Es ist Montag. Bei The Verge beklagt sich jemand, dass ein von ihm getesteter Laptop über 92 °C heiß wird, wenn er einen Webbrowser benutzt. Von der lustig gemeinten Frage meinerseits, was das wahlweise über das Wort „Laptop“ oder über den Schoß des Autors aussagt, abgesehen könnte man daraus etwas über die Fehlentwicklung des Webs und/oder der Webbrowser folgern. (Dass sie nämlich ein einziger Graus ist.)
Apropos Web, ein musikalischer Exkurs: Meine musikalische Entdeckung des Wochenendes waren DG 307 (cf.), aber natürlich habe ich von denen auch mal wieder viel zu spät erfahren. Manchmal fragen mich so Leute, wo ich eigentlich immer solche obskure Musik finde, und für obskure Musik ist, neben den einschlägigen Musikmagazinen vom Bahnhofskiosk, das Internet (Suchbegriffe: „music“, „reviews“, eventuell ergänzt um eine ungefähre Richtung, dort dann stöbern; Music-Map ist für das Auffinden „ähnlicher Künstler“ aber auch erstaunlich gut geeignet) eine fantastische Anlaufstelle. Fast immer fand ich Gutes dort ohne allzu viel eigenes Zutun. Es liegt am Straßenrand, man muss es nur aufsammeln.
(Es gibt ja Menschen, die im Herbst melancholisch werden und im Sommer das blühende, schweißnasse Leben sind. Ich glaube, ich habe inzwischen die Sommermelancholie perfektioniert. Nächster Schritt: Ganzjahresmelancholie. Da ist die Musik dann auch besser als bei der ständigen Depression, die sich nur mit Postpunk und Doom Metal noch halbwegs wegblasen lässt. Heititei, die Psyche brennt.)
Reden wir über was Heiteres, reden wir über Politik: Annalena Baerbock möchte nicht wie ein Totengräber aussehen. Ich weiß nicht, was Annalena Baerbock gegen Totengräber hat, würde mir aber wünschen, dass die Vertreter des Volkes mehr für gute Politik und weniger für die fotografische Abbildung ihrer Schokoladenseite (auch so’n Wort) tun würden. Untergegangene Kulturtechnik, wie mir scheint: Sich etwas bei etwas denken.
Bleibende Kulturtechnik derweil: Musik (fröhlich).
Guten Morgen.




Wie, die Baerbock soll auch noch Politik machen? Ich dachte, ihre einzige Aufgabe sei es, die geilste INSTAAA-Bitch im Bild zu sein. Wobei die Maskenbildnerin aus dem hässlichen Entlein ja durchaus Beachtliches zaubert.
Andererseits unverständlich, dass sie trotz der Politik, die sie vertritt, nicht auch wie ein Totengräber aussehen will.
Danke für den Tipp mit “music-map” !
Gerne.
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