Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ein wenig über die in meiner timeline in letzter Zeit vermehrt auftretende Überzeugung raisonieren, mit der Menschen gegen „Big Tech“ wettern und dann trotzdem das maßgeblich von Google und Meta entwickelte Linux empfehlen, als wäre „Big Tech“ etwas Gutes, sobald es den Quellcode rausrückt, den man dann weder lesen noch verstehen kann und/oder will. Weil ich das aber selbst für meine Verhältnisse ein bisschen zu oft mache, lege ich den Verweis auf die Statistik nur zwecks späterer Weiterverwendung hier ab und schreibe stattdessen etwas anderes.
Dieser Tage begegnete mir nämlich eine Wortfindung, die mich ins Grübeln brachte. Die von Karen Prien getroffene Wortfindung lautete, Juden (also Angehörige der Glaubens- und/oder Religionsgemeinschaft Judentum) würden „als Juden gelesen“. Man sagt mir ja (großteils zu Unrecht) manch schwierige Geisteshaltung nach, aber irgendetwas in mir sträubt sich erheblich gegen diese Formulierung.
Es ist, zugegeben, auch nicht so, dass ich besonders überragend darin wäre, Menschen zu lesen. Bisweilen behauptet man über mich, ich gehe stets mit einer übermäßigen Skepsis mit Leuten um, deren Motive nicht in einem ausführlichen Schaubild dargelegt werden, und vielleicht stimmt das auch. (Die Naivität früherer Tage hinterließ Furchen.) Dieses Lesen allerdings ist ein anderes, es taucht sonst in den nicht minder bizarren Wortkombinationen „männlich/weiblich gelesen“ auf, und zwar ist auch das eine semantisch seltsame Ausdrucksweise (man liest keine Geschlechtsteile und erst recht keine Mentalität, Menschen sind keine Bücher), doch zudem hat es nolens volens den Nebeneffekt, dass es das Judentum zur Lifestyle-Eigenschaft verkümmern lässt.
Als wäre das eine hippe Mode für die Soziale-Medien-streetcred.
Nein, Juden werden nicht gelesen. Juden sind. Und es ärgert mich, das überhaupt schreiben zu „müssen“.

Juden wurden in Auschwitz an der Rampe gelesen.
Links arbeitsfähig, rechts Gaskammer.
Den Finger am Zäpfchen brauche ich nicht mehr. Mein Gesellschaftsekel nimmt
Fahrt auf.
Was für eine dumme Sau !
Plenk nicht!
Altes Kriegsleiden. Haussprecher diverser
öffentlich-rechtlicher Sendeanstalten fordern sowas, wie den 1,5 bis 2 fachen
Zeilenabstand.
MONETOCHKA LIVE VIDEO 2025
https://www.youtube.com/watch?v=iuAM_q1gOCo
Wenn Karen Prien im zdf intellettüll rüberkommen möchte, sagt sie so Sachen. Abgeguckt hat sie’s sich im Seminargeleier — falsch, Seminar-Geleier — des akademischen Prekariats.
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Semi-Nargel-Eier, heute nur -,99!