Für die CDU Deutschlands ganz klar: Es gibt keinen Völkermord in Gaza, wir stehen an der Seite Israels und der Ukraine im Kampf gegen den Terror und Aggression.
Dann ist ja alles gut.
Für die CDU Deutschlands ganz klar: Es gibt keinen Völkermord in Gaza, wir stehen an der Seite Israels und der Ukraine im Kampf gegen den Terror und Aggression.
Dann ist ja alles gut.
Nackte Zahlen:
Anzahl der Terroranschläge in Deutschland, die 2026 mit einer Vorratsdatenspeicherung verhindert worden wären:
0
Anzahl der Terroranschläge in Deutschland, die 2026 mit mehr Videoüberwachung verhindert worden wären:
0
Anzahl der Terroranschläge in Deutschland, die 2026 mit einer Messerverbotszone verhindert worden wären:
0
Anzahl der Terroranschläge in Deutschland, die 2026 mit Absperrungen gegen Automobile verhindert worden wären:
2
(2025)
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) beschloss während einer digitalen Schaltkonferenz aller 55 Mitgliedsverbände (von 211 FIFA-Verbänden) am Donnerstag den Boykott aller FIFA-Turniere für den Fall, dass Infantino sein Vorhaben weiterverfolgt. Dies ist angesichts der jüngsten Mitteilung der Fall.
Die ausbleibende Teilnahme am Lieblingssport von Funktionären – Zurückruderei – vorausgesetzt: Kein Verlust, für niemanden.
Unnötig unpopuläre Wahrheit: Möglicherweise sollten Regierungen ihre öffentliche Kommunikation nicht unbedingt über privatwirtschaftliche US-Plattformen (englischsprachig) abwickeln; aber da seien ja alle und man müsse das Volk ja „abholen“ (nicht wie früher, mehr so metaphorisch). Eine gute Regierung ginge stattdessen voran und ließe das Volk folgen, aber dafür müsste ja jemand dort sein wollen, wo die Regierung ist.
Erfreulich: Zusehends größere Teile der deutschsprachigen Bloggeria finden es ranzdämlich (formulieren es nur netter), wenn jemand eine „persönliche“ Website mit Texten befüllt, die er aber gar nicht selber schreibt, sondern einen Wahrscheinlichkeitsrechner („KI“) erwürfeln lässt. In den Kommentaren meldete sich umgehend ein „Blogger“ zu Wort, der es total gut findet, dass er der „KI“ wegen „seine“ Texte nicht mehr selber schreiben muss. Das sei ja immerhin auch Aufwand und das alles.
Zwar verhält es sich so, dass man keine Website haben muss, wenn man sich bockmäßig außerstande fühlt, dem damit verbundenen Aufwand gerecht zu werden, aber diese Erkenntnis setzt sich nur langsam durch. Man will die Texte, die man nicht selbst geschrieben hat, ja auch irgendwo hinschreiben und bei REWE und ALDI hat man schon Hausverbot, weil man alle anderen Kunden am Schwarzen Brett einfach nicht unbehelligt lassen konnte; und Graffiti sind in diesem Umfang illegal. Schade.
(Gibt es eigentlich inzwischen hinreichend gute „KI“s, die den ganzen anderen Quatsch mit der Websitepflege auch gleich übernehmen? Eine „eigene“ Website, in die man selbst allenfalls eine halbe Stunde Zeit „investiert“ hat und auf der fortan irgendwelche Computer mit der Welt reden – das wär’s doch. Aber die Werbebanner nicht vergessen. Die halbe Stunde Zeit muss sich ja lohnen.)
(Das Internet war ein Fehler.)
Noch mehr Einschübe in Klammern: Ich beschäftige mich in freien Minuten gerade (unter anderem) aktiv und passiv mit der Erzeugung elektronischer Musik. Ein Traum (so weit isses also schon) offenbarte mir, dass der Projektname „Content Gandalf Gurke“ noch frei sein könnte. Das stimmt wahrscheinlich sogar. (Erstaunlicherweise ist gemäß meiner ungefähr zehnsekündigen Recherche sogar „Gandalf Gurke“ ohne den Vornamen „Content“ noch nahezu unbenutzt.) Jetzt muss ich wohl tatsächlich etwas (gut genug hinbekommen und dann) veröffentlichen, bevor mir jemand diesen großartigen Namen wegschnappt.
Der MANNdat e.V. hat eine hilfreiche Handreichung für betroffene und/oder stellvertreterbetroffene Gegner der die Gleichberechtigung der Geschlechter mit Anlauf statt Gleitgel anal penetrierenden (Vorbereitung auf die) Kriegsdienstpflicht für Männer.
Ich schnaubte kurz: „‚Nei-hein‘, ‚Ich war’s nicht‘ und andere neue Pentagon-Strategien, um Kriege zu gewinnen“ (ebenfalls englischsprachig).
Es ist Montag. Eine der größeren europäischen microsoftarmen Alternativen zu Microsofts Nonsensplattform GitHub, Codeberg, gedenkt „KI“-Müll hostingbezogen auszusperren (englischsprachig, trotzdem). Die Natur heilt sich.
Apropos: Eine „KI“ habe im Web (!) Daten irgendwelcher Versicherter zusammengetragen, las ich vorgestern. Keines der berichterstattenden Medien fragte, warum diese Daten überhaupt auf einem Server außerhalb des Intranets herumlagen. Jedes hingegen fragte, wie man verhindern könne, dass sie gefunden werden können. Ich als der Versicherer uniVersa würde an dieser Stelle weniger über die Schlagzeilen als darüber nachdenken, was der von mir bezahlte Administrator eigentlich beruflich macht und ob ich für angemessene Bezahlung (war das das Problem?) keinen besseren finde, aber ich bin ja nicht der Versicherer uniVersa.
Offenlegung: Der Anonymes-VPN-Anbieter meines Vertrauens, Mullvad, hatte einen Vorfall, indem einer seiner Gründer Geld an eine blöde Partei gespendet hat. Nun verhält es sich so, dass ich eine Privatperson von dem ihr innewohnenden Vertragspartner unterscheiden kann und ich bei meinen Dienstmieten in der Regel die Frage, ob der Dienst mir von Nutzen ist, höher bewerte als die Frage, ob seine Chefs in ihrer Freizeit Eselchen häuten, obwohl ich Eselchen grundsätzlich sehr mag, ihre Häuter für schreckliche Menschen halte und gelegentlich selbst gern eines wäre, denn sie bekommen immerhin gratis Kost und Logis und keine Rechnungen mit der Post. Völlig folgerichtig mag ich unter Berücksichtigung des vorliegenden Kontextes (Kontext – auch so eine vergessene Kulturtechnik) den Ansatz von Mullvad, radical tolerance zu üben. Ein Dienst, der der Anonymisierung dienen will und soll, aber peinlich genau auf das private Treiben der Menschen achtet, hat seine einzige Aufgabe verfehlt. Ich persönlich hätte besagte Spende zwar weder getätigt noch, hätte der Spender mich vorher gefragt, befürwortet, aber ich bezahle Mullvad nicht dafür, dass sie politisch ein Zeichen setzen und/oder Haltung zeigen, sondern dafür, dass sie mir als Gegenleistung für die Herausrückung weniger Euro im Monat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Daten verschleiern. Alles Übrige ist kapitalistische Logik. Es gibt keine sozialen Unternehmen im Privatrecht. Sobald mal jemand einen nichtscheißen VPN-Dienst als e.V. rausbringt, bitte ich ansonsten um eine kurze Mitteilung per Kommentar, E‑Mail oder Höhlenmalerei.
Fast genau so alt wie Höhlenmalerei, klingt aber schöner: Musik.
Guten Morgen.
Das weitläufige Überwachungssystem des Madison Square Garden kann Gäste sekundengenau überwachen. Für das Probeessen des Popstars [Taylor Swift, A.d.V.] machten die Eigentümer jedoch eine Ausnahme.
Nützlich, so ’ne Videoüberwachung.
Wer 50 Prozent der Machtansprüche stelle, der müsse auch 50 Prozent der existenziellen Risiken tragen, weiß der MANNdat e.V. und hat damit natürlich völlig Recht. Mich überrascht nicht, dass die Wahlumfragen aussehen, wie sie nun mal aussehen. (Dass die Bösen den Sexismus zulasten der Männer einstellen werden, wenn sie mal die Möglichkeit dazu bekommen, halte ich übrigens für ausgeschlossen.)
Die Fünfprozenthürde, die uns allen „die Demokratie“ sichert, ist jedenfalls seit ihrer Einführung vor allem aus Humoristensicht Gold wert: Demnächst, so wird gemunkelt, erwische sie mit der SPD unter Umständen eine ihrer größten Fürsprecherinnen. Der Grund: 95 oder mehr Prozent der Wähler in Sachsen-Anhalt sind die Partei und ihre auf Plakate gestempelten Vortänzer schlicht leid. Man könnte – jenseits der Debatte darüber, ob man überhaupt noch die SPD in einem Landtag sehen wollen sollte – daraus etwas lernen, wenn man die SPD ist und Lust darauf hätte, den Großteil der Wahlberechtigten hinter sich zu versammeln, indem man zum Beispiel ausnahmsweise mal den Koalitionsgedanken in der Prioritätenliste noch hinter die Ermordung Rosa Luxemburgs einsortierte und mit Überzeugung das verträte, was unverbesserliche Optimisten „Arbeiterpolitik“ nennen (es wird sich doch bestimmt noch wenigstens eins der älteren SPD-Mitglieder an Arbeiter erinnern und kann davon erzählen?); oder man verlässt eben zum ersten Mal nach 1949 wieder ein paar Landtage, diesmal selbstverschuldeterweise, und lernt durch Schmerz.
Nur ohne Lernen.
Apropos Schmerz. Selbst die Kanzlerschaft Friedrich Merz’ lässt Raum für Jux (Archivversion):
Nach übereinstimmenden Medienberichten sagte der als Schnieder-Nachfolger vorgesehene CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler kurzfristig ab. Als Begründung führte er demnach mangelnde Erfahrung im Verkehrsbereich an.
Sollte der Bundeskanzler nicht also besser Finanzminister sein?
(Siehe auch: Postillon.)
Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
Als jemand, dem das Frühwerk Conrad Schnitzlers mit Kluster, (mittlerweile) Tangerine Dream und auch solo sehr zusagt, halte ich „Gold“ (Bandcamp, TIDAL) für ein höchst überzeugendes Album, musikalisch in der Tradition von „Blau“ und durchaus auch „Rot“ stehend, in deren Entstehungszeit ab 1974 auch dieses spät – fast dreißig Jahre später – erstmals veröffentlichte Album fällt.
Schnitzler experimentiert hier ein weiteres Mal mit allerlei elektronisch erzeugten Instrumenten, kurz höre ich sogar ein Akkordeon. Rhythmen und Harmonien sucht man hier freilich vergebens, „Gold“ ist ein Album der freien Form. Es zirpt, plingt und knarzt munter umher, erst in „Stück 12“ (alle Stücke sind zwar vergleichsweise kurz, jedoch auch eigentlich unbetitelt) kommt infolge der elektronischen Perkussion fast so etwas wie Tanzstimmung auf; wobei man selbst hierzu kaum tanzen kann, dazu passiert einfach zu viel. Eine orientalisch klingende Fast-Flöte improvisiert über heftigem Zwitschern und Blubbern über die quasi solierende Perkussion. Ist das Weltraumtechno? Mit dem folgenden 13. Stück, das klingt wie eine kühle, leere Fabrikhalle als Musik (langjährige Leser wissen, dass ich dieser klirrenden Kälte meist etwas abgewinnen kann), kommt auch etwas Industrial ins Spiel.
„Gold“ macht Spaß und ist enorm kurzweilig für diejenigen Menschen, die (wie ich) viele der bekanntesten Hervorbringungen der „Berliner Schule“, die oft so klingen wie eine Lavalampe aussieht, für unglaublich langweilig halten. Kein typisches Conrad-Schnitzler-Album, für mich aber (vielleicht auch deshalb) eines der besten.
„Scheiße Bernd (die Älteren erinnern sich), die AfD wird in Umfragen immer stärker! Was sollen wir nur tun?“
„Wir könnten die Freiheit der Bürger stärken. Je weniger Staat, desto weniger wird ein AfD-Innenminister später ausrichten kö-“
„So ein Unsinn! Nein, was wir brauchen, ist – ganz im Gegenteil – noch wesentlich mehr Staat! Der Bürger muss jederzeit Angst davor haben, dass der Staat ihm die Tür eintreten könnte, und er darf auf keinen Fall einen sicheren Computer besitzen, an den der Staat nicht von außen herankommt. ‚Journalisten‘ und ‚Anwälte‘, pah. Das haben die sich doch ausgedacht. So etwas existiert gar nicht. Ihr werdet sehen: dann ist die AfD machtlos!“
„Genial!“
Es ist Montag. Hallo! Zufällig sah ich dieser Tage eine Werbung für ein Produkt namens „City Light“, das wohl aus beleuchteten Werbetafeln besteht. Alles, was man über den Zustand der Menschheit in unserer postindustriellen, postironischen und postmodernen Zeit wissen muss, ist in dieser Namenswahl zu finden.
Der üble Tötungskonzern Palantir, Vertragspartner von allerlei Unrechtsregimes, schreibt „Golem“, stelle am liebsten denjenigen Menschenschlag ein, der kein Problem damit hat, dass seine „Arbeit“ Menschen tötet. Mord ist ja immer leicht toleriert, wenn man nicht dort ist, wo er stattfindet. Das ist ein bisschen wie mit der Wehrpflicht: Je weiter man von der Front entfernt in seiner Villa haust, desto großartiger findet man die Vorstellung, dass die Jugend in einem Land, das man auf der Weltkarte nicht mal annähernd verorten könnte, in den Tod geschickt wird. Man ist ja nicht die Jugend. – „Palantir“ kommt vermutlich aus einer Indianersprache und heißt ebenfalls vermutlich so viel wie „Drecksäcke“. Vermutungen zum Namen unseres allerliebsten Ministers für Verteidigung stelle ich hier im Übrigen nicht an. (Mich überrascht immer weniger, dass die Volksvertretung sich bevorzugt im gepanzerten Fahrzeug unters Volk begibt. Mich überrascht ebenfalls immer weniger, was daraus folgt.)
Quasi zum selben Thema ein gelungenes Zitat zu Reinhard Mey, das 2014 aufgeschrieben wurde, mir jedoch neulich erst begegnet ist:
Dann weigerte er sich auch noch, in komplett übersteigerten Maß an Deutschland zu leiden. Vor allem war er zu sehr Mensch und hatte zu viel Verständnis.
Medienkritik: In der dieswöchigen Folge der „Anstalt“ wird sich fast eine Stunde lang im Wesentlichen über das Wahlprogramm der sachsen-anhaltinischen AfD ausgelassen. Nun kann man dessen Inhalt nebst Partei sicherlich begründbar irgendwie nicht gut finden, aber die Implikation, dass Wahlprogramme seit 1949 irgendeine Partei nach einer Wahl noch interessieren, ist witzig. Glauben die Menschen ohne jede Ironie (zugegeben: Agitation und Ironie – zwei unvereinbare Ziele), ausgerechnet die AfD wäre, soweit es ihre Wahlversprechen betrifft, die einzige ehrliche Partei? Wenn ja: warum?
Statt keiner Angst: Nur Mut.
Guten Morgen.
(Nachtrag: Der Montagspanda war ein Duplikat. Um Verwirrung zu vermeiden, wurde er entfernt. Ich bitte um Nachsicht.)
Danger Dan ist eben kein Kurt Tucholsky.
Daniel Bax
Der Kommunalwahlkampf in Niedersachsen läuft schon jetzt genau so überzeugend wie erwartet, lese ich vergnügt: Da leistet sich eine mit allerlei Geld ausgestattete Partei, bei der sogar die Mitgliedschaft einigermaßen teuer ist, in exakt drei relevanten (und daher groß gedruckten) Wörtern auf ihrem Kommunalwahlplakat einen sprachlichen Fauxpas – gutes Lektorat ist halt teuer – und stellt dann pünktlich zum Aufhängbeginn fest, dass man leider-leider schon zu viele Plakate bestellt hat und das jetzt deswegen halt so bleibt.
Ist ja bloß Sprache, das muss man als Partei nicht so können.
Obiges Franz-Beckenbauer-Zitat, las ich heute in der „WELT“ (will nicht direkt verlinkt werden, LSR), purzelte aus Daniel Funke, Ehemann des umstrittenen „Politikers“ Jens Spahn, heraus, nachdem bekannt geworden war, dass zuvor noch etwas anderes aus ihm herausgepurzelt war, nämlich ein Kind mit einer nicht mit ihm verheirateten Leihmutter in/aus den Vereinigten Staaten. Dem „kleinen Menschen“ schrieb man außerdem bereits jetzt, also lange, bevor er lesen kann (was womöglich derweil gut für den Familienfrieden ist), auf Instagram, wo er, geht es nach dem Willen seiner Partei, noch lange nicht vertreten sein wird, den Wunsch, „Gottes reicher Segen“ möge ihn auf seinem „Weg beschützen“.
Der liebe Gott, das möchte ich dem Gefrömmel nur kurz entgegengestellt haben, hätte ausweislich der Bibel die vorliegende Situation möglicherweise komplett anders beurteilt; aber was weiß der schon?
Dass in der Debatte über Nichtbinär- und Diversentum einiges bisweilen zumindest wunderlich zugeht, ist nun nichts Neues; aber eine Frage hätte ich dann doch, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, „die Bildungsgewerkschaft im DGB“ (GEW über GEW):
Alles toggo bei euch? Braucht ihr Hilfe? Zweimal blinzeln heißt Ja.
(Quelle der Tabelle) *reim*
