Es ist Montag. Ich bin Gabriel Yoran außerordentlich dankbar dafür, dass er mit „Verkrempelung“ ein gutes deutsches Wort für Cory Doctorows Begriff der „Enshittification“ gefunden hat. Ich werde es vielleicht gelegentlich verwenden.
Apropos: „Milliarden von Webbrowsern lassen sich in Sekunden crashen“ denglischt Marc Stöckel für „Golem“, verschweigt im kompletten Text jedoch ebenso wie enttäuschend viele Kommentatoren unter selbigem, dass entgegen der Behauptung, es sei „kein Fix verfügbar“ (ebd.), sehr wohl ein fix verfügbar ist: JavaScript und damit das betroffene API (natürlich schwätzt auch Marc Stöckel was von „der API“, also von einer Interface, ist ja bloß Sprache) abschalten. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass das nicht im Sinne der Macher von „Golem“ ist. Wer JavaScript abschaltet, der blockiert auch Werbung und das will man bei „Golem“, einem „Medium für diejenigen, die die Technik als Erste verstehen und anwenden“ („Golem“ über „Golem“), ja nicht.
Gute Annahme (im Original leider verschollen): Das Theorem der unendlich tippenden Affen meint die Menschheit. Wir sind eine große Zahl an Affen mit Schreibmaschinen, und einer von uns hat bereits Hamlet geschrieben.
Gute Nachrichten: Sogar die Dänen haben keine Lust mehr darauf, irgendjemanden zu zwingen, seine Kommunikation komplett ohne jeden Blickschutz führen zu müssen, wollen aber weiterhin sowohl die allzu frühe Installation von WhatsApp verbieten als auch mehr Menschen von den Vorzügen selbstgehosteter E‑Mail-Server überzeugen, warnt Patrick Breyer. Ich sehe da eigentlich nur Vorteile für uns alle, bin aber auch manchmal ein bisschen bissig und dann unsachlich.
Beißt nicht: Musik.
Guten Morgen.



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