PolitikIn den NachrichtenPiratenpartei
Die Reso­lu­ti­on der Kom­mu­nar­den, Stro­phe 1.

Drau­ßen wei­gern sich die 21,6 Mil­li­ar­den Ton­nen Kli­ma­er­wär­mung beharr­lich, weg­zu­tau­en, und oft, wenn das Volk ande­res als Poli­tik, zum Bei­spiel Fuß­ball oder eben das Wet­ter, im Sinn hat, wer­den unbe­lieb­te Geset­ze erlas­sen, damit es wenig­stens nur weni­ge über­haupt zur Kennt­nis neh­men; es hat auch dies­mal funk­tio­niert:

Bun­des­prä­si­dent Horst Köh­ler hat heu­te das „Gesetz zur Bekämp­fung von Kin­der­por­no­gra­phie in Kom­mu­ni­ka­ti­ons­net­zen“ unter­zeich­net. (…) Der Bun­des­prä­si­dent geht davon aus, dass die Bun­des­re­gie­rung ent­spre­chend ihrer Stel­lung­nah­me vom 4. Febru­ar 2010 nun­mehr „auf der Grund­la­ge des Zugangs­er­schwe­rungs­ge­set­zes“ Kin­der­por­no­gra­phie im Inter­net effek­tiv und nach­hal­tig bekämpft.

Eigent­lich wäre dies ein Grund, erzürnt auf­zu­sprin­gen und/oder sich dar­über zu freu­en, dass die­se Mel­dung der Pira­ten­par­tei, die im Über­schwang ver­se­hent­lich mehr­fach falsch zitiert wur­de (zwi­schen „Löschen ist doof“ und „das Lösch­ge­setz ist doof“ besteht eben doch ein signi­fi­kan­ter Unter­schied), bei den kom­men­den Wah­len in Nord­rhein-West­fa­len eine recht ansehn­li­che Anzahl an Stim­men besche­ren dürf­te; die Lage ist hier aber noch ein wenig anders, wie man es aus­nahms­wei­se bei SPIEGEL Online tref­fend auf den Punkt bringt:

An die­sem Mitt­woch hat der Bun­des­prä­si­dent ein durch und durch ver­murk­stes Gesetz unter­schrie­ben, das mit der Ver­öf­fent­li­chung im Bun­des­ge­setz­blatt in Kür­ze in Kraft tre­ten wird – hin­ter dem aber kei­ne ein­zi­ge der im Par­la­ment ver­tre­te­nen Par­tei­en steht.

Horst Köh­ler ist seit sei­nem Amts­an­tritt der ein­zi­ge CDU-Poli­ti­ker, der mir mit fast jeder sei­ner Ent­schei­dun­gen eine gro­ße Por­ti­on Respekt abnö­tigt. Mit die­ser Unter­schrift unter ein Gesetz, das die, die es ihm vor­leg­ten, selbst nicht mehr durch­set­zen wol­len, hat er vor­erst ver­hin­dert, dass sich die Koali­ti­on recht­zei­tig aus der Affä­re zieht; ein revi­dier­tes Gesetz, das das alte auf­hebt, wird nun doch noch eine Wei­le dau­ern, und vor dem unter­schrie­be­nen droht in die­ser Form vor­erst kei­ne Gefahr. Zu Recht hat der­weil der AK Zen­sur eine Ver­fas­sungs­kla­ge gegen das Gesetz ange­kün­digt und gemein­sam mit eini­gen Ber­li­ner Pira­ten Prä­senz gezeigt. Jetzt bleibt abzu­war­ten, was die Regie­rung mit „ihrem“ Gesetz anzu­fan­gen gedenkt – zumin­dest der gel­be Teil der Tiger­en­te hat nichts mehr zu ver­lie­ren.

NetzfundstückeNerdkramsPiratenpartei
Kei­ne Iden­ti­cons für Andrea­se!

Gera­de schau­te ich wie­der ein­mal in den Ord­ner für abge­lehn­te Kom­men­ta­re und Ver­wei­se von ande­ren Web­sei­ten und fand so her­aus, dass ich unter ande­rem mehr­fach von Ulf Hun­de­i­ker erwähnt wur­de, der in sei­nem Bei­trag ein wenig über das Mut­ter­söhn­chen­tum von Bushi­do refe­riert. Dabei ver­weist er unter ande­rem auch auf das Pepi­log, genau­er: auf einen Arti­kel dort, der Sidos tat­säch­li­chen Namen zum The­ma hat. (Ein Sido ist, so weit ich das mit­be­kom­men habe, so was wie Bushi­do, nur anders.)

In des­sen Kom­men­tar­be­reich (also dem Pepi­log-Kom­men­tar­be­reich, nicht dem von Sido), in dem sich die Freun­de selt­sa­mer Klän­ge batt­le­ten gegen­sei­tig mit nicht unbe­dingt all­zu freund­li­chen Namen bedach­ten, wird zur leich­te­ren Unter­schei­dung der Nut­zer die Tech­nik der Iden­ti­cons ver­wen­det.

Ein Iden­ti­con ist, kurz gesagt, eine com­pu­ter­ge­nerier­te Gra­fik, die aus dem Hash­wert (einer Art Quer­sum­me) der eige­nen IP-Adres­se berech­net wird und somit jede IP-Adres­se welt­weit ein­deu­tig dar­stel­len kann. Eine ähn­li­che Tech­nik ver­wen­det auch die Netz­prä­senz, in deren Rah­men die­ser Text hier erscheint; die so genann­ten „Grava­tare“, die im Kom­men­tar­be­reich neben dem eige­nen Namen erschei­nen, sofern man die ver­wen­de­te Mail­adres­se kosten­frei ange­mel­det hat, wer­den aller­dings nicht dyna­misch erzeugt, son­dern kön­nen selbst ein­ge­stellt wer­den. (Dies auch, weil ich die mög­li­chen Alter­na­ti­ven, unter ande­rem eben sol­che Iden­ti­cons, nicht son­der­lich hüb­scher als die wei­ße Sil­hou­et­te vor grau­em Hin­ter­grund, die als Stan­dard-Grava­tar dient, fin­de.)

Genug des Exkur­ses. Ich besuch­te also das Pepi­log und schau­te gedan­ken­ver­lo­ren in die Gra­fik­spal­te, weil die Kom­men­ta­re nun wirk­lich nicht son­der­lich erwäh­nens­wert schie­nen, beweg­te mich durch die Sei­te, bis mein Blick an etwas haf­ten blieb, und stutz­te ein wenig, schau­te noch mal hin und muss­te grin­sen:

Gern auch noch mal in groß:

Damit mich nie­mand falsch ver­steht: Ich ken­ne die Swa­stika durch­aus auch ohne knall­ro­ten, dia­go­nal durch sie gezo­ge­nen Strich, und ich bin wahr­lich weit davon ent­fernt, jeg­li­che Sym­bo­lik, die man revi­sio­ni­stisch ver­ste­hen könn­te, auch so zu ver­ste­hen, aber ein wenig wun­der­lich mutet mir das schon an, dass mir da noch kei­ne empör­ten Auf­schreie irgend­wel­cher Zen­tral­rä­te zu Ohren gekom­men sind; zumal doch die­se Iden­ti­cons auf­grund des ver­wen­de­ten Algo­rith­mus‘, also tat­säch­lich zufäl­lig und unbe­ab­sich­tigt, alle recht ähn­lich aus­se­hen:

Soll­te jetzt irgend­ein Leser die­ses Tex­tes und Betrach­ter der ein­ge­bun­de­nen Gra­fi­ken in Per­so­nal­uni­on ernst­haft und ohne wie auch immer gear­te­te Iro­nie ent­spre­chen­de Maß­nah­men gegen jeg­li­che Inter­net­prä­sen­zen erwä­gen, die Gebrauch von die­ser Tech­nik machen, so bit­te ich um eine kur­ze Mit­tei­lung. Eine sol­che Gele­gen­heit zu einer Gesichts­pal­me kann ich nicht unge­nutzt ver­strei­chen las­sen.


(Im Pira­ten­fo­rum rol­len übri­gens sozu­sa­gen Köp­fe, nach­dem es kürz­lich zu eini­gen unschö­nen Macht­spiel­chen gekom­men war. Die Par­tei­füh­rung hat die Ver­ant­wort­li­chen, die noch nicht frei­wil­lig zurück­ge­tre­ten waren, ihres Son­der­sta­tus‘ ent­ho­ben und somit erste Sank­tio­nen ver­hängt. Es ist, fürch­te ich, aber nur noch eine Fra­ge der Zeit, bis auch die­se durch­aus begrü­ßens­wer­te Ent­wick­lung jeman­dem begeg­net, der ihret­we­gen Zeter und Mor­dio schreit. Dabei wäre die Ener­gie, die in sol­chem Kin­der­kram steckt, anders­wo wahr­lich bes­ser auf­ge­ho­ben; ande­rer­seits: Wer sich mit sol­chen Klei­nig­kei­ten auf­hält, stört wenig­stens nicht bei der Par­tei­ar­beit.)

In den NachrichtenPiratenpartei
Ase­xu­el­le Schlüpf­rig­kei­ten

Heu­te früh berich­te­te SPIEGEL Online erneut über irgend­was mit Olym­pia, und dies­mal hat­te es nicht ein­mal all­zu viel mit Sport als sol­chem zu tun:

Sport­lich, blond und halb­nackt zeigt sich die erfolg­rei­che US-Snow­boar­de­rin Han­nah Teter der­zeit in einem Sport­ma­ga­zin. Weil das nicht jedem gefällt, muss sie sich mit har­scher Kri­tik aus­ein­an­der­set­zen. Und wehrt sich.

„Har­sche Kri­tik“ kann ich ja ver­ste­hen, son­der­lich hübsch ist die Frau, wie ich mei­ne, nicht mal nicht­nackt. Die „Sit­ten­wäch­ter“ des Staa­ten­bun­des, in dem stän­dig irgend­wel­che Leu­te, die irgend­wer, der gera­de eine Waf­fe griff­be­reit hat­te, nicht beson­ders lei­den kann, über den Hau­fen geschos­sen wer­den, haben viel­mehr ein Pro­blem damit, dass Frau Teter oben­rum auch mal unbe­klei­det da sitzt, völ­lig unab­hän­gig davon, ob man die frag­li­chen Kör­per­tei­le über­haupt zu Gesicht bekommt oder eben nicht. Kein Wun­der, dass katho­li­sche Geist­li­che bei all der Hyper­se­xua­li­sie­rung durch Frau­en in Bade­klei­dung Lust auf Kna­ben­sex ver­spü­ren!

Unge­ach­tet der Tat­sa­che, dass Frau Teter mei­nes Erach­tens Recht hat, wenn sie die lächer­li­che Prü­de­rie in den USA beklagt, gehe ich doch zumin­dest nicht mit einer ihrer Reak­tio­nen kon­form:

„Die Bil­der sind ein biss­chen schlüpf­rig, aber abso­lut nicht sexu­ell“, sag­te die Ath­le­tin und beton­te: „Man soll­te dar­aus kein Dra­ma machen. Die Natur­völ­ker lau­fen in eini­gen Län­dern stän­dig nackt her­um, und kei­ner denkt an Sexua­li­tät. (…)“

Nun, auf kei­nem der Bil­der ist tat­säch­lich Nackt­heit zu sehen, es wird viel­mehr damit koket­tiert. „Wür­de ich mich auch nur um weni­ge Zen­ti­me­ter bewe­gen, könn­tet ihr unge­hin­dert auf mei­ne Brü­ste star­ren“, scheint ihr Mie­nen­spiel aus­drücken zu wol­len, und so weiß sie sehr wohl um die Sexua­li­tät, die in der­lei Auf­nah­men mit­schwingt. War­um sonst nahm sie nicht ein­fach die Hän­de bei­sei­te? – Den letz­ten Satz bit­te ich nach dem Lesen aus dem Gedächt­nis zu strei­chen.

Gestri­chen wird end­lich auch bei der Bahn, und der Pin­sel wird an den über­flüs­si­gen Angli­zis­men ange­setzt:

So wür­den Hand­zet­tel oder Bro­schü­ren nicht mehr als „Fly­er“ bezeich­net, Schal­ter nicht mehr als „Coun­ter“ und her­aus­ra­gen­de Lei­stungs­aspek­te nicht mehr als „High­lights“. Aus „Hot­lines“ sei­en „Ser­vice-Num­mern“ gewor­den.

Wegen „Ser­vice“ möch­te ich da jetzt auch kei­nen Auf­stand mehr anzet­teln, aber, ganz ehr­lich, aus­ru­fen:

Dan­ke, Bahn! :)

(Apro­pos Pira­ten­fo­rum noch mal: Der umstrit­te­ne Admi­ni­stra­tor „arvid“ ist vor­erst von sei­nem Amt zurück­ge­tre­ten, eine Stel­lung­nah­me der AG Forum wie der Bun­des-IT ist ab heu­te Abend zu erwar­ten; auch, wenn ich es als eher unwahr­schein­lich auf­neh­me, dass sel­bi­ge auch von denen gele­sen wer­den wird, die min­de­stens den Unter­gang der Pira­ten­par­tei anhand der Que­re­len bezüg­lich des Forums pro­phe­zei­ten, da doch selbst die Fest­stel­lung, dass da was nicht ganz sau­ber abge­lau­fen ist, für Spott taug­te.)

Nach­trag: Herr Sei­pen­busch höchst­per­sön­lich hat sich zu Wort gemel­det.
Nach­trag II: Auch die AG Forum gab nun die Stel­lung­nah­me ab.

PolitikIn den Nachrichten
Beschaf­fungs­maß­nah­men

Über eine gro­be Fahr­läs­sig­keit des OLG Ham­burg berich­te­te gestern Nach­mit­tag dpa, auf­ge­grif­fen unter ande­rem von hei­se online und netzpolitik.org:

Das Gericht habe, so heißt es, in einem Grund­satz­ur­teil nach aus­führ­li­chem Geze­ter der Staats­an­walt­schaft ent­schie­den, dass bereits das Auf­ru­fen von Kin­der­por­no­gra­fie im Inter­net auf­grund des damit ver­bun­de­nen Her­un­ter­la­dens in den Arbeits­spei­cher als „Beschaf­fung“ gel­te, auch ohne gezielt eine Spei­che­rung zu bezwecken.

Damit liegt die Beweis­last, wenn ich als Nicht­ju­rist das rich­tig ver­ste­he, künf­tig beim des Besit­zes von Kin­der­por­no­gra­fie Ange­klag­ten: Besucht er eine Inter­net­sei­te, die ohne sein Wis­sen mit kin­der­por­no­gra­fi­schem Mate­ri­al bestückt wur­de, so macht er sich damit, unab­hän­gig von sei­ner tat­säch­li­chen Inten­ti­on, straf­bar. Beson­ders bri­sant ist, dass es nach die­sem Urteil nicht ein­mal mehr pro­blem­los mög­lich ist, ent­spre­chen­de Inter­net­sei­ten, auf die man zufäl­lig stößt, den zustän­di­gen Anbie­tern zu mel­den, denn allein mit dem Wis­sen um eine sol­che Sei­te wür­de man sich qua­si auto­ma­tisch selbst anzei­gen.

Seba­sti­an Anders merk­te in der Zeit­schrift „Gigi“ bereits Mit­te 2009 an:

Ob nun jemand einen tat­säch­li­chen oder soge­nann­ten sexu­el­len Miß­brauch von Kin­dern auf­zeich­net oder nicht, ist genau­so uner­heb­lich, wie wenn eine son­sti­ge Straf­tat auf­zeich­net wird. Selbst der Staat ver­ar­gu­men­tiert die öffent­li­che Über­wa­chung unter ande­rem damit, daß Straf­ta­ten auf­ge­zeich­net und angeb­lich ver­folg­bar wür­den. Nach die­sem Cre­do wür­de er zum Kin­der­por­no­pro­du­zen­ten wer­den, wenn er die Mög­lich­keit hät­te, sei­ne Kame­ras in den Schlaf­zim­mern der Kin­der auf­zu­stel­len. Es wäre gera­de­zu lächer­lich, freie Bür­ger wegen des Besit­zes eines Doku­ments zu belan­gen, das eine Straf­tat schil­dert.

Nun, im Vor­raum des OLG Ham­burg scheint die­se Zeit­schrift nicht aus­zu­lie­gen, und so lässt es die dor­ti­ge Juri­ste­rei an tech­ni­schem Sach­ver­ständ­nis feh­len und argu­men­tiert auf der rein emo­tio­na­len Ebe­ne; viel­leicht hat man den Text aber auch nur selek­tiv quer­ge­le­sen und sich außer­halb jeg­li­ches Kon­tex­tes einen ande­ren Satz, wei­ter unten, gemerkt: „Selt­sa­mer­wei­se wird nur bestraft, wer Kin­der­por­no­gra­phie besitzt, sie aber nicht kon­su­miert, wäh­rend der­je­ni­ge straf­frei aus­geht, der sie kon­su­miert, aber nicht besitzt[…].“ (Anders, ebd.)

Selt­sam ist es wahr­lich, dass Gesetz­ge­bung und Urteils­spruch die­ser Tage nicht mehr von rein ratio­na­len Ele­men­ten abhän­gen; Raub­über­fäl­le und schwe­re Sach­be­schä­di­gung sind nur inter­es­sant, wenn die Opfer die­ser Taten einer nahe­zu belie­big defi­nier­ten Min­der­heit ange­hö­ren; wenn nicht, muss schon was schlim­me­res her, zum Bei­spiel sei­en der oder die Täter der rech­ten Sze­ne zuge­hö­rig, schon errich­tet der Bou­le­vard die Bar­ri­ka­den zwecks Drauf­ge­hens sei­ner Anhän­ger, getra­gen von der kol­lek­ti­ven der Gesell­schaft. Bei Sexua­li­tät, dar­um ging es ja eigent­lich, setzt es ent­spre­chend eben­falls nur aus, wenn es um Min­der­jäh­ri­ge geht – klar, weil sexu­el­le Hand­lun­gen ohne gegen­sei­ti­ges Ein­ver­neh­men, die man an erwach­se­nen Men­schen durch­führt, kei­ner­lei see­li­schen Scha­den anrich­ten kön­nen, viel­leicht auch nur, weil erwach­se­ne Men­schen nicht mehr mit unschul­di­gen Kin­der­au­gen in die Welt glot­zen und sich also kein Rei­bach mit dies­be­züg­li­chen Bil­dern von ihnen auf der Titel­sei­te machen lässt -, und da ist „Sch*anz ab!“ noch eine der harm­lo­se­sten For­de­run­gen, sofern der Täter männ­lich war, von „Ti*ten ab!“ habe ich bis­lang indes auch noch nie lesen dür­fen. (Die erneu­te Wort­zen­sur erfolg­te, wie üblich, auf­grund der Algo­rith­men gro­ßer Such­ma­schi­nen.)

Dass die­ses Urteil auch ganz ande­re uner­wünsch­te Neben­wir­kun­gen haben könn­te, ist dem Nacht­wäch­ter auf­ge­fal­len, der sei­nen Text fol­gen­der­ma­ßen über­schreibt:

Heu­te ganz exklu­siv für die weni­gen leser die­ses völ­lig unbe­ach­te­ten und sonst eher etwas inhalts­ar­men blogs eine prak­ti­sche und ein­fach durch­zu­füh­ren­de anlei­tung, wie man jeman­den wegen “besit­zes” von kin­der­por­no­gra­fi­schem mater­jal in den knast brin­gen kann. Die­se anlei­tung ist pra­xis­ori­en­tiert und lässt sich mit nur gerin­ger mühe in eine tat umset­zen. Die tat lässt sich nahe­zu spur­los durch­füh­ren, so dass kaum ein per­sön­li­ches risi­ko besteht, dabei erwischt zu wer­den — wäh­rend das opfer die­ser tat sicher ins visier der staats­an­walt­schaft gerät und mit hoher wahr­schein­lich­keit wegen der bil­der auf sei­nem rech­ner ver­ur­teilt wird.

Das Ver­fah­ren wur­de nun­mehr an das Amts­ge­richt Har­burg zurück­ver­wie­sen. Eine posi­ti­ve Ent­wick­lung kann jeden­falls ich, anders als ein Kom­men­ta­tor auf netzpolitik.org, lei­der nicht erken­nen. Ver­mag mir jemand Auf­klä­rung zu ver­schaf­fen?

PolitikIn den Nachrichten
Ich fass‘ es nacht.

Nun, da es däm­mert, lässt sich über die jähr­li­chen Kar­ne­vals­zü­ge berich­ten, ohne all­zu viel zu ver­pas­sen:

Nach Boni lech­zen­de Ban­ker, eine Mer­kel im Eva­ko­stüm und Wester­wel­le im Clowns­ge­wand: Auf den Rosen­mon­tags­zü­gen in Düs­sel­dorf, Mainz und Köln nah­men die Jecken die Wirt­schafts­kri­se mit Humor.

„Cri­sis? What Cri­sis?“ frag­te schon 1975 die Band Super­tramp, und von einer Kri­se war auch hier nur wenig zu sehen:

Unzäh­li­ge Kar­ne­vals­be­gei­ster­te hat­ten sich den Tag frei­ge­nom­men, um die Umzü­ge anzu­schau­en.

Die Aus­sicht auf Brot und Spie­le bzw. eilig in die Men­ge gewor­fe­ne Kame­le Kamil­le Kamel­le ist hier ver­mut­lich weni­ger ent­schei­dend als die Tra­di­ti­on und der Aus­bruch aus der Nor­ma­li­tät, die dann letzt­end­lich auch nur dar­in besteht, von Medi­en und per­sön­li­chem Umfeld über Augen- und Haar­far­be von Boris Beckers neue­stem Erzeug­nis infor­miert zu wer­den.

Statt­des­sen wur­de ein wenig harm- und auch recht zahn­los über die da oben her­ge­zo­gen, und wirk­lich stö­rend blie­ben für die weni­ger kar­ne­vals­af­fi­ne All­ge­mein­heit, die auch ohne täg­li­che Berie­se­lung durch durch das meist eher stö­ren­de Fern­seh­pro­gramm Spaß haben kön­nen, nur die Nar­ren mit erhöh­tem Mit­tei­lungs­drang im per­sön­li­chen Umfeld. John­ny hat eine ele­gan­te Lösung gefun­den:

Als noto­ri­scher Kar­ne­vals­ver­wei­ge­rer über­kommt einen daher der Drang, die kol­lek­ti­ve Absen­kung der Niveau­gren­ze im rhei­ni­schen Raum scham­los aus­zu­nut­zen.

So kann’s doch auch gehen.


Was natür­lich auch irgend­wie dazu passt wg. „wirt­schaft­li­chen Wohl­stan­des“:

Das US-Justiz­mi­ni­ste­ri­um hat Ende ver­gan­ge­ner Woche eine Taskforce für gei­sti­ges Eigen­tum ins Leben geru­fen. (…) „Die Zunah­me an Straf­ta­ten an gei­sti­gem Eigen­tum in den USA und im Aus­land bedroht nicht nur unse­re öffent­li­che Sicher­heit, son­dern auch unse­ren wirt­schaft­li­chen Wohl­stand“, unter­strich US-Justiz­mi­ni­ster Eric Hol­der die Bedeu­tung der Taskforce.

Rich­tig: Die öffent­li­che Sicher­heit. Immer die­se Raub­mord­ko­pier­ter­ro­ri­sten!

MusikNetzfundstückeNerdkrams
Goog­le Buzz: Ent­schul­di­gung, kann ja mal pas­sie­ren.

Aus aktu­el­lem Anlass folgt noch ein­mal ein Bei­trag zum The­ma Goog­le, ich bit­te um Nach­sicht. :-)

Goog­le hat wie­der ein­mal eine neue Nicht-Inno­va­ti­on zu bie­ten: Das sozia­le Netz­werk „Buzz“, das als Face­book-Alter­na­ti­ve ange­prie­sen wird und den eben­falls umstrit­te­nen E‑Mail-Dienst GMail um „sozia­le“ Funk­tio­nen erwei­tert, ist das der­zei­ti­ge „kom­men­de Ding“ für man­cher­lei Per­so­nen, unge­ach­tet der Tat­sa­che, dass Goog­le selbst inzwi­schen öffent­lich „schwe­re Pat­zer“ ein­ge­stand:

Goo­gles direkt nach dem Start hef­tig kri­ti­sier­ter Social-Net­wor­king-Dienst Buzz wird umge­baut, zum drit­ten Mal inner­halb von vier Tagen. Vor allem die ein­ge­bau­ten Daten­schutz-Lecks sol­len offen­bar gestopft wer­den – aller­dings nicht alle. Der Buzz-Start ist ein Desa­ster.

Es ist wahr­lich nicht so, dass die­se Mel­dung son­der­lich über­ra­schend käme, es ist nur erschreckend, dass aus den wie­der­hol­ten Daten­schutz­pro­ble­men der Goog­le-Dien­ste kein Goog­le-Nut­zer (erst mal anmel­den, ist von Goog­le, ob wir’s brau­chen, sehen wir dann) sei­ne Kon­se­quen­zen zieht, obgleich es wahr­lich genug Alter­na­ti­ven zu jedem von Goo­gles Dien­sten gibt, von denen kei­ner für auch nur annä­hernd schwer wie­gen­de Beden­ken bekannt ist.

Und wer ein wah­rer Goo­gle­freund ist, der ver­zeiht sei­nem Lieb­lings­kon­zern auch Aus­sa­gen wie die­se:

Man habe „schnell erkannt, dass man nicht alles ganz rich­tig gemacht habe“, so Jack­son, „das tut uns sehr leid“.

Goog­le ver­stößt mit jedem neu­en Dienst gegen fast jede mir bekann­te Vor­stel­lung von Daten­schutz und Pri­vat­sphä­re (hat eigent­lich mal einer von euch die AGB von Goog­le Wave gele­sen, in denen sinn­ge­mäß steht, Goog­le neh­me sich das Recht her­aus, jedes bei Goog­le Wave erstell­te Doku­ment belie­big zu modi­fi­zie­ren und zu ver­öf­fent­li­chen?), und statt mal etwas dar­an zu ändern, ver­si­chern sie lie­ber, wie Leid es ihnen tue. Unglaub­lich.

Man stel­le sich vor, wie groß der Auf­schrei wäre, wür­de Micro­soft ähn­lich ver­fah­ren; die Rufe nach Zer­schla­gung des Kon­zerns trie­ben unüber­hör­bar durch die Net­ze. War­um Goog­le von eini­gen Jour­na­li­sten und den mei­sten Nut­zern einen Frei­schein für gänz­lich unpi­ra­ti­ge und somit benut­zer­un­freund­li­che Unter­neh­mens­prin­zi­pi­en („Don’t be evil!“ ist natür­lich auch eine Fra­ge der Per­spek­ti­ve) bekommt, ist für mich unver­ständ­lich. Kann einer mei­ner geschätz­ten Leser mir da wei­ter­hel­fen?


Nach­trag von 22:22 Uhr: Mir ist gera­de wie­der ein­ge­fal­len, wor­an mich „Buzz“ erin­nert.

„The toys are us, and we don’t even know.“

Piratenpartei
Meu­te­rei im Pira­ten­fo­rum

Ach, du mei­ne Güte, da lässt man sie mal einen Tag lang allein und schon rich­ten sie nur Scha­den an.

Die Pira­ten­par­tei, wie üblich „die Pira­ten­par­tei“ genannt und in ihrer Gesamt­heit gemeint, steht der­zeit wie­der ein­mal in der Kri­tik für etwas, das nicht ein­mal ihr Ver­schul­den ist. Im Lau­fe der vori­gen Stun­den wur­de das Forum der Pira­ten­par­tei, nach­dem es wochen­lang hef­ti­ge Strei­te­rei­en um den Mode­ra­ti­ons­stil des Benut­zers „arvid“ gege­ben hat, von ihm und den bei­den ande­ren bis­he­ri­gen Admi­ni­stra­to­ren trotz jeg­li­cher Daten­schutz­be­den­ken auf einen pri­va­ten Ser­ver umge­zo­gen, ohne den Bun­des­vor­stand oder die ande­ren Foren­teil­neh­mer dar­über zu infor­mie­ren, was kur­ze Zeit spä­ter, nach­dem erste­rer im Bil­de war und erste Pro­te­ste bezüg­lich eben des Daten­schut­zes erklun­gen waren, wie­der rück­gän­gig gemacht wur­de.

Eini­ge Web­logs, unter ande­rem das stets unsach­li­che F!XMBR (Link bit­te selbst suchen) und das mir bis dahin völ­lig unbe­kann­te mthie spaces, waren schnell genug zur Stel­le, um dar­über zu berich­ten. Wenn ich selbst als ein Pirat, der in jenem Forum der­zeit eben­falls eine Sperr­zeit erdul­den muss, aus irgend­wel­chen Vor­gän­gen im Forum gefol­ger­ten Unsinn über „die Pira­ten­par­tei“ lesen muss, steigt mir die Gal­le hoch, und wenn mir die Gal­le hoch­steigt, ist das nicht sehr ange­nehm für zumin­dest mich. Ich ver­schaf­fe ihr ein wenig Luft, indem ich zorn­er­füllt eini­ge Din­ge klar­stel­len möch­te:

Zunächst ein­mal ist das Forum der Pira­ten­par­tei nicht „die Pira­ten­par­tei“. Sei­ne Betrei­ber sind nicht der Bun­des­vor­stand, ihre Mei­nung ist nicht die Mei­nung der Par­tei; viel­mehr han­delt es sich um ein Dis­kus­si­ons­fo­rum pri­mär für Pira­ten und ihre Sym­pa­thi­san­ten, aber auch ihre Kri­ti­ker. Wenn jetzt die­ses Forum von irgend­wo nach irgend­wo anders ver­scho­ben wird, ist dies kein Ver­rat an Par­tei­idea­len, da die Übel­tä­ter kei­nes­falls im Sin­ne des Par­tei­vor­stan­des, son­dern, so weit ich bis­lang mit­be­kom­men habe, gegen sei­nen Wil­len und ohne sein Wis­sen gehan­delt haben. Wie eben auch – zum Glück – nicht jedes The­ma, das von irgend­ei­nem Wirr­kopf in eben­die­sem Forum eröff­net wird, einen Dog­ma­sta­tus inne hat. Noch immer ist in roter Schrift über den Inhal­ten des Forums fol­gen­des zu lesen:

Dies ist ein öffentliches Forum.

Die tat­säch­li­che Par­tei­ar­beit fin­det zum Glück kom­plett außer­halb des Forums statt, zum Bei­spiel in Wiki, Tele­fon­kon­fe­ren­zen und Mai­ling­li­sten. Ich kann den Kri­ti­kern, die Forum und Par­tei ver­men­gen, bei all ihren Äuße­run­gen immer­hin inso­fern zustim­men, als die Pira­ten­par­tei, wäre das Forum tat­säch­lich in irgend­ei­ner Form reprä­sen­ta­tiv, ver­mut­lich längst in der Bedeu­tungs­lo­sig­keit ver­schwun­den wäre, und das nicht ein­mal zu Unrecht. Wäh­rend sich nun aber die gei­fern­de Men­ge auf das Forum stürzt, um die letzt­lich völ­lig irrele­van­ten Vor­gän­ge lust­voll zu zer­rei­ßen, beschäf­tigt sich die Par­tei­ba­sis nebst jeg­li­chen Vor­stän­den längst mit wich­ti­ge­ren Din­gen, zum Bei­spiel der Land­tags­wahl in Nord­rhein-West­fa­len. Das ist span­nen­der und ange­sichts aktu­el­ler staat­li­cher Ver­feh­lun­gen auch bri­san­ter als irgend­wel­che Macht­kämp­fe in einem Forum, die jeden­falls mich an den Film Das Expe­ri­ment erin­nern.

Soll­te jemand, der hier zufäl­lig vor­bei­stol­pert, tat­säch­lich ein wei­ter gehen­des Inter­es­se an der Par­tei­ar­beit haben, und sei es nur zu Recher­che­zwecken, möge er einen Blick in das Wiki wer­fen und die Bericht­erstat­tung über irgend­wel­che Ver­schwö­run­gen in der Pira­ten­par­tei, nur weil es in einem von der Par­tei­ar­beit völ­lig unab­hän­gi­gen Forum zu Kin­de­rei­en kam, kühl lächelnd igno­rie­ren.

NetzfundstückeNerdkrams
Knud­delt euren Ent­wick­ler!

Weil ich über den heu­ti­gen Auf­marsch links- und rechts­ra­di­ka­ler Staats­fein­de schon aus­rei­chend geschrie­ben hat­te und ich mich über das The­ma Schweiz, das noch viel Zünd­stoff zu bie­ten scheint, auch schon genug echauf­fier­te, bleibt auch der heu­ti­ge Tag hier poli­tik­frei.

Statt­des­sen eine pri­ma Akti­on, die ich als Valen­tins­tag­ver­äch­ter durch­aus gut­hei­ßen kann:

Die FSF Euro­pa lädt dazu ein, den mor­gi­gen Valen­tins­tag statt für Herz­chen und Blu­men dafür zu ver­wen­den, dem Ent­wick­ler bevor­zug­ter Gra­tis­an­wen­dun­gen ein Dan­ke­schön und/oder eine Spen­de zukom­men zu las­sen oder ihn ein­fach mal zu umar­men.

Natür­lich nicht, ohne vor­her zu fra­gen:

  • Send them a mes­sa­ge than­king them for their work
  • Buy your favou­ri­te pro­ject some cho­co­la­tes
  • Hug a deve­lo­per (ask per­mis­si­on first!)
  • Buy your favou­ri­te deve­lo­per a drink
  • Send a book to your favou­ri­te con­tri­bu­tor

Ich habe mein Soll in die­sem Jahr schon erfüllt. Für alle, die es mir gleich tun möch­ten:
Ich neh­me auch Umar­mun­gen ent­ge­gen.

Aus­nahms­wei­se.

In den NachrichtenNetzfundstücke
Medi­en­kri­tik XXII: Ana­chro­ni­sti­sche Klick­strecken

Und schon haben die Olym­pi­schen Spie­le wie­der ihre übli­che Tra­gö­die:

Die Spie­le von Van­cou­ver begin­nen mit einer Tra­gö­die. Kurz vor der Eröff­nungs­fei­er ist der geor­gi­sche Rod­ler Nodar Kuma­ri­ta­schwi­li beim Trai­ning aus der Bahn geflo­gen – und an sei­nen Ver­let­zun­gen gestor­ben.

All dies, ver­steht sich, gar­niert mit einer ein­träg­li­chen Klick­strecke mit Foto­auf­nah­men vom Unfall­her­gang; für die umfas­sen­de Bericht­erstat­tung natür­lich drin­gend not­wen­dig und nicht etwa blo­ßer Sen­sa­ti­ons­jour­na­lis­mus, doch nicht beim SPIEGEL, nein!

Wo doch sonst schon alles so schön recher­chiert wur­de, so dass nicht ein­mal die die­sen Text in sei­ner Gesamt­heit noch eben kurz hin­ge­schlu­dert haben­den Jour­na­lis­mus­lehr­lin­ge eine Dis­kre­panz bemer­ken konn­ten, zum Bei­spiel in den ersten Sät­zen inkl. Über­schrift; ich zitie­re noch­mals:

Unfall bei Olym­pi­schen Spie­len

Die Spie­le von Van­cou­ver begin­nen mit einer Tra­gö­die. (Ach­tung, jetzt kommt’s:) Kurz vor der Eröff­nungs­fei­er ist der geor­gi­sche Rod­ler (…) an sei­nen Ver­let­zun­gen gestor­ben.

Das dürf­te ein neu­er Rekord sein: Der erste „Olym­pia-Tote“, der schon tot war, bevor die Olym­pi­schen Spie­le über­haupt begon­nen haben! Na, wenn das mal kei­ne Medail­le gibt. Klar – „Im Vor­feld der olym­pi­schen Spie­le schließ­lich töd­lich Ver­letz­ter“ ist kei­ne so schön kur­ze Über­schrift. Kor­rekt­heit wird kor­rekt hint­an gestellt, die wesent­li­chen Inhal­te (Sport­ler, Olym­pia, tot) ste­hen ja drin.

Wohl wis­send, dass er für Splat­ter- und Unfall­bil­der sei­nen Inve­sti­ga­ti­v­jour­na­lis­mus, wie üblich, unge­ach­tet die­ses Tex­tes mit zahl­rei­chen neu­en Besu­chern rech­nen dürf­te, bleibt mir nur noch übrig, dem SPIEGEL ein nach­hal­ti­ges „Buuuuh!“ zuzu­ru­fen, wie es sich für schlech­te Lei­stung gehört. Bit­te näch­stes Mal bes­ser machen!


Ein wenig fröh­li­cher stimmt die­ser auf Spreeblick.com ent­deck­te und für gut befun­de­ne Ver­weis:
David Sanchez erklärt das mit den Bie­nen und den Blu­men ohne Bie­nen und Blu­men, dafür mit Kugel­schrei­bern. Zum Kugeln, sozu­sa­gen.

MusikKaufbefehleNerdkrams
Höchst erfreu­li­cher Brief­wech­sel wegen eines Wiki­pe­dia-Lösch­an­tra­ges

Für all die­je­ni­gen mei­ner Leser, die sich für die Ant­wort auf die total span­nen­de Fra­ge inter­es­sie­ren, wie es eigent­lich in mei­nem Post­ein­gang aus­sieht, folgt hier eine kur­ze Ant­wort aus aktu­el­lem Anlass:
Eine vor­treff­li­che Mail lan­de­te gestern in mei­nem Post­ein­gang und ver­an­lasst mich zu einer Kor­rek­tur.

Wäh­rend einer mei­ner zahl­rei­chen in der deutsch­spra­chi­gen Wiki­pe­dia ver­sumpf­ten Stun­den bemerk­te ich, eher zufäl­lig, einen Lösch­an­trag auf das Lem­ma The Void’s Last Stand, was einer­seits gut war, denn sonst hät­te sich die fol­gen­de Geschich­te nicht erge­ben, und ande­rer­seits gera­de­zu danach zu schrei­en schien, dass ich mir das mal anse­he.

The Void’s Last Stand, ihr erin­nert euch sicher, ist die Aache­ner Ant­wort auf The Mars Vol­ta und ihr Debüt­al­bum eine Wucht. Mei­ne eilig hin­ge­schmier­te Lobes­hym­ne auf die­se wir­re Geräusch­an­samm­lung wur­de prompt auf der Inter­net­sei­te der Band zitiert, und ich wer­de immer noch gut unter­hal­ten, lau­sche ich wie­der ein­mal den Klän­gen die­ser Musi­ker; Grund genug, mich in der Lösch­dis­kus­si­on wie auch im Arti­kel selbst krea­tiv zu betä­ti­gen. Der Begriff „Lös­chi­p­e­dia“, der gern für die deutsch­spra­chi­ge Wiki­pe­dia ver­wen­det wird (weil’s hier eben so etwas wie Min­dest­vor­aus­set­zun­gen für Arti­kel gibt und nicht jeder Schmonz enzy­klo­pä­disch wert­voll ist), ist bei stän­dig stei­gen­den Arti­kel­zah­len (es gibt natür­lich auch immer weni­ger, was noch nicht geschrie­ben wur­de) jeden­falls besten­falls Bock­mist.

Das Ziel der de.WP (ich kür­ze das jetzt mal ab) ist es kei­nes­falls, alles nur erdenk­li­che Wis­sen der Mensch­heit zu sam­meln, andern­falls hät­te eben­so jedes Lebe­we­sen, über das irgend­je­man­dem irgend­et­was bekannt ist, einen eige­nen Arti­kel ver­dient, mich ein­ge­schlos­sen; viel­mehr geht es um den Auf­bau einer Enzy­klo­pä­die über The­men aus allen Fach­be­rei­chen, sei es Recht, Bio­lo­gie oder Musik. Dass blo­ße Wer­be­tex­te eben­so kei­nen Platz in einem sol­chen Kom­plex bekom­men soll­ten wie Dif­fa­mie­rungs­auf­sät­ze („Felix aus der 9b riecht nach Nil­len­kä­se!“) oder nicht geneh­mig­te Kopien urhe­ber­recht­lich geschütz­ter Kolum­nen, stellt, so soll­te man mei­nen, kei­ne beson­de­re Hür­de dar, und es kann doch eigent­lich auch nicht all­zu schwer sein, für zum Bei­spiel eine Musik­grup­pe, der man über die Gren­zen des eige­nen Hei­mat­dor­fes hin­aus­ge­hen­de Bekannt­heit unter­stellt, Nach­wei­se zu fin­den, die ihr sel­bi­ge beschei­ni­gen, und wenn doch, soll­te man mal in Erwä­gung zie­hen, dass man mit sei­ner Ein­schät­zung viel­leicht doch dane­ben lag. Schon toll, die­se Wiki­pe­dia, so lan­ge alles drin­steht, was man sucht; und fehlt etwas, bloß nicht selbst Hand anle­gen, lie­ber war­ten, bis es jemand anders tut, und sich der­weil dar­über auf­re­gen, dass man nie fin­det, was man sucht, und über­haupt, war­um selbst einen Arti­kel schrei­ben, wenn kei­ne Gegen­lei­stung in Form von min­de­stens aus­führ­li­chen Dan­kes­schrei­ben von den Admi­ni­stra­to­ren höchst­per­sön­lich zu erwar­ten ist? Das ist ja wohl das Min­de­ste!

An dem Bei­spiel so einer gemein­schaft­lich erar­bei­te­ten Enzy­klo­pä­die inklu­si­ve gemein­schaft­lich erar­bei­te­tem Regel­werk kann man die sozia­le Kom­pe­tenz der Mit­wir­ken­den erken­nen. Die digi­ta­le Bohè­me als Spie­gel­bild der moder­nen Ellen­bo­gen­ge­sell­schaft – klingt wie ein pri­ma Buch­ti­tel. (Even­tu­el­le Autoren, die jetzt auf dum­me Gedan­ken kom­men, wer­den gebe­ten, sich recht­zei­tig aus der Deckung zu trau­en.)

Ver­zei­hung, mir ent­glitt das The­ma. Zeit, es wie­der ein­zu­fan­gen:

Als ich gera­de an der Ver­bes­se­rung und, hof­fent­lich, Ret­tung des Arti­kels arbei­te­te, schrieb mir Sän­ger Jonas Win­gens, der wie ich bis­wei­len in der prog­rock-dt-Mai­ling­li­ste mit­dis­ku­tiert, eine Dan­kes­mail, aus der sich ein Dia­log ent­wickel­te, in des­sen Ver­lauf es, natür­lich, auch um das bereits erwähn­te Album ging. Zufäl­lig erfuhr ich so, dass es inzwi­schen eine Neu­auf­la­ge mit aus­rei­chend gut les­ba­ren Buch­sta­ben gibt, die, wohl weil die Pro­duk­ti­on so gro­ßer Buch­sta­ben über­mä­ßig viel Geld und Arbeit kostet, nicht mehr im Eigen­ver­trieb für 4 Euro exkl. Ver­sand (selbst schuld, wer mei­nen Kauf­emp­feh­lun­gen nicht recht­zei­tig Fol­ge lei­stet), son­dern für einen etwas höhe­ren Betrag via Long Hair Music – ein CD-Ver­trieb, der auch sonst über­aus gute Musik im Kata­log feil­bie­tet – erhält­lich ist. Soll­te nun also jemand als Neu­le­ser hier ein­tref­fen und mei­ne Jah­res­rück­schau 2009 lesen: Mein dama­li­ger Kri­tik­punkt bezgl. der Schrift­grö­ße ist hier­mit nich­tig.

Und jetzt bleibt zu hof­fen, dass der Lösch­an­trag in der Wiki­pe­dia abge­lehnt wird. Die Ent­schei­dung fällt dem­nächst.

NetzfundstückeMir wird geschlecht
Bushi­do und der Femi­nis­mus

Ich befürch­te, mit mei­nem vori­gen Text eine Gren­ze über­schrit­ten zu haben, die nun unab­än­der­lich die­se Inter­net­prä­senz mit einem weit­hin sicht­ba­ren Zei­chen belegt hat. Unter ande­rem ver­mut­lich geschul­det dem Umstand, dass ich mit dem ver­link­ten Wei­be einen geho­be­nen Dis­kurs über Eis­kauf führ­te, in des­sen Ver­lauf ich tat­säch­lich das Wort „süüüüüüß“ (ich fas­se es nicht!) zu lesen bekam, wur­den auch umstrit­te­ne Femi­ni­stin­nen („Män­ner­quo­ten sind sexi­stisch, kei­ne Frau­en­quo­ten eben­falls“) auf­merk­sam und beehr­ten mich mit ihrem Besuch. Natür­lich macht es mir nichts aus, Inter­es­sen­ten zu gewin­nen; ich habe nur ein biss­chen Angst davor, wo und in wel­chem Kon­text ich zukünf­tig zitiert wer­de. Au Backe.

Wäh­rend ich also furcht­erfüllt den Ansturm zur Kennt­nis nahm, ver­folg­te ich im IRC-Kanal der Pira­ten­par­tei eine Dis­kus­si­on über A‑cap­pel­la-Musik, die neben­bei die Kom­mer­zia­li­sie­rung eta­blier­ter Grup­pen wie der Wise Guys zum The­ma hat­te, und ent­deck­te dort die­ses Video die­ser Com­bo, das ich ins­be­son­de­re nach Genuss der Betrach­ter­kom­men­ta­re als ein durch­aus amü­san­tes emp­feh­len möch­te, wenn­gleich die­ser Ein­druck kei­nes­falls all­ge­mein geteilt wer­den muss. Wer jeden­falls Night­wish und das Gen­re, dem sie ange­hö­ren, – wie ich – nicht aus­ste­hen kann, der möge sein beson­de­res Augen­merk auf die Instru­men­te und die Dis­kus­sio­nen zum Video legen. Herr­lich!

Der­art unter­hal­ten pfiff ich mir abschlie­ßend Ali­ce Schwar­zers Abrech­nung mit Bushi­do rein, der, so ist aus uner­find­li­chen Grün­den auf musikerpedia.de zu lesen, zu sehen und zu hören, eine Ein­la­dung zu einem öffent­li­chen Gespräch mit ihr des­halb aus­schlug, weil er befürch­te­te, sie wür­de niveau­lo­se Fra­gen über sei­ne Mut­ter stel­len, was, so Bushi­do, den ich vor einer Wei­le noch für mensch­lich gar nicht mal all­zu ver­kehrt hielt, völ­lig inak­zep­ta­bel sei. So was kön­ne er kei­nes­falls gut­hei­ßen, und auf sol­cher­lei plum­pe Pro­vo­ka­tio­nen wür­de er schlicht und sinn­ge­mäß mit „f*ck dich, du Fot­ze“ reagie­ren. (Wort­zen­sur erneut aus Grün­den der Such­ma­schi­nen­idio­tie, nicht aus ver­meint­li­cher Pie­tät; wir sind ja hier zum Glück noch nicht in den mora­lisch ver­kork­sten USA.)

Weil er es, so Bushi­do, schon immer so gemacht habe. Erklärt natür­lich eini­ges.

SonstigesNetzfundstücke
Leser (innen und außen)

Da fiel mir doch beim gedan­ken­lo­sen Her­um­klicken gera­de mal wie­der ein Web­log eines Mit­glieds der Pira­ten­par­tei auf, das die Sat­zung der Par­tei, die sich unter ande­rem die längst fäl­li­ge Abschaf­fung der Son­der­stel­lung von Frau­en auf die Segel geschrie­ben hat, offen­bar noch nicht voll­stän­dig gele­sen hat:

Die in der Pira­ten­par­tei Deutsch­land orga­ni­sier­ten Mit­glie­der wer­den geschlechts­neu­tral als Pira­ten bezeich­net.

Und dann schau­en wir mal in die Such­funk­ti­on des Pira­ten­wei­bes Web­logs (was schon ärger­lich genug klingt) und fin­den erst mal meh­re­re Sei­ten „Pira­tin“ und, au con­trai­re, immer­hin ein Ergeb­nis für „unpi­ra­tig“, und das hat es in sich, betont die Ver­fas­se­rin doch dort, dass es wich­tig sei, auf die „Außen­wir­kung“ sei­ner Wort­wahl zu ach­ten, wenn man Pirat ist.

Ich möch­te der Pira­ten­da­me hier kei­ne bösen Absich­ten unter­stel­len, ich neh­me auch an, dass sie die­sen Text nicht zur Kennt­nis neh­men wird, aber es ist doch schon erstaun­lich, mit wel­chem Selbst­ver­ständ­nis man­che Men­schen einer­seits (zu Recht) gegen die Grund­prin­zi­pi­en der Pira­ten­par­tei ver­sto­ßen­de Äuße­run­gen kri­ti­sie­ren und dann aber ande­rer­seits aktiv gegen die Zie­le der Par­tei han­deln. War­um soll­te man auch die eige­ne Son­der­stel­lung auf­he­ben wol­len?

Aber die­se für Frau­en lei­der kei­nes­falls unge­wöhn­li­che Hal­tung ist nicht der Grund für die­sen Bei­trag; viel­mehr kam ich ursprüng­lich auf die­sem Bei­trag an, der das Vor­ha­ben der CDU, die deut­sche Spra­che end­lich im Grund­ge­setz zu ver­an­kern (was ich, anders als so manch ande­re Idee der CDU, aus­drück­lich für gut befin­de), ordent­lich durch den Kakao zieht und dabei lei­der auf dem Niveau „Micro­soft heißt, haha, Klein­weich“ bleibt.

Und dort ver­linkt die über­zeug­te Frau auf die Sei­te, die eigent­lich im Zen­trum mei­ner Kri­tik ste­hen soll­te. Die­se Sei­te nennt sich „Cei­ber­Wei­ber“, was auch immer ein Ceib sein mag, bie­tet eben die­sem Arti­kel Spei­cher­platz und schmeißt auch sonst fröh­lich mit Bin­nen­ma­jus­keln um sich.

Dass es sich um ein „Frau­en Online­ma­ga­zin“ (nur echt mit Dep­pen Leer­zei­chen) han­delt, mag anhand des URL schon erra­ten wor­den sein, und kon­se­quent wäre es somit ohne­hin, von aus­schließ­lich Lese­rin­nen aus­zu­ge­hen; aber was fin­det man, klickt man auf den Ver­weis zu dem Arti­kel, vor? Lese­rIn­nen! Und, als wäre das noch nicht wun­der­lich genug, wird es wie­der­holt; gleich drei­mal ist von Lese­rIn­nen und immer­hin ein­mal von Tür­kIn­nen die Rede.

Über die inhalt­li­che Bedeu­tung eines Bin­nen-Is (hat die­je­ni­gen, die sol­cher­lei ver­wen­den, eigent­lich schon mal jemand gefragt, ob es ihre Inten­ti­on war, den Frau­en nur die Endung, den Män­nern aber die Bedeu­tung eines Wor­tes zu über­las­sen?) wur­de anders­wo schon aus­rei­chend geschrie­ben, das möch­te ich – ich bin ja nicht ALF! – nicht immer wie­der nur wie­der­käu­en, aber mir kam beim Lesen plötz­lich die Fra­ge in den Sinn, wie man es eigent­lich „kor­rekt“ ver­wen­det.

Ein ein­fa­ches Bei­spiel: Zwei Män­ner und eine Frau betre­ten in belie­bi­ger Rei­hen­fol­ge eine Eis­die­le. Han­delt es sich nun im Fal­le eines gemein­schaft­li­chen Eis­er­werbs um Eis­käu­fer, um Eis­käu­fe­rin­nen oder um Eis­käu­fe­rIn­nen? Gemäß der all­ge­mei­nen Ver­wen­dung wäre letz­te­rer Fall zutref­fend, es han­delt sich also um eine Grup­pe von Eis­käu­fern, in denen min­de­stens ein Mit­glied männ­li­chen Geschlechts ist. Die Endung „-innen“ ist aber ein Indi­ka­tor für die Plu­ral­form, zwei Exem­pla­re eines Eis­käu­fers sind und blei­ben Eis­käu­fer ohne Suf­fix, es muss also mehr als nur einen weib­li­chen Eis­käu­fer in der Grup­pe geben. Wäre also „Eis­käu­fe­rIn“ kor­rekt – zwei Eis­käu­fer und eine Eis­käu­fe­rin?

Hil­fe!

Nach­trag: Lie­ben Dank an das Weib, allein aus dem Betre­ten folgt noch kein Kauf. Logik­feh­ler hier­mit besei­tigt.

PersönlichesProjekte
Pro­to­koll einer Herz­chen­ver­schwen­dung (inkl. Kätz­chen)

Und es begab sich aber zu der Zeit, die Zeit der Rei­ni­gung genannt ward, dass sich aber­mals der Gedenk­tag des Hei­li­gen Kyrill von Salo­ni­ki jähr­te, im Volks­mun­de auch der Tag der Lie­ben­den genannt. Um auch sei­nen eige­nen Scha­fen ein wenig Lie­be zu spen­den, sprach der Vor­ste­her einer klei­nen Gemein­de wie folgt:

„Ich will auch in ihnen die Freu­de an die­ser edlen Zeit wecken!“

Und so hin­ter­ließ er, kaum merk­lich, ein Zei­chen, das zuvor nicht da gewe­sen war, um die Sin­ne zu ver­stö­ren und sie zu for­men nach sei­nem Wil­len:

Einer aber erkann­te die Mis­se­tat des Vor­ste­hers, und er trat vor das Volk und sprach: Ich will ihn leh­ren, unse­ren Geist zu ver­wir­ren!

Mit kun­di­ger Hand nun mach­te er sich, geschützt von der Dun­kel­heit der Nacht, dar­an, das Mal, das das Volk im Ban­ne hielt, zu zäh­men. Schließ­lich gelang es ihm:

Und alle, die das Mal nun sahen, gerie­ten in Ver­zückung, und ihre Her­zen war­den beseelt, und alle freu­ten sich voll usw.; die Moral von die­ser schö­nen Geschich­te: Abge­dro­sche­ner geht es immer.

(Alter­na­ti­ve Moral für prag­ma­ti­sche Per­so­nen und die, die den Bei­trag bis hier­hin nur über­flo­gen haben:
Herz­chen pas­sen nicht auf Geschäfts­kor­re­spon­den­zen.)

(Und all die­se Herz­chen-, Blu­men- und Kätz­chen­ver­schwen­dung ist erst Mon­tag vor­bei. Die Tage flie­ßen zäh dahin wie Kara­mell. Ach, Kamel­le gibt’s ja auch bald wie­der. Wir leben in wahr­lich tur­bu­len­ten Zei­ten!)

Musikkritik
Lese­tipp für Musik­freun­de: Mas­si­ve Attack im Schall­test

Im Auf­trag des guten Geschmacks bzw. der Schall­gren­zen ver­fass­te ich gestern einen wei­te­ren Bei­trag für die gemein­schaft­lich erar­bei­te­te Musik­re­zen­si­ons­rei­he Sound­check. Dies­mal haben sie, Peter und ich das neue Album Heli­go­land von Mas­si­ve Attack in die Man­gel genom­men. Es ern­te­te, anders als die Rezen­sio­nen selbst, ins­ge­samt durch­weg Zustim­mung.

Mein Resü­mee lau­tet wie folgt:

„Heli­go­land“ erreicht als Trip-Hop-Album ins­ge­samt natür­lich nicht die Klas­se von Archi­ves Über­wer­ken „Noi­se“ und „Lights“, aber es wäre auch reich­lich über­flüs­sig, klän­ge in die­sem Gen­re alles gleich. Nun ken­ne ich bis­lang die übri­gen Alben von Mas­si­ve Attack nicht (wer­de es bei­zei­ten nach­ho­len), bin aber durch­aus davon über­zeugt, dass es mit all sei­nen Stär­ken und Schwä­chen ein ins­ge­samt zwar durch­wach­se­nes, aber hand­werk­lich soli­des Album ist, das für jeden auf­ge­schlos­se­nen Musik­hö­rer sei­ne indi­vi­du­el­le Fas­zi­na­ti­on ent­fal­ten kann und wird. Über­sprin­ge ich die Titel, die mir miss­fie­len, so bleibt inklu­si­ve des ersten und des letz­ten Stücks noch immer genug Lauf­zeit für einen, nun, Trip übrig. Das genügt mir.

Die voll­stän­di­ge Fas­sung gibt es zusam­men mit den bei­den ande­ren Rezen­sio­nen drü­ben auf Schallgrenzen.de zu lesen, wo auch wei­ter­hin die bis­he­ri­gen Gemein­schafts­re­zen­sio­nen zu fin­den sind.

Guten Mor­gen und viel Spaß!