In den Nachrichten
Drei Viermal die Christen

Eins:

„Deshalb noch­mal beson­ders in die Ohren von ‚Christ‘-Demokraten gespro­chen: Der barm­her­zi­ge Samariter, der hat auch sei­nen Mantel geteilt und nicht erst gewar­tet, bis irgend­je­mand gekom­men ist und gesagt hat: Ich wäre auch noch bereit.“ Mit die­sen Worten for­der­te die Grünenpolitikerin Katrin Göring-Eckardt im Interview mit dem ZDF Hilfe für die in Not gera­te­nen Menschen des (mut­maß­lich durch Brandstiftung) nie­der­ge­brann­ten Flüchtlingslagers Moria.

Der hei­li­ge Martin hin­ge­gen war der mit dem Fass um den Hals, oder?


Zwei:

Der Gesetzentwurf zum Lobbyregister von CDU/CSU und SPD macht Ausnahmen für kirch­li­che Lobbybüros (…) und isla­mi­sche Religionsgemeinschaften (…)

Säkularismus? Aber doch nicht jetzt!


Drei:

Die Katholische Studierende Jugend (KSJ) schreibt „Gott“ ab sofort mit einem Genderstern. Mit einer neu­en Kampagne wol­le man sich für ein ande­res Gottesbild stark­ma­chen, „weg von dem stra­fen­den, alten, wei­ßen Mann mit Bart hin zu einer Gottesviel­falt“, teil­te die KSJ am Freitag mit.


Vier, einen noch fürn Weg:

Ein Unternehmer aus Aichach bei Augsburg hat sich laut Medienberichten vom Dienstag den als Jesu Kreuzesinschrift bekann­ten Begriff „INRI“ als EU-wei­te Marke gesi­chert. Die Eintragung gilt dem­nach für die vier Nutzerklassen Lederwaren, Textil, Kosmetika und Getränke. 

Ein Teil davon ver­stört mich. Es sind nicht die Getränke.

In den NachrichtenMontagsmusik
Beardfish - Until You Comply (live) // Hurra: Platten end­lich teuer!

War nie wirklich weg, hab mich nur versteckt.Es ist Montag. Corona macht vie­les zur­zeit schwer umsetz­bar, aber das, was 2020 wirk­lich zählt, bleibt unge­bro­chen: Es wer­den wie­der Exorzisten aus­ge­bil­det. Wieder ein Problem, das man gar nicht hät­te, wenn man Menschen durch Pandabären ersetzte.

Satire gefäl­lig? Postillon. Nebenbei sieht man wie­der, wor­an Kabarett in Deutschland schei­tert: Menschen joh­len, klat­schen, gehen nach Hause und wäh­len dann doch bei der näch­sten Gelegenheit wie­der die schreck­li­che väter­kri­ti­sche SPD irgend­wo­hin, etwa gestern wie­der in Nordrhein-Westfalen. Schrecklich, schrecklich.

Bei Amazon sitzt jetzt die NSA im Vorstand. Was hat Bill Gates denn jetzt schon wie­der vor?

Ein ehe­ma­li­ges EDV-Magazin aus Hannover berich­te­te, dass in den Vereinigten Staaten erst­mals wie­der mehr Umsatz mit Schallplatten als mit CDs erzielt wur­de, was ja eigent­lich nur bedeu­tet, dass Vinyl teu­rer ist als CDs, aber Gewinn und Umsatz aus­ein­an­der­hal­ten zu kön­nen ist eben nicht mehr zeit­ge­mäß; fast wie EDV-Magazine, möch­te ich hinzufügen.

Immer aktu­ell und nie­mals ana­chro­ni­stisch hin­ge­gen: Musik.

Beardfish - Until You Comply [Live]

Guten Morgen.

NetzfundstückePiratenparteiWirtschaft
Bedingt bedin­gungs­los (Nachtrag).

2018 nann­te ich die Verfechter eines bedin­gungs­lo­sen Grundeinkommens die sozia­li­sti­sche Nachhut der Piratenpartei. Gestern aber las ich in einer zu lan­gen Verlautbarung der sozia­li­sti­schen DKP, ein sol­ches Grundeinkommen sei viel­mehr ein Vehikel des Kapitals, um den eige­nen Status wei­ter­hin hal­ten zu können.

Erstaunlich, wo heu­te über­all der Neoliberalismus lauert.

NetzfundstückePolitik
Annahmen zum Linkssein (10): Erfolg gibt der Selbstaufgabe Recht.

Ich, 2018:

Das Konzept einer „Arbeiterpartei“ ist im 21. Jahrhundert auf­grund des im Alltag weit­ge­hend abge­schaff­ten sozia­len Klassensystems bei gleich­zei­ti­ger Vorherrschaft rei­cher Taugenichtse in eben­sol­chen Parteien gegen­stands­los gewor­den und sein all­mäh­li­ches Vergehen für eine vor­wärts­ge­wand­te Gesellschaft unbe­dingt notwendig.

Inge Hannemann, 2020:

Ich habe kei­ne Antworten mehr, wenn mich auf der Straße, wenn mich bun­des­wei­te Emails, Anrufe oder Nachrichten via Soziale Netzwerke errei­chen, die nach dem ver­lo­re­nen gegan­gen Engagement der Linken gegen­über Erwerbslosen, pre­kär Beschäftigten, Menschen mit Behinderung, Sozialleistungsberechtigten oder Erwerbsunfähigen suchen und fragen.

Der Elfenbeinturm derer, die sich mit den Parolen der Armen ein gesun­des Auskommen vom Einkommen erwirt­schaf­tet haben, ver­fügt inzwi­schen über beein­drucken­de Selbstschussanlagen.

Es erge­be kei­nen Sinn, die DKP oder die MLPD zu wäh­len, wenn man sich für die nie­de­ren Schichten ein­set­zen möch­te, weil doch Die Linke™ bereits über all deren Positionen ver­fü­ge und eine star­ke Linke wich­tig sei, las ich die­ser Tage. Unklar bleibt, für wen.

Netzfundstücke
Medienkritik in Kürze: „Echt nicht schlecht, so’n Helm!“

Die „Süddeutsche Zeitung“ (will nicht ver­linkt wer­den, LSR) ver­sucht sich neu­er­dings an Datenschutz:

Die SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Twitter angereichert. Um Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.

Dieser freund­li­che Hinweis ist ein­ge­bet­tet in eine Seite, auf der das Webbkoll zur­zeit Anfragen an 15 ver­schie­de­ne exter­ne Hosts, dar­un­ter unter ande­rem meh­re­re der Reklamekonzerne Google und Taboola, identifiziert.

Naja, wenig­stens kein Twitter.

In den NachrichtenPolitik
O tem­po­ra, o Moria

Saskia Esken, Twitter:

Die Bilder aus Moria sind erschüt­ternd, und sie sind eine Schande für Europa. Wir müs­sen umge­hend Hilfe vor Ort lei­sten und die Menschen, dar­un­ter vie­le Familien und Kinder, da raus­ho­len. Die BuReg muss jetzt den Weg frei­ma­chen für die Aufnahme[.]

Saskia Esken, Bundestag und BuReg:

Nein.

Warum genau schafft die­se Partei eigent­lich immer noch den Sprung über die 5-Prozent-Hürde?

NerdkramsNetzfundstücke
Tore zum Mistmachweb (7): Aus Bequemlichkeit durchs Blähweb

Eine weit­hin unbe­ach­te­te Konsequenz aus dem unge­hin­der­ten Treiben der Litfasssäulenbetreiber im Web, derer ich mir so zuvor noch gar nicht bewusst gewe­sen war, ist, dass das Verfolgen per Fingerabdruck ihret­we­gen zwin­gend mög­lich ist, wie ich einem eng­lisch­spra­chi­gen Artikel (im Folgenden aus­zugs­wei­se über­setzt) ent­neh­men konnte.

Dieser berich­tet davon, dass Apples Kampf gegen über­all ihre ekli­gen Brüllbanner hin­hän­gen­de Aufmerksamkeits- und Datenparasiten („Werbeindustrie“) im Wesentlichen bereits ver­lo­ren ist. Apple hat­te letz­te Woche ange­kün­digt, eine Funktion, die das Sammeln von Daten zu Spamzwecken erschwert, vor­erst aus­zu­set­zen, damit die Ausgesperrten genug Zeit haben, sich neue Möglichkeiten aus­zu­den­ken, irgend­wie an die­se Daten zu kom­men; was man halt so für wich­tig hält, wenn man sich als Datenschutzkonzern pro­fi­lie­ren möchte.

„9to5mac“ nun ent­warnt in ein­gangs erwähn­tem Artikel:

Letztendlich wird Apples jüng­ster Schritt zu mehr Privatsphäre kei­nen gro­ßen Unterschied aus­ma­chen: Es gibt bereits eine neue Möglichkeit, wie Werber uns ver­fol­gen kön­nen, und dage­gen kann Apple wenig tun - digi­ta­le Fingerabdrücke.

Das bedeu­tet, dass Webbrowser beim Aufruf von Websites bestimm­te gerä­te­spe­zi­fi­sche Daten auf dem Server hin­ter­las­sen, was, wie unter ande­rem Panopticlick zeigt, es oft ermög­licht, ein Gerät ein­deu­tig zu iden­ti­fi­zie­ren und im Folgenden zwecks Verhaltensanalyse gezielt durchs Web zu ver­fol­gen. Warum das „Tracking“ und nicht „Stalking“ heißt und wahr­schein­lich des­halb auch mit weni­ger har­ten Strafen belegt wird, erschließt sich mir im Übrigen nicht.

Der Teil des Textes, der in mir ein leich­tes Unwohlsein aus­ge­löst hat, ist aber dieser:

Immer, wenn Sie eine Website besu­chen, reicht der Browser ein paar Daten wei­ter, mit­hil­fe derer sicher­ge­stellt wer­den soll, dass die Seite auf Ihrem Gerät kor­rekt dar­ge­stellt wird. (…) Apple könn­te auch dage­gen kämp­fen, indem es es Ihnen ermög­licht, eini­ge der Informationen zu fäl­schen, genau wie Sie Ihre MAC-Adressen fäl­schen kön­nen, wenn Sie sich in ein öffent­li­ches WLAN ein­wäh­len. Viele der Informationen kön­nen aber nicht gefälscht wer­den, sonst wer­den Webseiten nicht mehr rich­tig dargestellt.

Man schel­te mich einen unge­bil­de­ten Menschen, wenn ich falsch lie­ge, aber mein begrenz­tes Fachwissen in so Internetdingen ließ mich bis­her anneh­men, dass die Darstellung einer Website zur Gänze im Webbrowser erzeugt wird und der ange­frag­te Server somit von dem anfra­gen­den Gerät weder eine Liste der instal­lier­ten Schriftarten noch die ein­ge­stell­te Zeitzone und nicht mal unbe­dingt Hinweise zum ein­ge­setz­ten Betriebssystem oder zur Farbtiefe des Bidschirms benö­tigt. Auch kei­ne mir bekann­te Webanwendung wür­de auf­hö­ren kor­rekt zu funk­tio­nie­ren, wenn man ihr all das verwehrte.

Manchmal wünsch­te ich mir mehr Wutbürger im Internet.

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: I Like Trains - Kompromat

iLiKETRAiNS - KompromatLange nichts mehr über Musik geschrieben.

Über I Like Trains, damals noch inter­es­san­ter sti­li­siert, schrieb ich im März 2012, ich habe „zum Beispiel auch die Geschicke von iLiKETRAiNS nach dem gelun­ge­nen Debüt und dem scheuß­li­chen Zweitling kaum mehr wei­ter ver­folgt“. Dabei war es bis 2020 geblie­ben, jetzt aber habe ich Kompromat gesam­melt in mei­ner Musiksammlung gefun­den, näm­lich das dies­jäh­ri­ge Album des­sel­ben Namens (Amazon.de, Bandcamp, TIDAL). Es sei, behaup­ten mei­ne Quellen, das zwei­te Album der eng­li­schen ehe­ma­li­gen Postrockband seit acht Jahren, inso­fern gab es frei­lich auch nicht viel zum Verfolgen.

Die Formulierung eben war bewusst gewählt, denn ehe­mals iLiKETRAiNS haben außer ihrer Schreibweise auch ihren Stil geän­dert. Auf „Kompromat“ geht es im wei­te­sten Sinne um die Informationsgesellschaft - end­lich mal wie­der ein Konzeptalbum also.

The truth is a con­stant stream of non-sequiturs.

Die musi­ka­li­sche Begleitung wür­de ich als aus New Wave, Shoegaze, Trip-Hop und Postpunk (u.a. „Patience Is a Virtue“) bestehend beschrei­ben, wür­de ich die Existenz von Genres aner­ken­nen, woge­gen ich mich auch wei­ter­hin zu stem­men beab­sich­ti­ge. Sänger David Martin als dem Album mit sei­ner Stimme den letz­ten Schliff ver­pas­send zu bezeich­nen wür­de ich aller­dings dann doch wagen wollen.

Die Vinyl- und CD-Versionen des Albums sol­len wegen Corona erst Ende September ver­füg­bar sein. Na gut, freue ich mich halt noch ein biss­chen län­ger darauf.

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Sexverbot in Dänemark

Das hier wird auch noch ein paar Menschen in Erklärungsnot bringen:

In Dänemark soll ein soge­nann­tes Einwilligungsgesetz wie in Schweden ein­ge­führt werden.

Denn:

Die Verteidigerin Mette Grith Stage befürch­tet, wie eini­ge ande­re Anwälte auch, dass das Zustimmungsgesetz zu mehr Fehlurteilen füh­ren könn­te. Vor allem, wenn der Angeklagte nach­wei­sen müss­te, dass es eine Einwilligung gege­ben hat­te. Das Gesetz sei unklar. (…) Strittig sind die Zeichen der Einwilligung. Einerseits genüg­ten Küsse, Flirtverhalten sowie das Mit-Nach-Hause-Gehen noch nicht als Einwilligung. Auf der ande­ren Seite heißt es, dass die Einwilligung auch non­ver­bal wie etwa durch Küsse gege­ben wer­den kann.

Andererseits: Das mit der Überbevölkerung hat sich ja dem­nächst dann auch erledigt.

Netzfundstücke
Flares - 8.500 // 2020: Nahchaoserfahrung ohne Anfassen

Dieser Artikel ist Teil 10 von 14 der Serie Congresskrise(n)

EulstationEs ist Montag. Da es medi­al zur­zeit pan­da­bä­ren­arm zugeht und auch sonst eine gewis­se Putzigkeit momen­tan aus­bleibt, da das Sommerloch 2020 aus Coronagründen nicht statt­fand (jetzt hat Corona auch schon die Pandabären auf dem Gewissen!), ist mei­ne momen­ta­ne Lieblingsmeldung auf einem grö­ße­ren Nachrichtenportal die­je­ni­ge, dass ver­meint­li­che Schutzsoftware PCs gefähr­det. Da hilft nur noch Schutzsoftwareschutzsoftware! Pandabären zum Beispiel wür­den PCs aber auch nicht gefähr­den. Oder doch?

An zwei­ter Stelle der lustig­sten Nachrichten, die momen­tan kur­sie­ren, steht bei mir die Spekulation eines YouTubers mit beknack­tem Alias, dass Disney aus finan­zi­el­len Gründen mög­li­cher­wei­se bei­zei­ten dar­auf ver­zich­ten wer­de, jeden ihrer Filme mit empower­ment zu ver­gäl­len, was, sofern es zutrifft, den Stellenwert von Inhalten bei heu­ti­gen Filmemachern ganz gut auf­zei­gen dürf­te, was wie­der­um erklärt, war­um ich die von mir in den letz­ten Jahren gese­he­nen wirk­lich neu­en Kinofilme unge­fähr an einer Hand abzäh­len kann. Und zwar nach dem ärger­li­chen Unfall im Sägewerk. - Anderswo (näm­lich in der „Augsburger Allgemeinen“) liest man die besorg­te Frage, ob Weihnachten Corona zum Opfer fal­le, weil Kirchen bis auf Weiteres eher nicht gut besucht wer­den soll­ten. Aus irgend­ei­nem lang­wei­li­gen Grund sei es doch sehr wich­tig für eine anschei­nend nach­rich­ten­re­le­van­te Zahl an Menschen, ein­mal im Jahr gemein­sam die Evolution zu leug­nen. Man ver­sprach mir Verlagssterben!

Als eben­so untot erweist sich die Studenten-CeBIT, die die­ses Jahr wohl statt in einem häss­li­chen Kongresszentrum im häss­li­chen Internet statt­fin­den wird. Das per­sön­li­che Treffen, tei­len die CCC-Veranstalter mit, sei sehr wich­tig, wes­halb man es die­ses Jahr nicht dazu kom­men las­se oder so, son­dern statt­des­sen die Teilnehmer online mit­ein­an­der ver­net­ze. Auch 2020 wur­de es jedoch wie­der ver­säumt, die Namensrechte an der CeBIT zu erwer­ben, so dass das welt­weit ein­zi­ge Hackertreffen, auf dem EDV-Affine eine deut­li­che Minderheit sind, die von den Angereisten bestaunt wird wie anders­wo unge­wöhn­li­che Affen im Zoo, statt­des­sen den däm­li­chen Namen „remo­te Chaos Experience“ tra­gen darf muss. Es wird im ver­link­ten Geschwall dazu auf­ge­ru­fen, den Organisatoren mit­zu­tei­len, wel­che Fehler sie auf jeden Fall ver­mei­den soll­ten. Ich fin­de das gut und emp­feh­le den Hinweis zu hin­ter­las­sen, dass man die­ses Jahr viel­leicht mal unge­wohn­te Wege gehen und sich auf EDV und rele­van­te Wissenschaften wie Physik kon­zen­trie­ren könn­te. Das hat bis­her noch nie­mand aus­pro­biert. Herausfordernd dürf­te es alle­mal sein, die­ses Jahr den regen Drogenhandel („self-medi­ca­ti­on“) zu orga­ni­sie­ren, der in den Vorjahren im „Congress“-Wiki geplant und durch­ge­führt wur­de. Vielleicht geht da ja was mit der Rohrpost. - Apropos: Man kön­ne das Ereignis am Jahresende zusam­men mit der „bevor­zug­ten Infektionsgemeinschaft“ angucken, wird ver­mit­telt. Ist es noch zu früh für Heroinwitze?

Andere ver­meint­li­che EDV-Fachdingsda sind auch gera­de wit­zig drauf: Ein bekann­tes Linuxblog etwa emp­fiehlt zur­zeit den Browser Min, der dem Minimalismus frö­ne und sei­nem Namen alle Ehre mache. Der Browser basiert auf Electron und somit Chromium. Ab wie viel Gigabyte RAM und wie viel CPU-Auslastung im Leerlauf beginnt eigent­lich die Stufe nach dem Minimalismus?

Gute Nachrichten aus den Vereinigten Staaten: Ein Gericht hat fest­ge­stellt, dass die NSA die pri­va­ten Gespräche von US-Bürgern gar nicht im gro­ßen Stil hät­te abhö­ren dür­fen. Ich freue mich schon jetzt dar­auf, dass sich aus die­ser Erkenntnis kei­ner­lei nach­tei­li­ge Konsequenzen für irgend­ei­nen Täter erge­ben. Wie geht es eigent­lich den Verantwortlichen für den Staatstrojaner heute?

Mir selbst jeden­falls geht es immer bes­ser mit Musik.

FLARES „8.500“ (Official Video)

Guten Morgen.

In den Nachrichten
Medienkritik in Kürze: Schmissig!

Zusammen mit Janine Wissler, die ihre ableh­nen­de Haltung zu dem kapi­ta­li­sti­schen System, in dem sie trotz­dem unbe­dingt gut bezahl­te Funktionärin wer­den will, mit einem unbe­ding­ten Antimilitarismus, der selbst mir ein aner­ken­nen­des Grunzen abringt, wie­der aus­gleicht, will auch Susanne Hennig-Wellsow künf­tig die Linkspartei füh­ren. Offene Wahlen mit Gegenkandidaten wären zu gefährlich.

Die „taz“ weiß dazu zu jour­na­lie­ren:

Susanne Hennig-Wellsow hat in Thüringen Chefinnenpotenzial bewiesen.

Weil:

Hennig-Wellsow kön­ne gut mit Macht umge­hen, sagt die ehe­ma­li­ge Thüringer Linken-Abgeordnete, Sabine Berninger, die 2019 aus dem Landtag aus­schied. „Sie hat eine ver­mit­teln­de Art, kann zuhö­ren und setzt sich mit Argumenten auseinander.“

Daher:

Als Kemmerich zum Ministerpräsidenten ver­ei­digt wor­den war, schmiss sie ihm mit einem knap­pen Nicken den Blumenstrauß vor die Füße. Die Frau mit dem Blumenstrauß saß danach in Talkshows bei Markus Lanz und Anne Will.

Was man halt so macht als ver­mit­teln­de Chefin.


Die Welt wird immer gefähr­li­cher; nach den zahl­lo­sen Autos, die dau­ernd irgend­wen erfas­sen, sind neu­er­dings auch aggres­si­ve Stichwaffen unter­wegs. Das zumin­dest ver­mit­telt „tagesschau.de“ in einer Meldung, die zahl­rei­che Angriffe in Birmingham beschreibt, ohne auch nur im Ansatz zu erwäh­nen, dass die Waffen viel­leicht von Menschen geführt werden.