In den Nachrichten
Die Münch­ner Tui­le­rien im Superkrisenjahr

Wiki­pe­dia:

Der Groß­teil der Bevöl­ke­rung im Anci­en Régime war an Auf­klä­rungs­den­ken und Poli­ti­sie­rung wenig inter­es­siert, am Brot­preis umso mehr. Die Bau­ern (…) hat­ten (…) eine schlim­me Miss­ern­te erlit­ten und danach einen har­ten Win­ter durch­lebt. (…) Wäh­rend es den Bau­ern am Nötig­sten fehl­te, sahen sie die Spei­cher der welt­li­chen und geist­li­chen Grund­her­ren, denen sie Abga­ben zu ent­rich­ten hat­ten, noch gut gefüllt. (…) Auch die klei­nen Leu­te in den Städ­ten wur­den von den Preis­stei­ge­run­gen der Lebens­mit­tel hart getrof­fen. (…) Hand­wer­ker in Städ­ten muss­ten etwa die Hälf­te ihres Ein­kom­mens allein für die Brot­ver­sor­gung aus­ge­ben. Jede Preis­stei­ge­rung wirk­te exi­stenz­be­dro­hend und ließ die Nach­fra­ge nach ande­ren Gütern des täg­li­chen Bedarfs sinken.

Schö­nes Bier-für-13,80-Euro-Fest allerseits!

WirtschaftIn den Nachrichten
Kurz gefragt (4): Hans Peter Wollseifer!

Yo, Hans Peter Wolls­ei­fer, Prä­si­dent des Zen­tral­ver­bands des Deut­schen Hand­werks (ZDH):

Vie­le frag­ten sich, war­um sie mor­gens um 7 Uhr schon arbei­ten soll­ten, wenn Bür­ger­geld-Bezie­her fast das Glei­che bekämen.

War­um genau wer­den Hand­wer­ker von Ihres­glei­chen eigent­lich so schlecht bezahlt, dass sich Arbeits­lo­sig­keit für sie bei­na­he loh­nen würde?

NetzfundstückeIn den NachrichtenComputer
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 15. Sep­tem­ber 2022

Old and busted: Der Fluch des Pharaos.
New hot­ness: Der Fluch der Königin.


Was hat der Bun­des­kanz­ler (SPD) eigent­lich gegen die seit 1945 min­de­stens zwei­mal hart erkämpf­te Demon­stra­ti­ons­frei­heit?


Apro­pos 1945; Win­fried Kret­sch­mann (nicht SPD) hat was zur Ukrai­ne gesagt:

Der Krieg in der Ukrai­ne for­dert unse­re welt­wei­te Gemein­schaft mehr denn je.

Genau: Der zwei­te Welt­krieg war nichts dagegen!


Vie­ler Städ­te Stadt­ver­wal­tun­gen spie­len gera­de nur teil­i­ro­nisch mit dem Gedan­ken, der jewei­li­gen Innen­stadt feh­le es vor allem an Auto­frei­heit. Wenn­gleich ich die­sem Ansin­nen als auto­frei­er Bewoh­ner einer grö­ße­ren Stadt eben­so wie als ver­meint­li­cher Poli­ti­ker per­sön­lich zustim­me, weil die mei­sten Fahr- eben vor allem als Steh­zeu­ge genutzt wer­den, sehe ich da noch eine bis­her über­wie­gend klein­dis­ku­tier­te Her­aus­for­de­rung auf­zie­hen: Der Trend geht zum Drittwagen.

Hof­fent­lich erfin­det bald jemand ein zwei­tes Transportmittel.


Mei­ner im April die­ses Jah­res geäu­ßer­ten, gleich­falls nur teil­i­ro­ni­schen Befürch­tung, das Weg­ma­chen von Wer­bung sei dem­nächst ille­gal, kommt über­ra­schend Goog­le zuvor (All­er­gi­ker­war­nung: Linux­News) und ver­un­mög­licht die bis­he­ri­ge Funk­ti­ons­wei­se von (unter ande­rem) uBlock. Obwohl ich mit mei­ner momen­ta­nen tech­ni­schen Lösung – näm­lich: einer ande­ren – nicht unzu­frie­den bin, ist nichts dar­an eine gute Nach­richt. Die­se Ein­schät­zung beinhal­tet die impli­zier­te, weil tat­säch­li­che Rele­vanz des Rekla­me­kon­zerns Goog­le für das Web eben­so wie die impli­zier­te, weil tat­säch­li­che Rele­vanz des Webs.


Schlech­te Nach­rich­ten für akti­ve Nut­zer von Flirt­por­ta­len: In einer Stu­die wur­de her­aus­ge­fun­den, dass die Nut­zung des Auber­gi­ne­ne­mo­jis (hier Notene­mo­ji ein­fü­gen) den Ver­wen­der des­sel­ben als ver­gleichs­wei­se weni­ger mögens­wert erschei­nen lässt als die­je­ni­gen, die auf die Nut­zung die­ses Emo­jis ver­zich­ten. Ich selbst mag ja Buch­sta­ben. Tol­le Erfin­dung, kann ich nur wei­ter­emp­feh­len. In der Ver­wen­dung von Buch­sta­ben (Vor­sicht: „Z“ ist gera­de schwie­rig) äußert sich der rela­tiv gro­ße Intel­lekt des­je­ni­gen, der sie zu wür­di­gen weiß.

Politik
Par­la­men­ta­ri­sche Mehrheitsminderheit

Wie vie­le Ärger­nis­se des ver­gan­ge­nen hal­ben Jah­res, die lächer­li­che Dis­kus­si­on dar­über, wer jetzt eigent­lich die Schuld dar­an tra­ge, dass die Arbei­ter­klas­se im ehe­ma­li­gen Export­welt­mei­ster­land „wohl“ – hur­ra! – den Win­ter über­le­be, noch gar nicht in die Über­le­gun­gen ein­be­zo­gen (weil die Ant­wort auf die Schuld­fra­ge auch nie­man­des Hun­ger stillt), hät­te sich die Gesell­schaft eigent­lich erspa­ren kön­nen, wür­de sie mehr­heit­lich eine Min­der­heits­re­gie­rung befür­wor­ten, in der auch die jewei­li­ge Regie­rung erst mal gute Argu­men­te fin­den muss, statt ein­fach durch­zu­grei­fen?

Netzfundstücke
💩 (11)

Puh, na „end­lich“:

Außer­dem in Emo­ji 15.0 dabei: eine drücken­de Hand, ein­mal nach links und ein­mal nach rechts.

Schön, dass der Salu­to Roma­no end­lich ein eige­nes Emo­ji bekommt. Man wuss­te ja bis­her gar nicht, wie man poli­tisch, nun, anstren­gen­de Ita­lie­ner sonst begrü­ßen sollte.

Wäh­rend es ein ein­fa­ches Herz schon in eini­gen ver­schie­de­nen Far­ben gibt, fehl­te jedoch bis­lang eine ganz simp­le, pin­ke Vari­an­te – obwohl das ja durch­aus eine Far­be ist, die man mit einem Herz in Ver­bin­dung bringt.

Wer kennt es nicht: Man möch­te ein Herz­sym­bol nut­zen und dann gibt es das nur in Rot. Pah, rote Her­zen. Dabei sind Her­zen doch ganz klar rosa!

Jona­than Kem­per setzt nach:

Mehr als 3.600 Emo­jis exi­stie­ren bereits, doch noch immer ist Luft nach oben.

Das seh‘ ich ja anders.

MontagsmusikIn den Nachrichten
Ver­sa – Pool of the Naiads // Frei­staat Frayern

Ja moin.Es ist Mon­tag. Ab kom­men­dem Don­ners­tag zeigt das Deutsch-Jüdi­sche Thea­ter eine „sze­nisch-musi­ka­li­sche Col­la­ge zu Rosa Luxem­burg“, die 1919 von der SPD unter Bil­li­gung von Fried­rich Ebert umge­bracht wor­den ist. Das Deutsch-Jüdi­sche Thea­ter wird unter ande­rem von dem SPD-eige­nen Fried­rich-Ebert-Stif­tung e.V. geför­dert. Guten Appetit.

Mar­kus Söder ver­sucht sich neu­er­dings als Komi­ker, scheint mir; sein Bay­ern bezeich­ne­te er als „Land der Frei­heit und kein Land des Zwangs“, als die nörd­li­che Schwe­ster­par­tei gera­de beschlos­sen hat­te (Archiv­ver­si­on), dass jun­ge Leu­te gefäl­ligst ein Jahr ihres Lebens abzu­ge­ben haben, um „der Gesell­schaft“ zu die­nen. Nun gut. Man brin­ge also in Bay­ern künf­tig neben anti­ken Fol­ter­werk­zeu­gen auch Sym­bo­le ande­rer Glau­bens­ge­mein­schaf­ten an oder hän­ge die Fol­ter­werk­zeu­ge ein­fach ab. Ist ja ein frei­es Land.

Schlech­te Nach­rich­ten für Face­book: Alte Leu­te krie­gen im deut­schen Pfle­ge­heim oft kei­nen Inter­net­zu­gang. Es gilt also, die Zeit vor­her mit mög­lichst viel guter Musik zu füllen.

Pool of the Naiads (fea­turing Eric Gil­let­te and Lars Fre­d­rik Frøislie)

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Authen­tisch und ernst­haft (und teu­er) raus, wei­nend (aber gra­tis) rein: Die nicht­staat­li­che Kir­che im Spie­gel moder­ner Politik.

So viel Über­schrift, wo wenig Text reicht:

Baden-Würt­tem­berg hält einen digi­ta­len Kir­chen­aus­tritt gar für „ver­fas­sungs­recht­lich bedenk­lich“ und ver­weist auf ein Urteil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts von 2008. Damals argu­men­tier­ten die Rich­ter aller­dings nur, dass eine „form­lo­se oder in der Form ver­ein­fach­te“ Aus­tritts­er­klä­rung weni­ger Klar­heit „über die Authen­ti­zi­tät, die Ernst­haf­tig­keit und auch den genau­en Zeit­punkt der Aus­tritts­er­klä­rung“ bie­te als das aktu­el­le Verfahren.

Klar: Wo man kurz nach der Geburt wei­nend rein­kommt, indem man von einem sin­gen­den Päd­era­sten einen Schuss Was­ser über den Schä­del gegos­sen bekommt, kommt man nicht ein­fach raus, ohne zu bewei­sen, dass man das auch wirk­lich ganz ernst­haft will.

Zum Glück leben wir nicht in einem Got­tes­staat, in dem eine der zahl­rei­chen Aus­prä­gun­gen mensch­li­chen Glau­bens beson­de­re poli­ti­sche Macht hät­te. Sonst wür­de ich das wirk­lich beschä­mend finden.


(Nach­trag vom 10. Sep­tem­ber 2022:) Das „Han­dels­blatt“ (will nicht ver­linkt wer­den, cf.) erzählt zum Bun­des­par­tei­tag der CDU:

Im Hier und Jetzt muss sich die CDU als Volks­par­tei neu erfin­den – inhalt­lich wie struk­tu­rell. (…) Mit Inhal­ten über­zeugt eine Par­tei die Men­schen, die bes­se­ren Kon­zep­te für die Zukunft zu präsentieren.

Ande­re Beob­ach­ter des Bun­des­par­tei­ta­ges der CDU stel­len hin­ge­gen fest:

Der #cdupt22 beginnt mit einem öku­me­ni­schen Gottesdienst.

Ja, hm, also.

Sonstiges
Träu­me (ent­wer­tet)

Mar­tin Luther King hat­te einen Traum, über­leb­te ihn aber nicht, wohin­ge­gen er weni­ge Jahr­zehn­te spä­ter so erfolg­reich gewe­sen wäre wie nicht vie­le vor ihm: „Wir erfül­len Träu­me“ ver­spre­chen wohl unab­hän­gig von­ein­an­der qua Mot­to die Juhu­welt Wer­be­agen­tur, der „Tages­spie­gel“, die Cam­ping­welt Hof­mann, CTR Fahr­zeu­ge, ImmoScout24, meh­re­re Haus­bau­er (dar­un­ter Sau­ter und DIG), der Juwe­lier Christ, das Auto­haus Tar­now-Steg­bau­er, Five Bro­ker sowie die Schrei­ne­rei Ande­rer. Um in die­sem Traum­ge­men­ge nicht unter­zu­ge­hen, wagen man­che die necki­sche Abwand­lung: „Wir erfül­len Träu­me seit 1950“ (Falk Fashion) bzw. immer­hin „seit 1985“ (Zeid­ler-Wohn­bau Feucht GmbH, hihi), „in Natur­stein“ (Klecha Bau), „aus Weiß­tan­nen“ (Die Block­Haus­Bau­er) und/oder „auf vier Rädern“ (Audi Berlin).

Der Traum ist eines der Din­ge, die am mei­sten an Wert ver­lo­ren haben, als der Mensch Fan­ta­sie in Ver­mö­gen zu mes­sen begann: „Miri­am Weil­mün­ster aus Bad Vil­bel stellt in der Fern­seh­sen­dung ‚Die Höh­le der Löwen‘ Brust­war­zen­ab­deckun­gen vor und erfüllt sich damit einen Traum“ (FAZ.net, 5. Sep­tem­ber 2022). Frü­her war ein Traum mit­samt sei­ner Erfül­lung ja noch Teil eines zufrie­de­nen Lebens, von der Gunst „der Einen“, von der man ohne­hin ganz­tags träumt, bis hin zum Welt­frie­den (der Traum ist aus, R.R.) war er viel­schich­tig, aber er ist zur lee­ren Hül­le ver­kom­men, zur Wort­hül­se für Phra­sen­dre­scher, zur Plapperpatrone.

Was ist eine Mensch­heit, die „Traum“ (ein Pro­dukt der Fan­ta­sie) sagt, wenn sie „Besitz“ (ein Pro­dukt des Kon­sums) meint, sich selbst noch wert?

In den NachrichtenMontagsmusikComputer
SVIN – Sna­ke // Infrastrukturnichtbetreiber

Bärchen zum MontagEs ist Mon­tag. In New York muss man neu­er­dings sei­nen Aus­weis mit­füh­ren, wenn man Sprüh­sah­ne kau­fen will. End­lich tut mal einer was.

Neu­es aus der EDV: Bri­an Ker­nig­han, einer der zuse­hends weni­ger noch leben­den Unix­ve­te­ra­nen, pro­gram­miert immer noch an sei­nen eige­nen Unix­pro­gram­men her­um. „Ars Tech­ni­ca“ for­mu­liert es schon zutref­fend: Er schul­det uns nichts; um so schö­ner, dass er es noch tut. Der Geist von Open Source treibt bei den jun­gen Leu­ten ja sonst teil­wei­se bizar­re Blü­ten: Allein der Befehl tar ist zwi­schen 1979 und 2017 von 12 auf 139 Kom­man­do­zei­len­pa­ra­me­ter gewach­sen. Wer die Kon­so­le im Jahr 2022 immer noch für eine groß­ar­ti­ge Mög­lich­keit hält, mit einem Com­pu­ter zu inter­agie­ren, der ist inzwi­schen als poten­zi­ell gefähr­lich, weil irre, zu betrach­ten. Mail­ser­ver selbst zu hosten ist ja auch nicht mehr drin. (Ich mache das zwar trotz­dem, aber ich bin auch ein biss­chen maso­chi­stisch drauf, wenn es um Com­pu­ter geht, fürch­te ich.)

Ein hes­si­sches Gericht erklär­te Faxen für „unzeit­ge­mäß“. Die armen Clowns! Es gibt ja immer wie­der Retro­wel­len. In der näch­sten wird dann wohl gefaxt. – Auch „unzeit­ge­mäß“ scheint mir mei­ne eige­ne Ansicht zu sein, Betrei­ber von Infra­struk­tur soll­ten sich aus der Bewer­tung des mit­tels die­ser Infra­struk­tur Trans­por­tier­ten her­aus­hal­ten: Der vor allem für sei­ne Aus­fäl­le bekann­te „Dienst­lei­ster“ Cloud­fla­re hat nur kurz nach der Absichts­er­klä­rung, sich künf­tig aus der Bewer­tung des mit­tels der eige­nen Infra­struk­tur Trans­por­tier­ten her­aus­zu­hal­ten, ein umstrit­te­nes Forum blockiert und schreibt in zu vie­len Absät­zen im Wesent­li­chen dazu, dass Betrei­ber von Infra­struk­tur sich aus der Bewer­tung des mit­tels die­ser Infra­struk­tur Trans­por­tier­ten her­aus­hal­ten soll­ten, aber in die­sem Fall nun mal anders ent­schie­den wur­de. Ätsch. (Das betrof­fe­ne Forum ist in der Tat eine eher unfreund­li­che Ecke des Webs, sei­ne Besei­ti­gung auf Infra­struk­tur­ebe­ne setzt trotz­dem ein sehr unschö­nes Aus­ru­fe­zei­chen, was das Ver­trau­en in das bis­he­ri­ge Kon­sens­in­ter­net angeht.)

Unter ande­rem die „Ber­li­ner Zei­tung“ berich­te­te letz­te Woche, ein Wolf habe ein Pony geris­sen, das Ursu­la von der Ley­en gehör­te. Ob Ursu­la von der Ley­en dafür eben­falls ein Pony rei­ßen wird, das dem Wolf gehört, ist bis­her nicht bekannt.

Nun gut – Zeit für den Montagsgroove.

Guten Mor­gen.

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: Motor!k – 3

Motor!k - 3Lan­ge nichts mehr über Musik geschrieben.

Bei dem Wort „Moto­rik“ den­ke ich grund­sätz­lich an den ver­stor­be­nen Jaki Lie­be­zeit, das „mensch­li­che Metro­nom“ von Can. „Motor-Aus­ru­fe­zei­chen‑k“, ein bel­gi­sches Instru­men­tal­trio, zol­len ihm auf ihrem drit­ten Stu­dio­al­bum „3“ (Amazon.de, Bandcamp.com), wie schon auf den bei­den Vor­gän­gern, wenig­stens sti­li­stisch und viel­leicht auch ein­fach aus Ver­se­hen Tri­but: In fast 40 Minu­ten behal­ten die drei Her­ren ihre Kern­kom­po­nen­ten – „hyp­no­ti­sche Bass­li­ni­en, stamp­fen­des Schlag­zeug und sich wie­der­ho­len­de Gitar­ren­li­ni­en“ (so weit der Pres­se­text) – bei, sind aber nach eige­nem Emp­fin­den dem Tech­no näher als zuvor und nach mei­nem Emp­fin­den vom Tech­no so weit ent­fernt wie noch nie. Ich mag kei­nen Tech­no. Passt schon.

Motor!k – Socra­tes (Offi­ci­al Visualizer)

Zwei Stücke hei­ßen „Zug“ bezie­hungs­wei­se „Stun­den“. Kei­ne Ahnung, war­um. „Stun­den“ dau­ert gera­de mal fünf Minu­ten und ein paar Sekun­den und „Zug“ kommt pünkt­lich an und fährt pünkt­lich ab. Und beson­ders teu­er ist es auch nicht. Pah, Bel­gi­er. Kei­ne Ahnung von deut­scher Kultur.

(Gruß zurück.)

In den Nachrichten
Wolf beißt zurück, Anzei­ge ist raus.

Inzwi­schen bei der Mensch­heit:

Eine Zeu­gin berich­te­te laut Poli­zei, dass die Kin­der Stöcke durch das Git­ter des Wolf­ge­he­ges gesteckt und so das Tier geär­gert hät­ten. Ein Wolf habe dem Jun­gen aus dem nord­rhein-west­fä­li­schen Kreis Coes­feld dar­auf­hin in die Fin­ger­kup­pe gebissen.

Jetzt könn­te man dar­über dis­ku­tie­ren, ob das eine ange­mes­se­ne Reak­ti­on war oder ob der Wolf nicht erst mal selbst mit einem Stock die Kin­der zu ärgern ver­su­chen soll­te, aber dafür ist es zu spät, denn auch die Eltern des gebis­se­nen Kin­des nei­gen zu Impulshandlungen:

Die Eltern des Elf­jäh­ri­gen hät­ten danach Anzei­ge wegen fahr­läs­si­ger Kör­per­ver­let­zung erstat­tet. Die Poli­zei ermit­telt nun.

Der Wolf nahm die Anzei­ge gelas­sen auf. Über sei­nen Anwalt lässt er mit­tei­len, er stre­be eine güt­li­che außer­ge­richt­li­che Eini­gung an. Soll­te die­sem Ansin­nen nicht ent­spro­chen wer­den, so sei er selbst­ver­ständ­lich bereit, die etwa­ige Stra­fe zu bezah­len. An finan­zi­el­len Mit­teln man­gelt es ihm dabei sicher­lich nicht: Wofür braucht so ein Wolf schon Geld?

PolitikFotografie
Alles Nöti­ge zur #ltwnds22

Wie immer gebe ich kei­ne Wahl­emp­feh­lun­gen ab, bemer­ke aber zwei­er­lei: dass 1) die regie­ren­de SPD dafür wirbt, man möge end­lich mal die regie­ren­de SPD wäh­len, damit sie end­lich etwas gegen die Sozi­al­po­li­tik der regie­ren­den SPD unter­neh­men kön­ne; und dass 2), wer Volt, die über­flüs­sig­ste Par­tei der letz­ten zehn Jah­re, wäh­len will, um etwas anders zu machen, damit genau gar nichts anders machen wird.

#ltwnds22: Grüne mit H-Plakat #ltwnds22: Volt mit H-Plakat