In den Nachrichten
Tes­la reagiert auf Kundenwünsche

Pro­blem:

Mit 350PS (258kW) kann man mit einem Ben­zi­ner locker 290 km/h fahren.
War­um nicht mit einem Tesla?

Lösung:

Tes­la Auto­pi­lot: Neue Beta über­fährt Kin­der ungebremst

Schnel­ler, lau­ter, wei­ter. Mal sehen, wann die StVO das auto­no­me Fah­ren end­lich billigt.

Städ­te schrei­ben immer noch eine Min­dest­an­zahl an Park­plät­zen für neue Gebäu­de vor. War­um eigentlich?

In den Nachrichten
Die neu­en Wyld­wör­ter sind da!

Oje, oje:

Die Abstim­mung zum Jugend­wort des Jah­res 2022 ist live. Jedes Jahr prä­sen­tiert der Lan­gen­scheidt-Ver­lag zehn Begrif­fe, die beson­ders bei Jugend­li­chen beliebt sein sollen.

Merk­wür­di­ger­wei­se ist And­rout­so­pou­los trotz akti­ven Bestre­bens der Jugend nicht in der abschlie­ßen­den Top-10-Liste zu fin­den, wohl aber das aller­ju­gend­lich­ste Jugend­wort, das der Jugend jemals ent­fleucht ist:

Macher – jemand, der/die Din­ge umsetzt, ohne zu zögern

Ich hebe zumin­dest eine Augen­braue, um zu signa­li­sie­ren, dass ich es inter­es­sant fin­de, dass bis­her „Uhr – Gerät, das die Zeit anzeigt” nicht zur Aus­wahl steht. Benutzt „die Jugend” so was nicht mehr?

Ande­rer­seits:

wild/wyld – hef­tig, krass

Ein Wort aus dem All­tag, jugend­sprach­lich umge­deu­tet (ich ken­ne exakt eine ein­zi­ge Jugend­li­che, die uniro­nisch „wyld” in genau die­ser Schreib­wei­se benutzt, aber ich bin auch nicht reprä­sen­ta­tiv bzw. ver­mut­lich bin ich genau des­halb doch reprä­sen­ta­tiv), mit einem Wort aus der „beson­ders Jugend­spra­che” (Duden), näm­lich „krass”, zu über­set­zen ist immer­hin humo­ri­stisch wert­voll. Im „Macher” mei­ne ich aller­dings einen hef­ti­gen, kras­sen Ein­fluss der­je­ni­gen Erst­wäh­ler zu erken­nen, von denen die Medi­en fra­gen, war­um um alles in der Welt sie wohl die F.D.P. gewählt haben. Das Wort „Macher” habe zwei­fels­frei ein mir bis­her unbe­kann­ter You­Tuber geprägt, fach-sim­pelt man auf der ein­gangs ver­link­ten Web­site. Ich verstehe.

„Bru­der” ste­he übri­gens eben­so wie „Dig­ga” für einen Freund und/oder eine Freun­din. Ich wer­de dar­über nach­den­ken, ob ich mei­ne poten­zi­el­len Part­ne­rin­nen lie­ber Bru­der oder Dig­ga nen­nen möch­te. Eins davon wird ver­mut­lich weni­ger gut ankommen.

(s.a. 2018)

NerdkramsNetzfundstücke
#Lega­li­zeIt

Ja, ver­dammt:

Die Platt­for­men von Kon­zer­nen ver­än­dern unse­ren Kon­sum durch Algo­rith­men und Geschäfts­mo­del­le. Soll­ten wir die­se Ent­wick­lung hin­neh­men und die­se neu­en Bedin­gun­gen akzep­tie­ren? Nein, denn ille­ga­les File­sha­ring ist den gro­ßen Dien­sten kul­tu­rell über­le­gen. Und soll­te lega­li­siert wer­den. (…) Macht aus den Kon­zep­ten, die Pri­va­te Tracker ver­tre­ten, ger­ne Geschäfts­mo­del­le, mit denen sich für Künst­ler Geld ver­die­nen lässt. Lega­li­siert das Filesharing.

(All­er­gi­ker­war­nung: „Golem.de” – ohne Wer­be­blocker und Kom­plett­an­sicht kaum mehr sinn­voll benutzbar.)

In den NachrichtenMontagsmusik
Voi­vod – Pla­net Eaters // Haupt­sa­che, mitstreiten.

Ball.Es ist Mon­tag. Es hat sich zumin­dest in einer Schu­le in Syd­ney über­ra­schend her­aus­ge­stellt, dass Schü­ler weni­ger aggres­siv auf­tre­ten, wenn sie mal was ande­res als das blö­de Smart­pho­ne angucken müs­sen. Schön, dass ihr da seid. Ich hof­fe, ihr lest die­sen Text nicht auf dem Smartphone.

Teil­neh­mer Twit­ters zum Bei­spiel regen sich dort gera­de gleich­zei­tig über eine Bio­lo­gin, über die Geg­ner die­ser Bio­lo­gin, über einen rus­si­schen Prä­si­den­ten, über einen ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten, über einen amtie­ren­den deut­schen Finanz­mi­ni­ster, über einen ehe­ma­li­gen deut­schen Finanz­mi­ni­ster, über die Bahn und über Auto­fah­rer auf – und das sind nur die deut­schen Twit­ter­the­men. Es scheint mir fol­gen­de Ansa­ge gebo­ten zu sein: Es gibt kaum eine pein­li­che­re Art der Selbst­dar­stel­lung als die Stell­ver­tre­ter­be­trof­fen­heit. Wenn ein Kon­flikt mich nicht betrifft und mein Bei­trag zu die­sem Kon­flikt über­dies kei­ne Ver­bes­se­rung der Situa­ti­on, die über Aner­ken­nung in „sozia­len Medi­en” hin­aus­gin­ge, mit sich bräch­te, dann hal­te ich mich aus die­sem Kon­flikt schlicht her­aus. US-Ame­ri­ka­ner, die für die Rech­te der Urein­woh­ner „kämp­fen”, die die­se ohne sie gar nicht bräuch­ten. Chri­sten, die für die Rech­te von Athe­isten „kämp­fen”. SPD-Mit­glie­der, die gegen Armut „kämp­fen”. Beglei­tet wird die­se absur­de Cho­reo­gra­fie nur all­zu gern von Ad-per­so­nam-Angrif­fen, denn eine Per­son inhalt­lich zu wider­le­gen gelingt oft nicht so ein­fach wie ihre Repu­ta­ti­on per Sprech­akt in Fra­ge zu stel­len. Der Nazi des Monats sind teu­re Affen­bil­der. Es ist eine Far­ce, es ist lächer­lich, es ist zum Fremd­schä­men. Lie­ber eine schö­ne Tas­se Tee trin­ken, davon haben alle mehr.

Es geht ver­mut­lich in den All­tags­nach­rich­ten unter: Dani­el J. Bern­stein kämpft gera­de mal wie­der für unse­ren Daten­schutz. Das fin­de ich sehr nett von ihm. Statt­des­sen berich­ten die Nach­rich­ten über die aktu­el­len Aus­wüch­se der „Demo­kra­tie­ab­ga­be”, also der Rund­funk­ge­bühr, die offen­bar mit­un­ter für pri­va­ten Luxus ver­schleu­dert wird. Gut ange­leg­te 86 Cent, da kann man nichts gegen sagen.

Kann man auch nichts gegen sagen: Musik.

VOI­VOD – Pla­net Eaters (OFFI­CIAL VIDEO)

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenWirtschaft
Kurz gefragt zum 9‑Eu­ro-Ticket

War­um kann der­sel­be Chri­sti­an Lind­ner, der im Mai 2022 nicht zuvor in die Finanz­pla­nung ein­ge­flos­se­ne 100 Mil­li­ar­den Euro hin­ter der Hei­zung gefun­den – offi­zi­el­le Aus­drucks­wei­se: „orga­ni­siert” – hat, damit bewaff­ne­te Wider­lin­ge („Sol­da­ten”) der Welt die mili­tä­ri­sche Über­le­gen­heit der Wehr­macht Bun­des­wehr zu demon­strie­ren imstan­de sein mögen, eigent­lich nicht noch mal hin­ter der Hei­zung nach­gucken, ob da viel­leicht noch ein paar Mil­li­ar­den her­um­lie­gen, statt eine Ver­län­ge­rung des auch uns Fern­ver­kehrs­nut­zern, die wir es eigent­lich recht char­mant fin­den, nicht in über­vol­len Abtei­len sit­zen zu müs­sen, weil der Pöbel jetzt statt­des­sen den Nah­ver­kehr nutzt, sehr will­kom­me­nen „9‑Eu­ro-Tickets” mit der Begrün­dung zu ver­nei­nen (Archiv­ver­si­on), eine Ver­län­ge­rung sei nicht Teil der Finanz­pla­nung gewe­sen und über­dies unfair, weil das dafür not­wen­di­ge Geld – wie auch das „Son­der­ver­mö­gen” von 100 Mil­li­ar­den Euro – anders­wo feh­len würde?

In den NachrichtenPolitik
Tai­was?

Als eige­nes Land betrach­tet Deutsch­land den nicht all­ge­mein aner­kann­ten Staat Tai­wan lie­ber nicht, wes­halb deut­sche Poli­ti­ker, die zwecks Diplo­ma­tie nach Tai­wan rei­sen, aus diplo­ma­ti­scher Sicht zwecks Diplo­ma­tie nach Chi­na rei­sen; mit­hin das Gegen­teil des­sen errei­chen, was sie errei­chen zu wol­len behaup­ten.

Ver­tre­ter des Men­schen­rechts­aus­schus­ses, die die Vor­gän­ge um Edward Snow­den und Juli­an Assan­ge offen­bar ver­schla­fen haben, wol­len eben­falls ein paar schicke Fotos von sich in Chi­na („Tai­wan”, aber das exi­stiert gemäß den deut­schen Staats­vor­ga­ben ja nicht) anfer­ti­gen las­sen. Fefe platzt (zu Recht) die Hutschnur.

PersönlichesPolitik
Womit füt­tert man einen Eisverkäufer?

Im Okto­ber 2022 wird in Nie­der­sach­sen ein neu­er Land­tag gewählt. Ich wünsch­te, Poli­tik könn­te mir end­lich egal sein, aber es wird nicht besser.

Unschön in die­sem Zusam­men­hang: Zum Anfang die­ses Jah­res hät­te mich zum ersten Mal seit mei­nem Par­tei­aus­tritt fast eine ande­re Par­tei, die hier vor­erst unge­nannt blei­ben soll, struk­tu­rell, mensch­lich und inhalt­lich von sich über­zeugt. In jeden­falls die­ser Ange­le­gen­heit zum Glück eska­lier­te dann die Ukrai­ne-Situa­ti­on, denn wenn ein par­tei­seits Akzep­tier­ter im Rah­men eines Par­tei­tref­fens bei anwe­sen­dem Vor­stand unsank­tio­niert vor­schla­gen darf, man kön­ne einen Krieg doch ein­fach been­den, indem man einen Prä­si­den­ten meu­chelt, dann hat sich mei­ne Sym­pa­thie halt auch erle­digt. Selbst im ARD-Stu­dio Washing­ton (Archiv­ver­si­on) hat man mitt­ler­wei­le her­aus­ge­fun­den, dass das Abknal­len poli­ti­scher Füh­rer, von den völ­ker­recht­li­chen Impli­ka­tio­nen sogar noch abge­se­hen, einen Kon­flikt mög­li­cher­wei­se nicht so recht bei­zu­le­gen vermag.

Apro­pos Kon­flik­te: Im Rah­men der Dis­kus­si­on um das sehr lang­wei­li­ge Bums­lied „Lay­la” wird auch das Pro­sti­tu­ti­ons­ge­wer­be aber­mals grund­le­gend kri­ti­siert. Eine ehe­ma­li­ge Pro­sti­tu­ier­te und akti­ve Buch­au­torin ver­steht nicht, wor­in der Mehr­wert bestehe, dass ich in die­ser Gesell­schaft Frau­en kau­fen kön­ne. Ich dach­te bis­lang, das kön­ne ich gar nicht, aber die Frau ist ja vom Fach und soll­te es daher bes­ser wis­sen als ich, den die Ange­bo­te der Pro­sti­tu­ti­ons­bran­che nicht ein­mal rei­zen (weil selbst teu­er zu bil­lig). Allein seit letz­tem Wochen­en­de habe ich dem­zu­fol­ge min­de­stens zwei – immer­hin ein Pär­chen, also ein Männ­chen und ein Weib­chen – Super­markt­kas­sie­rer, eine Fahr­kar­ten­kon­trol­leu­rin, meh­re­re Bus­fah­rer und Lok­füh­rer und dar­über hin­aus unge­zähl­te Mit­ar­bei­ter von Inter­net- und Ener­gie­kon­zer­nen käuf­lich erwor­ben. Viel­leicht geht dem­nächst auch noch ein Ver­käu­fer von Erd­beer­eis in mei­nen Besitz über (es ist warm), aber ich muss erst mal nach­gucken, womit man ihn füt­tern muss. Art­ge­rech­te Hal­tung ist wich­tig, sonst gehen sie ein.

Anna Mayr fragt übri­gens unter Zuhil­fe­nah­me von „ZEIT ONLINE” gera­de, war­um „Wäl­der und kei­ne Fir­men­zen­tra­len” bren­nen; wenn also dem­nächst ein absicht­lich geleg­tes Feu­er in einer Fir­men­zen­tra­le lodert, wur­de da wohl jemand vom Qua­li­täts­jour­na­lis­mus radi­ka­li­siert. Bin für Verbieten.

In den NachrichtenPolitikWirtschaft
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 2. August 2022

Die Men­schen:
„Wir kön­nen ange­sichts der Infla­ti­on und son­sti­ger Pro­ble­me – wir sind so gut wie plei­te – gera­de nicht so inten­siv ein­kau­fen wie noch vor ein paar Jahren.”

Die F.D.P.:
„Kein Pro­blem, dann machen wir ein­fach auch sonn­tags auf!”

Ver­steh’ ich nicht.


Face­book „droht” immer noch ein Betä­ti­gungs­ver­bot in der Euro­päi­schen Uni­on, eine erste Ent­schei­dung kann schon Ende Sep­tem­ber gefällt wer­den. David Mey­er berich­tet auf dem US-ame­ri­ka­ni­schen Por­tal „For­tu­ne”.


Auch USA: Letz­te Woche wur­de die letz­te Hexe aus Salem vom Vor­wurf der Hexe­rei frei­ge­spro­chen. Ich fin­de ja, das war ziem­lich vor­ei­lig. Hät­te man sie nicht noch mal befra­gen sollen?


Fra­ge: Die Revo­lu­ti­on ist euch zu viel Arbeit, aber jede Legis­la­tur­pe­ri­ode damit zu ver­brin­gen, auf Twit­ter eine ande­re Gesell­schaft zu for­dern, ist euch nicht zu blöd?


Des­we­gen ist die DDR unter­ge­gan­gen: Spül- und Bade­wan­ne aus dem VEB Stark­strom-Anla­gen­bau Magdeburg.

Sonstiges
FCK FCK

Noch nie ist die Welt eine bes­se­re gewor­den, indem man einen ver­meint­li­chen oder tat­säch­li­chen Miss­stand in mög­lichst schwer aus­zu­spre­chen­de Paro­len gepresst und auf Later­nen geklebt hat.

In den NachrichtenMontagsmusik
Cog – Swamp // Der Glücksschreck

Ja moin.Es ist Mon­tag. Immer, wenn die SPD was sagt, möch­te ich Wil­ly Huhn zitie­ren, aber das Leben ist zu kurz, um sich andau­ernd nur aufzuregen.

Die Dresd­ner Uni­ver­si­tät möch­te etwas zur Säku­la­ri­sie­rung bei­tra­gen, indem sie Toi­let­ten zusam­men­legt, was ortho­do­xen Reli­giö­sen dem Ver­neh­men nach nicht gefal­len dürf­te. Das fin­de ich lustig. – Auch lustig: 1968 fiel gegen­über der Poli­zei die Aus­sa­ge, zwei Mäd­chen erreg­ten „geschlecht­li­chen Anstoß”. Die­sen Begriff erwä­ge ich in mei­nen akti­ven Wort­schatz zu übernehmen.

Huch: Eine „Kryp­to­wäh­rung” hat auf­grund eines genau so vor­ge­se­he­nen Kaufs- und Ver­kaufs­vor­gangs plötz­lich nahe­zu kei­nen reel­len Gegen­wert „mehr”. Ein Narr, wer sein müh­sam Erspar­tes in einem sol­chen Unsinn versenkt.

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de blät­ter­te ich aus Jux in dem Büch­lein „Ich möch­te lie­ber nicht: Eine Rebel­li­on gegen den Ter­ror des Posi­ti­ven”, des­sen Titel es schafft, mir Her­man Mel­vil­les Geschich­te von Bart­le­by, dem Schrei­ber, zu ver­lei­den, das aller­dings im Inhalt die schö­ne For­mu­lie­rung ent­hält, der „Glück­ster­ror” mache „uns” „krank”. Ich tei­le die­se Auf­fas­sung zum Teil, das Recht auf Unzu­frie­den­heit wird von zeit­ge­nös­si­schen Phi­lo­so­phen (und Poli­ti­kern) lei­der zu oft negiert; die Annah­me aller­dings, es hand­le sich um „Ter­ror” (lat. Schrecken), ver­mag ich nicht zu tei­len. Der Gedan­ke dar­an, glück­lich zu sein, schreckt mich nur in Maßen.

Nun ja – Musik.

Guten Mor­gen.

NerdkramsSpaß mit Spam
Die Tele­kom möch­te auf mei­ne Daten aufpassen.

Gro­ße Sor­ge bei der Deut­schen Tele­kom, die einen Teil mei­ner Inter­net­kon­nek­ti­vi­tät – oft merk­lich gegen ihren Wil­len – ver­wal­ten muss: Ihr sei, teilt ent­we­der sie oder jemand mit hin­rei­chend guten Kon­tak­ten zu ihr in einer E‑Mail mit, auf­ge­fal­len, dass ich mei­ne E‑Mail-Adres­se (die sie ohne tech­ni­sche Not­wen­dig­keit „ken­nen muss”) noch gar nicht bestä­tigt habe, so dass sie gar nicht so genau weiß, ob ich wirk­lich ich bin.

Dar­um, stellt sie in die­ser somit viel­leicht gar nicht mich errei­chen­den E‑Mail fest, sol­le ich die Bestä­ti­gung schnell­stens nach­ho­len, denn der Schutz mei­ner Daten kön­ne nur erfolg­reich statt­fin­den, wenn ich mei­ne Daten über­haupt rausrücke.

Guten Tag XXXXXXX, bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse XXXXXXX.de für noch mehr Datenschutz. Somit versichern Sie uns mit nur wenigen Klicks, dass Sie es sind und sorgen gleichzeitig für optimale Datensicherheit.  Freundliche Grüße Ihre Telekom

Ich fürch­te, die wenig­sten Kun­den der Tele­kom wer­den die Logik­lücke zwi­schen dem Her­aus­ge­ben von Daten und dem des­we­gen ver­meint­lich bes­se­ren Daten­schutz ohne Wei­te­res erken­nen. Die Idee dahin­ter ist aber sehr sym­pa­thisch, ich wer­de sie über­neh­men: Wenn ich künf­tig die Kon­takt­da­ten einer attrak­ti­ven Zeit­ge­nos­sin zu erlan­gen hof­fe, wer­de ich sie schlicht dar­auf hin­wei­sen, dass die Nicht­über­rei­chung schlecht für den Daten­schutz ist. Auf Daten, die ich nicht habe, kann ich ja nicht aufpassen.

Ob das wohl funktioniert?


Merk­wür­dig: Ich habe nur kurz die Nach­rich­ten gele­sen und möch­te plötz­lich inten­siv über Atom­kraft diskutieren.

NerdkramsPersönliches
Daten­schutz kann Leben ret­ten, denn Kör­per sind Privatsache.

Zu mei­nen zahl­rei­chen anstren­gen­den Eigen­schaf­ten – eini­ge mei­ner Leser sind ver­mut­lich kaum über­rascht – zählt mei­ne Intro­ver­si­on (mein­ten Sie: Intro­ver­tiert­heit?), die sich unter ande­rem dar­in äußert, dass es mir men­tal miss­fällt, mich in sozia­le Situa­tio­nen ins­be­son­de­re mit Betei­li­gung Frem­der ein­zu­brin­gen. Die Wis­sen­schaft ist der Ansicht, das sei mög­li­cher­wei­se gene­tisch bedingt und damit nicht dau­er­haft kurier­bar. Als Poli­ti­ker wäre ich eine Nie­te, aber zum Glück bin ich anson­sten ein groß­ar­ti­ger Typ vol­ler Charme, Esprit und gutem Aus­se­hen. Ich wür­de das gern bele­gen, aber dar­auf habe ich kei­ne Lust.

Ande­re haben mit der Selbst­prä­sen­ta­ti­on weni­ger Schwie­rig­kei­ten, foto­gra­fie­ren ihren eige­nen Kör­per unbe­klei­det und spei­chern das Ergeb­nis dann nicht etwa dort, wo sie allein über des­sen Ver­brei­tung ent­schei­den kön­nen, son­dern auf einem Com­pu­ter ande­rer Leu­te („Cloud”). ‘Daten­schutz kann Leben ret­ten, denn Kör­per sind Pri­vat­sa­che.’ weiterlesen »

MontagsmusikNetzfundstücke
Big Big Train – The Tran­sit of Venus Across the Sun // Rech­te Vulkane

Huiiiii!Es ist Mon­tag. Es scheint ein Wiki der­je­ni­gen Din­ge zu geben, die die Mensch­heit nicht weiß. Ich fin­de das ja oft inter­es­san­ter als das, was sie bereits weiß, denn das weiß auch ich ja schon.

Sig­mar Gabri­el, des­sen Feh­len in der frei­en Wirt­schaft, in der tat­säch­lich Arbeit gelei­stet wer­den müss­te, eine Lücke hin­ter­las­sen wür­de, die ihn voll­stän­dig erset­zen könn­te, fin­det, die­je­ni­gen, die nicht Sig­mar Gabri­el sind, soll­ten mehr arbei­ten. Ich bin von der SPD viel fürch­ter­li­chen Scheiß­dreck gewohnt, aber da feh­len selbst mir gera­de die Wor­te. Zum Glück gibt es Emojis.

Aber, ach!, es droht auch hier Unge­mach: Hier­zu­lan­de poten­zi­ell rechts­ex­trem sei­en, spie die bun­des­mi­ni­ste­ri­al geför­der­te Ama­deu-Anto­nio-Stif­tung („Ama­deu Anto­nio Stif­tung”, Lek­to­rat kostet halt Geld) via „Belltower.News” ins Web hin­ein, die Emo­jis „Dau­men hoch”, „Dau­men run­ter”, „gebro­che­nes Herz”, „Face­palm”, „abweh­rend gekreuz­te Arme”, „wüten­des Emo­ji”, „lachen­des Emo­ji” (mit und ohne Lach­trä­nen), „sich erbre­chen­des Emo­ji”, „mas­kier­tes Emo­ji”, „Stopp­zei­chen”, „abweh­ren­de Hän­de”, „rotes Kreuz”, „aus­ge­streck­ter Arm”, „100”, „Gesicht mit Herz­chen­au­gen”, „Kack­hau­fen”, „Auber­gi­ne”, „Pfir­sich”, „Was­ser­trop­fen”, „Schlan­ge”, „Schwein”, „Zie­ge”, „Rat­te”, „Ente”, „Schaf”, „Kuh”, „Affe”, „Frosch”, „Clown”, „Hot­dog”, „Bana­ne”, „Vul­kan”, „beten­de Hän­de”, „Mit­tel­fin­ger”, „Faust”, „Zun­ge”, „Bom­be”, „Mes­ser”, „Was­ser­pi­sto­le”, Farb­flecken, blaue Her­zen und sämt­li­che Emo­jis mit erkenn­ba­rer sexu­el­ler Ori­en­tie­rung. Viel­leicht soll­te ich also doch lie­ber kei­ne Emo­jis nut­zen; was ich beson­ders des­halb bedau­re, weil min­de­stens ein geeig­ne­tes Emo­ji, um mei­ne Ein­stel­lung gegen­über Sig­mar Gabri­el zu kom­mu­ni­zie­ren, durch­aus Teil der Liste wäre.

Ich mei­ne natür­lich den Wassertropfen.

So many words left unsaid, so many deeds left undone.

The Tran­sit of Venus Across the Sun by Big Big Train

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
Wie Ede­ka ein­mal Wla­di­mir Putin ein Schnipp­chen schlug

Jetzt wird es ernst, jetzt ist Russ­land so gut wie besiegt: Ede­ka nennt sein „Ice Snack Sand­wich Mos­kau­er Art” – der Ken­ner fragt sich, war­um es eigent­lich noch „Mos­kau­er Art” und nicht „Mos­cow Style” heißt – künf­tig „Ice Snack Sand­wich Mos­kau­er Art Kie­wer Art”, was lustig ist, weil „Kiew” der rus­si­sche Name von Kyiv ist.

Zit­tert Putin schon?

(via Red­dit)

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Unech­te Viel­falt auf dem Reichstag

§ 1306 BGB:

Eine Ehe darf nicht geschlos­sen wer­den, wenn zwi­schen einer der Per­so­nen, die die Ehe mit­ein­an­der ein­ge­hen wol­len, und einer drit­ten Per­son eine Ehe oder eine Lebens­part­ner­schaft besteht.

SPD:

Der Bun­des­tag hat erst­mals die Regen­bo­gen­flag­ge gehisst, die mit ihren sechs bun­ten Strei­fen als Sym­bol der quee­ren Com­mu­ni­ty gilt und für Tole­ranz steht. (…) Bun­des­tags­prä­si­den­tin Bär­bel Bas (SPD) hat­te die Flag­gen­hissung am Reichs­tag im Juni ange­kün­digt und erklärt, dies wer­de die Sicht­bar­keit des Bekennt­nis­ses zu Viel­falt und Diver­si­tät noch ein­mal deut­lich erhöhen.

Alles klar: Ein Bekennt­nis zu Viel­falt und Diver­si­tät gibt es nur, wenn man „queer” auf die Viel­falt und Diver­si­tät schreibt und das Bekennt­nis nie­man­des Wer­te stört. Fah­nen­schwin­gen sieht auf Fotos gut aus und man muss im Bun­des­tag nicht erst um Mehr­hei­ten rin­gen. Mit dem wir­kungs­lo­sen Schwin­gen von Fah­nen ken­nen sich die Deut­schen ja vor­treff­lich aus.


Die Stadt Kiel lässt mit­tei­len: Dro­gen­to­te hei­ßen jetzt „ver­stor­ben­de Dro­gen­ge­brau­chen­de”. Ver­ste­he ich nicht: ab dem Zeit­punkt des Ein­tritts des Todes gebrau­chen sie doch gar nichts mehr.