Na, auch Linux statt Windows zu Hause? Das gute Debian gar?
Dann patcht mal schön euren Kernel!
(Immer noch scrollend geschrieben.)
Na, auch Linux statt Windows zu Hause? Das gute Debian gar?
Dann patcht mal schön euren Kernel!
(Immer noch scrollend geschrieben.)
Eigentlich würde es mir ja schon reichen, könnten Regierung und Gesellschaft sich einigen, ob Männer jetzt aufgrund ihres Geschlechts bereit zum Töten sein sollen (Wehrpflicht) oder lieber nicht (Fernandes).
Es ist Montag. Gute Frage aus dem Internet: warum wird eigentlich alles immer einfarbiger? Die 80er waren in allen Lebensbereichen, Technik und Kleidung eingeschlossen, zu bunt, aber warum ist in den 2020ern alles nur noch schwarz und grau? Ist das so ein mindset-Ding? (Getippt auf einem schwarzen Schreibtisch vor einem schwarzen Bildschirm. Auf einem schwarzen Stuhl. Aber meine Tastatur ist eher cremefarben. Hihi (?).)
Ausgerechnet die Linkspartei ständig des Antisemitismus zu beschuldigen sei „eine zynische politische Instrumentalisierung“, mit der „beinahe jede Kritik an der israelischen Politik mit Antisemitismus“ gleichgesetzt werde.
Zumal Völkermord ja neuerdings Auslegungssache zu sein scheint. – (Habt ihr eigentlich schon alle ein Bundesverdienstkreuz? Nein? Warum nicht? – Mittlerweile halte ich diejenigen Menschen automatisch für ehrenvoller, die keines bekommen haben und wahrscheinlich auch niemals eines bekommen werden. Das ist offensichtlich eine höhere Hürde. Ein Bundesverdienstkreuz hat heute den Wert eines Sanifaircoupons. Und man kann damit auch ungefähr so überzeugend prahlen. [Will man das eigentlich, mit Orden prahlen?])
Apropos Verschwendung: Der Vorstandsvorsitzende des skrupellosen Umweltschmutzkonzerns Nvidia ließ jüngst die Weltöffentlichkeit wissen, welchen Nutzen es haben sollte, dass die Kinder künftig nicht mehr so viel können müssen; er könne sich nämlich nicht mal seine Adresse merken. Wofür auch? Es gibt ja Computer. Vorwärts immer.
Rückwärts immer aber gern auch: Musik.
Guten Morgen.
Aus Gründen.
Gedanke (trüb): Wenn die Verfechter von Recht und Ordnung jemals erfahren, wie einfach es ist, die Deutschen dazu zu bringen, jeder dahergelaufenen Website außer ihrem Namen, ihrer Anschrift, ihrem Geburtsdatum, ihren Kontodaten und ihrem Mausbewegungsverhalten auch noch ihre oft unnötig biometrischen Gesichtsaufnahmen mittels Formular zu übermitteln, wenn man ihnen nur verspricht, dass sie hinterher ein computergeneriertes Bild herunterladen können, auf dem sie aussehen wie der erbärmlichste Missbrauch eines Föns, den diese Welt jemals zu sehen das Missvergnügen hatte, dann können wir hier einpacken. Besser wird’s nicht mehr.

(Ich ja auch.)
Anika Taschke und Albert Scharenberg sprechen mit dem Wohnexperten Dr. Andrej Holm über die internationale Dimension der Bewegung[.]
Gut für die Demokratie sei es also, wenn die drei schwächsten Parteien, die allesamt Prozentpunkte verloren haben und insofern abgewählt worden sind (also die demokratische Mehrheit), gemeinsam die Regierung bilden, damit der Wahlsieger nicht regieren kann, weil der was gegen die Demokratie habe.
Man kann zweifelsohne die gefundene Lösung argumentativ verteidigen (AfD dohf), aber Wörter hatten irgendwann mal eine Bedeutung und Wahlen auch.
Gut. Ist ja bloß Sprache.
Es ist Montag. Wie sieht es eigentlich aus, wenn man sich die Arbeit mit einer „KI“ (dem Ergebnis eines „nie zuvor da gewesenen Ausmaßes an Diebstahl“, glaubt man Microsoft) erleichtern möchte, indem sie triviale Aufgaben übernimmt? Zum Beispiel so. Ob es sich jedoch lohnt, dafür gewaltige Wassermengen zu verschwenden, ist augenscheinlich noch nicht abschließend geklärt.
(Seit langem gute Empfehlung: Wenn ihr schon E‑Mail-Signaturen mit Werbung für irgendeinen Käse drin haben wollt, dann eine mit ASCII-Ribbon. HTML-Mails sind noch gruseliger als Wahlergebnisse.)
Apropos, der Parlamentarismus ist offenkundig ein voller Erfolg: In einer Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern hatte gestern niemand Bock (Archivversion) darauf, den Bürgermeister zu spielen. Das ist witzig. Man sehe mir aber nach: Statt mit Wahlberichterstattung (die fast so langweilig ist wie die Politik selbst) den Tag zu verplempern, habe ich gestern meine Zeit mit etwas Schönem verbracht, nämlich mit: Musik.
Moths can feel no pain.
Guten Morgen.
Ab Anfang 2027 steht die digitale Brieftasche EUDI-Wallet allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Einwohnerinnen und Einwohnern in Deutschland (…) freiweillig [sic! A.d.V.] zur Verfügung.
Die EU (Archivversion), sinngemäß:
Nein.
Ab wie vielen guten Gründen darf man EU-Skepsis eigentlich endlich als EU-Müdigkeit betiteln?
Gegen Obdachlosigkeit helfen Sitzbänke mit Armlehnen. Gegen Armut hilft Verbieten.
Nicht, dass Bahnfahren sonst ein Quell nie enden wollender Freude wäre, wenn man nicht gerade einen freien Terminkalender, ein schwach ausgeprägtes Sozialleben und eine erstklassige BahnCard 100 sein eigen nennt, aber eine Schippe drauflegen kann man ja noch (Archivversion):
Am Hauptbahnhof in Trier halten die Bundespolizisten einen Mann an, der gerade aus einem ankommenden Zug steigt. Schwarz gekleidet, kaputter Rucksack, mehrere Tattoos. Seinen Ausweis rückt er nur widerwillig raus. (…) Die beiden Beamten bitten ihn, mit auf die kleine Wache zu kommen, die die Bundespolizei am Hauptbahnhof hat. Dort werden seine Taschen und sein Rucksack kontrolliert. Sie finden nichts. Also kann der junge Mann wieder gehen.
Ein Tätowierter in schwarzer Kleidung ohne unmittelbare Absicht, eine Gewalttat zu begehen? An einem Bahnhof?! Da wäre ich jetzt aber auch sehr skeptisch gewesen. Zum Glück haben diese tapferen Polizisten unter Einsatz ihres Lebens dieses Monster vorübergehend in Verwahrung genommen. Wer weiß, was er sonst noch angestellt hätte!
Mindestens so viel wie diese junge Frau im gleichen Text bestimmt:
Die junge Frau beteuert, dass sie einen Fahrschein habe, nur ihr Handyakku sei leer. Deshalb könne sie ihn nicht zeigen. 60 Euro kostet das die 18-Jährige – und eine Anzeige wegen Erschleichens von Leistungen.
Soll halt einen Akku mitnehmen, der so lange hält wie die durchschnittliche Bahnverbindung einschließlich sämtlicher Verspätungen, diese gemeine Trickbetrügerin. Ist doch nicht die Schuld der Bahn, dass papierne Fahrkarten nur noch unter allergrößtem Protest verkauft werden.
Wo’s doch die Bahn sowieso gerade nicht leicht hat:
Scharfe Kritik von Bayerns Verkehrsminister: „Bahn gibt erbärmliches Bild ab!“
Billiger und pünktlicher wird’s halt auch nicht; weshalb sich endlich der Besitzer der Bahn, „wir alle“ (d.h. die Bundesregierung), einschaltet (knips) und handelt (Archivversion):
Bundeskanzler Friedrich Merz hat Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger wegen der hohen Spritpreise in Aussicht gestellt.
Dieser Spruch mit dem Fressen und Kotzen – er ist noch bekannt?
Es ist, meine Damen und Herren, und das möchte ich hier in aller Offenheit sagen, Montag. In der „taz“ durfte jemand mitteilen, er „glaube einfach, dass linker Content arschlangweilig ist“. Ich begrüße diesen Beitrag, fürchte aber, er wird die Situation nicht nachhaltig positiv beeinflussen. Wenn die Rechten eines beherrschen, dann das Spiel mit der Netzkultur.
(Der Oberrechte von Sachsen-Anhalt schlug derweil vor – Archivversion -, man könne doch das hochgerüstete Militär auch für effizienteres Abschieben verwenden. Die Empörung war groß: Deutsche Waffen dürfen nur Fluchtursache sein, niemals Rückkehrargument. Schwindendes Kulturgut: es noch selber merken.)
Computer, Computer: Es gibt einen Windows-98-Defragmentierungssimulator. Als alter Sack, der ein paar Jahre vorher seine ersten Gehversuche mit Windowssystemen hatte, löst das immerhin ein wohliges Raunen in meinen Innereien aus. Mittlerweile bin ich vorrangig mit macOS und iOS „unterwegs“, wie das wohl heutzutage genannt wird, doch auch dort ist manches in der Schwebe. Der Passwortverwalter KeePassXC etwa, unter unixoiden Systemen zu Recht recht beliebt, weil die Passwörter dort abgelegt werden, wo man sie selbst unter Kontrolle behält, hat mit ChiPass eine „KI“-freie Abwandlung bekommen, die ich enorm gut finde und darum dorthin umgestiegen bin. Möge dem Projekt Erfolg beschieden sein. Als RSS-Leser setze ich unterdessen seit bald zwei Jahren zufrieden Miniflux ein und gebe hierzu zu Protokoll, dass Unread, der von mir eingesetzte RSS-Leser für iPhones, seit kurzem auch nativ das Miniflux-API anzusprechen in der Lage ist, so dass das Fever-API dort deaktiviert werden konnte und ich endlich auch direkt aus Unread heraus Abonnements verwalten kann. Es ist ja nicht alles schlecht am Kapitalismus.
Du sagst immer „Spätkapitalismus“, als wär’ das bald vorbei.
Guten Morgen.
Grundsätzliche Idee für einen Systemwechsel: In einer absolutistischen Monarchie hätte die AfD nichts zu melden.
Es gibt Erfreulicheres als sehr gesprächige Menschen mit sehr lauter Lache, die offenbar eine Allergie gegen geschlossene Bürotüren haben.
Dieter Hildebrandt hätte heute sehr schlechte Laune.
Geschichtlicher Spaßfakt, der mir zugetragen wurde: Im BND wählten Agenten anfangs oft einen Tarnnamen mit Doktortitel, bis sich die echten Doktoren in Diensten des BND darüber beschwert haben, woraufhin es untersagt wurde. Dort zu arbeiten scheint nichts für Menschen mit gesundem Selbstwertgefühl zu sein.
Menschen, die „Bildung für Alle!“ auf Plakate schreiben und die Pointe dann nicht verstehen.
Wie es zustandekommt, dass zusehends blödere Menschen zusehends smarter heißende Geräte nicht nur sich zu leisten imstande sind, sondern genau das auch tun, lässt mir noch reichlich Raum zum Wundern.
Sobald mir eine Partei verspricht, im Falle ihres Wahlsiegs den Gebrauch der von sämtlichen Sportkommentatoren als einzig zulässige Formulierung für verbleibende Spieldauern anerkannten Phrase „Es sind noch zehn Minuten zu gehen“ unter empfindliche körperliche Strafen zu stellen, werde ich möglicherweise doch noch ein Fan des Parteienwesens.
Ein Sadist ließ mir über den hiesigen Kommentarbereich gegen meinen Willen eine Pressemitteilung zur digitalen Brieftasche zukommen. Ich bekomme jetzt meine Hand gerade lange genug aus dem Gesicht, um wenigstens drei Zitate anzubringen:
Der Name „d‑you“ verbinde laut Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger (CDU) mehrere Ebenen: Das „d“ stehe für digital und Deutschland, während „you“ die Nutzerinnen und Nutzer adressiere und bewusst in den Fokus stelle.
Ach so. Mal was anderes als unbewusst. Aber wäre es dann nicht einfacher, das Ding einfach „d‑u“ zu nennen?
Nein, natürlich nicht:
Gleichzeitig klinge der Name international und verweise auf den europäischen Kontext, in dem die Wallet eingesetzt werden soll.
Ein einziger Mitgliedsstaat der EU spricht hauptsächlich Englisch. Wäre Chinesisch da nicht eine klügere Wahl gewesen? Oder wenigstens Französisch, die europäische Sprache?
Ach, das könnt ihr ja nicht. Dafür klänge es weniger nach einer Automarke aus einer sehr lästigen alten Fernsehwerbung. Aber wer kennt schon Fernsehwerbung?
Zentrales Element des Logos ist eine Hand, die für Individualität und Selbstbestimmung stehen soll – im Sinne von: die eigenen Daten „in der Hand“ zu haben.
Unterstellen wir mal, dass das eine Hand sein soll und kein Blumenbouquet oder ein neues Microsoftprogramm: Denke ich an meine Daten in Verbindung mit zentraler digitaler Speicherung, ist eine staatliche Hand das Letzte, das ich da unbedingt haben muss.
Aber mich hat natürlich auch mal wieder niemand gefragt.
(Und „Wallet“ ist natürlich auch ein, wie wir Hobbyjugendlichen es bis heute gern nennen, räudiger Begriff. Man nenne es „Brieftasche“ oder versuche es am besten gar nicht erst.)