Archiv für die Kategorie ‘Spaß mit Spam’.

Spam-Mails können nerven, sind aber mitunter auch Agenten skurriler Stilblüten. Auszüge daraus kommentiere ich hier.

Spaß mit Spam
Sie suchen nach einem „billigen“ Kredit

Wenn du schon so „nett“ fragst, Spammer:

"Toller" Betreff

Aber „sicher“!

Spaß mit Spam
Das Herpesprotokoll

Ähm, ich will’s mal so sagen, Spammer:

Are You Searching For Herpes Protocol

Bei der Wahl deiner Überschriften hast du schon mal mehr Sorgfalt gezeigt. :irre:

Spaß mit Spam
Du musst check this out

Wunderschön ist schon der Betreff der obskuren Spammail, die mir ein gewisser „Alec“ heute ins Postfach spülte:

Hallo,

Haben Sie über die binäre Trading-Software gehört, die MEGA MONEY
Gewinne und Drehen der Finanzwelt auf den Kopf erzeugt?

Äh.

Letzte Woche Tom Mendaco öffentlich bekannt, dass er $ 2,747.50 in
nur einem einzigen Handel mit der Software gemacht.

  Denken Sie für eine zweite, was Sie mit $ 2,747.50 tun würde!

Für wen bitte? :-?

Und selbst wenn Sie nicht Mendeco sein kann, ich denke, Sie ziemlich
glücklich sein würde eine zusätzliche tausend Dollar pro Tag zu
generieren.

[==>Link (
http://tracking.binarypromos.com/aff_c?offer_id=(ID retuschiert, A.d.V.) )]

Generierung von Geld, klingen serious. Ich aber Geld mit Arbeit. Nicht bin stupid.

Das Beste an der Software ist, dass es für Dummies einfach ist.

So’n Spammer, der offenbar sogar für Software für Dummies zu blöd zu sein scheint, denn sonst hätte er das Spammen nicht nötig, ist jetzt vielleicht nicht unbedingt eine gute Instanz zur Empfehlung.

Sie können Geld jede Minute jede Stunde jeden Tag machen, indem Sie
einfach ‚up „oder“ down „auf der Grundlage der Graph-Muster und
Richtung Trends, die Sie sehen! Jeder kann das.

Das geht up. Jeder kann das! Deswegen wird auch jeder immer so reich vom Angucken von Graphen und vom Generieren von Geld. MEGA MONEY!

Sie müssen mehr Erfolgsgeschichten CHECK OUT. Dieses Zeug ist
verrückt. Guck mal

Das, allerdings, glaube ich auch. Vielleicht sollte „Alec“ – die Mail ist mit „Alice“ unterschrieben – von „dem Zeug“ besser die Finger lassen.

:irre:

Spaß mit Spam
Kurzspam: Blitzerwarner Ausverkauf – spare viel

Unter obigem Betreff erreichte mich soeben eine Werbemail für (vermutlich) irgendein Dingsda, das wie auch die lächerlichen „Flitzerblitzer“ im unnötigen Radio vor Geschwindigkeitskontrollen warnen soll.

Völlig unentgeltlich möchte ich hiermit den Spammern und Radiomachern das kümmerliche Geschäft kaputtmachen, indem ich einen völlig kostenlosen Geheimtipp mit euch teile, der euch alle weiteren Probleme mit solchen Kontrollen erspart:

Fahrt nicht wie ein Arschloch!

Bitteschön.

Spaß mit Spam
Mit Bitte um Prüfung: CosmosDirekts höfliche Auftragsspammer von der onlinefacts UG

Gelegentlich habe ich an dieser Stelle schon etwas zu den Themen Alkohol und Jugend geschrieben. Über welchen der Beiträge der Herr von der onlinefacts UG aus München letztlich gestolpert sein mag, als er beschloss, mich über eine „Initiative“ der offensichtlich sehr verzweifelten CosmosDirekt-Versicherungsgesellschaft zu informieren, lässt sich leider nicht so genau rekonstruieren; unter dem Betreff „Bitte um Prüfung“ erhielt ich heute jedenfalls folgende E-Mail:

Sehr geehrter Herr (Name aus dem DENIC-Whois, A.d.V.),

auf Ihrer Webseite tuxproject.de betreiben Sie eine hilfreiche Linkliste:

https://tuxproject.de/blog/2013/04/kurz-verlinkt-clvi-zweimal-tammtamm/

Da Sie von dort aus auf informative Seiten verweisen, möchte ich Ihnen die Initiative „Don’t Drink and Drive – Gegen Alkohol am Steuer“, die unsere Experten-Redaktion gemeinsam mit prominenten Botschaftern aus dem Fernsehen realisiert hat, vorstellen.

Schauen Sie doch gern einmal vorbei: (Spamlink herausredigiert, A.d.V.)

Es sind beeindruckende Zahlen, mit denen wir vor allem junge Fahrer dazu auffordern die Finger von Alkohol im Straßenverkehr zu lassen:

• pro Minute sind schätzungsweise 170 Autofahrer alkoholisiert auf deutschen Straßen unterwegs

• 35,3 Prozent der insgesamt 455 von uns befragten Fahrschulen berichten von Vorfällen mit Fahrschülern, die alkoholisiert eine Fahrstunde antreten wollten

Unsere Initiative ist selbstverständlich werbefrei und derzeit informieren sich bis zu 15.000 Leser pro Tag auf unserer Seite.

Wir würden uns freuen, wenn auch Sie Ihren Lesern mit unserer Initiative eine weitere informative Quelle anbieten und uns zu Ihrer Linkliste hinzufügen möchten. Falls Sie einen Banner benötigen, finden Sie diesen im Anhang.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Römhild

onlinefacts UG (haftungsbeschränkt)
Paul-Heyse-Straße 27
80336 München

Die Kampagne, deren Link ich oben aus dramaturgischen Gründen (und um Spam nicht unnötig zu belohnen; verwegene Leser mögen eine Suchmaschine ihrer Wahl bemühen) nicht stehen ließ, befindet sich unterhalb der Domain cosmosdirekt.de, es handelt sich hier somit trotz des Spammers Firmierung unter „onlinefacts UG“ um Auftragsspam im Namen eines bisher wohl fälschlicherweise für mehr oder weniger seriös gehaltenen Versicherungskonzerns.

Während ich im Allgemeinen durchaus angetan davon bin, dass sich Versicherungen ganz uneigennützig für weniger Leichtsinn im Straßenverkehr einsetzen, bin ich von der E-Mail alles andere als begeistert.

Schön ist, dass man sich zumindest die Mühe gemacht hat, sich wenigstens ansatzweise mit der Website, auf der man gern beworben werden möchte, zu beschäftigen: Es handelt sich um einen Blog mit Lesern und hin und wieder tauchen auch Links auf. Ein automatisch ausgelesenes Domain-Whois sorgt zumindest für eine einigermaßen gesittete Anrede. So weit das Positive an der E-Mail.

Nicht so schön ist, dass man sich im Hause „onlinefacts UG“ und somit auch bei denen, die sie um Werbevermittlung bitten, um Anstand und Gesetze allem Anschein nach nicht schert. Die angenommene Herleitung „hat eine Website, betreibt also sicher irgendwelche bunt zusammengewürfelten Linklisten, in die wir super reinpassen“ lädt dermaßen wenig dazu ein, der Firma „onlinefacts UG“ eine wenigstens grundlegende Ahnung von diesem „online“ zu attestieren, das sie faktisch in ihrem Namen trägt, dass ich tatsächlich mal kurz nachgucken musste, was diese Firma eigentlich macht (Vorsicht: Verweis geht auf die Website von „onlinefacts“!):

Die onlinefacts Unternehmergesellschaft mit Sitz in der Münchner Innenstadt ist ein Zusammenschluss unabhängiger Redakteure aus ganz Deutschland, die Verbraucher in den Medien aufklären. Mit unseren Aufklärungskampagnen schaffen wir Klarheit und arbeiten dafür mit namhaften Experten und Prominenten zusammen.

Zu den „prominenten Botschaftern“, die Herr Römhild – übrigens einer der beiden Geschäftsführer der „onlinefacts UG“ – im Zusammenhang mit der CosmosDirekt-Kampagne anpries, zählen übrigens Lichtgestalten wie Daniel Küblböck (!), Ricky Harris (!), Indira Weis (!) und Nina Ruge (!), die allesamt ein „Statement“ (ebd.) zu der bewegenden Frage, ob man – spoiler: Nein! – besoffen ein Kraftfahrzeug führen sollte, abgegeben haben. Wenn ihr gerade nicht so genau wisst, wer das alles ist, schlagt es besser nicht nach oder achtet vorher darauf, dass ihr kein Getränk im Mund habt.

Wie konnte die „onlinefacts UG“ trotzdem so bekannt werden? Nun, ihre Website gibt dazu Auskunft:

Bekannt aus dem Sondermüll

Soso.

Aber kommen wir noch mal kurz auf die per se lobenswerte Kampagne „Don’t Drink and Drive“ – natürlich im Original mit geradem statt typografisch korrektem Apostroph, weil eine deutschsprachige Website gefälligst irgendwie englisch zu heißen hat, sonst klickt ja keiner drauf, während natürlich jeder Hansfranz, mich eingeschlossen, dauernd auf irgendwelchen Spamlinks rumklickt – zurück. Herr Römhild führte aus:

Unsere Initiative ist selbstverständlich werbefrei[.]

Gucken wir doch mal in diese werbefreie Website hinein. Zwar wurde eine Möglichkeit eingebunden, die Kampagne statt per Spammail auch via „sozialem Netzwerk“ zu verteilen, allerdings handelt es sich um die weitgehend unbedenkliche „Zwei-Klick-Lösung“, die erst nach ausdrücklicher Genehmigung Daten aushorcht:

Zweiklickspam

Aber halt – was bemängelt jetzt uMatrix? Herr Römhild hat doch nicht etwa gelogen? Da gucken wir doch noch mal genauer hin:

Ich halte die Kombination aus „Intelli-“ und „Ad“, also „intelligente Werbung“, ja für ein Oxymoron, aber ich bin auch eher technik- als wirtschaftsbegeistert; jedenfalls: damit nicht genug!

Natürlich: display:none!important, Validität ist sooo 90er und mehr Mühe sind wir dem nutzlosen Werberpack eben nicht wert. Nun kann es gut sein, dass der für diese Kampagne verantwortliche – leider nicht: zur Verantwortung gezogene – Pixelschubser hier einfach nur Code hineinkopiert hat, den ihm der Werbevermarkter DoubleClick empfohlen hat, was die Sache jedoch nicht besser macht. (Was verdient eigentlich so ein Geschäftsführer bei der „onlinefacts UG“, also finanziell, nicht moralisch?) Der Name „DoubleClick“ sollte euch übrigens bekannt vorkommen, denn das ist der Name, unter dem das Unternehmen Google Inc. seit einigen Jahren bedauerlich erfolgreich Onlinemarketing betreibt und es damit schon zu trauriger Berühmtheit gebracht hat:

Doubleclick will let advertisers control how often an ad is shown to a browser, how long it is shown for and how often it will appear. (…) For example, if you are on a news website and you visit the sports pages, then adverts for match tickets may be more relevant than makeup. This information belongs to the website owner only. (…) Because it records your IP address, Doubleclick can also make a good guess of your country and town/city, too.

Besuche ich also die selbstverständlich werbefreie Website besagter „Initiative“, so lässt die Versicherungsgesellschaft CosmosDirekt ohne meine Zustimmung die Berufsspammerabteilung des US-amerikanischen Unternehmens Google wissen, wo ich ungefähr wohne und dass ich mich für Alkohol am Steuer interessiere. Oder für Daniel Küblböck.

:zensur:

Die DENIC weist übrigens darauf hin, dass die Nutzung der Domaindaten „zu Werbe- oder ähnlichen Zwecken“ einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen darstellt. Da der Mailverfasser die von ihm als für seine Zwecke fälschlicherweise als passend erkannte Website zweifelsfrei nicht einmal aufgerufen hat, so dass die Ausrede, die Anrede könnte auch aus dem Impressum stammen, hier nur schwerlich möglich ist, haben wir es hier also nicht nur mit einfacher Spam (also mit dem Verdacht einer kriminellen Handlung, cf. § 7 UWG) zu tun, sondern überdies mit der mutmaßlichen Erschleichung von Dienstleistungen. Wirklich beeindruckende Geschäftspraktiken unterstützt die CosmosDirekt AG da.

Der Bitte um Prüfung des Anliegens und anschließende Information meiner Leser hoffe ich hiermit hinreichend entsprochen zu haben. War mir ein Vergnügen!

Spaß mit Spam
Du hast knapp ein akustisches File erhalten dveh

Puh …

Knapp

… das war knapp.

Spaß mit Spam
Kannst eine Uhr wie in den Films haben

Eine Uhr wie in den Films hat mir gerade noch gefehlt. Zum Glück erhielt ich heute eine Mail von „Liese“, die Abhilfe versprach. Offensichtlich handelte es sich um eine HTML-Mail, irgendein extern eingebundenes Bild sollte nachgeladen werden; aber ich bin ja bekanntlich nicht völlig bescheuert.

Der Reintext ist aber auch super.

Jeder will sie von mir kaufen

Und dann bekomme gerade ich dieses unfassbare Angebot? Es geschehen Wunder!

Cool: Mit der Uhr mailen »

Prima! Außerdem: Mit dem Telefon Bücher lesen. Diese neue Zeit ist erschreckend, nicht?

Kannst eine Uhr wie in den Films haben

Hoffentlich wie in guten Films, nicht wie in Comicfilms.

Hier a b*melden

Was? Wovon? Wofür? War nicht „anmelden“ gemeint? Und seit wann wird die Meldung gegendert? Ich bin irritiert.

Aber noch mal zur Uhr:

Super, zeigt sogar die Uhrzeiten…

(sic!)

Äh.

Muss ich haben! :bravo:

Spaß mit Spam
Hello. Re: Maria (ID15896374) 27 y.o changed photos…[hlslvb]

So eine Betreffzeile hat den Vorteil, dass man sofort sehen kann, was der Verfasser eigentlich vom Empfänger zu wissen begehrt. In diesem Fall bin ich ratlos.

Aber der Text selbst ist auch nur bedingt hilfreich:

[jwkgtyyg]
Hello.[rovjgx]
I am Maria (ID15896374) ,27 y.o , I changed photos ,
can we chat now?
sweet kiss,
yours Maria
My e-mail:ledirus2015@(zensiert).ru
[wuvflbg]

„Ich habe mein Bild geändert, hast du jetzt Lust auf eine Unterhaltung mit mir?“

Die Attitüde zu ändern wäre womöglich zielführender.

gfuthguthgf.

Spaß mit Spam
Hallo

In Russland gehen wohl schon wieder die Männer verloren, weshalb eine gewisse „Olga“ die naheliegende Initiative ergreift und mir folgende Mail zukommen lässt:

Hallo

Tach

Wie Sie? Ich hoffe, bei Ihnen ist aller gut!

Ich gut! Bei mir alle Wetter!

Mich nennen Olga. Mir die 35 Jahre! Ich suche die zweite Halfte!

Die anderen 35 Jahre oder wie?

Ich suche den Mann, mit dem wir die Familie schaffen konnen!!!

Bob

Ich interessiere mich fur Sie und unserer Bekanntschaft. Ich bin fur die ernsten Beziehungen mit Ihnen geoffnet.

Geschäftsbeziehungen, nehme ich an.

Naturlich wollen Sie wissen, wer ich, und werde ich Ihnen ein wenig Informationen uber mich unmittelbar schreiben.

Eigentlich ist es mir ziemlich egal, aber wenn Sie darauf bestehen …

Ich lebe in Russland in der guten Stadt.

Die schlechte war schon voll.

Ich habe einige Fotografien fur Sie verwandt, wo Sie mein Au?ere sehen konnen.

Angehängt an die E-Mail ist eine einzige Fotografie mit einer ziemlich geschminkt aussehenden Blondine; der Grad der Verwandtschaft würde mich tatsächlich interessieren, aber „Olga“ unterbricht ihren Redefluss nicht für unnötige Details und schreibt weiter:

Ich will den ernsten Mann fur die starken Beziehungen, gerade deshalb kennenlernen, ich schreibe Ihnen.

Das ist sehr bedauerlich. Ich bin ziemlich lustig.

Ich hoffe sehr, dass Sie die ernsten Beziehungen auch suchen, da ich ermudet bin, einsam in dieser Welt zu sein.

Das kann ich verstehen. Wer will schon eine Frau an seiner Seite haben, die pausenlos nur von sich redet?

Ich werde sehr froh sein, wenn Sie mir die Fotografie in Ihrer nachsten Post schicken werden.

Ihre eigene?

Moglich werden Sie mir etwas uber das Leben dort sagen.

Auf der Fotografie? :-?

Sie konnen auf meine Email Adresse schreiben:
Ich hoffe, dass ich Ihnen gefalle, und Sie werden die Antwort bald schicken.

Das ist aber eine sehr lange E-Mail-Adresse. Leider scheint der Versand auch nicht so richtig zu funktionieren, darum muss ich Ihnen leider hier antworten, werte „Olga“. Ich hoffe, dass Sie bald lesen es.

Des ganzen Guten!
Olga.

Zum Wohl!
ich.

In den NachrichtenSpaß mit Spam
hallo geschaftsvorschlag

Auf SPIEGEL ONLINE wundert sich Christian Stöcker heute offenbar völlig unironisch:

Spam, Phishing, Überwachung – die E-Mail ist unerträglich und trotzdem immer noch da.

So geht’s mir mit Christian Stöcker zwar auch, aber mich bezahlt natürlich keiner für solche Empfindungen. Man muss sich Christian Stöcker als einen Menschen vorstellen, der ausschließlich Spam- und Phishingmails bekommt und es nicht irgendwie merkwürdig findet, sich auf einer trackingdurchsetzten Website wie SPIEGEL ONLINE über die Überwachung mittels E-Mails zu empören.

Dabei ist E-Mail auch ein Medium für das Knüpfen von Geschäftsbeziehungen. Mich erreichte zum Beispiel heute folgender Kontaktversuch:

geschaftsvorschlag

Kreative Anreden fördern die Aufmerksamkeit des Lesers. Gut gemacht!

Grüß Gott

Ah, ein Süddeutscher schreibt. Oder?

Ich bin mit diesem Medium, um Sie über die Transaktion zur Abgabe von $21.500.000 (Einundzwanzig Millionen fünfhunderttausend Euro) in meiner Bank in China, Sie als Empfänger zu informieren.

Schlimme Grammatik, merkwürdiger Umrechnungskurs, Bank im Ausland – ja, eindeutig ein Süddeutscher.

Es wird zu 100% sicher, dass der Finanzvorstand des verstorbenen Kunden.

Es ist zu 100% sicher, dass der Verfasser.

Bitte auf meine private E-Mail: sangchin24@gmail.com, für weitere
Informationen.

Ich schreibe prinzipiell niemandem an eine Google-Mail-Adresse. SPIEGEL ONLINE sagt, da werde ich überwacht.

Dann eben nicht.


Ach, die „Homo-Ehe“, also die Hochzeit zweier Menschen gleichen Geschlechts, treibt die Medien mal wieder um. Von einer „Gleichberechtigung“ sei die Rede, die gefördert werde, wenn man statt einer nun sogar zwei verschiedene Lebenspartnerschaften legalisiert. Was aber soll das für eine Gleichberechtigung sein, in der ein Mann nicht einmal seine Lokomotive heiraten darf?

Spaß mit Spam
Richtig profitwittern mit #TwitterAds

Da schau‘ her, eine E-Mail, hochoffiziös von Twitter themselves. So etwas sieht man nicht alle Tage. Das sind sicher sehr, sehr wichtige …

TwitterAds Plaintext

Ähm, hm, naja, dann ist vielleicht die Browserversion weniger bescheuert.

Was wollen sie denn von mir? Ach so, natürlich – was verkaufen:

Twitter Ads sind jetzt in Deutschland verfügbar

Hurra!

Aber was bringt mir das?

Mit Twitter Ads hast Du folgende Möglichkeiten:

  • Die Zahl der Follower, Leads, Interaktionen oder Website-Klicks zu erhöhen

Prima: Nie wieder was Gutes selbst schreiben, einfach was abonnieren und schon hat man sehr viele passive, quasi automatisierte Leser. Wie einladend!

Deine Mitteilungen zielgenau abzustimmen

Hä?

Größere Zielgruppen zu erreichen

Prima: Nie wieder … ihr wisst schon.

Klingt spannend? Um Dich beim Start zu unterstützen, laden wir Dich zu unserem Launch-Webinar „Einführung in Twitter Ads“ ein.

Das ist aber nett! Vielleicht lerne ich dort, worum es eigentlich geht. Nämlich um dies:

In diesem Webinar werden wir erklären, wie Twitter Ads funktionieren und werden auf folgende Punkte eingehen:

  • Werbeformate auf Twitter
  • Targeting-Optionen
  • Erfolg messen

Denn wer ernsthaft dachte, so ein Mikroblogsystem wie Twitter diene dem Zweck, anderen Leuten nicht auf den Zeiger zu gehen, sondern Dinge aus dem Leben hineinzupusten, der lag so was von daneben. Wie konnte ich so blöd sein und ganz ohne Werbeeinnahmen in jeweils höchstens 140 Zeichen über Politik und blöde Witze zu quatschen? Eine schier unverzeihliche Dummheit.

Allerdings von denen.

Spaß mit Spam
Kurzspam: Vermachen

Am 30. Dezember 1899 (sic!), so behauptet es mein Mailprogramm, erhielt ich unter obigem Betreff folgende Mail:

Ich werde Sie brauchen, um mich in der Ausführung eines Business-Projekt von einem der Asien-Pazifik-Nationen, um Ihr Land zu unterstützen.

So schlimm ist es um Deutschland bestellt?

Sie werden freundlich gebeten, mit folgenden Angaben auf meiner privaten E-Mail reagieren: auf grp(…)@aim.com Ihr vollständiger Name und Anschrift, Ihr Geburtsdatum und Ihren Geburtsort und Ihre privaten Telefon Details werde ich Ihnen mehr Details, wie man auf gehen liefern Eingang Ihrer Antwort.

Ich unfreudig gelesen Spammers Sammel Daten Versuch. Gehe liefern ihm Unmut.

Wenn Sie nicht daran interessiert, mein Vorschlag ist, bitten wir Sie diese E-Mail aus Sicherheitsgründen zu löschen und ich werde dich nicht noch einmal zu kontaktieren.

Nee, „du“ nicht, dafür ein knappes Dutzend „deiner“ Aliase. Vielleicht sogar welche, die erst im 21. Jahrhundert einen Computer gekauft haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Cgz

Rammtammtamm,

qwertz.

:irre:

Spaß mit Spam
Kurzspam, November 2014

Ab und zu mal in den Spamfilter gucken und jede schlechte Laune verfliegt. Allein schon die Betreffzeilen!

BE A LETHAL WEAPON IN THE BEDROOM-

Und wie krieg‘ ich dann das Blut wieder raus?

Das Problem: Paypal Konto Uberprufung

Die Lösung: Loschen

Wake up to a wonderful days with a bigger tool !!

Mehr Power!

Wir zwingen Sie jeden Monat 43,000 auszuzahlen?

Das wollte ich schon immer mal müssen!

:irre:

Spaß mit Spam
✔Ich bin nackt für dich! Wollen wir uns heute abend treffen?

Ach, Mädel, bei dem Wetter bist du doch heute Abend total erkältet. Zieh‘ dir erst mal was an und mach‘ dir einen warmen Tee.

Nur bei uns: Ficken in 3 Schritten!

(und fick sie heute noch)

Wen jetzt genau? Und – eigentlich noch wichtiger – warum soll es reizvoll sein, für Triviales 3 Schritte zu brauchen? „Ausziehen und loslegen“ sind laut Taschenrechner nur zwei.

Hi ,

„Plenken ist (…) eine dumme Angewohnheit [und] typographisch völlig falsch.“

Melde dich hier schnell und kostenlos an und erhalte direkt Zugang zu tausenden Frauen die für alles offen sind.

Oder einfach mal das Haus verlassen.

Schau dir an wie diese Frauen ganz einfach alle Hüllen für dich fallen lassen!

Ganz einfach! Sie schaffen es mühelos, sich auszuziehen! Meinen allerherzlichsten Glückwunsch!

Aber ist das – ich fragte ja bereits – nicht etwas kalt?

100% Garantie auf Kontakte

Und was für tolle Kontakte!

Frauen die Sex wollen

Männer, die das auch mal dachten.

Kontrollierte Profile

Eine begutachtete Nase. Toll.

Ich hatte ja erst „Profite“ gelesen.

Nacktfotos anschauen>>

http://www.new-hiter.de/(…)

Und was ich hier erst gelesen habe, möchtet ihr wahrscheinlich gar nicht so genau wissen.
(Vorsicht: Derlei Websites nur mit Umsicht besuchen.)

Direkter Sexkontakt >>

http://www.new-hiter.de/(…)

Ja, wie – nur einer? Das ging aber schnell.

Früher haben sich die Spammer wenigstens noch Mühe gegeben.

InternesSpaß mit Spam
Anfrage Linkentfernung

Die Software WordPress, die seit 2005 auch Basis für diese Website hier ist, hat den großen Nachteil, dass sie URLs in Kommentaren erlaubt, dass also ein Kommentator zusätzlich zu seinem Senf noch einen Verweis auf seine (oder eine beliebige andere) Website hinterlassen kann.

Kommentarspammer haben das jahrelang ausgenutzt, da auch Links in Kommentaren von schlechten Suchmaschinen wie Google oft einen positiven Einfluss auf die Bewertung der jeweiligen Website hatte. Auch bei mir hat sich zumindest eine Kommentatorin mit einem unauffälligen Verweis bemerkbar gemacht, der Rest ist möglicherweise im Spamfilter hängen geblieben.

Google mag das aber nicht mehr. Und so bekam ich heute eine Mail, die ich hier auszugsweise wiedergebe:

Hiermit möchten wir uns an Sie als Webmaster von

(verlinkte Adresse)

mit folgender Bitte wenden:
Wir lesen sehr gerne Ihre Beiträge und kommentieren diese auch mit Freude. Jedoch möchten wir auf die Links in den Kommentaren zu unserer Website verzichten, darum bitten wir Sie den unten genannten Link zu entfernen. Den Content können Sie ganz nach Ihrer Vorstellung belassen oder auch löschen. Wir freuen uns aber natürlich, wenn Sie den Content trotzdem belassen, damit wir einen Mehrwert zu ihren Beiträgen bieten können.

Mit anderen Worten: Die Verantwortlichen haben irgendwo gelesen, dass der „Backlinkspam“ von Google nicht mehr so toll gefunden wird, und würden ihn gern nachträglich entfernen, um ihre Weste reinzuwaschen.

Da helfe ich doch gern:

Hallo,

> Wir lesen sehr gerne Ihre Beiträge und kommentieren diese auch mit Freude.

Das haben Sie genau einmal getan.

> Jedoch möchten wir auf die Links in den Kommentaren zu unserer Website
> verzichten, darum bitten wir Sie den unten genannten Link zu entfernen.

Ich fürchte, diesem Wunsch werde ich nicht ohne Weiteres nachkommen.

Ich habe sehr wohl gelesen, dass Sie momentan recht viele „Webmaster“ anschreiben, weil Sie fürchten, dass Sie in Google schlechter gestellt werden. Das heißt, Sie haben über einen langen Zeitraum Ihre Website aggressiv per Kommentarspam beworben (und damit fremde Webauftritte, auch den meinen, als Litfaßsäule verwendet) und nun ein Problem damit, dass Ihr Spam auch als Spam bewertet wird? Das ist unfreiwillig komisch.

Ich mache Ihnen ein Angebot: Gegen eine Zahlung von 20 Euro (Paypal bevorzugt) entferne ich jeden Link auf Ihre Website. Ansonsten bleiben Sie drin.

Ich bin ja nicht so.