Nerdkrams
beAchtlich unsi­cher

Ich wur­de gebe­ten, ein paar Worte zum Abschlussgutachten zur Sicherheit des immer­hin über 30 Millionen Euro teu­ren „beson­de­ren elek­tro­ni­schen Anwaltspostfachs“ zu ver­lie­ren. Das System sei anschei­nend erschreckend lückenhaft. 

Beim Lesen des Gutachtens war mir auf­ge­fal­len, dass die mei­sten Sicherheitsprobleme aber bereits als beho­ben gel­ten. Daher möch­te ich das Augenmerk auf die­sen Abschnitt auf Seite 28 und 29 lenken: 

Durch die Webanwendung wer­den JavaScript-Bibliotheken von Drittanbietern ein­ge­setzt. Es wur­den ver­al­te­te Bibliotheken iden­ti­fi­ziert, die gegen­über bekann­ten Schwächen ver­wund­bar sind. (…) Laut Aussage des Dienstleisters kommt die Version der Bibliothek mit der ver­wen­de­ten Version des Frameworks „Primefaces“ und wird nach erfolg­ter Betriebsübernahme aktualisiert. 

Da inve­stiert man also meh­re­re Millionen Euro in die Entwicklung von Software und dann besteht die Entwicklung dar­in, dass ein Dienstleister Frameworks aus ande­ren Frameworks zusam­men­schraubt; mit­hin nicht viel mehr tut als frem­den Code zu einem neu­en Paket zu schnü­ren und die Inhalte im Bestfall nie mehr anzu­rüh­ren. „Da kann ICH doch nichts für, dass die Komponente das halt so macht!1!! Für mehr hat­ten wir kei­ne Zeit (oder: kein Budget)!1!!“

Ich wünsch­te, aus Fehlern ande­rer Leute wür­de man gera­de in der EDV irgend­wann lernen. 

In den NachrichtenPolitik
Weißbelarussische Sanktionen aus dem Suebenland

Der Berichterstattung der letz­ten Tage - irgend­was ist wohl in Weißrussl… Belar… naja, im Osten pas­siert - ist zu ent­neh­men, dass in den neben poli­ti­schen auch demo­gra­fi­sche Aspekte dis­ku­tiert wer­den. Von Weißrussland zu spre­chen tue den Einheimischen Unrecht, kol­por­tiert das ZDF:

„Spricht man von ‚Weißrussland‘, klingt das immer noch so, als wäre das Land irgend­wie ein Teil von Russland.“ Das sei für vie­le Belarusen pro­ble­ma­tisch, die sich nie auf Identitätsfindung hät­ten bege­ben können[.]

Dass es inso­fern viel­leicht auch kei­ne gute Idee ist, von Deutschland als Germany oder - noch schlim­mer - Alemania zu spre­chen, als wären die Deutschen gleich­zu­set­zen mit „den Germanen“ (mit wel­chen?) oder gar die momen­ta­ne Inkarnation der Alamannen, ist immer­hin ein Problem, das nur fremd­spra­chi­ge Medien hät­ten, wür­de es sie über­haupt interessieren.

Die EU brin­ge „Sanktionen“ auf den Weg, schrieb der „Tagesspiegel“ in einer erst etwas unent­schlos­sen über­schrie­be­nen, spä­ter aber ver­ein­heit­lich­ten Meldung:

Belarussland

Die „Sanktionen“ wür­den gegen „Unterstützer des Staatschefs“ ver­hängt, heißt es dort; immer­hin mal kei­ne „Milizen“, und auch von einem „Machthaber“ ist noch nicht die Rede. Die Wahlverliererin wird als „die eigent­li­che Siegerin“ ange­se­hen, was allein an Umfragen auf der Straße liegt, denn Wahlbeobachtung fand nicht statt. Demokratische Wahlen sei­en in der EU ein hohes Gut, tei­len Medien aus einem EU-Land uni­so­no mit, das weder das Staats- noch das Parlaments- noch das Regierungsoberhaupt direkt vom Volk wäh­len lässt.

Es gehen Videos her­um, auf denen unmas­kier­te „Protestanten“ („Focus“) - jetzt also auch noch die Kirche! - wei… bel… ost­eu­ro­päi­sche Polizisten umar­men. Corona wäre zu langweilig.

Ist nicht end­lich mal wie­der Fußball?

In den NachrichtenNerdkrams
Die Welt vom Sofa aus ver­än­dern (3): Apple zur Besinnung hashtaggen

Den schon jetzt trau­rig­sten Satz des Jahres, der die digi­ta­le Gesellschaft des noch jun­gen 21. Jahrhunderts tref­fen­der zusam­men­fasst als jede mir bis­her unter­ge­kom­me­ne Äußerung zeit­ge­nös­si­scher Philosophen, kön­nen Interessierte momen­tan bei „ComputerBase“ lesen:

Abseits des Rechtsweges ruft der Entwickler Fortnite-Spieler unter dem Hashtag „FreeFortnite“ offen­siv zur Rebellion auf[.]

Noch etwas genau­er, aber weni­ger thea­tra­lisch erklärt „GamesWirtschaft“, was gemeint ist:

Die Spieler wer­den auf­ge­for­dert, sich via Hashtag #Freefortnite auf Epics Seite zu schlagen.

Der Hintergrund sei, dass ein Spielehersteller absicht­lich gegen die Hausregeln eines bekann­ten Downloadanbieters ver­sto­ßen hat­te und die­ser ihn dar­auf­hin raus­warf.

Ich bin jeden­falls davon über­zeugt, dass das zahl­rei­che Hashtaggen die Hausregeln nach­träg­lich anpas­sen las­sen wird. Sonst wäre das doch total dämlich.

Nerdkrams
Chromefox‘ Kampf gegen die Sicherheit geht weiter

Wie kommt es eigent­lich, dass immer mehr Menschen auf irgend­wel­che schä­bi­gen Phishingseiten rein­fal­len? Nun, viel­leicht hilft die neue­ste Änderung aus dem Hause derer, die den Namen Mozillas fast ärger beschmutzt haben als Linux den von Unix, beim Verständnis:

Die Neuauflage von Firefox für Android ist zwar als sta­bi­le Version ver­füg­bar, es feh­len jedoch noch Funktionen. Zudem zeigt der Browser Teile der URL nicht mehr an.

Klar: Wer eine Alternative zum Marktführer von Google eta­blie­ren will, der muss die­se Alternative exakt nach­bau­en. Sonst will sie ja kei­ner haben.

Auch ande­re Browser gehen so vor, etwa Chrome und Chromium-basier­te Browser. (…) Googles Argument ist, dass die mei­sten Nutzer sich nicht mit der Subdomain befas­sen wür­den und kom­plet­te URLs zu lang und kom­pli­ziert seien.

Hoffentlich erfin­det bald jemand eine Lesezeichenleiste.

Was genau war noch mal der gro­ße Vorteil von Firefox?


Nachtrag vom 12. August 2020: Wie man anders­wo lesen kann, hat sich das Problem bald von selbst erle­digt - das Unternehmen Mozilla, für das „der Mensch bei allem, was wir sagen, ent­wickeln und tun, über dem Profit“ ste­he (gele­sen auf mozilla.org), schmeißt gan­ze Abteilungen raus, weil zu wenig Profit rein­kommt. Viel bes­ser als Google, man las­se sich da nichts einreden.

In den NachrichtenPolitik
Wumms ist auch ein Aufprallgeräusch.

Olaf Scholz (wer?), Juni 2016, „WELT am Sonntag“:

Der stell­ver­tre­ten­de SPD-Vorsitzende Olaf Scholz sieht das Potenzial sei­ner Partei bei der Bundestagswahl 2017 bei über 30 Prozent und damit erheb­lich über den Werten in aktu­el­len Umfragen.

Olaf Scholz (bekannt für sei­nen Knall), August 2020, Pressekonferenz:

„Wir trau­en uns zu, dass wir deut­lich über 20 Prozent abschneiden[.]“

Da geht noch was!

MontagsmusikNetzfundstücke
Farin Urlaub Racing Team - Zu heiß // Wanzen wan­zen überraschend.

Zu warm für einen AlternativtextEs ist Montag. Die Zeit der nied­ri­gen Mehrwertsteuer wird, wie man die­ser tage erfährt, end­lich sinn­voll genutzt: Fußballchöre wer­den pro­fes­sio­nell pro­du­ziert, weil Stadien gera­de eher lei­se sind. Ich befür­wor­te es ja, dass man den lästi­gen Fußball zum künst­li­chen Gegröle gleich ganz weg­lässt. Das dann frei wer­den­de Geld könn­te man sinn­voll in (zum Beispiel) Pandabären investieren.

Nur min­der gut war bis­her eine Investition in Googles smar­te Lautsprecher, die sich dadurch aus­zeich­nen, dass ihre wesent­li­che neue Funktion eben nicht die der Wiedergabe, son­dern die des Aufnehmens ist. Völlig über­ra­schend hat sich näm­lich her­aus­ge­stellt, dass die­se auch dann den Umgebungston auf­neh­men, wenn sie nicht per Spracheingabe dar­um gebe­ten wer­den. Zum Glück hat nie­mand etwas, das in sei­nem Wohnzimmer vor sich geht, zu ver­ber­gen. Sonst wäre es doch total däm­lich, sei­ne eige­nen vier (oder mehr) Wände mit so einem Gerät auszustatten.

Auch woan­ders ist man nicht klug: Bei Doppelzüngigkeit ertappt? Kein Problem, die Kritiker sind eh alle rechts. (Kontext.) Das Schöne an sol­chen Bewegungen ist ja, dass man ihnen bequem zurück­ge­lehnt beim Zerfall zugucken kann. Implosion durch rei­nes Rechthaben. Man soll­te mei­nen, der Effekt nutzt sich irgend­wann ab, aber er ent­lockt mir immer noch ein lei­ses Schmunzeln.

Zu mehr reicht das Wetter heu­te aber auch nicht. Naja, zu Musik vielleicht.

Farin Urlaub - Zu Heiss Offizielles Musikvideo - LIVE

Guten Morgen.

NerdkramsNetzfundstücke
Tore zum Mistmachweb (6): Das zwei­te wirth­sche Gesetz

Medial wird beklagt:

Ein wei­te­res Kernvorhaben ist es, das von der gro­ßen Koalition geplan­te Recht auf schnel­les Internet für alle Bürger ein­zu­füh­ren, um ihnen die „sozia­le und wirt­schaft­li­che Teilhabe“ an der digi­ta­len Gesellschaft zu ermöglichen.

Zu mei­nem gro­ßen Erstaunen macht sich aber nie­mand Gedanken dar­über, war­um im Jahr 2020 plötz­lich Leitungen mit einem Vielfachen der Leistung eines der rau­schen­den und zwit­schern­den Modems aus den Neunzigern not­wen­dig sein soll­ten, um sozi­al und wirt­schaft­lich an der digi­ta­len Kommunikation teil­ha­ben zu kön­nen. Die Angebote von Konzernen wie Netflix und Spotify eig­nen sich nicht als Argument, denn die­se sind besten­falls ein Ersatz für den Rundfunk, nicht aber geeig­net zur akti­ven Teilhabe an mehr als belang­lo­sen Gesprächen über fik­ti­ve Gestalten.

Mit dem Niedergang auf wenig Ressourcenverschwendung opti­mier­ter Dienste wie Gopher, Usenet und mitt­ler­wei­le sogar E-Mail bleibt nach dem Ausschlusskriterium eigent­lich nur noch das Web als Auslöser übrig. Und tat­säch­lich gab es dazu im Mai 2020 eine Untersuchung, deren Ergebnis mich nicht mal theo­re­tisch über­rascht (Übelsetzung von mir):

Vor 23 Jahren sah das Internet von dem, das wir heu­te nut­zen, noch recht ver­schie­den aus. Google exi­stier­te noch nicht, weni­ger als 20 Prozent der Haushalte in den USA waren ans Internet ange­schlos­sen und nutz­ten hier­für noch eine Einwahlverbindung. (…) Überraschenderweise, trotz der heu­ti­gen viel höhe­ren Netzwerkgeschwindigkeiten und Computerprozessoren, wer­den Menschen, die heut­zu­ta­ge das Internet benut­zen, noch immer von genau der­sel­ben Frustursache gequält: lang­sa­me Websites.

Dass die Autorin impli­zit einen Internetdienst mit dem Internet gleich­setzt, sei hier nur am Rand bemerkt, denn an der wesent­li­chen Aussage ändert es nichts. Weiter:

Wie Sie sich vor­stel­len kön­nen, ist es auf mobi­len Geräten noch schlim­mer - sicher­lich haben sich die Geschwindigkeiten ver­bes­sert, aber in den letz­ten zehn Jahren haben sich die mobi­len Ladezeiten von Websites, die Httparchive beob­ach­tet hat, sogar noch erhöht.

1995 hat­te Niklaus Wirth, der Entwickler meh­re­rer Programmierumgebungen wie Pascal und Oberon, in einem Artikel den Merksatz geprägt, dass Software schnel­ler lang­sa­mer wer­de als Hardware schnel­ler. Ich bin geneigt, dem ein zwei­tes Gesetz bei­zu­fü­gen: Das gilt auch für Websites.

Hoffentlich hebt bald jemand die lästi­ge Pflicht auf, dass man zur Anzeige von zwei Absätzen Text auf einer Website min­de­stens fünf Megabyte JavaScript-Unfug ein­bin­den und des­sen Laden erzwin­gen muss.

In den Nachrichten
Lisa Eckhart

Eine öster­rei­chi­sche Langweilerin darf in Hamburg nicht auf­tre­ten, weil der Veranstalter auf­grund eines ande­ren Satireverständnisses von einem eher lin­ken Mob bedroht wur­de. Das ist eine selt­sa­me Art des Umgangs mit Kleinkünstlern; ich mag Dieter Nuhr zum Beispiel auch nicht, aber bin durch­aus in der Lage, mich mit sei­nem out­put dar­um ein­fach nicht wei­ter zu beschäf­ti­gen, statt das zu einem Problem ande­rer Leute zu machen.

Grundsätzlich nei­ge ich ja dazu, bezüg­lich des beruf­li­chen Benachteiligens von Kabarettisten und Satirikern, die ein auf­ge­brach­ter Pöbel nicht mag, auf Werner Finck („Kommen Sie mit oder soll ich mit­kom­men?“) zu ver­wei­sen, aber ich bezweif­le das histo­ri­sche Verständnis des Pöbels. In jün­ge­rer Zeit, es ist noch nicht lan­ge her, war noch fast jeder Charlie, weil Satire - nach Tucholsky, aus des­sen Grab man der­zeit auch einen gran­dio­sen Motor machen könn­te, hät­te man ihn nur begra­ben und nicht vor­her ver­brannt - alles dür­fe, selbst Mohammedkarikaturen abdrucken. Andererseits ist der Anschlag auf die Charlie-Hebdo-Redaktion auch schon wie­der fünf­ein­halb Jahre her und selbst­ver­ständ­lich etwas völ­lig ande­res, denn Lisa Eckhart hat kei­ne Ikonen von Gewalttätern wit­zig gezeich­net, son­dern unter ande­rem Antisemiten den Spiegel vor­ge­hal­ten. Als hin­rei­chen­den Anlass für das gemein­schaft­li­che Vorgehen gegen ihre Auftritte wur­de wie­der­holt fol­gen­der Ausschnitt aus einer auch sonst sehr unin­ter­es­san­ten Sendung des Westdeutschen Rundfunks genannt:

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich einer mei­ner Leser jetzt dazu auf­ge­ru­fen fühlt, wahl­wei­se der Künstlerin oder einem der von ihr auf­ge­zähl­ten Gruppen Gewalt anzu­tun, hal­te ich für ent­span­nend gering. Man könn­te argu­men­tie­ren, dass das Gesehene und Gehörte aber zumin­dest nicht lustig sei, was auf Twitter echt pas­siert ist, und sich dar­über aus­las­sen, dass das Beleidigen alter Leute sei­tens des WDRs viel wit­zi­ger gewe­sen sei.

Oder man lernt end­lich was aus der Geschichte und drückt bei Missfallen mit dem Auftritt eines Komödianten nicht etwa 110 auf dem Telefon, son­dern den Ausschaltknopf des Fernsehers.

Das ist auch viel ent­span­nen­der dann.

ComputerIn den Nachrichten
Microsoft Naming for Science™ 365

BBC, 25. August 2016:

Microsoft Excel wird für Fehler in aka­de­mi­schen Texten über Genomik die Schuld gege­ben. Forscher, die ver­su­chen, die­ses Problem öffent­lich bekannt zu machen, geben an, dass die Tabellenkalkulation auto­ma­tisch die Namen bestimm­ter Gene in ein Datumsformat umwandelt.

Man möge jetzt aber nicht vor­schnell eine Empfehlung aussprechen:

Die Studie behaup­te­te zudem, dass das Umwandlungsproblem von Excel auch in ande­ren Tabellenkalkulationen wie Apache OpenOffice Calc besteht.

(Schiefe Übersetzung von mir.)

Fast vier Jahre spä­ter wur­de die­ses Problem nun end­lich beho­ben. In Excel? Nö, in der Wissenschaft: Gene tra­gen seit dem 3. August nur noch Namen, mit denen Software klar­kommt. :facepalm:


Anderswo:

Da es in der Stadtwohnung kaum mög­lich ist, geerb­te Bibeln, Heiligenbilder und Kreuze zu ver­bren­nen, um sie danach am Grünstreifen zu begra­ben, hat die Sagrada Familia-Gemeinde im süd­spa­ni­schen Málaga nun eine Recycling-Box für die­se Objekte eingerichtet.

Ergibt Sinn. Jesus wur­de ja, glaubt man christ­li­chen Publikationen, erst durch sein Recycling berühmt.

In den NachrichtenMusik
Vinyl 3 (10): Spotify enteignen!

Daniel Ek, Mitgründer und Geschäftsführer des skru­pel­lo­sen Unternehmens Spotify, das das gesam­mel­te Einkommen besag­ten Herrn Ek mit­tels Wiedergabe von Stücken wirk­lich arbei­ten­der Menschen (hier: Musiker) gegen eine Lizenzzahlung in erbärm­li­cher Höhe auf mitt­ler­wei­le meh­re­rer Milliarden US-Dollar hat wach­sen las­sen, hat­te neu­lich eine total gute Idee, wie Musiker die­se har­te Zeit über­ste­hen und trotz­dem noch ihre Rechnungen zah­len kön­nen: Wenn ihnen das Geld nicht rei­che, das ihnen Streamingklitschen wie Spotify bereit sind zu zah­len, sol­len sie halt mehr mit den Fans zusam­men­ar­bei­ten. Bei Taylor Swift habe das doch auch geklappt, ergänzt er.

Mein Gegenvorschlag wäre ja: Finger weg von die­sem Streamingunsinn, statt­des­sen mög­lichst vie­le Tonträger direkt bei den Künstlern kau­fen. Wer will, dass die Musik die Krise über­steht, dem muss sie mehr wert sein als zehn Euro im Monat und zu wich­tig, um nur leih­wei­se zu bestehen.

Ich kann nur zur Vorsicht raten.

Sonstiges
MacBook mit Trinkgeld

Beim Empörmedium Twitter wird seit gestern dar­um gestrit­ten, ob und wie viel Trinkgeld für ein­fa­che Dienstleister denn in einer Zeit des Mindestlohns ange­mes­sen sei und ob das Ausbleiben von Zuwendungen im nied­ri­gen Eurobereich nicht eher für einen unzu­rei­chen­den Arbeitgeber als für einen unver­schäm­ten Gast spre­che, der die Personalkosten im Normalfall bereits mit dem regu­lä­ren Rechnungsbetrag begleicht; frei­lich wuss­te bis­her nie­mand zu beant­wor­ten, war­um man gefäl­ligst in teu­ren Restaurants einer hin­rei­chend freund­li­chen Bedienung wenig­stens zehn Prozent Trinkgeld zu geben habe und den nicht min­der auf­dring­lich freund­li­chen Angestellten im Apple Store nicht.