In den NachrichtenMontagsmusik
Volaré - …In Two Seconds Of Time… // Vom Bachelor zum Sklavenhalter

Immer noch ein besserer Präsident als SteinmeierEs ist Montag. Die geplan­te „Corona-App“ fällt bereits jetzt dadurch auf, dass man sie sicher­heits­hal­ber nicht ein­set­zen soll­te - wie immer gut ange­leg­te Steuern also. Was man von dem Geld alles für die Pandabären hät­te tun können!

Apropos EDV: Bei Tails, einer Linuxdistribution für ver­meint­lich Sicherheitsbewusste, wur­de 2017 von Facebook eine Sicherheitslücke raus­ge­tra­gen, wonach ein Nutzer ein­ge­sperrt wur­de. Keine Sorge, es traf zum Glück nur einen Bösen und dage­gen kann ja nie­mand etwas haben, oder? Oder? - Dasselbe Facebook hält sich aber wenig­stens sonst an bekann­te Regeln einer wech­sel­haf­ten Zeit: Ein Foto von ange­ket­te­ten austra­li­schen Ureinwohnern darf dort nicht gezeigt wer­den. Wegen Sklaverei? Nein, natür­lich nicht: Wegen Nacktheit.

Wir blei­ben beim Thema: Um Rassismus zu besie­gen (oder so ähn­lich), wür­de GitHub künf­tig gern - unge­ach­tet der Tatsache, dass black­lists und white­lists mit der Hautfarbe von irgend­je­man­dem noch nie etwas zu tun hat­ten - white­lists in Erlaubelisten umbe­nen­nen und auch das Konzept eines master-Zweigs in der Entwicklung in irgend­was blö­des umbe­nen­nen, denn Sklaverei sei abge­schafft und daher ist allein die Erwähnung eines Meisters zu ver­mei­den. Ich wuss­te doch, die­se Bolognareform hat einen Haken! Man füh­re das Diplom wie­der ein und kom­me künf­tig nicht mehr auf sol­che Ideen.

In meh­re­ren deut­schen Städten demon­strier­ten gestern zahl­rei­che Menschen unter dem Motto der Unteilbarkeit für alles Mögliche, für Feminismus, gegen Rassismus, Bürgerräte in Betrieben und irgend­was mit grie­chi­schen Lagern; lei­der auch dies­mal nichts gegen Erdbeben. Auf Twitter wur­de die­ses Durcheinander als der Bauchladen unter den Demonstrationen bezeich­net und das trifft es ganz gut. Albatross!

Auch für alle Gelegenheiten geeig­net, aber wesent­lich weni­ger bescheu­ert: Musik.

Volaré - …In Two Seconds Of Time…

Guten Morgen.

In den Nachrichten
Bilderstürmer

Ich bin sehr dank­bar dafür, dass wegen der Rassismussache die­ses blö­de Corona end­lich vor­bei ist. Vorbei? Zumindest scheint es so zu sein, denn man ist (inzwi­schen ach­sel­zuckend mas­kiert und ent­da­ten­ge­schützt, es ist ja nur zu unse­rem Besten) bereits beim über­näch­sten Thema ange­langt und die Teilnehmer kra­kee­len­der Menschenansammlungen sind end­lich wie­der links und nicht alu­be­hü­tet. Zum Glück pas­siert immer nur eine Sache gleich­zei­tig auf der Welt, sonst wäre es ja total lächer­lich, ein Thema fal­len zu las­sen, bloß weil es ein neu­es Thema gibt.

Dieses neue Thema scheint die Renaissance des Bildersturms zu sein: Weltweit wer­den Kulturgegenstände zer­stört oder beschä­digt, deren Abgebildete sich der Sklaverei ver­däch­tigt gemacht haben und nicht Karl Marx sind. Ich höre den Islamischen Staat aus Palmyra feixen.

Und weil sie mit Kulturgegenständen ohne­hin wenig anfan­gen kön­nen, mit Streamingquatsch aber um so mehr, pip­pi­l­ang­strump­fen sie jetzt auch die Filmhistorie, wie ein Medium, das ver­linkt zu wer­den rigo­ros ablehnt, beschreibt:

Nach Protesten wegen „ras­si­sti­scher Beleidigungen“ hat der bri­ti­sche Streaming-Dienst UKTV die Folge „The Germans“ (Die Deutschen) der Kultserie „Fawlty Towers“ aus dem Programm genom­men. Der Streamingdienst der BBC erklär­te am Freitag, die Folge wer­de „geprüft“. (…) Der Sender teil­te dar­auf­hin mit, die Episode sol­le dem­nächst zusam­men mit „zusätz­li­chen Hinweisen“ wie­der online gestellt wer­den. Ältere Beiträge wür­den regel­mä­ßig geprüft, um zu garan­tie­ren, dass Zuschauererwartungen erfüllt wer­den. Dabei wer­de beson­ders auf „ver­al­te­te Sprache“ geachtet.

Auch ande­re Filme hat es erwischt:

Eine Streaming-Plattform nimmt “Vom Winde ver­weht” vor­läu­fig aus dem Programm, weil der Anbieter befürch­tet, die Darstellung der Sklaverei in dem Film sei verletzend.

Nun bin ich ja immer sehr dank­bar dafür, dass man mich an die Hand nimmt und mir mit zusätz­li­chen Hinweisen erklärt, dass Satire sati­risch gemeint sein könn­te und die Darstellung von Sklaverei in einem in der Sklavereizeit spie­len­den Film als akzep­tier­ter Alltag im gege­be­nen Kontext nicht als Aufforderung zu ver­ste­hen ist. Auch dass die­ser eine Schinken von dem Österreicher mit dem Chaplinbart nur in einer kom­men­tier­ten Ausgabe zu haben ist, ist erleich­ternd. Ohne die Kommentare käme da sonst sicher­lich noch jemand auf komi­sche Ideen. Mich über­rascht, dass „1984“ noch unkom­men­tiert ver­kauft wer­den darf, denn immer­hin wirft es einen selt­sa­men Blick auf eine Gesellschaft, die ihre Geschichte als sol­che nicht mehr zu akzep­tie­ren bereit sein darf.

Als man uns ver­sprach, das Internet schenk­te uns das Wissen der Welt direkt ins Wohnzimmer, ver­schwieg man wohl nicht grund­los, dass mit ihm auch die schlech­ten Eigenschaften ihrer Bewohner aus­ge­lie­fert würden.

In den NachrichtenPolitik
Wenn schon Daten vor­rats­spei­chern, dann wenig­stens die falschen.

*speicher*Apropos „bescheu­er­te Politikideen von frü­her“: Um die­ser ver­damm­ten Kinderpornografen end­lich hab­haft zu wer­den, emp­fiehlt die CDU aber­mals, man sol­le sicher­heits­hal­ber die Daten aller Einwohner Deutschlands auf Vorrat spei­chern; sie könn­ten ja irgend­wann mal was anstel­len und dann sei es zu spät.

Wer jetzt annimmt, sie habe seit dem letz­ten dies­be­züg­li­chen Vorstoß nichts über EDV gelernt, der liegt erstaun­li­cher­wei­se dane­ben: Wie der Generalsekretär der Partei kor­rekt fest­stellt, fin­det zwar nicht die Herstellung, aber die Verbreitung von Kinderpornografie eher im „Darknet“ als auf einem Marktplatz statt. Nun zeich­net sich „das Darknet“ dadurch aus, dass man nicht nur eine geson­der­te Zugangssoftware braucht, son­dern auch dadurch, dass die dort anfal­len­den Daten im Bestfall kei­ner­lei Rückschlüsse auf die eige­ne Person zulas­sen. Die belieb­te Zugangssoftware „Tor“ etwa funk­tio­niert so, dass man das Gesuch, eine Seite im „Darknet“ auf­zu­ru­fen, einem zufäl­li­gen Zugangsknoten mit­teilt, der es wie­der­um einem wei­te­ren mit­teilt, was ein paar­mal so wei­ter­geht, bis der letz­te Knoten schließ­lich die gewünsch­te Website auf­ruft, die nur des­sen IP-Adresse, aber nicht die des­je­ni­gen erfährt, der sie ursprüng­lich auf­ge­ru­fen hat.

Entsprechend ist auch das Speichern von Verbindungsdaten nicht ziel­füh­rend: Der anfra­gen­de Nutzer sen­det sei­ne Anfrage ver­schlüs­selt an einen unver­däch­ti­gen Rechner irgend­wo auf der Welt, ein wahr­schein­lich völ­lig Unbeteiligter sen­det ihm eben­so ver­schlüs­selt die Daten zu. Die Vorratsdatenspeicherung könn­te hier allen­falls die Zahl der Nutzer sol­cher Anonymisierungsdienste erfas­sen, dar­über hin­aus wäre sie aber völ­lig wirkungslos.

Folgerichtig for­dert Paul Ziemiak:

Deshalb gilt: Unsere Ermittler brau­chen zur Aufklärung von Kindesmissbrauch die Möglichkeit der Vorratsdatenspeicherung.

Ich per­sön­lich befür­wor­te schon lan­ge, sicher­heits­hal­ber die CDU zu ver­bie­ten und ihre Mitglieder ein­zu­sper­ren. Sie hat zwar, anders als die SPD, noch nichts wirk­lich Schlimmes ange­stellt - aber sie könn­te!

ComputerIn den Nachrichten
Der Pornofilter für Erwachsene

Was genau elf Jahre nach den schon damals miss­lun­ge­nen Forderungen nach einer Sperre für Websites, auf denen recht­lich unfei­ne Dinge feil­ge­bo­ten wer­den, die von jedem auf­ge­weck­ten Elfjährigen, der eine Suchmaschine bedie­nen kann, ohne gro­ße Anstrengung schlicht weg­kon­fi­gu­riert wer­den könn­te, sich plötz­lich geän­dert haben soll­te, so dass schon wie­der Bestrebungen, den ver­damm­ten Chinesen, die uns sonst alles nach­ma­chen, dies­mal selbst was nach­zu­ma­chen, näm­lich das Wegsperren eines gro­ßen Teils des ver­meint­lich frei­en Webs, laut wer­den, weiß ich lei­der nicht, aber mich amü­siert die Vorstellung, dass dem­nächst in deut­schen Haushalten zahl­rei­che Erwachsene her­um­druck­send von ihren geschütz­ten Kindern und/oder Enkeln in Erfahrung zu brin­gen ver­su­chen, wie sie die­se blö­de Sperre denn umge­hen können.


Interessante Frage des Tages: Warum gibt es eigent­lich kli­ma­be­dingt eine Kaufprämie für Elektroautos, aber kei­ne für Fahrräder?

In den NachrichtenMontagsmusik
TESA - Control 5 // Coronapolizei hilf!

Wie man halt so aussiehtEs ist Montag. Die popu­lä­re Meinung des Tages umschreibt die Putzigkeit von Pandabären, die unpo­pu­lä­re Meinung des Tages hin­ge­gen kommt von einer Mitweißen, die gestern schrieb, an einem Anstieg von Coronafällen auf Demonstrationen gegen Polizeigewalt, auf denen Abstandsregeln igno­riert wer­den, sei allein die Polizeigewalt schuld. Da hät­ten wir das mit die­ser blö­den Hygiene ja auch las­sen kön­nen. Na, näch­stes Mal!

Da aber neu­er­dings anti­se­mi­ti­sche Propaganda als Symbolbild für die Unterdrückung von Schwarzen genutzt wird, wäh­rend an ande­rer Front Frauenquoten gefor­dert wer­den, wird es all­mäh­lich etwas unüber­sicht­lich. Wer wird jetzt am mei­sten unter­drückt und bedarf daher unse­rer größ­ten Unterstützung: Schwarze, Frauen, Anderssexuelle oder der Brechreiz beim Lesen der Verlautbarungen der SPD-Halbvorsitzenden, die öffent­lich bekannt­gab, beim Geldverteilen sei die Frage, woher das Geld denn kom­me, erst mal vor allem im Weg?

Apropos im Weg: Der Thüringer Datenschutzbeauftragte scheint sich, glaubt man den Medien, des Problems anzu­neh­men, dass in der Krise Lehrer wie­der­holt die DSGVO miss­ach­te­ten, um sich mit ihren Schülern wei­ter­hin aus­tau­schen zu kön­nen. Das führ­te zu gro­ßer Empörung in der Lehrergemeinschaft, denn es kön­ne von Lehrern (von wem sonst?) nicht ver­langt wer­den, sich aus­nahms­wei­se mal Gedanken dar­über zu machen, was mit den Daten ihrer Schüler pas­siert. Hoffentlich erfin­det bald mal jemand eine Kommunikationsplattform, die nicht Facebook gehört.

Von Plattformen ist der Sprung zurück zum vor­he­ri­gen Thema kein wei­ter, denn einen wich­ti­gen Anfang sol­le man, for­dert das Internet, jetzt machen, indem man die pod­casts von Schwarzen abon­nie­re. Das sei ein soli­da­ri­scher Akt, erklärt aber qua­si neben­bei auch ganz gut, war­um ich Podcasts für einen furcht­bar über­flüs­si­gen Unsinn hal­te; denn wenn es dar­um gehen wür­de, was dort gesagt wird, und nicht dar­um, wer es sagt: Wär’s statt­des­sen nicht viel bes­ser mit einem Blog getan?

Da nun auf­grund der schon aus Prinzip gemie­de­nen Podcasts etli­che Stunden unge­nutzt blei­ben kön­nen, bleibt unser­ei­nem viel Zeit für das, was wirk­lich wich­tig ist: Musik.

TESA - Control 5 (OFFICAL VIDEO)

Guten Morgen.

NerdkramsNetzfundstücke
So wirst du von „Perspective Daily“ überwacht

Bedauerlich: Auf „Perspective Daily“ warnt Dirk Walbrühl unter der blöd duzen­den Überschrift „So wirst du im Alltag über­wacht“, man wer­de auf sie­ben Arten über­wacht, dar­un­ter Überwachungskameras, Kennzeichenerfassung und Drohnen. Die ach­te Art - die auf „Perspective Daily“ ein­ge­bun­de­nen exter­nen JavaScripts von Googleservern wie s.ytimg.com und ajax.googleapis.com, fehlt lei­der in der Liste. 

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Mehr Jans für Deutschland! (3): Justizquotiert.

Eine Frauenquote muss nicht bedeu­ten, dass dar­un­ter die viel not­wen­di­ge­re Kompetenz lei­det. Gerade in Berufen, in denen eine fach­lich unfä­hi­ge Person gro­ßen Schaden anrich­ten kann, wird man ja wohl im Zweifel dar­auf ach­ten, dass ein Mindestmaß an Verständnis vor­han­den ist. Man lässt ja auch kei­nen Autohersteller Radwege entwerfen.

Außer, man ist bei den Grünen:

Für Überraschung sorgt, dass Grünen-Chefin Anna Gallina künf­tig das Justizressort lei­ten soll, obwohl sie kei­ne Juristin ist. Gallina hat Politikwissenschaft, Philosophie und Öffentliches Recht an der Universität Hamburg stu­diert. Vorgänger Till Steffen hat­te den Posten auf­grund der Grünen-Frauenquote freigemacht.

Immerhin: Das Philosophiestudium könn­te dabei hel­fen, poli­ti­sche Zusammenhänge in Hamburg bes­ser zu ver­ste­hen; zum Beispiel, war­um wel­che Anwärter mit wel­chen Posten aus­ge­stat­tet werden.

(Zuvor in die­sem Kino.)

In den NachrichtenWirtschaft
Der neue Mehrwertgewinnsatz ist da.

Letzten Monat äußer­te ich mein Unverständnis dar­über, dass die Bundeswehr (die abge­schafft gehört) 137 Milliarden Euro für Dinge aus­ge­ben darf, mit denen man Menschen umbrin­gen soll. Der Staat hat wegen Corona immer­hin erkannt, dass das eine Summe ist, die unver­hält­nis­mä­ßig erscheint, und beschlos­sen, finan­zi­el­le Mittel in Höhe von fast einer Bundeswehr - näm­lich 130 Milliarden Euro - dafür bereit­zu­stel­len, dass die Bürger wie­der mehr unnüt­zen Krempel kau­fen. Die Wirtschaft, Sie ver­ste­hen; die eben auch fast eine Lufthansa weni­ger wert ist als die Armee. Irgendwelche Prioritäten muss man eben haben.

Fünf von den 137 Milliarden Euro sol­len an die Deutsche Bahn gehen, die bekannt­lich drin­gend mehr Geld braucht. Aber auch der Bürger soll es gut haben:

Ein „Herzstück“ des Paketes ist nach den Worten des CSU-Vorsitzenden Markus Söder eine Senkung der Mehrwertsteuer. Vom 1. Juli an bis zum 31. Dezember 2020 soll der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf 16 Prozent und für den ermä­ßig­ten Satz von 7 Prozent auf 5 Prozent gesenkt wer­den. Um rund 20 Milliarden Euro wer­den die Verbraucher ent­la­stet, wenn die Preise ent­spre­chend sinken.

Neulich las und hör­te ich ver­schie­den­fach, Markus Söder habe sich in der Coronazeit bereits jetzt als erstaun­lich klu­ger Politiker erwie­sen. Erstaunlich, dass er jetzt aus­ge­rech­net am Grundwissen der Zusammenhänge in der Wirtschaft scheitert.

Ich möch­te aber nicht immer nur nör­geln, füge mich der Empfehlung und freue mich schon auf die Preisanpassungen. Schade eigent­lich, dass ich von ihnen erst im Januar 2021 etwas mit­be­kom­men werde.


Inzwischen bei den Grünen: Ein ille­gal besetz­tes Haus soll geräumt wer­den? Das ist gera­de ganz blöd, das muss ver­hin­dert wer­den wegen… Moment… wegen der Rassisten!

In den NachrichtenNerdkrams
(Micky-Maus-Stimme:) „Keine Panik!“

Was kann da schon passieren?

Durch KI lässt sich die mensch­li­che Stimme bereits klo­nen und ver­än­dern. Eine neue Software geht nun einen Schritt wei­ter und bie­tet Nutzern an, die eige­ne Stimme zu lizen­zie­ren und zu verkaufen. (…)

In sei­ner Datenschutzerklärung behält sich das austra­li­sche Unternehmen aller­dings vor, per­sön­li­che Informationen wie Name, Mailadresse, Alter, Kreditkarteninformationen und den Ort zu spei­chern und Dritten bereit­zu­stel­len. Dazu gehö­ren neben Regierungsbehörden auch poten­zi­el­le Geschäftspartner von Replica Studios.

Ach so, ja: Alles. Mein Fehler.

In den Nachrichten
Beischlafkriterien uner­wünscht

Über die Ursachen dafür, dass man eine ande­re Person (oder gleich meh­re­re) kör­per­lich attrak­tiv fin­det, ist bereits man­ches geschrie­ben wor­den. Für das Phänomen, dass man­che Menschen sich von man­chen Ethnien stär­ker ange­zo­gen füh­len als von ande­ren, wur­de in den ohne­hin prü­de­rie­do­mi­nier­ten Vereinigten Staaten gar der Begriff des sexu­el­len Rassismus geprägt.

Da neu­lich, wie zuvor erwähnt, in besag­ten Vereinigten Staaten ein Inhaber einer ande­ren Hautfarbe als der sei­nes Gegners mit der Konsequenz gro­ßer Erregung in so Medien umge­bracht wur­de, erhielt eines der Kollektive, die die Relevanz eines Lebens an der Hautfarbe fest­ma­chen, aber­mals gro­ßen Zuspruch, indem Deutsche schwar­ze Vierecke in sozia­le Medien hin­ein­lu­den. Damit gilt der Rassismus end­lich als so gut wie über­wun­den. Sogar Barack Obama sieht jetzt die Zeit für eine ech­te Veränderung gekom­men. Ich fin­de ja, er soll­te sich mal als Präsident bewer­ben. Da könn­te er rich­tig was erreichen!

Natürlich hat die­se Welle der Solidarität auch in der Welt der mobi­len Geräte etwas ver­än­dert: Grindr, eine Plattform zur Schnackselanbahnung, ermög­licht es sei­nen Kunden künf­tig nicht mehr, nur Angehörige der sexu­ell bevor­zug­ten Ethnie anzei­gen zu las­sen, um ras­si­scher Diskriminierung ent­ge­gen­zu­wir­ken. Ich fin­de, die­ses Konzept soll­te wie so vie­le Konzepte vor ihm auch hier­zu­lan­de end­lich in die Politik Einzug hal­ten. Lassen wir doch künf­tig die SPD ent­schei­den, mit wem wir schla­fen! Ein Filtern unse­rer­seits ist immer­hin immer mit Vorurteilen verbunden.

Ich selbst zum Beispiel wür­de sehr ungern Verkehr mit ande­ren Herren prak­ti­zie­ren, aber die­se Ansicht benach­tei­ligt aus­schließ­lich Homosexuelle - gera­de im Pride Month Juni eine mehr­fa­che Kränkung gegen­über einer welt­of­fe­nen Gesellschaft. Beischlafkriterien sind dis­kri­mi­nie­rend und daher unerwünscht.

Hoffentlich erle­di­gen auch das bald Roboter für uns.


In wei­te­ren Nachrichten: Berlin kann kei­ne Flughäfen eröff­nen? Pah, Schnee von gestern: Berlin kann näm­lich Flughäfen auch nicht schlie­ßen!

In den Nachrichten
Clubbesuchersterben

In den Vereinigten Staaten wur­de irgend­wer von einem Menschen mit ande­rer Hautfarbe umge­bracht, wor­auf­hin die als gut zu ver­ste­hen­den Gegner des amtie­ren­den Präsidenten plün­der­ten und brand­schatz­ten, wes­halb die Regenten Berlins sich spon­tan mit der­je­ni­gen lose orga­ni­sier­ten Gruppe soli­da­risch zeig­ten, die vor ein paar Jahren wie­der­um in Hamburg Brände ver­ur­sacht und Läden ver­wü­stet hat­te. So weit die Nachrichten von heu­te, so weit viel zu nied­rig­schwel­lig irre für einen Kommentar meinerseits.

Berlin war die­ser Tage selbst auf viel inter­es­san­te­rem Niveau irre, wie Medien, die nicht mehr ver­linkt wer­den möch­ten (LSR), berichteten:

400 Boote, 3.000 Menschen, die am Berliner Landwehrkanal oder auf dem Wasser eine Techno-Party fei­er­ten: Die Veranstalter der Demo am Sonntag gegen das Sterben der Clubkultur beka­men die Lage nicht unter Kontrolle.

Gegen das Clubsterben zu demon­strie­ren, indem man sich dem Risiko einer töd­li­chen Krankheit aus­setzt, ist mal wie­der genau mein Humor. Mehr noch, weiß ein ande­res Medium, das nicht ver­linkt wer­den möch­te (LSR):

Über den Landwehrkanal ging die Tour bis zum Urbanhafen, genau vor das dor­ti­ge Krankenhaus, in dem Covid-19-Patienten behan­delt werden.

Dass ich das mal in Bezug auf Berlin schrei­ben wür­de, ent­täuscht mich selbst ein wenig, aber: Passt!

In den NachrichtenMontagsmusik
Kjellvandertonbruket - Yacht in the Fog // Bekanntmachungen verbieten!

Apropos Verrückte: Beim „SPIEGEL“ - Ressort „SPIEGEL Wissenschaft“ - wur­de neu­lich einem Virologen erklärt, dass Gandalf gar nicht kämp­fe, und auf die Frage, wer das sei, ant­wor­te­te der Journalist, ob das der Ernst des Virologen gewe­sen sei. Welche Wissenschaft das abbil­den soll, weiß ich lei­der nicht.

Neues aus der Welt der Politik: Die Länder, mit­hin die sie regie­ren­den Parteien, von denen ich daher bit­te nie wie­der etwas über EDV hören möch­te, wür­den gern gesetz­lich erzwin­gen, dass Betriebssystemhersteller die Jugendschutzmaßnahmen in Telemedien (lies: Pornhub) gefäl­ligst zu prü­fen hät­ten. Ich bin schon sehr gespannt, was die Länder tun wer­den, wenn Microsoft, Google und Apple die­ses Ansinnen zurück­wei­sen. Etwa Smartphones verbieten?

Ich habe neu­lich zufäl­lig her­aus­ge­fun­den, dass das hie­si­ge Landesamt für Soziales, Jugend und Familie sei­ne Verlautbarungen - man scrol­le ein wenig hin­un­ter - unter ein Urheberrecht gestellt sieht, dem­zu­fol­ge jene nicht etwa dem Steuerzahler, son­dern nur der Behörde gehö­ren, auf dass man sie nur mit Genehmigung bekannt­ma­che. Ich möch­te obi­ge Anmerkung zum Thema Länderkompetenz noch­mals betont wissen.

Ganz ohne Einholung einer aus­drück­li­chen Genehmigung mache jeden­falls ich wie­der bekannt: Musik.

Guten Morgen.