In den Nachrichten
Social SPIE­GEL-Bots („ZEIT“-Edition)

„ZEIT ONLINE“, 9. Dezem­ber 2016:

Es gibt (…) auch Grup­pen, deren Ziel nicht Pro­fit ist, son­dern den poli­ti­schen Geg­ner zu dis­kre­di­tie­ren. (…) In den USA wie in Deutsch­land wird nun dis­ku­tiert, wie man der Fake News Herr wer­den kann.

„ZEIT ONLINE“, 1. Febru­ar 2018:

Nach jah­re­lan­gem Anstieg sinkt das Miss­trau­en in die Medi­en erst­mals wie­der. (…) Weni­ger Men­schen glaub­ten, die Bevöl­ke­rung wer­de syste­ma­tisch belo­gen, oder Medi­en und Poli­tik wür­den Hand in Hand arbei­ten, um die Bevöl­ke­rungs­mei­nung zu mani­pu­lie­ren. (…) Beson­ders kri­tisch sehen vie­le die Nach­rich­ten aus sozia­len Netz­wer­ken, egal, ob sie von seriö­sen Sei­ten kom­men oder nicht.

„ZEIT ONLINE“, heu­te:

Die Demo­kra­ten taten das Rich­ti­ge, aber ris­kier­ten zu wenig. Ame­ri­kas Demo­kra­tie funk­tio­niert nicht mehr. (…) Die­ses Land starrt manisch auf sei­nen Prä­si­den­ten. (…) [K]eine Welt­macht soll­te davon aus­ge­hen, dass es sie nicht ein­ho­len wird, ein­ho­len muss, wenn sie sich per­ma­nent an einem Clown abarbeitet[.]

Puh! Das war knapp – fast hät­ten die Medi­en ihr Ver­trau­en zurück­be­kom­men. :wallbash:

(sie­he auch)

In den Nachrichten
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Dar­win hört (immer noch) Musik

Laut der „WELT“ – will nicht direkt ver­linkt wer­den (LSR) – haben For­scher über­ra­schend herausgefunden:

Meh­re­re Stun­den täg­lich nut­zen die Deut­schen ihr Smart­pho­ne – nicht nur zuhau­se, son­dern auch im Stra­ßen­ver­kehr. Erste Sta­ti­sti­ken zei­gen nun, wie häu­fig das zu Unfäl­len führt. (…) Ein Test der Uni­ver­si­tät Braun­schweig habe schon vor Jah­ren gezeigt, dass rund 13 Pro­zent von 12.000 in meh­re­ren Städ­ten erfass­ten Auto­fah­rern abge­lenkt waren, die mei­sten vom Tip­pen auf ihrem Handy.

Die Über­schrift des Arti­kels lautet:

Smart­pho­nes sor­gen für mehr Ver­kehrs­to­te als Alkohol

Dass die­ses abso­lut schei­nen­de Ver­hält­nis noch kei­nes­wegs nach­ge­wie­sen ist, wie auch die „WELT“ im Arti­kel schreibt, ist nur eine der bei­den Unsau­ber­kei­ten in besag­ter Zei­le. Noch weni­ger schön erscheint mir die Dar­le­gung, es sei nie­mals der Mensch ein Schul­di­ger. Autos erfas­sen jeman­den, Schüs­se lösen sich, Rake­ten zer­fet­zen jeman­den, Smart­pho­nes sor­gen für Tote; es kann ja der Mensch nichts dafür. Nie­mals kann er etwas dafür.

Wenn nun aber Alko­hol in direk­ter Kon­kur­renz zum Smart­pho­ne zu ver­ste­hen ist, lie­ße sich das Pro­blem dann nicht ein­fach lösen, indem man ver­gleich­ba­re Regeln ein­führt? Die Teil­nah­me am Stra­ßen­ver­kehr ist nur mit höch­stens drei (in Bay­ern: bis zu fünf) Tweets in der letz­ten hal­ben Stun­de erlaubt, ein sel­fie außer­halb einer Steh­flä­che wird mit Füh­rer­schein­ent­zug nicht unter drei Jah­ren bestraft.

Oder man löst das Pro­blem so kon­se­quent wie die Ver­ei­nig­ten Staa­ten das Alko­hol­pro­blem in der Öffent­lich­keit lösen: Smart­pho­nes im Ver­kehr sind erlaubt – aber die Ein­kaufs­tü­te muss dran­blei­ben. :ja:

(sie­he auch; via Schwer­dt­fe­gr (beta))

In den NachrichtenPolitik
Völ­ker­mord­spa­ni­n­i­tausch

Ich bin, das merkt man mei­nem mit­un­ter bewusst, sel­tenst weni­ger bewusst spöt­ti­schen Schreib­stil viel­leicht nicht immer an, in einem Umfeld auf­ge­wach­sen, in dem wenig wirk­lich sicher war, nicht ein­mal, wer Deut­scher Mei­ster im Her­ren­fuß­ball wird. Was aber nie­mals in Fra­ge stand, war, dass Krieg eine über vor­über­ge­hen­de Furcht hin­aus­ge­hen­de befrie­den­de Wir­kung haben kann und das Umbrin­gen von Men­schen, ob kol­lek­tiv oder bloß ein­zeln, abzu­leh­nen ist.

Natür­lich hat­ten wir auch Hob­bys, denen wir unter ande­rem auf dem Pau­sen­hof oder in des­sen nähe­rer Umge­bung nach­ge­gan­gen sind. In Erman­ge­lung von Smart­pho­nes muss­ten wir aller­dings, statt doof auf einen win­zi­gen Bild­schirm zu glot­zen, um schwach­sin­nig ver­frem­de­te Bil­der oder dümm­li­che Bemer­kun­gen zu Poli­tik und Gesell­schaft mit zu vie­len Satz­zei­chen anzu­star­ren, noch selbst kör­per­lich tätig wer­den: Wir gin­gen kif­fen und/​oder tausch­ten erst Klebe‑, dann Sam­mel­bild­chen, spä­ter gar irgend­wel­che Spiel­kar­ten, deren zuge­hö­ri­ge Regeln mir längst ent­fal­len sind, mit- oder gegeneinander.

Hät­te es damals schon zyni­sche Spiel­kar­ten wie das Min­der­hei­ten-Quar­tett gege­ben, so hät­ten wir unge­ach­tet unse­rer Sozia­li­sa­ti­on ver­mut­lich unse­ren ganz eige­nen Spaß dar­an gehabt, sie krea­tiv zu nut­zen. Zum Glück hat sich die Welt seit­dem wei­terent­wickelt und ermög­licht es jun­gen Genera­tio­nen, end­lich die Träu­me aus­le­ben zu dür­fen, die uns damals ver­wehrt geblie­ben sind:

Der tür­ki­sche Prä­si­dent hat am Sonn­tag damit gedroht, die Mas­sen­mor­de an Ein­ge­bo­re­nen wäh­rend der Zeit der Kolo­na­li­sie­rung Ame­ri­kas als Völ­ker­mord anzu­er­ken­nen, nach­dem der US-Senat die­ses Eti­kett den Mor­den an Arme­ni­ern sei­tens der Osma­nen ange­hef­tet hatte.

(Künst­le­risch inter­es­san­te Über­set­zung von mir.)

„Ich tau­sche zwei­mal Tut­si gegen ein­mal Holocaust.“

Gegen wen genau posi­tio­niert sich wer genau eigent­lich als Boll­werk von Mensch­lich­keit und Demo­kra­tie – und ist nicht genau das ein Beleg dafür, wor­an Mensch­lich­keit krankt?

ComputerIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt: Das ist wohl die­ser „Post-Aus­gang“ …

Die „Frank­fur­ter Neue Pres­se“ erwähnt:

Es ist eine Akti­on von gigan­ti­schem Aus­maß: An der Justus-Lie­big-Uni­ver­si­tät müs­sen nach dem mut­maß­li­chen Hacker­an­griff die Pass­wör­ter von allen E‑Mail-Kon­ten neu gesetzt wer­den. Weil die Pass­wör­ter nur per­sön­lich über­ge­ben wer­den dür­fen, ist eine Mam­mut-Akti­on am Kugel­berg geplant.

Hof­fent­lich erfin­det bald mal jemand eine siche­re, ver­trau­ens­wür­di­ge Mög­lich­keit der Daten­über­tra­gung auch über grö­ße­re Strecken.

In den NachrichtenMontagsmusik
Bro­ther Grimm – Who’s Cal­ling /​/​ Män­ner­brü­ste gegen Rechts!

Fiderallala, fiderallala, fiderallalalalaEs ist Mon­tag. In Köln wird die Ver­wal­tung hart gecy­bert, was kann da schon pas­sie­ren? Immer­hin geht es um eine Block­chain! In der Cloud! Ich habe gro­ße Schmer­zen und es ist gera­de mal Kaf­fee Uhr.

Immer noch BH-los gegen Rechts sind die Guten: „Um beim Kampf gegen die extre­me Rech­te zu hel­fen, haben sich deut­sche Ent­wick­ler nun für einen Kalen­der aus­ge­zo­gen“, da wählt man doch aus Angst vor dem näch­sten Schritt jetzt extra die CDU, die Nackt­heit aus christ­li­chen Grün­den sicher­lich gern ver­bie­ten wür­de, wenn man sie nur lie­ße. Ästhe­tik braucht manch­mal einen sanf­ten Schubs.

Dazu pas­send wun­dert sich Axel Sprin­gers „WELT“, dass mit dem Wech­sel der SPD-Füh­rungs­ge­stal­ten – wie üblich eher von trau­ri­ger Clowns­na­tur – nicht auch bes­se­re Umfra­ge­wer­te für die­sel­be Poli­tik wie bis­her ein­her­ge­hen. Ver­rückt: Fast könn­te man mei­nen, das lei­ten­de Per­so­nal einer „Par­tei“ sei gar nicht ihr wich­tig­ster Aspekt! Das dach­ten sich wohl auch die Bran­den­bur­ger Schrei­häl­se von „Fri­days For Future“: Kaum gibt man ihnen die Mög­lich­keit, aktiv an poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen mit­zu­wir­ken, blei­ben sie lie­ber weg. Wer hat da gesagt, es gehe den Teil­neh­mern gar nicht um das Ergeb­nis? Es kann nur eine Unke gewe­sen sein!

Zeit für etwas Musik (roman­tisch):

Guten Mor­gen.

Nerdkrams
Extinc­tion Con­gress: Der #36c3 und sein Betriebsrat.

Die­ser Arti­kel ist Teil 8 von 15 der Serie Congresskrise(n)

Weil gera­de kei­ne psy­chi­sche Zer­set­zung ansteht, fin­den die Prot­ago­ni­sten des „Cha­os Com­pu­ter Clubs“ – weder chao­tisch noch com­pu­teraf­fin – auch 2019 wie­der Zeit, um die sowie­so schon nicht beson­ders schö­ne Stadt Leip­zig selbst­re­fe­ren­zi­ell zu unterhalten.

Die typi­schen Besu­cher des „Con­gres­ses“, die mehr­heit­lich „Ein­hör­ner mögen“, „Geschlech­ter (Plu­ral) haben“ und „grü­ne Haa­re tra­gen“ auch wei­ter­hin mit „hacken“ ver­wech­seln, tru­gen auch in die­sem Jahr wie­der Sor­ge dafür, dass EDV-Affi­ne und Wis­sen­schaft­ler sich nicht zu wohl füh­len: Mit 42 slots ist der Bereich für „Ethik, Gesell­schaft und Poli­tik“ dop­pelt so groß wie der für Wis­sen­schaft und immer noch merk­lich grö­ßer als der für Daten­si­cher­heit. Aber wen küm­mert so was schon? Frü­her zähl­te in der Hacker­welt noch die Lei­stung, die man vor­brin­gen konn­te, heu­te aber ist Meri­to­kra­tie ver­pönt, sofern der Gelei­stetha­ben­de die fal­sche Rich­tung vor­gibt. Inhalt ist kein Faktor.

Schon jetzt hal­te ich es jedoch für eine unum­stöß­li­che Wahr­heit, dass die Pres­se, deren EDV-Affi­ni­tät die der Ziel­grup­pe des „Con­gres­ses“ mit­un­ter gar noch unter­bie­tet, wort­reich dar­über berich­ten wird, wie bunt die vie­len Lich­ter doch sei­en und wie hacke­rig Vor­trä­ge sei­en wie:

Extinc­tion Rebellion

Oder:

Fri­days for Future

Oder:

Was tun bevor es brennt – wie grün­de ich eigent­lich einen Betriebsrat?

Oder:

Die Mit­tel­meer-Mono­lo­ge

Schon beim Lesen weiß man: Ah, Hacker – genau so kennt man sie ja mit ihren schwar­zen Kapu­zen, ihrem Matrix­bild­schirm­scho­ner und ihrem Betriebs­rat. End­lich ret­tet mal wer das Inter­net, bevor die rechts­po­pu­li­sti­sche SPD es noch wei­ter zerstört!

Die „Geek­fems“, deren Qua­li­fi­ka­ti­on sich offen­sicht­lich dar­in erschöpft, nicht über eine beson­de­re Männ­lich­keit zu ver­fü­gen, kün­dig­ten im Okto­ber an, wie­der ein­mal Ein­tritts­kar­ten­gut­schei­ne „für Mino­ri­tä­ten“ vor­rä­tig zu hal­ten. Eines Tages bewer­be ich mich mal um einen die­ser Gut­schei­ne. Es soll­te mich sehr wun­dern, wenn es auf dem „Con­gress“ jemals wie­der eine noch klei­ne­re Mino­ri­tät als die­je­ni­ge der über­zeug­ten Män­ner mit Inter­es­se an Wis­sen­schaft, Daten­schutz und EDV geben soll­te. Zur­zeit wur­den drei von sie­ben Ren­dez­vous­an­trä­ge von Nicht­bi­nä­ren ver­fasst, die jähr­li­chen Dro­gen­ge­su­che wer­den ver­mut­lich noch fol­gen. Nüch­tern erträgt man den Unfug nicht mal aus der Ferne.

Ver­mut­lich wer­de auch ich unter­des­sen hacker sein.

NetzfundstückePolitik
Social SPIE­GEL-Bots

Was der „SPIEGEL“ schreibt, wenn in Deutsch­land gewählt wird:

Bis­lang gal­ten vor allem „Trol­le“ als gro­ßes Pro­blem, in Russ­land etwa sind gan­ze „Troll-Fabri­ken“ aktiv, in denen Men­schen für das Posten geneh­mer Nach­rich­ten bezahlt wer­den. (…) Aktu­el­len Stu­di­en zufol­ge lie­ßen sich 95 Pro­zent der befrag­ten Wäh­ler zwar durch sozia­le Medi­en nicht in ihren Ent­schei­dun­gen beein­flus­sen. „Fünf Pro­zent kön­nen aber das Züng­lein an der Waa­ge sein und Wah­len entscheiden“[.]

Was der „SPIEGEL“ schreibt, wenn in Groß­bri­tan­ni­en gewählt wird:

Die Gän­se haben für Weih­nach­ten gestimmt[.] (…) Mit die­sem Wahl­er­geb­nis – und die­sem Sie­ger – hat sich Groß­bri­tan­ni­en in den wach­sen­den Klub jener Län­der ver­ab­schie­det, die demo­kra­ti­schen Wett­streit, die Suche nach Kom­pro­mis­sen und fak­ten­ba­sier­te Ent­schei­dungs­fin­dung besten­falls noch als lästi­ge Pflicht­er­fül­lung begreifen.

Kann ich die­se rus­si­schen Medi­en noch mal sehen?

Netzfundstücke
WUNDER WANDEL WEIHNACHTSMARKT

Es wäre albern zu ver­mu­ten, das geschmack­vol­lealles schmeckt nach irgend­et­was – Ihme­zen­trum, spre­chen­des Sinn­bild der Tri­stesse der nie­der­säch­si­schen Lan­des­haupt­stadt, sei nichts als ein Geld­grab. Pas­send zur Umge­bung näm­lich wird’s dort besinn­lich:

ACHTUNG! Es wird weih­nacht­lich! Der WUNDER WANDEL WEIHNACHTSMARKT fin­det am 14. und 15. Dezem­ber 2019 wie­der im Ihme­zen­trum auf dem Pla­teau statt! Kommt alle, und bringt Neu­gier und gute Lau­ne mit!

ACHTUNG! Still­ge­stan­den! Gute Lau­ne ist selbst mit­zu­brin­gen! Gewehr bei Fuß! :motz:

(via Schwer­dt­fe­gr (beta))


Die „FAZ“ (möch­te auf­grund des LSRs nicht ver­linkt wer­den) berich­te­te gestern wenig­stens online: „So Homo­se­xu­el­len-freund­lich sind die Dax-Kon­zer­ne“. Ich hal­te eine sol­che Auf­stel­lung für sehr hilf­reich: Ein Unter­neh­men, das Men­schen auf­grund ihrer Sexua­li­tät bevor­zugt ein­stellt, beför­dert oder sonst­wie behan­delt, ist ein Unter­neh­men, des­sen Mit­ar­bei­ter nie­mand wachen Gei­stes wer­den sollte.

In den NachrichtenPolitik
Si vis pacem, para bel­lum. (7)

Kur­ze Durch­sa­ge von der rechts­po­pu­li­sti­schen Bundesregierung:

In drei Wochen ist es soweit: Ab dem ersten Janu­ar 2020 dür­fen Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten der Bun­des­wehr kosten­los mit den Zügen der Deut­schen Bahn fah­ren. (…) [Sol­da­ten] „ver­die­nen unse­ren Respekt und unse­ren Dank“, begrün­de­te Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­ni­ste­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er das Vorhaben.

Dan­ke und Respekt für die Kriegs­be­reit­schaft, ihr wider­wär­ti­gen Ferkel!

Im Übri­gen bin ich der Mei­nung, dass die Bun­des­wehr abge­schafft gehört.

Netzfundstücke
Coil – Ostia

🎵 Blue eyes, baby‘s got blue eyes 🎶Es ist Mon­tag. Der Ver­fas­ser die­ser Zei­len hat­te schon schlech­te­re Sonn­ta­ge erlebt – jeden­falls, sobald sei­ne Erin­ne­rung zurück­kehrt. Kaf­fee? Intra­ve­nös bitte!

Mir ist nach Wil­helm zumu­te. Man sehe davon ab, der Wiki­pe­dia Geld zu hin­ter­las­sen. Lie­ber ein paar Schall­plat­ten davon kau­fen. Die regen wenig­stens meist nicht auf. Apro­pos Geld: Face­book ver­letzt frem­de Paten­te, will die Updates mit der Kor­rek­tur aber nicht raus­rücken. Das muss die­ses Sozia­le im Netz­werk sein. Ist das Kunst oder essen Sie das noch?

Frau­en lei­den am mei­sten unter dem Kli­ma­wan­del. Sind halt klei­ner, gehen bei stei­gen­dem Mee­res­spie­gel frü­her unter.

Ganz groß hin­ge­gen: Musik.

Coil ~ Ost­ia (The Death of Pasolini)

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Umwelt­schwein­ster­ne für Vilshofen!

Wäre es ange­sichts die­ser Meldung …

Wer künf­tig im Stadt­ge­biet von Vils­ho­fen (Land­kreis Pas­sau) eine grü­ne Haus­num­mer sieht, weiß, dass in die­sem Haus Men­schen leben, die in beson­de­rem Maße auf Nach­hal­tig­keit und Umwelt­schutz ach­ten. (…) Die Kri­te­ri­en sind weit gefä­chert (…) bis hin zur Nut­zung öffent­li­cher Ver­kehrs­mit­tel oder eines E‑Autos.

… nicht bil­li­ger, man gin­ge in Vils­ho­fen direkt zum näch­sten logi­schen Schritt über und ver­ord­ne­te statt­des­sen ver­pflich­tend das Tra­gen von Umwelt­schwein­ster­nen, gern gelb?

(via @Lokoschat)

In den NachrichtenPolitik
Kurz ange­merkt zum #SPDbpt19

Dass der Pres­se im Wör­ter­buch augen­schein­lich ein Verb für den so demo­kra­tie­theo­re­tisch wie par­tei­üb­lich lächer­li­chen Vor­gang, dass zwei Men­schen, die in einer rekord­ver­däch­tig kur­zen Zeit nach dem Errin­gen eines Etap­pen­sie­ges all ihre Ver­spre­chen, die ihnen die­sen Etap­pen­sieg gesi­chert haben, auf­grund von Zuge­ständ­nis­sen doch lie­ber nicht zu hal­ten zu ver­su­chen beab­sich­ti­gen, was aber wenig­stens „in die rich­ti­ge Rich­tung“ gehe (ebd.), im Rah­men einer Schau­ver­an­stal­tung („Par­tei­tag“) ohne wirk­li­che Ent­schei­dungs­ge­walt, steht doch die rele­van­te Ent­schei­dung offen­sicht­lich bereits Tage zuvor fest, auf­grund die­ses errun­ge­nen Etap­pen­siegs ohne einen ein­zi­gen geneh­mig­ten Gegen­kan­di­da­ten in einen gemein­sa­men Posten „gewählt“ wer­den sol­len, fehlt, macht das ritu­el­le Abnicken die­ser zwei Men­schen durch den höch­stens nomi­nel­len Sou­ve­rän in einer Par­tei noch längst nicht, wie es die Pres­se weit­ge­hend ein­stim­mig dar­stellt, zu einer Wahl zwei­er Kan­di­da­ten, son­dern zu einer Farce.

Mir wird geschlechtNetzfundstückePiratenpartei
„Es ist, wie es ist, weil es so sein muss, wie es sein muss.“

Heu­te ist Tag des Ehren­amts – unter den merk­wür­di­gen Gedenk- und Akti­ons­ta­gen die­ses Lan­des sicher­lich einer, der inhalt­li­che Beach­tung ver­dient hät­te. Wie es sich für eine anstän­di­ge Netz­par­tei moder­ne Fort­schritts­par­tei ali­b­i­so­zia­le Quatsch­par­tei gehört, hat die Pira­ten­par­tei Deutsch­land, ande­ren Pira­ten­par­tei­en aus gutem Grund oft eher pein­lich, zwei Mit­glie­der des Bun­des­vor­stands dar­über refe­rie­ren las­sen, wie man die­sem Tag poli­tisch am besten begeg­nen könne.

Dani­el Mönch, zum zwei­ten Mal poli­ti­scher Geschäfts­füh­rer der an Deplatz­ier­ten nicht armen Par­tei, weiß dazu:

Kin­der­er­zie­hung oder die Pfle­ge von Ange­hö­ri­gen (…) füh­ren aber dazu, dass Men­schen, und hier über­wie­gend Frau­en, (…) Nach­tei­le in der Alters­ver­sor­gung hin­neh­men müs­sen. Vor allem mit Hin­blick auf eine Gesell­schaft, die durch den digi­ta­len Wan­del in den näch­sten Jah­ren eine enor­me Ver­än­de­rung erfah­ren wird, müs­sen wir den Begriff Arbeit neu defi­nie­ren, weg von der Lohn­ar­beit hin zu dem, was unser Zusam­men­le­ben stärkt und zusam­men hält. Des­halb setz­ten wir PIRATEN uns ein für die Ein­füh­rung eines Bedin­gungs­lo­sen Grund­ein­kom­mens. Und das BGE wird kom­men, weil es kom­men muss.

Ich wünsch­te wirk­lich, mir fie­le dazu noch eine Poin­te ein.

In den Nachrichten
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Die neue Mainz­stu­die ist da!

Es twit­ter­te heu­te früh das ZDF mit­ten in einem Rausch der Emo­jis (hier ausgelassen):

Die neue #Pisa-Stu­die ist da! Ergeb­nis: Lesen, Mathe, Natur­wis­sen­schaf­ten – In allen Berei­chen fal­len die deut­schen Schü­ler zurück. Mög­li­che Grün­de: Die Sche­re zwi­schen Arm und Reich sowie schlecht aus­ge­stat­te­te Schulen.

Um zu ver­ste­hen, war­um das ein Pro­blem ist, hilft viel­leicht ein anschau­li­ches Bei­spiel: Schü­ler, die schlecht in Lesen, „Mathe“ und Natur­wis­sen­schaf­ten sind, könn­ten die Wir­kung von Koh­len­stoff­di­oxid eben­so völ­lig falsch ver­ste­hen wie die Funk­ti­ons­wei­se des Inter­nets. Sie könn­ten dann zum Bei­spiel man­gels bes­se­ren Wis­sens Sät­ze for­mu­lie­ren wie:

Eine E‑Mail ver­braucht 1g CO2.

Ganz beson­ders blöd ist es, wenn die­se Schü­ler dann zum Bei­spiel in einer Behör­de oder einer öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk­an­stalt arbei­ten und daher von mei­nen Gebüh­ren sol­cher­lei for­mu­lie­ren. Zum Glück wer­den die öffent­li­chen Ver­laut­ba­run­gen von Behör­den und öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk­an­stal­ten vor der Publi­ka­ti­on immer qualitätsgeprüft.

Außer beim ZDF.

Ach!