PolitikPersönliches
In eige­ner Sache: Mein Staats­kon­zept

In bier­se­li­ger Run­de erzähl­te ich vor zwei Wochen, die mei­sten Pro­ble­me der Gesell­schaft lie­ßen sich lösen, indem man das bestehen­de Demo­kra­tie­kon­zept durch eine Mon­ar­chie nach Schwei­zer Vor­bild ersetzt. Ein zufäl­lig anwe­sen­der Radio­mo­de­ra­tor fand das The­ma noch inter­es­san­ter als ich und bat mich um genaue­re Aus­füh­run­gen.

Zwar wer­den die­se kom­men­den Diens­tag irgend­wo im Inter­net zu hören sein, aber da ich mei­ne Stim­me fast noch weni­ger mag als Pod­casts (und mei­ne Zunei­gung zu die­sen ist schon sehr, sehr gering) und manch­mal – etwa jetzt – ein gutes Vor­bild sein möch­te, ver­öf­fent­li­che ich hier schon mal das Typo­skript zum Gespro­che­nen. Es möge als Anre­gung, kei­nes­falls jedoch als Anlei­tung die­nen.

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KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: JIRM – The Tun­nel, The Well, Holy Bedlam

JIRM - The Tunnel, The Well, Holy BedlamLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

JIRM, ein mit gru­se­li­gen Fotos im Web zu fin­den­des Quar­tett aus Schwe­den, ver­öf­fent­lich­te Anfang März die­ses Jah­res sein fünf­tes Album „The Tun­nel, The Well, Holy Bedlam“ (Amazon.de, Band­camp, TIDAL). Dich­te Gitar­ren (Stoner-Freun­den mag’s gefal­len) wer­den beglei­tet von oft unauf­fäl­li­gem, mit­un­ter auch blues­rock­ge­eig­ne­tem Gesang. Ver­glei­che? Deep Pur­ple (viel), Pink Floyd (wenig), aber jeweils nicht so schreck­lich öde.

In „You Fly“, aber auch sonst­wo höre ich (mal pro­mi­nen­ter, mal weni­ger pro­mi­nent) Blä­ser. Jazz? Viel­leicht. Hea­vy Irgend­was? Noch viel­leich­ter. Sicher scheint nur: „The Tun­nel, The Well, Holy Bedlam“ wäre ein psy­che­de­li­sches Album, wenn die Musi­ker nicht das idea­le Maß an Ener­gie in das Bestre­ben stecken wür­den, dass es das nicht wird.

Und genau des­halb fällt es aus dem Rah­men; und des­halb mag ich es.

Deeper Dwell

Es muss ja nicht immer jeder das Glei­che mögen.

Sonstiges
Kurz ange­merkt: Eine Klat­sche kas­sie­ren, aber anders.

Mit­un­ter, obwohl’s die Pres­se seit Tagen bewegt, ist eine Ohr­fei­ge zwar ein unan­ge­brach­tes (weil gewalt­ge­tra­ge­nes), aber noch immer mil­des feed­back zur zu sel­ten gestell­ten Fra­ge, was man davon hält, dass fein­sin­ni­ges Kaba­rett und ele­gan­te Sati­re trotz unter­schied­li­chen Wesens ihr Feld für Gestal­ten räu­men muss­ten, deren Kar­rie­re ich mir eigent­lich nur so erklä­ren kann, dass sie irgend­wann mal ein Furz­kis­sen gese­hen haben und seit­dem eigent­lich nichts ande­res mehr zu imi­tie­ren ver­ste­hen (weil: brau­chen).

ComputerIn den Nachrichten
Moder­nes Ver­schwin­den

In Chi­na gibt es, wie ich zufäl­lig her­aus­fand, einen „smart spea­k­er“ für Kom­mu­ni­sten, was den Zustand des Kom­mu­nis­mus im 21. Jahr­hun­dert ganz gut zusam­men­fasst.

Wie ich die Über­lei­tung von Kom­mu­nis­mus zum Weg­lö­schen poli­ti­scher Kom­men­ta­re jetzt aber geschickt mei­ste­re, weiß ich nicht, daher sprin­ge ich ein­fach unüber­ge­lei­tet zum näch­sten The­ma: Der Jour­na­list und Autor Chris Hedges, Trä­ger des Pulit­zer-Prei­ses, bekannt auch aus so Gesprächs­run­den, wur­de jeden­falls in Form sei­nes bis­he­ri­gen Schaf­fens ohne vor­he­ri­ge Kon­takt­auf­nah­me von You­Tube weg­ge­löscht. Sein Ver­ge­hen, so nimmt er selbst an, besteht zum Teil in sei­ner Oppo­si­ti­on gegen die US-ame­ri­ka­ni­sche Außen­po­li­tik, zum Teil aber auch dar­in, dass sei­ne für den Emmy nomi­nier­te Sen­dung „On Cont­act“ nicht nur auf You­Tube, son­dern auch auf RT Ame­ri­ca und RT Inter­na­tio­nal zu sehen war, obwohl sich kei­ne ein­zi­ge Fol­ge mit Russ­land beschäf­tig­te.

Ich war auf RT, weil ich als Kri­ti­ker des US-Impe­ria­lis­mus, des Mili­ta­ris­mus, der unter­neh­me­ri­schen Kon­trol­le der bei­den regie­ren­den Par­tei­en und vor allem, weil ich die Boykott‑, Des­in­ve­sti­ti­ons- und Sank­ti­ons­be­we­gung gegen Isra­el unter­stüt­ze, auf die schwar­ze Liste gesetzt wur­de. Ich war aus dem glei­chen Grund bei RT, aus dem der Dis­si­dent Václav Havel, den ich kann­te, wäh­rend des kom­mu­ni­sti­schen Regimes in der Tsche­cho­slo­wa­kei bei Voice of Ame­ri­ca war: Ent­we­der das – oder man wur­de nicht gehört.

(Aus dem Eng­li­schen über­setzt.)

Kann ich die­sen frei­en Westen noch mal sehen?

PolitikIn den NachrichtenMontagsmusik
What Aleph Said – Aor­ta // Die letz­te Oskar­ver­lei­hung im Saar­land.

FrühstücksbärEs ist Mon­tag. Mir kam am Wochen­en­de eine Rekla­me unter, die bran­chen­ty­pisch min­der­qua­li­ta­ti­ve Gram­ma­tik auf­wies, jedoch auch den Hin­weis, besag­te Rekla­me rich­te sich an die­je­ni­gen, die einen anste­hen­den Quatsch­fei­er­tag „lie­ben“. Ich erwä­ge das Fund­stück künf­tig zu zitie­ren, wenn man mir – wie bereits gesche­hen – eine unzu­rei­chen­de Gefühls­tie­fe atte­stiert; denn selbst mein Gefühls­le­ben kennt mehr Nuan­cen als bloß „lie­ben“ und „nicht lie­ben“. Als Wer­ber wäre ich offen­sicht­lich unge­eig­net.

Das Saar­land – unge­fähr so groß wie das Saar­land – hat gestern gewählt, erst­mals haben sei­ne Ein­woh­ner es mit einem inter­es­sant redu­zier­ten Par­la­ment aus der rechts­po­pu­li­sti­schen CDU, der rechts­po­pu­li­sti­schen SPD und der rechts­po­pu­li­sti­schen AfD zu tun. Die zuvor star­ke „Lin­ke“, deren Anhän­ger inten­siv dar­um gebe­ten haben, dass Oskar Lafon­taine end­lich gehen möge, ist mit 2,6 Pro­zent der Stim­men nur knapp vor der Tier­schutz­par­tei (2,3 Pro­zent) gelan­det, die in Visua­li­sie­run­gen im Inter­net teil­wei­se jen­seits der „Son­sti­gen“ einen eige­nen Bal­ken bekom­men hat wie wei­land die Pira­ten­par­tei (zzt. 0,3 Pro­zent). Die „taz“ fin­det im Ein­klang mit der SPD, am schlech­ten Abschnei­den der „Lin­ken“ sei vor allem Oskar Lafon­taine schuld, und zwar nicht, weil er vor­her noch in der Par­tei war, son­dern, weil er es jetzt nicht mehr ist. So wenig poli­ti­sche Zug­kraft muss eine Par­tei ja auch erst mal haben, dass eine Per­son für ihr Wohl und Wehe ver­ant­wort­lich ist. „Die Behaup­tung, Lafon­taine sei ein ‚Lin­ker‘, war schon immer falsch“ (World Socia­list Web Site), da wun­dern einen die Wahl­er­geb­nis­se dann am Ende auch nicht mehr.

Die im Saar­land auch wei­ter­hin außer­par­la­men­ta­ri­schen Regie­rungs­par­tei­en Grü­ne und F.D.P. neh­men sich unter­des­sen end­lich mal des Pro­blems an, dass Alko­hol man­cher­orts auch für jün­ge­re Kon­su­men­ten leich­ter zu bekom­men ist als Koks, und erwä­gen die Alters­gren­ze für den Bier­kauf auf 18 Jah­re anzu­he­ben. Zu mei­ner Zeit haben wir ja ein­fach den Älte­sten im Freun­des­kreis zum Ein­kau­fen mit­ge­nom­men, aber so etwas tun Jugend­li­che heu­te ja zum Glück nicht mehr. Die fah­ren direkt zu ihm nach Hau­se und sau­fen dort.

Der – damit sind alle drei bestimm­ten Arti­kel als Satz­an­fang für die­se Woche auch durch – „Guar­di­an“ zeigt sich im Rah­men der lästi­gen Kriegs­be­richt­erstat­tung ent­setzt: In der Ukrai­ne wer­den Trans­frau­en zum Kriegs­dienst gezwun­gen, weil sie als Män­ner gel­ten. Das sei trans­feind­lich, kol­por­tiert die Bericht­erstat­tung, wäh­rend es frei­lich nicht als män­ner­feind­lich gilt, dass sie das Land nicht ver­las­sen dür­fen, son­dern Krieg spie­len müs­sen. Auf­re­gen könn­te ich mich, aber nicht vor­’m ersten Kaf­fee. Sonst lohnt sich das nicht.

Lohnt sich aber doch: Musik.

Guten Mor­gen.

Sonstiges
Vogel­zucht­ver­ei­ne sind die neu­en Kanin­chen­zucht­ver­ei­ne

Als mir gestern die inne­re Funk­ti­ons­wei­se des DKB – Deut­scher Kana­ri­en- und Vogel­züch­ter-Bund e.V. – erläu­tert wor­den ist, dem 31 „Lan­des­ver­bän­de“, aber­mals ein­ge­tra­ge­ne Ver­ei­ne, ange­hö­ren, die zum Teil aus exakt sie­ben Mit­glie­dern (so vie­le setzt das deut­sche Ver­eins­recht min­de­stens vor­aus) bestehen, weil sie ein­an­der mit­un­ter nicht recht gewo­gen sind, habe ich das abwer­ten­de Wort „Kanin­chen­züch­ter“ für deut­sche Ver­eins­mei­er aus mei­nem Wort­schatz ent­fernt.

In den NachrichtenPolitik
Kon­se­quent­sen

Mor­gen wird im Saar­land gewählt. Gewin­nen möge, sültst die regio­na­le Pira­ten­par­tei, kei­nes­wegs die­je­ni­ge Par­tei, die dem Saar­land poli­tisch den größ­ten Nutt­sen bringt, son­dern die­je­ni­ge, die Russ­land am aller­dööf­sten fin­det: „Kei­ne Stim­me für AfD und Lin­ke, denn wei­te Tei­le die­ser Par­tei­en sind Putin-Ver­ste­her“, da doch lie­ber die CDU, denn die macht tswar Scheiß­po­li­tik, aber fin­det Putin nicht gut und das muss für’s Saar­land ja auch rei­chen.

Poli­tisch auch qua­si in der CDU, aber tat­säch­lich in der „kon­kur­rie­ren­den“ SPD ist Boris Pisto­ri­us, poli­tisch unap­pe­tit­li­cher Innen­mi­ni­ster Nie­der­sach­sens, der uni­so­no mit sei­nem bay­ri­schen Amts­kol­le­gen ex cathe­dra das Kennts­ei­chen des Land­krei­ses Tswickau tsum Buch­sta­ben non gra­to erklär­te:

Nie­der­sach­sen und Bay­ern haben juri­sti­sche Kon­se­quent­sen für das Ver­wen­den des „Ts“-Symbols in der Öffent­lich­keit ange­kün­digt.

Als tsur Anar­chie nei­gen­der Ein­woh­ner Nie­der­sach­sens fin­de ich die­se Ent­schei­dung selt­sam, aber selbst­ver­ständ­lich möch­te ich in die­sen auf­ge­la­de­nen Tsei­ten nicht auf­be­geh­ren. Man könn­te mich sonst einen Putin­ver­ste­her nen­nen und das bin ich nun wirk­lich nicht – ich kann noch nicht so gut Rus­sisch.

Homer zzzzz.mov

Aber – nur so eine Fra­ge – wie wird man eigent­lich so und geht das auch wie­der weg?

In den Nachrichten
Kurz ange­merkt zu Ron­ja Malt­zahn

Aus der Dis­kus­si­on um die mir bis dahin völ­lig unbe­kann­te Ron­ja Malt­zahn, die auf­grund ihrer Fri­sur – Dre­ad­locks, also die typi­schen ver­filz­ten Haa­re der Rasta­fa­ri, Nach­kom­men afri­ka­ni­scher Skla­ven auf Jamai­ka – dem Kli­ma­schutz ent­ron­nen ist bzw. wur­de, da sie mit besag­ter Fri­sur „kul­tu­rel­le Aneig­nung“ („die Über­nah­me eines Bestand­teils einer Kul­tur von Mit­glie­dern einer ande­ren Kul­tur oder Iden­ti­tät“, Wiki­pe­dia) betrie­ben habe, lässt sich von einem ver­nunft­be­gab­ten Wesen, das die Argu­men­te der „Kli­ma­schüt­zer“ trotz­dem für die rich­ti­gen hält, eigent­lich nur fol­gern, dass die Über­nah­me von Tei­len rasta­fa­ria­ni­scher Kul­tur sei­tens des Westens ins­ge­samt und nicht bloß aus­zugs­wei­se ver­bo­ten sein muss; und damit halt auch die­se elen­de Kif­fe­rei nichts ist als eine geschichts­ver­ges­se­ne Unver­schämt­heit, deren Befür­wor­ter min­de­stens skla­ver­ei­to­le­rant sind und zwei­fel­los gecan­celt wer­den müs­sen.

Persönliches
Bedroht mit ent­spann­ter Stil­le

Auf einem Bus – Bus­wer­bung muss man sich ja auch erst mal lei­sten kön­nen – sah ich heu­te Wer­bung für die #kulturgesichter053. Was ich von gedruck­ten Hash­tags hal­te, soll­te hin­läng­lich bekannt sein.

In einem nicht hin­rei­chend gut gesi­cher­ten Brow­ser ent­hält die refe­ren­zier­te Eigen­wer­be­website auch einen von die­sen alber­nen Schie­be­tex­ten, die ich für end­lich über­wun­den hielt, aber lei­der war der beauf­trag­te Web­site­hip­ster zu faul, sich einen zwei­ten Text aus­zu­den­ken:


 

Zu lesen war auf die­sem Bus jeden­falls neben dem bescheu­er­ten Hash­tag, dass es ohne die Akti­vi­tä­ten der „Kul­tur­ge­sich­ter“, also irgend­wie kul­tur­re­le­van­te Per­so­nen aus der Regi­on, „still“ wer­de. ‘Bedroht mit ent­spann­ter Stil­le’ wei­ter­le­sen »

Sonstiges
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Script­ed Sex Rea­li­ty mit der „JOLIE“

In der aktu­el­len Aus­ga­be der längst zu mei­ner iro­ni­schen Lieb­lings­zeit­schrift avan­cier­ten „JOLIE“ – „April 2022“ – wur­de neben ein paar Vor­schlä­gen, wie man mit „Mond­ri­tua­len“ zu „mehr Ener­gie“ kom­men könn­te (Mond­stein, flieg!), auch eine Anlei­tung für „Dir­ty Talk“ ver­öf­fent­licht. Bereits an sech­ster Stel­le wird der Fort­ge­schrit­te­nen­kurs absol­viert:

Schreib dir ein Skript

(…) Beim Dir­ty Talk kann es hel­fen, dir im Vor­hin­ein zu über­le­gen, was du dei­nem Part­ner bei der näch­sten Begeg­nung mit­ge­ben willst.

Nur ein unro­man­ti­scher Zyni­ker wie ich hät­te jetzt den Haus­müll und nicht etwa „eine Hand­lungs­an­wei­sung (‚Ich will, dass du dei­nen Mit­tel­fin­ger auf mei­ne Kli­to­ris legst!‘)“, ebd., als Teil der Über­le­gun­gen parat, oder?

In den NachrichtenWirtschaftMir wird geschlecht
Iro­nisch femi­ni­sti­sche Außen­po­li­tik.

„Die Bun­des­re­gie­rung“ hat vie­le Plä­ne, „bekennt sich“ aber auch „erst­mals zu einer femi­ni­sti­schen Außen­po­li­tik“ („DW“, 7. März 2022) und das sieht dann unge­fähr so aus:

Ein Grü­nen­po­li­ti­ker han­delt mit Katar einen Erd­gas­deal aus. Aber Robert Habeck bleibt kaum eine Wahl.

Man wol­le näm­lich, so heißt’s, in rele­van­ten Din­gen wie der Ener­gie­ver­sor­gung nicht mehr von ein­zel­nen Staa­ten abhän­gig sein; wes­halb man neben der Brüll­ball-Welt­mei­ster­schaft ab Novem­ber die­ses Jah­res künf­tig auch das Strom­geld nach Katar trägt, wo man auch mal aus­ge­peitscht wer­den darf, wenn man west­üb­li­che Din­ge treibt.

„Toxi­sche Männ­lich­keit und patri­ar­cha­le Struk­tu­ren sind die Schlüs­sel­wör­ter, um zu ver­ste­hen, wor­um es bei femi­ni­sti­scher Außen­po­li­tik geht“ (Bir­git Rad­datz, ARD-Stu­dio Brüs­sel, vor kaum mehr als einer Woche [Archiv­ver­si­on]), näm­lich: um’s Geld.


Was unter­schei­det eigent­lich Juli­an Assan­ge von Mari­na Ows­jan­ni­ko­wa?

In den NachrichtenMontagsmusik
tau­mel – Lost in Space // Kei­ne SS-Frau für Ber­lin

Erst mal einen ApfelEs ist Mon­tag. Gedan­ke zur Ukrai­ne: Der letz­te bekann­te­re War­lord, den der Westen bewaff­net hat, damit er dem Rus­sen mal sei­ne Gren­zen auf­zeigt, wur­de 2011 von US-ame­ri­ka­ni­schen Sol­da­ten in Paki­stan umge­bracht. Bestimmt wird es dies­mal ganz anders lau­fen.

Die „jüng­ste Abge­ord­ne­te“ im Bun­des­tag, was anschei­nend ein Kri­te­ri­um für irgend­was sein soll, hat ihre erste Rede gehal­ten und die stimm­te gar nicht. Ihre Par­tei­kol­le­gin Kat­rin Göring-Eckardt ist der­weil empört, dass die Bun­des­re­gie­rung, der auch ihre Par­tei ange­hört, etwas beschlos­sen hat, für das sie selbst gestimmt hat. Es ist ein Lai­en­thea­ter; und dann nicht mal ein beson­ders gutes.

In Ber­lin heißt ein zuvor nach einem deut­schen Mon­ar­chen benann­ter Platz künf­tig statt­des­sen so wie ein Wehr­machts­of­fi­zier. Die SPD war dage­gen, weil er kei­ne Frau war. Herr­je.

Musik.

tau­mel – lost in space

Guten Mor­gen.

Mir wird geschlecht
Kurz gefragt zum Gen­der Pay Gap

Wenn es die berei­nig­te „Gehalts­lücke“ von unge­fähr sechs Pro­zent zwi­schen Mann und Frau, die – so will es das Nar­ra­tiv – nicht auf der Qua­li­tät der Arbeit, son­dern allein auf dem Geschlecht fußt, wirk­lich gäbe, war­um stel­len Fir­men dann nicht aus­schließ­lich Frau­en ein, um für die glei­che Arbeit weni­ger Geld aus­ge­ben zu müs­sen?

In den NachrichtenNerdkrams
Tore zum Mist­mach­web (9, Nach­trag): Die Hoff­nung auf den Bruch.

Oh nein…

Brä­che das TCF von einem Tag auf den ande­ren weg, ohne dass ein lega­ler Nach­fol­ger bereit­steht, wür­den poten­zi­ell vie­le Wer­be­plät­ze auf deut­schen Web­sites leer blei­ben. Ein grund­le­gen­der Umbau des Wer­be­ge­schäfts wäre not­wen­dig, und es ist unklar, ob die Umsät­ze aus dem Geschäft mit der per­so­na­li­sier­ten Wer­bung wie­der erreicht wer­den könn­ten.

…, nicht die Werbeplätze!!11!

(Das Plopp­ge­räusch gera­de? Das war mein Cham­pa­gner. Dabei mag ich Cham­pa­gner nicht mal.)