Archiv für die Kategorie ‘Projekte’.

Ausreichenden Müßiggang kompensiere ich, indem ich mich unter anderem der Entwicklung von Software widme. Neuigkeiten hierzu gibt es in dieser Kategorie zu lesen.

NerdkramsProjekte
Mit Common Lisp gegen Webmüll (fortg.: jetzt mit noch mehr Web)

(Vorbemerkung: Es ist mal wieder Zeit für ein wenig Eigenwerbung. Weniger technikbegeisterte Leser sind herzlich dazu eingeladen, stattdessen etwas anderes zu lesen.)

Im März 2016 berichtete ich von einem von mir entwickelten Werkzeug, mit dessen Hilfe aus den meisten Websites RSS-Feeds erstellt werden können. In der Folge nutzte ich es zumindest selbst regelmäßig, die im Artikel vermerkte Möglichkeit, eine grafische Oberfläche bereitzustellen, verfolgte ich aber zunächst nicht weiter.

Eine Diskussion mit einem Interessenten erinnerte mich einige Zeit später daran, dass ich mir das durchaus einmal ansehen wollte; natürlich schlicht und schnörkellos und ohne die Komplexität unnötig zu erhöhen. Weiterlesen ‘Mit Common Lisp gegen Webmüll (fortg.: jetzt mit noch mehr Web)’ »

NerdkramsProjekte
In eigener Sache: Der blödeste Projektname der Weltgeschichte.

Was hat der Welt denn noch gefehlt? Richtig: Ein weiterer statischer Bloggenerator, und zwar von mir. Verehrtes Publikum, ich präsentiere: BlogC++. Das passiert, wenn man mich mal mit einer Tastatur allein lässt.

Weiterlesen ‘In eigener Sache: Der blödeste Projektname der Weltgeschichte.’ »

NerdkramsProjekte
Mit Common Lisp gegen Webmüll

Im November 2015 schrieb ich, der kostenlose Webdienst feed43 sei zum Entmüllen von Websites mittels RSS prinzipiell geeignet, verschlucke sich aber gelegentlich. Das ist auf Dauer ganz schön anstrengend. Außerdem besteht wie bei allen kostenlosen Webdiensten die Gefahr, dass ich eines Tages ohne ihn auskommen muss. Ich habe mir also selbst eine Alternative entwickelt, die auf einem meiner Server läuft und deren korrekte Funktionsweise ich im Zweifelsfall also selbst sicherstellen kann.

Weiterlesen ‘Mit Common Lisp gegen Webmüll’ »

NerdkramsNetzfundstückeProjekte
FOAAS

Ihr kennt das: Euch geht irgendein Idiot per Onlinedienst auf die Nerven, ihn aber auf Distanz zu halten würde Energie kosten.

Das Internet der Automatisierung hat die Lösung für euch: FOAAS (Fuck Off As A Service) stellt ein API zur Verfügung, das diese unangenehme Aufgabe übernimmt.

(via BITblokes.de)


Nachtrag vom 5. Juni: Ich habe eine entsprechende Erweiterung für Thunderbird und SeaMonkey veröffentlicht.

NerdkramsProjekte
Frisch gebacken: eMule beba v3.00 beta / OpenDownload² v4.0.0

Aufmerksame Leser wissen, dass ich, wenn ich mich nicht gerade auf- oder abrege, gelegentlich auch mal Dinge programmiere.

Dass ich meine Firefox- und SeaMonkey-Erweiterung OpenDownload² auf den neuesten Stand bringe, war dabei überfällig, denn die bislang aktuelle Version 3.5.1 funktioniert unter Firefox ab 31 nicht mehr richtig. Version 4, die nebenbei aus Versehen das Problem behebt, dass alles Auszuführende stets ein zweites Mal heruntergeladen wurde, lud ich also zwecks Tests in den „Entwicklerkanal“ hoch; interessierte Nutzer hätten also lediglich auf der Mozilla-Website nach unten blättern müssen, um sie zu finden. Offensichtlich ist der typische Firefoxnutzer aber nicht in der Lage, das Erweiterungsportal in Gänze zu erfassen, denn ich erhielt dennoch einige negative Bewertungen und E-Mails mit der Aufforderung, doch endlich eine neue Version bereitzustellen. Zumindest verschwanden die meisten dieser Bewertungen nach einem freundlichen Hinweis auf die Testversion recht schnell.

Allerdings habe ich nur wenig Lust darauf, mich fortwährend mit derlei Kinkerlitzchen befassen zu müssen; seit ein paar Stunden ist die zweite Testversion nach nur kurzer Testphase als finale Version 4.0.0 verfügbar. Endlich Ruhe.


Apropos „endlich“: Auch die Entwicklung von eMule geht weiter. Der Code der kommenden Version 0.50b ist seit einigen Monaten öffentlich und bringt bereits jetzt manch nützliche Verbesserung, darunter ein modernes Uploadsystem, mit sich. Da die aktuelle „stabile“ Version von eMule beba auch schon über ein Jahr alt ist, ist dies eine gute Gelegenheit, die neue Codebasis einmal auszuprobieren: Eine Vorabversion von beba 3.00 gibt es hier.

An ein paar Eigenentwicklungen, etwa einer verbesserten Proxyanzeige, arbeite ich noch, eine Liste der bereits eingebauten neuen Funktionen ist im enthaltenen changelog zu finden. Ein bekanntes Problem, das mir leider zu spät aufgefallen ist: Ich habe versehentlich zwei Symbole im Suchmethodenfeld vertauscht, das wird bis zur finalen Version noch korrigiert. Ansonsten wünsche ich vorerst viel Vergnügen damit.

NerdkramsProjekte
WP-WahlBlackout: jetzt europawahltauglich!

Die heutige Europawahl, über deren Ergebnisse und deren Zustandekommen ich lieber einmal den Mantel des Schweigens ausbreiten möchte (andererseits: angesichts dessen, „Volksparteien“ wie CDU und SPD immer pünktlich am Wahltag die vor sich hinsiechenden Alten aus ihrem Delirium heraus eigens zum Wahllokal und dann zurück ins Heim fahren lassen, wundert es mich nur noch wenig), traf mich so überraschend, dass ich gar nicht daran gedacht habe, rechtzeitig das WP-WahlBlackout-Plugin europawahltauglich zu machen.

Die neue Version ist unter dem bekannten Link zu finden und funktioniert jetzt auch mit anderen Wahlen als Bundestagswahlen zusammen. Die nächste Landtagswahl kommt bestimmt.

NerdkramsProjekte
ZenTweet. Twittern für’s Karma.

Twitter nervt?

Alles dort geht im weißen Rauschen unter, in all den Erwähnungen und Direktnachrichten und Retweets und Retweets von Retweets und Hashtags und Dialogen und bunten Bildern?

ZenTweet ist die Lösung. Kein Rauschen. Nur ihr und eure timeline.

Twitter als Dada-Kunstwerk. Twitter, wie es sein sollte.

Quellcode? Fragt mich.

Allen anderen: Viel Spaß.

NerdkramsPolitikProjekte
Wahl-Schwach-o-Mat

Da der Wahl-O-Mat nun für die Öffentlichkeit, die sich noch nicht entscheiden kann, was sie bei nächster Gelegenheit wählen soll, freigegeben ist, wittern viele bereits eine Rettung aus dem Schlamassel, womöglich gänzlich unvorbereitet zur Wahl gehen zu müssen. Dieser Wahl-O-Mat besteht im Wesentlichen aus einem Frage-Antwort-Spiel: Jeder Teilnehmer wird zu seiner Meinung bezüglich einiger ausgewählter Themen befragt, die Antwort wird danach mit denen der einzelnen ausgewählten Parteien verglichen.

Dabei weicht das, was Parteien im Wahlkampf fordern, gelegentlich deutlich von ihrer Politik ab. (Hat der F.D.P. eigentlich schon jemand gesagt, dass sie gerade Teil der Bundesregierung ist?) Einige Beispiele habe ich ja bereits angeführt. Was für die F.D.P. gilt, gilt aber auch für ihre Mitbewerber. Soll’s konkreter werden? Gern: Auf der Website des Wahl-O-Maten steht unter anderem eine PDF-Datei zur Verfügung, die die Antworten von insgesamt 28 Parteien miteinander vergleicht. Dass auch diese PDF-Datei keinen anderen Schluss zulässt als dass niemand, aber auch niemand die F.D.P. wählen sollte, wenn ihm Glaubwürdigkeit wichtig ist, ist wahrscheinlich nicht einmal erwähnenswert. Meine Lieblingszeile bisher, von der ich immer wieder feuchte Augen vom Lachen bekomme, ist jedoch Nummer 22 auf der ersten Seite:

Das gesetzliche Renteneintrittsalter soll wieder gesenkt werden.

Seitens der SPD gibt es volle Zustimmung, so gibt die PDF-Datei zu verstehen. Dies deckt sich mit ihrem Wahlkampf gegen Altersarmut. Woher diese Altersarmut eigentlich stammt? Der Verdacht, dass das mit der Erhöhung des Renteneintrittsalters zu tun hat, die 2007 von einer Großen Koalition (unter Mitwirkung der SPD, damals hieß das noch „groß“) beschlossen wurde, ist sicherlich ein allzu absurder. Auch die von der SPD und den grünen Kriegstreibern durchgesetzte Agenda 2010, die den Kündigungsschutz lockerte und den Niedriglohnsektor maßgeblich vergrößerte, hat sicherlich nichts damit zu tun, denn warum sollte die SPD die eigenen Gesetze rückgängig machen wollen? – Ach so, es ist Wahlkampf; das habe ich kurz vergessen.

Ein Wahl-O-Mat, der Parteien anhand ihres Abstimmungsverhaltens und nicht anhand gedruckten Papiers bewerten lässt, würde sich womöglich tatsächlich dazu eignen, willigen Wählern die richtige Entscheidung vorzuschlagen. Ein Wahl-O-Mat aber, dessen Empfehlungen auf Lügen fußen, ist den Aufwand, der in ihm steckt, wohl kaum wert. Eine klare Wahlentscheidung ist derzeit wohl nur den Konservativen gegeben, die sich zumindest darauf verlassen können, dass die unsägliche CDU ihrem Kurs – rückwärts immer, vorwärts och nö – auch weiterhin treu bleiben wird.

Ärgerlich ist, dass es gerade diejenigen sind, die man nicht über das eigene Leben bestimmen lassen möchte, die vom Nichtwählen profitieren. Die groß angelegte Werbekampagne „Geh wählen!“ („Geh Wählen!“) der Frauensendergruppe Pro Sieben / Sat.1 ist insofern eine dermaßen gute Idee, dass ich da mal mitmache:

Ich habe ein WordPress-Plugin entwickelt, das an einem einstellbaren Tag von 9 bis 18 Uhr die komplette Website durch eine Aufforderung zum Wählen ersetzt. Auch der Grund hierfür (im Beispiel PRISM) ist einstellbar, natürlich könnt ihr auch eine komplett eigene blackout.php verwenden. Auch ein widget für die Seitenleiste steht bereit.

wp-wahlblackout

Wem’s gefällt, der kann’s benutzen, wer einen Fehler findet (das mit den widgets ist Neuland für mich), der möge ihn melden. Danke, bitte, gern.

NerdkramsProjekte
Neues: eMule beba 2.72 sowie OpenDownload² 3.4.2

Für diejenigen unter euch, die hier mitlesen, weil sie gern Neues von meinen eher technischen Projekten erfahren möchten, gibt es übrigens wieder zwei Nachrichten zu vermelden. Ich bitte um Beachtung sowie um Verzeihung für die außerplanmäßige Unterbrechung des gewohnten Ablaufs.

Erstens:
Vor ein paar Tagen habe ich OpenDownload² aktualisiert. Diese Erweiterung rüstet den „Ausführen“-Knopf für Downloads in den Browsern Firefox und SeaMonkey nach. Sie hat nun ein eigenes Symbol bekommen und macht hoffentlich weniger Fehler beim Erkennen, wann eine Datei ausführbar ist und wann nicht. (Nachtrag von Mitte August 2013: Nein, macht sie nicht – eine neuere Version ist bereits hochgeladen worden.)

Zweitens:
Ich habe heute endlich die Arbeit an eMule beba 2.72 beendet. Es wurde ein langjähriger, größerer (aber blöder) Fehler behoben, der die Bewertung von Clients in der Warteschlange unter Umständen inkorrekt vornahm. Außerdem wurde die Versionsüberprüfung verbessert.

Fragen und Anregungen zu diesen Projekten, insbesondere zu den neuen Versionen, nehme ich wie gewohnt unten im Kommentarbereich entgegen. Besten Dank für die Aufmerksamkeit.

NerdkramsProjekte
OpenDownload² und das mit den Downloadpfaden

Meine Firefox-Erweiterung OpenDownload² erfreut sich stetiger Beliebtheit. Die Benutzerbewertungen befinden sie überwiegend für essenziell, und es sei unbegreiflich, warum so eine Funktionalität nicht schon längst Teil von Firefox selbst sei. So weit der Eigenlob.

Eine Funktion, die viele Benutzer jedoch vermissten, war es, den Standard-Downloadpfad anzupassen. OpenDownload² speichert auszuführende Dateien üblicherweise in <temp>/mozOpenDownload, aber viele Benutzer würden gern ein anderes Verzeichnis wählen. Nun hat das einen großen Nachteil: OpenDownload² ist eine ziemlich reinliche Erweiterung. Dateien, die älter als einen Tag sind, werden bei jedem Klick auf „Ausführen“ automatisch entfernt. Was passiert, wenn man zum Beispiel den Desktop als Downloadordner festlegt, ist der Fantasie des Lesers überlassen.

Ich könnte diese Aufräumroutine optional machen, aber auch dann müsste der Benutzer diese Option verstehen und aktivieren – menschliches Versagen auch weiterhin nicht ausgeschlossen. Auch das „Sperren“ „wichtiger“ Verzeichnisse kommt eher nicht in Frage, da diese von System zu System variieren. Mit OpenDownload² 3.3.0 – veröffentlicht vor kurzem und bereits durch Version 3.3.1 abgelöst – bin ich einen Kompromiss eingegangen: Es ist nun nicht mehr nur möglich, sondern auch zielführend, unter about:config die Zeichenkette extensions.openDownload2.downloadPath anzulegen, die den gewünschten Downloadpfad angibt.

Warum so umständlich? Nun, about:config warnt den Benutzer beim ersten Aufruf, dass alles, was er hier ändert, nachhaltigen Schaden anrichten kann:

about-config

Ein Konfigurationsdialog ist schnell gedankenlos ausgefüllt. Wer aber diesen Umweg in Kauf nimmt, der sollte wissen, was er tut – davon gehe ich zumindest aus. „Falsche“ Pfade funktionieren zumindest nicht. Das Vorhandensein des Pfades wird von OpenDownload² überprüft.

Und wie entkommt man der Aufräumroutine? Tja, gar nicht. OpenDownload² ist kein Ersatz für einen Downloadmanager oder den normalen „Speichern“-Knopf von Firefox. Wer eine auszuführende Datei dauerhaft behalten möchte, der sollte sie auf der Festplatte speichern und manuell ausführen – das ist nur wenig mehr Aufwand. Alternativ berichtete ich im Dezember 2011 über DropIt, das Dateien stapelweise in vorgegebene Ordner verschieben kann. Als Linux- und BSD-Nutzer schreibt man sich für so etwas vermutlich eher ein Shellscript.

Zu beachten ist, dass das Verschieben natürlich erst nach dem Ausführen durchgeführt werden sollte, da OpenDownload² sonst die Datei nicht mehr finden kann und eventuell unschöne Fehlermeldungen ausgibt.

Weitere Anregungen sind willkommen.

MontagsmusikProjekte
Stolen Babies – Splatter

Ich witzelte: Twitter braucht einen „Anstupsen“-Knopf.
@c2h5oh1 reagierte prompt: Nein! N E I N!!!

Das betrachtete ich als Herausforderung.
Heißt also den Stupsbot herzlich willkommen in der Welt der nützlichen Twitter-Accessoires!


Von derlei fröhlichen Dingen einmal abgesehen: Die Stolen Babies, von mir vor fünf Jahren bereits gepriesen, haben endlich ihr zweites Album veröffentlicht.

Es ist ziemlich montagstauglich und klingt ungefähr so:

Guten Morgen!

Projekte
eMule beba 2.64: Beta 1 mit Snarl-Unterstützung

Liebe eMule-Freunde,

während der letzten paar Tage habe ich unter anderem an einer neuen Version von eMule beba gearbeitet, einer besseren Version von eMule. Da die bislang letzte Version schon ein wenig angestaubt ist, wurde es mal wieder Zeit für eine neue.

In die erste Betaversion (nicht ausführlich getestet, aber schon voll funktionstüchtig) sind bisher zwei Verbesserungen eingeflossen:

Erstens: Blockierende Clients entfernen.

Es kann passieren, dass die zur Verfügung stehenden Slots für’s Hochladen von Clients belegt werden, die quasi im Leerlauf sind und so unnötig die Verteilung von Dateien blockieren. eMule beba versucht jetzt, diese automatisch zu entfernen.

Zweitens: Snarl-Unterstützung.

Seit einigen Jahren ist eMule wie Windows ab „XP“ in der Lage, für bestimmte Ereignisse Ballon-Tipps („Sprechblasen“) anzuzeigen. Ein Nachteil ist, dass viele Programme mittlerweile ihre eigenen Bibliotheken mitbringen, um diese umzusetzen, und eMule so zu einem heillosen Chaos beiträgt. Macnutzer haben dieses Problem nicht, dort hat sich Growl als zentrales Benachrichtigungssystem durchgesetzt; aber die haben auch kein eMule. Unter Windows gibt es Snarl.

Snarl ist ein globales Benachrichtigungssystem für Windows. Programme informieren den Benutzer mittels Snarl über wichtige Ereignisse. Die Form der Benachrichtigung kann der Benutzer vollständig konfigurieren.

Mit Version 2.64 bekommt auch eMule beba Unterstützung für Snarl: Falls es beim Start läuft, wird es automatisch erkannt und verwendet es anstelle seines eigenen Benachrichtigungssystems. Dieser Automatismus kann auf Wunsch über ein Kontrollkästchen in den beba-Einstellungen abgeschaltet werden (aber warum benutzt man Snarl dann überhaupt?).

Alle wichtigen Ereignisse werden unterstützt, wenn eines fehlt, lasst es mich bitte wissen.

Einige Zeichenketten, zum Beispiel die Beschreibung der registrierten Ereignisse in Snarl (etwa „Nachricht von“), sind noch nicht optimal gewählt, das ändere ich bis zur finalen Version noch.

Die Vorabversion könnt ihr vorerst hier herunterladen. Etwaige auftretende Probleme bitte ich umgehend zu melden, Abstürze bitte in Form der entstandenen .dmp-Datei.

Ich bedanke mich im Voraus und wünsche viel Spaß beim Testen. :)


Nachtrag vom 11. Februar 2012: Die Testphase ist vorüber, beba 2.64 „final“ wurde veröffentlicht.

NerdkramsProjekte
WP-PasteExtender: Kopierschutz mal anders

Ich kopiere manchmal Textausschnitte auf FOCUS.de und ähnlichen Seiten. FOCUS.de verwendet nun allerlei JavaScript-Spielereien, unter anderem eine, die automatisch einen Verweis auf die Seite, von der man den Text kopiert hat, mitkopiert.

Das hat mich so sehr beeindruckt, dass ich das mal für WordPress nachgebaut habe. Werte Damundherrn, ich präsentiere:

WP-PasteExtender, „Version“ 20120102.

Der Text, der an den zu kopierenden Text angehängt werden soll, ist frei konfigurierbar. Der Verwaltungsbereich sieht so aus:

Momentan habe ich nur wenig Zeit, ernsthaft an dem Plugin zu arbeiten, weshalb kleinere Probleme nicht ausgeschlossen sind. Vollständig funktionstüchtig ist das Plugin derzeit nur mit WebKit-basierten Browsern. Unter Firefox funktioniert die blockquote-Funktion noch nicht, der Internet Explorer verweigert gänzlich den Dienst. Ich hoffe, das irgendwann beheben zu können.

Wenn jemand von euch Lust und Ahnung hat, um mir hierbei zur Hand zu gehen, so wäre mir dies sehr willkommen. Weitere Funktionen sind jedoch vorerst nicht geplant.

ProjekteSonstiges
Anbiedermänner

Was mir selbst zwar noch nicht begegnet, aber dank zahlreicher Fernsehübertragungen entsprechenden Inhalts längst zur Genüge bekannt ist, ist eine üble Marotte, die sich ausländische Künstler im Laufe der letzten Jahrzehnte überwiegend zugelegt haben und der sie ausgiebig frönen, wenn sie Deutschland betouren. Diese Marotte ist die Anbiederung. Was bei den Beatles noch konsequent war, verbrachten sie doch einen Großteil ihrer frühen Karrierejahre in Hamburg, ist bei „Künstlern“ jüngerer Jahre nur mehr als penetrant zu werten.

Ein nicht mehr allzu aktuelles Beispiel, um zu veranschaulichen, was gemeint ist: Da steht also ein Weltstar wie, sagen wir mal, Robbie Williams auf einer Bühne vor „rund 10.000 Fans“, alternativ „vor 10.000 Berlinern“, eins wird schon stimmen, die allesamt oder jedenfalls großteils Geld bezahlt haben, um Herrn Williams‘ drögem Pop zu lauschen, und dann handelt der Konzertbericht nicht etwa von seinem Gesangsstil oder den vorgetragenen Stücken, womöglich gar gepaart mit Kritik an der enthaltenen Lyrik, sondern vielmehr liegt man dem Künstler zu Füßen, weil er nicht nur doof auf der Bühne rumhüpft, sondern auch noch ein paar auswendig gelernte Phrasen abspult. Sogar einige Begrüßungen auf Deutsch hatte Williams für sein Publikum parat. „Danke schön“ und „Ich liebe Euch“ versetzte(n) das Publikum in wahre Freudentaumel, wenn das Publikum von der dargebotenen „Musik“ schon nicht begeistert ist, hilft es offenbar, stattdessen einfach mal irgendwas daherzusülzen, und er gestand, tat ihm wohl echt Leid, nach den, unfassbar, ganzen sieben dargebotenen Songs: „Danke, Deutschland, für alles, was ihr für mich getan habt.“

Was das ist, was Deutschland für ihn wie auch für all die anderen Künstler, die diese Kunst der Anbiederung zu beherrschen meinen, getan haben soll, bleibt im Ungewissen. Man stelle sich das aber einmal vor: Da steht ein milliardenschwerer Weltstar auf einer Bühne, verdient mal eben ein paar hundert Kröten pro Takt und hält es dann noch für nötig, deutsche Phrasen zu dreschen, vermutlich, damit das Publikum denkt: Oh, er kann Deutsch, das macht ihn direkt viel weniger zu einem schmalzigen Popstar, sondern zu einem von uns!

Götz Alsmann, einer der letzten akzeptablen (unter anderem) Fernsehmoderatoren Deutschlands, sagte einmal sinngemäß: Empfindungen, die man, auf irgendein Publikum fixiert, in einer fremden Sprache ausdrückt, etwa beim Schreiben fremdsprachiger Lieder, bleiben Worthülsen ohne Inhalt. Ich zum Beispiel besuche ein Konzert oder eine Lesung normalerweise, damit die jeweiligen Protagonisten mich mit ihrer musikalischen und/oder poetischen Ader beglücken. Stammen die Protagonisten aus dem Ausland, so erwarte ich nicht, dass sie ihr Werk zuvor auf Deutsch übersetzen, aber dann möchte ich doch bitte auch nicht, dass sie sich nebenbei mit einer Sprache quälen, die sie nicht beherrschen. Um mich auf Musiker zu beschränken und es ein wenig abzukürzen: Auf einem Konzert erwarte ich, dass der von meinem ergaunerten Geld teuer bezahlte Künstler mich mit seiner gern auch fremdsprachigen Musik unterhält, nicht jedoch, dass er mich auf Deutsch vollsülzt. Möchte ich von Leuten, die es nicht beherrschen, auf Deutsch vollgesülzt werden, so besuche ich eine Berufsschule oder eine Sitzung im Reichstag, aber kein Konzert eines weltbekannten Künstlers.

„Weltbekannt“ ist ohnehin ein wichtiges Stichwort. Wertes Berliner Publikum beziehungsweise Publikum in Berlin, das ihr von Robbies „Dankeschön!“ offenbar total von den Socken wart, wie auch liebe andere Publiküme, die ihr anbetend eurem jeweiligen Idol zu Füßen liegt, wenn es deutsche Phrasen drischt: Glaubt ihr tatsächlich, „ohne Scheiß“, dass der Künstler sich, womöglich obendrein herzlich, bei euch bedankt, dass ihr so toll mitklatscht, gar anfangt zu johlen, wenn ihr nach den ersten paar Sekunden das jeweilige Lied erkannt habt und das für erwähnenswert haltet? Nein, der Künstler bekommt sein Geld auch, wenn ihr stumm auf eurem Allerwertesten sitzen bleibt und die Fresse haltet. Dass ihr seine Lieder erkennt, müsst ihr ihm auch nicht mitteilen, denn davon geht er aus. Und wenn ihr nicht herumhüpft wie doof, sondern euch einfach mal so verhaltet, dass man nicht etwas lauter reden beziehungsweise singen muss, um euer Gejohle zu übertönen, so wird das auch einen Robbie Williams nicht in den Alkoholismus oder ähnliche depressionsbedingt Suchten treiben, sondern er wird mit den Schultern zucken, seine Millionen einstreichen und so tun, als wäre nichts passiert. Ich nehme Wetten an, erwarte jedoch Gegenbelege.

Ein Publikum, das stundenlang geduldig zum Beispiel englischsprachigen Liedern lauscht, ist auch mit „thank you“ nur schwerlich zu überfordern. Wenn ihr euch bedanken wollt, ihr Robbies und Madonnas da draußen, wenn ihr es auch wirklich so meint, dann bedankt euch in der Sprache eures Herzens. Das ist, sofern ihr aus den USA, Frankreich, Spanien oder Bayern kommt, nicht Deutsch. Ich als zahlender Gast pfeife darauf, dass ein Künstler, dessen künstlerischen output ich sehr schätze, versucht, sich bei mir beliebter zu machen, indem er so tut, als könnte er meine Muttersprache verstehen. Ich werde kein Musikalbum und kein Buch nur deshalb weniger kaufen, weil der Schöpfer kein Deutsch spricht, jedoch werde ich an einen dargebrachten Vortrag dieser Werke weniger positive Erinnerungen hegen, wenn der Vortragende glaubt, jemand, der Geld bezahlt, um ihn zu sehen, müsse mit Zwischenspielen, die nicht Teil seines gewohnten Repertoires sind, bei Laune gehalten werden.

Die von mir bisher besuchten Konzerte bzw. Lesungen bestritten ausnahmslos deutschstämmige Kreative, so dass all das Geschilderte jedenfalls in der Ich-Form als rein hypothetisch anzusehen ist und hoffentlich bleiben wird. Dennoch wäre es schön, die enthaltene Wahrheit spräche sich in der Welt der reichen Boulevardlieblinge schnell herum, auf dass der Menschheit höchst peinliche, via Presse verbreitete und womöglich von ahnungslosen Anzeigenkunden mitfinanzierte Huldigungen wie die genannte erspart bleiben mögen.

(Firefox-Nutzer aufgemerkt: Ich habe meine Erweiterung OpenDownload, inzwischen OpenDownload², im Verlauf der vorigen Stunden auf Version 3.0.0 aktualisiert, die unter anderem Unterstützung für Firefox 4 und andere Betriebssysteme als Windows mitbringt. Ich hoffe, ihr seid damit einverstanden.)

NerdkramsProjekte
Neues Projekt: Tabbed Plaintext (TTXT) – Hilfe gesucht.

Woran ich, außer natürlich an TinyTodo und eMule beba, gerade so arbeite, wenn es, kurz vor den Klausuren des Wintersemesters, Zeit und Lust zulassen, ist ein neues Dateiformat, das ich ersann, während ich die aktuelle Halbjahresrückschau in Form brachte, und erstmals im Forum von DonationCoder.com einem nicht unerfreuten Publikum präsentierte.

Ich nenne es „Tabbed Plaintext“, getabbten Reintext also, kurz „TTXT“, und die Idee dahinter ist so simpel, dass ich recht erstaunt bin, dass ich sie bisher noch nicht in Aktion gesehen habe:

Der Nachteil einer in Reintext (meist auf .txt endend) verfassten Notizdatei ist, dass man sie nicht in „Kapitel“ aufteilen kann. Will man etwa unterschiedliche Aspekte des gleichen Themas visuell voneinander abgrenzen, so muss man bislang darauf zurückgreifen, separate Dateien zu erstellen, was auf Dauer recht unübersichtlich werden kann, oder etwa mit einer Textverarbeitung mehrseitige Dokumente erstellen, die dann natürlich auch nur mit dieser Textverarbeitung vollständig kompatibel sind und obendrein unnötig Speicherplatz belegen, da man all die tollen Formatierungsmöglichkeiten oft schlicht nicht benötigt.

Der Ansatz von TTXT ist also, dass man in einer einzigen Datei beliebig viele „Kapitel“ platzieren und visuell voneinander abgrenzen kann, ohne die größtmögliche Kompatibilität mit gängigen Texteditoren zu verlieren. Eine Datei in diesem Format lässt sich mit einem beliebigen Texteditor bearbeiten. Jedes „Kapitel“ soll, wenn die Datei in einem noch zu entwickelnden TTXT-Editor geöffnet wird, dann als eigener Tab dargestellt werden.

Eine TTXT-formatierte Datei, „testdatei.ttxt“, sieht etwa so aus:

TTXT VERSION 1

-------------

Dieser Text steht auf Seite 1.
Und er kann auch mehrzeilig sein.

-------------

Seite 2 und somit der letzte Teil des Beispiels
beginnt und endet hier.  :-) 

Die Darstellung erfolgt dann im Optimalfall so:

Eine einigermaßen vollständige Dokumentation des TTXT-Formats (auf Englisch) habe ich auf einer gesonderten Internetseite platziert. So weit die Theorie.

Nun allerdings benötige ich eure Hilfe, denn für die praktische Umsetzung der Idee fehlen mir die Fähigkeiten.
Wer gern etwas beisteuern möchte, ist eingeladen, sich im Forum oder im IRC – oder einfach hier per Kommentarfeld – zu melden. Auch Ideen allgemeiner Art sind willkommen.

Ich danke im Voraus. :-)