Es ist — allem Protest zum Trotz wie zum Hohn — Montag. Beim Blick über das Zeitschriftenregal eingefallene Frage: Warum empfiehlt die “Women’s Health” eigentlich Fahrräder mit Motor (“E‑Bikes”), wirbt aber gleichzeitig für “mehr Fitness”? Und: Wäre ein Auto nicht noch schneller?
Hierzulande wird man oft zu mehr Bewegung getrieben, in den USA ist ein Spaziergang illegal. Es könnte alles schlimmer kommen. — Wir bleiben bei Quatschheftchen: Eine “künstliche Intelligenz” schreibt jetzt uninteressante Rezepte auf Totholz, nur diejenigen Berufe, auf die wir keine Lust haben, müssen wir immer noch selbst ausüben. Irgendwann besorge ich mir mal eine falsche Telefonnummer, registriere mich mit dieser Telefonnummer bei ChatGPT und dann frage ich es mal nach einer guten Idee für die Revolution. Wird Zeit.
Die Revolutionsarmee ist jedenfalls schon gefunden: 77 Prozent der Über-70-Jährigen befürworten eine allgemeine Dienstpflicht (Archivversion) und als Rentner haben sie ja Zeit für wahlweise den Genuss aufmerksamkeitsbedürftiger Musikstücke oder halt so was.
Schöne Idee vom Nürnberger Zoodirektor: “Die beiden sollen sich nicht fortpflanzen, weil ihre genetische Linie schon überrepräsentiert ist.” Das ist eine gute Grundeinstellung, finde ich. Im Text steht überdies, dass es gesellschaftlich derzeit kein Konsens sei, dass Gorillas leckeres Mittagessen seien (Zebras hingegen wohl schon), aber gerade ändert sich ja viel. Guten Appetit, aber nicht übertreiben: Dicke sind Mörder (Tucholsky, fast).
Apropos Musik, die Aufmerksamkeit bedarf. Für mich ist’s ja auch noch vor dem vierten Kaffee, da ist die milde Krönung Dröhnung die bessere Wahl als der Espresso.
Guten Morgen.

