Es ist Montag. Buddha bei die Fische: In Deutschland heißt man gefälligst nicht Sveta. Adolf geht aber noch.
„ZEIT ONLINE“ sülzt in einem „Slowblog“ – das wird also schon bald nicht mehr prominent in der Überschrift stehen – von Ukrainerinnen, deren Medikamente „nur noch für zwei Wochen“ reichen. Dass in Russland ebenso kriegsunbeteiligte Pflegebedürftige aufgrund irgendwelcher „Sanktionen“ zurückgelassen werden müssen, steht freilich nicht im Artikel – der Russe ist eben endlich wieder nichts mehr wert. Wie früher. Andererseits habe ich letzten Freitag in einer deutschen Großstadt spaßeshalber so getan, als wäre ich Russe, und wurde stante pede des Onanierens bezichtigt („Wichser!“). Ich könnte mir Schlimmeres vorstellen.
In Frankreich ziehen sie sich schon wieder aus und brüllen mit schlimmen Stimmen allzu Schlichtes, um es dem Russen mal so richtig zu zeigen. Zittert Putin schon? Annalena Baerbock geht das Problem pragmatisch an und verbündet Deutschland mit den Grauen Wölfen. Ich finde, man könnte die Grünen beizeiten mal entnazifizieren. Muss ja nicht gleich mit der russischen Armee sein. Derweil geht demnächst das dämliche sehr komfortable „Home Office“, das oft keins ist, weil die rechtlichen Regelungen für tatsächliche Heimarbeit strikter sind als das Urheberrechtsverständnis der skrupellosen Walt Disney Company und „mit’m MacBook im Hipstercafé sitzen“ eben kein „Home Office“, sondern mobiles Arbeiten ist, für viele Angestellte vorüber, weil es noch keine klar definierte Anschlussregelung für nach der Pandemie gibt. Planungssicherheit wäre langweilig. (Nostalgischer Gedanke: Der größte Aufreger des Neujahrs 2020 – neben den brennenden Affen im Westen der Republik – war die Bonpflicht. Das war schön.)
Apropos Adolf, es gibt gute Nachrichten aus Österreich: Der dort ansässige Verein noyb setzt seinen Kampf gegen bescheuerte (und irreführende) Cookiebanner nahtlos fort. Ich bin gewillt, dieses Engagement als lobenswert anzuerkennen.
Gleichfalls lobenswert: Musik.
Guten Morgen.


Derweil verrät u.a. T‑Online.de, wie man mit einem
komischeneinfachen Trick Putin so richtig ärgern kann: Einfach auf Google Maps bei russischen Restaurants eine Bewertung schreiben und dort dann die ganze persönliche Empörung abladen. Zum Verständnis: Wenn Putin nicht gerade mit Krieg führen beschäftigt ist, liest der immer Restaurant-Bewertungen und ärgert sich jedesmal so richtig in Grund und Boden. Weiter so, ihr Helden!