Beruhigend für mein oft unsicheres Gemüt: Die Free Software Foundation teilt meine Skepsis gegenüber dem (wenngleich mittlerweile der digitalen Selbstverteidigung dienenden) „KI“-Blocker Anubis und seinen (jedenfalls den meisten) ungezählten Geschwistern im Geiste. Bei der Entscheidung, ob ich meinen Besuchern lieber eine langsame Website (wegen hoher Auslastung durch automatisierte Aufrufe von irgendwelchen Idiotenprogrammen für irgendwelche Idioten) oder das Aktivieren von JavaScript abverlange, hoffe ich am liebsten auf ihre Geduld.
Aus der Welt des Fußballs: Nach Borussia Dortmund lässt sich auch der 1. FC Nürnberg künftig zu einem offenbar nennenswerten Teil von einem Mordwaffenhersteller (Archivversion) den Sport vergolden. Die Stadt Nürnberg hat hinsichtlich ihrer Attraktivität für Militaristen ja schon eine gewisse Tradition. Etwaige Scherze über Torjägerkanonen und Zweikampfstatistiken überlasse ich trotzdem dem Föjetong.
Hihi: „Mist, ich hatte eigentlich vor, mit diesem halben Liter Wasser das Flugzeug in meine Gewalt zu bringen.“
Quasi Internes: Aus Faulheit betrieb ich ein paar Jahre lang eine nextCloud-Instanz auf einem meiner Server, vor allem zum Zweck der Dateiensynchronisierung. Weil aber nextCloud seit Jahren trotz Patchversuchen meinerseits nur einigermaßen unter illumos („Solaris“) funktioniert, das immer noch auf besagtem Server läuft, mir die Wartung von derart komplexer PHP-Software auch alles andere als gefällt, ich außerdem nextCloud für längst viel zu umfangreich halte (mehr Code = mehr Angriffsfläche) und die Geräte, zwischen denen ich tatsächlich Dateien aktiv bidirektional synchronisieren möchte, üblicherweise an einer halben Hand abzählbar sind, wurde diese „Cloud“ neulich auf — jedenfalls, soweit es Dateiabgleich betrifft — Syncthing umgestellt. Dafür braucht man keinen Server, weil es direkt zwischen den Geräten abgleicht, es ist außerdem sehr schnell und, da in Go geschrieben, nicht nur ressourcenschonend, sondern auch erfreulich portabel. Außerdem ist das selektive Synchronisieren einzelner Ordner opt-in statt opt-out, das spart Platz und Zeit. Mag ich.
Bescheuerter Trend aus den Vereinigten Staaten, bald also auch hier: Seine Beziehung absichtlich gegen die Wand zu fahren nennt man dort neuerdings „Banksying“.
Zum Zustand des Webs: Vor etwas über fünf Jahren freute sich das Team hinter dem anscheinend leider eingeschlafenen freien OS/2‑Nachbau osFree, man habe auf der Website jetzt einen Spamfilter installiert. Unter dem Artikel befinden sich derzeit 28 Kommentare; keiner davon ist kein Spamkommentar.

Flughafen:
Das kommt bei mir zwar inzwischen nicht mehr vor, mangels Reisebudget, aber ich habe bei den Kontrollen meist den Klassiker bemüht. Natürlich wirkt eine alte, abgegriffene Digicam nicht sonderlich einladend. Auch könnte sich darin Sprengstoff befinden. Ob es einen großen Unterschied machen würde, diesen im komplett voll mit Leuten besetzten Glaskasten im Flughafen zu zünden oder erst in der Maschine? “Sie müssen jetzt sofort den Auslöser betätigen!” Logo. Also erst mal auf das Display gucken (die Kamera zeigt nach unten), dann schnell die Cam hochhalten und die Beamten knipsen. Da merkt man dann, dass diese auf jeden Fall noch zum Sportunterricht geschickt werden. Die Aktion konnte ich zwar nur 2 oder 3 Mal anbringen, aber es ist mir nicht gelungen, die Beamten im Bilde zu haben. Das löste trotzdem einen Knall aus. Nicht so laut, wie Sprengstoff, aber so lang anhaltende cholerische Anfälle in einer kleinen Glasbox wirken doch recht ähnlich, nur das die Meisten dadurch keine Verletzungen erfahren. Außer mir fand das natürlich keiner lustig, aber ich kann heute noch darüber schmunzeln. Ich durfte sogar die Kamera behalten.
OS/2: War nicht Arca OS der offizielle Nachfolger? Wieder was gelernt.
Brüllball: Jeder Schuss ein Treffer! Das hat in Nürnberg ja auch standgerichtlich Tradition. Warum nicht? Es trifft ja immer die Richtigen.
„Offizielle“ Nachfolger gibt es nicht. IBM lässt (ließ?) mit Arca OS und eComStation (was für ein bekloppter Name!) allerdings zwei verschiedene Projekte das System weiterführen. Konkurrenz belebt wohl das Geschäft.