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Jet­h­ro Tull – A Pas­si­on Play // Whis­kyn­eid mit Mari­net­ti

Ja moin. (via yu_ka7493 auf Twitter)

Es ist Mon­tag, ein guter Tag für so genann­te Bericht­erstat­tung. Es war eine blö­de Idee, die­se Leu­te ins Inter­net ein­zu­la­den. Sie ver­ste­hen nicht, was hier geschieht, aber sie schrei­ben sicher­heits­hal­ber schon mal was auf. Do you, Mr. Jones?

Ich habe vor­ge­stern, beim Schlen­dern zwi­schen zwei Ange­bo­ten auf der Open Whis­ky in aus­ge­rech­net Han­no­ver, fas­sungs­los fest­ge­stellt, dass ich die­ses Jahr noch auf min­de­stens drei Whis­ky­mes­sen sein zu wol­len ange­kün­digt habe. Ich mei­ne, es gibt ja wirk­lich sehr lecke­re Sachen dort („lecker“ ist eines die­ser Adjek­ti­ve, die man wie­der sagen darf, nach­dem das Jahr­zehnt des Über­an­ge­bots an „lecke­ren“ Din­gen in der Wer­bung nun eine Wei­le zurück­liegt), aber es ist demo­ti­vie­rend, jedes Mal eine Aus­wahl tref­fen zu müs­sen, weil Zeit und Geld eben auch nie für alles rei­chen, was den eige­nen Geschmack viel­leicht tref­fen könn­te oder wenig­stens den Hori­zont erwei­tert. Manch­mal benei­de ich Men­schen, die sich um Aro­men­viel­falt nicht sche­ren und nur die Druck­be­tan­kung anstre­ben. Sie haben es so leicht.

Krieg ist Femi­nis­mus! (Abon­ne­ment­ge­döns, auch mit Schran­ken­um­ge­her, aber der Ein­lei­tungs­text reicht völ­lig.) Irgend­wel­che Män­ner­rechts­blog­ger ver­schwin­den fol­ge­rich­tig in den Schüt­zen­grä­ben und blei­ben lie­ber anonym im Inter­net, so lan­ge das noch legal ist. (Mario Voigt von der CDU for­dert schon wie­der den Raus­wurf von Leu­ten aus sozia­len Medi­en. Ich for­de­re ja seit Jah­ren den Raus­wurf von über­re­gio­nal agie­ren­den Poli­ti­kern aus dem Inter­net. Das wäre lang­fri­stig die ent­span­nen­de­re Lösung für alle Sei­ten.) Immer­hin: Mir haben sie bis­her kei­ne merk­wür­di­gen Zet­tel ans Haus geta­ckert, nur mal ein unkom­men­tier­tes und weit­ge­hend unin­ter­es­san­tes Foto in den Brief­ka­sten geschmis­sen. Zum Glück hal­te ich mich hier mit kon­tro­ver­sen The­men weit­ge­hend zurück. Außer beim The­ma Musik, denn man kann die zeit­ge­nös­si­sche Pop­mu­sik gar nicht genug kri­ti­sie­ren. – DHL? Nicht zu spre­chen. Stu­dio-Braun-Fans gefällt das.

MS-DOS 4.0 ist mitt­ler­wei­le freie Soft­ware. Damit steht Open Source in deut­schen Stadt­ver­wal­tun­gen end­lich nichts mehr ent­ge­gen. Post­greS­QL, die ein­zi­ge wirk­lich gute freie rela­tio­na­le Daten­bank, lernt unter­des­sen MySQL zu simu­lie­ren. Damit gibt es kei­ne Aus­re­de mehr, immer noch MySQL und/oder MariaDB ein­zu­set­zen. Ist auch bes­ser für die Zukunfts­si­cher­heit. Ande­rer­seits bin ich ja schon froh, wenn eine Soft­ware es mir mal nicht zu schwer macht, sie intui­tiv bedie­nen zu kön­nen.

In der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung“ wird die öffent­li­che Debat­te über die Wehr­pflicht im Wirt­schafts­teil behan­delt, nahm ich gestern zur Kennt­nis. Passt. Ich fin­de es übri­gens nur kon­se­quent, dass die SPD will, dass die Deut­schen, abge­wickelt oder nicht, all­jähr­lich end­lich wie­der die­je­ni­gen Wehr­machts­na­zis ehren, die auch nach dem Krieg noch Bock auf Mili­tär hat­ten („Ange­hö­ri­ge der Wehr­macht (…) sind aller­dings nur inbe­grif­fen, wenn sie ihre mili­tä­ri­sche Kar­rie­re anschlie­ßend in der Bun­des­wehr fort­ge­setzt haben“), und die ande­ren aus­drück­lich nicht. „Vater­lands­lo­se Gesel­len“ (Wil­helm II.) waren in der SPD ja spä­te­stens im August 1914 unten durch. Noi voglia­mo glo­ri­fi­ca­re la guer­ra – sola igie­ne del mon­do. Mari­net­ti wäre heu­te wahr­schein­lich Sozi­al­de­mo­krat. Kein Futu­ris­mus für nie­man­den.

Im Inter­net bedankt sich Sarah Boset­ti man­cher­orts dafür, den „Grim­me Preis“ gewon­nen zu haben. Das las­se ich so ste­hen. – Apro­pos Spra­che: Am Wochen­en­de schö­nes, weil viel­sa­gen­des Prä­ter­itum gehört: etwas „flash­back­te“ den Spre­cher. Anders­wo, eben­falls am Wochen­en­de, schö­nes, weil tref­fen­des Wort gele­sen: Play­li­sti­fi­zie­rung. Gegen wenig­stens letz­te­res Phä­no­men hilft zuver­läs­sig das Hören gan­zer Musikal­ben. Es liest ja auch hof­fent­lich nie­mand nur ein­zel­ne Sei­ten aus einem Roman.

Ich fan­ge schon mal an.

Jet­h­ro Tull – A Pas­si­on Play (Full Album) 1973

Guten Mor­gen.