KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: Nad­ja – Nal­e­pa

Nadja - Nalepa

Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Es gibt Lie­der, die hört man und denkt: Hä? Und dann denkt man: Das ist so furcht­bar, das muss ich ande­ren Leu­ten auch zur Kennt­nis geben; so auch die­ses. Aber dar­um soll es heu­te nicht gehen. Gehen soll es um Musikal­ben, die hört man und denkt: Das ist so groß­ar­tig, das muss ich ande­ren Leu­ten auch zur Kennt­nis geben; so auch die­ses. Es han­delt sich um „Nal­e­pa“ des in Ber­lin behei­ma­te­ten kana­di­schen Duos Nad­ja (TIDAL, Bandcamp.com, LP mit CD) und es gefällt mir sehr.

Ver­stärkt wer­den die bei­den Musi­ker hier aus­nahms­wei­se von einer rich­ti­gen Schlag­zeu­ge­rin, die an die Stel­le des wohl vor­her rein elek­tro­nisch erzeug­ten Schlag­zeugs gerückt ist und auf dem im glei­chen Jahr, also 2022, erschie­ne­nen Nach­fol­ger „Laby­rinthi­ne“, das tat­säch­lich mein Ein­stieg in die Musik von Nad­ja war, auch schon wie­der nicht mehr dabei ist. Ihre Lei­stung, um das vor­weg­zu­neh­men, ver­mag mich als einen Freund der krau­ti­gen Moto­rik zum men­ta­len Applaus zu ver­lei­ten. Dass hier und da, wenn auch nur kurz, auch die Rhyth­mik der frü­hen Vel­vet-Under­ground-Schei­ben auf­blitzt, min­dert mei­nen inne­ren Jubel im Übri­gen kei­nes­falls. Drum­her­um strickt das Kern­duo – man hört es wie auch auf den bes­se­ren Alben von Boris kaum, aber die Beset­zung auf die­ser Ver­si­on von „Nal­e­pa“ ist wohl tat­säch­lich die klas­si­sche Rock­be­set­zung aus Gitar­re, Schlag­zeug und Bass – eine dich­te Decke aus aller­lei Shoegaze‑, Noise‑, Dro­ne- und gele­gent­li­chen Ambi­ent­klän­gen. Das Inter­net schwätzt was von „Dream Doom“, aber sol­che Träu­me habe ja nicht mal ich.

Scha­de eigent­lich.

Irgend­wo begeg­ne­te mir der Gedan­ke, es gebe David-Lynch- oder wenig­stens David-Firth-Musik, und so muss man „Nal­e­pa“ wohl auch betrach­ten. Ver­las­se­ne Fabrik­hal­len neben einer Renn­strecke, indi­sche Raum­schif­fe (bei­des allein in „Funk­spiel V“), ein Huf­schmied bei der Arbeit und dazwi­schen der Hörer, hier also: ich. War­um auch nicht?

Die sechs Stücke hei­ßen „Funk­spiel I“ bis „Funk­spiel VI“, was ver­mut­lich etwas mit dem Auf­nah­me­raum im Ber­li­ner Funk­haus zu tun hat, und sind (wenn auch nicht viel) unter einer Stun­de lang. Das macht nichts, Nad­ja machen sich mit neu­en Ver­öf­fent­li­chun­gen ja auch nicht eben rar. Das näch­ste Album, „cut“, wird bereits über­mor­gen ver­öf­fent­licht wor­den sein, aber das habe ich auch noch nicht gehört.

Erst mal also „Nal­e­pa“. Das beschäf­tigt so einen Ver­stand ja auch eine Wei­le.

In den Nachrichten
Kurz ange­merkt zu Göt­ter­be­zu­̈­gen

Man kann über die von der CDU sowie Ver­tre­tern abra­ha­mi­ti­scher Reli­gio­nen unter­stütz­te lusti­ge Idee, das, was in der Lan­des­ver­fas­sung von Schles­wig-Hol­stein noch drin­gend gefehlt habe, sei ein Got­tes­be­zug (Archiv­ver­si­on), in völ­li­ger Oppo­si­ti­on natür­lich bloß – wenig kon­struk­tiv – athe­istisch-säku­la­re Wit­ze machen, immer­hin sind ja selbst in Schles­wig-Hol­stein mitt­ler­wei­le Hexen- und Juden­ver­fol­gung eher ver­pönt und angeb­lich darf man sogar die Bibel vie­ler­orts in Zwei­fel zie­hen, aber mich wür­de ohne all­zu viel Iro­nie doch hin­rei­chend inter­es­sie­ren, wie eine „For­mu­lie­rung, die nie­man­den aus­grenzt und so gestal­tet ist, dass Men­schen in aller Unter­schied­lich­keit in sie ein­stim­men kön­nen“ (ebd.), unter Berück­sich­ti­gung sowohl poly- als auch athe­isti­scher Über­zeu­gun­gen wohl aus­se­hen soll, dass ich (zuge­ge­ben: ich woh­ne momen­tan nicht in Schles­wig-Hol­stein) mich für die im Ergeb­nis dann wohl doch unab­sicht­lich brül­lend komi­sche Umset­zung – Vor­schlag mei­ner­seits auf Grund­la­ge der der­zei­ti­gen Prä­am­bel: „Der Land­tag hat (…) im Bewusst­sein der eige­nen Geschich­te und sei­ner Ver­ant­wor­tung vor kei­nem Gott, dem einen Gott oder allen Göt­tin­nen und Göt­tern (Unzu­tref­fen­des bit­te strei­chen) (…) die­se Ver­fas­sung beschlos­sen“ – grund­sätz­lich doch erwär­men könn­te.

In den NachrichtenNerdkrams
Wer sich in die „Cloud“ begibt, der kommt dar­in um (9).

Es hat ja alles auch immer sei­ne wit­zi­ge Sei­te; die­se Mel­dung etwa …

Zahl­rei­che Platt­for­men haben am Mon­tag­vor­mit­tag mit Aus­fäl­len zu kämp­fen. Zu die­sen Dien­sten gehö­ren der Mes­sen­ger Signal, der Social-Media-Dienst Snap­chat und das mobi­le Spiel Clash of Clans. (…) Ver­mut­lich ist ein Pro­blem beim Ser­ver-Anbie­ter Ama­zon Web Ser­vices (AWS) für die Aus­fäl­le ver­ant­wort­lich.

… hat die­se wit­zi­ge Sei­te:

Hal­lo ich bin @herrbett und ich kann mei­ne smar­te Hei­zung nicht aus dem Urlaubs­mo­dus holen, weil aws-us-east‑1 kaputt ist. 😭

Zwar wird sich jetzt in den­je­ni­gen sozia­len Medi­en, die noch funk­tio­nie­ren, dar­über aus­ge­tauscht, dass das mit Matrix oder ande­ren Alter­na­ti­ven nicht pas­siert wäre, was nur so lan­ge rich­tig ist, wie kein Teil der jewei­li­gen Ser­ver­in­fra­struk­tur in der „Cloud“ liegt (und ab einer gewis­sen Grö­ße wird das zuse­hends unwahr­schein­li­cher), aber aus den Aus­fäl­len lang­fri­sti­ge per­sön­li­che Kon­se­quen­zen zu zie­hen wird abseh­bar doch dem ver­meint­li­chen Kom­fort geop­fert wer­den. Das lief bis­her so, das wird sich wohl kaum bes­sern.

Lie­ber frie­ren als selbst am Knopf dre­hen zu müs­sen. Die­je­ni­gen, deren maß­geb­li­ches Ein­kom­men dar­in besteht, den Men­schen mög­lichst viel digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät zu neh­men, indem sie ihnen eine „Cloud“ auf­schwat­zen, dürf­ten fei­xen. Der Jah­res­bo­nus ist gesi­chert.

PolitikNetzfundstückeMontagsmusik
Cli­ve Ste­vens & Fri­ends – Yester­day, Today & Tomor­row // No Kings, no Mit­spra­che­recht

🎵 Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen, Sonnensch- 🎶 (nein)

Es ist Mon­tag. Eine frei­schwin­gend gela­ger­te Mas­se habe einen Frie­dens­preis gewon­nen, las ich anders­wo. Für die­ses fei­ne Sezie­ren von Wort­un­sinn ver­lin­ke ich auch mal in frem­de Kom­men­ta­recken. In mei­nem Stadt­bild habe ich übri­gens sel­bi­ges außer­or­dent­lich stö­ren­de Rekla­me­ta­feln gese­hen. Hil­fe, Herr Bun­des­kanz­ler!

Womit ich auch schon mit­ten­drin wäre in den Nach­rich­ten. Der Deutsch­land­funk (Archiv­ver­si­on) infor­miert, in Bran­den­burg sei die AfD zwei­mal nicht Bür­ger­mei­ster­par­tei gewor­den. Für die Aus­sa­ge, wel­che Par­tei statt­des­sen jeweils gewon­nen hat, muss man mehr lesen als die Über­schrift. Ist ja auch nicht so wich­tig. Das jour­na­li­sti­sche Text­for­mat „Was heu­te nicht pas­siert ist“ war mir aber immer­hin neu und damit irgend­wie inter­es­sant, aber könn­te man es bit­te wie­der ein­stel­len? Vie­len Dank.

In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten, aus­weis­lich sozia­ler Medi­en neu­er­dings auch auf Deut­sche (na gut, zumin­dest Ber­li­ner) abfär­bend, wird unter dem Mot­to „Kei­ne Köni­ge“ – „No Kings“ – für mehr Demo­kra­tie gegen herr­schen­de Olig­ar­chen demon­striert. Kei­nes­wegs damit ver­bun­den ist jedoch die über­fäl­li­ge Dis­kus­si­on über die etwa­ige Not­wen­dig­keit oder wenig­stens Vor­tei­le der direk­ten Demo­kra­tie (mon­ar­chi­sti­sche Grund­struk­tur optio­nal), deren fan ich zuse­hends ener­gi­scher wer­de, je län­ger ich mir angucken muss, was sonst so pas­siert. Auf kei­nen Fall aber möch­te ich hier­für die Regie­rung stür­zen. Ich hal­te momen­tan mehr von sanf­ter Über­zeu­gung als von radi­ka­ler Umwäl­zung. Eine sol­che spül­te immer nur so unhöf­li­che Gestal­ten nach vorn. – Zum glei­chen The­ma: Gun­nar Hin­ck, beruf­lich laut Autoren­hin­weis­tä­fel­chen Mei­nung­ha­ber bei der „taz“, blö­delt für eben­je­ne, Mon­ar­chien „abzu­schaf­fen“ (eine wenig­stens spre­chen­de Wort­wahl) habe nur Nach­tei­le für „alle Sei­ten“: die „Bevöl­ke­run­gen“ etwa „könn­ten ihre Spit­ze end­lich wäh­len und abwäh­len“. Ganz schön EU-kom­mis­si­ons- und bun­des­prä­si­den­ten­kri­tisch. Die da oben hal­ten viel­leicht Akten geheim und viel­leicht auch nicht, mut­maßt die staats­feind­li­cher Umtrie­be bis­her weit­ge­hend unver­däch­ti­ge Web­site „Abge­ord­ne­ten­watch“. An Infor­ma­tio­nen gerät man den­noch, man fra­ge ein­fach einen Satel­li­ten. Die glo­ba­li­sier­te Digi­ta­li­sie­rung läuft genau so her­vor­ra­gend wie erwar­tet.

Und da wir sozu­sa­gen gera­de beim The­ma EDV sind: Da sich Blues­ky für nie­man­den über­ra­schend mitt­ler­wei­le auch inter­na­tio­nal als „da soll­te man nicht sein“ her­aus­ge­stellt hat, aber eini­ge Men­schen trotz­dem irgend­wo sein „müs­sen“, lese ich auf Mast­o­don wie­der immer öfter die Idee, man sol­le doch dort wie­der akti­ver wer­den. Für den Fall, dass es auch dort bald zur Implo­si­on kommt (obwohl das wirk­lich spät wäre), ist mir letz­te Woche mit Org Social eine nerdig-nischi­ge Alter­na­ti­ve unter­ge­kom­men: Jeder Account ist eine Text­da­tei auf einem selbst­ge­wähl­ten Ser­ver, der Stan­dardcli­ent (wobei es natür­lich auch Alter­na­ti­ven gibt) ist GNU Emacs. Ich behal­te das mal im Auge.

Behal­te ich statt­des­sen im Ohr: Musik.

Atmo­sphe­res ft Cli­ve Ste­vens And Fri­ends – Yester­day, Today & Tomor­row

(Da! Er hört schon wie­der Jazz statt kaput­tem Metal­co­re! Jetzt ist er end­gül­tig komisch gewor­den!)

Guten Mor­gen.

Sonstiges
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Der Sprech und das Denk

Ein „Sprech“ sei es also, was aus dem CDU-Vor­sit­zen­den unter zustim­men­dem Nicken eines Herrn von der SPD her­auspur­zel­te, näm­lich ein „Nazi­sprech“, tönt es aus und in den sozia­len Medi­en. Nun hat­te Die­ter Hil­de­brandt zu dem oft in glei­chem Kon­text aus­ge­spie­nen Wort „Het­ze“ schon alles Nöti­ge gesagt: dass man näm­lich, wenn man aus der „Het­ze­rei“ oder auch dem „Het­zen“ eine „Het­ze“ mit Aus­laut-e-Schwa macht, dabei ziem­lich blöd aus­sieht; dass aber aus der Spra­che ein „Sprech“ wer­de und es nur noch eine Fra­ge der Zeit ist, bis aus dem Gedan­ken ein „Denk“ gewor­den sein wird, wobei man zwar nicht blöd aus­sieht, aber sich blöd anhört, hat­te auch er wohl nicht geahnt.

Der Glück­li­che, erle­ben muss er’s ja nicht mehr.

Politik
Kurz gefragt zum Wehr­pflicht­los­ver­fah­ren

Wenn sich die Poli­tik, zu deren ärger­lich­sten Eigen­schaf­ten es gehört, dass das, was sie beschließt, groß­teils die betrifft, die sie nicht gestal­ten dür­fen, nun also auf ein Los­ver­fah­ren (Archiv­ver­si­on), das ich nur unter Pro­test nicht mit einer eng­li­schen Sil­be anlau­ten las­se, für die Bestim­mung derer, deren Leben ihr weni­ger wert sein soll als ande­re, geei­nigt hat: wäre es da nicht pas­sen­der­wei­se mit rus­si­schem Rou­lette getan?

NetzfundstückeIn den NachrichtenMontagsmusik
Cast­le Rat – Wizard // Just­De­le­te­Me

Na, öfter hier?

Es ist Mon­tag. Tau­sen­de Deut­sche, las ich, haben bereits den Kriegs­dienst ver­wei­gert. Fra­ge dazu: hat das Venn­dia­gramm derer, die es noch nicht getan haben, derer, die wegen Alter und/oder Geschlecht sowie­so fein raus sind (ein Hoch auf die Gleich­stel­lung, aber wo bleibt sie?), und derer mit lei­ser Hoff­nung dar­auf, dass Sta­lin­grad gerächt wer­den kön­ne, wirk­lich drei Krei­se?

Neu­lich erfuhr ich, dass Men­schen, die statt an der Front für ihr angeb­li­ches Vater­land etwas weni­ger ehr­los im Hos­piz zu ster­ben geden­ken, „Gäste“ hei­ßen. Was schreibt man da eigent­lich in die Bewer­tung? „5/5 Ster­ne, hier stirbt man ger­ne“? – Bewer­tung in einem ande­ren Sin­ne: Bit­co­in, das „Geld der Zukunft“, „sicher“ vor „den Märk­ten“, ist pünkt­lich zum Wochen­en­de mal wie­der abge­stürzt. Jump you fuckers.

Apro­pos „fuckers“: Natür­lich in Ber­lin haben schwu­le Leh­rer im Umgang mit man­chen mus­li­mi­schen Schü­lern ein Pro­blem, ihre Auto­ri­tät durch­zu­set­zen (die Dis­kus­si­on über die Not­wen­dig­keit einer Auto­ri­tät mal bei­sei­te­ge­las­sen), erfah­re ich beim Huma­ni­sti­schen Pres­se­dienst. Man kann nach Begut­ach­tung der dort geschil­der­ten Situa­ti­on dem fana­ti­schen Able­ger des Islams zumin­dest atte­stie­ren (wenn auch kei­nes­wegs zugu­te­hal­ten, was schon der ver­sprüh­te Eifer mit­samt der aus ihm fol­gen­den Gewalt nach­drück­lich ver­bie­ten soll­te), dass er das Betra­gen der christ­li­chen Mis­sio­na­re, die in wei­ten Tei­len der Welt, Kon­ti­nen­tal­eu­ro­pa ein­ge­schlos­sen, zula­sten der Nicht­chri­sten gewü­tet haben wie sonst nur wenig vor und nach ihnen, sozi­al­psy­cho­lo­gisch wert­voll spie­gelt; die Impli­ka­ti­on, dass das, was in Zukunft zu erwar­ten sein sol­le, noch mehr Reli­gi­on sein soll, hal­te ich aber für kaum wün­schens­wert. Reli­gi­on und Glau­be, zwei zwar weit­ge­hend dis­junk­te Din­ge, die jedoch zu mei­ner unge­min­der­ten Ver­blüf­fung nur von weni­gen, die sich als mit wenig­stens einem davon aus­ge­stat­tet begrei­fen, als sol­che ver­stan­den wer­den, sind kaum brauch­ba­re Trieb­fe­dern eines funk­tio­nie­ren­den Sozi­al­ge­fü­ges, sobald sie sich über ande­re zu erhe­ben beab­sich­ti­gen. Eine Welt­an­schau­ung, die die­ser Form von Rekla­me bedarf, ist eine Welt­an­schau­ung, die geschei­tert ist.

Immer noch zum glei­chen The­ma, also Fuckers: Vor fast einem Jahr schrieb ich, der Staat bestra­fe die Staats­bür­ger­schaft mit regel­mä­ßi­ger Zah­lungs­auf­for­de­rung über 37 Euro. Mich freut, dass mei­ner Kri­tik jetzt end­lich Taten fol­gen: Der Per­so­nal­aus­weis, den man bezah­len muss, weil man einen sol­chen (oder wenig­stens einen Rei­se­pass, der frei­lich noch mehr kostet) haben muss, soll künf­tig teu­rer wer­den (Archiv­ver­si­on). Nach­weis­bar deutsch zu sein muss man sich ja auch erst mal lei­sten kön­nen.

Es gibt, wie ich letz­te Woche her­aus­fand, mit Just­De­le­te­Me wenig­stens einen Web­dienst, der tat­säch­lich die Eigen­schaft „Dienst“ erfüllt, indem er eine Liste diver­ser Web­sites und son­sti­ger „Ange­bo­te“ vor­hält, bei denen man mit­hil­fe eben­die­ses Dien­stes sein etwa­iges Nut­zer­kon­to ent­fer­nen kann. Ich fin­de wenig­stens die­ses Ange­bot gut und emp­feh­le es wei­ter.

Alles Nöti­ge zu „künst­li­cher Intel­li­genz“ in der „Kunst“ hat der­weil Matthew Inman zusam­men­ge­fasst. Ehr­li­che Kunst hin­ge­gen: Musik.

Cast­le Rat – “WIZARD” (Offi­ci­al Music Video)

Guten Mor­gen.

ProjekteNerdkrams
In eige­ner Sache: delout – Datei­en lö­schen, aber es ist Brea­kout.

Ich hat­te eine lusti­ge Idee, mit der man bestimmt vie­le Men­schen ärgern kann: Man stel­le sich vor, es gebe eine mög­lichst fru­strie­ren­de Mög­lich­keit, Datei­en zu löschen, die aber auch irgend­wie Spaß macht. Zum Bei­spiel, indem jede Datei ein Block eines Brea­kout­spiels ist. Die­se Idee hat­te ich mal auf dem Klo oder so und sie muss­te raus.

delout

Das wäre dann so weit erle­digt.

Sonstiges
Minia­tu­ren (09.10.25)

Das Ärger­lich­ste an der Über­schrift „Ver­hand­lun­gen zu ‚Chat­kon­trol­le‘ vor­erst geschei­tert“ (ORF) ist das Vor­erst.


Ich habe die­ser Tage im Super­markt meh­re­re Sor­ten „Scheu­er­milch“ gese­hen. Ist das auch so ein Ersatz­pro­dukt?


„Kaf­fee­ma­schi­nen brau­chen anders als Hand­fil­ter regel­mä­ßi­ge Zuga­be von Ent­kal­ker, sonst funk­tio­nie­ren sie nicht mehr“ bemän­gel­te er, der anders als Hand­fil­ter regel­mä­ßi­ge Zuga­be von Kof­fe­in brauch­te, sonst funk­tio­nier­te er nicht mehr.


(Will man das, so als Mensch: funk­tio­nie­ren?)


Heu­te las ich aus irgend­ei­nem Grund eine Hit­ler­re­de von 1941, in der es um (also: gegen) Russ­land ging. Kurz dach­te ich, ich sei bei der Tages­schau gelan­det.


Das neue Album von Augn tut mir im Kopf weh. Das ist aber ver­mut­lich genau die­je­ni­ge Bewer­tung, die den Musi­kern vor­schwebt. Ich respek­tie­re das.

In den Nachrichten
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Foto­schutz wie Sand am Meer

Völ­lig rich­tig, was da aus der „FAZ“ (will nicht direkt ver­linkt wer­den, LSR) raus­FAZt:

Es kom­me immer wie­der vor, dass pri­va­te Droh­nen ille­gal etwa über Gefäng­nis­se, Flug­hä­fen und Bun­des­wehr­stand­or­te flö­gen, um mit Kame­ras ver­bo­te­ne Auf­nah­men zu machen. „Preis­wer­te Droh­nen gibt es heu­te ja wie Sand am Meer“, ergänz­te der Poli­zei­spre­cher. (…) Nach Droh­nen­sich­tun­gen an zwei auf­ein­an­der­fol­gen­den Tagen am Münch­ner Flug­ha­fen wird über einen bes­se­ren Schutz der Air­ports in Deutsch­land dis­ku­tiert.

Nicht, dass da noch jemand ein Foto macht.

NetzfundstückeMontagsmusik
Neu! – Hal­lo­gal­lo // Ohne Hose gegen den Ter­ror

Füße hoch und Snack raus, es ist Montagmorgen

Es ist Mon­tag. Zum jüng­sten Lon­don­auf­ent­halt möch­te ich nach den Erfah­run­gen des Rück­flu­ges viel­leicht noch Fol­gen­des ergän­zen: Wenn ich näch­stes Mal von und/oder nach Heath­row flie­ge, wer­de ich vor­her ein T‑Shirt mit einem Text bedrucken las­sen, der im Wesent­li­chen aus­sagt, dass ich nur des­halb von und/oder nach Heath­row flie­ge, weil es mein gehei­mer Fetisch ist, vor frem­den Män­nern die Hose run­ter­zu­las­sen. Viel­leicht den­ken sie über ihre Gür­tel­ab­nah­me­pflicht dann noch mal ergeb­nis­of­fen nach. Men­schen tra­gen gewöhn­li­che Gür­tel sel­ten zum Zwecke der Explo­si­on (hier­für schei­nen mir auch irgend­wel­che Fit­ness­spie­le­rei­en geeig­ne­ter zu sein) und meist zugun­sten des Hal­tes ihres Bein­kleids. Alle ver­rückt gewor­den, end­gül­tig.

(Jetzt scheint übri­gens eine her­vor­ra­gen­de Zeit für die­je­ni­gen, die Inter­net­dra­men am lieb­sten aus näch­ster Nähe betrach­ten, zu sein, um sich im für kei­nen nor­ma­len Men­schen irgend­wie vor­teil­haf­ten Tech­bro­netz­werk Blues­ky anzu­mel­den. Die Implo­si­on ver­spricht ein wah­res Feu­er­werk zu wer­den.)

Sta­ti­stik des Tages: Die viel­zi­tier­ten „Femi­zi­de“ sind oft gar kei­ne. Ist ja bloß Spra­che. Ist ja nicht so wich­tig.

Ist hin­ge­gen auch ohne Wor­te wich­tig: Musik.

NEU! – Hal­lo­gal­lo

Guten Mor­gen.