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Floh de Colo­gne – Dei­ne Frei­heit // Con­ten­tun­gläu­bi­ge fürs Inter­net

Nur noch fünf Minuten, Mutti!

Es ist Mon­tag. Ein guter Tag, um das Mann­sein zu erzäh­len! Es war ein­mal ein Jour­na­lis­mus. – Apro­pos Din­ge, die in Öster­reich so vor sich gehen: Mann hat Sex mit Schaf. Ich habe kei­ne Vor­ur­tei­le über Öster­reich, ich fas­se nur zusam­men.

Nicht mehr so oft zusam­men­ge­fasst wer­de hin­ge­gen die für nor­ma­le Men­schen uner­träg­li­che Ego­par­ty re:publica, bedau­ert Stef­fen Voß in sei­nem Blog. Das fin­de ich erst mal gut, weil die tage­lan­ge Domi­nanz die­ser Ver­an­stal­tung in den ein­schlä­gi­gen time­lines doch sehr lästig war, als sie noch bestand. Der dort impli­zier­te „Tod“ sozia­ler Medi­en als zen­tra­le Anlauf­stel­le für „das Inter­net“ ist aller­dings zumin­dest ein inter­es­san­ter Denk­an­stoß; der wie­der­um zur Fol­ge hat­te, dass in der Blogo­sphä­re alle, die ins Inter­net rein­schrei­ben, wie­der erklä­ren wol­len, war­um sie ins Inter­net rein­schrei­ben. Make Selbst­re­fe­ren­zia­li­tät Inhalt again. Eini­ge ver­lie­ren den Glau­ben an „Con­tent“ und gewin­nen ihn hof­fent­lich nicht so bald zurück. „Con­tent“ war mit all sei­ner nicht aus­ge­spro­che­nen Bei­be­deu­tung – irgend­was mit Geld und Ruhm – schon immer der Tod des Schrei­bens. (Viel­leicht hät­ten ein­fach alle im Use­net blei­ben sol­len. Aber da kann man ja nicht so gut Rekla­me schal­ten.)

Das fra­ge ich mich ja auch jetzt erst: War­um tritt die Bay­ern­par­tei eigent­lich nicht zur EU-Wahl (an die­ser Stel­le möch­te ich euch recht­zei­tig dar­an erin­nert wis­sen, einen Wür­fel für die Wahl­ka­bi­ne zu kau­fen) an? Ein Aus­tritts Bay­ern aus der Euro­päi­schen Uni­on wür­de doch vie­le Gege­ben­hei­ten des All­tags viel lusti­ger machen. – Trifft auch irgend­wie mei­nen Humor: Unge­fähr ein Jahr, nach­dem fünf rei­che Pfei­fen auf dem Weg zur Tita­nic von ihrem selbst­ge­bau­ten Tauch­ge­rät erdrückt wor­den sind, denkt eine rei­che Pfei­fe offen dar­über nach, mit einem selbst­ge­bau­ten Tauch­ge­rät zur Tita­nic zu fah­ren. Schö­ne Idee aus dem Inter­net dazu: Das soll­te eine jähr­li­che Ver­an­stal­tung wer­den. Mit Public Vie­w­ing. Da ergä­be der Begriff dann auch den eigent­li­chen Sinn.

Ergibt auch Sinn: Musik (alte). Manch­mal ohne Text, aber heu­te mal mit.

Dei­ne Frei­heit

Guten Mor­gen.