Qualität hat ihren Preis.
Kurz verlinkt CLXXXV: „Wir konnten Snowden nicht aufhalten, er war Sysadmin!“
Falls ihr euch übrigens fragt, wieso Edward Snowden einfach megabyteweise geheime Dokumente aus der NSA raustragen konnte: Er war Sysadmin – obendrein ein externer Mitarbeiter, der im NSA-Netzwerk wie etwa 1.000 andere (überwiegend extern beschäftigte) Menschen nach Belieben schalten und walten konnte:
Once he began collecting documents, Snowden was surely also emboldened by the fact that, as a contractor working for Booz Allen Hamilton in Hawaii, he never once needed to set foot in NSA headquarters. Instead, he could access the files he wanted from a computer terminal some 5,000 miles away. (…) Like Snowden, most of those systems admins are contractors – or they were, at least.
Meine Angst, von einer Behörde wie der NSA, die ihre eigenen geheimen Daten in irgendwelchen unzureichend abgesicherten Intranets rumliegen lässt, überwacht zu werden, wird dadurch übrigens nicht geschmälert. Was ist schlimmer als Überwacher? Natürlich: Überwacher, die nicht wissen, was sie tun. (Deswegen sollten wir uns auch alle vor dem BKA in Acht nehmen. Wenn die es irgendwann doch noch schaffen, einen Staatstrojaner zusammenzufrickeln, wird der unter Garantie mehr Schaden anrichten als beabsichtigt.)
„It’s 2013,“ an insider told NBC, „and the NSA is stuck in 2003 technology.“
Einmal mit Profis…!
Feministischer Einzelfail
Da wir gerade bei den Piraten waren, möchte ich auf die aktuelle Sau, die durch die Piratenpartei getrieben wird, auch nur wegen des Popcornfaktors noch kurz näher eingehen, bevor es hier wieder um interessantere Themen geht:
Auf der „OpenMind 2013“, einer Konferenz, die irgendwas mit Gesellschaftsbildern zu tun hat (und auf der es eine Frauenquote für die Rednerliste gibt, was über diese Konferenz wahrscheinlich schon alles Nötige aussagt) und die von Mitgliedern der Piratenpartei organisiert wurde, kam es während des Vortrags „Hatespeech und Victim Blaming nach dem #Aufschrei“, der den Diskussionsstil einiger Teilnehmer der Debatte um den Alltagssexismus, selbst sexistisch geführt, thematisierte, zum Eklat, als unter anderem einige Tweets der feminismuskritischen Twitternutzerin @ochdomino als schlechte Beispiele angeführt wurden.
Die feministische Meute, die während dieses Vortrags erstmals besagte Tweets zur Kenntnis nahm, war natürlich milde pikiert darüber, dass man ihr unterstellt, aus Modegründen radikalen Gesellschaftsbildern anzuhängen, und tat ihr Bestes, dem Radikalismusvorwurf zu entsprechen – @ochdomino sah sich in der Folge derart schwerwiegenden Drohungen ausgesetzt, dass auch ihr Blog offline genommen und durch einen offenen Brief ihres Vaters ersetzt wurde, der unter anderem dies schrieb:
Ich werde jeden, der meine Tochter weiterhin bedroht oder behelligt mit fairen und unfairen (dennoch rechtlichen) Mitteln bekämpfen! Für die Piratenpartei und diese Damen, die sich angeblich für die Rechte von Frauen einsetzen, empfinde ich nichts als tiefe Verachtung.
Wir lernen:
- Wenn Feministinnen, die blöderweise zum Großteil Piraten sind, einem Mann Gewalt androhen, wie es etwa @Faserpiratin (das ist die mit dem „Hatespeech“-Vortrag) bereits getan hat, dann ist das ein einmaliger Ausrutscher, wenn nicht gar ein „Einzelfall“. („Einzelfall“ ist auch so ein Wort, das wohl nur von Frauen definiert werden darf.)
- Wenn genau diese gewaltbereiten Feministinnen, die blöderweise zum Großteil Piraten sind, sich von der Bezeichnung als „faschistoide Hipster-Feministinnen“ angegriffen fühlen und eine Kritikerin (offenbar) an Leib und Leben bedrohen, dann sind die Piraten allesamt Verbrecher, Mörder und SA-taugliche Schläger, denen man nichts als tiefe Verachtung entgegenbringen sollte. (Nachtrag: Die verlinkten Tweets wurden mittlerweile leider gelöscht.)
Ja, wie denn nun? Und vor allem: Was bedeutet das für mich als Mitglied der Piratenpartei? Ich stehe inhaltlich voll hinter @ochdomino (obwohl ich ihren Tonfall zwar angemessen, aber doch etwas unsachlich finde), muss mich aber dennoch ständig vor Repressalien seitens ihres (mir unbekannten) Vaters fürchten, weil ich als Pirat schuld daran bin, dass sie von Leuten, die sich von ihr beleidigt fühlen, bedroht wird – habe ich das jetzt richtig verstanden?
Kann man Pirat und trotzdem kein Mörder sein? Ich habe ein bisschen den Überblick verloren. Ich war nicht mal auf dieser bescheuerten Konferenz.
Wer kann helfen?
Gnus und das Usenet: NNTP mal anders
Das Usenet ist ein Teil des Internets, der viel zu wenig Beachtung findet. Tatsächlich gibt es dort mehr zu sehen als nur irgendwelche Raubkopien, wie die Verfügbarkeit von allerlei Programmen zum Herunterladen von Raubkopien aus dem Usenet (darunter auch kommerzielle Angebote wie UseNeXT) suggeriert; zum Beispiel das „Sync-Forum“ der Piratenpartei, also die meisten ihrer Mailinglisten, ist wie auch manche Mailingliste für freie Software per Usenet verfügbar. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das eigene Mailpostfach bleibt sauber, die Filterfunktionen sind effizienter, obendrein ist’s auch deutlich cooler.
Kurz verlinkt CLXXXIV: Apple patentiert asynchrone Tanzveranstaltungen
Mildes Amusement verursacht übrigens auch diese Meldung:
Apple hat ein US-Patent für „koordiniertes, musikalisches Gruppenerlebnisse“ erhalten (…). Nach der nun patentierte Idee wählt ein Gruppenmitglied (der DJ der Zukunft?) einen Song seiner Wahl, woraufhin auf den Geräten aller weiteren Gruppenmitglieder das dazu am besten passende Stück gespielt wird (…).
Beim DJ der Zukunft hört jeder Teilnehmer zur gleichen Zeit ein anderes Stück. Na, die Tänze möchte ich sehen!
In weiteren Nachrichten: Justin Bieber ist eine „Granate im Bett“.
Explodiert also schon bei Berührung. Offenbar wünschen sich viele Frauen heutzutage einen solchen Mann.
Das ist meine Chance!
Piratenleaks, 27. August 2013
Nachdem im Wahljahr 2013 von einigen Parteien schon unschöne Details aus der Vergangenheit (bei der F.D.P. das mit der Abstimmung gegen doppelte Staatsbürgerschaft und Gleichberechtigung bei Eheschließungen, bei den Grünen das mit dem Kinderficken) an die Oberfläche gespült wurden, können natürlich auch die Piraten nicht hinten anstehen.
Klar ist gerade in einer digital vernetzten Partei die Gefahr groß, dass sich Klüngel bildet. Nur selten wird das öffentlich gemacht.
Aktuell wird auf der internen Mailingliste des niedersächsischen Landesvorstands ein pikanter Sachverhalt diskutiert: Offenbar existierte (Vorsicht: Verweis auf NSA-Google!) bis vor kurzem eine Mailingliste namens „Pressekoordination der Landesverbände“, in die nicht alle Pressesprecher und nicht alle Landesvorstände, wohl aber allerlei ehemalige Vorstände Einsicht erhalten. Die Diskussion auf der Mailingliste ist recht erhellend:
Spiegelung in Textform (Quelle)
Nun wurden, wohl um Spuren zu verwischen, folgende drei „Tickets“, also Anträge, gestellt, die wahlweise die Veröffentlichung oder die Löschung des vorhandenen Archivs besagter Mailingliste zum Inhalt haben. (Leider ist mir das Archiv selbst nicht zugänglich.)
- https://ticket.piraten-nds.de/issues/14552
- https://ticket.piraten-nds.de/issues/13927
- https://ticket.piraten-nds.de/issues/14536 (momentan nicht öffentlich, Spiegel hier, Quelle)
Lesenswert ist hierbei vor allem der Kontrast zwischen Befürwortern und Gegnern der Freigabe. Für Rechenkünstler übrigens noch folgendes Gedankenspiel: Der niedersächsische Landesvorstand hat zurzeit 11 Mitglieder, um eine Freigabe des Archivs zu erreichen, müsste es also mindestens 6 Dafür-Stimmen geben. Dass es keine sechste gibt (und nicht einmal der erste Vorsitzende bislang abgestimmt hat), ist vermutlich kein Zufall, wenn man den Chatausschnitt von der Mailingliste berücksichtigt.
Ich fasse zusammen: Ein ehemaliges Mitglied des Landesvorstands (Thomas Gaul), der momentan als Koordinator für die Pirate Party International tätig ist, hat also mithilfe einer geheimen Mailingliste, in die nicht jeder reinkommt (wir erinnern uns), und eines als Beisitzer erneut gewählten Mitglieds des Landesvorstands (Mario Espenschied) selbigen Vorstand offenbar voll im Griff und schreckt beim Versuch, diesen Griff halten zu können, auch vor Erpressungsversuchen nicht zurück. Und wie er sich darüber freut! Natürlich könnte man diesen Herrn einfach unsanft vor die Tür setzen, aber so kurz vor der Wahl ist schlechte publicity womöglich nicht erstrebenswert. Die basisdemokratische Mitbestimmung (OpenAntrag hatte ich ja bereits als positive Neuerung herausgestellt) nimmt gelegentlich imposante Ausmaße an.
Der niedersächsische Landesvorstand wird zurzeit von Kevin Price geleitet, der in seinen E‑Mails an den Landesverband Niedersachsen nicht selten das Transparenzgebot erwähnt, dem er sich selbst unterworfen sieht. Ich übernehme das jetzt mal für ihn.
(Quelle: Internet.)
Nachtrag 1: Soeben wurden zwei der drei Tickets geöffnet, Kevin hat jetzt auch abgestimmt.
Nachtrag 2: Um 3:56 Uhr hat Kevin Price sich – laut eigener Aussage zwei Wochen nach erstmaliger Kenntnisnahme vom Sachverhalt – öffentlich zu dem Vorfall geäußert (Spiegel hier).
Kurzkritik: In the Silence – A Fair Dream Gone Mad
Für die Jahresliste 2012 leider etwas zu spät erreichte mich das Album „A Fair Dream Gone Mad“ des kalifornischen Quartetts In the Silence.
Silent, also still, sind sie jedoch nicht. Als tags haben sich In The Silence die Genres Hard Rock, Metal, Prog, Progressive Rock, Rock, Gothic Metal, Metal, Post-Metal und Progressive Metal angeheftet. Genres sind was für alte Leute und Musikjournalisten. (Na gut, „Postrock“ lasse ich gelten.) Gothic und Prog(-ressive Rock) erkenne ich als Hörer hier aber auch nicht, trotzdem weiß ich wohl zu schätzen, was ich höre. In the Silence – wenn’s denn unbedingt einer dieser klischeehaften Vergleiche sein muss, klingt wie Toc.Sin ohne Layn und mit noch mehr Eiern. Von Anfang an dominiert eine treibende Rhythmusabteilung, die sich über weite Teile des Albums mit schneidenden Gitarren vermengt.
Zu viel Text? Nun, das vorletzte Stück „All the Pieces“ fasst all die Stücke auf „A Fair Dream Gone Mad“ gut zusammen:
Auf Bandcamp sind zumindest vier der acht Stücke frei hörbar, mittlerweile haben In the Silence jedoch die Plattenfirma gewechselt und stehen nun bei Sensory Records unter Vertrag, die immerhin auch per Amazon.de vertreiben – Hörproben für die vier anderen Stücke sind also auch im Internet zu finden.
„A Fair Dream Gone Mad“ ist für diejenigen, die für Gitarrenmusik mit angenehm unauffälligem Gesang empfänglich sind, höchst empfehlenswert. Folgt dieser Empfehlung zahlreich!
Hannes Wader und Die Toten Hosen – Heute hier, morgen dort
Gelegentlich werde ich gefragt, wieso ich immer noch in dieser Piratenpartei bin. Nun, einer der Gründe ist der, dass sie als einzige größere Partei ihre Wahlversprechen hält, auch, wenn es manchmal etwas länger dauert. Das Versprechen, dass im Fall einer Wahl die Stimme der Bürger mehr Gewicht erhalten wird, wurde nun etwa mittels einer neuen software mit dem herzerweichend dämlichen Namen OpenAntrag (nur echt mit BinnenMajuskel) umgesetzt, über das jeder Bürger „seiner“ Fraktion einen Antrag übermitteln kann, der dann, wenn er nicht allzu konträr den Grundpfeilern der Piratenpartei zuwiderläuft, im jeweiligen Parlament eingebracht wird. Am bescheuerten Namen soll’s ja dann auch nicht mehr scheitern. (Wenn’s wenigstens OpenSource wäre!) – Gelegentlich (ganz, ganz selten) glaubt man ja dann doch noch in das Gute in dieser Partei, wenn’s halt weniger Spinner in ihr gäbe.
Gelegentlich (ganz, ganz selten) glaubt man ja dann auch noch an das Gute in der Musikindustrie. Den diesjährigen „Echo“ (so ein medial zelebrierter Musikpreis, mithilfe dessen die Popindustrie die Popindustrie dafür belohnt, eine Popindustrie zu sein) gewannen neben allerlei Musikern, die man vermutlich nicht einmal kennen sollte, auch Led Zeppelin und Hannes Wader. Hannes Wader, der jungen Generation womöglich bis dato unbekannt, ist ein Volkssänger (nicht zu verwechseln mit Schlagersängern), der in den 1970er Jahren mit allerlei Gesellschaftspolitischem Bekanntheit erlangt hatte.
Man möge aber nur nicht glauben, die Musikindustrie sei bereit, einem nicht mit ihrer Fixierung auf die musikalischen Vorlieben junger Leute kompatiblen Musiker, gleichwie legendär er auch sein mag, eine eigene Bühne zu bieten. Da fehlt’s am Punk, und Campino kann den Text nicht. Irgendwas ist ja immer.
Und wie passend!
So vergeht Jahr um Jahr,
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.
Guten Morgen.
„She was very pleased.“
Warum sind die Amerikaner eigentlich so unsagbar naiv? Nun, vielleicht auch deshalb, weil sie von Kindesbeinen an mit der Mär von Sicherheit aufwachsen, die sie beschützt und ihr Freund, nicht jedoch ihr Feind ist.
Eine beliebte Kinderbuchreihe ist etwa „Olivia“ von Ian Falconer, in der ein Schwein namens Olivia durch die Welt reist und blöde Dinge tut. Da bietet es sich doch an, gelegentlich Hinweise auf die Welt zu hinterlassen, in der man als Kind heutzutage so aufwächst, denn auch ein vermenschlichtes Schwein bekommt keine Sonderbehandlung; wenn es etwa nach Venedig fliegen will, muss es erst mal an der Flughafensicherheit vorbei:
Als sie durch den Flughafen gingen, wurde Olivia nach Waffen durchsucht. Sie war äußerst zufrieden.
(Frei übersetzt – die deutsche Fassung habe ich leider momentan nicht vorliegen.)
Seht ihr, Kinder, der Staat passt auf euch auf – er guckt jedes Mal nach, ob ihr nicht vielleicht doch Terroristen seid. Wenn das kein Grund zum Lächeln ist…?
„Und Piggeldy ging mit Frederick nach Hause.“
– Gottfried Kramer
(via Elias Schwerdfeger)
Lotse Ballmer geht von Bord, die Ratten sind amüsiert.
Und da wir gerade bei so Computerkram waren: Steve Ballmer, seit 37 Jahren bei Microsoft und einer der letzten charismatischen Vorstände in den klassischen EDV-Unternehmen, hat angekündigt, binnen eines Jahres seinen Hut zu nehmen. Dass so genannte Nachrichtenportale wie SPIEGEL ONLINE, die einst dem weit weniger agilen Steve Jobs wie Groupies eines Popstars zitternd an den Lippen hingen, den Personalwechsel frenetisch – endlich ist „der Irre“ (ebd.) weg – bejubeln, war eigentlich absehbar. Positive Worte über Apples größten Konkurrenten verliert man nicht gern, wenn man selbst jahrelang Apples Fahne geschwenkt hat.
Da müssen sich auch die Kommentatoren nicht mehr zurückhalten. Im SPIEGEL-ONLINE-Forum etwa redet der pseudonyme anscheinende Appleanhänger „bluemetal“ folgenden Unsinn daher:
Sie bringen es auf den Punkt, eine Finanzverwalter, kein Visionär, unter dessen Ägide man alles verschlief und nur hinterherlief: Internet, mobile Computing, Tablets, Smartphones, Social Networks.
Das stimmt so nur teilweise. Tatsächlich war Microsoft unter Steve Ballmer nicht sonderlich visionär – Internet (in Windows 98 vollständig vorgesehen) sowie mobile computing und Tablets waren bereits vor Herrn Ballmers Amtsantritt keine Unbekannten mehr im Hause Microsoft. Was „social networks“ betrifft, so ist Microsoft mit der Kollaboration mit Facebook vermutlich erfolgreicher als Apples „Ping“ (kennt ihr nicht? – Eben!) es wohl jemals sein wird. Zugegeben: Das mit den Telefonen hat etwas länger gedauert.
Mit unglaublicher Arroganz und vermeintlichem Monopol wurde z. B. versucht MP3 durch das eigene WMA Format zu ersetzen. Völlig vom iPod Erfolg überrascht wurde der Flop ZUNE erfunden.
Ja, da hat Apple Microsoft etwas voraus: Bei Apple hat man nicht versucht, MP3 durch WMA zu ersetzen. Apple bevorzugt nämlich das Format AAC. Die Verbesserungen sind marginal, auch AAC ist kein freies Format. Warum kein großer Hersteller auf das freie Ogg Vorbis setzt, weiß ich nicht. Ich vermute, weil man damit weniger Geld verdienen kann.
(…) Microsoft hatte noch nie Visionen, seit den 70er liefen sie immer dem Erfinder des PCs, Apple, hinterher, schon Windows mit seiner Maus hat Gates Anfang der 80er von Apples PC Lisa gestohlen.
Der „Erfinder“ des PCs in seiner heutigen Form war der Homebrew Computer Club, Apple gab es damals noch gar nicht. Die ersten Computersysteme mit einer Maus gab es indes spätestens 1973, den Apple Lisa erst zehn Jahre später.
Die einzige strategisch richtige Entscheidung traf Gates damals indem er eben keine Hardware baute, von der Microsoft eh nichts verstand, sondern das geklaute Betriebssystem frei verkäuflich machte, und somit zum Marktführer aufstieg. Danach kam 20 Jahre lang nur Dunkelheit und Tristesse…
Apple baut ja ebenfalls keine Hardware. Das übernehmen Niedriglohnchinesen. Ansonsten ist das mit dem Klauen immer so eine Sache.
„We have always been shameless about stealing great ideas.“
– Steve Jobs, 1996
Ohne Xerox keine Apple-Maus und, was dem Ganzen noch einen interessanten Aspekt hinzufügt, ohne FreeBSD kein Mac OS X, das auf dessen Userland aufbaut und in jeder neuen Version weitere „Innovationen“ bekommt, die für uns Windowsnutzer ein alter Hut sind.
Das geht aber nicht nur Apple so – ohne „Ideenklau“ gäbe es wohl weitaus weniger Betriebssysteme als es heute der Fall ist. Gerade in der Welt der freien Software, die ja explizit daraus ausgerichtet ist, dass möglichst viele Leute möglichst viele Dinge mit dem vorliegenden Quellcode tun, herrscht da ein munteres copy & paste: Ohne Unix kein Minix, ohne Minix kein Linux, somit auch kein Android; ohne Unix ebenfalls kein BSD (und damit kein Mac OS X, kein FreeBSD, kein NetBSD, keines der anderen ungezählten BSDs). Selbst das neue kommende Ding in der Linuxwelt, das Dateisystem btrfs, ist ein konzeptioneller Nachbau des von Sun entwickelten Dateisystems ZFS (unter anderem in FreeBSD zu finden), und von den diversen UNIX- und Linuxdesktops, die sich fleißig an Bedienkonzepten aus der Apple- oder Microsoftwelt bedienen, reden wir womöglich besser gar nicht erst.
Mit unbefugt kopierten Ideen Milliarden zu „verdienen“ ist sicherlich nicht sonderlich angenehm für den ursprünglichen Erfinder, weshalb so manche dieser Ideen patentiert wurde. Anders aber sieht es mit Inspiration aus. Es ist nicht verkehrt, sich bei der Entwicklung neuer Produkte von Bestehendem leiten zu lassen. Inspiration ist oft Ursprung von Vielfalt. Vor welchem System ihr gerade auch immer sitzt: Ohne Inspiration durch andere, oft bereits seit Jahrzehnten nicht mehr weiterentwickelte Systeme wäre es höchstwahrscheinlich niemals in der vorliegenden Form entwickelt worden.
Microsoft ist, gemessen daran, erstaunlich innovativ: Nachdem es sich aus dem UNIX-Markt (schon in frühen Jahren war Microsoft mit Xenix kurzzeitig Marktführer) zurückgezogen hatte, war MS-DOS (ein gekauftes, nicht etwa „geklautes“, und dann weiterentwickeltes Produkt) ebenso eigenständig wie die leider nur kurzlebige IBM-Kollaboration OS/2. Dass das alles vor der Zeit von Steve Ballmer als CEO stattfand, soll die Verdienste der Firma Microsoft keinesfalls schmälern.
Aber was weiß ein SPIEGEL-ONLINE-Kommentator schon von solchen Zusammenhängen?
Medienkritik LXXIX: Gespalt3ne Zunge
Einer der Vorteile des freien Webs ist ja das mit den Werbeblockern; niemand kann einem Benutzer vorschreiben, welche Teile seiner Website er gefälligst anzuzeigen hat. Jahrelang beliebt war etwa Adblock Plus, eine Browsererweiterung für Gecko- und Webkit-basierte Browser, mithilfe derer die mitunter allzu nervige Werbung auf einigen Webseiten quasi automatisch verschwand. (Wer nicht unbedingt quelloffene Software benötigt und Windows einsetzt, der sollte sich einmal Adguard und Ad Muncher ansehen, die unabhängig vom eingesetzten Browser funktionieren.) Mittlerweile wird Adblock Edge empfohlen, denn die Macher von Adblock Plus haben augenscheinlich unter dem Vorwand der Fairness einige unsaubere Geschäftspraktiken durchgesetzt. Auch in der Open-Source-Szene scheint das mit dem Gemeinschaftsdenken und dem freien Füreinander gelegentlich nicht mehr als ein Feigenblatt zu sein. – Aber ich schweife ab.
Nachdem vor einiger Zeit seitens mancher deutschsprachigen Nachrichtenseite (das waren die mit dem Leistungsschmutzrecht) eine ziemlich umfangreiche „Bitte stellt euren Werbeblocker ab!“-Kampagne gelaufen war, beginnen die Medien, deren nervtötendem Geflenne diesbezüglich wahrscheinlich so mancher Internetnutzer nachgekommen ist, sich wieder den Ursachen, nicht mehr nur den Symptomen der Werbeblockerei zuzuwenden: Werbung nervt meist. Es gibt unaufdringliche Werbung, gegen die niemand was hat; aber grellbunte, animierte, womöglich trötende oder sonstwie klingende Werbung ist überflüssig wie sonst nur SPIEGEL ONLINE.
Das hat auch t3n erkannt. t3n (wohl „ten“, nicht „tdrein“, ist gemeint; na ja, mit drei oder vier Jahren hab‘ ich so manchen Buchstaben auch noch nicht richtigherum geschrieben) ist ein vorgebliches Technikmagazin, das es in einer Druck- und einer Webfassung gibt. Die Webpräsenz ist mit dem Motto des Magazins, „we love technology“, überschrieben; laut Twitter ist man gar ein Magazin für (…) Webentwicklung. Der bloße Aufruf der Website überzeugt mich allerdings – Firefox‘ wortreicher Fehlerkonsole sei’s gedankt – bereits von einem etwas merkwürdigen Verständnis von Liebe und Webzeug:
In einem aktuellen Artikel („So deaktivierst du alle Werbung auf YouTube“) erklärt t3n-Autor Sébastien Bonset, wie man zum Beispiel die grässlich blinkbunte Werbung vor YouTube-Videos loswird:
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, sich der Werbung auch auf YouTube zu entledigen. Werbeblocker sind dabei wohl das bekannteste Mittel.
Der Artikel geht im Folgenden etwas näher auf einen aktuellen und womöglich nur befristeten Test seitens Googles ein, der es ermöglicht, auf YouTube die Werbung per Cookie zu entfernen. t3n scheint also durchaus ebenfalls der Ansicht zu sein, dass animierte Werbung eher störend ist und vom Besucher einer Website nicht geduldet werden muss.
Nun, wenn ich t3n.de ohne Werbe- und sonstige Blockierwerkzeuge besuche, blinkt mir zunächst mal ein großer Flashbanner entgegen. (Flash ist dieses ständig kaputte Browserplugin, das dafür sorgt, dass Werbebanner auch Töne abspielen können. Nützlich, nicht?) Jedoch gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, sich der Werbung auch auf t3n.de zu entledigen. Das mag t3n.de aber nicht:
Werbung auf diesen Seiten wird überwiegend pro Einblendung bezahlt und diese Einnahmen ermöglichen uns, dir die Inhalte von t3n.de kostenlos anzubieten. Wenn dir t3n.de gefällt und Du unsere Arbeit gern unterstützen möchtest, deaktiviere doch bitte den AdBlocker auf unseren Seiten.
Das könnte natürlich erklären, warum man beim Magazin für Webentwicklung nicht darauf eingestellt ist, dass nicht jeder Besucher den Blinkquatsch ertragen möchte:
Interessanterweise läuft t3n.de übrigens unter GNU/Linux, einem Betriebssystem, das überwiegend (mit Ausnahme Dummbuntus) kostenlos und werbefrei angeboten wird, obwohl viele Freiwillige eine Menge Zeit (und Geld) hineininvestieren, ohne dafür regelmäßiges Gehalt abgreifen zu können:
# nmap ‑v ‑A t3n.de
(…)
OS details: Linux 2.6.32 – 2.6.33
Dass auf eurer mobilen Seite, auf der mich keinerlei Werbung anbrüllt, besagter Artikel im Gegensatz zur Desktopversion nicht in den „Top-Artikeln“ zu finden ist, verwundert mich nur bedingt. Ich danke jedoch für die Formulierung in eurem Werbeblockeranprangerungstext, denn so gesehen habe ich gar kein Interesse daran, dass eure „Arbeit“ finanzierbar bleibt. Ich nehme an, ihr versteht das.
„Herrje!“
– Winnie Puuh
(teilweise via Alarmknopf)
Materialismus Deluxe
Apropos Musik:
Manchmal ist die Musikindustrie doch komödiantischer als sie es sich selbst einzugestehen traut.
Wenn man zum Beispiel Plattenfirma ist und ein Album wie George Harrisons „Living in the Material World“ („Leben in einer materiellen Welt“) neu auflegen möchte, dann schmeißt man nicht einfach für’nen Fünfer (meinetwegen für’nen Zehner, wenn’s ein anständiges digipack dazu gibt) eine Neufassung der alten Scheibe auf den Markt, nee-hee, dann gibt es eine Super Deluxe Edition mit DVDs und CDs und Fotos und Murmeln (ach nein, das waren ja Pink Floyd; Manno, George-Harrison-Murmeln hab‘ ich noch nicht).
Eine Super Deluxe Edition. Von „Living in the Material World“.
Darauf muss man erst mal kommen.
„Some boys kiss me, some boys hug me / I think they’re O.K. / if they don’t give me proper credit / I just walk away“
– Madonna: Material Girl
douBt – Mercy, Pity, Peace & Love
Ja, das Continental-Album wartet immer noch darauf, dass ich es mal höre. Eins nach dem anderen! Weiter oben auf meinem Stapel nämlich liegt douBts Zweitling „Mercy, Pity, Peace & Love“ von Ende 2012 (leider also etwas zu früh für die Jahresliste 2013) und ist wirklich nicht schlecht.
„Mercy, Pity, Peace & Love“ (zu Deutsch etwa „Barmherzigkeit, Mitleid, Friedfertigkeit und Liebe“) bezeichnet laut William Blake vier der sieben christlichen Kardinaltugenden. Was mit den anderen drei Kardinaltugenden ist, weiß ich nicht. Vielleicht kommen die auf dem nächsten Album. douBt jedenfalls ist ein Jazzrock-Trio, das auf seinem Debütalbum „Never Pet A Burning Dog“ die Canterbury-Legende Richard Sinclair als Gastmusiker engagieren konnte und so die Messlatte natürlich von vornherein recht hoch gehängt hat. „Mercy, Pity, Peace & Love“ sollte also daran gemessen werden.
Aber keinesfalls führt eine solche Messung automatisch zu einem Rangverlust, eher ist das Gegenteil der Fall. Dabei sollte man sich nicht vom Anfang des Albums täuschen lassen: „There Is a War Going On“ ist eine von 70-er-Jahre-Orgelklängen unterlegte auszugsweise Rede des US-amerikanischen Senators Bernie Sanders, in der dieser über die Unterschiede in den gesellschaftlichen Klassen referierte. Na gut, eigentlich sollte man sich schon täuschen lassen, denn abgedrehte Ideen sind auf „Mercy, Pity, Peace & Love“ reichlich zu hören. Mit Gesang sollte man zwar nicht rechnen, aber wer erwartet solchen schon auf einem Jazzalbum?
„Jazz“ ist dabei vielleicht etwas zu kurz gegriffen. Hier werden Psychedelic („There Is A War Going On“), Jazz und Funk (wenn auch weniger als noch auf dem Vorgängeralbum) sowie Experimentell-Elektronisches („Mercy, Pity, Peace and Love“) eng miteinander verzahnt. Schon das zweite Stück, „Jalal“, ist groovelastiger Jazzrock mit merkwürdig schrägem Rhythmus, der trotzdem im Ohr hängen bleibt, will sagen: mitreißt. Eher an die jüngeren King Crimson – wenngleich das Schlagzeugspiel auch Bill-Bruford-Fans gefallen dürfte – erinnert das gitarrenlastige „No More Quarrel with the Devil“, das gegen Ende unvermittelt in Kirmesmusik übergeht. Skurril, aber interessant. Nach einem irgendwie bedrohlichen Lounge-Jazz-Intermezzo („Rising Upon Clouds“) folgt dann ein fast fünfminütiges Gitarrengeflimmer namens „Purple Haze“. Purple Haze? Nein, nicht Hendrix, aber ein verdammt eindrucksvolles Cover desselben. Gitarrist Michel Delville und Keyboarder Alex Maguire liefern sich hier ein rasend schnelles Duett (wenn nicht gar Duell), das aufhorchen lässt. Ist das noch Jazz? Nö! Na und?
Keine Sorge jedoch, denn der Jazz hat sich nur eine kurze Pause gegönnt. Bereits im coltranesquen „The Invitation“ und deutlicher noch im vorletzten Stück „Mercury“ kehrt er zurück und spielt ein weiteres Mal seine Stärken aus. Konservativen Jazzfreunden fehlen womöglich Bläser anstelle des (oder zusätzlich zum) Pianoklimpern(s), aber als konservativer Jazzfreund hört man wahrscheinlich sowieso nichts, was nicht von Coltrane oder Davis selbst ist. Schade drum. Aber zurück zum gewohnten Programmablauf: Das „The Invitation“ folgende Titelstück („Mercy, Pity, Peace and Love“) – ich erwähnte es ja schon – hat mit Jazz wiederum eher wenig zu tun, tatsächlich ist nur die Lust an der freien Form von diesem geblieben. Auf knapp über zwölf Minuten wirft die Band hier Krautig-Spaciges, Doom-Jazz (also doch!) und Avantgarde-Einsprengsel wie Konfetti in die Luft und fängt das Durcheinander wieder ein, nicht ohne ihm einen Sinn zu verleihen. Das Stück schwellt an und wieder ab wie Meeresrauschen, aber in dem Meer ist eine Menge los. Wem das gefällt, der hat wenig später noch eine Möglichkeit, diesem Stil zu huldigen: „The Human Abstract“ ist eine wirr scheinende Instrumentalcollage, die ich nur schwerlich zu beschreiben weiß. Vielleicht so: Spielt drei Jazzrockplatten und ein Spacerockalbum mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, aber zur gleichen Zeit ab. So ungefähr müsst ihr euch „The Human Abstract“ vorstellen; und das Erstaunliche ist, dass es trotzdem funktioniert. So ungern ich mich hier auch wiederhole: Merkwürdig.
Das Album schließt mit dem Neuneinsechstelminüter „Goodbye My Fellow Soldier“, das den etwas aufgedrehten Stil von douBt mit dem Canterbury-Jazz von Soft Machine paart. Ganz vom Canterbury lösen will man sich also nicht, und das ist gut. Ich mag den Canterbury-Sound. Von „There Is a War Going On“ (wie auch von „No More Quarrel with the Devil“) gibt es auf dem Album übrigens auch ein reprise, das ohne Politikerstimmen auskommt. Auch mal ganz schön.
Für Hörproben solltet ihr MySpace konsultieren und hernach umgehend das Album kaufen. Es lohnt sich. Aber das solltet ihr ja nun schon wissen.
Die Kanzlerin steht ihren Mann
Nun, da die Kanzlerin die Sache mit der NSA gewohnt souverän erledigt hat, hat sie sich ein wenig Urlaub redlich verdient. Zunächst machte sie aber gestern Halt im KZ Dachau, von wo aus sie zu einem Wahlkampfauftritt in einem Bierzelt weiterreiste. Für den Wahlkampf nimmt man doch so ein bisschen Betroffenheit gern in Kauf, wenn man bei der CDU ist. Die CSU Puchheim findet das gut, von Renate Künast (das war die mit der Heuchelei) vernahm man das gewohnte Tammtamm, sie sei darob, ich zitiere, „empört“. Empört!!1
Etwas schade ist es nur, dass das Agenturbild offenbar nachträglich retuschiert wurde:
Da fehlt doch was!
Na also – jetzt stimmt es. Alles muss man selber machen!
Gegen Gewalt! (Also gegen die falsche jedenfalls.)
(Vorbemerkung: Im Folgenden verlinke ich in Ermangelung wirklich zuverlässiger Quellen mehrfach auf die Google-Suche. Ich empfehle vor einem Klick auf diese Verweise vorübergehend JavaScript und Cookies zu deaktivieren.)
Wie friedfertig die Menschen in diesem Land doch sind, obwohl ihr Land weltweit Soldaten stationiert hat, ist doch immer wieder erfreulich. Glaubt man Google, so sind die gewaltfreien Engagements hierzulande vielseitig: Die Bürger setzen sich zum Beispiel mit Sprache und Millionen gegen rechte Gewalt (etwa 1,3 Millionen Ergebnisse), männliche Gewalt gegenüber Frauen (etwa 1,14 Millionen Ergebnisse) und nicht zuletzt Gewalt an Kindern (immerhin noch etwa 461.000 Ergebnisse) ein.
Was haben all diese Gewaltverhinderungen gemeinsam? Richtig: Sie differenzieren. Es scheint eine allzu weltentrückte Vorstellung zu sein, die Überzeugung, man lehne Gewalt immer und grundsätzlich und unter allen Umständen ab, ohne Einschränkungen nach außen hin zu vertreten; offenbar gibt es Qualitätsabstufungen in der Beurteilung von Gewalt. Eine gedankliche Trennung von schlimmer Gewalt (etwa „von rechts“) und weniger schlimmer Gewalt (zum Beispiel Männer, die Männer schlagen) ist en vogue, denn, so lautet eine gängige Argumentation, wenn ein deutscher Mann einen anderen deutschen Mann schlägt, sei das ja nicht so schlimm wie Gewalt von deutschen Männern gegen männliche Asylanten, weil isso. Es fehlt die Fähigkeit zu erkennen, dass es keine qualitativen Unterschiede in gewaltsamen Übergriffen gibt, denn wo zieht der Mensch die Grenze zwischen akzeptabler und inakzeptabler Gewalt? Wo liegt momentan der Konsens? Sofern er erstaunlicher- wie erfreulicherweise lautet, dass Gewalt immer und unter allen Umständen keine vertretbare Lösung ist, warum fällt es euch dann so schwer, die Phrase „gegen Gewalt“ ohne jedes Adjektiv und ohne jede sonstige Einschränkung zu verwenden?
Gewalt, das lasst euch gesagt sein, ist niemals angemessen, auch nicht, um größeres Leid zu vermeiden. (Wäre sie das, dann wären die deutschen Kampfeinsätze im Ausland nichts, wofür wir uns schämen sollten, sondern ein Akt der Notwehr gegen Taliban und ähnliche Bösewichte, die uns ja quasi jeden Tag direkt bedrohen und so.) Wenn ihr das nächste Mal gefragt werdet, ob ihr Interesse daran habt, euch gegen irgendeine Unterkategorie von Gewalt zu engagieren, empfehle ich euch daher milde Ablehnung und (optional) Vogelzeigen. Wer Gewalt qualitativ abstuft, der hat das Prinzip der Gewaltspirale noch nicht verstanden und ist potenziell selbst Gewalttäter, denn in seinen Augen gibt es offenbar nicht so schlimme Gewalt. Es ist also auch in eurem Interesse, die Gesellschaft solcher Zeitgenossen bestmöglich zu meiden.
Es gibt übrigens einen Verein namens Menschenrechte für die Frau. Die Pointe überlasse ich ganz eurer Fantasie.




















