NetzfundstückePolitik
Klimafranzosen // Kolonialvergessenheit

Ausnahmsweise mal gut informiert ein ZDF-Korrespondent:

Das EU-Parlament, das den Klimanotstand ausrief…
– reist heute mit Tausenden Abgeordneten und Mitarbeitern von Straßburg nach Brüssel zurück
– lässt jeden Monat 120 Limousinen (teils leer) hin- und herfahren
– produziert 110 Mio € Reisekosten und bis 20.000 Tonnen CO2 jährlich

Frankreich – Inhaber Straßburgs – findet das gut, ich wiederum finde abermals den weiteren Verbleib in der Europäischen Union überdenkenswert.


Gewohnt schlecht informiert ist der ehemalige Außenminister der noch ehemaligeren SPD, die zwar an 1945 immerfort zu denken vorgibt, aber bereits die schiere Existenz des Reichskolonialamtes bis 1943 ebenso einfach wegtwittert wie die Treibmittel hinter den SPD-Waffenexporten in Kriegsgebiete, nämlich Waffen & Geld:

Wir haben stärkeres als Waffen & Geld: Legitimität! Wir waren nicht am Libyen-Krieg beteiligt u. nie Kolonialstaat.

Wer hat Sigmar Gabriel eigentlich legitimiert?

In den NachrichtenPolitik
Iwan des Tages: Wie gut lügt der Wissenschaftliche Dienst?

Nach den qualitätsmedialjournalistisch wertvollen Erkenntnissen von Carsten Luther („ZEIT“)

[Die] Mitstreiter des Bellingcat-Recherchenetzwerks haben viel geleistet, um russische Propaganda und Falschinformationen zu entlarven. Wie gut lügt der Kreml?

… und Christian Weisflog („NZZ“)

Dass auch Soldaten der regulären russischen Armee in der Ostukraine kämpfen, ist längst kein Geheimnis mehr.

… lässt sich aus der Stellungnahme der Wissenschaftlichen Dienste

Ein Sachstand der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags zur „russischen Einflussnahme im Donbass-Krieg“, der am 9. Dezember vorgelegt wurde, hat bislang wenig Beachtung gefunden. Das mag auch dem Umstand geschuldet sein, dass seine Erkenntnisse nicht nur die Politik der EU und der Nato nicht stützen, sondern auch medienkritisch sind. (…) Auffällig ist zwar, dass der Dienst ausschließlich Medien wie Spiegel, Zeit oder Deutschlandfunk oder die Stiftung Wissenbschaft und Politik (SWP) oder die International Crisis Group zitiert, die auch von der russischen Truppenpräsenz oder von einer russischen Militäroperation in der Ostukraine am Beginn des bewaffneten Konflikts gesprochen haben. Aber er kommt dann doch zu dem Schluss, (…) dass nichts wirklich belegt ist, sondern es sich weitgehend um Spekulationen handelt[.]

… wohl nur eines folgern: Der Russe finanziert Separatisten in den Wissenschaftlichen Diensten, um mit Meinungsrobotern und bezahlten Trollen die Integrität der Presse zu Fall zu bringen. Verdammter Putin!

In den NachrichtenPolitik
Kurz angemerkt zur Klarnamenpflicht

Das wesentliche Problem des Vorstoßes Wolfgang Schäubles, Bundestagspräsident dieses von einer digital inkompetenten Bundesregierung gebeutelten Landes, man möge auf Anregung der Bundesjustizministerin (SPD, natürlich) stärker gegen „Hass im Netz“ vorgehen, indem künftig jeder – auch diejenigen, die eher als Opfer ausgesucht werden dürften – dazu verpflichtet werden soll, Essensfotos, öden Popmüll und/oder Hitlerbildchen nur noch nach Angabe ladungsfähiger Anschrift des bürgerlichen Namens in „soziale Netzwerke“ reinspeien zu dürfen, wird dem geneigten Beobachter bereits in dem Moment klar, in dem er sich des Umstandes bewusst wird, dass Wolfgang Schäuble bisher noch jede seiner das freie Miteinander der Bürger behindernden Beglückungsideen unter seinem echten Namen in Politik und Medien eingebracht hat, ohne jemals auch nur die geringste juristisch verhängte Strafe dafür zu erhalten oder gar antreten zu müssen, was hinreichend ausführlich dokumentieren sollte, dass kein einziges entferntes Feld zur freien Namenseingabe einen Schurken jemals daran hindern kann, Schurkereien zu betreiben.

In den NachrichtenMontagsmusik
Tortoise – TNT (live)

Besser als Teeei: Teeeule.Es ist Montag. Manche EDV-Entwicklungen sind dermaßen bedrückend, da gibt sogar Fefe auf. Wenn die Cloud das kleinste Übel wird, kann man den Laden eigentlich nur noch abreißen und Bäume drauf pflanzen. So beginnt man eine Woche doch gern!

Apropos Internet: Gwyneth Paltrow verscherbelt neuerdings eine Kerze, die nach ihrer Vagina riecht. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, aber bin davon überzeugt, dass ich jedes weitere Angebot, in die Nähe von Gwyneth Paltrows Vagina zu geraten, lieber ausschlagen sollte. Die Kerze sei im Übrigen ausverkauft, behauptet das Internet. Kann ich die Zeit vor der Digitalisierung noch mal sehen?

Schlechte Nachrichten für die paneuropäische Piratenpartei, in deren Bundesvorstand seit einer Weile auch eine Vertreterin von Extinction Rebellion herumtollen darf: In Großbritannien wird Extinction Rebellion jetzt als Terrororganisation eingestuft. Ich finde das gut, bedaure aber ein wenig, dass ich eine schärfere Terrorgesetzgebung mit Überwachung und so weiter nach wie vor für eine ausgesprochen beknackte Idee halte. Die außergewöhnlich bekloppte Entgeldungs-SPD hat derweil vor Gericht verloren: Pfandflaschensammeln wird nicht mehr auf Hartz IV angerechnet. Man müsse Sozialismus nur mal richtig machen, kolportiert der linke Flügel der SPD. Meinten sie das damit?

Kurze Durchsage vom Deutschlandfunk: Computerspiele unterdrücken Frauen, weil diese in ihnen oft als sexy dargestellt und objektifiziert werden und nahezu niemals eine Hauptrolle in einem Spiel bekommen. Der „feministische Aktivist und Autor“ Jens van Tricht, der, wäre er stattdessen Männerrechtler, vermutlich einen „Incel“ -- also jemanden, der nicht rangelassen wird -- gescholten würde, stimmt ein: „Patriarchalische Vorstellungen“ in Computerspielen seien „die Ursache für (…) politische Probleme -- bis hin zu Armut, Gewalt und Kriegen“. Wir hätten den 2. Weltkrieg also ganz einfach verhindern können, indem wir rechtzeitig aufreizende Frauenfiguren in Computerspielen verboten hätten. Verdammt!

Verhindern wir weitere Eskalationen also stattdessen mit dem, was am besten beruhigt: Musik.

Tortoise | TNT Full Set | Midwinter 2019

Guten Morgen.

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: Mirrors For Psychic Warfare

Mirrors For Psychic WarfareLange nichts mehr über Musik geschrieben.

2016 veröffentlichte Scott Kelly (unter anderem als Mitglied von Neurosis bekannt) zusammen mit Sanford Parker (mir bisher gar nicht bekannt) eines von bisher zwei Alben unter dem Duoprojektnamen Mirrors For Psychic Warfare, nämlich das un- bzw. eigenbenannte Debütalbum (Amazon.de, Bandcamp, TIDAL). Als Teil dieses Duos macht er mal was anderes, nämlich Musik spielen, die zwischen Postpunk, Industrial, Noise und Ambient den vermutlich idealen Mittelpunkt gefunden hat: Mal laut klagend („CNN WTZ“), meist beschwörend repetitiv („A Thorn To See“) klingt unbestimmtes Unheil an, begleitet vor allem von stets zugegenem Schlagzeug und einem hochgeregelt verzerrten Gitarren-sound. Auf der Bandcampseite steht „Folk“ in den tags. Das Volk möchte ich sehen!

„Nicht zu morbide“ sei das Album, befand das Internet, die Stimmung aber sei „bedrückend“. Dem schließe ich mich an: Fröhliche Hüpfpopmusik ist das hier wahrlich nicht. Aber gefällig ist es schon, doch.

Den Nachfolger gibt es hier.

In den NachrichtenWirtschaft
Brüsseler Prioritäten

Der baldige EU-Austritt der Vereinigten Königreichs zwingt die Europäische Union zu schnellem Handeln: Wirtschaftlich geht das britische Volk ein hohes Risiko ein. Wie Presseagenturen berichten, wird sich die Europäische Union daher in den ersten Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich auf den wichtigsten Punkt konzentrieren: Auf ein Handelsabk- gemeinsame Überwachung des Volkes.

Den Aufbau neuer Strukturen der Zusammenarbeit und die künftige Partnerschaft im Kampf gegen Verbrechen und Terrorismus nannte [EU-Unterhändler] Barnier als Punkt eins und zwei, ein Handelsabkommen als dritten Punkt.

Wenn sie kein Brot haben, sollen sie halt Staatstrojaner essen.

Netzfundstücke
Lustige Berufe (5)

Heute: Staatlich geprüfter Influencer.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung möchte angehende Medienaktivisten und Influencer in spe einladen, um die Ergebnisse der Studie «Von linken Influencern lernen» mit den Autoren Daniel Marwecki und Marius Liedtke zu diskutieren und passende Weiterbildungsangebote zu entwickeln.

(Zitat automatisch entsternt)

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung wird von mehreren Ministerien finanziell unterstützt – womit wieder einmal gilt: Mit der richtigen Ausbildung kann man in Deutschland alles werden! 8)

In den NachrichtenWirtschaft
Manöverkritik: Fahrscheinfreie Rüpeleien

Im Prinzip wäre zu der Nachricht, dass ein paar Fahrscheinignoranten natürlich in Berlin angeblich drei -kontrolleure angegriffen haben, weil diese es gewagt haben, ihrer natürlich schlecht bezahlten Arbeit nachzugehen, mit einem Wort alles gesagt:

Deshalb gelte diese Parole: „Helft euch gegenseitig den Kontrollettis zu entkommen! Für den Nahverkehr muss mensch nicht bezahlen.“

Doch.

Aber weil hinter dieser Nachricht viel mehr Inhalt steckt, möchte auch ich mich ausnahmsweise zu mehr Inhalt hinreißen lassen.

Dass weder Dienstleistungsangestellte noch -erschleicher aufgrund einer Meinungsverschiedenheit bezüglich der anfallenden Kosten verdroschen werden sollten, bedarf auf dieser Seite keiner weiteren Erläuterung. Die Leser des „linksextremistischen Internetportals“ („Tagesspiegel“) „Indymedia“, wie auch immer man sich ein „linksextremistisches Internetportal“ vorzustellen hat, sind selten auch Leser des meinen. Ein entscheidender Fehler zieht sich aber bereits seit mindestens 2013 durch die Berichterstattung: Ein kostenloser Nahverkehr wird von kaum jemandem angestrebt, denn Kosten fallen immer an. Ein fahrscheinfreier Nahverkehr hingegen, also einer, dessen anfallende Kosten von den Passagieren anders als über den Kauf von Fahrscheinen gedeckt werden, etwa über Steuern, könnte gesellschaftlich wie auch wirtschaftlich für beide Seiten enorme Vorteile bieten.

In den Kommentaren zu einer anderen Nachricht zum Thema, die ich leider gerade nicht wiederfinde, wird zu Recht darauf hingewiesen, dass andere Länder statt der Fahrscheinkontrollen Absperrungen an ihren Bahnstationen hätten, durch die man nur mit einer gültigen Fahrkarte gehen könne. In London gibt es allerdings sowohl solche Absperrungen als auch Kontrollen; offenbar wird der Wirkung der Absperrungen selbst nicht getraut. Die Absperrungen würden aber, argumentierte man, dazu führen, dass in Deutschland mit ihnen endlich so etwas wie die herrliche Oyster Card der herrlichen Stadt London möglich würde. Diese card ist eine Art Prepaidkarte, die man anonym kaufen und bar aufladen, anschließend einfach überall im städtischen Nahverkehr abfahren kann. Obwohl mir die Kosten für die Umrüstung der bisherigen Fahrscheinautomaten ebenso nicht ganz klar sind wie alle weiteren Kosten und ich daher fast so unqualifiziert zu einer vernünftigen Einschätzung wie das „linksextremistische Internetportal“ bin, finde ich diese Idee doch nicht uninteressant: Das Verkehrsunternehmen bekommt trotzdem sein Geld, jetzt eben nur im Voraus – und das zeitintensive Kaufen von Fahrkarten entfällt ebenso wie die Notwendigkeit zur Kontrolle, weil das Entgelt beim Verlassen des Zielbahnsteigs sowieso automatisch entrichtet werden muss.

In Deutschland existiert so etwas – leider noch mit Zwang zur Offenlegung einer Bankverbindung – bisher nur in Form der „Flexikarte“ in Schweinfurt, von der nicht bekannt ist, ob sie die Buswirtschaft der Stadt bereits zum Erliegen gebracht hat. Ist das nicht der Fall, so spricht eigentlich nichts dagegen, dieses Konzept deutschlandweit einzuführen.

Eigentlich.


Hihi: „Dieselbe Bundesregierung, die vor wenigen Tagen brav die Klappe gehalten hatte, als die USA ein iranisches Regierungsmitglied mit einem Luftschlag ermordete, hat nun den Gegenangriff Irans aufs Schärfste verurteilt.“

In den NachrichtenPolitik
„Das ist alles nur Kunst, eo, eo.“

Ist das Diebstahl oder kann das weg?:

Politaktivisten haben aus zahlreichen Kirchen bundesweit zwei der drei Heiligen Könige aus den dortigen Weihnachtskrippen entfernt. (…) Die Gruppe, die sich als Künstlerkollektiv „Ausgegrenzt“ bezeichnet, will damit nach eigenen Angaben auf die gravierende humanitäre Notlage in den Flüchtlingslagern an den europäischen Außengrenzen aufmerksam machen.

Das ist eine geradezu vorbildliche Aktion, die hoffentlich Schule macht. Ich empfehle die Gründung eines Künstlerkollektivs namens „Lächeln und Winken“, das in Frankreich die – oder wenigstens eine – „Mona Lisa“ entfernt, um damit auf die französische Sicherheitspolitik aufmerksam zu machen, die wirklich nicht zum Lächeln ist. Anschließend rege ich an, ein paar Mercedessterne und/oder Außenspiegel von den Autos von WDR-Mitarbeitern zu entfernen, um damit gegen diese Art von Berichterstattung zu protestieren. Man kann sie ja danach wieder zurückgeben.

Das wäre sicherlich etwas für das Föjetong – ist ja dann Kunst.

In den NachrichtenMontagsmusik
Collapse Under The Empire – Beyond Us // Gesichtserkennung für die Bahn!

>:(Es ist Montag. Die USA haben im Irak einen Terroranschlag verübt. Wo bleiben die Gratiskonzerte? Andererseits: Die spielen da eh nur Schund. Das hat das Jahr 2020 nicht verdient. Bis jetzt. Die „Neue Zürcher Zeitung“ fand unterdessen heraus, das olle Gebalze via Tinder mache müde. Ich empfehle auf müde Menschen zu achten. Man kann sie mit dieser Information künftig sicherlich trefflich necken.

Ein bisschen Politik zum Runterkommen: Unter anderem an 135 Bahnhöfen soll, wie man auf „SPIEGEL ONLINE“ (will nicht verlinkt werden) lesen kann, bald die Bundespolizei automatische Gesichtserkennung ausüben dürfen. Ich begrüße diese Entscheidung, möchte nur die Verantwortung woanders hinschieben: Auf den (etwas besseren) BahnCards muss ohnehin ein Foto des Besitzers drauf sein, weil isso. Könnte man das nicht mit einer Sitzplatzreservierung verbinden, so dass das System automatisch wahrnimmt, dass der Reservierthabende da sitzt, wo er sitzen wollte, und für den Rest der Fahrt in Ruhe gelassen wird? Das würde auch das Problem lösen, dass BahnCard-100-Kunden vom „Komfort-Check-In“ (allein das Wort schon!) ausgeschlossen bleiben. Bei der Bundespolizei allerdings hat ein solches System nichts zu suchen. Bahnkunden, die ihren Zug blöderweise verpasst haben und/oder feststellen, dass er zu spät kommt und/oder ganz ausfällt, werden der Gesichtserkennung andernfalls vermutlich als aggressiv und gefährlich erscheinen. Das wär’s ja noch: Erst kriegt man aufgrund ungewöhnlich normaler Temperaturen seinen Zug nicht, kann daher einen womöglich wichtigen Termin nicht wahrnehmen und wird dann auch noch sicherheitshalber elektrogeschockt, weil man darüber an einem öffentlichen Ort missmutig reagiert hat. Danke, Merk Seehofer!

Wenigstens in Berlin ist bald alles in bester Ordnung: Man möchte mit der Kriminalität endlich kurzen Prozess machen und mehr Falschparker bestrafen. Soll ja keiner sagen, dort würde gegen die Organisierten nichts unternommen! -- Apropos kriminell: An der Cambridge-Analytica-Sache, berichtete der „Guardian“, seien 68 Staaten beteiligt. Insgesamt kann man also getrost davon ausgehen, dass demnächst der Fall für die Medien abgeschlossen sein wird: Es war (auch) der Russe!

Keineswegs der Russe, sondern der Hamburger war aber diesmal der mit der Musik.

Collapse Under The Empire - Beyond Us

Guten Morgen.

In den NachrichtenPolitik
SPD: Die kiffen doch!

Die SPD-„Spitze“ fordere, schreibt das „Neue Deutschland“, die Legalisierung des Cannabiskonsums. Jemand sollte diese SPD unbedingt mal in Regierungsverantwortung setzen. Sie sprüht ja geradezu vor frischen Ideen!

In den NachrichtenPolitik
Medienkritik in Kürze: Papierne Aufmuskelung

Angesichts der Vorkommnisse in Leipzig-Connewitz an Silvester, im Verlauf derer irgendwelche Krawallheinis irgendwelchen Polizisten wegen deren gewählten Berufs Schaden zugefügt haben, dröhnte Jan Feddersen mit mindestens einem Neologismus in die „taz“ rein:

Schon vor dem Jahreswechsel hatten beide Seiten aufgemuskelt.

Denn während die eine Seite mit Aggression um sich warf wie Schimpansen mit ihrem Kot …

Bereits am Sonntag brannten auf einem Leipziger Polizeigelände mehrere Autos und ein Stromverteilerkasten. In einem Bekennerschreiben heißt es, die „Schweine“ hätten zu Silvester eine Falle für Autonome vorbereitet. „Daher haben wir Silvester ein paar Tage vorverlegt.“

…, tat die andere Seite Ungeheuerliches:

Die Polizei wiederum verteilte schon vor der Silvesternacht Flugblätter in Connewitz, in denen sie einen „Polizeieinsatz zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit“ ankündigte. Am Abend dann kreiste sie mit einem Hubschrauber über dem Stadtteil und führte laut Augenzeugen verdachtsunabhängige Kontrollen durch. Am Ende stand die erwartete Eskalation.

Nicht nur gab es unprovozierte Personenkontrollen in diesem offenbar völlig friedlichen Gebiet – es wurden auch Flugblätter verteilt. Aus Papier! Wofür Bäume ihr Leben lassen mussten! Und das in unserer klimafreundlichen Zeit!

Jetzt gehen diese Schweine echt zu weit. :mad:

Netzfundstücke
Religion (abschließend)

Landgericht Aschaffenburg, 21. April 1978:

Bei den Angeklagten, die sämtlich fest an eine personale Existenz des Teufels glaubten, konstatiert das Gericht eine erhebliche Verminderung ihrer Einsichtsfähigkeit i.S.v. § 21 StGB.

§ 21 StGB:

Ist die Fähigkeit des Täters, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln, aus einem der in § 20 bezeichneten Gründe bei Begehung der Tat erheblich vermindert, so kann die Strafe (…) gemildert werden.

§ 20 StGB:

Ohne Schuld handelt, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewußtseinsstörung oder wegen Schwachsinns oder einer schweren anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.

Man lasse daher Vorsicht im Umgang mit bekennenden Christen walten: Es könnte sich um juristisch Schwachsinnige handeln.

In den Nachrichten
Affenland ist abgebrannt

Im Zuge der Neujahrsfeierlichkeiten, während derer eine noch immer zu kleine Zahl an Überflüssigen sich und/oder anderen eine noch immer zu kleine Zahl an Gliedmaßen abraketete, erfolgte auch ein ganz blöder Zufall, als infolge dümmlichen Geböllers zwar ein paar Affen Feuer fingen, aber leider die falschen:

Tödliches Feuer-Drama an Silvester im Krefelder Zoo: Das Affenhaus ist in der Nacht komplett abgebrannt.

Wie es sich für ein Qualitätsmedium gehört, das einen Bericht über umgebrachte Tiere als „tödliches Drama“ einleitet, wurde die Ursache auch professionell recherchiert: Ein paar Vollpaviane warfen Raketen aufs Gelände. Das wäre nicht so schlimm gewesen, wären es wenigstens die guten Raketen von Aldi gewesen, befand der Journalist – aber man warf anderes:

Und zwar nicht gewöhnliche Raketen, sondern so genannte Himmelslaternen. Die sind in Deutschland in allen Bundesländern außer in Mecklenburg-Vorpommern verboten!

Man achte daher beim Benutzen von Sprengkörpern nahe sterbfähiger Lebewesen darauf, dass man sich in Mecklenburg-Vorpommern aufhält oder die Sprengkörper dort kaufte, wo das gesetzeskonforme Abbrennen wenigstens zugesagt worden war.

Einige Affen, heißt es, blieben verschont. Da der Krefelder Zoo allerdings ohnehin seit längerer Zeit um Spenden für eine Fortpflanzungsanlage für Schimpansen bittet, glimmt der Funke einer Hoffnung, es werde Ende 2020 eine erneute Chance für das Karma geben, Affen zu entflammen.

Nächstes Mal hoffentlich die richtigen.


Die Stadt Lübeck führe, las ich, den Genderdoppelpunkt ein. Ich als progressiver junger Mensch möchte da nicht hintanstehen und führe künftig das Gendermittelfingeremoji ein.