In den NachrichtenPersönliches
Das Rich­ti­ge.

Als Goog­le im Zuge der Grün­dung sei­nes eige­nen Mut­ter­kon­zerns das Fir­men­mot­to „Sei nicht teuf­lisch” („Don’t be evil”) zugun­sten von „Tu das Rich­ti­ge” („Do the right thing”) ver­warf, war bereits abseh­bar, dass es mal so kom­men würde:

Als Goog­le Ver­sio­nen des Betriebs­sy­stems Android gete­stet hat, die das Auf­fin­den der Ein­stel­lun­gen zur Pri­vat­sphä­re ein­fa­cher gemacht hat­ten, mach­ten Nut­zer davon Gebrauch, was Goog­le als „Pro­blem” ange­se­hen hat.

(„Über­set­zung” von mir.)

Gera­de in Wahl­jah­ren (ja, klar: irgend­wo is’ immer Wahl) erreicht die Defi­ni­ti­on des Rich­ti­gen aller­dings regel­mä­ßig ihr Höchst­maß an Ambi­va­lenz, begün­stigt durch die Hete­ro­ge­ni­tät der Men­schen. Kaum jemand wird für eine Par­tei stim­men, von der er nicht annimmt, sie wür­de, hät­te sie poli­ti­schen Ein­fluss, das Rich­ti­ge tun; den­noch ist kei­ne Par­tei wirk­lich klar als die all­ge­mein füh­ren­de erkenn­bar. In Sach­sen könn­te eine „Volks­par­tei” aus der „gro­ßen” Koali­ti­on, die SPD, näch­stes Mal end­lich aus dem Land­tag ent­fernt wer­den, im bald wäh­len­den Sach­sen-Anhalt wird sie suk­zes­si­ve nach unten durchgereicht.

Das könn­te dar­an lie­gen, dass sie sich für die Belan­ge ihrer Stamm­wäh­ler­schaft kaum mehr inter­es­siert, die Rol­le der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Arbei­ter­par­tei füllt längst die „Lin­ke” aus. Dar­über beküm­mert sucht die SPD nach einer neu­en Kli­en­tel und fin­det nur eine lau­war­me: Der heu­te begon­ne­ne Juni sei der „Pri­de Mon­th”, berich­tet mir Twit­ter gegen mei­nen Wil­len; gefei­ert wird, dass es Men­schen gibt, die nicht mono­a­mor hete­ro­se­xu­ell und stolz dar­auf sind, was mich – zuge­ge­ben – amü­siert, denn die Akteu­re sind zugleich meist der Ansicht, es sei selt­sam, auf sei­ne Hei­mat stolz zu sein, denn die habe man sich ja nicht aus­ge­sucht. Was davon ist das Rich­ti­ge?

In mei­ner wil­den Jugend – ich hat­te sogar Spie­le auf dem Com­pu­ter instal­liert! – nahm ich an man­cher Stu­diVZ-Grup­pe teil, wenig­stens als wit­zi­ges Wort­spiel für mein Pro­fil; eine davon hieß unge­fähr „klug war’s nicht – aber geil”. Ein wenig Hedo­nis­mus ruht (man merkt es mir hof­fent­lich kaum an) auch in mir, wes­halb ich die­sen Grup­pen­na­men für ein eigent­lich auch ganz gutes Ziel im Leben hal­te. Fast immer, wenn ich absicht­lich etwas getan habe, von dem ich vor­her wuss­te, dass es nicht klug sein wür­de, hat­te ich aber hin­ter­her nicht das gro­be Gefühl, ich hät­te „das Fal­sche” getan, denn dann hät­te ich es ja nicht getan.

Wenn „das Rich­ti­ge” aber immer allein auf der per­sön­li­chen Wahr­neh­mung des­sen fußt, der es tut: kann man dann – rein objek­tiv betrach­tet – nicht eigent­lich immer nur das tun, was für vie­le (wenn nicht die mei­sten) Zeit­ge­nos­sen das Fal­sche ist?


Nach­trag, weil’s mir gera­de rein­ge­spült wird: „Die Bun­des­re­gie­rung unter­stützt die Pla­nun­gen für eine Erhö­hung der Nato-Bud­gets” – in wes­sen feuch­ten Träu­men ist noch mehr Geld für Kriegs­spiel­chen eigent­lich das Richtige?

In den NachrichtenMontagsmusikNetzfundstücke
Sam­s­a­ra Blues Expe­ri­ment – Into the Black // Drei Reli­gio­nen mit einem Problem

Wach genug für Montag frühEs ist Mon­tag. „Wir” hät­ten schon grö­ße­re Pro­ble­me als den Kli­ma­wan­del bewäl­tigt, postu­lier­te ein umstrit­te­ner Rechts­po­pu­list von der CDU, gefolgt von lau­tem Pro­test von so Leu­ten, dass das gar nicht stim­me, weil es gar kei­ne grö­ße­ren Pro­ble­me geben kön­ne. Ich per­sön­lich wür­de den Holo­caust und das ein­zig von der mensch­li­chen Aus­brei­tung ver­ur­sach­te Arten­ster­ben – fast hät­te es sogar die Pan­da­bä­ren erwischt! – schon für wenig­stens ähn­lich schlimm hal­ten, aber ich bin auch kei­ner von so Leu­ten.

Schö­ner Satz aus dem Inter­net: „Beim Ver­such, dum­me Men­schen zu beein­drucken, schreckt man meist die klu­gen Men­schen ab.” Mehr muss man über zeit­ge­nös­si­sche Par­tei­po­li­tik eigent­lich nicht mehr schrei­ben. Lei­der sind die Dum­men oft auch die Lau­ten: Neu­es Feld im Unter­drückungs­bin­go sind die gemei­nen patri­ar­cha­li­schen Video­kon­fe­renz­sy­ste­me, die weib­li­che Stim­men nicht so durch­set­zungs­stark klin­gen las­sen wie männ­li­che Stim­men, schreibt die „taz”; das­sel­be Maga­zin frei­lich, das es sich sel­ten neh­men lässt, die Unsin­nig­keit der Ein­tei­lung in Männ­lein und Weib­lein zu beto­nen. Kampf­erfah­re­ne Alt­pi­ra­ten schmun­zeln lei­se und fül­len ihren Pop­corn­vor­rat noch mal auf.

In Tei­len der USA – das sind die, deren Volk uniro­nisch den Begriff „böse Wör­ter” („bad words”) ver­wen­det – schei­nen Erst­kläss­ler für viel Geld unter ande­rem Wich­sen zu ler­nen. Als Bür­ger eines Lan­des, das ein­deu­tig zu vie­le Prie­ster hat (immer­hin ste­hen über­all die­se Bim­mel­tür­me her­um), hät­te ich einen preis­wer­te­ren Vor­schlag für die Erst­kläss­ler im Kopf, aber die Prie­ster­dich­te in den USA ist mir lei­der nicht geläu­fig. Ich war nie da, ich will auch nicht dahin. Die reden alle so komisch. – Apro­pos Reli­gi­on und apro­pos Irre: In Ber­lin baut man gera­de ein Gebets­haus für Chri­sten, Mus­li­me und Juden und geht tat­säch­lich davon aus, dass das zur Ver­stän­di­gung bei­tra­gen wird. Ich möch­te nicht unbe­dingt unken, aber ein ähn­li­ches Kon­zept ist in Jeru­sa­lem schon nicht sehr erfolgreich.

Gute Nach­rich­ten aus dem Bun­des­tag: Das Par­la­ment ist sich zur Abwechs­lung mal wie­der mehr­heit­lich einig; die­je­ni­gen, die (zum Bei­spiel aus finan­zi­el­len Grün­den) kei­ne Kin­der haben, wes­halb sie ohne­hin schon zu denen mit der höch­sten Abga­ben­last gehö­ren, müs­sen ab 2022 0,35 statt 0,25 Pro­zent­punk­te Stra­fe zah­len. Das haben die­se ver­damm­ten Kin­der­lo­sen jetzt von ihren gespar­ten Mil­li­ar­den, nämlich!

Auch ohne Mil­li­ar­den, dafür wenig­stens wohl­klin­gend: Sam­s­a­ra Blues Experiment.

Sam­s­a­ra Blues Expe­ri­ment – Into the Black (OFFI­CIAL)

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Si vis pacem, para bel­lum. (16)

Dass deut­sche Sol­da­ten, die im Namen des mir, wenn­gleich sowie­so eher mis­an­throp, noch weni­ger sym­pa­thi­schen Teils des deut­schen Vol­kes – NATO-Ver­ste­her, Koso­vo­a­po­lo­ge­ten und son­sti­ge Wunsch­wäh­ler der Grü­nen (All­er­gi­ker­war­nung: „ZEIT Online”) – blö­de im Aus­land auf ande­re Men­schen schie­ßen wol­len, denn sonst wären sie ja beim THW und nicht bei der Bun­des­wehr, mit hoher Prio­ri­tät gegen Coro­na geimpft wer­den müs­sen, amü­siert mich: Mei­ne größ­te Sor­ge, wäre ich aus frei­en Stücken (die Pflicht­ar­mee ist abge­schafft) bewaff­net in ein Kriegs­ge­biet gezo­gen, wäre ja nicht, dass mich ein Infi­zier­ter anhu­sten könnte.

Gleich­wohl ent­nahm ich der „NOK­ZEIT” die Mel­dung, die Sol­da­ten „des Logi­stik­ba­tail­lons 461 aus Wall­dürn” – ich müss­te (will aber nicht) nach­gucken, wo das schon wie­der ist – haben ihren Dienst im Gesund­heits­amt zu jeder­manns Erbau­ung abge­schlos­sen, indem sie näm­lich „Men­schen­le­ben geret­tet” haben. Ich möch­te dem inhalt­lich ja auch gar nicht wider­spre­chen, aber mir sei zumin­dest die Fra­ge unbe­nom­men: Hat schon mal jemand aus­ge­rech­net, wie vie­le Sol­da­ten in Gesund­heits­äm­tern ein­ge­setzt wer­den müss­ten, um die Zahl der von deut­schen Sol­da­ten umge­brach­ten Men­schen wenig­stens annä­hernd auszugleichen?

Im Übri­gen bin ich der Mei­nung, dass die Bun­des­wehr abge­schafft gehört.

In den NachrichtenNetzfundstückePolitik
Stein­mei­ers zwei­te Chan­ce // Der tech­nisch not­wen­di­ge Umfang

Die „tages­schau” berich­tet heute:

Der Sie­ger der syri­schen Prä­si­den­ten­wahl stand schon vor­ab fest. Das Ergeb­nis fällt noch kla­rer aus als bei der vor­he­ri­gen Abstimmung.

Es han­de­le sich hier­bei um eine „insze­nier­te Komö­die” (Björn Blasch­ke, aber­mals „tages­schau”) – „die Oppo­si­ti­on” spre­che „von einer ‚Far­ce’, der Westen von Betrug” – anstel­le einer Wahl, denn:

Die Wahl­be­tei­li­gung lag den Anga­ben zufol­ge bei fast 79 Pro­zent. Die bei­den Gegen­kan­di­da­ten blie­ben bei der Abstim­mung am ver­gan­ge­nen Mitt­woch chan­cen­los. Sie gal­ten nur als Zählkandidaten.

Gleich­zei­tig berich­tet die­sel­be „tages­schau” heute:

Bun­des­prä­si­dent Stein­mei­er hat ange­kün­digt, für eine wei­te­re Amts­zeit zu kan­di­die­ren. Mit Unter­stüt­zung auch aus der Oppo­si­ti­on kann er rechnen.

Schon zu Beginn der Amts­zeit des­je­ni­gen ehe­ma­li­gen Kanz­ler­amts­chefs, der die Ent­füh­rung eines Deut­schen in ein Fol­ter­ge­fäng­nis für eigent­lich ganz gut hielt, konn­ten die Bür­ger die demo­kra­ti­sche Exzel­lenz des Westens mit­samt sei­ner Oppo­si­ti­on genießen:

Die Bun­des­ver­samm­lung hat­te Stein­mei­er am 12. Febru­ar 2017 mit einer Zustim­mung von rund 75 Pro­zent zum 12. Bun­des­prä­si­den­ten gewählt. Gegen­kan­di­da­ten von Links­par­tei, AfD, Frei­en Wäh­lern und Pira­ten hat­ten kei­ne Chance.

Der tak­ti­sche Feh­ler des syri­schen Prä­si­den­ten scheint dar­in zu bestehen, über­haupt dem Volk die direk­te Wahl anzu­bie­ten. Über­lie­ße er die Wahl des Prä­si­den­ten einer hand­ver­le­se­nen Aus­wahl an Unter­stüt­zern, hät­te ver­mut­lich nicht ein­mal die „tages­schau” noch etwas am Ablauf auszusetzen.

War­um wer­de ich eigent­lich nicht gefragt, wel­chen Prä­si­den­ten ich ger­ne hätte?


Ein Mag­de­bur­ger „Lin­ker” hat, wie Twit­ter mir gestern mit­teil­te, eine hand­werk­lich schlecht gemach­te Web­site namens „Nehmt den Wes­sis das Kom­man­do” ins lei­der noch nicht vol­le Web gekippt, die momen­tan den Sei­ten­ti­tel „Home­page” trägt und auf deren Daten­schutz­sei­te steht, der Betrei­ber „neh­me den Schutz Ihrer per­sön­li­chen Daten sehr ernst” und hal­te sich „strikt an die Regeln der Daten­schutz­ge­set­ze”, die erho­be­nen Daten, ohne­hin nur im „tech­nisch not­wen­di­gen Umfang”, wür­den auch kei­nes­falls an Drit­te weitergegeben”.

Da die Web­site mit­hil­fe der per­so­nen­be­zo­ge­nen IP-Adres­se des Auf­ru­fers mehr­fach Anfra­gen an von Ado­be betrie­be­ne Ser­ver sen­det, auf dass die­se irgend­wel­che Schrift­ar­ten in den Brow­ser des­sel­ben Auf­ru­fers kübeln mögen, erscheint mir das aller­dings unauf­rich­tig. Hät­ten die mal wen gefragt, der sich auskennt!

Was macht die BAG Netz­po­li­tik eigent­lich beruflich?

Spaß mit Spam
Hal­lo, das ist Barbora

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Ich wünsch­te, da wär’ ein Link. Aber zumin­dest muss ich „Bar­bo­ra” zugu­te­hal­ten: Sie hat einen Punkt!

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Schrö­din­gers Mehr­heits­prin­zip in der „taz”

Micha­el Rutsch­ky, „taz”, 27. Novem­ber 2002:

Wer heu­te Zwei­fel am Mehr­heits­prin­zip äußert, das sind aber weder Lin­ke noch Rech­te; in der Regel sind es ver­spreng­te Gei­stesa­ri­sto­kra­ten und gekränk­te Feuil­le­to­ni­sten, die sich Sor­gen um die Hoch­kul­tur machen, weil der Rang Fischer von Erlachs oder Guil­laume Postels kei­nes­wegs durch Mehr­heits­ent­schei­dun­gen fest­ge­legt wer­den kön­ne. Son­dern ein­zig durch Gei­stesa­ri­sto­kra­ten und Feuil­le­to­ni­sten (denen auch die mas­sen­tou­ri­sti­sche Bewun­de­rung für Fischer von Erlachs Bau­ten in Wien und Salz­burg Ver­ach­tung einflößt).

Das Mehr­heits­prin­zip näm­lich errin­ge den Sieg der Wei­sen über die Dumm­heit (Male­ne Gür­gen, „taz”, 3. Sep­tem­ber 2018):

Mehr als 50.000 Men­schen sind am Mon­tag­abend für das Kon­zert von Kraft­klub & Co in Chem­nitz. Gegen­über rech­ten Het­zern sind sie defi­ni­tiv in der Mehrheit.

Es ist inso­fern zumin­dest bemer­kens­wert, dass Simo­ne Schmol­l­ack, „ver­spreng­te Gei­stesa­ri­sto­kra­tin”, „gekränk­te Feuil­le­to­ni­stin” und/oder „Res­sort­lei­te­rin taz.de”, in der­sel­ben „taz” gestern schrei­ben durfte:

Noch tun sich zwei Drit­tel der Deut­schen schwer mit dem Gen­dern. Frü­her oder spä­ter wer­den sie sich aber doch damit arran­gie­ren müssen.

Müs­sen, nämlich!

Ein Femi­nis­mus, des­sen Über­zeu­gungs­ar­beit inzwi­schen mehr­heit­lich (hu!) auf wüten­des Auf­stamp­fen beschränkt ist, ist ande­rer­seits immer­hin ein Femi­nis­mus, den zu belä­cheln kei­ner Erklä­rung bedarf.

In den NachrichtenMontagsmusik
Pat­ty Gur­dy – Mol­ly Malo­ne // Anti­se­mi­ti­sche Linke

Eule. Witzig.Es ist Mon­tag. Java­Script geht jetzt im Web­brow­ser. Jupp­hei­di. Ich brauch’ Urlaub.

Die Lin­ke, die Grü­nen und die SPD fin­den, Xavier Naidoo sol­le lie­ber nicht mehr auf­tre­ten, aber lei­der nicht aus qua­li­ta­ti­ven Grün­den. Zen­sur fin­det nicht statt. Ich fin­de Coro­na ja auch sehr exi­stent, aber wenn jemand sagt, er glau­be nicht dar­an: Soll er doch. Ande­rer­seits fin­de ich es prin­zi­pi­ell ja gut, wenn Scheiß­mu­sik aus­ge­la­den wird, aber war­um durf­te dann die­ser Song Con­test neu­lich unge­straft aus­ge­strahlt werden?

Tuta­no­ta muss über­wa­chen. Idi­ot, wer 2021 noch glaubt, es sei eine wenig dum­me Idee, in Deutsch­land was mit dem Inter­net machen zu wol­len. Aus­wan­dern ist eine zuse­hends weni­ger unüber­leg­te Ent­schei­dung für netz­af­fi­ne Men­schen. Die Bun­des­re­gie­rung ist ret­tungs­los ver­lo­ren, da hel­fen auch kei­ne Heils­ver­spre­chen von der SPD, die Rosa Luxem­burg und Karl Lieb­knecht umge­bracht und gestern Geburts­tag gefei­ert hat, mehr. Glück­wunsch an die­ser Stel­le. Geht zurück in eure Höh­le und lasst uns in Ruhe digi­ta­le Din­ge tun, ihr Pfeifen.

Nazis der Woche: Die „Lin­ke” Osna­brück. Ihr Ver­bre­chen: Sie hat dar­auf hin­ge­wie­sen, dass in man­chen Kul­tu­ren das Juden­tum einen schwe­re­ren Stand hat als in der deut­schen. Der Lan­des­ver­band hat sich distan­ziert. Geht ja nicht, so was zu schrei­ben. Ob es stimmt oder nicht: Tabu. Buh! Links heißt Hal­tung. Dass auch ein gebeug­ter Rücken eine Hal­tung ist, blei­be dabei bit­te unbe­ach­tet. Knapp geschla­gen geben muss sich „Black Lives Mat­ter”, das sich mit den Palä­sti­nen­sern soli­da­ri­siert. Gleich­zei­tig geht auf Twit­ter die Dis­kus­si­on dar­über wei­ter, war­um in den Top-30-DAX-Vor­stän­den vor allem wei­ße Män­ner sit­zen. Das sei in Frank­reich und den USA doch auch nicht so. Auch ich bedau­re es, dass Deutsch­land nicht viel mehr Kolo­nia­lis­mus und Skla­ve­rei betrie­ben hat, denn sonst hät­te Deutsch­land eben­falls so vie­le schwar­ze DAX-Vor­stän­de, aber wahr­schein­lich ist es zu spät, das noch zu ändern. Scha­de eigentlich.

Rechts. Alle rechts. Nur die (Pan­da­bä­ren und die) Musik, die (haben und) hat so was nicht nötig. Die sind ein­fach nur da.

Mol­ly Malo­ne – Pat­ty Gur­dy (Irish Tra­di­tio­nal / epic Hur­dy-Gur­dy Music)

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenMusik
Hass­ge­füh­le (musi­ka­lisch)

Hiobs­bot­schaft trotz Coro­na:

Der 65. Euro­vi­si­on Song Con­test 2021 wird in der Ahoy Are­na in Rot­ter­dam aus­ge­tra­gen. Das Fina­le fin­det heu­te um 21 Uhr statt[.]

Denn lei­der:

Für Deutsch­land star­tet Jen­drik mit „I Don’t Feel Hate” auf Posi­ti­on 15.

Ich habe weder von Jen­drik noch von die­sem Lied­lein bis­her gehört oder gele­sen und hege auch kei­nes­wegs die Ver­mu­tung, dass sich dahin­ter ein Juwel deut­scher Musik­kul­tur ver­birgt, das mei­ne Auf­merk­sam­keit ver­dient hät­te (und ich kann mich damit her­aus­re­den, dass besag­tes Lied­lein ver­mut­lich immer noch län­ger ist als die Zeit, die ich für die­sen Bei­trag hier auf­wen­de), stel­le aber zu mei­nem Bedau­ern schon beim Lesen des Titels fest, dass Deutsch­land in die­se Schlacht der Kul­tu­ren – der Sinn die­ses Wett­be­werbs ist es eben kei­nes­wegs, dass alle Teil­neh­mer­län­der unter Beweis stel­len, wie gut sie dar­in sind, die bri­ti­sche Pop­kul­tur zu imi­tie­ren – schon wie­der völ­lig unbe­waff­net zieht.

Ich bit­te inso­fern um Kennt­nis­nah­me davon, dass für mich, obschon mit „Deutsch­land” mit­ge­meint, kein Jen­drik irgend­was mit irgend­ei­nem Pop­kram star­tet; schon gar nicht text­lich, denn ich tu’ hate fee­len.

Mög­li­che Zusam­men­hän­ge sind nicht ausgeschlossen.

In den NachrichtenKaufbefehleMusikkritik
Gates of Nahostkonflikt

Soeben fest­ge­stellt: Ich hat­te Yes’ Kom­men­tar zum Viet­nam­krieg („Gates of Deli­ri­um”, zu fin­den auf „Relay­er”, 1974) hier noch gar nicht ange­mes­sen gewürdigt.

Dabei ist der tagesaktuell.

The Gates of Deli­ri­um (2003 Remaster)

Groß­ar­tig. In jeder Hinsicht.

Kill or be kil­ling, faster sins cor­rect the flow.

Unab­hän­gig davon: Viel­leicht ist es gar kei­ne so gute Idee, Reli­gi­on und Staat mit­ein­an­der zu ver­men­gen; ande­rer­seits fän­de ich es zumin­dest wit­zig, for­der­ten die Sach­sen als Wie­der­gut­ma­chung für die Sach­sen­krie­ge den Vati­kan als neu­es Siedlungsgebiet.

In den NachrichtenPolitik
Kurz ange­merkt zum Transsexuellengesetz

Wenn CDU/CSU, SPD und AfD – in Thü­rin­gen nann­te man glei­ches Abstimm­ver­hal­ten mit der AfD noch einen „Damm­bruch”, was ist dar­aus eigent­lich gewor­den? – gemein­sam „mit Bauch­schmer­zen” ein Selbst­be­stim­mungs­recht für Trans­se­xu­el­le ver­hin­dern und die SPD-Kovor­sit­zen­de, die ursprüng­lich gewählt wor­den war, weil sie ver­spro­chen hat­te, über die Koali­ti­on mit der CDU/CSU noch ein­mal genaue­stens (aller­dings anschei­nend fol­gen­los) nach­zu­den­ken, die­se Ent­schei­dung damit erklärt, dass der Koali­ti­ons­part­ner sonst nicht zufrie­den mit der SPD wäre, was es zu ver­hin­dern gel­te, denn es sei – *hek­tisch blät­ter* – ja gera­de Pan­de­mie und da sei poli­ti­sche Über­zeu­gung nicht so wich­tig wie eine funk­tio­nie­ren­de Regie­rung aus CDU/CSU und ihren Ange­stell­ten („SPD”), dann erschließt sich mir noch weni­ger als bis­lang, mit wel­chem Zweck die SPD in den Sonn­tags­fra­gen noch über 5 Pro­zent kommt; man möch­te ihr anstel­le der­je­ni­gen Koali­ti­ons­part­ner, deren Poli­tik man eigent­lich ganz akzep­ta­bel fin­det, noch immer sei­ne Stim­me geben, um was genau zu erreichen?

Netzfundstücke
#MSTRBRN

Es ist eine sehr gute Idee, Hash­tags (ursprüng­lich der Kate­go­ri­sie­rung von Bei­trä­gen auf Twit­ter die­nend) nicht nur in allen mög­li­chen und unmög­li­chen Medi­en zum Text­satz zu miss­brau­chen, son­dern auch – macht man heu­te so – die Voka­le weg­zu­las­sen. Dm Fßbll ht s j ch ncht gschdt.

Man las­se sich da nichts ande­res ein­re­den. (All­er­gi­ker­war­nung: Instagram.)

#WCHSN - Es war Gott - nicht wir -, der ihn wachsen ließ. (1. Korinther 3,6)

Was Mei­ster Born wohl davon hält?