Es ist Montag. Ich habe infolge uninspirierter Internetnutzung aus Versehen mit Milbenkäse das denkbar unveganste Gericht gefunden. Die Milben isst man mit. Mettigel war gestern. (Fundstück im selben Internet: „Bodybuilding“ sei Englisch und heiße „Leichenhalle“. Ich habe laut Luft ausgestoßen.) — Anderes Gemüse: „The Onion“ (hihi, ihr versteht, wegen „Gemüse“ und „Zwiebel“) fasst die Lage in den USA kurz zusammen.
Kurze Presseschau jenseits der Satire: Der „SPIEGEL“ ist gewohnt unerträglich. Sympathisch zynisch, wer dessen Pressesterben mittels Zahlungsausgang immer noch verzögert. — Etwas weniger unerträgliche Presse, aber trotzdem: Immer, wenn ich Artikel wie diesen hier in ausgerechnet der „taz“ genießen darf, in denen deren jeweilige Autoren das Militär für eine höchst wichtige Angelegenheit halten, möchte ich ein Gesetz erlassen (lassen), das jeden Parteivorsitzenden und/oder Minister dazu zwingt, vor Amtsantritt ein halbes Gesellschaftsjahr an der Front verbracht zu haben. Dann denkt man auch etwas vernünftiger über die Pflicht zur vermeintlichen „Verteidigung“ nach. (Wählt mich.)
Apropos „ein Gesetz erlassen (lassen)“: In Riesa fanden am jüngst vergangenen Wochenende sowohl ein AfD-Parteitag als auch Gegendemonstrationen statt. Dass das Grundrecht (gar: die Pflicht), einen Parteitag abzuhalten, aus gutem Grund existiert, habe ich anderweitig schon hinreichend ausführlich erläutert. Im gegebenen Kontext dürfte der hinsichtlich des Wortes „Schwachkopf“ erst kürzlich (wieder) zu einigermaßen trauriger Berühmtheit gelangte § 188 StGB mehr als nur zwei- oder dreimal verletzt worden sein. „Ganz Riesa“ hasse die AfD, hieß es. Den Eindruck, den diese Parole auf jemanden macht, der die neuesten Wahlergebnisse aus Riesa wenigstens zur Kenntnis genommen hat, vermag ich gar nicht in Worte zu fassen. Stattdessen folgende Frage: Wäre es nicht im Sinne aller, diesen Majestätsparagraphen für „die da oben“ abzuschaffen, bevor „die da oben“ einer Partei angehören, die noch humorloser ist als die Grünen? (Siehe auch: Maschinist.)
Um „die Lage“ vom Anfang nochmals aufzugreifen: Bei daMax fand ich eine schöne Alternative zu Invidious in Form von NSFW YouTube. Leider bin ich momentan viel zu faul, um unbedingt herausfinden zu wollen, ob ich das irgendwie in yaydl verwursten kann. Heute ist das aber ohnehin nicht so wichtig, denn bis auf Weiteres beginne ich nach wie vor die Woche in dieser Publikation mit dem normalen YouTube und von dort mit: Musik.
Hab’ Laune heute.
Guten Morgen.



“Bodybuilding” gefällt mir. “Jungfernflug” ist demnach wohl eine Art Klassenfahrt.
Jasper von Altenbockum schwadroniert im heutigen Newsletter der F.A.Z. von der “frivolen Radikalität” der AfD. Mittlerweile frage ich mich, ob Sprache noch eine Bedeutung hat.
Na komm, die FAZ ist die Urheimat des Geschwurbels. Das muss da.
Vor der FAZ hatte ich eine Zeitlang die NZZ und ungefähr zweimal die Süddeutsche gelesen. Die FAZ ist eine wahre Genugtuung.