Sonstiges
Kurz ange­merkt zur täg­li­chen Schreibfaulheit

Menschen, für die die wich­tig­sten Eigenschaften der schrift­li­chen Kommunikation die Verfügbarkeit von mög­lichst vie­len Emojis, eine mög­lichst treff­si­che­re auto­ma­ti­sche Korrektur und eine jeder­zeit ver­füg­ba­re Editierfunktion sind, so dass sie nicht nur schnell und gedan­ken­los kom­mu­ni­zie­ren, son­dern die dabei unwei­ger­lich gemach­ten Tippfehler auch spä­ter noch kor­ri­gie­ren kön­nen, ohne dabei unnö­tig viel Sprache ver­wen­den zu müs­sen, sind immer auch Menschen, denen ich mit gro­ßem Respekt begeg­ne, denn eine der­art offen dar­ge­bo­te­ne Missachtung des Gegenübers, dass es nicht ein­mal mehr für die Mühe reicht, sich selbst um Verständlichkeit des eige­nen Anliegens zu küm­mern, fin­det man heut­zu­ta­ge lei­der nur noch sel­ten in der Misanthropie.

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: le_mol - White Noise Everywhere

le_mol - White Noise EverywhereLange nichts mehr über Musik geschrieben.

Da sich die dies­jäh­ri­ge Halbjahresrückschau aus orga­ni­sa­to­ri­schen Gründen abseh­bar ver­zö­gern wird, las­se ich es mir nicht neh­men, statt­des­sen schon frü­her eini­ge der ange­nehm­sten Musikalben des Jahres 2020 zu ver­bra­ten, wie man so schön sagt. Heute befas­sen wir uns mit le_mol und ihrem dies­jäh­ri­gen her­vor­ra­gen­den Album „White Noise Everywhere“ (Amazon.de, Bandcamp.com, TIDAL).

Eine Furcht ein­flö­ßen­de Gitarrenband ist das Wiener Shoegazeduo le_mol ent­ge­gen mei­ner Vermutung bis­her nicht gewor­den, obwohl es auf sei­nem vier­ten Album mit­un­ter doch recht bedroh­lich zugeht: Bereits das eröff­nen­de „Mdme Psychosis“ kün­digt ein Donnergrollen an, das sich im anschlie­ßen­den Titelstück aber doch in ein­la­dend melo­disch-rhyth­mi­schen Postrock auf­löst. Gesang, der über elek­tro­nisch über­la­ger­te Sprachsamples (etwa im krau­ti­gen „1/f bruo“) hin­aus­geht, gibt es auch wei­ter­hin kaum, Gesang will ich aber auch nicht haben. Dass der kla­gend vor­ge­tra­ge­ne Text von „Hands“ trotz­dem gut ins Gesamtgefüge passt, sei hier­bei nicht ver­schwie­gen. Das Gefühl der see­li­schen Enge, das sich von innen her­aus aus­brei­tet, hilft dabei, le_mol zu ver­ste­hen, und fügt dem Albengenuss das gewis­se Etwas hin­zu, das in postrock­na­hen Hervorbringungen zu oft ver­misst wird.

Postrock, apro­pos: Dass le_mol das gro­ße Vorbild Mogwai immer noch nicht zu leug­nen ver­su­chen, wenn etwa Raimund Schlager die Gitarrenloops unver­mit­telt breit­wan­dig auf­baut und nur weni­ge Sekunden spä­ter wie­der über dem Hörer ein­stür­zen lässt, trägt zur Qualität von White Noise Everywhere bei. Dass die bei­den Herren zudem auch ohne Text einen gran­dio­sen Humor in ihre Musik ein­flie­ßen las­sen, beweist das abschlie­ßen­de, unge­wöhn­lich ent­spann­te Instrumentalstück „Por que está todo en Español?“ - „Warum ist alles spanisch?“.

Empfehlung hier­mit erteilt, es möge Freude bereiten.

In den Nachrichten
Säkularismus wann anders. (5)

Berlin, die Stadt der Bauvorhaben, hat jetzt end­lich genug von die­ser Vielfältigkeit und beruft sich wie­der dar­auf, dass man etwas ja schon immer so gemacht habe:

Wenn Wind und Wetter gün­stig sein soll­ten – vor allem der Wind –, wird am Freitag die­ser Woche das Kreuz auf die Kuppel der Schloss-Rekonstruktion geho­ben. (…) Wenn schon histo­ri­sche Kuppel, dann mit dem histo­ri­schen Kreuz, wink­ten des­sen Befürworter ab.

Es ist immer­hin undenk­bar, wenn man irgend­was wie­der auf­baut, aus der Zeit gefal­le­ne Zeichen (Religionsinsignien, Hakenkreuze und der­glei­chen) schlicht weg­zu­las­sen. Das wäre histo­risch unan­ge­mes­sen. Macht man nicht. Geht nicht.

Aber kei­ne Sorge, das­je­ni­ge Gerät, an das vor vie­len Jahrhunderten reli­gi­ös Aufmüpfige zwecks Ermordung gehängt wur­den, ste­he seit­dem bekannt­lich nicht für Folter, Krieg und Hexenprozesse, son­dern nur für Gutes:

Das Kreuz als Symbol für das Christentum steht für Nächstenliebe, Freiheit, Weltoffenheit und Toleranz.

Westliche Zivilisation ist, wenn unter dem Beifall einer Großstadt gol­de­ne Folterinstrumente auf Dächer geschraubt wer­den. Ob aus­ge­rech­net Berlin ein Symbol für Nächstenliebe tra­gen soll­te, ist frei­lich eine ganz ande­re Diskussion.

Wie man es auch nimmt: Kann ich die­sen Säkularismus noch mal sehen?

Mir wird geschlechtNerdkrams
Noch hacker als die Jungs

Der i3 e.V. aus Hamburg betreibt unter ande­rem ein Projekt, das sich als Hackerschule aus­gibt. Über EDV-Sicherheit lernt man dort zwar eben­so wenig wie über Platinenlöten, aber immer­hin darf man sich aus­su­chen, ob man in der schreck­li­chen Lernsprache Python - Konzept: BASIC mit Zwangseinrückung - oder in der schreck­li­chen Lernsprache Scratch - Konzept: BASIC ohne Code - ein Spiel, eine App oder eine Website (seit wann pro­gram­miert man eigent­lich Textanzeige?) in einem natür­lich bin­de­strich­frei­en Hacker School Kurs pro­gram­mie­ren darf:

Wir leben in einem digi­ta­len Zeitalter. Schon für Kinder und Jugendliche ist es wich­tig zu ler­nen, wie Computer, Programme und Codes auf­ge­baut sind.

Ich fürch­te, Projekte wie die­ses sind der Grund, war­um das Niveau in der EDV immer wei­ter sinkt. Klar bin ich Hacker, ich habe immer­hin eine Website!

Zurück zum Zitat: Über die Definition eines digi­ta­len Zeitalters zu dis­ku­tie­ren ist hier nicht nötig, denn in einem sol­chen leben wir tat­säch­lich seit über fünf­zig Jahren. Interessanter ist die Nebeneinanderstellung die­ser bei­den Sätze, die eine Art Zusammenhang sug­ge­riert. Aber ist das so?

Zum Vergleich hier ein ähn­li­cher kur­zer Text, dies­mal von mir:

Wir leben in einem Zeitalter des elek­tri­schen Lichts. Schon für Kinder und Jugendliche ist es wich­tig zu ler­nen, wie Strommasten, Lichtschalter und Energiesparlampen auf­ge­baut sind.

Nein, offen­bar fehlt da noch ein ent­schei­den­des Kriterium. In der Liste der Partner des Projekts glau­be ich das feh­len­de Glied - hihi, Glied - gefun­den zu haben: Mercedes-Benz, Lufthansa, Telekom und irgend­wel­che IT-Unternehmensberater stecken mit im Boot. Man schel­te mich einen Zyniker, aber ich wür­de anneh­men wol­len, dass es die­sen Partnern dar­um geht, mög­lichst früh­zei­tig neu­es Humankapital zu gene­rie­ren. Programmierer wer­den wohl mehr gesucht als Elektriker, da kommt so ein Verein, der das Erlernen markt­taug­li­cher Fähigkeiten mit­tels des Bearbeitens vor­ge­ge­be­ner Aufgaben als „Hacken“ ver­brämt, gera­de recht.

Und weil im Jahr 2020 nicht nur die Fähigkeit, blö­de vor­ge­ge­be­ne Aufgaben run­ter­pro­gram­mie­ren zu kön­nen, son­dern auch die Fähigkeit, kei­nen Penis zu tra­gen, auf dem Arbeitsmarkt von ent­schei­den­der Bedeutung ist, wur­de das Portfolio des Projekts eigens sowohl um einen sprach­li­chen Unfall als auch um eine Sondersparte erwei­tert:

Gemeinsam mit Frauen-Verbinden haben wir Anfang Mai die erste GIRLS Hacker School @home für euch durch­ge­führt. In 12 Kursen konn­ten Girls im Alter von 11 bis 99 Jahren erste Schritt im Programmieren machen. Die Girls konn­ten sich zu zweit als Tandem-Partnerinnen anmel­den – aber wir hat­ten auch was für Singles. Die Kursthemen reich­ten von Scratch und Python über Webprogrammierung mit HTML/CSS bis hin zu Datenschutz/SQL und Bilderkennung mit Künstlicher Intelligenz.

Was es über jeman­den aus­sagt, Elfjährige als Singles und 99-Jährige als Girls zu bezeich­nen, möge bit­te ein ande­rer Leser der ver­link­ten Seite aus­for­mu­lie­ren. Dass hin­ter „Frauen ver­bin­den“ aber­mals die Wirtschaft steckt, sei mei­ner­seits hier aber kei­nes­wegs verschwiegen.

Zum Inhalt: Dass „Datenschutz/SQL“ hof­fent­lich „Datenbanken/SQL“ hei­ßen soll, las­se ich als Flüchtigkeitsfehler durch­ge­hen, aber bei „HTML/CSS“, also einer Sprache, die (ähn­lich einem Worddokument) Text struk­tu­riert, und einer Sprache, die (ähn­lich einer Stilangabe in Word) die­sem struk­tu­rier­ten Text Form und Farbe ande­fi­niert, von „Programmierung“ zu reden ist ein Ärgernis, das immer­hin einen spä­te­ren Satz auf der­sel­ben Seite beweist:

Informatik- und Technik-Skills sind so wich­tig, (sic! A.d.V.) wie nie zuvor und soll­ten in jedem Alter geför­dert werden[.]

Vielleicht soll­te man die Werbeabteilung vom i3 e.V. mal in so einen Kurs setzen.

Die Intention die­ser geschlech­ter­ge­trenn­ten Kurswochenenden ist die­sel­be wie sonst auch:

Die IT-Branche braucht mehr Frauen.

Hier geht es eben nicht um empower­ment für girls, son­dern dar­um, dass die Partner spä­ter auf mög­lichst vie­le mög­lichst preis­wer­te Arbeitskräfte zurück­grei­fen kön­nen. Ich war erst ein wenig erstaunt, dass die­se „Schule“ sogar in kapi­ta­lis­mus­kri­ti­schen Kreisen bewor­ben wird, aber dann fiel mir wie­der ein, dass Kapitalismus ja nur dann eine schlim­me Sache ist, wenn man selbst weni­ger Vorteile davon hat als ande­re. Hat man hier nicht, wenn man eine Frau ist, also ist die Versöhnung nur konsequent.

Nächster Satz:

Der Frauenanteil in der IT liegt unter 20 % – und dabei war die erste Programmiererin, Ada Lovelace, eine Frau!

Was natür­lich nicht nur eine Nichtnachricht ist (ich bin davon über­zeugt, dass es eben­so unver­schul­det ent­stan­de­ne Gruppen gibt, denen noch weni­ger EDV-Arbeitskräfte ange­hö­ren), son­dern auch histo­risch falsch: Ada Lovelaces Verdienst war es, lan­ge vor der Existenz eines Computers im heu­ti­gen Sinn einen Algorithmus für einen sol­chen auf­ge­schrie­ben zu haben, aber das hat mit Programmieren an sich erst mal nicht beson­ders viel zu tun; anson­sten wäre ver­mut­lich irgend­ein Grieche der Antike die erste Programmiererin gewe­sen. Erschwerend kommt hin­zu: Die unvoll­endet geblie­be­ne Analytical Engine, für die Ada Lovelace besag­ten Algorithmus ent­wor­fen hat, wur­de nicht nur von einem Mann ent­wickelt und gebaut, auch stamm­ten wohl alle auf der (nie­mals pro­gram­mier­ba­ren) Maschine jemals aus­ge­führ­ten Berechnungen nicht von ihr. Ihre Pionierarbeit in der Algorithmik unge­ach­tet: Hinsichtlich der Entwicklung von Computern müss­ten eigent­lich Charles Babbage und sein Sohn wenig­stens einen Teil des Ruhms ern­ten, der heu­te in Gänze Ada Lovelace zuteil wird.

Eine wei­te­re, etwas weni­ger schlech­te Ausrede, den Kurs für den Geschlechterkampf zu nut­zen, steht wei­ter unten und befasst sich mit dem image der Informatik oder, wie der i3 e.V. sie nennt, der Welt der ein­zel­nen und der grup­pier­ten Zustände:

[N]och immer hat die Welt der Bits und Bytes das Image, sie wäre eher etwas für die Jungs. (…) Damit sich in den Köpfen der jun­gen Menschen hier etwas ändert, braucht es am besten prak­ti­sche Beispiele und geschütz­te Räume. Das hat auch die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin erkannt und bie­tet seit rund zehn Jahren ein Bachelorstudium für Informatik und Wirtschaft als rei­nen Frauenstudiengang an.

Ich hal­te es ja für eine inter­es­san­te Folgerung, man kön­ne jun­gen Menschen (wir erin­nern uns: 11 bis 99 Jahre) am besten auf­zei­gen, dass es kei­ne fach­li­chen Unterschiede zwi­schen den Geschlechtern gibt, indem man sie ein­mal im Monat räum­lich von­ein­an­der trennt. Auf Twitter teil­te man mir mit, nor­ma­ler­wei­se fän­den Klassen geschlechts­un­ab­hän­gig statt, nur die monat­li­chen Mädchenkurse sei­en hier­von aus­ge­nom­men. Handelt der i3 e.V. also mit den anschei­nend häu­fi­ge­ren gemisch­ten Klassen ohne geschütz­te Räume sei­nem eige­nen Ziel zuwi­der? Witzig wär’s.

Hacken bedeu­te, tei­len die FAQ mit, ein­fach nur, ein System „bis ins Detail zu ver­ste­hen, es zu ver­än­dern und zu ver­bes­sern“. Das ist nicht völ­lig ver­kehrt, aber mich ärgert es wirk­lich gera­de ein biss­chen, dass ich alters­mä­ßig nicht mehr in die Zielgruppe passe.

Ich wür­de näm­lich gern was am System verändern.


Gute Nachrichten auf einem ganz ande­ren Gebiet: In Österreich darf man end­lich wie­der außer­halb der eige­nen Familie heiraten.

In den NachrichtenPolitik
Si vis pacem, para bel­lum. (10)

Das Internet:

Die Lufthansa soll mit 9.000.000.000 Euro geret­tet wer­den. (Die Lufthansa ist eine Fluggesellschaft, die enorm zu der Zerstörung unse­rer Umwelt bei­trägt und allein im Jahr 2018 für über 32,6 Millionen Tonnen CO2 ver­ant­wort­lich war.) Stattdessen könn­ten wir auch (…) ein Fünftel aller Schulen Deutschlands sanieren[.]

Die Nachrichten:

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung beläuft sich die Summe der im Finanzplan ver­an­schlag­ten Rüstungsprojekte der näch­sten Jahre auf 137 Milliarden Euro.

Keineswegs aber das Internet:

Stattdessen könn­ten wir auch jede Schule Deutschlands drei­mal sanie­ren und/oder jedem Schüler eine anstän­di­ge EDV-Ausrüstung bezahlen.

Wie ein­fach es doch ist, den Deutschen ein Unternehmen, das für zu viel Geld Menschen rum­fliegt, madi­ger zu reden als eine staats­na­he Organisation, die für zu viel Geld über gefahr­lo­ses Meucheln referiert!

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Bundeswehr abge­schafft gehört.

Nerdkrams
Chromefox‘ neu­es Passworteinfügen

Ganz tol­le Idee vom Hersteller eines ehe­mals erträg­li­chen Webbrowsers, die da durchs Web gespült wird:

Mozilla gedenkt sich in Firefox 77 eines ner­vi­gen Problems in Zusammenhang mit dem Einfügen auf Seiten, die ein maxlength-Attribut set­zen, anzu­neh­men, um das Beschneiden von Passwörtern beim Übermitteln von Formulardaten zu ver­hin­dern. (…) Firefox wird das Formularfeld als ungül­tig kenn­zeich­nen, wenn eine in es ein­ge­füg­te Zeichenkette das Maximale-Länge-Attribut (sofern gesetzt) über­schrei­tet. Der Benutzer wird hier­über infor­miert, so dass die Eingabe kor­ri­giert wer­den kann, bevor die Daten an den Server geschickt werden.

(Freie Übersetzung von mir.)

Ich fin­de, die­ses fea­ture ist noch aus­bau­fä­hig. Es macht Brute-Forcing von Passwörtern immer noch nicht ein­fach genug. Neben dem Höchst- soll­te es auch ein Mindestlängenattribut sowie eines, das die erlaub­ten Zeichen ent­hält, geben. Da geht noch was, Mozilla!

ComputerIn den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Charivari - When Leviathan Dreams (live) // Sigmar Gabriel ausstopfen!

Kawaii!Es ist Montag. Eine Kolumnistin beru­higt mich, dass ich kein Fleisch essen müs­se. Danke, das ist sehr nett, aber ich hät­te trotz­dem gern das Internet der Hochschulen anstel­le des Internets der Kolumnistinnen zurück. Oder wir machen statt­des­sen ein Internet der Pandabären auf, das wäre auch eine Option.

Ich habe schwin­den­des Interesse an Nachrichten, faseln irgend­wel­che Datenerhebungen ins Internet rein, aber ich habe eigent­lich ein stei­gen­des Interesse an Nachrichten. Nur bescheu­ert sol­len die dann halt nicht sein. Da wäre etwa die Nachricht von Sigmar Gabriel, der gesagt habe, man sol­le ihn nach sei­nem Tod aus­stop­fen und immer raus­ho­len, wenn man wen brau­che, der schuld sei. Das hal­te ich für eine gute Idee, denn es ist wahr­schein­lich rich­tig. Im glei­chen Artikel wird der­sel­be mit dem Hinweis zitiert, er habe sich der Deutschen Bank statt der Automobilbranche ange­dient, weil er kein Lobbyist wer­den wol­le. Hoffentlich fan­gen Banken nicht auch irgend­wann mit Lobbyismus an. Das wäre ja fatal für sein (und ihr) Ansehen.

Ein Blick in die EDV: Überraschend hat jemand her­aus­ge­fun­den, dass Webbrowser, die immer mehr Möglichkeiten bie­ten, inter- und pro­ak­tiv Code aus­zu­füh­ren, dazu miss­braucht wer­den kön­nen, auf dem eige­nen Rechner nach offe­nen Ports zu suchen. Wer jetzt noch kei­ne JavaScript-Blockade initi­iert, ist selbst schuld. Da lobe ich mir doch das Web der spä­ten 90er!

Falls abschlie­ßend noch jemand ange­nom­men hat­te, aus­ge­rech­net die Craftbier- sei die mutig­ste Branche der Getränkeindustrie: Es gibt jetzt Whisky aus dem Grünteefass. Sláinte mhaith!

Und dazu passt am besten: Musik.

Charivari - When Leviathan Dreams (Live)

Guten Morgen.

In den NachrichtenWirtschaft
Kapitalistische Überwachungsstrukturen weg­mas­ken dank Corona

Gute Nachrichten gibt es aus der Wirtschaft zu ver­mel­den: Das, was von dem Virus gera­de am här­te­sten bedroht ist, scheint die mil­lio­nen­schwe­re Überwachungsindustrie („Gesichtserkennungsindustrie“) zu sein. 

Gesichtsmasken ver­decken einen wesent­li­chen Teil des­sen, was Gesichtserkennung braucht, um Menschen zu iden­ti­fi­zie­ren und zu erken­nen - damit bedro­hen sie im Kern die Zukunft einer Multimillion-Dollar-Industrie, sofern die Technik nicht ler­nen kann, Menschen hin­ter der Verdeckung zu erkennen. 

(Miese Übersetzung von mir.)

Das scheint mir unse­re Chance zu sein. Es wäre jetzt grund­falsch, auf das Tragen von Gesichtsmasken aus den mora­lisch rich­ti­gen Gründen zu ver­zich­ten (an die­ser Stelle alles Gute zum 71. Geburtstag, Grundgesetz!; scha­de, dass die Trennung von Staat und Kirche immer noch ein Lippenbekenntnis bleibt). Vielmehr gilt es jetzt bis noch weit nach Corona, so oft und so viel einer Maskierung der wenig­stens unte­ren Gesichtshälfte nach­zu­ge­hen, wie es die jeweils gel­ten­den Regeln erlau­ben. Tragt Guy-Fawkes-Masken beim Einkaufen, tragt Schnabelmasken in der Apotheke, tragt Schals im Bus - und gern so oft eine ande­re Verhüllung wie möglich. 

Hätten wir nur viel frü­her gewusst, wie leicht es sein wür­de, die­ser Industrie den Nährboden zu entziehen! 


Kasper des Tages: Jan Böhmermann (ZDF, nicht wit­zig) fin­det, Unternehmen, die auf dem frei­en Markt ohne staat­li­che Zuwendungen nicht über­le­ben kön­nen, soll­ten ein­fach geschlos­sen wer­den. Gute Idee: Tschüss, ZDF!

In den NachrichtenPolitik
Wahlschuld

Ich wür­de ja echt gern nicht mehr über die SPD lästern müs­sen, aber war­um eine Partei, die das Thüringer Problem der­ge­stalt zu lösen ver­sucht, dass sie einen der Ihren, der es - zumal aus­ge­rech­net im feind­li­chen Bayern - in einer gehei­men Wahl mit den Stimmen der Falschen™ auf einen eini­ger­ma­ßen ega­len Kommunalposten schafft, direkt raus­zu­wer­fen beab­sich­tigt, als sei es ein gro­ber Verstoß gegen die Satzung der SPD, in einer Wahl auch mal irgend­was zu gewin­nen, poli­tisch mit der Zeit gegan­gen sein wird, her­aus­zu­fin­den, scheint eine Aufgabe zu sein, mit der die Politikwissenschaft als „unter­for­dert“ noch grob ver­harm­lo­send beschrie­ben wäre.

Netzfundstücke
Medienkritik in Kürze: Leser DIESER Zeitschrift haben ein ande­res Sternzeichen.

Aus dem Hause „Jolie“ („Wenn du die­ses Sternzeichen bist, fühlst du dich anders als die mei­sten“; mein­ten Sie: hast?) astro­lo­giert es:

Unser Sternzeichen kann so eini­ges über uns und unse­re Persönlichkeit aus­sa­gen und ver­ra­ten, wel­che Veranlagungen uns in die Wiege gelegt wur­den. Spannend ist, dass uns die Sternzeichen auch Auskunft dar­über geben, ob wir hoch­be­gabt auf die Welt gekom­men sind. Eines der Zeichen im Tierkreis fällt beson­ders oft durch eine hohe, ana­ly­ti­sche Intelligenz auf. 

Es soll sich, heißt es, um den Wassermann han­deln. Leider nicht bei­gefügt ist eine Statistik dar­über, wie vie­le hoch­be­gab­te Menschen mit hoher ana­ly­ti­scher Intelligenz die „Jolie“ regel­mä­ßig kon­su­mie­ren. Gute Nachrichten aber im dies­wö­chi­gen Horoskop:

Wie die­se Woche wird, hängt natür­lich nicht nur von eurem Sternzeichen oder eurem Horoskop ab. Es gibt noch unzäh­li­ge Faktoren, die eben­falls eine Auswirkung auf euer Leben haben. Dazu gehö­ren neben eurem Sonnenzeichen, eurem Aszendent, dem Mond etc., auch Faktoren wie Geschehnisse in eurem Umfeld, äuße­re Einflüsse, zwi­schen­mensch­li­che Beziehungen, eure Gesundheit und noch vie­le ande­re Dinge. 

Andererseits: Ich glau­be ja nicht an den Mond. Aber das ist ver­zeih­lich. Ich fal­le eben nicht beson­ders oft durch mei­ne hohe, ana­ly­ti­sche Intelligenz auf, 

In den NachrichtenPolitik
Flaggen kauf‘ ich am lieb­sten im Darknet (2): Regenbogenrechte

„Die Werte, auf die sich die Union grün­det, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte ein­schließ­lich der Rechte der Personen, die Minderheiten ange­hö­ren.“
– Art. 2 EU-Vertrag


Im Zuge der Transformation der ein­sti­gen EWG von einer Wirtschafts- zu einer ver­meint­li­chen Werteunion galt die Flagge der­sel­ben bereits seit 1955 als Symbol für den „Schutz der Menschenrechte und die Förderung der euro­päi­schen Kultur“. Im Rahmen ihrer Befugnisse hat die heu­ti­ge Europäische Union es auch weit­ge­hend hin­be­kom­men, dass die mei­sten ihrer Mitgliedsstaaten die Rechte, Gleichheit und Würde der mei­sten Menschen, Erwerbslose aus­ge­nom­men, meist als unver­äu­ßer­lich verstehen. 

Neuerdings aber scheint der Gleichheitsgrundsatz aber nicht mehr zu gel­ten, wie ein Chor aus Qualitätsmedien anläss­lich des „Internationalen Tags gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie“ gestern mit­teil­te. So freu­te sich etwa Jannis Hagmann von der „taz“:

Zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie hat die Europäische Union, die­ser Hort der Aufklärung, am Sonntag die Regenbogenflagge gehisst – und zwar nicht nur zu Hause im bun­ten Brüssel, son­dern mit­ten in der Hauptstadt des Irak: an der EU-Vertretung in Bagdad. 

Mir ist durch­aus klar, was die Europäische Union damit mit­tei­len woll­te: Man ste­he als Gemeinschaft für glei­che Rechte für Menschen jeder sexu­el­ler Orientierung und Identität. Stattdessen mit­ge­teilt hat sie aber, dass es am Tag gegen usw. nicht nur um Menschen-, son­dern auch um Homo-, Bi-, Inter- und Transsexuellenrechte geht; sie hat die Rechte der letz­te­ren Gruppierung somit von den­je­ni­gen Rechten, für die die EU-Flagge vor­geb­lich steht, getrennt, was wie­der­um bedeu­tet, dass die EU-Flagge viel­leicht auch wei­ter­hin noch für die Wahrung der Rechte von Minderheiten steht, nur eben nicht für die von sexu­el­len Minderheiten. 

Die Argumentation dahin­ter, glaubt man aus­nahms­wei­se der „taz“, sei, dass nicht hete­ro­se­xu­el­le Menschen sich im Irak und in eini­gen ande­ren Staaten, qua­si als Gegenpol zu Berlin, dau­ern­der Verfolgung aus­ge­setzt sähen und daher beson­de­rer Verteidigung bedürf­ten. Diese Argumentation hal­te wie­der­um ich für eine gefähr­li­che, denn wenn die Gewichtung von Grundrechten anhand ihrer jewei­li­gen Gefährdung erfolgt, so bedeu­tet das, dass die Grundrechte einer nicht aktiv ver­folg­ten Gruppe in einem weit­ge­hend frei­heit­lich ori­en­tier­ten Staat kaum noch eine Schwere in sich tra­gen. Das Gebot der Gleichheit von Menschen und ihren Rechten kann ent­spre­chend nur dann noch einen wesent­li­chen Wert haben, wenn man ihm kei­nen Hinweis auf ein­zel­ne Gruppen, die unter bestimm­ten Umständen beson­ders gefähr­det sind, bei­fügt. Wenn die EU-Flagge nicht mehr genügt, um die Regenbogenflagge zu pro­ji­zie­ren, dann ist das jeden­falls kein Problem, das mit dem Aufhängen von Flaggen ein­zel­ner Teilgruppen sinn­voll zu lösen ist. 

Oder auch: Warum hängt die EU in Deutschland eigent­lich kei­ne Kinderrechtsflaggen auf? 


Auch wit­zig: Keine Fußballfans im Stadion? Setzen wir doch statt­des­sen Sexpuppen rein! Die Damen und/oder Herren, die dar­auf­hin ein Ersuchen um Entschuldigung (wofür?) sei­tens des Vereins für not­wen­dig hiel­ten, sind im Übrigen bedau­erns­wer­te Hanswürste. 

In den Nachrichten
Immer die alte Leier

Stellt euch vor, ihr seid 80 Jahre alt, habt euer Leben lang SPD gewählt, sitzt jetzt aber (alters­be­dingt) eigent­lich auch ganz gern mal nur zu Hause, ob im Eigen- oder im Seniorenheim, her­um und habt eure Ruhe, und plötz­lich klin­gelt es an der Tür und drau­ßen ste­hen sie­ben hei­mi­sche SPD-Mitglieder mit einem Leierkastenwagen.

In den NachrichtenMontagsmusik
Darius - Leap of Faith // Pillerspieldebatte

MontagslächelnEs ist Montag. Jüngst erfuhr ich, dass es ein austra­li­sches Projekt gibt, das die Nachfolge von Geocities anzu­tre­ten imstan­de ist: Es heißt Vistaserv und bie­tet einen Homepage-Baukasten mit­samt ent­an­ti­alia­sten Schriftarten an. Ich fin­de das sowohl wit­zig als auch gru­se­lig und emp­feh­le eine Zurkenntnisnahme.

Gestern fand der „inter­na­tio­na­le Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie“ statt. Dieselben Menschen, die im Parlament der Ansicht sind, wir alle müss­ten ganz­tags online wie off­line über­wacht wer­den, damit wir nichts anstel­len, haben die Chance genutzt, in „sozia­len Medien“ etwas über Freiheitsrechte und deren unbe­ding­te Wichtigkeit zu erzäh­len. Ich wünsch­te, SPD und Grüne wür­den end­lich damit auf­hö­ren, mich davon abzu­hal­ten, mich mal wie­der mit den Verfehlungen ande­rer poli­ti­scher Protagonisten beschäf­ti­gen zu kön­nen. - Apropos Überwachung: Nutzer eines Mailprogramms für Applesysteme konn­ten neu­lich ver­se­hent­lich Mails ande­rer Benutzer sehen. Aber natür­lich muss­te da unbe­dingt mehr cloud rein. Es ist ja auch völ­li­ger Blödsinn, ein Mailprogramm zu benut­zen, das nicht all sei­ne Benutzer in einer ein­zi­gen Datenbank zusam­men­führt. Wie, das sei kei­ne gute Idee? Das ist die Zukunft, Sie ewig­gest­ri­ger Opa!

Apropos ewig­gest­rig: Die bescheu­er­te „taz“ pam­phle­tet, zur Frage, „ob Kunst gesell­schaft­li­che Diversität abbil­den und etwa in Kunstwerken repro­du­zier­te Geschlechterrollen hin­ter­fra­gen muss“, möge es „ver­schie­de­ne Haltungen geben“. Das stimmt: Die eine Haltung ist die der Kunstfreiheit, die ande­re ist die, die Kunst selek­tiv als ent­ar­tet beschreibt. Ein star­ker Mann wird abge­bil­det oder gar eine Frau mit Kind? Raus damit aus den Museen und vor allem aus den ver­damm­ten Onlinespielen! Killerspieldebatte? Hat hier jemand Killerspieldebatte gesagt? Und wo lie­gen eigent­lich die Grenzen der Journalismusfreiheit?

Da wir gera­de bei „taz.de“ sind: Heute schon jeman­den aus den Google-Suchergebnissen gefegt? Warum nicht? Endlich wäre mehr Platz für etwas schö­nes, zum Beispiel für Pandabären.

Und für Musik.

Darius - Leap of Faith (offi­cial video)

Guten Morgen.

In den NachrichtenPolitik
Flaggen kauf‘ ich am lieb­sten im Darknet.

„Was den Kommunismus aus­zeich­net, ist (…) die Abschaffung des bür­ger­li­chen Eigentums.“
– Karl Marx und Friedrich Engels: Manifest der kom­mu­ni­sti­schen Partei


Zu Eigentum zählt das Bürgerliche Gesetzbuch grund­sätz­lich eine „Sache“, mit der ein Eigentümer „nach Belieben ver­fah­ren und ande­re von jeder Einwirkung aus­schlie­ßen“ kann, sofern ande­re Gesetze das jewei­li­ge Verfahren nicht unter­bin­den. So waren bis­her zum Beispiel Tiere zwar recht­lich Möbelstücken gleich­ge­stellt, erfreu­ten sich aber zusätz­lich ein­schrän­ken­den Tierschutzgesetzen. In ein noch leben­des Tier zum Beispiel Whiskyflaschen rein­zu­stel­len ist daher in der Regel untersagt. 

Dinge, die, auch wenn sie dem eige­nen Besitz ange­hö­ren, nie­mals Teil des eige­nen Eigentums sind, habe ich in der Vergangenheit gele­gent­lich beschrie­ben: Irgendwelcher Streamingkram zum Beispiel ver­schafft mir den Besitz von Serienepisoden oder Musikalben, kei­nes­wegs gehen die­se dann aber in mein Eigentum über. Die Server gehö­ren ja nicht mir. § 90a StGB zählt dazu über­dies Hoheitszeichen des ver­meint­lich libe­ra­len Staates Deutschland: So dür­fen zum Beispiel Flagge und Hymne nicht ver­un­glimpft wer­den. Dass Verunglimpfung wie­der mal nach einem die­ser Begriffe klingt, deren Auslegung einer vor­ran­gig finan­zi­ell ori­en­tier­ten Berufsgemeinschaft in der Vergangenheit gro­ße Eichenschränke vol­ler lang­wei­li­ger Bücher zu unin­ter­es­san­ten Themen in blö­den Städten finan­ziert hat, ist mal wie­der typisch. (Andererseits: So ist immer­hin kein Phil-Collins-Cover zu erwar­ten. Glück gehabt!) 

Jüngst dazu stieß der Entwurf für einen $ 90c StGB, der gegen den Willen von AfD, FDP und Linken und bei gewohn­ter Ignoranz Enthaltung der Grünen im Bundestag durch­kam und besagt, dass ähn­li­che Verbote künf­tig auch für Staatssymbole ande­rer Staaten sowie für die des feuch­ten Traums neu­zeit­li­cher Supranationalisten, der Europäischen Union, gel­ten sol­len. Es könn­te ein Zufall sein, dass die­ser Gesetzentwurf gera­de jetzt, da, glaubt man den Medien, der Zusammenhalt in der Eurozone von lästi­gen Verfassungswidrigkeiten gestört wird, die ver­meint­li­che Bedeutung der Europäischen Union her­vor­he­ben soll; muss es aber nicht. 

Zwar soll zu mei­nem Bedauern schie­fes Singen nicht als Verunglimpfung zäh­len, aber posi­tiv abzu­ge­win­nen lie­ße die­sem Gesetz der Aspekt, dass es mög­li­cher­wei­se bereits eine Verunglimpfung ist, wenn eine durch­weg als unsym­pa­thisch erkenn­ba­re Gruppe (etwa all­zu Konservative mit einer Deutschland- oder blö­de Haare Tragende mit einer Israelflagge) pro­te­stie­rend ein sol­ches Abzeichen zeigt. An den mei­sten Demonstrationen stört mich per­sön­lich ja der Missbrauch des anschei­nend immer zweit­ran­gi­gen Demonstrationsthemas als Gelegenheit für Parteisoldaten, mit Fahnen zu wedeln, die einem dann im Bestfall nur blö­de ins Gesicht hän­gen. - Andererseits obliegt die höchst­ju­ri­sti­sche Einschätzung des­sen, was einen Staat ver­un­glimpft und was nicht, neu­er­dings einem Befürworter anlass­lo­ser Überwachung aller Bürger, was die Vermutung nahe­legt, dass die Definition künf­tig etwas wei­ter gefasst wer­den dürf­te. Die durch­weg abscheu­li­che Politik gewis­ser Parteien, die ver­meint­lich für den Staat spre­chen, fällt dann jeden­falls wahr­schein­lich nicht mehr darunter. 

Aber wenn man nun zum Beispiel einen Schrebergarten (oder ein Fanhäuslein für irgend­ei­ne schwach­sin­ni­ge Sportart, zum Beispiel Fußball) besitzt und auf die­sem gern irgend­ei­ne Flagge irgend­ei­nes Landes wehen las­sen möch­te, über ihren anschlie­ßen­den Verbleib aber nicht voll­um­fäng­lich selbst ent­schei­den darf, weil das letz­te Wort dazu der Staat spre­chen darf: Ist eine Deutschlandflagge dann recht­lich eine Staatsanleihe?