Stimmt schon (Archivversion), das tun wir nicht:
Social-Media-Plattformen wie TikTok oder Instagram sollten nach Ansicht des Grünen-Politikers Cem Özdemir für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren verboten werden. “Wir lassen Jugendliche auch nicht einfach ohne Führerschein hinters Steuer. (…)“, sagte Özdemir der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.
Aber während wir penibel darauf achten, dass nur verantwortungsbewusste Autofahrer einen Führerschein bekommen, mithilfe dessen sie hinterher Radfahrer totfahren, unternehmen wir erschreckend wenig zum Schutze derjenigen Menschen, die gerade nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Mit einer Stimmabgabe bei Wahlen kann man viel größeren Schaden anrichten als mit einem Auto.
Ich wiederhole mich insofern: Wählerführerscheine. Das wär’s.


Welchen Schaden sollen die noch anrichten? 32 Jahre Kohl und sein Ziehmädchen. Bei dem Einen suchte die Bevölkerung nach Professor Brinkmann, bei der Anderen hamse Kinder aus gesundheitlichen Gründen vom Eis geblasen.
Die Frage steht also noch aus, wer den größeren Schaden hat. Die angebliche, politische Repräsentanz oder dessen angeblicher Hegemon.
Verbote erzeugen halt im laufenden Quartalsbetrieb/Legislaturperiode weniger Kosten als Sozialangebote.
Angebote über die Gemeinde/Stadt, bezahlt vom Bund hätte, könnte, dürfte, würde …
Wenn Autofahren gefährlich wäre, dann wäre es doch wohl verboten, oder? Und wenn Wahlen Schaden anrichten könnten bzw. etwas ändern würden, dann … ok, ich hör ja schon auf!
Wer wohl dann die Wählerführerscheinprüfung abnimmt..?
Alternativlösungen.
Das Wahlalter auf 26 anheben. Die Wähler wären der versicherungsmathematischen Hochrisikogruppe der 18- bis 25-jährigen entwachsen — und auch der peer-orientierten Phase. Da spielte kaum mehr eine bindende Rolle, was Ragnar oder Malte-Torben so wählen.
Ergänzend bzw. ersetzend könnte man das aktive Wahlrecht an die Veranlagung zur Einkommensteuer knüpfen. Das hatte in der Vergangenheit hervorragend funktioniert, bis… ja bis die Proletarier zur Einkommensteuer veranlagt wurden. (Vgl. die Vorgeschichte zu “Dann macht doch euern Dreck alleene!”)
Die Idee, an eine Netto-Steuerzahler-Eigenschaft anzuknüpfen, wäre dagegen nicht inklusiv, da Staatsdiener*innen [sic! Denken Sie sich zum Fußnotensternchen einfach, was Sie wollen. Von mir aus “Hicks…”.] ausgrenzend.
Blöder als Kirchgang und Religionsunterricht werden die sozialen Medien auch nicht machen.
Doch. Haben die schon bewiesen. Grund: CEO. Ist aber bei der IT nix Neues, dass die Staubsaugervertreter bestimmen, was läuft. Mit Scrum und Agile hat man ja diese narzisstische Doofheit gleich zementiert und für alle Zeiten in der Orga festgehalten. Ob KI vor solchen Fehlentwicklungen schützt, auch wenn sie schon längst da sind?