In den NachrichtenNetzfundstückePersönliches
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 25. Novem­ber 2022

Mari­na Weis­band (Bünd­nis 90/Die Grü­nen) erläu­tert auf You­Tube die Gewalt­spi­ra­le: Ein­stel­lun­gen und Über­zeu­gun­gen → Humor, Wor­te → Ver­ba­le Gewalt → Phy­si­sche Gewalt → Geno­zid. Bes­ser gar nicht erst anfan­gen mit die­sem Humor. Heu­te früh habe ich nur kurz geschmun­zelt. Alles Wei­te­re mor­gen in der Tagesschau.


Die Regie­rung des Ver­ein­ten König­reichs möch­te bis zu 60 Pro­zent ihrer öffent­lich auf­ge­häng­ten Über­wa­chungs­ka­me­ras erset­zen las­sen, weil sie von den Chi­ne­sen gebaut wor­den sind. Mit die­sem Über­wa­chungs­staat will das Land, des­sen Geheim­dienst GCHQ das gan­ze Inter­net über­wa­chen möch­te, ja nichts zu tun haben.


Irgend­wann dre­he ich eine Doku­men­ta­ti­on über Deutsch­land und nen­ne sie „Kaf­fee aus unzu­rei­chen­den Täss­chen: Ein Deutsch­land­por­trait.“. Soll­ten sich unter mei­nen Lesern Men­schen befin­den, die hin und wie­der Kaf­fee an ande­re Leu­te aus­schen­ken: Nie­mand, der nicht nur aus rei­ner Höf­lich­keit am Kaf­fee­kon­sum teil­nimmt, ist mit Tas­sen unter 300 Mil­li­li­tern Fas­sungs­ver­mö­gen ein­ver­stan­den. Wer so etwas her­stellt, der stellt bestimmt auch die­se däm­li­chen Milchöff­nungs­pla­stik­rin­ge her, die beim Auf­ma­chen immer kaputt­ge­hen, wor­auf­hin man ein Mes­ser zu Hil­fe neh­men muss und danach selbst vol­ler Milch ist. Klei­ne Kaf­fee­tas­sen sind so nütz­lich wie ein Farb­fo­to von Zebras.

Wenn ich mal Regie­rung wer­de, ver­bie­te ich Kaf­fee­tas­sen, in die nicht mal eine hal­be nor­ma­le Men­ge an Kaf­fee rein­passt. Ehrenwort.


Der­weil auf Tik­Tok: Dies ist mein „Mein Mann wur­de ermordet“-Tanz. :)


Die schot­ti­sche Regie­rung gedenkt Whis­ky­wer­bung zu ver­bie­ten. Soll­te die­ses Gesetz tat­säch­lich in Kraft tre­ten, sehe ich eigent­lich nur Vor­tei­le für mich – Whis­ky­ge­nie­ßer – und mei­nes­glei­chen; Whis­ky könn­te zum Bei­spiel end­lich wie­der den Sta­tus als Trend­ge­tränk ver­lie­ren, der (auch in Ver­bin­dung mit den noch gewal­ti­gen Aus­ga­ben für Wer­bung) seit fast zehn Jah­ren die frü­her ein­mal ver­gleichs­wei­se nied­ri­gen Prei­se in Höhen treibt, die mir nicht so recht gefal­len wol­len. Dass sich die Gin Guild über das Gesetz beschwert, macht es mir unfai­rer­wei­se noch sym­pa­thi­scher: Gin ist ein wirk­lich schlim­mes Getränk und die Ginsnobs, die in eini­gen von mir geteil­ten Krei­sen ein mir völ­lig über­trie­ben schei­nen­des Bohei jenes Getränk umge­ben las­sen, las­sen die­se Beob­ach­tung kei­nes­wegs schwinden.

Ande­rer­seits: Das sagen die über uns wahr­schein­lich auch.

PersönlichesWirtschaft
Basti, ich wür­de mal sagen, du warst auch nahe der Fassungslosigkeit.

Aus Ver­se­hen befand ich mich vor­hin in einem Eta­blis­se­ment, das auf so vie­len stra­te­gisch platz­ier­ten Fern­se­hern, dass Weg­gucken nicht ging, das anschei­nend ver­lo­re­ne Fuß­ball­spiel der bei­den Her­ren­mann­schaf­ten von Deutsch­land und Japan sowie die anschlie­ßen­de „Ana­ly­se“ im Ersten zeig­te. Die Bericht­erstat­te­rin frag­te einen Herrn Basti: „Basti, ich wür­de mal sagen, du warst auch nahe der Fas­sungs­lo­sig­keit. Wie erklärst du dir die Nie­der­la­ge?“, wor­auf­hin Herr Basti ant­wor­te­te: „Ich erklär’s mir damit, dass wir eigent­lich – wie auch in den ver­gan­ge­nen Spie­len – wir hat­ten Chan­cen, ein Tor zu machen, haben des nicht gemacht, haben das 2:0 heu­te nicht gemacht und auch die tak­ti­sche Umstel­lung von Japan, äh, in der Halb­zeit auf ’nen 3–5‑2-System (oder man kann auch 5–2‑3-System sagen) haben wir kei­nen Zugriff gehabt.“ – Ich errei­che ja hier durch­aus ein ver­meint­li­ches „Publi­kum“, daher fra­ge ich mal so in den Raum rein: Wäre es, wovon ich aus­ge­he, bei min­de­stens gleich­blei­ben­dem Gewinn nicht wesent­lich preis­wer­ter, statt­des­sen eine hal­be Stun­de lang ein Test­bild aus­zu­strah­len und in der Zeit kann der Wirt schon mal kas­sie­ren und auch mal aufs Klo gehen oder so?

Zwar ist allein die­ses Ereig­nis dar­an schuld, dass mir das heu­ti­ge Fuß­ball­spiel über­haupt bekannt wur­de (vgl. Fefe), aber ich ver­su­che ja auch in lästi­gen Situa­tio­nen oft noch etwas für mei­nen Geist zu tun. Mein „Japan!“-Ruf nach dem „Werder!“-Ruf am Neben­tisch – offen­sicht­lich begin­nen Fuß­ball­fans ein Gespräch gern mit dem In-den-Raum-Rufen zufäl­lig aus­ge­wähl­ter Fuß­ball­ver­ei­ne und ich woll­te kei­nes­falls als Laie erschei­nen – wur­de lei­der nicht mit einer ergie­bi­gen Dis­kus­si­on quit­tiert. Ich bin ein biss­chen enttäuscht.


In Bezug auf die zu heu­ti­ger Ver­mitt­lung geführt haben­de Bür­ger­geld­dis­kus­si­on vor über einer Woche fand sei­tens Huber­tus Heil (SPD) fol­gen­de (Archiv­ver­si­on) inter­es­san­te Fest­stel­lung den Weg ins Freie: dass es „zen­tral“ sei, „dass Arbeits­lo­se wie­der in Arbeit kämen“. Ach so; und ich dach­te schon, es gehe dar­um, dass Arbeits­lo­se im Win­ter was essen kön­nen. Mein Fehler.

In den Nachrichten
Auto­sch­a­ria in Stuttgart

Wiki­pe­dia:

Die isla­mi­sche Reli­gi­ons­po­li­zei (…) ist die offi­zi­el­le Poli­zei eini­ger isla­mi­scher Staa­ten, die im Auf­trag des Staa­tes die Scha­ria-Vor­schrif­ten bezüg­lich des reli­giö­sen Ver­hal­tens durchsetzt.

Auch Wiki­pe­dia:

Die Sün­de besteht nach christ­li­chem Ver­ständ­nis in einer Abkehr von Got­tes Wil­len, im Miss­trau­en Gott gegen­über, im Zulas­sen des Bösen oder im Sich-verführen-Lassen.

„Stutt­gar­ter Nach­rich­ten“ (wol­len nicht ver­linkt wer­den, LSR):

Die Sün­der hat­ten auf den Bun­des­stra­ßen 10 und 27 bei Zuf­fen­hau­sen in der Stau­ko­lon­ne kei­ne Ret­tungs­gas­se gebil­det. (…) Um Sün­der zu erwi­schen, hat das Innen­mi­ni­ste­ri­um im Som­mer die­ses Jah­res auf­rü­sten lassen.

Es ist noch viel zu tun.

In den NachrichtenMontagsmusikNetzfundstücke
behind clo­sed doors – the anti will // Gian­ni Infan­ti­no fühlt sich.

Auf diesem Bild ist ein Pandabär versteckt.Es ist Mon­tag. Jemand hat Goog­le Maps für Gopher imple­men­tiert. Das Web ist jetzt eigent­lich über­flüs­sig, oder?

Aus dem Sport: Die Knall­tü­te Gian­ni Infan­ti­no, FIFA-Prä­si­dent und auch sonst bis­her nicht beson­ders gut dar­in, mir wenig­stens theo­re­tisch sym­pa­thisch sein zu kön­nen, fühlt sich aus Soli­da­ri­tät mit den von den Geset­zen des WM-Gast­ge­ber­lan­des Katar nega­tiv betrof­fe­nen Min­der­hei­ten unter ande­rem wie ein behin­der­ter Schwu­ler. Ich fin­de das gran­di­os komisch und freue mich, dass neue Impul­se der All­tags­gro­tes­ke auch an uner­war­te­ten Orten ent­ste­hen. Fuß­ball gucke ich trotz­dem (wie jedes Mal) nicht, mir gefällt es aber, dass mein Des­in­ter­es­se dar­an, ande­ren Leu­ten beim Sport zuzu­gucken, in die­sem Jahr als poli­ti­scher Pro­test („Boy­kott“) ver­stan­den wird. Wenn die wüss­ten, was ich mir sonst noch alles nicht angucke!

Dazu zählt zum Bei­spiel der Strea­ming­ka­nal Dis­ney+. Dort ist man neu­er­dings der Auf­fas­sung, man soll­te das­je­ni­ge Geschlecht, dem man sich bevor­zugt zuge­hö­rig fühlt, ange­ben, um irgend­wel­chen lang­wei­li­gen Dis­ney­quatsch angucken zu dür­fen. Ande­rer­seits: Wenn ich mich dort als Mann iden­ti­fi­zie­re und irgend­ei­nen Prin­zes­sin­nen­un­fug strea­me, mache ich damit bestimmt irgend­ei­ne Sta­ti­stik kaputt. Hihi!

Ein zumin­dest für an zeit­ge­nös­si­scher Nerd­kul­tur Inter­es­sier­te lesens­wer­ter Text: Jour­na­li­sten wol­len sich auf Mastodon ver­net­zen, aber Mastodon will sie nicht (eng­lisch­spra­chig, deut­sche Übel­set­zung bei Schwer­dt­fe­gr). Es gibt kein Grund­recht auf die Teil­nah­me an ande­rer Leu­te Feier.

Was hin­ge­gen gern an mei­nen Fei­ern teil­neh­men darf: Metal mit Streichern.

behind clo­sed doors – „the anti will“

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenPolitik
Iwan des Tages: Gute Rake­ten, schlech­te Raketen

Es gab einen Rake­ten­ein­schlag aus einem Nicht-NATO-Land in das NATO-Land Polen, zwei Men­schen wur­den getötet.

Nach eini­gem Zeter und Mor­dio (Archiv­ver­si­on) ein­schließ­lich ver­ba­ler Eska­la­ti­on (immer­hin ist ein mili­tä­ri­scher Angriff auf ein NATO-Land genau das, woge­gen die NATO schüt­zen soll) beru­hig­te man sich schnell wie­der (Archiv­ver­si­on): Die bei­den Polen wur­den wahr­schein­lich vom ukrai­ni­schen Mili­tär umge­bracht, nicht vom rus­si­schen Militär.

Alles wie­der gut.

Nerdkrams
Keyoxi­de: Die digi­ta­le Identität

Aus den fal­schen Grün­den gera­de wie­der in der Dis­kus­si­on ist die Fra­ge, wie man eigent­lich sicher­stel­len kön­ne, dass jemand der ist, der er irgend­wo im Inter­net zu sein behaup­tet. Dafür könn­te man sicher­lich irgend­was mit dem „elek­tro­ni­schen Per­so­nal­aus­weis“ nut­zen, den aller­dings nie­mand, der noch bei Trost ist, akti­viert haben soll­te; statt­des­sen scheint mir Keyoxi­de eine brauch­ba­re Lösung zu sein.

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NetzfundstückeIn den NachrichtenMontagsmusik
Lybi­ca – Pala­ti­al // Mastodon brennt.

Das wird so ein Zwei-Panda-Tag.Es ist Mon­tag. Ich wür­de nie­mals behaup­ten wol­len, dass Deutsch­land rechts­ge­rich­te­te Auto­kra­tien mit Waf­fen belie­fert. Mal eine ganz ande­re Fra­ge, die damit über­haupt nichts zu tun hat: Wie nennt man eigent­lich ein Regime, das die Oppo­si­ti­on ver­bie­tet sowie Kom­mu­ni­sten in die Ille­ga­li­tät zwingt und ent­eig­net?

Zwei­fel­los zumin­dest tref­fen­der Über­gang: Beim ZDF set­zen sie Elon Musk „sati­risch“ mit Hit­ler gleich. Alles Hit­ler, was nicht schnell genug die Fin­ger kreuzt. Zu mei­ner Schul­zeit bedeu­te­ten gekreuz­te Fin­ger jeden­falls „geimpft“ und aus ihnen folg­te im Wesent­li­chen, dass man immun gegen belie­bi­ge Anschul­di­gun­gen war. Sicher­heits­hal­ber schrei­be ich einen Teil die­ses Tex­tes mit gekreuz­ten Fin­gern. Damit bin ich schon mal nicht wie Hit­ler. – Im von dem so Geschol­te­nen gekauf­ten Twit­ter sieht die Gesamt­si­tua­ti­on indes noch immer bes­ser aus als im dies­jäh­ri­gen Stu­diVZ (i.e. Mastodon): Der Ansturm an die Twit­ter­selbst­ver­ständ­lich­kei­ten gewohn­ten Neu­nut­zern wird das Mit­ein­an­der auf Mastodon abseh­bar nicht zum Bes­se­ren wen­den. Schon jetzt erhitzt sich die dor­ti­ge Atmo­sphä­re, der sanf­te (wenn auch etwas nerdi­ge) Umgangs­ton in Dis­kus­sio­nen über Bana­les wan­delt sich unüber­seh­bar in einen wei­te­ren Markt­platz für gegen­sei­ti­ges Ange­brüll, die eige­nen Wahl­vor­lie­ben betref­fend. Nun, die Archi­tek­tur des „Fedi­ver­sums“ könn­te das Gebrüll schnel­ler ver­stum­men las­sen als jeder Mil­li­ar­där es könn­te, denn es ska­liert nicht gut auf belie­bi­ge Anstür­me von Benut­zern, Inter­ak­tio­nen und Bei­trä­gen. Was auf Twit­ter kein Pro­blem dar­stellt, weil die sich mitt­ler­wei­le eine anstän­di­ge Infra­struk­tur lei­sten kön­nen, könn­te auf klei­nen „Instan­zen“, wie Ser­ver­ad­mi­ni­stra­to­ren ihr lang­wei­li­ges Hob­by hoch­tra­bend nen­nen, zu inter­es­san­ten Last­pro­ble­men füh­ren. Unge­klärt ist noch die Fra­ge: Wohin gehen die eigent­lich alle, wenn Mastodon end­lich auch kaputt ist?

„Nordbayern.de“ (will nicht ver­linkt wer­den, LSR) berich­tet zu wohl kaum jeman­des Erstau­nen, dass in einer schwe­di­schen Stu­die ermit­telt wur­de, dass attrak­ti­ve Stu­den­tin­nen weni­ger gute Bewer­tun­gen von ihren Dozen­ten bekom­men, wenn die Vor­le­sun­gen nur online statt­fin­den. Fast könn­te man mei­nen, da gebe es einen direk­ten Zusammenhang.

Kein direk­ter Zusam­men­hang scheint aller­dings zwi­schen Erfolg und Ori­gi­na­li­tät eines Musi­kers zu bestehen, weil schon das Urhe­ber­recht auf Musik­stücke frag­wür­dig ist und der Begriff des „gei­sti­gen Eigen­tums“ auf sol­che erst recht: „Sofern man sich nicht in völ­li­ge ato­na­li­tät begibt, bewegt man sich in einem ‚begrenz­ten‘ Raum an Begrif­fen und For­meln (vor allem im Pop)“, es ist eben alles schon mal gespielt wor­den, nur noch nicht von jedem. Was steht eigent­lich aus rein poli­ti­scher Sicht noch einer Lega­li­sie­rung frei­en Musik­tauschs im Weg?

Apro­pos: Bald lau­fen wie­der über­all Weih­nachts­lie­der, hier jedoch beginnt die Woche mit gänz­lich ungräss­li­chen Melodien.

Lybi­ca – Pala­ti­al (OFFICIAL VIDEO)

Guten Mor­gen.

Persönliches
Die­se Autismus-Sache

„Sag mal“, frag­te eine anson­sten lie­be Freun­din mich vor ein paar Mona­ten, da ihr eine mei­ner Ein­las­sun­gen im wäh­rend­des­sen geführ­ten Gespräch anschei­nend miss­fal­len hat­te, „bist du eigent­lich Autist?“. Die Fra­ge traf mich unvor­be­rei­tet, denn für so typisch auti­stisch hat­te ich mei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on mit ihr gar nicht gehalten.

Ja, ant­wor­te­te ich dar­um, das sei ich.

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NetzfundstückeIn den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 9. Novem­ber 2022

Eine heu­ti­ge Tagung im Schloss Bel­le­vue hieß uniro­nisch „Wie erin­nern wir den 9. Novem­ber?“, fehlt nur noch „in 1938“, stil­echt mit Trot­tel­prä­po­si­ti­on. Unbe­ant­wor­tet bleibt die Fra­ge: An was denn?


Der Haus­be­set­zer des­sel­ben Schlos­ses hat kurz ver­ges­sen, dass er in der SPD ist, und denkt offen über die Über­win­dung des Systems nach: „Um mehr Enga­ge­ment für Demo­kra­tie zu schaf­fen, hat Bun­des­prä­si­dent Stein­mei­er erneut für die Ein­füh­rung von [kom­mu­ni­sti­schen, A.d.V.] Bür­ger­rä­ten plä­diert“, noch zwei bis drei Amts­zei­ten bis zur Revo­lu­ti­on, schät­ze ich.


Nie­mals Arti­kel schrei­ben, wenn man hung­rig ist:

Hacker neh­men aktu­el­le Ereig­nis­se und nut­zen SMS, um sich von den Äng­sten und Wün­schen der Ver­brau­cher für die Zukunft zu ernähren.

Guten Appe­tit!


Selt­sa­mes Geden­ken an die Reichs­po­grom­nacht: KFC will wie­der was gril­len.


„Mastodon ist ein blö­der Name, des­we­gen wird es nie erfolg­reich sein“ ist auch ein schö­ner Satz von Men­schen, die bei Face­book sind.


Toll: Man kann sich jetzt beim Com­pu­ter­spie­len auch in echt umbrin­gen las­sen. Das moti­vie­re dazu, bes­ser zu wer­den, argu­men­tiert sinn­ge­mäß der Bast­ler hin­ter dem desi­gnier­ten Pro­dukt. Dem möch­te ich zumin­dest nicht inhalt­lich wider­spre­chen – ich habe zu viel Angst.

MontagsmusikIn den Nachrichten
The Baboon Show – You Got a Pro­blem Without Kno­wing It // Kei­ne Rat­ten, kei­ne Prügel.

Soon...Es ist Mon­tag. Beim bescheu­er­ten Mastodon tau­schen sie schon wie­der Blockier­li­sten aus, die „taz“ emp­fiehlt als Twit­te­r­al­ter­na­ti­ve sicher­heits­hal­ber die Knei­pe an der Ecke. Jetzt möch­te ich da nicht mehr hin­ge­hen. Alles machen sie einem kaputt.

2021 stieg der Anteil an Frau­en unter den getö­te­ten Jour­na­li­sten auf 11 Pro­zent, womit nur noch 89 Pro­zent der getö­te­ten Jour­na­li­sten Män­ner waren. Die Ver­ein­ten Natio­nen fin­den das nicht gut und bit­ten dar­um, künf­tig bit­te weni­ger Frau­en umzu­brin­gen. Mein Gegen­vor­schlag wäre es ja, all­ge­mein weni­ger Men­schen umzu­brin­gen, aber das ist bestimmt nur mei­ner toxi­schen Männ­lich­keit geschul­det. Mei­nen Rund­funk­ge­büh­ren tut es unter­des­sen leid, Men­schen als „Rat­ten“ bezeich­net zu haben, die man „in ihre Löcher zurück­prü­geln“ möge. Kann ja mal pas­sie­ren. Hup­si. Öfter mal die Fres­se zu hal­ten ist eine ver­lo­ren geglaub­te Kunst­form. Ich ken­ne das, ich hal­te mei­ne Fres­se ja auch zu selten.

Iro­nie ist, wenn eine „Sicher­heits­soft­ware“ Sicher­heits­lücken hat. Die Betrof­fe­nen könn­ten dar­aus etwas ler­nen, wol­len aber nicht. Scha­de. Gute Nach­rich­ten unter­des­sen vom Fuß­ball: Wenn wäh­rend der Fuß­ball-WM eine Frau ver­ge­wal­tigt wird, kriegt sie dafür kei­ne Anzei­ge von der Poli­zei. Die Welt zu Gast bei Freun­den, nur eben nicht bei den eige­nen. – Ver­ste­he ich auch nicht: Men­schen beschwe­ren sich über „Ablei­smus im All­tag“, wol­len dann aber unbe­dingt tele­fo­nie­ren. Kön­nen die sich mal entscheiden?

Ein loka­ler Super­markt ver­kauft wie­der „Zip­fel­men­schen“. Ach so, also wenn ich mich so nen­ne, ist das also nicht erwach­sen, ja? – Wenig­stens der Mars-Kon­zern hört auf die Wün­sche sei­ner Kun­den und schmeißt (lei­der nur in Groß­bri­tan­ni­en) das ekli­ge Boun­ty-Zeug aus sei­nen Scho­ko­la­den­mi­schun­gen. Ich leh­ne Kokos­ge­schmack in Scho­ko­la­de grund­sätz­lich ab. Erwä­ge das als Wahl­pro­gramm auszuprobieren.

Das Inter­net ist eine ern­ste Ange­le­gen­heit, weiß das Inter­net. Guckt mal, ein Cur­sor! Sicher­heits­hal­ber soll­te man das Inter­net aus­drucken, lässt eine Kom­mu­nal­ver­wal­tung wis­sen, falls mal der Strom aus­fällt und man aber drin­gend was nach­le­sen muss. Aller­dings geht das nur im Som­mer, sonst ist es zu dun­kel, um die Aus­drucke über­haupt zu sehen.

Macht hin­ge­gen auch ohne Licht Spaß: Musik.

The Baboon Show – You Got a Pro­blem Without Kno­wing It

Guten Mor­gen.

PolitikNetzfundstücke
EU auf Snowdensuche

Nach dem schlim­men Vor­fall von 2014, der im Wesent­li­chen dar­in bestand, dass der EU-Innen­aus­schuss Edward Snow­den poli­ti­sches Asyl in der EU ver­wehr­te, gibt es doch noch gute Neu­ig­kei­ten: Die EU-Kom­mis­si­on stellt end­lich ein eige­nes Web­por­tal bereit, über das man sich als Geheim­nis­ver­rä­ter („Whist­leb­lower“) betä­ti­gen kann. Sie bewirbt es sogar beim unto­ten Mastod- oh:

Ken­nen Sie jeman­den, der die EU-Sank­tio­nen gegen Russ­land oder Bela­rus umgeht?

Wir haben ein Online­werk­zeug ein­ge­rich­tet, mit dem Whist­leb­lower uns kon­tak­tie­ren und Ver­stö­ße gegen EU-Sank­tio­nen mel­den können.

Erstat­ten Sie anonym Bericht 👉 eusanctions.integrityline.com

(Übel­set­zung von mir.)

Mein Feh­ler – Snow­dens Mut rich­te­te sich ja gegen die Guten. Das kann die EU selbst­ver­ständ­lich nicht unterstützen.

War­um genau ist Deutsch­land da noch mal drin?