In den NachrichtenPolitik
Kurz angemerkt zum „grünen“ Koalitionsverständnis

Wenn nun, da „Jamaika“ (ehedem: „Schwampel“), wie bereits heute früh bemerkt, bis auf Weiteres keine Koalitionsoption mehr darstellt, die Grünen, die sich seit spätestens ihrem fehlenden Prinzipien zu verdankenden Aufstieg 1998 vor allem dadurch hervortun, dass sie sich einem Chamäleon gleich ihrer politischen Umgebung, sei sie nun kriegerisch oder sei sie nun automobilfreundlich, anpassen und sich dabei aufgrund ausbleibender Stärke des Willens, eigene politische Inhalte außerhalb Twitters und Talkshows durchzusetzen, sowohl in Koalitionen mit der CDU, für deren Gunst sie auch schon mal Handgranaten für Polizisten für eine gute Idee halten, als auch mit den „Linken“ und sogar mit der rechtspopulistischen SPD wohl genug fühlen, sich auf vielerlei Kanälen darüber beschweren, dass die F.D.P., deren Wahlversprechen mit den ihren nicht zu vereinbaren waren, im Gegensatz zu ihnen ab einer gewissen Menge an Kompromissen (lies: Streichungen von politischen Zielen [lies: Prinzipien]) nicht mehr bereit war, die Inhalte, für die sie gewählt wurde, irgendeiner Beteiligung am Futtertrog mit gut bezahlten Pöstchen unterzuordnen, denn das sei, faselte Reinhard Bütikofer, eine Verweigerung „staatspolitischer Verantwortung“, als lautete die einzig relevante staatspolitische Verantwortung in einer parlamentarischen Demokratie – sofern das Wort „Demokratie“ sich für Vertretersysteme überhaupt eignet – nicht, den Willen der Mehrheiten, die sich durchaus manchmal etwas dabei denken, dass sie sich beim Kreuzemachen für eine bestimmte Partei entscheiden, und ihre politischen Wünsche mittels Wahl überhaupt erst zu irgendwelchen „Sondierungen“ führen ließen, bestmöglich umzusetzen, sondern diese Mehrheiten wie bereits in den letzten Jahren dank überragender prozentualer Überlegenheit durchzuregieren, auf dass jede Opposition mangels Stimmanteils politisch egal sein möge, dann diskreditiert das tatsächlich eine bestimmte Partei; und die trägt kein Grün in ihren Farben.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Kamchatka – Tango Decadence // Ausgeschwampelt.

Guck mal, wie der guckt!Es ist so was von Montag, da brauchen wir gar nicht drüber zu diskutieren; machen wir auch nicht, ist ja kein Chat hier. Gibt es noch was zu Pandabären in den Nachrichten? Natürlich, denn Pandabären sind immer gefragt: Melania Trump hat sich Pandas angeguckt. Drollige Wesen scheinen in ihrem Leben eine große Rolle zu spielen.

Apropos Politiker: Während in Dänemark Hipsterverbote zur Diskussion stehen, verlief die hiesige politische Diskussion in den letzten Tagen etwas zäh. Die Koalitionsbildung der dreieinhalb angeblich mit einem Regierungsauftrag ausgestatteten Parteien anlässlich der Neubildung des kommenden Bundestags gestaltete sich Medienberichten zufolge ungefähr so schwierig wie angenommen, was schließlich und endlich in einen Verzicht seitens der F.D.P. mündete. Wäre es nicht für jeden Wähler eine weitaus angenehmere Entscheidung, man verzichtete auf irgendwelche Klüngeleien und setzte die Parteien stattdessen in dem Wahlergebnis entsprechenden Anteilen nebeneinander in diesen Bundestag? – Ach, das wäre dann Volkswille. Mein Fehler!

Manchmal steht Nutzen eben vor coolness. Bei „heise online“ versteht man das nicht, dort preist man den ollen Chromefox 57 dafür, dass er „wieder cool“ sei, und plötzlich meldet sich schmerzhaft das Alter und weist darauf hin, dass man solchen Kriterien beim Installieren von Krams nichts mehr abgewinnen kann. Gute Nachrichten währenddessen: Betteln ist auch ein Beruf. Da möchte man fast gewalttätig werden, zum Glück fällt einem noch rechtzeitig ein, dass Gewalt gerade nicht so gefragt ist, nicht einmal in einem Heer aus Menschen, deren Beruf es ist, mit Geräten, die allein zu Gewaltzwecken erfunden und gebaut wurden, in irgendwelchen Ländern herumzurennen. Was, Meucheln ist jetzt verpönt? Nein, natürlich nicht – nur sexuelle Gewalt wird nicht gern gesehen, findet man im Feuilleton („Nachrichten“).

Was man im Feuilleton nicht so findet, ist gute Musik gut. Aber dafür bin ich ja da.

Kamchatka – Tango Decadence ( OFFICIAL VIDEO )

Guten Morgen.

NerdkramsProjekte
Wer sich in die „Cloud“ begibt, der kommt darin um (2).

Ich arbeite momentan quasi nebenbei an einem etwas umfangreicheren Browserdingens, zu dem ich zu gegebener Zeit vielleicht noch ein bisschen Vermarktungsblabla fallen lassen werde. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, habe ich für den endlich veröffentlichten Chromefox „Firefox“ 57 eine einfache Erweiterung geschrieben, die auf deutsch- und englischsprachigen Websites das gefährliche Bingowort „Cloud“ durch „die Computer anderer Leute“ ersetzt, zum Beispiel auf Vergleichsportalen:

So klingt es gleich viel richtiger.

Ich vermute, die Grammatik ist in mancher Formulierung noch nicht ganz sauber. Die erste Testversion ist jedenfalls auf Mozilla.org zu finden. Die Lizenz – wie meist – ist die WTFPL. Erfrischenderweise findet Mozillas automatische Überprüfung, die Lizenz sei nicht sehr schön formuliert. Ich bin immer wieder überrascht.

ComputerIn den NachrichtenMir wird geschlechtPolitik
Liegengebliebenes vom 17. November 2017

Feminismus sei Sexualkommunismus, resümiert Hadmut Danisch.


Die seit einem Vierteljahrhundert obsolete NATO kann – hier muss ich erneut dem türkischen Präsidenten zustimmen – auch weg.


Nachdem sich ausreichend viele Menschen darüber beschwert haben, dass es auf Twitter auch dann möglich war, nachzuweisen, dass man wirklich der ist, der man zu sein vorgibt, wenn man ziemlich konservative politische Ansichten hat, hat Twitter jetzt Konsequenzen gezogen und nimmt „den Rechten“ die Verifikation weg. Ein blaues Häkchen bedeutet jetzt nicht mehr nur, dass man wirklich man selbst ist, sondern auch, dass man politisch auf der Seite der Guten steht. Wer mir mindestens acht Nachteile dieses Vorgehens nennen kann, bekommt ein Fleißbienchen, wird danach allerdings wahrscheinlich von Twitter gesperrt.


Apropos Sperren: Während sich in Deutschland alle Medien an der AfD abarbeiten, beschließt die CDU im Europäischen Parlament wieder mal widerliches Zeug, diesmal schon wieder Netzsperren.


Läuft bei Fußfesseln, nämlich davon.


Kommen wir von alten zu neuen Jugendwörtern: Das „Jugendwort des Jahres“ ist auch diesjährig weder ein Wort noch wird es von Jugendlichen verwendet.

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Endlich: Grüne bluten für ihr Land!

Es soll ja niemand annehmen, nur in der Piratenpartei hätte es ein Sonderling leicht, zum Fachmann für irgendwas gekürt zu werden. Die sich selbst als „Finanzexpertin“ bezeichnende Lisa Paus, aus unklarem Grund für die „Grünen“ im Bundestag unser Geld wegsitzend, fragte nämlich am vergangenen Montag doof auf Twitter:

Was haben Schnittblumen, Skiliftfahrten und Rennpferde gemeinsam.

Was Lisa Paus mit Rennpferden gemeinsam hat, ist an dieser Stelle offensichtlich, nämlich das miserable Verständnis für Zeichensetzung, aber darum geht es natürlich nicht, sondern um eine kreischerische Petition einer anderen Frau, über die nur wenig bekannt ist:

Sie ist 25, lebt in Berlin und beschäftigt sich mit feministischen Themen. „Während des Studiums wurde am Ende des Monats oft das Geld knapp. Wenn ich dann noch meine Tage bekam, bin ich schon mal zu meiner Mutter gegangen und habe um Geld gebeten“, sagt sie.

Dass es zum Lebenserhalt nicht reicht, sich mit feministischen Themen zu beschäftigen und in Berlin zu wohnen, stellt außerhalb Berlins keine nennenswerte Überraschung dar, aber statt den richtigen Schluss zu ziehen und sich einer anständig bezahlten Profession, für die man etwas Vernünftiges lernen müsste, hinzugeben, stellt Petitionistin Helena Serbent blöde „Kampagnen“ (das ist Werberisch für „bunte Webseiten“) ins sowieso schon nur noch schwer erträgliche Web, die unter einem bescheuerten „Hashtag“ in Koexistenz mit geradezu preiswürdig debilen Plakatmotiven wie „Ich blute für mein Land“ (da freut sich das Land aber) folgenden Stuss propagieren:

Die Kampagne #BloodyLuxuryTax zeigt eine für Frauen, Non-Binary- und Transmenschen ungerechte Situation auf – ganz einfach, weil CIS Männer nicht ihre Tage haben.

Worum geht es? Nun, vor allem darum, dass Helena Serbert von Steuerrecht keine Ahnung hat. Ihre gesamte „Kampagne“ dreht sich um die Feststellung, dass „Damenhygieneprodukte“ (also Tampons, Binden u.a.) mit 19 Prozent Mehrwertsteuer belegt sind, was nach ihrem nicht ausreichenden Verständnis allein daran liegt, dass der Staat selbige Produkte zu Unrecht nicht als lebensnotwendig betrachtet. Das erklärt dumme Fragen wie diese:

Währenddessen unterliegen tatsächliche Luxusartikel wie Kaviar, 5-Sterne-Zimmer oder Kinokarten dem reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7%, welcher für lebensnotwendige Produkte vorgesehen ist. (…) st Kaviar wirklich lebensnotwendiger als Tampons oder Binden?

(Fehlendes „i“ aus dem Original übernommen.)

Natürlich ist er das nicht, deswegen wird Kaviar ja wie zum Beispiel auch Hummer und Austern gemäß Anlage 2 UStG ebenfalls mit 19 Prozent besteuert, aber wer außer Feminismus und Ausberlinsein nichts kann, der wird niemals in die finanzielle Lage kommen, überhaupt über den Erwerb von Kaviar zwecks Überprüfung nachzudenken. Ich ahne allerdings, woher die falsche Zahl kommt: Auf (mal wieder) taz.de log sich Pseudonyma „Morgane Llanque“ bereits im März 2016 irgendwas über Sieben-Prozent-Kaviar zusammen. Dass es sicherlich Raum für Diskussionen lässt, ob die mobile Blutungsverhinderung „lebensnotwendig“ ist oder nicht, möchte ich an dieser Stelle gar nicht anzweifeln, aber die Behauptung, es handle sich um eine „für Frauen“ (und so weiter) ungerechte Situation, ist selbstverständlich ein geradezu schmerzhafter Beleg für die geballte Inkompetenz, mit der hier versucht wird, Massen von Menschen, die genau so wenig Ahnung vom Steuerrecht haben, dazu zu bewegen, eine Ungerechtigkeit wegzupetitionieren, die es gar nicht gibt.

Der Regelsatz von 19 Prozent Mehrwertsteuer („Luxussteuer“, H. Serbert, anscheinend ca. 17. Jhd.) gilt nämlich auch für Kondome und Herrenrasierer, und während Kondome mitunter – je nach körperlicher Verfassung – im Gegensatz zu irgendwelchen Blutungsfängern tatsächlich Leben retten können, wobei meist einer dieser angeblich bevorzugten „Cis-Männer“ (zu meiner Zeit hieß das ja einfach nur „Männer“, aber damals wurde jemand mit Non-Binary-Verirrung auch noch als geistig verwirrt betrachtet und bekam nicht stattdessen einen halbwegs seriös wirkenden Preis dafür) derjenige ist, der diese Kondome eben benutzen muss, und nicht bloß dafür da sind, dass man weniger widerlich aussieht, haben Herrenrasierer eine ebensowenig lebensnotwendige Eigenschaft wie Tampons oder Damenbinden; nur, dass hierauf nicht einmal von bärtigen Berliner Startupknechten ein künstlicher Geschlechterkampf gefußt wird. Klar: Berliner. Was ist da schon zu erwarten?

Lisa Paus – die mit den Rennpferden – wird zur Petition von der „taz“ wie folgt zitiert:

„Wir wollen darüber reden, wie man Ausnahmen abbaut. Solange das aber nicht in Sicht ist, geht die Welt nicht unter, wenn wir auch Damenhygieneprodukte begünstigen“, sagt Grünen-Steuerexpertin Lisa Paus. Die Initiative sei deshalb richtig, weil sie ein sehr gutes Symbol sei, um auf geschlechterungerechte Besteuerung hinzuweisen, die auch in anderen Bereichen vorherrsche.

Wenn jemand, der so wenig von Steuern versteht, bereits „Grünen-Steuerexpertin“ sein darf, sollten wir hoffen, dass es auch in Zukunft niemals einen „grünen“ Verteidigungsminister geben wird.


In weiteren Nachrichten: ProSieben-Chef nennt Zuschauer „fettleibig und ein bisschen arm“; und besonders schlau, wie sich aus den einschlägigen Fernsehzeitschriften folgern lässt, sind sie, das füge ich hinzu, augenscheinlich auch nicht unbedingt.

Spaß mit Spam
Unschlagbarmedia

Was passiert eigentlich, wenn man beim Internetdiensteanbieter Unitymedia seinen Vertrag nicht allzu frühzeitig verlängert?

Nun, man bekommt irgendwann eine E-Mail mit einem persönlichen Treueangebot, das es ermöglicht, für einen Aufpreis von nur 0 Euro im Monat ein genau so schnelles Internet zu haben wie vorher, um zu verhindern, dass man einfach den Vertrag kündigt und neu abschließt, was einen immensen Aufpreis von minus 10 Euro im Monat mit sich brächte.

[derGrinch] damit du ein treuer kunde bleibst
[derGrinch] zum vorzugspreis von wie immer
[Lars] ja richtig, weil neukunden für den selben tarif nämlich 25 euro zahlen, nicht wie ich, 35.

(Beschneidung und Markierung von mir.)

Das hat man dann halt davon. :irre:

In den NachrichtenMir wird geschlechtMontagsmusik
Elephant9 & Reine Fiske (live) // Kleine dicke Männer ziehen sich was an.

Hinter dieser Eule hat sich ein Panda versteckt.Es ist Montag. Die ausbleibende Erderwärmung lässt zweifeln, ob das Begehen dieses Tages außerhalb des schützenden Inneren eine besonders gute Idee wäre, aber Pelzigkeit ist nur den Guten gegeben. Vielleicht zählt es ja schon als krisenerprobt, wenn man ständig eine Krise hat.

Wenn auch nur persönliche, denn diplomatische Krisen überlässt man lieber den Könnern: Der kleine Fettsack hat mich alt genannt! Früher hätte es das nicht gegeben, früher hätte man da direkt das Militär vorbeigeschickt. Man wird sich noch nach der Zeit zurücksehnen, als der US-amerikanische Präsident noch schrieb statt focht. Auch andere fechten mit Schrift statt Schwert: Auf „SPIEGEL ONLINE“ stellt Jan Fleischhauer fest, dass man in Deutschland schneller drin ist als draußen; das mag es von seinem östlichen Vorgängerstaat übernommen haben.

Die Welt der Technik ist auch nicht mehr die Welt der Schlauen: Die Bildschirme der 2017 erschienenen Android-Flaggschiffe der einschlägigen Smartphonehersteller weisen allesamt, wie Medien berichten, aus irgendwelchen unklaren Gründen quasi als Nachfolgeformat von „16:9“ ein Größenverhältnis von 2:1 auf, das jedoch als „18:9“ vermarktet wird. Eine in verschiedenen Foren und Blogs zu findende Erklärung für diesen mathematischen Unsinn ist, dass die Menschen auf diese Weise die Änderung zu vorher besser verstehen, weil sie den Unterschied zwischen „16:9“ und „2:1“ nicht so offensichtlich erkennen können; was die Vermutung, dass Smartphones ihre Benutzer oft dümmer machen, fraglos unterstreicht. Dazu passt die Meldung, dass einer Firma, die vernetztes Fickspielzeug herstellt, ein kleiner Fehler unterlaufen ist, so dass es ständig Daten durch die Gegend schickte. Ist halt smart, ist halt modern.

Auf „ZEIT ONLINE“ faselt die merklich weniger smarte Barbara Kuchler davon, dass Frauen aufhören sollten, schön sein zu wollen, indem sie sich zum Beispiel endlich mal was anziehen, und behauptet, Männer hätten so etwas ja auch nicht nötig, übersieht dabei aber, dass nicht alle Männer oder solche, die es gern wären, sich zum Beispiel in Anzüge oder Muskelshirts immer nur deshalb zwängen, weil diese so ein angenehmes Tragegefühl bieten, sondern manche, von denen ich mich schon aus Niveaugründen lieber distanziert sehen möchte, mitunter auch, weil es eine ganz bestimmte Art Frau gibt, die darauf jeweils „steht“. Ich für meinen Teil habe zwar einen angeblich fragwürdigen Sinn für Mode, fände es allerdings durchaus ästhetisch und optisch bereichernd, würde der Markt für groteske Gesichtsbemalung ausgetrocknet, und sei es nur aus falsch verstandenem Kampf gegen „den Sexismus“.

Akustisch bereichernd ist derweil auch heute der gute alte (bzw. neue) Jazzrock.

Elephant9 with Reine Fiske – I Cover the Mountain Top (Live)

Guten Morgen.

In den NachrichtenPolitik
Neues aus der Piratenanstalt (Nachtrag): Der Hufschmied ist beschäftigt.

„Die Hufeisentheorie ist abzulehnen, weil!“ des Tages:

In Brandenburg ist erstmals ein AfD-Politiker zum Bürgermeister gewählt worden. (…) Der 53-Jährige bekam dafür auch die Stimmen von der CDU und der Linken.

Die Welt ist zu rund für ein schmales Weltbild.

Piratenpartei
Neues aus der Piratenanstalt: Den Faschismus verharmlosen dank Satzungsignoranz.

Apropos Labertaschen.

Der zu jedermanns Erbauung nicht weiterhin amtierende Verwandte eines deutschen Fotomodells, der bis zum Herbst 2017 die Geschicke der Piratenpartei Deutschland mit viel Elan, aber selbst ohne Geschick zu steuern glaubte, ist mit seiner neuen Position als, wie es parteiintern heißt, Basisgurke nach eigenem Bekenntnis keineswegs unzufrieden, da er nun wieder eine Menge Zeit hat, um etwa für den kommenden Landesparteitag seines Landesverbandes Anträge mitzugestalten. Erwähnte ich, dass Basisdemokratie eine schlechte Idee ist?

Es sei angemerkt, dass der nordrhein-westfälische Landesverband der Piratenpartei seit Jahren dafür bekannt ist, sich als Brutstätte reichlich illiberaler Persönlichkeiten hervorzutun, von denen manche mit sexueller Freizügigkeit, andere mit überbordendem Feminismus und wiederum Dritte mit bekloppten Anträgen auf Parteitagen bekannt geworden sind. Für die bislang letzte, mit einem beachtlichen Verlust an die Wand gefahrene Landtagswahl dachte man sich unter dem geradezu hannoveresk lustlos „ausgedachten“ Etikett „smartgerecht“ dort gar Plakatmotive wie „Protest wählen! Keine Nazis!“ aus, denn wenn schon für konstruktive Politik keine Fachkräfte mehr zugegen sind, so findet sich sicherlich immer irgendein blöder Wähler, dem flache Gegen-irgendwas-Parolen Wahlanlass genug sind. Wenn man so will, ist Nordrhein-Westfalen aus Parteisicht das westdeutsche Brandenburg.

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NerdkramsNetzfundstückePersönliches
Nachtrag zu #280Zeichen: Macht euch ein Blog, ihr Labertaschen.

Twitter kannich erwähnte es gestern – jetzt 280 Zeichen. Die Deutsche Bahn beschwerte sich vermeintlich selbstironisch, dass die Zeichen für die möglichen Gründe für eine Zugverspätung immer noch nicht reichen.

Selbstverständlich hält die Verdoppelung der Zeichenanzahl niemanden auf Twitter davon ab, Twitter gründlich misszuverstehen und seitenlange Selbstgespräche („Threads“) zu beginnen, jetzt noch länger als zuvor, worauf – je nach Thema – dann „Experten“ aus der vornehmlich linkspolitischen Szene (das kann natürlich auch ein Zufall sein) dergestalt reagieren, dass sie den Anfang dieses Selbstgesprächs verlinken und so kurz wie doof „Thread!“ oder „Thread.“ oder „Der ganze Thread.“ drüberschreiben, denn so spannend anmoderierte Vorträge besucht man doch gerne. Dass der großartige Android-Twitterclient Tweetings jüngst wie auch ZenTweet eine Option erhalten hat, Tweets, deren Länge 140 Zeichen überschreitet, gar nicht erst anzuzeigen, lindert die Idiotie zwar, löst es aber nicht.

Es sind – wenig überraschend – oft die gleichen Menschen, die sich einerseits darüber beschweren, dass Twitter sich hinsichtlich seiner neuen Funktionen nicht nach seiner nicht zahlenden Kundschaft richtet, andererseits den Dienst aber für etwas missbrauchen, wofür er gar nicht da ist. Die Zeichenbegrenzung, wie lang auch immer sie nun sein möge, sollte dazu anleiten, eben nicht diese „Tweetstürme“, wie sie im Englischen genannt werden, loszulassen, also einen Text auf eine mehrstellige Anzahl an einzelnen Tweets zu verteilen, sondern sich kurz zu fassen. Dass Twitteraccounts, die von irgendwelchen „linken“ Demonstrationen berichten, in der Regel vor dem eigentlichen Text noch die Uhrzeit nennen, als wären ihre Leser zu dämlich, eine Uhr zu benutzen, war schon wunderlich genug. – Einer meiner langjährigen Twitterkontakte monierte gestern, dass der Wechsel von „Tweetstürmen“ aus jeweils 140 zu bis zu 280 Zeichen Twitter schier unbenutzbar gemacht habe, weil das Kurze, Prägnante dieses Mikroblogsystems bis dahin das Hauptargument gewesen sei, wieso man dort statt zum Beispiel auf Google+ oder Instagram seine Kontakte pflege, und hat damit eigentlich völlig Recht.

Ich teile die Auffassung allerdings nicht, dass ein Wechsel der Plattform hin zu einem anderen fremdgehosteten System, das noch mehr Gelaber ermöglicht, die Fehlkonzeption von Twitter vergessen lässt. Es spricht nichts dagegen, dass längere Monologe eben nicht dort stattfinden, wo sie schwer zu durchschauen, zu zitieren und vor allem wiederzufinden sind, sondern in einem eigenen Blog oder Nichtblog festgehalten werden, dessen neue Beiträge man dann nach Belieben auch etwa auf Twitter und sonstwo automatisch verbreiten kann. Mit Medium gibt es, so ungern ich das auch zugebe, mittlerweile auch einen vergleichsweise unblöden Dienst, der einem das lästige Einrichten weitgehend abnimmt und auf dem man sozusagen sofort lostippen kann. Es gibt keine vernünftige Entschuldigung mehr für „Twitter-Threads“, die über die vorgeschobene Ausrede, dass man dort wenigstens gelesen werde (warum denn?), hinausgeht.

Jaja, Dinge im Web auszuformulieren ist nicht mehr modern, Informationen sind im Fluss, heute Abend interessiert es niemanden mehr, was man heute früh noch für wichtig hielt. Im weißen Rauschen der Twitterstürme bekommt man seine Viertelstunde Ruhm praktisch täglich, zumal sich selbst Tageszeitungen längst auf Twitter bedienen, wenn ihre Redaktionen mal wieder nicht wissen, womit sie die Seiten befüllen sollen. Es bedarf allerdings schon einer äußerst kurzen Aufmerksamkeit für das eigene Tun, wenn man auch nach über 60 Tweets, die allesamt zum selben Beitrag gehören, noch nicht bemerkt hat, dass das, was man gerade tut, für niemanden eine Bereicherung darstellt.

„Thread!“ ist, dieser Schluss drängt sich förmlich auf, ein Szenebegriff für „ich bin zu blöd für Blogs“ und gehört zu den Begriffen, die, wenn sie im eigenen Stummschaltfilter stehen, nicht zu Gesicht zu bekommen niemandem eine lesenswerte Information vorenthält.

Macht euch ein Blog, ihr Labertaschen.


In weiteren Nachrichten: Der Deutsche Tierschutzbund warnt: Tiere, die nur leben, damit wir sie umbringen und essen können, werden mitunter nicht artgerecht gehalten. Wie ärgerlich.

ComputerIn den NachrichtenPolitik
Kurz verlinkt: Moderate Kürze / Moderate Gesellschaftsreform

Auf Twitter darf man seinen Nonsens jetzt in 280 statt 140 Zeichen verpacken. „SPIEGEL ONLINE“ hat dafür eine amüsante Formulierung gefunden:

Die Kürze soll auch zukünftig weiter bestehen bleiben, allerdings etwas moderater.

Das Verlagssterben sollte sich wirklich ein bisschen beeilen, allerdings etwas weniger moderat.


Auch der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, „Dr.“ Dietmar Bartsch, findet weniger moderate Lösungen für nicht gegebene Probleme ansonsten ganz annehmbar:

Differenzierten Blick auf #Oktoberrevolution werfen! Aber Fakt ist: Sie hat eine Chance gegeben, eine andere Gesellschaftsordnung aufzubauen

Mir fallen ohne langes Überlegen noch manche andere politische Großereignisse des 20. Jahrhunderts ein, die zu ein paar Millionen Toten, aber immerhin auch einer anderen Gesellschaftsordnung geführt haben, aber wenn ich ihretwegen um einen differenzierten Blick bäte, bekäme ich sicherlich manch unerfreuliche Zuschrift.

In den Nachrichten
Lob der Mördermeuchelfreiheit

Nicht Waffen, satirt es durch’s Web, sondern Menschen töten Menschen; und tatsächlich wird nach eigentlich jedem der längst gewohnten waffenbezogenen Zwischenfälle in den USA neben allerlei Gebeten – den Gott, der ganze Städte ausradierte, weil dort zu viele Ungläubige herumsaßen, und der zuletzt von der dramatischen Figur des George W. Bush gegen den Terror in den Krieg geführt wurde, werden diese Gebete sicherlich zu mehr Friedfertigkeit anregen – auch ein Eindämmen der Verbreitung von Geräten, die gebaut wurden, um damit Lebewesen einen Schaden zuzufügen, nicht bloß vorgeschlagen, sondern gefordert.

Der ungewöhnlich dumme „Titanic“-Redakteur Moritz Hürtgen twitterte ungewöhnlich dumm:

Wer die „Waffen-Narren aus den USA“ einfach nicht verstehen kann, der befasse sich 5 Minuten mit der deutschen Anti-Tempolimit-Besessenheit.

Denn wie auch in den USA die dortige Waffenlobby sich dafür einsetzt, dass jeder US-Amerikaner das Recht hat, sich mit einer Waffe gegen andere Kanaillen zu wehren, die ebenfalls eine Waffe tragen, setzen sich die Deutschen dafür ein, dass jeder Deutsche ein Auto besitzen darf, um sich damit gegen andere Autofahrer zu wehren. Ansonsten würde der Vergleich ja keinerlei Sinn ergeben, nicht wahr?

Dabei wird übersehen, dass all die Waffennarretei auch ihr Gutes hat, berichtet etwa die „Neue Zürcher Zeitung“, deren allgemeines Weltverständnis sich mit der dortigen „Leserdebatte“, wann Netzsperren gerechtfertigt seien, ganz gut zusammenfassen lässt:

Nach ersten Erkenntnissen der Behörden hörte ein Anwohner die Schüsse aus der Kirche, und schnappte sich seine eigene Waffe. Als der Täter die Kirche verliess, nahm er die Verfolgungsjagd auf. Der Verdächtige wurde wenig später tot in seinem Auto gefunden.

(Hervorhebungen von mir.)

In einem friedlichen Land wie Deutschland, in dem man nur dann eine Waffe mit sich herumtragen darf, wenn man nachweislich ein Arschloch ist, wäre das undenkbar. Wenn hierzulande jemand Schüsse in einer Kirche hörte, wäre die Wahrscheinlichkeit groß, dass seine Möglichkeiten, dem Treiben ein Ende zu setzen und seinerseits irgendwen stante pede abzuknallen, eher begrenzt sind.

Notwehr ist, was man daraus macht.

In den NachrichtenMontagsmusik
Kettlespider – Evolution

Ein Eulchen sitzt im Händchen, ganz still und stummEs ist Montag, aber das zählt wahrscheinlich nur, wenn man nicht frei hat. Ist das Leben so blass oder wird es nur Winter? Bald ist Weihnachten, man kann nicht früh genug die Nase voll davon haben. Zwei Tage nach dem Vollmond ist man immer noch ganz mitgenommen, aber vielleicht ist man auch immer so. Man weiß genau, was fehlt.

Apropos Blässe: Es scheint insbesondere in den USA eine Art homöopathische Glaubensgemeinschaft zu geben, die Kindern Chlorbleiche gegen Krankheiten verabreicht. Dabei ist das gar nicht so lächerlich, wie es klingt: Nach ein paar Litern Chlorbleiche sind irgendwelche Krankheiten voraussichtlich das geringste Problem der Delinquenten. Wer seine Kinder wirksam schützen will, der überlässt sie dem Satanischen Tempel.

Hierzulande sind die Sorgen um den Nachwuchs geringer, so lange er nicht gerade Killerspiele spielt. Es soll nur niemand annehmen, das Gewese um Killerspiele sei überzogen: Wie sich herausstellte, gehörte zu den Killerspielern auch Osama bin Laden. – Neben Counter-Strike befanden sich in seiner Spielesammlung unter anderem auch Super Mario Bros. und Dragon Ball Z. Wahrscheinlich hat er heimlich geübt, wie man auf Schildkröten springt.

Zu niemandes Überraschung wurde kürzlich eine Aktualisierung des Tor-Browsers veröffentlicht, die nur für Linux und macOS existiert, weil die Windows-Version nicht so kaputt ist wie die anderen beiden. Zu jedenfalls meiner Überraschung hat derweil Martin Schulz (SPD, muss man nicht kennen) angemerkt, dass die Parteispitze künftig regulär von allen Mitgliedern statt, wie bisher, von wenigen Ausgesuchten ernannt werden könnte; es scheint, als wäre eine verlorene Wahl ein Geschenk für die Motivation der SPD. Es ist also offensichtlich empfehlenswert, ihr bei möglichst vielen Wahlen keine Stimme zu geben.

Offensichtlich empfehlenswert ist darüber hinaus: Musik.

Kettlespider – "Evolution". Live at Black Pearl.

Guten Morgen.

NetzfundstückeWirtschaft
Medienkritik CIX: Lobbykampf in SPIEGELs Klassenzimmer

Ende Oktober SPONte die vom krawalligen „Hamburger Abendblatt“ abgestiegene Redakteurin Verena Töpper („believes in gender equality“, V. Töpper über V. Töpper), die bei ihrem inzwischen auch nicht mehr ganz neuen Arbeitgeber unter „Leben und Lernen“ ansonsten zum Beispiel über Menstruationsprobleme „schreibt“, sichtlich besorgt über das Engagement von EDV-Unternehmen in Schulen, die es doch tatsächlich wagen, ihre eigenen Produkte als Unterrichtsmaterialien vorzuschlagen:

Die wollen doch nur helfen – oder?

So sieht eine journalistische Überschrift aus – oder?

Ich erspare versehentlichen Lesern einmal den ersten Teil des Artikels und verweise stattdessen auf den Kommentar von Spreeblick zum gleichen Ursprungstext. Bemerkenswert finde ich aber, was weiter unten noch steht:

„Wir beobachten eine massive Zunahme von Lobbyismus an Schulen“, sagt René Scheppler von der Lehrergewerkschaft GEW. „Vor allem IT-Firmen nutzen die Unterfinanzierung des Bildungssystems für Marketingzwecke. (…) Wird das eine Apple- oder eine Microsoft-Schule?“ (…) Mit Macht drängt vor allem Google weltweit in Klassenzimmer.

Und zwar so:

Fast sieben Millionen Euro hat Google nach eigenen Angaben seit 2011 in Lehrer- und Schüler-Workshops, den für den Informatikunterricht entwickelten Kleinstcomputer Calliope und in die Programmierplattform Open Roberta gesteckt.

Der Spannung wegen möchte ich hier einen kurzen Exkurs einschieben: Als ich noch ein kleiner, fröhlicher Junge war, besuchte ich selbstverständlich auch manche Schule, gelegentlich sogar als Schüler. Während ich – wie jeder gute Akademiker – sämtliche Lehrinhalte bis heute wieder vergessen habe, kann ich mir die Namen der meisten Schulbuchverlage, die mir in dieser Zeit bezüglich einer unbedingten Kaufempfehlung über den Weg liefen, noch bis heute merken, denn es waren nicht besonders viele.

Als besonders penetrant habe ich den Cornelsen-Verlag („Cornelsen Verlag“, von denen lässt man sich doch gern was beibringen) in Erinnerung, der im Wechsel mit Klett und Westermann die Zeit vor dem Studium praktisch im Alleingang bestritt und dabei kaum Platz neben sich ließ. Das ist durchaus auch wörtlich gemeint, denn Schultaschen sollten ja vor eigentlichem Gebrauch auch erst einmal gepackt werden. Dieser Verlag hat seine Bekanntheit in Schulen, die ihm dafür jahrzehntelang Einnahmen garantieren, vermutlich eher nicht durch irgendeinen Zufall erhalten, sondern durch etwas, was Verena Töpper sich wahrscheinlich von irgendwem als Lobbyismus bezeichnen lassen würde, wenn sie nicht so sehr auf Technikkonzerne – sie benutzt laut Twitters Metadaten übrigens ein iPhone, aber es wäre höchst unsachlich von mir, daraus eine bestimmte Haltung gegenüber Technik abzuleiten – fixiert wäre: Der „Computerwettbewerb“ (Quelle: Internet) zum Thema Frankophonie etwa, ausgerichtet vom Cornelsen-Verlag („Cornelsen Verlag“, kreisch!) und unterstützt von Fernsehsendern und Kultusministerien, ist mal in Hameln, mal in Hessen, mal selbst in Oldenburg zu finden.

Da hilft man einander doch gern und schaut auch einmal darüber hinweg, dass der Cornelsen-Verlag kein wohltätiges, sondern ein kommerziell interessiertes Unternehmen ist, das sich in den Klassenkampf zwischen Google, Apple und Microsoft nur allzu gern einmischt: „Der deutsche Schulbuchverlag Cornelsen setzt auf die Cloud-Lösung Office 365 für Bildungseinrichtungen des Software-Konzerns Microsoft. Auf der Online-Plattform scook können Lehrer und Schüler Lehrmaterialen beziehen und sich digital vernetzen.“ (Kommune21) – das sind dann wohl allesamt Microsoft-Schulen. Dies soll freilich nicht heißen, dass Cornelsen irgendwie parteiisch wäre: Neben Konkurrenzunternehmen wie Google und SAP – beide von Verena Töpper als schreckliche Lobbyisten identifiziert, vor deren Einfluss sich ein um die Bildung besorgter Bürger fürchten sollte, ist an der Entwicklung des „Kleinstcomputers Calliope“ (V. Töpper, der Exkurs ist überraschend vorüber) auch der Cornelsen-Verlag („Cornelsen Verlag“, ich kriege hier noch einen Haschmich) beteiligt.

Oben hatte ich geschrieben, der Cornelsen-Verlag arbeite mit verschiedenen Kultusministerien und Fernsehsendern zusammen. Gibt es an dieser Stelle schon Vermutungen, mit welchen Unternehmen der Cornelsen-Verlag sonst noch so zusammenarbeitet? Richtig:

In Kooperation mit dem Spiegel-Verlag ist die erste Unterrichtseinheit mit Inhalten aus Dein Spiegel im Lehrkräfte-Portal von Cornelsen erschienen.

Verdammter massiver Lobbyismus immer.

Verena Töpper beendet ihren Artikel mit einem der üblichen „journalistischen“ Kniffe von Redaktionen wie der ihren, nämlich mit einer Sorge um unsere Zukunft:

Und wie subtil sich das Sponsoring in die Köpfe der Kinder schleicht, zeigt eine Szene am Rand der Eröffnung von Googles neuer Zukunftswerkstatt in München: Als ein kleiner Junge die Musiknote G in einem Programm auswählt, sagt er ganz selbstverständlich: „Ich nehme jetzt das G wie Google.“

Unfassbar: Ein Kind auf einer Google-Veranstaltung, das weiß, dass „Google“ mit einem „G“ anfängt, und, vermutlich umgeben von allerlei Googlewerbung, bei „G“ auch zuerst an „Google“ denkt – und die Regierung guckt nur zu!

Verena Töpper will doch nur helfen – oder?

In den NachrichtenWirtschaft
Kurz verlinkt: Gehaltsmäßig völlig abgehoben.

„FINANCE Magazin“, 5. Mai 2017:

Air Berlins Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem CEO können sich bis Ende Januar 2021 auf maximal 4,5 Millionen Euro summieren. (…) Teuer war für Air Berlin auch der Abschied von Ex-CEO Stefan Pichler, wie sich jetzt zeigt: Ihm zahlte Air Berlin eine Gesamtabfindung von 1,45 Millionen Euro.

„ZEIT ONLINE“, 2. November 2017:

Die Fluggesellschaft Air Berlin hat nach Aussage des Insolvenzverwalters wahrscheinlich zu wenig Geld, um den Überbrückungskredit der Bundesregierung zurückzuzahlen.

Möglicherweise ist es an der Zeit, statt einer Vergütung über eine Aufwandsentschädigung für Geschäftsführer und Markenchefs von Großunternehmen nachzudenken; mit Benzingeld und einem Stundenlohn im Rahmen jeweils branchenüblicher Tarife sollten bei einem vernünftigen Umgang mit dem Gehalt alle anfallenden Rechnungen gezahlt werden können.