kinder? Lass stecken.

Wenn die Jessica-Alba-Dichte auf dem Titelbild von Frauenmagazinen abnimmt, bedeutet das nicht automatisch mehr Vielfalt: Unisono berichten die aktuellen Ausgaben von „Cosmopolitan“ und „myself“, beides merkwürdige Heftchen für die Frau über Normalirre, über ein schier unglaubliches Phänomen, das die „Cosmopolitan“ nur halbherzig hinter Schlüpfrigkeiten versteckt:

Cosmopolitan - Lass stecken!

Des Rätsels Lösung ist übrigens: Cunnilingus. Man solle als Frau doch den Vibrator oder eine Hand bevorzugen, denn so ein Mann habe es, statistisch gesehen, nicht drauf. Moritz Pontani (!) fragt in derselben Ausgabe der „Cosmopolitan“:

Alle reden darüber, dass wir es bald mit Robotern, Avataren und Bluetooth-gesteuerten Dildos treiben. Was ist da dran?

Womit Moritz Pontani (!) es so treibt und inwiefern ein Dildo da involviert ist, habe ich mich lieber nicht getraut nachzulesen. Ich wollte auch eigentlich auf etwas ganz anderes hinaus, nämlich auf eine Frage, die das Titelblatt der „myself“ („Wir machen Frauen stark“), in der die Kolumnistin Constanze Kleis (57) bezeichnender fragt, ob man „den Mann“ nach zwanzig Jahren Ehe „immer noch“ lieben „müsse“, gleichermaßen thematisiert wie die schlimme „Cosmopolitan“:

„Wie wir ein Paar blieben, obwohl wir kein Kind bekamen“

Beziehungsweise („Cosmopolitan“) eben:

Eine erfüllte Beziehung führen, auch ohne Kinder – das würden diese beiden Paare sofort unterschreiben.

Ich bin mir nicht ganz sicher, wann das klassische Bild von einer Beziehung ihren Sinn verloren hat, aber es mag manches erklären.

Abschließend wagen wir noch einen kurzen Blick in die gleichfalls aktuelle „OK!“ (Titelthema: „Schlimmer Unfall!“, Titelbild: Sarah Lombardi; sagen wir es mal so: ja, das trifft es), die großspurig warnt:

Schock-Fotos

Pah, uns gestählte Mannsbilder weiß so leicht nichts zu erschrec-

Kreisch

Wah! 8O

Sonstiges
Liegengebliebenes vom 1. Juni 2016

Das, „ZEIT ONLINE“, versteh‘ ich übrigens nicht:

Während eines Dorffestes im sächsischen Colmnitz sind einige Teilnehmer eines Festumzugs am Sonntag als Wehrmachtssoldaten verkleidet gewesen. Sie präsentierten an ihren Kostümen Hakenkreuze und andere nationalsozialistische Abzeichen. (…) Offiziell gefeiert wurden laut Veranstaltungshinweis des Vereins indes (…) 110 Jahre Rassegeflügelzuchtverein Colmnitz, 110 Jahre Rassekaninchenzüchterverein.

Rassegeflügel und Rassekaninchen – das kann kein Zufall sein!


„SPIEGEL ONLINE“ und die Nach-Schröder-SPD freuten sich jüngst über die vermeintlich gesunkenen Arbeitslosenzahlen. flatter resümiert

Wir haben also fast viereinhalb Millionen Hartzer im Arbeitsmarkt bei 2,66 Millionen „Arbeitslosen“. Wachstum! Wohlstand! Vollbeschäftigung!

Die maßgeblich für Armut und soziale Kälte verantwortliche SPD, deren krude Vorstellung von einer fairen Arbeitswelt sie selbst niemals treffen wird, denn kein SPD-Großkopferter wird nach der Abwahl aus dem Bundestag 2017 ernsthafte finanzielle Sorgen haben (Pension und Beraterverträgen sei’s zynisch gedankt), rechnet wie gewohnt als Folge ihrer widerlichen „Sozialpolitik“ Verarmte (Zwangsverrentete, Hartz-IV-Abhängige u.dgl.) aus ihrer eigenen Statistik heraus. Zum Glück haben wir den Qualitätsjournalismus, der nüchtern und unaufgeregt darüber berichtet.


Worüber sich die SPD sonst so freut: „Wenn schon 20 Prozent, dann stolze 20 Prozent“, sagte der Bundeswirtschaftsminister. Vielleicht gibt es hinterher eine Teilnahmeurkunde und einen Trostpreis.


Der Mai war mal wieder ein Monat der tödlichen Terroranschläge. Ihr habt nichts davon mitbekommen? Das war ja auch nicht hier, das war im Irak – das ist da, wo der Westen vor ein paar Jahren schwer bewaffnet „den Frieden“ installiert hat.


Das Landgericht Köln hat herausgefunden, dass man SMS-Nachrichten nachträglich löschen kann. Wenn sie in dem Tempo weitermachen, sollten wir in spätestens elf Jahren allmählich Vorsicht im Umgang mit diesem „Internet“ walten lassen. Vielleicht aber auch noch etwas später:

Die Fragen, die das BMWi im Rahmen des Grünbuch-Prozesses beantworten will, lauten zum Beispiel „Was bedeutet es überhaupt, wenn nicht mehr nur physische Produkte, sondern auch Daten zum zentralen Wirtschaftsfaktor werden?“ und ironischerweise sogar „Wie stellen wir eine schnellere regulatorische Reaktionszeit her, die mit der Schnelligkeit digitaler Entwicklungen Schritt hält?“.

Das Fax mit einem ersten Entwurf ist sicherlich bereits unterwegs.


Positive Nachrichten aus der EU: Unsere Flaggen sind sicher.

ComputerIn den NachrichtenSonstiges
Qualitätsjournalismus (Digitaledition)

„SPIEGEL ONLINE“ stellte gestern vorübergehend einen Teil der Verteilung von Schadsoftware ein, rät aber nach wie vor davon ab, mittels einer Softwarelösung den Rest der verteilten Schadsoftware vom eigenen Rechner fernzuhalten.


In weiteren Nachrichten: Das Vergasen und/oder „Schreddern“ (sic!) von männlichen Küken, weil sie blöderweise keine Eier legen, ist kein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Unklar bleibt, ob das Vergasen und/oder „Schreddern“ (sic!) bestimmter Politiker, weil sie blöderweise weder Eier legen noch Milch geben und noch nicht mal besonders gut schmecken, auch weiterhin als Verstoß gegen Menschenrechte gilt.

Sonstiges
Kenne dein Publikum!

Wer bisher noch keinen Anreiz hatte, die „Braunschweiger Zeitung“ zu abonnieren: Neuabonnenten erhalten als Willkommensgeschenk nun das wichtigste Utensil für jeden typischen Zeitungsleser.

Fatboy

Man beachte insbesondere auch die geradezu wie die Faust auf’s Auge passende Bezeichnung des Utensils. Ein Chapeau dem Werbetexter!

:irre:

Sonstiges
Medienkritik XCVIII: Schöner ficken

Entgegen landläufiger Meinung ist es beim Bumsen – sagt man das noch, „bumsen“? – übrigens gar nicht das wichtigste Kriterium, dass es allen Beteiligten ausreichend viel Freude bereitet; offensichtlich viel bedeutsamer ist es, dabei sexy, nicht etwa wie ein schwitzender Ochse, auszusehen. Wer fernab von Spiegel und Schminktäschchen miteinander vögelt, dem entgeht Entscheidendes.

Dies suggerieren jedenfalls die verblüffend gut miteinander harmonierenden Titelbilder der noch aktuellen Ausgaben von „JOY“ und „Cosmopolitan“ (letztere zur Abwechslung mal mit Jessica Alba auf dem Titelbild; „warum Hollywood mehr Frauen wie sie braucht“ fragt so schelmisch wie rhetorisch das Inhaltsverzeichnis, und ich ergänze: damit es nicht mehr nur zwei Motive für das Titelbild von Frauenzeitschriften gibt):

Cosmopolitan Mai 2016 JOY Mai 2016

Nackt gut auszusehen ist also nur die halbe Miete, man muss sich auch gut bewegen können. Wie, ihr konzentriert euch beim Sex nicht auf euer Aussehen? Das ist aber ungewöhnlich. Warum? Das lassen wir uns heute mal von zwei klugen und weltmännischen Frauenzeitschriften erklären.

Film ab!

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Sonstiges
Medienkritik in Kürze: Alte Männer treffen junge Frauen aus Vermont

Achtung – es folgt ein kleines Quiz. Macht mal kurz die Bildersuche zu, ihr Ferkel, und schickt eure Eltern mal einkaufen. Geschummelt wird jetzt nicht.

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