In den NachrichtenPolitik
Wahlschuld

Ich würde ja echt gern nicht mehr über die SPD lästern müssen, aber warum eine Partei, die das Thüringer Problem dergestalt zu lösen versucht, dass sie einen der Ihren, der es – zumal ausgerechnet im feindlichen Bayern – in einer geheimen Wahl mit den Stimmen der Falschen™ auf einen einigermaßen egalen Kommunalposten schafft, direkt rauszuwerfen beabsichtigt, als sei es ein grober Verstoß gegen die Satzung der SPD, in einer Wahl auch mal irgendwas zu gewinnen, politisch mit der Zeit gegangen sein wird, herauszufinden, scheint eine Aufgabe zu sein, mit der die Politikwissenschaft als "unterfordert" noch grob verharmlosend beschrieben wäre.

Netzfundstücke
Medienkritik in Kürze: Leser DIESER Zeitschrift haben ein anderes Sternzeichen.

Aus dem Hause „Jolie“ („Wenn du dieses Sternzeichen bist, fühlst du dich anders als die meisten“; meinten Sie: hast?) astrologiert es:

Unser Sternzeichen kann so einiges über uns und unsere Persönlichkeit aussagen und verraten, welche Veranlagungen uns in die Wiege gelegt wurden. Spannend ist, dass uns die Sternzeichen auch Auskunft darüber geben, ob wir hochbegabt auf die Welt gekommen sind. Eines der Zeichen im Tierkreis fällt besonders oft durch eine hohe, analytische Intelligenz auf.

Es soll sich, heißt es, um den Wassermann handeln. Leider nicht beigefügt ist eine Statistik darüber, wie viele hochbegabte Menschen mit hoher analytischer Intelligenz die „Jolie“ regelmäßig konsumieren. Gute Nachrichten aber im dieswöchigen Horoskop:

Wie diese Woche wird, hängt natürlich nicht nur von eurem Sternzeichen oder eurem Horoskop ab. Es gibt noch unzählige Faktoren, die ebenfalls eine Auswirkung auf euer Leben haben. Dazu gehören neben eurem Sonnenzeichen, eurem Aszendent, dem Mond etc., auch Faktoren wie Geschehnisse in eurem Umfeld, äußere Einflüsse, zwischenmenschliche Beziehungen, eure Gesundheit und noch viele andere Dinge.

Andererseits: Ich glaube ja nicht an den Mond. Aber das ist verzeihlich. Ich falle eben nicht besonders oft durch meine hohe, analytische Intelligenz auf,

In den NachrichtenPolitik
Flaggen kauf‘ ich am liebsten im Darknet (2): Regenbogenrechte

„Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören.“
– Art. 2 EU-Vertrag


Im Zuge der Transformation der einstigen EWG von einer Wirtschafts- zu einer vermeintlichen Werteunion galt die Flagge derselben bereits seit 1955 als Symbol für den „Schutz der Menschenrechte und die Förderung der europäischen Kultur“. Im Rahmen ihrer Befugnisse hat die heutige Europäische Union es auch weitgehend hinbekommen, dass die meisten ihrer Mitgliedsstaaten die Rechte, Gleichheit und Würde der meisten Menschen, Erwerbslose ausgenommen, meist als unveräußerlich verstehen.

Neuerdings aber scheint der Gleichheitsgrundsatz aber nicht mehr zu gelten, wie ein Chor aus Qualitätsmedien anlässlich des „Internationalen Tags gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie“ gestern mitteilte. So freute sich etwa Jannis Hagmann von der „taz“:

Zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie hat die Europäische Union, dieser Hort der Aufklärung, am Sonntag die Regenbogenflagge gehisst – und zwar nicht nur zu Hause im bunten Brüssel, sondern mitten in der Hauptstadt des Irak: an der EU-Vertretung in Bagdad.

Mir ist durchaus klar, was die Europäische Union damit mitteilen wollte: Man stehe als Gemeinschaft für gleiche Rechte für Menschen jeder sexueller Orientierung und Identität. Stattdessen mitgeteilt hat sie aber, dass es am Tag gegen usw. nicht nur um Menschen-, sondern auch um Homo-, Bi-, Inter- und Transsexuellenrechte geht; sie hat die Rechte der letzteren Gruppierung somit von denjenigen Rechten, für die die EU-Flagge vorgeblich steht, getrennt, was wiederum bedeutet, dass die EU-Flagge vielleicht auch weiterhin noch für die Wahrung der Rechte von Minderheiten steht, nur eben nicht für die von sexuellen Minderheiten.

Die Argumentation dahinter, glaubt man ausnahmsweise der „taz“, sei, dass nicht heterosexuelle Menschen sich im Irak und in einigen anderen Staaten, quasi als Gegenpol zu Berlin, dauernder Verfolgung ausgesetzt sähen und daher besonderer Verteidigung bedürften. Diese Argumentation halte wiederum ich für eine gefährliche, denn wenn die Gewichtung von Grundrechten anhand ihrer jeweiligen Gefährdung erfolgt, so bedeutet das, dass die Grundrechte einer nicht aktiv verfolgten Gruppe in einem weitgehend freiheitlich orientierten Staat kaum noch eine Schwere in sich tragen. Das Gebot der Gleichheit von Menschen und ihren Rechten kann entsprechend nur dann noch einen wesentlichen Wert haben, wenn man ihm keinen Hinweis auf einzelne Gruppen, die unter bestimmten Umständen besonders gefährdet sind, beifügt. Wenn die EU-Flagge nicht mehr genügt, um die Regenbogenflagge zu projizieren, dann ist das jedenfalls kein Problem, das mit dem Aufhängen von Flaggen einzelner Teilgruppen sinnvoll zu lösen ist.

Oder auch: Warum hängt die EU in Deutschland eigentlich keine Kinderrechtsflaggen auf?


Auch witzig: Keine Fußballfans im Stadion? Setzen wir doch stattdessen Sexpuppen rein! Die Damen und/oder Herren, die daraufhin ein Ersuchen um Entschuldigung (wofür?) seitens des Vereins für notwendig hielten, sind im Übrigen bedauernswerte Hanswürste.

In den NachrichtenMontagsmusik
Darius – Leap of Faith // Pillerspieldebatte

MontagslächelnEs ist Montag. Jüngst erfuhr ich, dass es ein australisches Projekt gibt, das die Nachfolge von Geocities anzutreten imstande ist: Es heißt Vistaserv und bietet einen Homepage-Baukasten mitsamt entantialiasten Schriftarten an. Ich finde das sowohl witzig als auch gruselig und empfehle eine Zurkenntnisnahme.

Gestern fand der "internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie" statt. Dieselben Menschen, die im Parlament der Ansicht sind, wir alle müssten ganztags online wie offline überwacht werden, damit wir nichts anstellen, haben die Chance genutzt, in "sozialen Medien" etwas über Freiheitsrechte und deren unbedingte Wichtigkeit zu erzählen. Ich wünschte, SPD und Grüne würden endlich damit aufhören, mich davon abzuhalten, mich mal wieder mit den Verfehlungen anderer politischer Protagonisten beschäftigen zu können. – Apropos Überwachung: Nutzer eines Mailprogramms für Applesysteme konnten neulich versehentlich Mails anderer Benutzer sehen. Aber natürlich musste da unbedingt mehr cloud rein. Es ist ja auch völliger Blödsinn, ein Mailprogramm zu benutzen, das nicht all seine Benutzer in einer einzigen Datenbank zusammenführt. Wie, das sei keine gute Idee? Das ist die Zukunft, Sie ewiggestriger Opa!

Apropos ewiggestrig: Die bescheuerte "taz" pamphletet, zur Frage, "ob Kunst gesellschaftliche Diversität abbilden und etwa in Kunstwerken reproduzierte Geschlechterrollen hinterfragen muss", möge es "verschiedene Haltungen geben". Das stimmt: Die eine Haltung ist die der Kunstfreiheit, die andere ist die, die Kunst selektiv als entartet beschreibt. Ein starker Mann wird abgebildet oder gar eine Frau mit Kind? Raus damit aus den Museen und vor allem aus den verdammten Onlinespielen! Killerspieldebatte? Hat hier jemand Killerspieldebatte gesagt? Und wo liegen eigentlich die Grenzen der Journalismusfreiheit?

Da wir gerade bei "taz.de" sind: Heute schon jemanden aus den Google-Suchergebnissen gefegt? Warum nicht? Endlich wäre mehr Platz für etwas schönes, zum Beispiel für Pandabären.

Und für Musik.

Darius - Leap of Faith (official video)

Guten Morgen.

In den NachrichtenPolitik
Flaggen kauf‘ ich am liebsten im Darknet.

„Was den Kommunismus auszeichnet, ist (…) die Abschaffung des bürgerlichen Eigentums.“
– Karl Marx und Friedrich Engels: Manifest der kommunistischen Partei


Zu Eigentum zählt das Bürgerliche Gesetzbuch grundsätzlich eine „Sache“, mit der ein Eigentümer „nach Belieben verfahren und andere von jeder Einwirkung ausschließen“ kann, sofern andere Gesetze das jeweilige Verfahren nicht unterbinden. So waren bisher zum Beispiel Tiere zwar rechtlich Möbelstücken gleichgestellt, erfreuten sich aber zusätzlich einschränkenden Tierschutzgesetzen. In ein noch lebendes Tier zum Beispiel Whiskyflaschen reinzustellen ist daher in der Regel untersagt.

Dinge, die, auch wenn sie dem eigenen Besitz angehören, niemals Teil des eigenen Eigentums sind, habe ich in der Vergangenheit gelegentlich beschrieben: Irgendwelcher Streamingkram zum Beispiel verschafft mir den Besitz von Serienepisoden oder Musikalben, keineswegs gehen diese dann aber in mein Eigentum über. Die Server gehören ja nicht mir. § 90a StGB zählt dazu überdies Hoheitszeichen des vermeintlich liberalen Staates Deutschland: So dürfen zum Beispiel Flagge und Hymne nicht verunglimpft werden. Dass Verunglimpfung wieder mal nach einem dieser Begriffe klingt, deren Auslegung einer vorrangig finanziell orientierten Berufsgemeinschaft in der Vergangenheit große Eichenschränke voller langweiliger Bücher zu uninteressanten Themen in blöden Städten finanziert hat, ist mal wieder typisch. (Andererseits: So ist immerhin kein Phil-Collins-Cover zu erwarten. Glück gehabt!)

Jüngst dazu stieß der Entwurf für einen $ 90c StGB, der gegen den Willen von AfD, FDP und Linken und bei gewohnter Ignoranz Enthaltung der Grünen im Bundestag durchkam und besagt, dass ähnliche Verbote künftig auch für Staatssymbole anderer Staaten sowie für die des feuchten Traums neuzeitlicher Supranationalisten, der Europäischen Union, gelten sollen. Es könnte ein Zufall sein, dass dieser Gesetzentwurf gerade jetzt, da, glaubt man den Medien, der Zusammenhalt in der Eurozone von lästigen Verfassungswidrigkeiten gestört wird, die vermeintliche Bedeutung der Europäischen Union hervorheben soll; muss es aber nicht.

Zwar soll zu meinem Bedauern schiefes Singen nicht als Verunglimpfung zählen, aber positiv abzugewinnen ließe diesem Gesetz der Aspekt, dass es möglicherweise bereits eine Verunglimpfung ist, wenn eine durchweg als unsympathisch erkennbare Gruppe (etwa allzu Konservative mit einer Deutschland- oder blöde Haare Tragende mit einer Israelflagge) protestierend ein solches Abzeichen zeigt. An den meisten Demonstrationen stört mich persönlich ja der Missbrauch des anscheinend immer zweitrangigen Demonstrationsthemas als Gelegenheit für Parteisoldaten, mit Fahnen zu wedeln, die einem dann im Bestfall nur blöde ins Gesicht hängen. – Andererseits obliegt die höchstjuristische Einschätzung dessen, was einen Staat verunglimpft und was nicht, neuerdings einem Befürworter anlassloser Überwachung aller Bürger, was die Vermutung nahelegt, dass die Definition künftig etwas weiter gefasst werden dürfte. Die durchweg abscheuliche Politik gewisser Parteien, die vermeintlich für den Staat sprechen, fällt dann jedenfalls wahrscheinlich nicht mehr darunter.

Aber wenn man nun zum Beispiel einen Schrebergarten (oder ein Fanhäuslein für irgendeine schwachsinnige Sportart, zum Beispiel Fußball) besitzt und auf diesem gern irgendeine Flagge irgendeines Landes wehen lassen möchte, über ihren anschließenden Verbleib aber nicht vollumfänglich selbst entscheiden darf, weil das letzte Wort dazu der Staat sprechen darf: Ist eine Deutschlandflagge dann rechtlich eine Staatsanleihe?

NetzfundstückePolitik
Grenzenlos in Österreich

Verstörende Nachrichten von der "tagesschau": Der bisherige Norden von Österreich wird wieder eingemeindet!

Wien kündigte an, die Grenzen zu Deutschland Mitte Juni zu öffnen.

Und noch mal:

Aus Wien wiederum verlautete, die Grenzen sollten am 15. Juni wieder vollständig geöffnet werden.

Kaum sind mal alle abgelenkt (Corona/Bundesliga/Kindertagesstätten), schon geht das mit der Gebietserweiterung wieder los.

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: Parahelio – Surge Evelia, Surge

Parahelio - Surge Evelia, SurgeLange nichts mehr über Musik geschrieben.

Von Musik aus Peru berichte ich selten. Klar: Niemand mag Panflöter. Keineswegs panflötend aber gehen Parahelio aus Lima zu Werke, mit deren 2019 (und 2020 auch als physischer Tonträger) erschienenem Album Surge Evelia, Surge (Bandcamp, TIDAL; Amazon.de führt es zurzeit nur als Zubehör und hat es nicht auf Lager) sie, glaubt man dem Internet, La Rinconada, der höchstgelegenen Stadt der Welt mit angeschlossener Goldmine und entsprechender Ausbeutung, ein Denkmal setzten.

Dass dieses Denkmal, dem Gegenstand der Betrachtung entsprechend, ein melancholisches ist, tut den Einwohnern zwar nicht gut, der Musik hingegen sehr. (Darf man so etwas schreiben? Ich habe es jedenfalls gerade getan.) Instrumentaler Postrock muss nicht immer brettern, instrumentaler Postrock kann auch mal drückend schweben. Das klingt dann etwa so:

Parahelio - Surge Evelia, Surge [Full Album]

Es ist seltsam, dass traurige Anlässe oft zu schöner Musik führen. Es liegt mir fern, daraus eine Empfehlung abzuleiten, die über eine Empfehlung dieses Albums hinausgeht, das ich hiermit dann jetzt ausdrücklich empfohlen haben möchte.

Es möge seine Wirkung entfalten.

In den NachrichtenWirtschaft
Kurz angemerkt zu abrechnenden Coronaeltern

Es ist ja eine durchaus witzige Idee, die da gerade durch die sozialen Medien getragen wird und besagt, dass berufstätige Eltern, die jetzt vom Staat dazu gezwungen werden, sich selbst mal mit ihrem Nachwuchs zu beschäftigen, diese Zeit diesem Staat in Rechnung stellen sollten, wozu, wie in mindestens einem Tweet zu lesen war, neben der Aufsichts- auch die Lehrtätigkeit gehöre, denn Kinder bekämen ja trotz nicht stattfindenden Unterrichts Hausaufgaben von den Lehrern (müssten dann nicht eigentlich die Kinder statt der Eltern, deren Aufgabe deren Ausführung keineswegs ist, dafür eine Rechnung ausstellen?), aber wäre es nicht wesentlich nachhaltiger und somit sinnvoller, den Staat dazu anzuhalten, dafür Sorge zu tragen, dass nicht jeder Berufstätige, der gar keine Zeit dafür aufbringen kann, sich um seinen Nachwuchs zu kümmern, und eigentlich recht froh darüber ist, wenn es jemanden gibt, der ihm diese Belastung tagsüber vom Hals hält, ein Kind bekommen muss?

In den NachrichtenPolitik
Nachtrag zum Mieterschutz in Krisenzeiten

Wikipedia:

Als Normenkontrolle bezeichnet man die Überprüfung von Rechtsnormen daraufhin, ob sie mit höherrangigem Recht vereinbar sind.

„Legal Tribune Online“:

Bundestagsabgeordnete von CDU/CSU und FDP haben einen Normenkontrollantrag gegen den Berliner Mietendeckel beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Das Land setze sich über den Bundesgesetzgeber hinweg.

Pressestelle der „Linken“:

Wohnen ist ein Grundrecht, das hier offensichtlich von CDU und FDP Abgeordneten mit Füßen getreten wird. (…) Deshalb protestieren wir kommenden Freitag, den 15. Mai, vor dem Konrad-Adenauer-Haus. Wir werden deutlich machen, dass wir das der CDU und FDP nicht durchgehen lassen.

Die werden schon sehen, was sie davon haben, ein Gesetz der „Linken“ rechtsstaatlich überprüfen zu lassen. Auf sie mit Gepfeif! Es geht hier immerhin um ein Grundrecht!

Ich wiederhole mich ungern: Es gibt keinen Anlass zu der Vermutung, das häufige Auftreten von Bürgerkriegen in „linken“ Regimes sei ein bedauerlicher Zufall.

In den NachrichtenNerdkramsNetzfundstücke
Liegengebliebenes vom 11. Mai 2020

In einem lesenswerten Artikel über die fehlende Entwicklungskohärenz von Linux fast ebenso lesenswertes Zitat:

Unsere Aufgabe ist es, dass Menschen verstehen, dass diese Revolution die der Open-Source-Software ist und es überhaupt nicht um Linux geht. Linux ist allenfalls das Aushängeschild dieser Bewegung.

(Mies übersetzt von mir.)

Das ist jetzt etwas mehr als zwanzig Jahre her und die Aufgabe kann man – mit Blick auf Blogs und vermeintliche Fachzeitschriften ("SPIEGEL") – als gescheitert ansehen. Hat die Open-Source-Gemeinschaft denn bis heute noch kein zweites Programm rausgebracht?


Medial aufgeblasener EDV-Schwachsinn auch in der Hardwarewelt: Überraschend stellt sich heraus, dass, wenn man ein Notebook einer anderen Person zum Basteln überlässt, dieses Notebook anschließend möglicherweise ein unerwartetes Verhalten aufweist. Jemand sollte dieses Jemandemüberlassen dringend mal verbieten.


Andrea Nahles gibt demnächst Post und Telefon auf die Fresse. Typisch neoliberale SPD: Immer nur auf gut bezahlte Posten aus!


Großartiger Text: Psychogramm einer Privilegiencheckerin.

Lena weiß jetzt, was in der Gesellschaft schiefläuft.

Deswegen kennt sich Lena auch richtig gut mit Politik aus. „Liberale sind eigentlich Faschisten“, weiß sie etwa, „weil neulich hat doch ein FDPler das Gleiche getweetet wie ein AfDler“. (…) „Der Kapitalismus ist an allem schuld“, resümiert Lena stolz, während sie mit dem neuem MacBook den Kroatien-Urlaub auf EasyJet bucht.

Hihi.

In den NachrichtenMontagsmusik
Motor!k – Static // Minigolf statt Geisterball

Federn müsste man haben. Dann fallen die roten Augen nicht so auf.Es ist Montag. Kompliziert wird die Situation mit den Mitmenschen, wenn ein erschrocken Angesehener eine beruhigende Wirkung bei Umstehenden erzielt, wenn er seinen soeben durchlebten Husten als Raucherhusten identifiziert. Das sei ja nicht so schlimm, pflichten ihm auch die Umstehenden bei. Wo genau ist die Gesellschaft falsch abgebogen und warum ersetzen wir sie nicht einfach durch Pandabären?

Eine gute Nachricht zum Wochenbeginn: Der Fußball hat sich endlich von seinen Zuschauern emanzipiert. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, die konsequent weiter verfolgt werden sollte, etwa bei der Berichterstattung über ihn. Über Minigolf spricht doch auch fast niemand.

Kommen wir zur Politik: Die neuen Umfragen sind da! CDU und CSU liegen bei 40 Prozent, diejenigen Parteien aber, deren Inhalte sich darin erschöpfen, den Großteil der eigenen Wähler fortwährend wahlweise wegen ihres Besitzes oder ihrer Ideale zu beschimpfen, wurden weiter verzwergt. Ursache. Wirkung. Es sei jetzt wichtiger denn je, irgendwem Geld wegzunehmen, faselten sie erst letzte Woche. Einfach ein Grundeinkommen auf Corona draufschmeißen, dann sind alle Probleme gelöst. 15 Prozent sind noch 14 zu viel.

Apropos: Hurra, die Monarchie im Westen bleibt zukunftsgewandt! Warum eigentlich ist das eine Nachricht und warum eigentlich ist das so? Die Zukunft keines Landes sollte der Monarchie gehören. Lieber regieren lassen tät‘ ich mich von: Musik.

Guten Morgen.