Es ist M‑Wort. So nenne ich den Montag ab sofort häufiger. Dann komme ich auch mal wieder in die Zeitung.
Ich werde voraussichtlich noch diese Woche ein paar Stunden in einer mir bisher unbekannten Stadt in Thüringen verbringen. Eine kurze Evaluation meines Reiseziels aus der Ferne lässt mich überlegen, ob es bereits das Textgenre „deprimierender Reisebericht“ gibt. Wahrscheinlich sollte ich mir ein Buch mitnehmen. Und/oder Pfefferspray. In Braunschweig wiederum – einer Stadt, in der selbst die Reklame auf Straßenbahnen teils auf Englisch gehalten ist, damit auch Neubürger aus anglophonen Regionen wenigstens wissen, was sie kaufen sollen – sah ich am Wochenende eine Werbung für’s Frauenhaus, die ausschließlich auf Deutsch und Türkisch gedruckt wurde. Es liegt mir fern, daraus eine Meinung zu anderen Kulturen abzuleiten. Ich mag andere Kulturen. Aber warum gibt es die Straßenbahnwerbung nicht ebenfalls auf Türkisch?
Gute Nachrichten seitens der „tagesschau“: Das friedlichste Europa aller Zeiten baut jetzt sein teuerstes Kampfflugzeug, um noch besser Demokratie und Gerechtigkeit von oben abwerfen zu können. Immerhin kann man sich die Internetspionage bald sparen, das machen die Ausspionierten künftig selbst: Amazon zahlt inzwischen Geld dafür, dass man seinen eigenen Datenverkehr mit ihm teilt. Ein großartiges Angebot. Wer könnte da widerstehen?
Ich jedenfalls kann keinesfalls widerstehen: Musik.
Guten Morgen.

















