NetzfundstückeIn den NachrichtenMontagsmusikComputer
Aereo­gram­me – Indis­creti­on #243 // Chips­ran­da­le in Sö­der­land

Hehe, der schläft jetzt. Man könnte ihm jetzt einen Penis auf die Stirn...

ΣƧ IƧƬ MӨПƬΛG. (All­er­gi­ker­war­nung: Red­dit.) Fund­stück: Anschei­nend kann man sich Wand­kuckucks­fi­sche sel­ber bau­en. Ich habe schal­lend gelacht und gebe das daher zwecks Auch­la­chens mei­nem ange­nehm gerin­gen Publi­kum zur wei­te­ren Kennt­nis.

In Micro­soft Word, in den 1990ern noch eine funk­tio­nal lang­wei­li­ge, aber grund­sätz­lich akzep­ta­ble Alter­na­ti­ve zu Word­Per­fect, war­um auch immer jemand eine sol­che hät­te wol­len sol­len, wer­den neu­er­dings die eige­nen Doku­men­te auf frem­de Com­pu­ter hoch­ge­la­den, und wenn man das dann sinn­voll nut­zen will, braucht man eine Lizenz oder so. Ich fra­ge mich wirk­lich, ob die Ent­schei­der in sol­chen Unter­neh­men, die sich so einen Unsinn aus­den­ken, manch­mal nachts wach lie­gen und sich fra­gen, ob es nicht irgend­wie merk­wür­dig anmu­tet, dass man sich selbst vol­le Ver­wer­tungs­rech­te für die Doku­men­te der Anwen­der ein­räumt, ohne sie dafür zu bezah­len, aber wahr­schein­lich wer­de ich das nie erfah­ren.

Abge­se­hen von der über­fäl­li­gen Fra­ge, war­um Deutsch­land eigent­lich Waf­fen an Ter­ro­ri­sten lie­fern möch­te, gibt es Neu­es zur Wehr­pflicht zu berich­ten: sie näm­lich mache nicht nur tot, son­dern auch arm. Ich über­las­se es frei­lich dem Publi­kum, dar­über zu befin­den, was davon es lie­ber wäre (oder auch nicht). Aus Sicht der­je­ni­gen, die es beträ­fe, gibt es hier jeden­falls kei­nen Gewin­ner. – Wer auch ver­lo­ren hat: Men­schen, die immer noch Android ein­set­zen. Goog­le näm­lich, fak­tisch (wenn schon nur vor­sich­tig nomi­nell) für das Wohl und Wehe jener so genann­ten „Platt­form“ zustän­dig, hat beschlos­sen (Archiv­ver­si­on), ab Sep­tem­ber 2026 eine offen­sicht­lich gemein­ge­fähr­li­che Vor­rich­tung in Form der­je­ni­gen Mög­lich­keit, als App­ent­wick­ler nicht erst bei Goog­le vor­stel­lig wer­den zu müs­sen, ersatz­los zu strei­chen. Was war noch mal das Pro­blem mit iPho­nes – die feh­len­de Frei­heit?

Apro­pos Frei­heit: In Mün­chen, wo eine Ein­schrän­kung des Bier­ver­kaufs selbst­ver­ständ­lich uto­pi­scher Unsinn ist (Bay­ern­land ist Bier­land), sind im um Mit­ter­nacht abge­lau­fe­nen Monat statt­des­sen Kar­tof­fel­chips unter stren­ge Kiosk­re­geln gestellt wor­den. Muss man ja ver­ste­hen. Die sind so laut beim Essen. Autos sind selbst­ver­ständ­lich auch wei­ter­hin erlaubt. Wenn man ein Auto isst, kni­stert das bestimmt nicht so unan­ge­nehm.

Klingt eh bes­ser: Musik.

Indis­creti­on #243 by Aereo­gram­me

Guten Mor­gen.

Persönliches
Unter Fuß­ball­fans (3): Patrio­tis­mus will gelernt sein

Im März 2023 gab ich hin­sicht­lich der Ten­denz von Fuß­ball­fans, die­je­ni­ge Mann­schaft, deren Sta­di­on in ihrem Wohn­ort steht, zu bevor­zu­gen, zu beden­ken:

Müss­te ich Sport­gucken irgend­wie inter­es­sant fin­den, ich inter­es­sier­te mich doch vor allem für die Geschicke der­je­ni­gen Teil­neh­mer, deren Lei­stung mich über­zeugt.

Als aktu­el­len Daten­punkt hier­für aus mei­nem Wohn­ort lie­fert mir die „Sport­schau“ heu­te fol­gen­des (Archiv­ver­si­on) Ereig­nis: Es sei­en die „Braun­schwei­ger“ Spie­ler näm­lich, vor­be­rei­tend auf die heu­ti­ge Par­tie gegen irgend­ei­nen ande­ren Ver­ein ohne orts­ge­bun­de­ne Sub­stanz, erst ein­mal durch „ihre“ Stadt geführt wor­den und haben dort, glaubt man den Autoren Patrick Halatsch und Mar­tin Schnei­der, das zu sehen bekom­men, was auch sonst jeder Tou­rist ohne nen­nens­wer­te Füh­rung zu sehen bekommt, näm­lich „die Magni-Kir­che in der Alt­stadt, das bun­te Riz­zi-Haus“ und den Alt­stadt­markt.

Der Ver­eins­ka­pi­tän sprach ins Mikro­fon, dass die „Iden­ti­fi­ka­ti­on mit der Stadt sogar lei­stungs­för­dernd sein“ kön­ne, was sein kann, aber nicht muss, weil die obe­ren drei Fuß­ball­li­gen kaum dazu nei­gen, für die obe­ren drei Fuß­ball­li­gen geeig­ne­te Spie­ler über­haupt son­der­lich lan­ge dort zu belas­sen, wo sie eine Iden­ti­fi­ka­ti­on haben, und daher bis­wei­len mehr­mals im Jahr eine neue Stadt als die ihre defi­niert bekom­men.

Regio­na­li­tät und Tra­di­ti­on sei­en zwei der mora­lisch ver­pflich­ten­den „Kern­aus­sa­gen“ Ein­tracht Braun­schweigs, was im Übri­gen auch für die Spie­ler gel­te, quatscht man im „Leit­bild“ Ein­tracht Braun­schweigs. Nun bin ich ja selbst ein Zuge­zo­ge­ner, bin daher viel­leicht als Lokal­pa­tri­ot ohne­hin noch bis an mein Lebens­en­de kaum geeig­net, aber mir sei da dann jetzt schon noch fol­gen­de Fra­ge gestat­tet: Macht es mich inso­fern zu einem Bri­ten, wenn ich mal am Lon­don Eye ent­lang­spa­zie­re? (Und muss ich dann auch den jewei­li­gen Ver­ein als den mei­nen begrei­fen?) Das wäre für die wei­te­re Urlaubs­pla­nung gut zu wis­sen.

In den NachrichtenMontagsmusik
Natio­nal Health – The Col­lap­so (live) // Obdach­lo­sen­lu­xus

Alter Kindheitstraum: mal an Blümchen riechen. (Bildquelle und Wasserzeichen: ilikemomoko auf Twitter.)

Es ist Mon­tag. „Ich rei­se mit Schei­ße“ ist sowohl ein inter­es­san­ter Name für eine Punk­band als auch das Selbst­ver­ständ­nis von Prä­si­den­ten. Die Mensch­heit amü­siert mich. Lei­der.

Lusti­ge Idee von Femi­nis­mus: Män­nern beim Ein­par­ken Hil­fe anbie­ten. In Zei­ten sol­cher Her­um­blö­de­lei kön­nen die Kol­le­gen von der „tages­schau“ frei­lich nicht taten­los zuse­hen und tra­gen einen nicht min­der bescheu­er­ten Text (Archiv­ver­si­on) bei: Die Woh­nungs­lo­sen­hil­fe spre­che „von einem besorg­nis­er­re­gen­den Trend“, weil jetzt nach Jahr­zehn­ten, in denen ich in manch deut­scher Stadt Obdach­lo­sen begeg­ne­te (die dann irgend­wel­che Dreck­säcke, denen ich mal eine Woche Obdach­lo­sig­keit zwar gern wün­schen wür­de, jedoch selbst zu wenig Dreck­sack dafür bin, über­dies bau­lich davon abzu­hal­ten geden­ken, wenig­stens auf einer Sitz­bank über­nach­ten zu kön­nen, als wäre das, zumal im Win­ter, noch zu viel unge­rech­ter Luxus), auch zuse­hends mehr Men­schen ihre Woh­nung ver­lie­ren, die sich eigent­lich eine sol­che lei­sten kön­nen soll­ten. Mich besorgt ja eher die Impli­ka­ti­on, das Miss­ver­hält­nis von Woh­nungs­an­ge­bot und Woh­nungs­nach­fra­ge sei erst dann ein Pro­blem, wenn es Steu­er­zah­ler trifft, aber ich bin ja auch kein Jour­na­list.

(Apro­pos Geschich­ten: Hier erzähl­te jemand, wie er ein­mal heim­lich unbe­zahlt ein App­le­pro­dukt ent­wickelt und ver­öf­fent­licht hat. Die Schluss­poin­te hat mei­ne Mund­win­kel doch merk­lich nach oben schnel­len las­sen. Dar­um gebe ich die Geschich­te hier zur Kennt­nis.)

Stets auch mund­win­kel­be­för­dernd: Musik.

Guten Mor­gen.

PolitikMir wird geschlecht
Mit der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Sonn­tags­zei­tung dem Femi­nis­mus ein Schnipp­chen schla­gen

Im Föje­tong der dies­wo­chen­endi­gen Aus­ga­be der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung“ „doku­men­tiert“ (ebd.) die Redak­ti­on eini­ge Ant­wor­ten der „Gene­ra­ti­on Z“, mit­hin der direkt Betrof­fe­nen, auf die Fra­ge, ob man die Wehr­pflicht ein­füh­ren sol­le oder nicht.

Zu Wort kom­men sowohl – geht man nach dem Vor­na­men – männ­li­che als auch weib­li­che die­ser „Gene­ra­ti­on“ Zuge­hö­ri­ge. Dem Wil­len des amtie­ren­den Nach­fol­gers Wer­ner von Blom­bergs, Boris Pisto­ri­us (SPD), zufol­ge sind Letz­te­re hier frei­lich nicht gleich­be­rech­tigt (Archiv­ver­si­on), weil’se halt nicht müs­sen. Völ­lig fol­ge­rich­tig äußert sich also die „Gene­ra­ti­on Z“ wie folgt: Für eine Wehr­pflicht spre­chen sich ein Luis, eine Isa­bel, eine Mari­ya, eine Isol­de und eine Anni­ka aus. Gegen eine Wehr­pflicht äußern sich ein Chri­stoph, ein Gio­sue (anschei­nend ist das ein zuläs­si­ger Vor­na­me), ein Sven und ein Basti­an. Ich weiß nicht, was die­sen Luis gerit­ten hat (ob er wohl die „NZZ“ liest?), erken­ne aber – rein sta­ti­stisch – ein Muster: Auch bei die­sen jun­gen Leu­ten ist es nicht das Alter, das die Wehr­pflicht fürch­tet; es ist die Ver­pflich­tung, die die Wehr­pflicht fürch­tet.

„Die Gleich­be­rech­ti­gung von Frau­en und Män­nern ist ein hohes Gut“ (SPD.de), dem hal­te ich ent­ge­gen: Die Gleich­be­rech­ti­gung von Frau­en und Män­nern (was an Geschlech­tern wohl zu rei­chen scheint) ist ein Luxus, den sich zu lei­sten nur dem Rus­sen nützt. Vor­wärts immer.

NetzfundstückeIn den NachrichtenComputer
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 21. August 2025

Heu­te nur eine ange­nehm kur­ze Link­li­ste. Das war Link Num­mer 1.


Es geschah 2017, ist mir aber so neu wie wit­zig: Die Schweiz ver­wei­gert einer vega­nen Anti-Kuh­glocken-Akti­vi­stin einen neu­en Pass. Weil sie nervt.


Tho­mas Röwekamp von der CDU infor­miert: Wenn man deut­sche Sol­da­ten in einen schwe­len­den Kon­flikt zwi­schen zwei Län­dern ein­grei­fen lässt, mit denen kein völ­ker­recht­li­ches Bünd­nis besteht, dann nennt man dies eine Erhal­tung von Frie­den.


Däne­mark schafft die Mehr­wert­steu­er auf Bücher ab. In Deutsch­land muss man dafür ziem­lich lan­ge Dosen sam­meln.


Offen­sicht­lich exi­stiert eine Welt­mei­ster­schaft in Excel. End­lich mal ein Sport, den ich ver­ste­he. (Gefun­den in die­sem schlicht groß­ar­ti­gen Bei­trag. Wir erle­ben gera­de das präch­ti­ge erneu­te Plat­zen der „Künst­li­che Intelligenz“-Blase. Jump, you fuckers!)

NetzfundstückeMontagsmusik
Anchor and Bur­den – Like Fore­ver // Abwärts­au­to­no­mie

(Seufz.)

Es ist Mon­tag. Augen zu und durch!

In der Welt der EDV scheint irgend­was im Trink­was­ser zu sein: Wer Pho­to­shop nutzt, der darf neu­er­dings damit nicht mehr „künst­lich intel­li­gent“ nack­te Haut ver­frem­den. Voll gut, die­se smar­ten Funk­tio­nen. Die sind die Zukunft und machen uns bald arbeits­los. Das sagen jetzt alle. Alle sagen das. Auch die Umstrit­te­nen. Vor allem die Umstrit­te­nen.

Apro­pos, ein Gedan­ke zur Auto­no­mie: Nach allem, was ich in den letz­ten Jah­ren aus Krei­sen, die sich als „auto­nom“ begrei­fen, obwohl doch Auto­ri­täts­hö­rig­keit ihr wesent­li­ches Han­deln formt, mit­be­kom­men habe, fürch­te ich, dass die größ­ten Geg­ner der tat­säch­lich aus­ge­leb­ten Auto­no­mie nicht „die Rech­ten“ sind, son­dern „die Auto­no­men“, die mit Frei­heit locken, aber Kader bie­ten; was eine Lösung des Pro­blems ja nicht zwin­gend leich­ter macht, son­dern viel­mehr einer Spi­ra­le gleicht. Abwärts. Ohne Boden. Es ist nicht leicht, sich noch für Poli­tik zu inter­es­sie­ren und zu glau­ben, es gin­ge auch bes­ser, wenn man es nur ver­such­te. Ich emp­feh­le, damit ein­fach auf­zu­hö­ren. (Sprach’s und schei­ter­te erheb­lich.)

Womit man jedoch nie­mals auf­hö­ren soll­te: mit dem Musik­ge­nuss.

Anchor and Bur­den – Like Fore­ver

Guten Mor­gen.

NetzfundstückeIn den NachrichtenNerdkrams
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 15. August 2025

Micro­soft wit­zi­ges Git­Hub wur­de neu­lich der Wür­zi­ge-Auto­ver­voll­stän­di­gung-Abtei­lung von Micro­soft unter­ge­ord­net, völ­lig fol­ge­rich­tig ist die Open-Source-Sze­ne mit einem Stall vol­ler auf­ge­schreck­ter Hüh­ner leicht zu ver­wech­seln. Hät­te ja kei­ner ahnen kön­nen, dass ein Micro­soft­pro­dukt irgend­wann mal Micro­soft gehö­ren wür­de. (Ich habe die Gele­gen­heit genutzt und das ein­zi­ge rele­van­te rei­ne Git­Hub-Pro­jekt, das ich aus nichts als Faul­heits­grün­den jemals über­haupt hat­te, zu dem ande­ren Code­quatsch auf mei­nen Ser­ver umge­zo­gen. Nicht wegen „igitt, Micro­soft“, son­dern mehr so aus Prin­zip. Soll­ten die welt­weit viel­leicht drei Nut­zer mei­ner Biblio­thek zur Vali­die­rung von E‑Mail-Adres­sen hier mit­le­sen: Das aktu­ell­ste Repo­si­to­ry der libvldmail liegt nun­mehr hier, über die Spie­gel­ser­ver den­ke ich noch mal nach.)


Apro­pos Datei­en löschen; Groß­bri­tan­ni­en hat eine Lösung für das Dür­re­pro­blem gefun­den: Ein­fach vie­le Datei­en löschen. Ich gehe inso­fern davon aus, dass ver­sie­gen­de Flüs­se und aus­ufern­de Umwelt­pro­ble­me auf gar kei­nen Fall irgend­was mit den von der bri­ti­schen Regie­rung aus­ge­ru­fe­nen „KI“-Wachstumszonen zu tun haben, son­dern nur dar­an lie­gen, dass irgend­ein Klaps­kopf zu vie­le Fotos von sei­nem Mit­tag­essen auf­be­wahrt. Sofern besag­ter Klaps­kopf hier mit­liest: Guten Appe­tit schon mal! (Benimm­tipp: Nie­mals ande­ren Leu­ten unge­fragt ChatGPT-Tex­te ins Gesicht hal­ten!)


Deutsch­land der Woche: Wer hat die Brat­wurst erfun­den?


Nach­dem sich jetzt alle dar­an gewöhnt haben, dass irgend­wel­che Klapp­spa­ten fort­wäh­rend mit ihrem Smart­phone quat­schen, weil sie zu blöd sind, eine Tasta­tur zu bedie­nen, kann man (d.h. Micro­soft) ja die näch­ste Stu­fe zün­den: Klapp­spa­ten, die im Groß­raum­bü­ro mit dem PC quat­schen.


Die Deut­sche Bahn hat zu spät ihren Chef ver­lo­ren (Archiv­ver­si­on). Wegen der Arsch­loch­haf­tig­keit des Kon­zerns, Prei­se und Pünkt­lich­keit betref­fend? Nee: „Auch wirt­schaft­lich ist die Bahn in Schief­la­ge – seit Jah­ren schreibt der bun­des­ei­ge­ne Kon­zern rote Zah­len“, weil man ja kei­ne Men­schen, son­dern im Wesent­li­chen Geld trans­por­tiert. Das Pro­blem mit dem Sozia­lis­mus lau­te­te noch mal wie?

PolitikIn den Nachrichten
Die Lösung (Repri­se)

Stimmt schon (Archiv­ver­si­on), das tun wir nicht:

Social-Media-Platt­for­men wie Tik­Tok oder Insta­gram soll­ten nach Ansicht des Grü­nen-Poli­ti­kers Cem Özd­emir für Kin­der und Jugend­li­che unter 16 Jah­ren ver­bo­ten wer­den. „Wir las­sen Jugend­li­che auch nicht ein­fach ohne Füh­rer­schein hin­ters Steu­er. (…)“, sag­te Özd­emir der Deut­schen Pres­se-Agen­tur in Stutt­gart.

Aber wäh­rend wir peni­bel dar­auf ach­ten, dass nur ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te Auto­fah­rer einen Füh­rer­schein bekom­men, mit­hil­fe des­sen sie hin­ter­her Rad­fah­rer tot­fah­ren, unter­neh­men wir erschreckend wenig zum Schut­ze der­je­ni­gen Men­schen, die gera­de nicht am Stra­ßen­ver­kehr teil­neh­men. Mit einer Stimm­ab­ga­be bei Wah­len kann man viel grö­ße­ren Scha­den anrich­ten als mit einem Auto.

Ich wie­der­ho­le mich inso­fern: Wäh­ler­füh­rer­schei­ne. Das wär’s.

NetzfundstückeIn den NachrichtenMontagsmusik
The Sound­by­te – Soli­ta­ry // Hobel­ver­bots­skep­sis

Nachdenklich nagen.

Es ist Mon­tag. Ich grü­ße den­je­ni­gen mei­ner Leser, der heu­te früh genör­gelt hat, dass ich nach sei­nem Dafür­hal­ten zu sel­ten einen neu­en Bei­trag ver­öf­fent­li­che. Dazu viel­leicht Fol­gen­des: Ätsch.

Soft­ware­emp­feh­lung im Vor­bei­ge­hen: noScri­be ist eine ziem­lich gute Soft­ware zum Zwecke der Ver­schrift­li­chung gespro­che­nen Wor­tes. Läuft wahr­schein­lich nicht unter Plan 9, aber sonst unter man­chem. – Ander­wei­ti­ge Soft- und/oder Hard­ware: Auf red­dit gibt es neu­er­dings eine Selbst­hil­fe­grup­pe für Men­schen, die mit einem Chat­bot etwas füh­ren, das sie für eine Bezie­hung hal­ten. Bestimmt lässt sich dar­aus etwas ler­nen. Ich weiß nur nicht so genau, was.

Apro­pos Gespro­che­nes: An den sprach­li­chen Umtrie­ben derer, die es gut mei­nen, ver­wirrt mich immer noch am mei­sten die küh­ne The­se, dass, was irgend­wie eklig anmu­tet, ein­fach nur – frei­lich in etwas, das sich als Eng­lisch tarnt – über­setzt wer­den müs­se, wes­halb heu­te von „Men­schen von Far­be“ (i.e. peo­p­le of colo(u)r) die Rede ist, weil „man“ „das Wort“ nicht mehr sagt, und von „Con­sul­tants“, wo doch „zweck­freie Laber­ta­sche“ auch gereicht hät­te; was mich zu der Fra­ge führt, was man dann eigent­lich macht, wenn das Eng­li­sche „wegen Trump“ dann jetzt auch nicht mehr geht. Doch lie­ber wie­der Fran­zö­sisch, wie frü­her?

Eben­falls wie frü­her: In Braun­schweig möch­te sich der Tötungs­kon­zern Rhein­me­tall ansie­deln. Ich möch­te ja nicht unken, aber letz­tes Mal, als Braun­schweig ein für die Rüstung rele­van­ter Stand­ort war, war Braun­schweig danach groß­teils weg. – Mehr oder weni­ger aus dem­sel­ben Schoß gekro­chen: Die CSU möch­te eure Fotos nut­zen, um damit eine Ter­ro­ri­sten­kar­tei zu fül­len. Ob es die Herz­chen auf Insta­gram hin­ter­her wert gewe­sen sein wird? Ich ver­mu­te: Nein.

(Neben­bei: Wenn ich deut­scher Tugend­wäch­ter wäre, stör­te mich die Aus­sicht dar­auf, dass der Nach­wuchs zwecks Mor­dens an die Front geschickt wird, ja deut­lich mehr als die Ver­mu­tung, dass der Nach­wuchs sich gepflegt einen hobelt, und ich pro­te­stier­te inso­fern ener­gisch gegen den Auf­tritt der elen­den Bun­des­wehr in Schu­len, aber doch nicht gegen irgend­wel­che Hobel­web­sites; bin ich ja aber nicht. Prio­ri­tä­ten sind ja immer so eine Sache. Wenn mich also dies­be­züg­lich jemand für den Posten vor­schla­gen wür­de: Mei­ne erste Amts­hand­lung wäre die Kün­di­gung. Aus Pro­test.)

Apro­pos Herz­chen bezie­hungs­wei­se Her­zi­lein: Am Wochen­en­de erfuhr ich, dass die Wil­decker Herz­bu­ben sich bereits im März getrennt haben. Ich könn­te ja jetzt, als Mon­tags­mu­sik…

Mache ich aber nicht.

The Sound­by­te – „Soli­ta­ry“ offi­ci­al video

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenNerdkrams
Nicht­lä­stern über die künst­li­che Intel­li­genz

Die künst­li­che Intel­li­genz ist seit den ersten Ent­wick­lungs­schrit­ten in den 1950ern weit gekom­men: Wur­de sie damals für com­pu­ter­ge­steu­er­te Über­set­zun­gen und Pro­blem­lö­sung zu Rate gezo­gen, beherrscht sie inzwi­schen – nun – com­pu­ter­ge­steu­er­te Über­set­zun­gen und Pro­blem­lö­sung. Neu ist, dass sie außer dem Fin­den von Lösungs­we­gen auch scheuß­li­che Bil­der, belang­lo­se Lie­der, feh­ler­be­haf­te­ten Code und inhalt­li­che fal­sche Tex­te hoch­wür­gen kann wie Kat­zen ihr Fell. Es spricht nicht für die Mensch­heit, dass sie von einem digi­ta­len Papa­gei Wie­der­ge­käu­tes als Sur­ro­gat für mensch­li­che Krea­ti­vi­tät nicht nur dul­det, son­dern gar hofiert. Und hin­ter­her wun­dert man sich über offen­bar von Trot­teln zu ver­ant­wor­ten­de Wahl­er­geb­nis­se.

Ich möch­te ja wirk­lich nicht immer zynisch sein, des­we­gen habe ich an die­ser Stel­le zu der Vor­stel­lung, depres­si­ve Teen­ager sei­en infol­ge­des­sen sogar für eige­ne Abschieds­brie­fe zu blöd, weder eine Fra­ge noch eine Anmer­kung. Dass aber der Ober­drui­de von Git­Hub der Ansicht ist, es stim­me hoff­nungs­voll, dass immer mehr Pro­gramm­code von Maschi­nen geschrie­ben wird, die schon dar­an schei­tern, kurz mal in die Wiki­pe­dia zu gucken, lässt mei­nen Läst­er­fin­ger (ja, ich habe einen Läst­er­fin­ger) dann doch zucken.

Netzfundstücke
Die Men­schen haben auf­ge­hört, das Rich­ti­ge zu fürch­ten.

Ich möch­te mich heu­te dar­auf beschrän­ken, den jeweils ersten Satz der jewei­li­gen Text­bei­la­ge zwei­er Fol­gen des­sel­ben Pod­casts zu zitie­ren.

Eine Fol­ge:

Blut im Trep­pen­haus, Patro­nen­hül­sen auf dem Boden und meh­re­re Tote, die über meh­re­re Eta­gen ver­teilt sind: Der Tat­ort, zu dem die Poli­zei in Roten­burg in einer kal­ten Nacht im Febru­ar 2007 geru­fen wird, sucht sei­nes­glei­chen.

Die ande­re Fol­ge:

Trig­ger­war­nung: In die­ser Fol­ge geht es um Ess­stö­run­gen.

Eins davon ist ja irgend­wie eklig; und aber: das Wesen von Trig­ger­war­nun­gen lässt sich ver­mut­lich am besten ver­ste­hen, indem man sie in frei­er Wild­bahn beob­ach­tet.

In den NachrichtenNerdkrams
Pflicht­an­non­cen

Apro­pos Wer­be­blocker; was ich ja auch nicht ver­ste­he: Muss ich eigent­lich mit emp­find­li­chen Stra­fen rech­nen, wenn ich aus einer von mir gekauf­ten Zei­tung (also sozu­sa­gen mei­ner loka­len Kopie) eine Wer­be­an­zei­ge aus­schnei­de? Hat der BGH dazu eine Mei­nung?