In den NachrichtenComputer
Mir kei­ne Mil­li­on Euro zu schen­ken hilft nur dem Rus­sen!

Jahr­zehn­te­lang haben EDV-Fach­leu­te jen­seits irgend­wel­cher Behör­den und Quatsch­me­di­en auf die Gefah­ren von „Viren­scan­nern“, also Soft­ware, die mit vol­len System­rech­ten läuft und immer mal wie­der durch Schwach­stel­len und Fehl­funk­tio­nen auf­fällt, gewarnt; ver­ge­bens, denn noch immer wer­den „Viren­scan­ner“ als Not­wen­dig­keit emp­fun­den.

Zum Glück ist Krieg:

Anti­vi­ren­soft­ware, ein­schließ­lich der damit ver­bun­de­nen echt­zeit­fä­hi­gen Cloud­dien­ste, ver­fügt über weit­rei­chen­de System­be­rech­ti­gun­gen und muss system­be­dingt (zumin­dest für Aktua­li­sie­run­gen) eine dau­er­haf­te, ver­schlüs­sel­te und nicht prüf­ba­re Ver­bin­dung zu Ser­vern des Her­stel­lers unter­hal­ten. Daher ist Ver­trau­en in die Zuver­läs­sig­keit und den Eigen­schutz eines Her­stel­lers sowie sei­ner authen­ti­schen Hand­lungs­fä­hig­keit ent­schei­dend für den siche­ren Ein­satz sol­cher Syste­me. Wenn Zwei­fel an der Zuver­läs­sig­keit des Her­stel­lers bestehen, birgt Viren­schutz­soft­ware ein beson­de­res Risi­ko für eine zu schüt­zen­de IT-Infra­struk­tur.

Das BSI impli­ziert, das sei nur bei rus­si­schen Pro­duk­ten ein Pro­blem, erläu­tert die­se Impli­ka­ti­on aber nicht. Es scheint zu genü­gen, vor „dem Rus­sen!“ zu war­nen.

Nun, in die­sem Fall: Dass Bahn­fah­ren teu­rer ist als Flie­gen, nützt vor allem Wla­di­mir Putin, und dass ich die Bun­des­wehr bezah­len muss, ist ganz klar ein pro­rus­si­sches Manö­ver!

(Klappt es?)


Obacht, Alarm, bimm­bimm­bimm auch im Netz: Ab Ende die­ses Monats schreibt die defek­te­ste EU aller Zei­ten mög­li­cher­wei­se vor, dass mei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on total­über­wacht wer­den muss. Selbst­re­dend dient das nur dem Schutz „der Kin­der“, deren Nach­rich­ten ande­rer­seits eben­so durch­leuch­tet wer­den dür­fen wie die von Anwäl­ten, Jour­na­li­sten und son­sti­gen Mit­men­schen, die das Pech haben, in der EU woh­nen zu müs­sen. Immer­hin ist also für Gleich­be­rech­ti­gung gesorgt.

Wo bleibt eigent­lich die Revo­lu­ti­on?