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#32c3

Ho ho ho

Alle bekloppt. Alle restlos bekloppt.

KaufbefehleMusikkritik
Musik 12/2015 – Favoriten und Analyse

Die bisher schönste Nachricht des Jahres 2015 war es, dass Phil Collins nie wieder ein Lied komponieren möchte. Das ist vielleicht in der gewaltigen Nachrichtenmenge völlig untergegangen; vor nicht allzu langer Zeit berichtete Stefan Niggemeier in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ davon, dass Claus Kleber anlässlich seiner Honorarprofessur beklagte, dass die Jugend zu einem bedeutenden Teil Nachrichten nur noch häppchenweise statt in vollständiger Darbietungsform zur Kenntnis nehme; im selben Artikel war davon die Rede, dass es Nachrichten also so gehe wie Musik. Offensichtlich ist die Jugend über die Schönheit aktueller musikalischer Kleinode gar nicht mehr informiert (das liegt bestimmt an den zu kurz zusammengefassten Nachrichten). Höchste Zeit also, dass wir uns wieder einmal mit der primasten Musik des Jahres 2015 befassen.

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In den Nachrichten
Stolz und Vorurteil

„Ich bin froh über alles, was ich erreicht habe.“

Das, so suggeriert das Boulevardmedium „SPIEGEL ONLINE“, ist das happy end einer merkwürdigen Geschichte:

Zwei Minuten lang durfte sich Ariadna Gutiérrez als Miss Universe fühlen. Dann merkte der Moderator, dass er die Falsche zur Schönheitskönigin gekürt hatte.

Es ist vermutlich gleich doppelt erniedrigend, erst dafür, nicht man selbst zu sein, einen überflüssigen Wettbewerb zu gewinnen und dann auch noch zu erfahren, dass das ein Irrtum war. So ein Finale der „Schönheitsköniginnen“ erreicht man ja üblicherweise nicht durch Ausstrahlung, soziale oder allgemeine Intelligenz oder wenigstens gutes Aussehen; was übrigens auch erklärt, warum ich noch nicht nominiert worden bin.

„Ich bin froh über alles, was ich erreicht habe.“

Meinen allerherzlichsten Glückwunsch. Leistungsträger sind ja immer willkommen.

In den NachrichtenMontagsmusik
echolyn – Mei

PlüschEs ist Montag, es ist seltsam schwermütig. Die Woche vor dem Fest ist traditionell nicht die leichteste für Menschen, die gern ihre Ruhe haben. Dank Vehemenz steht zumindest der Last-Christmas-Zähler noch auf Null, eine Änderung bleibt ungewünscht. Trotzdem: Sehnsucht. Man möchte eigentlich gar nicht daran denken, schon, weil Montag ist und man nicht da ist, wo man eigentlich sein wollte und vermutlich sollte.

Die nahe Welt als Ganzes ist verrückt. Glaubenskriege sind scheiße. Außer gegen die! Von dieser Disneyschmonzette im Kino, deren Kenntnis ich für keine kulturelle Bereicherung hielte, und der gar schrecklichen Mitteilung, dass Stefan Raab nicht mehr den Clown gibt, einmal abgesehen kennt sie momentan nur noch ein großes Thema: Was soll der FC Bayern München nur ohne seinen Trainer machen? Na ja, vielleicht einen anderen Trainer engagieren und weitermachen, aber genüssliches Auswalzen ist ja auch mal schön. Seit ein paar Tagen ist die Vorratsdatenspeicherung vorerst in Kraft, diese Website hat damit endlich mal ein dauerhaftes Archiv und ein paar weitere Leser bekommen und die meisten Bürger interessieren sich offensichtlich nicht besonders dafür. Brot und Spiele, Freunde, Brot und Spiele. – Andererseits ist das image der SPD als Arbeiterpartei damit zumindest nicht beschädigt worden. Arbeiter wurden ja noch nie besonders gut behandelt.

Einfach mal mit den Leuten zu reden ist vermutlich auch zu viel verlangt. Andere wagen diesen Schritt: Einfach mal einen Amokläufer fragen, was der Unsinn eigentlich soll. Es ist, so kann man’s zusammenfassen, nicht hilfreich, geisteskrank zu sein, wenn man nicht gerade eine politische Karriere anstrebt.

Denken wir doch lieber an etwas Schönes. Denken wir an das, was wir brauchen, an das, was wir wollen, und an das, was uns fehlt.

Und denken wir überdies an echolyn.

echolyn – "Mei" Live 2003 With Orchestra (50 Minute Long Prog Epic)

Guten Morgen.

ComputerIn den NachrichtenMir wird geschlecht
Dreimal kurz verlinkt: Sterne, Logik und Verbote

Morgen tritt die Vorratsdatenspeicherung endlich in Kraft; still und heimlich trat auch etwas anderes in Kraft, nämlich die überraschende Erkenntnis, dass der Bundesnachrichtendienst Illegales tat, als er Spionage betrieb. Wer hätte das ahnen können?

Was haben beide Meldungen gemeinsam? Richtig, beide Meldungen waren keine Sekunde lang „Topmeldung“ auf dem „IT-News“-Portal „heise online“ (Beschreibung von ebendort). Stattdessen ist seit gestern eine viel brisantere Meldung oben an der Seite angepinnt:

Disney

Ein neuer Disney-Film kommt raus. Ist ja auch recht interessant.


Ist Logik männlich? Ist der weibliche Mangel an Interesse an den „knallharten“ philosophischen Disziplinen formeller Logik und Semantik symptomatisch für eine Ungerechtigkeit, die mit dem Geschlecht zu tun hat? (…) In einer Folge von Studien der Logik historischer Figuren (…) ergründet [die Autorin, A.d.V.] die wechselseitigen Beziehungen zwischen logischer Innovation und unterdrückenden Sprachstrategien und zeigt, dass Logik keine transzendente Wahrheit ist, sondern eine abstrakte Form der Sprache, die von Männern gesprochen wird[.]

Kein Witz.


Wenigstens läuft nicht alles schief: Fehler werden verboten! Jedenfalls beinahe:

Michael Waidner vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) empfahl, bei der Cybersicherheit allgemein anzusetzen. „Je sicherer ein Produkt ist, desto schwerer ist es auch, in dieses einzudringen und Nutzer zu überwachen“, betonte er. (…) Der Wissenschaftler plädierte dafür, „Exploits radikal als Cybercrime zu verbieten“.

Ein sichereres System ist sicherer als ein weniger sicheres, und wer in ein System „einbricht“, der sollte das nicht dürfen. :)

Zum Glück haben wir Experten.

Politik
Die Lösung

Warum muss jeder Bürger nachweisen, dass er die geistige und moralische Reife besitzt, um mit einem Auto morgens Brötchen kaufen zu fahren, aber niemand unter Beweis stellen, dass er auch nur die geringsten Anforderungen erfüllt, um als verantwortungsbewusstes Wesen akzeptiert zu werden, bevor er durch Stimmabgabe über das Leben seiner Mitbürger richten darf?

Wählerführerscheine. Das wär’s.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Gorillaz – Feel Good Inc.

Echt jetzEin Montag und kein Blick zurück. Nicht jede Lücke lässt sich füllen. Damals, als das Ideal noch siegte; damals, als es uns noch scherte. Wie retten wir denn jetzt die Welt?

Tüdelüt, die Nachrichten. Die, wie man sie bisweilen bezeichnet, „CDU-Rebellen“ – ich sehe sie schon vor mir, diese verrückten Punks – scheuen den Machtkampf, berichtet „ZEIT ONLINE“. Einig Volk wollen wir sein. Der Saarbrücker Umweltdezernent derweil unterstützt die Forderung nach Polizeiuniformen aus fairem Handel, weil grün immer gut ist. Knüppel dazu? Es ist auch nicht leicht, politisch korrekt zu sein. Es geht ja immer nur um’s Geschäft. Hotelzimmer stornieren gegen Rechts!

Nei-ei-ein, nicht ablenken lassen. Die Welt ist grau. Dezember. Ich habe dieses Jahr noch kaum ein Weihnachtslied als solches wahrgenommen und schneien tut’s auch nicht. Irgendwas ist faul. Die SPD hat sich nach „hitziger“ „Diskussion“ mehrheitlich für noch mehr Verrat entschieden (wie breit diese Mehrheit gewesen sein muss, vermag ich mir bei aller Feiererfahrung gar nicht auszumalen).

Nicht immer ist das Ziel, was erreichbar scheint.

Gorillaz – Feel Good Inc. (Remastered)

(Betrübt schlurfend ab.)

Guten Morgen.

In den NachrichtenPolitik
Kurz notiert zu #le1212

Offensichtlich demonstrieren heute sog. „Neonazis“ in Leipzig für oder gegen irgendwas, Genaueres scheint sich der allgemeinen Berichterstattung zu entziehen. Natürlich nennt man das dann nicht Demonstration, sondern „Aufmarsch“, als bliebe das Wort „Demonstration“ denen vorbehalten, deren politische Forderungen und Ideale sich auf „wir sind gegen die“ beschränken; dafür sind ihre Eltern 1968 nicht auf die Straße gegangen, aber wer will schon sein wie seine Eltern?

Man mag ja fast nicht zuschauen:

Böller und Steine fliegen Richtung Nazis

Die Nazis haben ja offensichtlich diese Provokation bewusst gesucht, immerhin haben sie sich in antifaschistische Stadtteile (ob die Stadtteile das wissen?) begeben. Schuld trägt außerdem natürlich die Polizei, die die Demonstranten an größeren Schäden zu hindern versucht, ohne sie bliebe sicherlich alles friedlich.

Da sind Twitterrevolutionäre ja beinahe noch harmlos:

Es kann vorkommen dass ich hier Gewalt gegen Faschisten ausdrücklich befürworte.
Sport frei.

Wenn’s für Denksport eben nicht reicht.

In den Nachrichten
Aus dem „Ehrlichen Nachrichtenkanal“

„Es folgt die Sondersendung: Alles, was wir zum Thema ‚Anonymous‘ sicher wissen.“

Räusper, räusper.

Blätterrascheln.

Ein Schluck Wasser wird getrunken.

Weiteres Rascheln.

„Nichts.“

Tosender Beifall im Publikum.

In den NachrichtenPolitik
Medienkritik in Kürze: Von Türen und Toren

Die Medien haben sich gerade von dem Schock erholt, dass es nun wieder unschick ist, Frankreich zu sein, schon kriegen sie vor Begeisterung den Mund nicht mehr zu: Der Papst hat eine Tür aufgemacht. Ich habe auch schon mal feierlich eine Tür geöffnet, aber das hielt niemand für erwähnenswert. Ich finde das etwas schade.

Schon etwas interessanter vielleicht ist ausnahmsweise „SPIEGEL ONLINE“, wo man nicht nur einen weiteren Gauck’schen Ausbruch der Emotionen („Sie sehen mich hier einigermaßen bewegt“, ebd.) zu vermelden weiß, sondern auch weit Tiefergründiges:

Die Chef-Christdemokraten mögen sich noch so bieder geben, CDU-Funktionäre heizen den Hass gegen Andersdenkende und Flüchtlinge an. Und sie sitzen in den Ortsbeiräten, in den Kreistagen, missbrauchen die Demokratie für ihre Zwecke.

Hoppla, verlesen, das steht da gar nicht – natürlich wird auf „SPIEGEL ONLINE“ der Unterschied zwischen Regierungs- und Splitterparteien berücksichtigt, es ging natürlich um die NPD, die wieder einmal verboten werden soll, weil, wie jeder weiß, politisch Radikale sofort aufhören, radikal zu sein, wenn man einen ihrer öffentlichen Vereine auflöst:

Der Staat darf Hetze und Gewalt gegen Minderheiten nicht tolerieren, sondern muss eine Grenze setzen.

Zur allgemeinen Erbauung ist das Bundesverfassungsgericht als überparteiliches Organ nicht der Staat, denn nur wenig wäre fataler als die unheilige Koalition aus CDU/CSU und SPD zu höchsten Richtern über Recht und Unrecht entscheiden zu lassen; aber wer auf „SPIEGEL ONLINE“ über Politik schreibt, der braucht bekanntlich nicht viel Wissen über sein Ressort.

Dieser hanebüchene Quatsch ist in seiner Gesamtheit übrigens eine Antwort auf den Kommentar eines anderen Redakteurs von „SPIEGEL ONLINE“, der da schrieb:

Wie wehrhaft muss der freiheitliche Staat sich zeigen? Gerät er in der Not in Gefahr, seine eigenen Werte – Freiheit, Liberalität, Weltoffenheit – aus Angst vor der unheimlichen Bedrohung hintanzustellen? (…)

Während deutsche Kampfflugzeuge an der Seite einer internationalen Kriegskoalition über Syrien kreisen, Bomben und Raketen als letztes Mittel für den Schutz der freiheitlichen Ordnungen vor dem IS aufbieten, sitzen die deutschen Verfassunghüter (sic! A.d.V.) in ihrem Gehäuse beim Glasperlenspiel.

Da machen sie wenigstens nichts kaputt.

Nein, nein, keine Toleranz der Intoleranz; Verbote lösen bekanntlich Probleme, bekanntlich ist mit dem Verbot der KPD vor über sechzig Jahren auch jeder radikale Kommunismus aus Deutschland vertrieben worden, mit dem Verbot des Vertriebs von Software wie CloneCD jedes Musikkopierportal in der Versenkung verschwunden. Vielleicht sollte jemand anregen, Straftaten allgemein zu verbieten – jede Terrorgefahr wäre damit zweifelsohne aus der Welt geschafft.

Die einfachsten Lösungen sind oft die besten.

In den NachrichtenMontagsmusik
The Dillinger Escape Plan – Milk Lizard

SchuuuhuuuuuiiiiiiMontag. Zusammen aufzuwachen wäre noch etwas grandioser, wenn da nur nicht dieses Vermissen danach wäre; aber wie könnte man seinen Montag ansonsten besser beginnen als mit Kaffee und zu zweit? Manchmal: Dankbar sein.

Ein jingle spielt. Die Nachrichten. Great Schrott. Kann man sich eigentlich auch totlachen? Das wäre mal ein humaner Krieg. Warum nicht gleich Krieg gegen Niederschläge in Form von Regen am Wochenende? Vielleicht sollte man Terrorismus einfach verbieten. Andererseits: Religion ist Krieg.

Das ist alles so deprimierend. Gucken wir ins Tierreich. – Das kann man ja mal verwechseln: „Ich dachte, die Frau in meinem Bett sei ein riesiger Panda.“ Die sehen sich aber auch immer alle so ähnlich.

Es ist ja nicht alles schlecht. Es gibt jetzt Klopapier mit Lebkuchengestank. Dann muss man das Zeug nicht erst essen und spart einen Weg. Aber ich will nicht klagen. Seid besinnlich, sonst…

The Dillinger Escape Plan – Milk Lizard – Live on Fearless Music

Guten Morgen.

Nerdkrams
Virtualisierungswahn

(Vorbemerkung: Ein Rant, keineswegs zur inhaltlichen Auseinandersetzung gedacht.)

Die Idiokratie schreitet voran. Seit in der Linuxwelt mit „Docker“ endlich ein werbetauglicher Name für das unter BSD schon längst nicht mehr bemerkenswerte Konzept der virtuellen „Container“ gefunden wurde, halten Entwickler es für ratsam, den Benutzern ihrer Produkte gar nicht mehr zumuten zu wollen, halbwegs zu wissen, was gerade passiert. Die scheußliche, praxisuntaugliche Forensoftware Discourse ließe sich wahrscheinlich auch manuell installieren, empfohlen wird aber eine Installation „per Docker“. Bloß nicht zu viel nachdenken lassen, das passiert alles automatisch. Automatisch ist gut. Noch etwas blöder sind eigentlich nur noch die Witzbolde von Let’s Encrypt, die für ihre prophezeite Zukunft des SSL-Verschlüsselns gern eine Python-VM, Docker und noch einige Wunderlichkeiten hätten. Is‘ ja Open Source, kannste ja reingucken, also muss dich gar nicht interessieren, was da gerade vor sich geht.

Wenn eine konzeptionell nicht furchtbar umfangreiche Software eine eigene Umgebung braucht, um unterstützenswert zu laufen, dann funktioniert sie nicht. Ein Administrator, der sich darauf verlässt, dass ein System, das sich sozusagen mit Sack und Pack selbst installiert, schon keinen Unfug anrichten wird, sollte niemals die Erlaubnis bekommen, ein Firmennetzwerk oder – noch schlimmer – einen Webserver zu warten. Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Internet sieht anders aus.

JavaScript, das irgendwelche Sicherheitslücken ausnutzt, lässt sich mittlerweile in Bildern verstecken. Hat euer Browser immer noch kein uMatrix? Ach so, ich verstehe: So viel klicken wollen wir ja alle nicht. Kann ja nichts passieren. Snowden hat seine Schuldigkeit getan, Snowden kann gehen. Diese Website sagt, ihr sollt kryptische, teilweise verschlüsselte Befehle in eure Kommandozeile eingeben, wenn ihr SSL auf eurer Website einsetzen wollt. Wovor sollte man sich auch Sorgen machen? Entpackt einfach diesen Container, startet diese virtuelle Umgebung, lasst unsere Software alles installieren, was sie braucht. Ihr müsst nicht wissen, was der Rechner, für den ihr rechtlich verantwortlich seid, gerade eigentlich rechnet. Wir wissen, was gut für euch ist. Is‘ ja Linux. Is‘ ja sicher.

Ich befürworte übrigens immer noch einen Pflichtführerschein für Internetnutzer. Wer nachweislich zu doof oder zu faul für wenigstens ein Mindestmaß an Verantwortungsbewusstsein in Netzwerken ist, der sollte das Recht auf Internet verwehrt bekommen. Im Straßenverkehr funktioniert das doch auch.

MusikNetzfundstücke
Zitat des Tages: Musiksmombies

Dermaßen viele Ausrufezeichen, wie ich hier gern setzte, verstießen gegen jede Regel des guten Geschmacks, also setze ich kein einziges:

Als eine Stunde des Konzerts vorüber ist, denke ich, dass die Hirntoten nun langsam genug Fotos vom immergleichen Motiv (Klavier, Klavierspieler, Sänger, mal sitzend, mal stehend) geschossen haben müssten, aber weit gefehlt. Sie knipsen immer neue Bilder, die genau so aussehen wie die 5.000, die sie in der letzten halben Stunde geschossen haben. Mit Blitz. Immer dieser Blitz. Nochmal: Was stimmt mit den Menschen nicht? Der Saal ist dunkel, es gibt atmosphörische Musik und sie blitzen. Das ist wie bei einer Beerdigung auf den Sarg scheißen. Das tut man einfach nicht und das weiß normalerweise auch jeder. Nur in Berlin wieder nicht, hier wissen sie nichts.

Menschen. Sie werden so schnell doof.

In den NachrichtenPolitik
Was wir am besten können

Die Bundesregierung will bis zu 1200 Soldaten in den Kampf gegen den IS schicken. (…) Es ist ein Kampfeinsatz, den Kanzlerin Angela Merkel und ihre Minister planen – mit Aufklärungstornados, Luftbetankung und einer Fregatte soll Frankreich im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) unterstützt werden. (…) Kurz vor der Entscheidung sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) der „Bild“-Zeitung: „Wir tun das, was militärisch gebraucht wird, wir am besten können und politisch verantworten können.“

Wenn wir Deutschen eins können, dann ja wohl Krieg!

(per SPON)

In den NachrichtenMontagsmusik
JPL – Invisible Death

Keine EuleMontag. Aufzuwachen von Geräuschen der besten aller Partnerinnen vermag manches zu erleichtern, auch die Uhrzeit. „Mistwetter statt Kaffee“ ist das neue „Brot statt Böller“. Das alte war auch doof.

Die Nachrichten überschlagen sich derweil: Günther Jauch hört mit Monologsmoderation auf. Doch, echt! Dann muss man ja wieder Fußball gucken, wenn man nicht schlafen kann. Wie anstrengend ist das denn‽ – Andererseits könnte es schlimmer sein. Man könnte mit Kind zur Arbeit gehen. Nix geben. Nix zeigen. Ich mag eh keine fremden Babys.

Und es war, ist und wird noch mehr Advent, Kinder werden umworben und indoktriniert. Die Infantilisierung und Indoktrination mit dem sparentflammten Geist der Weihnacht geht voran. Zum Glück zahlen wir Rundfunkgebühren, sonst wäre das Fernsehprogramm dieser Tage sicherlich nicht besonders spannend. Ab Ende Dezember dürft ihr Menschen wieder offen hassen. Das Christsein ist sowieso verbrannt, seit Christen sich politisieren.

Die Einschläge kommen näher. Niemand hält die Enten auf. Es wäre Zeit für die Jahresrückschau, aber unsereins ist ja faul und ein bisschen erkältet. Stattdessen also erst mal JPL. Eine gute Band, ein gutes Album (das aber anders heißt).

Guten Tag.