NerdkramsNetzfundstücke
Anti­fea­turi­tis: Mail­cli­ent gut, weil Mail­cli­ent schlecht.

Ich gebe zu: Ich bin jemand, der E‑Mails für ein durch­aus nütz­li­ches Medi­um hält, denn sie erfor­dern in der Regel weder eine sofor­ti­ge Ant­wort noch die künst­li­che Ver­knap­pung von Spra­che und Inhalt. Dass aber spä­te­stens in den Neun­z’­gern die For­ma­tie­rung via HTML, spä­ter auch die Ein­bin­dung von CSS als Stan­dard­funk­ti­on in Mail­pro­gram­me Ein­zug hielt, erach­te ich noch heu­te als einen schreck­li­chen Fehler.

Dass man für den Emp­fang und Ver­sand von E‑Mails heut­zu­ta­ge nur noch weni­ge Sekun­den und nicht mehr deut­lich län­ger braucht, sorgt in Ver­bin­dung mit den bezahl­ba­ren Ganz­tags­in­ter­net­an­schlüs­sen auch dafür, dass die Teil­neh­mer sich weni­ger Gedan­ken dar­über machen, was sie schrei­ben. Kostet ja nix, hau raus. ‘Anti­fea­turi­tis: Mail­cli­ent gut, weil Mail­cli­ent schlecht.’ weiterlesen »

In den NachrichtenMontagsmusik
Jords­jø – Skum­ring i Kare­su­an­do // iTelekom

"Warum machst du eigentlich so selten gute Witze hier, tux0r?" - Wisst ihr eigentlich, wie gering die Zahl der guten Eulenwitze ist?Es ist Mon­tag. In Mexi­ko haben sich meh­re­re Her­ren als Dame iden­ti­fi­ziert, um auf die nach Pari­tät vor­sor­tier­te Wahl­li­ste ihrer Par­tei zu kom­men. Vor so was hät­te ja mal wer war­nen kön­nen. – Ich wie­der­ho­le mich an die­ser Stel­le bis­wei­len, aber: War­um kann man nicht statt­des­sen Pan­da­bä­ren wählen?

Kei­ne Wahl aber hat man oft, wenn es um den Inter­net­an­schluss geht, was ins­be­son­de­re dem Unter­neh­men gefällt, das für die­se Situa­ti­on mit­ver­ant­wort­lich ist. Trotz­dem reicht ihm das noch nicht: „App­les Gewinn über­steigt den der gesam­ten TK-Bran­che Euro­pas”, was zwar logisch erscheint, immer­hin ist Apple ein inter­na­tio­nal agie­ren­des Unter­neh­men auf einem zum Glück kaum regu­lier­ten Markt, das Gerä­te zum Anfas­sen und nicht bloß irgend­wel­che Dienst­lei­stun­gen ver­kauft, aber für den „Tele­kom-Chef” (ebd.) bedeu­tet das nicht etwa, dass die Tele­kom end­lich auch mal Din­ge anbie­ten soll­te, die man frei­wil­lig haben will, son­dern, dass man anschei­nend immer noch zu bil­lig sei: „Tim Hött­ges will höhe­re Prei­se für Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on in Euro­pa”; rich­tig so, die­se Armen blockie­ren eh nur die Lei­tung. Es gibt kein Grund­recht auf einen bezahl- und ver­füg­ba­ren Tele­kom­ver­trag. (War­um eigent­lich nicht?)

Neu­es aus der Medi­en­welt: Die Macher der „Über­me­di­en” haben von ihren Beob­ach­tungs­ob­jek­ten hin­rei­chend viel gelernt, um zu wis­sen, wie sie per­sön­li­che Kon­tak­te ziel­ge­rich­tet ein­set­zen kön­nen. Mit der Zeit glei­chen Hund und Herr­chen ein­an­der offen­kun­dig immer wei­ter an.

Zeit­los fan­ta­stisch: Musik.

Skum­ring i Karesuando

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenPolitik
„Wir sind dafür!” – „Seid ihr nicht!” – „Waren wir noch nie!”

„tages­spie­gel”, 17:14 Uhr:

Lind­ner ver­lei­he der libe­ra­len Idee eine „kla­re, star­ke und hör­ba­re Stimme“.

„tages­spie­gel”, 20:45 Uhr:

Die Dro­gen­po­li­tik hat uner­war­tet für Wir­bel beim Bun­des­par­tei­tag der FDP gesorgt: Die Dele­gier­ten stimm­ten am Sams­tag über­ra­schend mit kla­rer Mehr­heit für die Ent­kri­mi­na­li­sie­rung aller Dro­gen – sie mach­ten die­sen Beschluss dann aber auf Druck der Par­tei­spit­ze wie­der rückgängig.

Kann ich die libe­ra­le Idee noch mal sehen?

In den NachrichtenNetzfundstückePolitik
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 13. Mai 2021

Clo­sed Source Soft­ware: bina­ry only (man­gels Quell­code nicht wartbar)
Open Source Soft­ware: bina­ry only (wegen Quell­code nicht wartbar)


Gute Nach­rich­ten für die­je­ni­gen, die zwar die Wis­sen­schaft nicht aner­ken­nen und dar­um JHWH als unsicht­ba­ren Freund gewählt haben, aber auch zu faul sind, um die­se Freund­schaft ange­mes­sen am Leben zu erhal­ten: Ale­xa kann jetzt beten.


Neu­es von den Anti­fa­schi­sten: Die AfD möch­te die NSU-Akten frei­ge­ben las­sen, die Grü­nen sind dagegen.


Im Aus­land haben dor­ti­ge Quer­den­ker die Lösung gegen anstecken­de Imp­fun­gen gefun­den: Mas­ke auf und Abstand halten.


Von wegen, Coro­na geht an den mei­sten Leu­ten spur­los vor­bei: Gwy­neth Palt­row hat sogar Brot geges­sen.


Die Kol­li­sio­nen zwi­schen Isra­el und den zuse­hends klei­ne­ren Gebie­ten im Umland neh­men an Schär­fe zu, viel­fach wird der „Anti­se­mi­tis­mus” kri­ti­siert, mit dem man­che ihre Abnei­gung gegen­über der israe­li­schen Außen­po­li­tik kund­tun, obwohl doch viel­mehr Anti­zio­nis­mus gemeint ist, der mit der Eth­nie der Bewoh­ner des kri­ti­sier­ten Staa­tes zunächst ein­mal nichts zu tun hat. Nun gut, es ist bloß Poli­tik im Wahl­jahr, da ist Prä­zi­si­on nicht so wichtig.

Über­ra­schend ist allen­falls die­ses unbe­ding­te Bedürf­nis der Deut­schen, sich in die­sem lächer­li­chen Hah­nen­kampf zwei­er Regio­nen für einen Hahn ent­schei­den zu müs­sen, und zwar nicht anhand tat­säch­li­chen Unrechts, son­dern allein anhand histo­ri­scher Schuld. Der da hat zuerst zurück­ge­schos­sen! Krie­gen zwi­schen frem­den Völ­kern emp­feh­le ich als beken­nen­der Geg­ner jeder mili­tä­ri­schen Inter­ven­ti­on jeden­falls wie folgt zu begeg­nen: Sol­len sie halt. Der Wirt­schaft schadet’s nicht.

Nerdkrams
Uner­reich­bar­keit aus Marktgründen

Ab kom­men­dem Sonn­abend wird Whats­App aber­mals etwas daten­schutz­un­freund­li­cher gegen­über sei­nen Nut­zern. Schon heu­te emp­fiehlt sich jenen, die noch immer Whats­App ein­set­zen (war­um?), das jetzt aber zu ändern beab­sich­ti­gen, daher ein Sta­tus­text wie dieser:

Ach­tung: Ab dem 15. Mai 2021 wer­de ich nicht mehr auf Whats­App erreich­bar sein. Sofern all jene, die mich bis­her per Whats­App kon­tak­tie­ren konn­ten und daher min­de­stens mei­ne Tele­fon­num­mer ein­se­hen kön­nen, weder ein Tele­fon mit oder ohne SMS-Funk­ti­on bezie­hungs­wei­se einen Zugang zu einer Post­fi­lia­le noch IRC oder ein Kon­to bei Three­ma, Wire, Signal, Tele­gram, Matrix, ICQ und/oder einem E‑Mail-Anbie­ter haben, haben sie lei­der Pech gehabt (aber das glau­be ich weniger).

Hof­fent­lich bringt bald jemand eine alter­na­ti­ve Kon­takt­mög­lich­keit raus.

(sie­he auch Lumiè­res dans la nuit)

Persönliches
War­um man das hier macht

Man habe sich, teil­te man mir in unpas­sen­dem Kon­text mit, mal hier umge­se­hen und sei „neu­gie­rig”, war­um ich das hier wohl mache, d.h. wel­chen Zweck die­se Publi­ka­ti­on wohl erfül­le. Die­se Fra­ge hat mich in dem Moment über­rascht, denn noch vor weni­gen Jah­ren war es eigent­lich selbst­er­klä­rend, mit wel­chem Zweck man Din­ge ins Inter­net rein­schreibt („bloggt”). Ich ant­wor­te­te, manch­mal reg­ten mich Gescheh­nis­se in All­tag, Poli­tik und Netz­kul­tur – der der­zei­ti­ge Unter­ti­tel die­ses Mit­tei­lungs­por­tals, „Musik, Com­pu­ter, Poli­tik und so”, ist auch wei­ter­hin Pro­gramm, wenn­gleich der der­zei­ti­ge Fokus auf Poli­ti­sches mir selbst nicht immer passt, aber das Leben ist nun mal momen­tan stark auf die Poli­tik aus­ge­rich­tet und was bin ich froh, wenn die­ser Pan­de­mie­quatsch end­lich ein Ende hat; aber wei­ter mit dem Haupt­satz – auf und das müs­se ich ja irgend­wo raus­las­sen, damit war die­ses The­ma dann auch schon wie­der been­det. ‘War­um man das hier macht’ weiterlesen »

In den NachrichtenMontagsmusik
Elephant9 – Cha­sing The Hid­den // Kein Wahl­recht für Peter Altmaier

Mehr Profil als mancher Reifen.Es ist Mon­tag. Am Wochen­en­de fan­den die ersten bei­den Tage des ersten weit­ge­hend vir­tu­el­len Bun­des­par­tei­tags der Pira­ten­par­tei statt, gemäß ersten Ein­schät­zun­gen hät­te sie das las­sen wol­len. Wen­den wir uns inso­fern mit Grau­sen ab und Sach­sen zu: Ein Bischof hat ein Auto geseg­net. Chan­ce ver­tan: Wie­der kein Pan­da (Fiat)!

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de wur­de in Ber­lin und anders­wo wie­der demon­striert, weil die Kom­mu­ni­sten 1945 den Faschis­mus über­wäl­tigt hat­ten. Die Kam­pa­gne „Natio­na­lis­mus ist kei­ne Alter­na­ti­ve” befand, „Bul­len­hass” gebe es „nie zu viel”, wobei das eige­ne Stre­ben zwei­fel­los auf Kom­mu­nis­mus hin­aus­lau­fen müs­se. Wis­sen die, dass der Kom­mu­nis­mus mit weni­ger Bul­len kaum durch­setz­bar wäre? – Das kom­mu­ni­sti­sche Leit­me­di­um „taz” ver­sucht sich unter­des­sen in der Befür­wor­tung von lin­ker Reli­giö­si­tät. Ich weiß nicht, was das über die „taz” aus­sagt, aber Gedan­ken und Gebe­te sind ja neu­er­dings eine belieb­te Ant­wort auf vie­les, was falsch läuft. Ver­damm­te Chinesen!

Wir blei­ben bei Din­gen, die falsch lau­fen: Der SPD-Bun­des­par­tei­tag hat ein Pro­gramm beschlos­sen und das Inter­net fragt, was es wert sei, wenn sich die SPD doch sowie­so nicht dar­an hal­te. 5 von 5 Ster­nen! Die Kon­kur­renz von der CSU ver­stößt der­weil gegen die Urhe­ber­rechts­no­vel­le. Mit Upload­fil­tern wäre das nicht pas­siert. Der Wirt­schafts­mi­ni­ster (CDU) ist ande­rer­seits nicht nur kon­se­quent dar­in, lie­ber über Per­so­nen als über Inhal­te abzu­stim­men, son­dern anschei­nend auch zu doof zum Wäh­len. Viel­leicht ist eine Wahl­rechts­re­form doch eine gute Idee, aber nicht ab, son­dern bis zu einem gewis­sen Alter.

Fund­stück der Woche: Es gibt von aus­ge­rech­net Canon eine Maus mit ein­ge­bau­tem Taschen­rech­ner. Da kann man dann direkt aus­rech­nen, was man statt die­ser Maus hät­te kau­fen kön­nen. Für 39,99 US-Dol­lar, den aktu­el­len Online­preis, könn­te man zum Bei­spiel mehr als eine Schall­plat­te kaufen.

Viel­leicht die­se hier?

Guten Mor­gen.

Sonstiges
Klat­schen für die Mütter

Heu­te ist Mut­ter­tag. Da drückt sogar die bay­ri­sche Lan­des­re­gie­rung mal ein Auge zu:

„Müt­ter sind 365 Tage im Jahr oft rund um die Uhr ‚im Dienst‘ für die Fami­lie. Ihr Bei­trag für unser Gemein­we­sen kann nicht genug wert­ge­schätzt wer­den“, so Traut­ner. Für den Mut­ter­tag am 9. Mai 2021 wird in Bay­ern auch die­ses Jahr die erwei­ter­te Öff­nung von Blu­men­lä­den durch eine All­ge­mein­ver­fü­gung des Baye­ri­schen Arbeits­mi­ni­ste­ri­ums ermöglicht.

Völ­lig zu Recht reagier­ten Müt­ter auf die­se Ankün­di­gung ver­schnupft: Wenig­stens fünf Minu­ten Applaus vom Bal­kon hät­ten doch drin sein können!

Netzfundstücke
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Krea­ti­ves Ver­ges­sen mit der „taz”

Wolf­raum (sic! A.d.V.) Ritt­mey­er, Leser­brief an die „taz”, 3. Febru­ar 1998:

Die Fra­ge, ob ich ein Musik­in­stru­ment oder einen Com­pu­ter krea­tiv nut­zen kann, ist vor allem eine Fra­ge danach, ob ich es erstens selbst­be­stimmt mache und zwei­tens wie vir­tu­os ich mit mei­nem Instru­ment umzu­ge­hen verstehe.

Fran­zis­ka Seng, „taz”, 16. Dezem­ber 2008:

Im Netz hat sich eine Schreib­platt­form eta­bliert, auf der Jugend­li­che Roma­ne, Comics und TV-Seri­en recy­celn. (…) Das Inter­net als Forum der kul­tu­rel­len Alphabetisierung?

Ande­rer­seits Emma Haver­kamp, 16 Jah­re alt (das scheint wich­tig zu sein), „taz”, 5. Mai 2021:

Schü­ler soll­ten ein Essay über ihr Leben schrei­ben. Die 16-jäh­ri­ge Emma Haver­kamp fragt sich, woher die Krea­ti­vi­tät dafür kom­men soll.

Die Dis­kus­si­on dar­über, ob wir nicht frü­her allein mit unse­rer Fan­ta­sie Spaß haben konn­ten, mag hier deplatz­iert sein; allein: einen oder zwei Vor­schlä­ge hät­te ich dann doch.

In den NachrichtenPolitik
66 Jah­re ver­brann­te Erde / Cha­os SPD Club

Juhu, hur­ra, aber bit­te kei­ne Rake­ten: Heu­te vor 66 Jah­ren – zehn Jah­re nach dem Ende des Zwei­ten Welt­kriegs – hat Deutsch­land sich das mit der Abrü­stung noch mal anders überlegt.

Obwohl Sozi­al­de­mo­kra­ten und außer­par­la­men­ta­ri­sche Grup­pen gegen die Wie­der­be­waff­nung pro­te­stier­ten, trat die Bun­des­re­pu­blik am 6. Mai 1955 offi­zi­ell der NATO bei.

Dass die „Sozi­al­de­mo­kra­ten” (gemeint ist hier die SPD) die NATO inzwi­schen als ver­läss­li­chen Part­ner und nicht als Gefahr begrei­fen, über­rascht den Beob­ach­ter kaum; von sich selbst distan­ziert sich die SPD ja fort­wäh­rend, was ich ihr zumin­dest nicht ver­übeln kann. (Dass aus­ge­rech­net der Cha­os Com­pu­ter Club sich als SPD-Wer­be­trä­ger übt, indem er im Febru­ar erst deren ver­meint­li­che Ableh­nung des Staats­tro­ja­ners zufrie­den vertwit­ter­te, das kaum über­ra­schen­de Ein­len­ken jetzt aber allein der CDU vor­wirft, lässt mich im Übri­gen wün­schen, ich wäre noch CCC-Mit­glied; ein­fach, um jetzt erst recht aus­tre­ten zu können.)

Und wie läuft es in der NATO so? Wohl nicht so gut:

Die NATO zieht ohne Frie­dens­ab­kom­men aus Afgha­ni­stan ab. Sie hin­ter­lässt Bür­ger­krieg und die Herr­schaft der von ihr gestärk­ten Warlords[.]

Die­ses eher uner­quick­li­che Ergeb­nis von fast zwan­zig Jah­ren Krieg „Frie­dens­ein­satz” sorgt aber nicht etwa für ein Umden­ken, was den sinn­vol­len Ein­satz von Finan­zen betrifft; statt­des­sen nimmt man noch mal Anlauf, um den Kopf mit noch mehr Wucht gegen die­sel­be Wand zu ram­men: „Ange­sichts der For­de­run­gen (…), dass Deutsch­land mehr in die Ver­tei­di­gung inve­stie­ren sol­le, erhöh­te die Bun­des­re­pu­blik 2020 ihr Bud­get um 5,2 Pro­zent”, viel­leicht klappt es ja näch­stes Mal. Lia­na Fix und Basti­an Gie­ge­rich quatsch­ten im Okto­ber 2019 für die „FAZ” (will nicht ver­linkt wer­den), eine schwä­che­re NATO stell­te „ins­be­son­de­re für Deutsch­land” eine „exi­sten­zi­el­le Sicher­heits­be­dro­hung” dar, schrie­ben aber nicht dazu, vor wem sich Deutsch­land eigent­lich schüt­zen müs­se, wenn nicht vor einem schlech­ten Ein­fluss der ande­ren NATO-Mit­glie­der, was den Ein­satz für den Welt­frie­den angeht.

Oft schrei­be ich an die­ser Stel­le, ich sei im Übri­gen der Mei­nung, die Bun­des­wehr gehö­re abge­schafft, aber die­ses Mal ist das Pro­blem ein wesent­lich wei­ter rei­chen­des. Im Sep­tem­ber fin­det wie­der eine Bun­des­tags­wahl statt. Ich bin so unzu­frie­den, ich könn­te glatt Wahl­emp­feh­lun­gen abge­ben. Mach’ ich aber nicht. Das Volk scheint ja durch­aus auch zufrie­den zu sein: Ohne NATO kommt der Iwan und das wol­len wir ja nicht.

Für das lau­fen­de Jahr 2021 hat die Bun­des­re­gie­rung der NATO stolz eine Kriegs­aus­ga­be von 53,03 Mil­li­ar­den Euro über­mit­telt. Wie vie­le eige­ne Ser­ver nebst Admi­ni­stra­to­ren für Schu­len wären das eigent­lich ungefähr?

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: Neu­ro­sen­blü­te – Hal­lo Frühling

Neurosenblüte - Hallo FrühlingLan­ge nichts mehr über Musik geschrieben.

Das Ham­bur­ger Trio Neu­ro­sen­blü­te – nach 2016 und 2018 end­lich mit einem neu­en Album am Start – bleibt kon­se­quen­ter Mei­ster des Weg­las­sens: Auf dem zwei­ten Album ent­fiel der Gesang, das drit­te muss auch auf die nice Kar­ton­steck­ta­sche des Zweit­lings ver­zich­ten; vor­erst gibt es da nur einen Down­load. Außer­dem ist Seba­sti­an Neun­dorf gegan­gen, der Nach­fol­ger an der Gitar­re heißt aber eben­falls (unter ande­rem) Seba­sti­an. All­zu viel Umbruch hat bis­her nur weni­gen Musik­grup­pen gut getan.

Es hat sich bei mir inzwi­schen bewährt, zur inhalt­li­chen Bewer­tung den Wer­be­text der drei Her­ren her­an­zu­zie­hen. Neben den „übli­chen Neurosenblüt’schen Ingre­di­en­zen” scheint die­ses Album ein Kon­zept zu ent­hal­ten, näm­lich „die Jah­res­zei­ten eines beson­de­ren Jah­res”, obwohl mir noch nicht klar ist, wel­ches der zehn Instru­men­tal­stücke – neben „Hal­lo Früh­ling”, „Fun in the Sun”, „Tschüss Dr. Som­mer (Oh, na na!)” und „Laub­aus­fall”, deren Zuord­nung eini­ger­ma­ßen offen­sicht­lich ist – sich auf den Win­ter bezieht. Ist es „e e eee”?

Gele­gent­lich lese ich von Ver­glei­chen mit den 90er-Wer­ken von King Crim­son, also mit kom­pli­zier­ter Gitar­ren­e­s­ka­la­ti­on. Da kann ich nicht widersprechen.

In einem beson­de­ren Jahr leben wir sicher­lich; und obwohl die Pan­de­mie nicht unbe­dingt hät­te sein müs­sen, so kann ich mei­ne anders­wo geäu­ßer­te Fest­stel­lung an die­ser Stel­le nur wie­der­ho­len: Schön, dass sie dazu geführt hat, dass Künst­ler wie­der gemein­sam ins Stu­dio gehen, um dort Gutes aufzunehmen.

(Trotz­dem: Inzwi­schen wird es doch ein wenig anstren­gend. Ich möch­te emp­feh­len, bei­zei­ten die Pan­de­mie einzustellen.)

ComputerIn den Nachrichten
Vor­rats­da­ten­zom­bies: Mög­li­ches noch mög­li­cher machen.

„hei­se online”, 3. Mai 2021:

Das Bun­des­kri­mi­nal­amt hat Straf­ver­fah­ren gegen vier Ver­däch­ti­ge eröff­net, die eine gro­ße Kin­der­por­no­gra­fie-Platt­form im Darknet betrie­ben haben sollen.

„hei­se online”, 4. Mai 2021:

Oft ste­he der Daten­schutz dem Kin­der­schutz Inter­net noch im Wege. „Wir haben zum Bei­spiel ein gro­ßes Pro­blem in dem Aus­tausch von Miss­brauchs­ab­bil­dun­gen über Mes­sen­ger wie Whats­App oder Tele­gram. Da ist es für die Poli­zei nicht mög­lich, ver­nünf­tig zu ermitteln”[.]

Forum von „hei­se online”, 4. Mai 2021:

Erfolg! Wir brau­chen mehr Rech­te sonst geht nicht, was grad ging!

(via und sie­he auch Schwer­dt­fe­gr)