Es ist Montag. Das kurze Gedächtnis der Wähler hat - wie so oft - die Wahl gewonnen und zwar vor Schwarz-Grün, keineswegs aber vor der SPD, die es ihren „Wählern“ in Berlin und anderswo gleichwohl wieder schwer gemacht hat, bewahrt. Der Linksrutsch findet, da die Linke anstelle von Susanne Hennig-Wellsow, bisher vor allem mit von ausbleibendem Talent geprägte Aussagen und sonst mit dem Schmeißen von Pflanzen aufgefallen, lieber Sahra Wagenknecht, die ungefähr einzige Linke, die den Sinn der Partei Die Linke - alle, alle Menschen - völlig richtig verstanden hat, öfter mal das Mikrofon abdreht, offenbar bevorzugt außerparlamentarisch statt. Mit einer mitregierenden FDP, die sich jetzt kaum noch vermeiden lässt, wozu ich eine Meinung habe, die ich hier nicht äußern werde (Wahlempfehlungen gebe ich auch weiterhin nicht öffentlich ab, ich bin doch nicht der WDR), dürfte die Opposition damit aus CDU/CSU und AfD bestehen. Hihi - die werden zusammenarbeiten müssen!
Die Klimafront hatte allerdings ihr Bestes gegeben, selbst die ehemalige „Piratenpartei“ hat ohne Rückhalt der Basis (warum auch?) zum Hüpfen aufgerufen. Es ist auch schwierig zu begreifen, was man mit einer „Technikpartei“ anfangen soll, die ihre Gründer und Stammwähler, mithin jede Kernkompetenz, zu Linken und FDP getrieben hat. Das ist durch, das kann weg. Könnte man durch eine Pandabärenpartei ersetzen. Pandabären sind pelzig und fahren nicht so viel Diesel. - Zum Glück wird 2021 nicht so lang.
Kurzes aus der Technik: Etwa zehn Prozent der (getesteten) Websites, berichtet „Golem.de“ (will nicht direkt verlinkt werden, selber schuld), verstoßen mit ihren dämlichen Cookiebannern gegen das Telemediengesetz und/oder die DSGVO; im zugehörigen Forum wird angemerkt, dass dazu wohl auch „Golem.de“ zähle. Ich wiederhole mich ja beinahe ungern, aber es gibt nun mal keine Pflicht dazu, ein kostenloses „Angebot“ im Web bereitzustellen. Wer sich das Pflegen einer Website nicht leisten kann, der möge sie depublizieren und fortan weniger stören.
Am Wochenende versehentlich (weil spontanst) live gesehen: Atomic Peat (als Vorband von Skraeckoedlan, die ich ebenso wenig kannte). Gar nicht mal so schlecht, wenn auch scheiße gemischt. Naja, Hannover halt. Eigentlich wollte ich diese Gelegenheit nutzen, um hier einen „Ampel/Ampl.“-Witz zu reißen, aber das wäre nicht disruptiv genug. Ich mag Disruption.
Guten Morgen.












