ComputerIn den NachrichtenMontagsmusik
Kraków - tidlaus

Montags leider BettfrisurEs ist Montag. Zu nie­man­des Überraschung fin­det der nie­der­säch­si­sche Islambeirat sexu­el­le Vielfalt nicht so gut, den­noch soll Religion natür­lich auch wei­ter­hin ein wesent­li­cher Bestandteil des Schulunterrichts blei­ben. Wissenschaftlich indok­tri­niert wer­den kön­nen die Kinder ja spä­ter immer noch. Wo habe ich mei­nen Notfallpandabären schon wie­der hingelegt?

Aus der belieb­ten Reihe „Feminismus ist wich­ti­ger als tech­ni­scher Fortschritt“: Das Debian-Projekt hat einen Entwickler raus­ge­wor­fen, weil er in einem Blogartikel ein „fal­sches“ Pronomen ver­wen­det hat. Das muss die­ser Geist der open source sein, der da durch­weht. Debian Linux ist neben­bei auch die Grundlage für Raspbian, das Standardbetriebssystem für die in letz­ter Zeit uner­klär­lich belieb­ten Raspberry-Pi-Kleinstcomputer. Es stell­te sich aller­dings mitt­ler­wei­le her­aus, dass die­se Geräte aus tech­ni­scher Sicht einer Katastrophe nahe kommen.

Apropos Katastrophen: Die mei­sten „Zero-Rating“-Angebote, also vom Inklusivvolumen aus­ge­nom­me­ne Verträge mit Schwachsinnsdiensten wie Netflix und Spotify, ver­let­zen die Netzneutralität, fand schon wie­der jemand her­aus, berich­te­te das­sel­be „hei­se online“, das noch vor weni­gen Tagen ein sol­ches Angebot für Apple Music aus Apples Reklameportal abtipp­te, denn Appleprodukte sind bekannt­lich der beste Freund des Computerjournalisten im 21. Jahrhundert. Winkt da schon ein Reporterpreis?

Die NSA ver­teil­te wäh­rend­des­sen durch­sich­ti­ge Aufkleber für die Webcam. Naja, auf die Geste kommt es an; und auf die Musik sowieso.

Krakow - tid­laus (Official video)

Guten Morgen.

In den NachrichtenMir wird geschlechtPiratenpartei
Mehr Jans für Deutschland! (2): Diverse ohne Wahl

Im Dezember 2017 schrieb ich:

Statistisch gese­hen hei­ßen der­zeit die mei­sten Menschen Jan oder Anna. Wäre es dann nicht nur fair, man führ­te eine Jan-und-Anna-Quote ein?

Seitdem ist nichts der­glei­chen pas­siert, die lächer­li­che SPD hat ihren Willen aber doch noch bekom­men: In Brandenburg, dem ein­zi­gen Argument dafür, dass Hannover gar nicht so trost­los ist, wie ich es immer beschrei­be, ist zu ihrer Freude ein Paritätsgesetz erlas­sen wor­den, dem zufol­ge künf­tig Kandidatenlisten gefäl­ligst zu jeweils der Hälfte aus Männlein und Weiblein zu bestehen hät­ten. Erfreulich dar­an ist, dass es die bis­her Frauen bevor­tei­len­den Grünen und Linken glei­cher­ma­ßen dazu zwin­gen wird, Männern eine gerech­te Chance zur Aufstellenlassung zu geben, woge­gen zu mei­nem gro­ßen Erstaunen von aus­ge­rech­net erste­rer Partei noch kei­ne Beschwerde erscholl, son­dern nur Jubel, denn sie hat­te das Gesetz selbst befür­wor­tet. Wie die Piratenpartei das fin­det, ist noch unklar: Der Brandenburger Landesverband hat bereits eine Verfassungsbeschwerde ange­kün­digt, aus Hessen hin­ge­gen kom­men eher posi­ti­ve Kommentare.

Dass das Gesetz das von „lin­ken“ Parteien erfolg­reich instal­lier­te drit­te Geschlecht („Diverse“) benach­tei­ligt, wie von der Brandenburger Piratenpartei eben­so wie „iro­ni­scher­wei­se“ (taz) von der AfD fest­ge­stellt wur­de, stört die Vorsitzende der hes­si­schen Piratenpartei jeden­falls nicht, denn man kön­ne ja, wie sie gedan­ken­los her­aust­wit­ter­te, im Idealfall noch nach­bes­sern. Bis dahin haben die Diversen die Ausnahmeoption, sich zu ent­schei­den, ob sie zur Wahl ent­we­der als männ­lich oder als weib­lich gel­ten möch­ten. Wenn die­ser Idealfall aller­dings nicht ein­tre­ten soll­te und das, wie von ost­deut­schen „Linken“ gewohnt, frei­en Wahlen kri­tisch gegen­über­ste­hen­de Gesetz über­dies als nicht grund­ge­setz­wid­rig aner­kannt wer­den soll­te, dann bleibt die Möglichkeit für die Empfehlung bestehen, dass die­se Diversen ein­fach ein für alle­mal fest­le­gen, was sie gern sein wür­den, um wei­te­re Situationen die­ser Art zu vermeiden.

Manchmal ver­mu­te ich, pro­gres­si­ve Ideen zur ver­meint­li­chen Verbesserung der Gesellschaft wer­den meist nur umge­setzt, um die Zeit zu mes­sen, die ver­geht, bevor ihre Opfer den Fehler bemerken.

Netzfundstücke
Das Facep-Wort.

Wie man bei „Motherboard“ hei­ßen darf:

  • Bimbo
  • Ficker
  • Gaylord
  • Heil
  • Möse
  • Pimmel
  • Schwanz
  • Ständer
  • Titte

Wie man bei „Motherboard“ nicht hei­ßen darf:

Nie wie­der darf das Wort über eine deut­sche Tastatur usw.! :wallbash:


In wei­te­ren Nachrichten: Am 4. Mai 2019 wird der dies­jäh­ri­ge March for Science statt­fin­den. Unter den Unterstützern sind der­zeit unter ande­rem die CVJM-Hochschule in Kassel, die evan­ge­li­sche Hochschulgemeinde an der Hochschule München, die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, der Präsident der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin und drei wei­te­re Vertreter evan­ge­li­scher Schulen zu fin­den. Genau so habe ich mir Menschen mit Interesse an Wissenschaft immer vorgestellt.

Netzfundstücke
Medienkritik in Kürze: Ein umstrit­te­nes Werturteil

Der umstrit­te­ne „Deutschlandfunk“ des­in­for­miert:

Der Medienpreis des Bundestages gehört zu den renom­mier­ten Auszeichnungen für Journalisten. In die­sem Jahr hat er jedoch ein umstrit­te­nes neu­es Jurymitglied: den Blogger Rainer Meyer ali­as „Don Alphonso“.

Ein Medienpreis, unab­hän­gig vom Preisträger, hat offen­bar nur dann einen Anspruch auf Renommiertheit, wenn kei­nes sei­ner Jurymitglieder umstrit­ten ist. Umstritten wird man zum Beispiel, indem man als Journalist über poli­ti­sche Vorkommnisse berichtet:

Das Thema Migration treibt ihn in vie­len sei­ner Veröffentlichungen um, mal mehr, mal weni­ger kri­tisch. Für vie­le Linke ist er damit zu einer Art Hassfigur geworden.

Konsequent lässt der „Deutschlandfunk“ eine umstrit­te­ne lin­ke Hassfigur zu Wort kommen:

Aus Sicht der Grünen-Politikerin Claudia Roth geht Meyer mit sei­ner Kunstfigur „Don Alphonso“ regel­mä­ßig zu weit[.]

An ihren Adjektiven sollt ihr sie erkennen.

(sie­he auch)

In den NachrichtenWirtschaft
Preise, völ­lig Bahnane.

Bürger: „Die Bahn ist unzuverlässig!“

Bahn: „Ja, uns feh­len Personal und Züge.“

Bürger: „Dann ändert das doch!“

Bahn: „Dann müs­sen wir unse­re Preise aber erhö­hen, Personal und Züge sind sehr teuer.“

Bürger: „Na gut, so lan­ge es dann bes­ser wird.“

Bahn: „Hier, höhe­re Preise!“

Bürger: „Hier, weni­ger Passagiere!“

Bahn: „Mit weni­ger vol­len Zügen kön­nen wir aber weder Instandhaltung noch Personal bezahlen.“

Bürger: „Wir neh­men jetzt trotz­dem den Fernbus.“

Bahn: „Na gut, Zugfahren kostet jetzt manch­mal und mit etwas Glück nur noch dop­pelt so viel wie eine Fernbusstrecke.“

Bundesregierung: „Also das ist jetzt aber viel zu wenig, macht das mal wie­der teurer.“

(ad inf.)

In den NachrichtenMontagsmusik
enob - Amour

Es ist Montag. Heute darf man sich getrost wie die Deutsche Bahn füh­len: Es ist kalt und eigent­lich hat man über­haupt kei­ne Lust, sich des­sen bewusst zu wer­den. Stattdessen stellt man vor­sorg­lich den Betrieb ein. Früher war sogar das Bloggen inter­es­san­ter. Es ist ja doch kein Sonntag mehr zu erwar­ten. Positiv aller­dings: Europaweit fin­det heu­te der dies­jäh­ri­ge Datenschutztag statt. Während ich ganz­jäh­rig einen sorg­sa­men Umgang mit den eige­nen Daten emp­feh­le, sei ein Hinweis dar­auf gestat­tet, dass auch 2019 der Zugang zu glo­bal ver­füg­ba­ren Informationen nie­mals bedeu­ten kann und soll, dass jeder, der „Internet“ buch­sta­bie­ren kann, es leicht haben darf, irgend­et­was über uns als Personen zu erfah­ren. Der Widerstand wird täg­lich wich­ti­ger, möch­te mir scheinen.

Zu der quietsch­blö­den Idee der „Stadt“ Hannover, künf­tig noch schwe­rer les­ba­re Texte zu pro­du­zie­ren, fand Daniel Haas in der „NZZ“ die rich­ti­gen Worte: „Der Eingriff in den Sprachgebrauch gehört ins Repertoire auto­ri­tä­rer Regime, nicht in das einer libe­ra­len Gesellschaft.“ Ob sie es jemals ver­ste­hen wer­den? Seitens des Konkurrenzmediums „taz“ darf inzwi­schen wie­der unge­stört Gewalt emp­foh­len wer­den. Das muss die­se moder­ne, auf­ge­klär­te Gesellschaft sein.

Apropos modern: Einheitliche Tarife zwi­schen Nah- und Fernverkehr bekom­me, behaup­tet die Deutsche Bahn, sel­bi­ges Bahnunternehmen lei­der nicht ein­ge­rich­tet, weil das zwar alles „DB“ hei­ße, aber von­ein­an­der unab­hän­gi­ge Unternehmen sei­en, wobei DB Regio lei­der nur Auftragsnehmer sei; scha­de, scha­de. In Niedersachsen krei­sen wäh­rend­des­sen die Medien um die Gründung eines wei­te­ren Islamverbandes. Das Schöne an deut­scher Vereinsmeierei ist es ja, dass die Vereinenden wenig­stens aus­gie­big beschäf­tigt sind und so weni­ger Zeit haben, uns mit ihrer ollen Religion zu belästigen.

Dieses Plus an Zeit kön­nen wir sinn­voll nut­zen und zum Beispiel Musik hören.

Guten Morgen.

In den NachrichtenPolitik
Liegengebliebenes vom 25. Januar 2019

Überraschenderweise hat sich die Hamburger SPD als käuf­lich herausgestellt.


Israel schießt schon wie­der auf Verdacht.


Gute Nachrichten: Uns allen gehört jetzt ein Stück eines Flüchtlings. Das nennt der Deutschlandfunk zwar anders, dass näm­lich „Bund und Länder die Kosten über­neh­men“, aber die bekom­men ihr Geld ja auch nicht von nie­man­dem. Ich emp­feh­le, zeit­nah den eige­nen Anteil an einem Flüchtling farb­lich zu kenn­zeich­nen. Claimräuber fin­den sich überall.


„Die schwe­di­sche Öko-Kartoffel steht gera­de über­all in der Presse, weil sie nicht fliegt, son­dern mit dem Zug fährt. Aus öko­lo­gi­schen Gründen. Hat das mal irgend­wer gegen­ge­rech­net, wie­viel Energie ver­bra­ten wird, um online dar­über zu berich­ten? Würde mich nicht wun­dern, wenn die öko­lo­gisch bes­se­re Variante gewe­sen wäre, ein­fach in den Flieger zu stei­gen und die Klappe zu hal­ten. Wozu wird die über­haupt gera­de in die gan­ze Welt ein­ge­la­den, wenn sie doch eh nur vom Blatt abliest? Die las­sen sich eine 15-Jährige aus Schweden in die gan­ze Welt kom­men, damit die vom Blatt abliest und sagt, wir sol­len die Umwelt scho­nen? Geht’s noch?“


Wissenschaft des Tages: Forscher haben einen Steinkreis aus den 1990er Jahren in die Bronzezeit hin­ein­da­tiert. Was soll’s - die paar Jahre!

Nerdkrams
Chromefox‘ Einheitsproblem

Mozilla, des­sen ster­ben­der Browser ganz bestimmt nicht Chrome zu sein ver­sucht, ist von den ver­mu­te­ten Plänen des Reklamemarktführers Google, das Wegmachen von Werbung im haus­ei­ge­nen Browser zu erschwe­ren, wenig begei­stert:

Einen ande­ren Vorwurf erhebt Daniel Glazman, ein bekann­ter Entwickler aus dem Mozilla-Umfeld: Die Erweiterungsschnittstellen der unter­schied­li­chen Browser haben sich weit­ge­hend ange­gli­chen – Googles ein­sei­ti­ger Vorstoß wür­de die Bemühungen um eine Standardisierung zurückwerfen.

Jetzt zwingt Google Mozilla auch noch dazu, einen eige­nen Erweiterungsstandard zu schaf­fen. Un-er-hört! :aufsmaul:

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: Tangents - New Bodies

Tangents - New BodiesLange nichts mehr über Musik geschrieben.

Nach einer Tour, auf der unter ande­rem Auftritte mit den ange­se­he­nen Postrockgrößen Mono und Tortoise statt­fan­den, fand sich das austra­li­sche „Post-alles“-Quintett Tangents 2018 zusam­men, um ein neu­es Studioalbum auf­zu­neh­men, das im Juni unter dem Namen „New Bodies“ (Amazon.de, TIDAL, Bandcamp.com) erschien.

Aus dem Jazz haben Tangents sich die Leichtigkeit und das Gespür für fei­ne Nuancen abge­schaut, ihre Instrumentalmusik schwingt meist zwi­schen Weltmusik und gele­gent­lich („Lake George“) groo­ven­dem „Postrock“, des­sen unge­wöhn­li­che Gestaltung Erinnerungen an Tangerine Dream und Neu! weckt, hin und her, ohne dabei all­zu offen­siv in das alte Laut-Leise-Muster zu ver­fal­len. Cellist Peter Hollo setzt hier mehr als nur ein klei­nes Zeichen. Im Internet ist sti­li­stisch von „elec­tro-noir“ die Rede, was ich bis­lang noch nie gele­sen hat­te, aber eigent­lich spricht auch nichts dagegen.

Tangents - Lake George

„New Bodies“ ist vor allem ein über­aus ent­span­nen­des Album, dar­an ändern die Stilwechsel - in „Immersion“ mei­ne ich gar Fernöstliches aus­zu­ma­chen - nichts. Die Bandcampseite beschränkt sich auf das Attribut „alter­na­ti­ve“, was einer die­ser Begriffe ist, die, spricht man von Musik, gar nichts aus­zu­sa­gen imstan­de sind. Lassen wir statt­des­sen schwei­gend die Musik spre­chen und freu­en uns leise.

Morgen noch nichts geplant? Einfach mal „New Bodies“ hören. Gefällt.

In den NachrichtenMir wird geschlechtPiratenparteiPolitik
Kurz ange­merkt zu Tempo 130 // Die zwei Paritätsgeschlechter

Einige Jahre, bevor Schweden es - wie so oft - über­trei­ben muss, indem es den Verkauf von nicht elek­tri­schen Automobilen gänz­lich ver­bie­tet, wird im Autofahrerland Deutschland wie­der ein­mal dar­über dis­ku­tiert, ob Schnellfahren auf Schnellfahrstraßen nicht zu gefähr­lich sei, weil es dort zu vie­le Unfälle gebe, als sei­en die­se unbe­dingt von der Geschwindigkeit abhän­gig, jedoch fin­det zu mei­nem Unverständnis mein par­al­lel geäu­ßer­ter Vorschlag, dass, wenn auf­grund ver­gleichs­wei­se weni­ger Personenschäden die abge­si­cher­ten Schnellfahrzonen zu Mittelschnellfahrzonen redu­ziert wer­den sol­len, auch in Raucherzonen maxi­mal zwei Zigaretten pro Person erlaubt wer­den soll­ten, denn im Vergleich mit Automobilen ist Tabakrauch mit deut­lich höhe­rer Wahrscheinlichkeit für alle Umstehenden schäd­lich bis töd­lich, nur weni­ge Befürworter, was ich mir nur so erklä­ren kann, dass der Tabaklobby ein ordent­li­cher Dieselskandal fehlt; oder dass Schnellfahren ein­fach zu wenig Steuern einbringt.


Was pas­siert eigent­lich, wenn trotz gro­ßen Jubels der „Grünen Jugend“, die sich in sol­chen Fällen dann doch lie­ber wie­der auf die Existenz nur zwei­er Geschlechter beruft, aus­ge­rech­net die sonst eher unauf­rich­ti­ge Brandenburger Piratenpartei medi­al dadurch auf­fäl­lig wird, dass sie eine Klage gegen das beab­sich­tig­te Brandenburger Paritätswahlgesetz anstrebt? Genau: Das „Neue Deutschland“ gräbt die einst bei den Piraten von der Bühne gebuh­te und heu­te von den „Linken“ besol­de­te Anke Domscheit-Berg als Zitatgeberin aus und zieht Parallelen zur AfD. Alles rich­tig gemacht.

In den NachrichtenNerdkramsPolitik
Gehwegparker for­dern bes­se­res Cyber

CDU zum Ersten:

CDU und CSU wol­len Bürger, Unternehmen und Staat mit einer län­der­über­grei­fen­den Strategie für mehr Internet-Sicherheit bes­ser gegen die wach­sen­de Bedrohung durch Cyberangriffe schüt­zen. (…) In dem Entwurf, der an die­sem Montag beschlos­sen wer­den soll, wer­den auch här­te­re Strafen für Cyberkriminelle verlangt.

Was iro­nisch wirkt, denn der Cybertrojaner, der vor bald acht Jahren blö­der­wei­se aus CDU und CSU her­aus­ge­sickert ist, erfüllt alle Cyberkriterien für Cyberangriffe durch Cyberkriminelle, ist aber angeb­lich gar kei­ner, son­dern eine Schutzmaßnahme.

In dem Entwurf für die am Montag enden­de zwei­tä­gi­ge Konferenz der Fraktionschefs von CDU und CSU in Brüssel wer­den bun­des­ein­heit­li­che gesetz­li­che Mindeststandards für die Sicherheit infor­ma­ti­ons­tech­ni­scher Geräte ver­langt. (…) Anbieter von Online-Diensten und Hersteller von Geräten, die mit dem Internet ver­netzt sind, sol­len ihre Angebote so gestal­ten, „dass aus­rei­chend star­ke Passwörter von den Benutzern gewählt und die­se regel­mä­ßig geän­dert wer­den müssen“.

Man kann nicht behaup­ten, über­rascht zu sein: Das fort­wäh­ren­de Nerven von Benutzern und das gesetz­li­che Vorschreiben unzu­rei­chen­der Mindeststandards fasst die bis­he­ri­ge Netzpolitik besag­ter Parteien schon ganz gut zusammen.

Die Union ver­langt auch neue Straftatbestände etwa für das Betreiben kri­mi­nel­ler Infrastrukturen.

Allmählich hal­te ich den Bundestag für eine kri­mi­nel­le Infrastruktur, aber ich glau­be, die mei­nen das Internet. :wallbash:

Nach Ansicht von Unionspolitikern sei bei­spiels­wei­se eine Einführung des Tatbestands des digi­ta­len Hausfriedensbruchs not­wen­dig. Um den Ermittlern bes­se­re Instrumente an die Hand zu geben, soll­ten Online-Durchsuchungen ein­ge­führt werden.

Um den Ermittlern bes­se­re Instrumente - Trompete? Posaune? Tuba? - gegen digi­ta­len Hausfriedensbruch an die Hand zu geben, soll­te digi­ta­ler Hausfriedensbruch lega­li­siert wer­den. Genau so habe ich mir das vor­ge­stellt. Da fühlt man sich doch gleich viel siche­rer - wenn auch nur im Ausland. :ja:


CDU zum Zweiten: Wie nennt die Karlsruher CDU es eigent­lich, wenn die Stadt Karlsruhe Falschparken als Falschparken ahn­det? Richtig: Parkraumreduzierung!

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Die Goldenen Zitronen - Mila // Datenschutz und ande­re Probleme

 data-src=:(" width="120" height="120" srcset="https://tuxproject.de/blog/wp-content/uploads/2019/01/unnamed-file-120x120.jpg 120w, https://tuxproject.de/blog/wp-content/uploads/2019/01/unnamed-file-300x300.jpg 300w, https://tuxproject.de/blog/wp-content/uploads/2019/01/unnamed-file-150x150.jpg 150w, https://tuxproject.de/blog/wp-content/uploads/2019/01/unnamed-file.jpg 500w" sizes="(max-width: 120px) 100vw, 120px">Es ist Montag, aber es könn­te auch jeder ande­re Tag sein. Fast bin ich wil­lens, den ollen Spruch mit dem Leben und den Plänen aus­zu­gra­ben, aber John Lennon lässt man bes­ser da, wo er ist. Es reicht ja auch, selbst nicht da zu sein, wo man wirk­lich lie­ber wäre. Montage füh­len sich nicht rich­tig an, wenn alles in Ordnung ist. Es ist alles deprimierend.

Reden wir über was ande­res, reden wir über Politik: Die Freien Wähler, seit einer Weile bay­ri­sche Mitregenten, haben laut Medienberichten mit Wertpapierhandel hohe staat­li­che Zuschüsse ergat­tert, was anschei­nend nur dann ein Problem ist, wenn es nicht die Deutsche Bank macht. Politisch etwas zum Besseren bewegt hat der­weil Julia Reda, die für die Piratenpartei im euro­päi­schen Parlament rum­sitzt und trotz grö­ße­rer Widerstände eine für den Großteil der euro­päi­schen Internetnutzer unvor­teil­haf­te Gesetzesänderung zumin­dest ver­zö­gert hat, womit abzu­war­ten bleibt, ob die­se nicht viel­leicht ein­fach ver­san­den wird.

Gute Nachrichten auch aus der Neustädter Stadtvermarktung, wo Facebook aus Datenschutzgründen end­lich nicht mehr aktiv genutzt wird, statt­des­sen greift man zu, äh, WhatsApp. Datenschutzaktivist Max Schrems hat wäh­rend­des­sen über­rascht fest­ge­stellt, dass kaum ein Dienst in der cloud sich an die DSGVO zu hal­ten pflegt. Man kann und soll­te euro­päi­scher Bürokratie im Umgang mit dem Internet man­ches vor­wer­fen - das Pochen auf die Einhaltung von Datenschutzregeln gehört nicht dazu.

Man kann jetzt online beten. Ich habe kei­ne Lust mehr auf die­ses Web.

Ich wer­de kei­ne Informationen mehr anneh­men in den näch­sten Jahren.

Die Goldenen Zitronen - Mila

Guten Morgen.

In den NachrichtenNerdkrams
Netzverfettung dank AMP

„Webmaster auf­ge­passt!“, warn­te gestern das rekla­me­la­sti­ge „GoogleWatchBlog“, denn einer der zahl­rei­chen Versuche Googles, Menschen das Leben zu erschwe­ren, erreicht aber­mals einen Tiefpunkt:

Google hat nun die Richtlinien für Titelbilder von AMP-Artikeln aktua­li­siert. Bilder müs­sen nun min­de­stens eine Breite von 1.200 Pixeln haben und soll­ten in der Multiplikation von Breite und Höhe auf min­de­stens 800.000 Pixel kommen.

AMP, im Wesentlichen dafür geeig­net, ven­dor lock-in im Web zu eta­blie­ren, sol­le mobi­le Seiten beschleu­ni­gen, stand 2016 in der c’t, indem es die gela­de­nen Ressourcen zwangs­wei­se ver­rin­gert. Grafiken von min­de­stens 800.000 Pixeln - eine nicht unwe­sent­li­che Vergrößerung - stel­len aber auch in klei­ner Zahl bereits eine Belastung für han­dels­üb­li­che deut­sche Mobilverbindungen dar. Wahrlich erschwe­rend kommt hin­zu, dass Googles not­wen­di­ges „AMP-Script“ in der heu­ti­gen Fassung mehr als 270 Kilobyte groß ist - zusätz­lich nöti­ge Scripts und ande­ren Boilerplate-Müll habe ich noch gar nicht mit­ge­zählt. Das ist, als wür­de die Müllabfuhr die Tonnen erst fül­len, damit die Trägheitskräfte zum Leeren bes­ser wirken.

Dieses Web erscheint mir als eine zuse­hends schlech­te­re Idee.


Apropos „schlech­te Ideen“: Im kom­men­den Februar, heißt es, sol­le in Visual Studio Code, einem belieb­ten Texteditor, der fast ein hal­bes Gigabyte RAM beim Nichtstun belegt, weil er auf Googles Webbrowser basiert, das bald drei Jahre alte Problem gelöst wer­den, dass das Programm ohne eine akti­ve Internetverbindung nicht benutzt wer­den kann. Das muss die­se Zukunft sein.