Es ist Montag. In New York muss man neuerdings seinen Ausweis mitführen, wenn man Sprühsahne kaufen will. Endlich tut mal einer was.
Neues aus der EDV: Brian Kernighan, einer der zusehends weniger noch lebenden Unixveteranen, programmiert immer noch an seinen eigenen Unixprogrammen herum. “Ars Technica” formuliert es schon zutreffend: Er schuldet uns nichts; um so schöner, dass er es noch tut. Der Geist von Open Source treibt bei den jungen Leuten ja sonst teilweise bizarre Blüten: Allein der Befehl tar ist zwischen 1979 und 2017 von 12 auf 139 Kommandozeilenparameter gewachsen. Wer die Konsole im Jahr 2022 immer noch für eine großartige Möglichkeit hält, mit einem Computer zu interagieren, der ist inzwischen als potenziell gefährlich, weil irre, zu betrachten. Mailserver selbst zu hosten ist ja auch nicht mehr drin. (Ich mache das zwar trotzdem, aber ich bin auch ein bisschen masochistisch drauf, wenn es um Computer geht, fürchte ich.)
Ein hessisches Gericht erklärte Faxen für “unzeitgemäß”. Die armen Clowns! Es gibt ja immer wieder Retrowellen. In der nächsten wird dann wohl gefaxt. — Auch “unzeitgemäß” scheint mir meine eigene Ansicht zu sein, Betreiber von Infrastruktur sollten sich aus der Bewertung des mittels dieser Infrastruktur Transportierten heraushalten: Der vor allem für seine Ausfälle bekannte “Dienstleister” Cloudflare hat nur kurz nach der Absichtserklärung, sich künftig aus der Bewertung des mittels der eigenen Infrastruktur Transportierten herauszuhalten, ein umstrittenes Forum blockiert und schreibt in zu vielen Absätzen im Wesentlichen dazu, dass Betreiber von Infrastruktur sich aus der Bewertung des mittels dieser Infrastruktur Transportierten heraushalten sollten, aber in diesem Fall nun mal anders entschieden wurde. Ätsch. (Das betroffene Forum ist in der Tat eine eher unfreundliche Ecke des Webs, seine Beseitigung auf Infrastrukturebene setzt trotzdem ein sehr unschönes Ausrufezeichen, was das Vertrauen in das bisherige Konsensinternet angeht.)
Unter anderem die “Berliner Zeitung” berichtete letzte Woche, ein Wolf habe ein Pony gerissen, das Ursula von der Leyen gehörte. Ob Ursula von der Leyen dafür ebenfalls ein Pony reißen wird, das dem Wolf gehört, ist bisher nicht bekannt.
Nun gut — Zeit für den Montagsgroove.
Guten Morgen.



Wann endlich reißt der Wolf,
Ursula von der Leyen !?
” Ei Großmutter, warum hast du so
grooße Augen ?”
” Hau ab und lass mich in Ruhe kacken!”,
sacht dann Wolf.….