In den NachrichtenPolitik
Wochentagsbronx Berlin

Wie geht es eigentlich der rot-rot-grünen Modellstadt Berlin? Nun, ungefähr so:

Für das kommende Wochenende hat die Berliner Bundespolizei ein Verbot zum Mitführen von gefährlichen Werkzeugen (…) an verschiedenen Bahnhöfen erlassen (…). Auf Grund der Zunahme der Gewaltintensität hat die Bundespolizeidirektion Berlin eine Ordnungsverfügung erlassen und weist in diesem Zusammenhang auf das Verbot des Mitführens von gefährlichen Werkzeugen (Messer jeglicher Art, Reizgas, Schlaggegenstände usw.) hin.

Unklar ist, ob ein Schraubenzieher nun als Schlaggegenstand oder allgemein als gefährliches Werkzeug gilt. Dauert aber auch nicht lange: Ab Montag dürfen an Berliner Bahnhöfen wieder nach Herzenslust Klappmesser und Baseballschläger benutzt werden. Das ist ja noch kein Zeichen von Gewaltgeneigtheit, vielleicht ist man ja auch einfach nur ein Hobbysportler, der sich unterwegs gern mal ein Brötchen schmiert.

In den NachrichtenMontagsmusik
Aesthesys – Decipimur Specie Recti // Sportnichtnachrichten.

Fußball (Symboleule)Es ist Montag. Kamele sind keine Haustiere. So traurig beginnt eine Woche nur selten. Was wollen die da oben wohl noch alles verbieten – etwa Hauspandas?

Wenigstens führte das vielleicht zu angemessener Aufmerksamkeit. Dieselbe wird, wirft man einen Blick in die Medien, momentan nur irgendwelchem Sportkram zuteil, als passierte auf der Welt sonst gerade nichts von Belang, als würde in keinem Krieg gemordet, als sei die Bundesregierung im Urlaub und die der EU sowieso. Dabei ist es offensichtlich völlig egal, wie gut gespielt wird; ein 0:1 gegen irgendeine Quatschmannschaft wird da schon mal als „historische Niederlage“ (Aylin Güler) bezeichnet. Dabei lädt doch der Umstand, dass Deutschland in Russland verliert, zu viel lustigeren Vergleichen ein! Aber das ist Sport-„Journalismus“, da wird nicht viel gescherzt. „Thomas Müller fand offensiv nicht wie gewohnt statt“ bildunterschrieb ein Unmensch auf „WELT ONLINE“ ein Foto von einem Wasser trinkenden Fußballer, auf „FAZ.net“, einer ehemaligen Nachrichtenseite, die 2018 für die von ihr „kuratierten Tweets“ über denselben Quatsch wirbt, heißt es gleichzeitig, hinter dem Torwart „standen einige Fragezeichen“. Man empfindet an dieser Stelle großes Unbehagen und würde auch lieber nicht stattfinden, bis der Unsinn vorbei ist. Einzig Christian Spiller von „ZEIT ONLINE“ fand die richtigen Worte („Selbstgefällig, behäbig und fast ein wenig dumm“), meinte damit aber augenscheinlich leider irgendwelche überbezahlten Sportkasper und nicht etwa die Journaille. In Mexiko-Stadt gab es zum Tor ein Erdbeben. Ich hätte lieber Erdbeeren gehabt.

Von der Fraktion aus CDU und CSU ist allerdings zumindest kurzfristig nicht viel Unheil zu erwarten, denn ein „erbitterter Streit“ („WELT ONLINE“) über die Dublin-III-Verordnung und ihre Folgen ist, glaubt man den Medien, derzeit ihre größte Sorge und damit im Fokus der Medien. Wer braucht Politik, wenn er stattdessen auch solchen Firlefanz haben kann?

Was ein Montag auf jeden Fall braucht, ist zumindest keine Politik, sondern Musik. Zum Beispiel diese:

Aesthesys – Decipimur Specie Recti (Live)

Guten Morgen.

In den NachrichtenPolitik
Liegengebliebenes vom 16. Juni 2018

Twittervorstand soll sich entschuldigen, weil er im Monat des Schwulenstolzes im falschen Lokal gegessen hat. :wallbash:


Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bereits 100 Atombomben sehr tödlich sein können, und raten daher von dem Besitz derart vieler Atombomben ab.


Als hätte nicht vor Jahrzehnten ihr bis dato einflussreichster Turnschuhträger den Bundestagspräsidenten ein Arschloch genannt und damit den Ruf der Partei in einschlägigen Kreisen sichtlich gemehrt, weiß die Vizepräsidentin des aktuellen Bundestags, Claudia Roth (Grüne), was sich gehört und was nicht: Dass ein Rechter aufzeigt, dass ein Teil ihrer Karriere vermutlich auch von korrupten Freunden gefördert wurde, möchte sie nicht hinnehmen und verlautbart

…, dass hier mit voller Absicht gegen die Geschäftsordnung und die im Bundestag üblichen Verfahren verstoßen wurde, um (…) die Würde des Bundestages zu beschädigen.

So eine Frechheit von der AfD.


Die „Tagesschau“, deren RSS-Feed kaputt ist, findet, viel mehr Leute sollten einen kaputten RSS-Feedleser („Feedly“) benutzen.


Im ehemaligen Fachmagazin „heise online“ wird freudig beschrieben, auf welche Weise man anlässlich der laufenden Weltmeisterschaft im Herrenfußball noch schneller jubeln könne, als sei Jubeln bereits ein Leistungssport und als sei Jubel überhaupt und unbedingt anzustreben. Dass noch während der interessanten Phase dieser Meisterschaft die elende Europäische Union, die zu meinem völligen Unverständnis noch immer nicht ihre fällige Auflösung beschlossen hat, schlimme Filter beschließen könnte, lässt derweil hoffen: Wenigstens im Fußballsommer kann niemand der Politik vorwerfen, sie sehe dem Weltgeschehen nur untätig zu. Toren, Toren allerorten.

In den NachrichtenMir wird geschlechtPolitik
Medienkritik in Kürze: Rammeln für den Feminismus.

Warum will die Berliner SPD eigentlich feministische Pornos fördern? Na, darum:

Mainstreamporn ist eine extreme Leistungs-Show, bei der alles als pervers oder Fetisch kategorisiert wird, was nicht heterosexuell ist.

Was daran liegen könnte, dass die Mehrheit der Konsumenten („der Mainstream“) nun mal heterosexuell ist und Pornografie in der Regel dem Ablassen aufgestauter Energie dienen soll; aber das ist selbstverständlich allein meine Meinung.

Wir lehnen Normen ab, wir wollen Vielfalt sehen. Verschiedene Sexualpraktiken und Kameraeinstellungen, die nicht nur genitalfixiert sind. Dass man die Veränderungen der Haut mal sieht, auch Gesichter von Männern. Dass Personen im Rollstuhl oder Bewegungseingeschränkte ganz selbstverständlich mal dabei sind und nicht als Krüppel-Sex sondiert werden.

Ich habe ja die Vermutung, dass Menschen, die gezielt nach Pornografie mit Rollstuhlfahrern suchen, damit durchaus vor allem einen Fetisch bedienen wollen und nicht etwa von Vielfalt sexuell erregt werden. Und wo bleibt eigentlich die Bedienung des Marktes für Pornos mit Einäugigen?

Immer mehr Leute beschweren sich über das ewig gleiche Gerammel.

:wallbash:

Gerade in den Schulbüchern ist immer noch von Fortpflanzung die Rede, die weibliche Sexualität ist extrem verkleinert und fehlerhaft dargestellt.

Denn männliche Sexualität ist immer und grundsätzlich darauf ausgerichtet, dass man alsbald unterhaltspflichtig werden möge. Wer hat denn bitte bloß Sex zum Spaß? Die von der Berliner SPD jedenfalls nicht!

Was mich, andererseits, ein bisschen beruhigt.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Schnellertollermeier – Rights

Schuhuuuuuuah!

Es ist Montag. Man sollte in Summe viel mehr verpandat und viel weniger verkatert sein. Hilft alles nichts. Kaffee, aber als Imperativ.

Apropos „hilft nichts“: Anke Domscheit-Berg, die ihr Leben lang noch nie einen ehrenwerten Beruf ausgeübt hat und die, nachdem sowohl die Grünen als auch die Piratenpartei ihrer überdrüssig geworden sind, derzeit für die heillos zerstrittenen „Linken“ meine Luft wegatmet, applaudierte am jüngst vergangenen Wochenende ihrer Parteivorsitzenden Katja Kipping, die eine Lohnobergrenze einführen wolle, damit man bei gleichbleibend schlechter Arbeit nicht mehr ganz so weit von relativem Reichtum entfernt sei. Dass man nämlich für mehr Verantwortung und mehr Arbeit auch mehr Geld bekomme, fördere Extremismus und immerhin habe sie BWL studiert, daher kenne sie sich unzweifelhaft aus mit Extremismus Wirtschaft. Offensichtlich steht es um die Bildung in Deutschland auch weiterhin nicht zum Besten.

Auch beim Historiensender ZDF weiß man, dass aus der Geschichte gelernt werden sollte: Deutsche Helden, twitterte er, trügen nicht etwa Trikot, sondern Uniform. Hoffentlich fliegt der Typ mit dem hässlichen Bart in der nächsten Staffel raus. Total unglaubwürdiger Charakter.

Charakterstark hingegen: Musik.

Schnellertollermeier RIGHTS Bad Bonn Kilbi 2017

Guten Morgen.

In den NachrichtenWirtschaft
… aber Zollkrieg geht in Ordnung.

Vertreter der Europäischen Union so:

Macron war als erster der Staats- und Regierungschefs nach Kanada gereist, um mit Premierminister Justin Trudeau zu beraten, wie mit Trump umgegangen werden soll. Beide kritisierten nach ihren Gesprächen [dessen] (A.d.V.) Verhängen von Importzöllen. „Man kann keinen Handelskrieg zwischen Freunden anzetteln“, sagte Macron.

Carfax so:

Die Tarife der Zollgebühren sind in der Europäischen Union einheitlich. (…)

  • 22 % auf Lastwagen (inklusive PickUps, wenn die Ladefläche 50 % des Achsenabstands überschreitet)
  • 10 % auf Passagierfahrzeuge (inklusive PickUps, wenn die Ladefläche weniger als 50 % des Achsenabstands entspricht)

Beim Geld hört die Freundschaft eben auf.

In den NachrichtenPolitik
Sperrklauselfantasie (2): Sozialmasochisten schießen Eigentor.

Eigentlich war das nicht ganz so ernst gemeint, aber jemand hat die Pointe nicht verstanden:

Auf Initiative von CDU, CSU und SPD hin einigten sich die EU-Staaten am Donnerstag in Brüssel auf die Einführung einer neuen Sperrklausel. Sie soll dafür sorgen, dass in Deutschland Parteien mit einem niedrigen einstelligen Wahlergebnis keinen Sitz im Europaparlament bekommen.

Warum die SPD sich selbst von der übernächsten Europawahl ausschließen möchte, weiß ich aber nicht.

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