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The Decem­be­rists – The Black Maria // mu4e, Emo­jis und Zivil­ge­sell­schaf­ten

Wohin des Wegs? - Kurz in die Wanne. - Ich komm' gleich nach.

Es ist – zum letz­ten Mal in die­sem Jahr – Mon­tag. Die Böl­ler­nach­fra­ge explo­diert. Ja nun, was soll sie denn auch sonst machen, die Nach­fra­ge?

In der aktu­el­len Aus­ga­be der „F.A.S.“ beklagt die Histo­ri­ke­rin Ute Fre­vert, der „pas­si­ve Opfer­sta­tus“ sei „heu­te mit ganz hohen Sym­pa­thie­wer­ten belegt“. Wo bleibt eigent­lich die­ser „radi­ka­le“ Umbruch der Zivil­ge­sell­schaft, vor dem immer alle „war­nen“? (Ande­rer­seits: Die „Zivil­ge­sell­schaft“ sei defi­niert als das Gegen­teil von „rech­ten Par­tei­en“, quatscht Johan­nes Dros­dow­s­ki. Die Annah­me, dass Spra­che vor allem auf Kon­sens beruh­te, scheint anti­quiert.) – In den dort geschol­te­nen sozia­len Medi­en neh­men Emo­jis, wie ich oft bekla­ge, über­hand. Kein Wun­der, dass mich das so stört: Wer – wie ich – im Umgang mit Frem­den eher mehr als nur vor­sich­ti­ge Zurück­hal­tung übt als die extro­ver­tier­te Ram­pen­sau zu geben, der mei­de Emo­jis häu­fi­ger, infor­miert die Wis­sen­schaft. Ich mag die Wis­sen­schaft.

(Es kann und soll­te übri­gens den wohl aller­mei­sten Men­schen völ­lig egal sein, wen der „STERN“, der „SPIEGEL“ oder zum Bei­spiel ein gelang­weil­ter Mil­li­ar­där jeweils im Aus­land zu wäh­len emp­fiehlt und wen nicht. Bei eini­gen dau­ert die­se Erkennt­nis län­ger als bei ande­ren.)

Zum The­ma Erkennt­nis­se und/oder Mil­li­ar­den auch: Der Ent­wick­ler von Mail­Ma­te, einem der am wenig­sten schei­ßen Mail­pro­gram­me für macOS, hat die Nase voll von sei­nem vor über zehn Jah­ren ein­ge­führ­ten Ein­mal­kauf­mo­dell mit Gra­tis­up­dates und stellt das Pro­gramm mit Ver­si­on 2.0 auf eine Art frei­wil­li­ges Abon­ne­ment um. Auch gut. So hat­te ich wenig­stens mal eine Aus­re­de, mich etwas aus­führ­li­cher mit der Kon­fi­gu­ra­ti­on von mu4e mit meh­re­ren Mail­kon­ten zu beschäf­ti­gen. Zu mei­ner eige­nen Über­ra­schung bin ich nach ein biss­chen Kon­fi­gu­ra­ti­on gar nicht mal unbe­ein­druckt. Ich bin schon sehr gespannt, wie kon­se­quent ich dies­mal bin.

„Jim­my“ Car­ter ist tot. Der Umstand, dass er aus frie­dens­po­li­ti­scher Sicht einer der weni­ger schreck­li­chen US-Prä­si­den­ten seit Ende des Zwei­ten Welt­kriegs war, spricht wahl­wei­se für ihn oder gegen die übri­gen US-Prä­si­den­ten. Ich per­sön­lich habe mich für eines davon ent­schie­den.

Und natür­lich für: Musik.

The Black Maria

Guten Mor­gen.

Senfecke:

  1. Hit­ler hät­te bestimmt ganz vie­le Emo­jis benutzt. Er hät­te sie aber viel­leicht „Gesöchts­ausd­rocks­böld­zei­chen“ genannt.
    https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/hitler.gifhttps://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_bravo2.gifhttps://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_biggrin2.gif

      • Hit­ler is dein Mud­der, du Schpast. Guckst du dei­ne komi­sche Name! https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_doh.gif
        Im Ernst: „Hit­ler“ ist eine fik­ti­ve Per­son, wahr­schein­lich erfun­den im Früh­som­mer 1945 in Bie­le­feld-Brack­we­de von einem klan­de­sti­nen Kol­lek­tiv natio­nal gesinn­ter Histo­ri­ker und Vogel­kot­be­schau­er, damit wir Deut­sche jeder­zeit leich­ten Sin­nes sagen kön­nen: Ich bin’s nicht, Adolf Hit­ler ist es gewe­sen. Eine ande­re Theo­rie besagt, dass „Hit­ler“ erst in den frü­hen 1950ern in einem evan­ge­li­schen Kin­der­gar­ten („Die deut­schen Christ­kin­der“) in Aschaf­fen­burg erdacht wur­de, von einem gewis­sen Gui­do F. Knopp, der damals noch in die Hose mach­te, aber bereits eine recht blü­hen­de Fan­ta­sie und einen ganz unkind­li­chen Sinn für Kar­rie­re­pla­nung und tol­le Geschäfts­ideen („Wenn ich groß bin, dann will ich zum ZDF!“) beses­sen haben soll.

  2. ‚Zivil­ge­sell­schaft“ defi­niert sich als „Gramskis kol­lek­ti­vi­sti­scher Gegen­ent­wurf zur indi­vi­dua­li­sti­schen bür­ger­li­chen Gesell­schaft“. Also so, wie Dros­dow­s­ki es schreibt, wenn auch weni­ger tech­nisch als euphe­mi­stisch.

    PS: Auch wenn ich ahne, dass Ihnen mei­ne Wün­sche egal bis lästig sein dür­fen, bin ich so unhöf­lich, Ihnen ein gutes neu­es Jahr zu wün­schen.

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