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Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 28. Juni 2024

Freun­de des Pi Days, tre­tet zur Sei­te: Heu­te ist Tau Day.


Neu­es aus der Rei­he „Com­pu­ter waren eine dum­me Idee“: Kopf­hö­rer krie­gen ein Sicher­heits­up­date (via). Also mei­ne nicht. Die haben ja nicht mal eine Soft­ware drauf. Son­dern ein Kabel. Ich wer­de die Sache mit dem Sicher­heits­up­date als Argu­ment bereit­hal­ten, wenn wie­der jemand fragt, war­um ich nicht „end­lich“ (als gin­ge das irgend­wen über­haupt was an) auf kabel­lo­se Kopf­hö­rer umstei­ge. Habe ich nicht vor. Din­ge, die Bat­te­rien brau­chen, die über­dies nicht mal drei län­ge­re Musikal­ben am Stück durch­hal­ten, sind ein wit­zi­ges Spiel­zeug, aber als Kopf­hö­rer unge­eig­net. Wer will es mir ver­übeln?


Dar­aus, dass wäh­rend der daten­schutz­agno­sti­schen Frau­en­fuß­ball­eu­ro­pa­mei­ster­schaft der Män­ner – ich habe, das nur neben­bei ange­merkt, schon weni­ger Erbärm­lich­keit erlebt als die der­je­ni­gen Men­schen mit „soli­da­ri­scher“ ukrai­ni­scher Natio­nal­flag­ge im Pro­fil­na­men, die sich trotz­dem über die all­ge­gen­wär­ti­gen ech­ten Natio­nal­flag­gen wäh­rend einer inter­na­tio­na­len Sport­mei­ster­schaft echauf­fie­ren – selbst das Aus­land sich über die Qua­li­tät der Deut­schen Bahn auf­regt, zieht die Bun­des­re­gie­rung end­lich erste Kon­se­quen­zen: „Die Bun­des­re­gie­rung plant, eine Mil­li­ar­de an Inve­sti­ti­ons­mit­teln für 2025 von der Schie­ne auf die Stra­ße zu ver­la­gern.“ Hup hup!


Die Washing­ton Post (Archiv­ver­si­on) erläu­tert, war­um die Men­schen für nicht poly­amor oder wenig­stens offen geführ­te Bezie­hun­gen offen­sicht­lich unge­eig­net sind: Als „Micro-Chea­ting“, also Kleinst­be­trug, kön­ne es ver­stan­den wer­den, wenn der jewei­li­ge Part­ner in einem sozia­len Medi­um einen Bei­trag einer mög­li­chen Kon­kur­renz posi­tiv bewer­tet. Per­sön­lich ver­tre­te ich die Ansicht, dass jemand, der so wenig Ver­trau­en in eine Bezie­hung ein­bringt, dass „Micro-Chea­ting“ sei­ne tat­säch­li­che Sor­ge ist, so etwas wirk­lich nicht ver­dient hat. Also so etwas wie eine Bezie­hung.

Ich kann mich durch­aus in eine eifer­süch­ti­ge Per­son hin­ein­ver­set­zen, ich war ja selbst mal eine. Wenn man aller­dings erst ein­mal ver­stan­den hat, dass Eifer­sucht letzt­lich nichts ist als ein Aus­druck feh­len­den Ver­trau­ens, dann ist ein gesun­der Umgang damit (dor­nig, aber) erlern­bar. Wer ver­steht, dass, wer zu tei­len bereit ist, dadurch nicht ver­liert, son­dern das Band noch stärkt, der kann das Damo­kles­schwert zer­bre­chen; aber auch eine Bezie­hung, die Lie­be mit Exklu­siv­an­sprü­chen gleich­setzt, kann funk­tio­nie­ren, wenn damit kei­ne Besitz­ver­hält­nis­se ver­bun­den sind. Sonst ist es kei­ne Bezie­hung. Son­dern Skla­ve­rei.


Poli­zei­ar­beit des Tages: Die Zahl in der Mail­adres­se des Täters ent­spricht nicht dem Alter des Beschul­dig­ten? Ein­deu­tig unschul­dig! (Erin­nert mich bit­te dar­an, mir eine Mail­adres­se mit „104“ drin zuzu­le­gen. Wenn ich jemals 104 Jah­re alt wer­den soll­te, dann hat­te ich bis dahin wenig­stens ein vor Straf­ver­fol­gung geschütz­tes Leben.)


Durch die Welt der Mail­an­bie­ter tobt ein Sturm im Was­ser­glas: Fast­mail hat Gewerk­schaf­tern gekün­digt. Die häu­fig­ste Dis­kus­si­on dreht sich um die Fra­ge, wel­chem ande­ren Unter­neh­men man künf­tig sei­ne pri­va­te Kor­re­spon­denz anver­trau­en soll­te. Mein Vor­schlag wäre ja: Nur sich selbst. Aber dann ist man selbst schuld und ver­ant­wort­lich, wenn etwas schief­geht. (Was ein zu ver­schmer­zen­der Nach­teil ist.)

Senfecke:

  1. Ein ℎ/ℏ‑Tag, soso. Oder 𝜔𝑇-Tag. Mir ist ja 2𝜋 lie­ber, weil ver­trau­ter und all­ge­mein bekannt, schon seit der Anti­ke.
    Und 𝜏 ist zu über­la­den. Es gibt bes­se­re Wege, sich zu ver­ewi­gen.

    • Seit der Anti­ke ist bestimmt auch Tau bekannt. Anson­sten ist es ja das Wesen der Wis­sen­schaft, dass sie Eta­blier­tes auch mal neu denkt.

  2. Wie wäre es mal mit einem Tag für kon­sens­fä­hi­ge Fou­rier-Trans­for­ma­ti­on? Das wäre sinn­vol­ler.

    Syn­the­se: 𝑦(𝑡) = Inte­gral über 𝑌(𝑓) exp(2𝜋𝑖𝑓𝑡) 𝑑𝑓

    Ana­ly­se: 𝑌(𝑓) = Inte­gral über 𝑦(𝑡) exp(−2𝜋𝑖𝑓𝑡) 𝑑𝑡

    Nun schrei­ben Theo­re­ti­ker natür­lich lie­ber 𝜔 statt 2𝜋𝑓. Wenn man aber bei der Syn­the­se über 𝜔 inte­griert, muss man das Ergeb­nis durch 2𝜋 tei­len, damit 𝑦(𝑡) kor­rekt repro­du­ziert wird. Schlim­mer noch: um die­se Unschön­heit aus­zu­glei­chen, haben eini­ge Elfen­bein­türm­ler ver­langt, man sol­le in bei­den Rich­tun­gen durch die Qua­drat­wur­zel von 2𝜋 tei­len. Schäd­li­che Neben­wir­kung: Das Ergeb­nis der Trans­for­ma­ti­on ist dann quan­ti­ta­tiv nicht mehr anschau­lich.

    Zurück zu den Wur­zeln: 2𝜋 aus­schrei­ben, sage ich.
    Das erspart einem dafür das 2𝜋 an Stel­len, wo es nichts zu suchen hat.

    Fun fact: Mit der von mir favo­ri­sier­ten Kon­ven­ti­on bleibt die Funk­ti­on 𝑦(𝑡) = exp(−𝜋𝑡²) sowohl bei Hin- als auch bei Rück­trans­for­ma­ti­on exakt erhal­ten.
    Das moti­viert auch die Defi­ni­ti­on der Jaco­bi­schen The­ta­funk­tio­nen.
    Man beach­te: 𝜋, nicht 2𝜋 im Expo­nen­ten hier. Nehmt das, Ihr Tau-Fans.

    • Ich hat­te die­sen Unsinn ja im Stu­di­um und kann somit begrün­det ver­kün­den, dass nor­ma­le Men­schen sich unter einer Kreis­zahl etwas vor­stel­len kön­nen, aber bereits den Begriff des Inte­grals nicht ohne Schau­bild ver­ste­hen. Da ist der ver­wen­de­te Buch­sta­be Maku­la­tur.

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