In den NachrichtenMusikkritikNetzfundstücke
Die Toten Hosen - Ich bin die Sehnsucht in dir // Feinstaubweihnacht

#montagslächelnEs ist Montag. Ich sah gestern, dass es eine Zeitschrift namens „Living at home“, also „Zu Hause woh­nen“, gibt. Dieses Wissen lässt mich in einem gei­sti­gen Zustand ver­har­ren, den zu beschrei­ben mir mit Worten unmög­lich ist. Ich bit­te kurz um Entschuldigung.

So, geht wie­der. - Es ist die Zeit der lästi­gen Jahresrückblicke. Den ein­zi­gen Jahrzehntrückblick aber, den ich 2019 für lesens­wert hal­te, fand ich zu mei­nem eige­nen Befremden auf Twitter: Die „Zehnerjahre“ - allein das Wort schon! - waren vor allem die Dekade der­je­ni­gen, die es gut gemeint, aber bei der Umsetzung alles noch viel schlim­mer gemacht haben. Ähnlichkeiten zu real exi­stie­ren­den Personen, Gruppen oder Parteien sind sicher­lich gegeben.

Apropos Ende: Gestern vor einem Jahr ließ ich mich wort­reich über Menschen aus, die ein­mal im Jahr aus­ge­rech­net christ­lich sein wol­len. Nach erneu­ter Textbetrachtung im dies­jäh­ri­gen Kontext habe ich mei­nen dama­li­gen Ausführungen nichts hin­zu­zu­fü­gen. Christoph Süß vom nicht beson­ders frei­wil­lig bezahl­ten BR-Fernsehen („BR Fernsehen“) ist sogar schon eine Woche wei­ter und kon­sta­tiert, man möge das Betreiben von Feuerwerk zum Jahreswechsel unter­las­sen, gar ver­bie­ten: Es ver­stö­re Tiere und ver­ur­sa­che Müll- und Feinstaubbelastung. Bei nähe­rer Betrachtung gilt das indes auch für das Betreiben eines Fernsehsenders. Sofern also aus Umweltgründen nicht nur Feuerwerk (zwei­fel­los ein außer­or­dent­lich dum­mer Zeitvertreib), son­dern auch Fernsehen end­lich ver­bo­ten wer­den soll­ten, schlie­ße ich mich die­ser Forderung aus­drück­lich an. Schade nur, dass die Grünen ver­mut­lich aus­nahms­wei­se gegen die­ses Verbot stim­men wür­den. Ohne Fernseher bekä­me man von ihrem Tun doch kaum etwas mit.

Ein Blick über den Teller- bzw. Ozeanrand: In den USA haben Internetnutzer auch wei­ter­hin das Nachsehen gegen­über „Verlagen“, „Rechteinhabern“ und son­sti­gen Kunstparasiten. Manches zu lesen macht nur wenig Spaß. Dagegen hilft oft nur noch die nicht lizen­zier­te Kopie eines Videomitschnitts eines live auf­ge­führ­ten Musikstücks.

Die Toten Hosen-Heimspiel-07 Ich bin die Sehnsucht in dir

Sehnsucht, Sehnsucht.

Guten Morgen.

Mir wird geschlechtNetzfundstücke
Medienkritik in Kürze: Feministisch an die Rasse den­ken mit dem „SPIEGEL“.

Der Twitteraccount des „SPIEGEL“-Ressorts „Politik“ - sic! - ver­teil­te gestern einen Artikel aus dem Ressort „Kultur“ mit einem Zitat:

Ein Feminismus, der immer noch nicht Race, Klasse, Gender kon­se­quent mit­denkt, son­dern sich von Transfrauen bedroht fühlt, der Hass gegen Transmenschen wei­ter anheizt, wäh­rend Transwomen of Color umge­bracht wer­den, ist nichts wei­ter als ein Dementor.

Denn nur, wer an die Rasse denkt, wird sich der Feministenschule Hogwarts wür­dig erwei­sen. Expecto ibu­profen­am!

Wo bleibt das ver­damm­te Verlagssterben?

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: You Guitarprayer - Art Won’t Tear Us Apart Again

You Guitarprayer - Art Won't Tear Us Apart AgainLange nichts mehr über Musik geschrieben.

Bei Musikgruppen aus Köln den­ken man­che viel­leicht an die Wise Guys, ande­re an BAP. Zu die­sen Menschen gehö­re lei­der auch ich, wes­halb ich es über­aus ange­nehm fin­de, wenn die­ser Auswahl etwas hin­zu­ge­fügt wird, was nicht ganz so furcht­bar ist. Insofern bin ich der Kölner Band You Guitarprayer sehr dank­bar, deren aktu­el­les Album „Art Won’t Tear Us Apart Again“ (Amazon.de, Bandcamp.com, TIDAL) im November die­ses Jahres aus­ge­rech­net bei Krachladen Records erschie­nen ist.

Weil der Name des Albums sug­ge­riert, man habe es hier mit wei­ner­lich-düste­rem Gitarrenkram aus den Siebzigern zu tun, über­ra­schen You Guitarprayer mich um so posi­ti­ver mit einem dich­ten Noiserocknetz, in dem sie es ange­nehm mal schep­pernd („Art Won’t Tear Us Apart Again“, „Weisser Squier“), mal dröh­nend („Lupus Dei“) kra­chen las­sen, ohne zu ver­leug­nen, dass sie das musi­ka­li­sche Vorbild für den Titel in- und aus­wen­dig ken­nen - aber, wie ich, die sprich­wört­li­chen Hummeln im Hintern dann eben doch bevorzugen.

Kann man so las­sen, fin­de ich gut.

In den Nachrichten
Social SPIEGEL-Bots („ZEIT“-Edition)

„ZEIT ONLINE“, 9. Dezember 2016:

Es gibt (…) auch Gruppen, deren Ziel nicht Profit ist, son­dern den poli­ti­schen Gegner zu dis­kre­di­tie­ren. (…) In den USA wie in Deutschland wird nun dis­ku­tiert, wie man der Fake News Herr wer­den kann.

„ZEIT ONLINE“, 1. Februar 2018:

Nach jah­re­lan­gem Anstieg sinkt das Misstrauen in die Medien erst­mals wie­der. (…) Weniger Menschen glaub­ten, die Bevölkerung wer­de syste­ma­tisch belo­gen, oder Medien und Politik wür­den Hand in Hand arbei­ten, um die Bevölkerungsmeinung zu mani­pu­lie­ren. (…) Besonders kri­tisch sehen vie­le die Nachrichten aus sozia­len Netzwerken, egal, ob sie von seriö­sen Seiten kom­men oder nicht.

„ZEIT ONLINE“, heu­te:

Die Demokraten taten das Richtige, aber ris­kier­ten zu wenig. Amerikas Demokratie funk­tio­niert nicht mehr. (…) Dieses Land starrt manisch auf sei­nen Präsidenten. (…) [K]eine Weltmacht soll­te davon aus­ge­hen, dass es sie nicht ein­ho­len wird, ein­ho­len muss, wenn sie sich per­ma­nent an einem Clown abarbeitet[.]

Puh! Das war knapp - fast hät­ten die Medien ihr Vertrauen zurück­be­kom­men. :wallbash:

(sie­he auch)

In den Nachrichten
Medienkritik in Kürze: Darwin hört (immer noch) Musik

Laut der „WELT“ - will nicht direkt ver­linkt wer­den (LSR) - haben Forscher über­ra­schend herausgefunden:

Mehrere Stunden täg­lich nut­zen die Deutschen ihr Smartphone – nicht nur zuhau­se, son­dern auch im Straßenverkehr. Erste Statistiken zei­gen nun, wie häu­fig das zu Unfällen führt. (…) Ein Test der Universität Braunschweig habe schon vor Jahren gezeigt, dass rund 13 Prozent von 12.000 in meh­re­ren Städten erfass­ten Autofahrern abge­lenkt waren, die mei­sten vom Tippen auf ihrem Handy.

Die Überschrift des Artikels lautet:

Smartphones sor­gen für mehr Verkehrstote als Alkohol

Dass die­ses abso­lut schei­nen­de Verhältnis noch kei­nes­wegs nach­ge­wie­sen ist, wie auch die „WELT“ im Artikel schreibt, ist nur eine der bei­den Unsauberkeiten in besag­ter Zeile. Noch weni­ger schön erscheint mir die Darlegung, es sei nie­mals der Mensch ein Schuldiger. Autos erfas­sen jeman­den, Schüsse lösen sich, Raketen zer­fet­zen jeman­den, Smartphones sor­gen für Tote; es kann ja der Mensch nichts dafür. Niemals kann er etwas dafür.

Wenn nun aber Alkohol in direk­ter Konkurrenz zum Smartphone zu ver­ste­hen ist, lie­ße sich das Problem dann nicht ein­fach lösen, indem man ver­gleich­ba­re Regeln ein­führt? Die Teilnahme am Straßenverkehr ist nur mit höch­stens drei (in Bayern: bis zu fünf) Tweets in der letz­ten hal­ben Stunde erlaubt, ein sel­fie außer­halb einer Stehfläche wird mit Führerscheinentzug nicht unter drei Jahren bestraft.

Oder man löst das Problem so kon­se­quent wie die Vereinigten Staaten das Alkoholproblem in der Öffentlichkeit lösen: Smartphones im Verkehr sind erlaubt - aber die Einkaufstüte muss dran­blei­ben. :ja:

(sie­he auch; via Schwerdtfegr (beta))

In den NachrichtenPolitik
Völkermordspaninitausch

Ich bin, das merkt man mei­nem mit­un­ter bewusst, sel­tenst weni­ger bewusst spöt­ti­schen Schreibstil viel­leicht nicht immer an, in einem Umfeld auf­ge­wach­sen, in dem wenig wirk­lich sicher war, nicht ein­mal, wer Deutscher Meister im Herrenfußball wird. Was aber nie­mals in Frage stand, war, dass Krieg eine über vor­über­ge­hen­de Furcht hin­aus­ge­hen­de befrie­den­de Wirkung haben kann und das Umbringen von Menschen, ob kol­lek­tiv oder bloß ein­zeln, abzu­leh­nen ist.

Natürlich hat­ten wir auch Hobbys, denen wir unter ande­rem auf dem Pausenhof oder in des­sen nähe­rer Umgebung nach­ge­gan­gen sind. In Ermangelung von Smartphones muss­ten wir aller­dings, statt doof auf einen win­zi­gen Bildschirm zu glot­zen, um schwach­sin­nig ver­frem­de­te Bilder oder dümm­li­che Bemerkungen zu Politik und Gesellschaft mit zu vie­len Satzzeichen anzu­star­ren, noch selbst kör­per­lich tätig wer­den: Wir gin­gen kif­fen und/oder tausch­ten erst Klebe-, dann Sammelbildchen, spä­ter gar irgend­wel­che Spielkarten, deren zuge­hö­ri­ge Regeln mir längst ent­fal­len sind, mit- oder gegeneinander.

Hätte es damals schon zyni­sche Spielkarten wie das Minderheiten-Quartett gege­ben, so hät­ten wir unge­ach­tet unse­rer Sozialisation ver­mut­lich unse­ren ganz eige­nen Spaß dar­an gehabt, sie krea­tiv zu nut­zen. Zum Glück hat sich die Welt seit­dem wei­terent­wickelt und ermög­licht es jun­gen Generationen, end­lich die Träume aus­le­ben zu dür­fen, die uns damals ver­wehrt geblie­ben sind:

Der tür­ki­sche Präsident hat am Sonntag damit gedroht, die Massenmorde an Eingeborenen wäh­rend der Zeit der Kolonalisierung Amerikas als Völkermord anzu­er­ken­nen, nach­dem der US-Senat die­ses Etikett den Morden an Armeniern sei­tens der Osmanen ange­hef­tet hatte.

(Künstlerisch inter­es­san­te Übersetzung von mir.)

„Ich tau­sche zwei­mal Tutsi gegen ein­mal Holocaust.“

Gegen wen genau posi­tio­niert sich wer genau eigent­lich als Bollwerk von Menschlichkeit und Demokratie - und ist nicht genau das ein Beleg dafür, wor­an Menschlichkeit krankt?

ComputerIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt: Das ist wohl die­ser „Post-Ausgang“ …

Die „Frankfurter Neue Presse“ erwähnt:

Es ist eine Aktion von gigan­ti­schem Ausmaß: An der Justus-Liebig-Universität müs­sen nach dem mut­maß­li­chen Hackerangriff die Passwörter von allen E-Mail-Konten neu gesetzt wer­den. Weil die Passwörter nur per­sön­lich über­ge­ben wer­den dür­fen, ist eine Mammut-Aktion am Kugelberg geplant.

Hoffentlich erfin­det bald mal jemand eine siche­re, ver­trau­ens­wür­di­ge Möglichkeit der Datenübertragung auch über grö­ße­re Strecken.

In den NachrichtenMontagsmusik
Brother Grimm - Who’s Calling // Männerbrüste gegen Rechts!

Fiderallala, fiderallala, fiderallalalalaEs ist Montag. In Köln wird die Verwaltung hart gecy­bert, was kann da schon pas­sie­ren? Immerhin geht es um eine Blockchain! In der Cloud! Ich habe gro­ße Schmerzen und es ist gera­de mal Kaffee Uhr.

Immer noch BH-los gegen Rechts sind die Guten: „Um beim Kampf gegen die extre­me Rechte zu hel­fen, haben sich deut­sche Entwickler nun für einen Kalender aus­ge­zo­gen“, da wählt man doch aus Angst vor dem näch­sten Schritt jetzt extra die CDU, die Nacktheit aus christ­li­chen Gründen sicher­lich gern ver­bie­ten wür­de, wenn man sie nur lie­ße. Ästhetik braucht manch­mal einen sanf­ten Schubs.

Dazu pas­send wun­dert sich Axel Springers „WELT“, dass mit dem Wechsel der SPD-Führungsgestalten - wie üblich eher von trau­ri­ger Clownsnatur - nicht auch bes­se­re Umfragewerte für die­sel­be Politik wie bis­her ein­her­ge­hen. Verrückt: Fast könn­te man mei­nen, das lei­ten­de Personal einer „Partei“ sei gar nicht ihr wich­tig­ster Aspekt! Das dach­ten sich wohl auch die Brandenburger Schreihälse von „Fridays For Future“: Kaum gibt man ihnen die Möglichkeit, aktiv an poli­ti­schen Entscheidungen mit­zu­wir­ken, blei­ben sie lie­ber weg. Wer hat da gesagt, es gehe den Teilnehmern gar nicht um das Ergebnis? Es kann nur eine Unke gewe­sen sein!

Zeit für etwas Musik (roman­tisch):

Guten Morgen.

Nerdkrams
Extinction Congress: Der #36c3 und sein Betriebsrat.

Dieser Artikel ist Teil 8 von 14 der Serie Congresskrise(n)

Weil gera­de kei­ne psy­chi­sche Zersetzung ansteht, fin­den die Protagonisten des „Chaos Computer Clubs“ - weder chao­tisch noch com­pu­teraf­fin - auch 2019 wie­der Zeit, um die sowie­so schon nicht beson­ders schö­ne Stadt Leipzig selbst­re­fe­ren­zi­ell zu unterhalten.

Die typi­schen Besucher des „Congresses“, die mehr­heit­lich „Einhörner mögen“, „Geschlechter (Plural) haben“ und „grü­ne Haare tra­gen“ auch wei­ter­hin mit „hacken“ ver­wech­seln, tru­gen auch in die­sem Jahr wie­der Sorge dafür, dass EDV-Affine und Wissenschaftler sich nicht zu wohl füh­len: Mit 42 slots ist der Bereich für „Ethik, Gesellschaft und Politik“ dop­pelt so groß wie der für Wissenschaft und immer noch merk­lich grö­ßer als der für Datensicherheit. Aber wen küm­mert so was schon? Früher zähl­te in der Hackerwelt noch die Leistung, die man vor­brin­gen konn­te, heu­te aber ist Meritokratie ver­pönt, sofern der Geleistethabende die fal­sche Richtung vor­gibt. Inhalt ist kein Faktor.

Schon jetzt hal­te ich es jedoch für eine unum­stöß­li­che Wahrheit, dass die Presse, deren EDV-Affinität die der Zielgruppe des „Congresses“ mit­un­ter gar noch unter­bie­tet, wort­reich dar­über berich­ten wird, wie bunt die vie­len Lichter doch sei­en und wie hacke­rig Vorträge sei­en wie:

Extinction Rebellion

Oder:

Fridays for Future

Oder:

Was tun bevor es brennt - wie grün­de ich eigent­lich einen Betriebsrat?

Oder:

Die Mittelmeer-Monologe

Schon beim Lesen weiß man: Ah, Hacker - genau so kennt man sie ja mit ihren schwar­zen Kapuzen, ihrem Matrixbildschirmschoner und ihrem Betriebsrat. Endlich ret­tet mal wer das Internet, bevor die rechts­po­pu­li­sti­sche SPD es noch wei­ter zerstört!

Die „Geekfems“, deren Qualifikation sich offen­sicht­lich dar­in erschöpft, nicht über eine beson­de­re Männlichkeit zu ver­fü­gen, kün­dig­ten im Oktober an, wie­der ein­mal Eintrittskartengutscheine „für Minoritäten“ vor­rä­tig zu hal­ten. Eines Tages bewer­be ich mich mal um einen die­ser Gutscheine. Es soll­te mich sehr wun­dern, wenn es auf dem „Congress“ jemals wie­der eine noch klei­ne­re Minorität als die­je­ni­ge der über­zeug­ten Männer mit Interesse an Wissenschaft, Datenschutz und EDV geben soll­te. Zurzeit wur­den drei von sie­ben Rendezvousanträge von Nichtbinären ver­fasst, die jähr­li­chen Drogengesuche wer­den ver­mut­lich noch fol­gen. Nüchtern erträgt man den Unfug nicht mal aus der Ferne.

Vermutlich wer­de auch ich unter­des­sen hacker sein.

NetzfundstückePolitik
Social SPIEGEL-Bots

Was der „SPIEGEL“ schreibt, wenn in Deutschland gewählt wird:

Bislang gal­ten vor allem „Trolle“ als gro­ßes Problem, in Russland etwa sind gan­ze „Troll-Fabriken“ aktiv, in denen Menschen für das Posten geneh­mer Nachrichten bezahlt wer­den. (…) Aktuellen Studien zufol­ge lie­ßen sich 95 Prozent der befrag­ten Wähler zwar durch sozia­le Medien nicht in ihren Entscheidungen beein­flus­sen. „Fünf Prozent kön­nen aber das Zünglein an der Waage sein und Wahlen entscheiden“[.]

Was der „SPIEGEL“ schreibt, wenn in Großbritannien gewählt wird:

Die Gänse haben für Weihnachten gestimmt[.] (…) Mit die­sem Wahlergebnis - und die­sem Sieger - hat sich Großbritannien in den wach­sen­den Klub jener Länder ver­ab­schie­det, die demo­kra­ti­schen Wettstreit, die Suche nach Kompromissen und fak­ten­ba­sier­te Entscheidungsfindung besten­falls noch als lästi­ge Pflichterfüllung begreifen.

Kann ich die­se rus­si­schen Medien noch mal sehen?

Netzfundstücke
WUNDER WANDEL WEIHNACHTSMARKT

Es wäre albern zu ver­mu­ten, das geschmack­vol­le - alles schmeckt nach irgend­et­was - Ihmezentrum, spre­chen­des Sinnbild der Tristesse der nie­der­säch­si­schen Landeshauptstadt, sei nichts als ein Geldgrab. Passend zur Umgebung näm­lich wird’s dort besinn­lich:

ACHTUNG! Es wird weih­nacht­lich! Der WUNDER WANDEL WEIHNACHTSMARKT fin­det am 14. und 15. Dezember 2019 wie­der im Ihmezentrum auf dem Plateau statt! Kommt alle, und bringt Neugier und gute Laune mit!

ACHTUNG! Stillgestanden! Gute Laune ist selbst mit­zu­brin­gen! Gewehr bei Fuß! :motz:

(via Schwerdtfegr (beta))


Die „FAZ“ (möch­te auf­grund des LSRs nicht ver­linkt wer­den) berich­te­te gestern wenig­stens online: „So Homosexuellen-freund­lich sind die Dax-Konzerne“. Ich hal­te eine sol­che Aufstellung für sehr hilf­reich: Ein Unternehmen, das Menschen auf­grund ihrer Sexualität bevor­zugt ein­stellt, beför­dert oder sonst­wie behan­delt, ist ein Unternehmen, des­sen Mitarbeiter nie­mand wachen Geistes wer­den sollte.

In den NachrichtenPolitik
Si vis pacem, para bel­lum. (7)

Kurze Durchsage von der rechts­po­pu­li­sti­schen Bundesregierung:

In drei Wochen ist es soweit: Ab dem ersten Januar 2020 dür­fen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr kosten­los mit den Zügen der Deutschen Bahn fah­ren. (…) [Soldaten] „ver­die­nen unse­ren Respekt und unse­ren Dank“, begrün­de­te Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer das Vorhaben.

Danke und Respekt für die Kriegsbereitschaft, ihr wider­wär­ti­gen Ferkel!

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Bundeswehr abge­schafft gehört.

Netzfundstücke
Coil - Ostia

🎵 Blue eyes, baby‘s got blue eyes 🎶Es ist Montag. Der Verfasser die­ser Zeilen hat­te schon schlech­te­re Sonntage erlebt - jeden­falls, sobald sei­ne Erinnerung zurück­kehrt. Kaffee? Intravenös bitte!

Mir ist nach Wilhelm zumu­te. Man sehe davon ab, der Wikipedia Geld zu hin­ter­las­sen. Lieber ein paar Schallplatten davon kau­fen. Die regen wenig­stens meist nicht auf. Apropos Geld: Facebook ver­letzt frem­de Patente, will die Updates mit der Korrektur aber nicht raus­rücken. Das muss die­ses Soziale im Netzwerk sein. Ist das Kunst oder essen Sie das noch?

Frauen lei­den am mei­sten unter dem Klimawandel. Sind halt klei­ner, gehen bei stei­gen­dem Meeresspiegel frü­her unter.

Ganz groß hin­ge­gen: Musik.

Coil ~ Ostia (The Death of Pasolini)

Guten Morgen.

In den Nachrichten
Umweltschweinsterne für Vilshofen!

Wäre es ange­sichts die­ser Meldung …

Wer künf­tig im Stadtgebiet von Vilshofen (Landkreis Passau) eine grü­ne Hausnummer sieht, weiß, dass in die­sem Haus Menschen leben, die in beson­de­rem Maße auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz ach­ten. (…) Die Kriterien sind weit gefä­chert (…) bis hin zur Nutzung öffent­li­cher Verkehrsmittel oder eines E-Autos.

… nicht bil­li­ger, man gin­ge in Vilshofen direkt zum näch­sten logi­schen Schritt über und ver­ord­ne­te statt­des­sen ver­pflich­tend das Tragen von Umweltschweinsternen, gern gelb?

(via @Lokoschat)