Senfecke:

  1. Du, es wird ein Biss­chen pein­lich lang­sam – für Dich, nicht für Linux-Nut­zer. Denn der Linux-Ker­nel hat immer wie­der Zero­days, so wie jede ande­re Soft­ware auch. Aber mit einem unixo­iden Betriebs­sy­stem kann man wenig­stens eini­ger­ma­ssen einen siche­ren Betrieb dahin­ge­hend gewähr­lei­sten, dass man das System ver­steht. Die Mil­li­on Pro­gram­me, die bei Win­dows alles mög­li­che machen (und bei wei­tem nicht nur das, was doku­men­tiert ist), ver­steht ver­mut­lich nie­mand mehr. Einen Win­dows-Rech­ner sicher zu betrei­ben kann man ent­spre­chend in der Pra­xis ver­ges­sen, wäh­rend es schwie­rig ist, unixo­ide Syste­me in der Pra­xis eini­ger­ma­ssen sicher zu betrei­ben.

    • Win­dows­nut­zer rei­ßen ja aber auch nicht in sozia­len Medi­en fort­wäh­rend die Klap­pe auf, wie viel siche­rer sie unter­wegs sind, bloß weil sie ein Instal­la­ti­ons­pro­gramm durch­ge­klickt haben, und brau­chen daher auch kein Kor­rek­tiv.

      Und den Linux­nut­zer, der sein System voll­um­fäng­lich ver­steht, nöch­te ich erst mal ken­nen­ler­nen. Anders als etwa unter Open­BSD sind die Man­pages von über­schau­ba­rer Qua­li­tät. Und die mei­sten Neu­li­nux­er haben nie im Leben eine Zei­le C‑Code ver­stan­den.

      • Kei­ne Ahnung, was du da erzählst. Mir berich­ten dau­ernd Win­dows Nut­zen­de, dass ihr System doch sicher sei, weil sie Updates ein­ge­spielt haben und iwas an Dritt­s­oft­ware wie Anti­vi­ren Syste­me oder komi­sche Clea­ner instal­liert haben.

        Und von Admin Sei­te kommt die­se Aus­sa­ge auch dau­ernd, mit dem Hin­weis „Linux als Hob­by Pro­jekt kann ja gar­nicht sicher sein“. 🤦‍♂️

        • Was ja stimmt. Soft­ware all­ge­mein ist nie ganz sicher, und Linux hat halt einen gewal­ti­gen Nach­teil gegen­über guten Betriebs­sy­ste­men: Für so was wie Qua­li­täts­si­che­rung fehlt’s da ein­fach an Res­sour­cen. Und das merkt man oft.

          • Um Cloud Stri­fe zu zitie­ren: „Ich bemit­lei­de dich, denn du hast über­haupt nichts ver­stan­den.“
            Schö­nen Abend noch und viel Spaß mit dei­nem „siche­ren“ Win­dows.

                • „Linux hat einen Bug“ ist „het­zen“ und das darf man nur, wenn man Win­dows nutzt.

                  Ach so.

                  Hast du schlecht geschla­fen oder bist du nur all­ge­mein ein biss­chen begriffs­stut­zig? Ich mei­ne, du scheinst Linux­er zu sein, da erüb­rigt sich die Fra­ge fast, aber gestellt haben möch­te ich sie dann doch schon.

      • hi tux0r,

        du hast ne tux­pro­ject sei­te, und zer­reist dir über einen bug im linux die klap­pe,
        echt jetzt ? Und Du willst ein Linux­er sein ? Du hast eher das Win­dows­Cloud in der mache und lässt dich ein­sper­ren von Micro­soft, anstatt zu wis­sen, daß bei Linux jeden tag updates raus kom­men wo um eini­ges schnel­ler bugs schließt als bei Micro­soft…
        Und bei sowas so ne mel­dung raus zu hau­en *kopf­schüt­tel* Da soll­test du lie­ber vor­sich­tig sein, daß die ne Linux­grup­pe nicht die Web­page abschießt .. oder sonst was üble­res macht mit einem Win­dows 0Day explo­id ! Wo man dei­ne log­in­adres­se sieht als ip und die dann nach­ge­hen kann ;)
        Lass in zukunft sol­che däm­lacken News, das gehört sich nich !
        lie­be Grü­ße
        Black­crack

        • Nein, ich will kein Linux­er sein. Das ist unter mei­nem Niveau. Und nein, ich habe kei­ne Windows-„Cloud“. Ich wün­sche den Zwölf­jäh­ri­gen viel Glück beim „Abschie­ßen“, wie­so auch immer sie das wol­len soll­ten. Zu vie­le Fak­ten für das klei­ne Hirn?

          • gnh.. okey, noch­ma‘
            Hal­lo­le noch­ma tux0r
            hab ich schon gesagt daß ich keyswit­ches has­se in com­ment edi­to­ren *s*

            also noch­ma, Wenn Du heut Win 10 und 11 benutzt bist du bei Micro­soft mit einem Log­in regi­striert oder nicht und dei­ne Daten wer­den in einer Cloud gesi­chert ob du willst oder nicht, damit MS dir bes­ser auf die fin­ger schau­en kann, ob du willst oder nicht, ob die daten in den Staa­ten sind oder nicht, Du hast einen MS-Account und der iss in ner cloud.. ob du idri­ve oder so n mist benutzt oder nich, dei­ne anto­wort.. zeigt nur, wie intel­li­gent Du bist.. also, nich­mehr sol­che din­ger brin­gen wie„Windows iss bes­ser als Linux oder so n müll, sonst kanns echt mal pas­sie­ren, daß du… nich von mir, aber von einem dem du auf die füße trittst undd er das gar­nicht wizig fin­det.. und sich n spaß draus macht, dein System zu infil­trie­ren.. also lass den scheiss..
            lie­be Grü­ße
            Black­crack

            • also, nich­mehr sol­che din­ger brin­gen wie“Windows iss bes­ser als Linux oder so n müll, sonst kanns echt mal pas­sie­ren, daß du… nich von mir, aber von einem dem du auf die füße trittst undd er das gar­nicht wizig fin­det.. und sich n spaß draus macht, dein System zu infil­trie­ren..

              Du wirst hier kein „Win­dows ist bes­ser“ von mir lesen. „Linux ist der letz­te Rotz“ hin­ge­gen schon. Ein so pein­li­ches Würst­chen, dass man ein Betriebs­sy­stem so sehr ver­ehrt, dass man für es in den Hei­li­gen Krieg zieht, muss man natür­lich auch erst mal sein, aber nach allem, was in in Linux­fo­ren bis­her gele­sen habe, tum­meln sich sol­che Würst­chen vor allem dort.

              • Moham­met Brüda‘ machen auch einen hei­li­gen Krieg, war­um sollst nich Linuxir­re geben, die genau­so ab gehen… ich meins ja nur freund­lich mit dir..

      • Windowsnutzer reißen ja aber auch nicht in sozialen Medien fortwährend die Klappe auf, wie viel sicherer sie unterwegs sind, bloß weil sie ein Installationsprogramm durchgeklickt haben, und brauchen daher auch kein Korrektiv.

        Ich grin­se mir immer einen, wenn mir Leu­te erzäh­len wol­len, dass sie mit ihrer Instal­la­ti­on „in einer hal­ben Stun­de fer­tig“ sind. Wenn ich mei­ne durch­kon­fi­gu­rier­ten System­in­stal­la­tio­nen pla­ne, rich­te ich mich auf meh­re­re Tage ein (inzwi­schen teil­wei­se nicht mehr, weil ich mei­ne Kon­fi­gu­ra­tio­nen häu­fig von einem auf den ande­ren Rech­ner über­tra­gen kann, was den Zeit­auf­wand mas­siv ver­kürzt). Sol­che Unsinns­aus­sa­gen habe ich aber schon bei Linux und Win­dows bei­der­ma­ßen gehört. Ich stim­me dir aber zu, dass die Kom­pe­tenz zur Instal­la­ti­on sich nicht auf die Bedie­nung eines Instal­lers beschrän­ken soll­te.

        Und den Linuxnutzer, der sein System vollumfänglich versteht, nöchte ich erst mal kennenlernen.

        Dies betrifft wohl alle heu­ti­gen Syste­me glei­cher­ma­ßen. Es soll Leu­te gege­ben haben, die den C64 voll­um­fäng­lich ver­stan­den haben. Das ist bei der heu­ti­gen Kom­ple­xi­tät der Syste­me und der Viel­falt unter­schied­li­cher Hard­ware natür­lich nicht mehr mög­lich. Auch Linus Tor­valds wird den Ker­nel nicht mehr voll­stän­dig ken­nen. Aber auf­grund der Abstrak­ti­ons­ebe­nen heu­ti­ger Syste­me ist dies auch nicht mehr nötig. Man kann Linux auch nut­zen, ohne es zu „ver­ste­hen“.

        Und die meisten Neulinuxer haben nie im Leben eine Zeile C‑Code verstanden.

        Dies ist aber auch kei­ne „ver­pflich­ten­de Nut­zungs­be­din­gung“ für den Ein­satz von Linux – allen­falls ist dies hilf­reich. So muss ja auch nie­mand den Motor tau­schen kön­nen, um Auto fah­ren zu können/dürfen.

        • Dies betrifft wohl alle heu­ti­gen Syste­me glei­cher­ma­ßen.

          Rich­tig. Von den Nut­zern der mei­sten heu­ti­gen Syste­me muss ich aber auch nicht in ermü­den­der Regel­mä­ßig­keit lesen, ihr System sei das aller­geil­ste, weil sie den Code angucken kön­nen.

          Dies ist aber auch kei­ne „ver­pflich­ten­de Nut­zungs­be­din­gung“ für den Ein­satz von Linux

          Rich­tig. Es wird aber in sozia­len Medi­en und Foren immer wie­der als rie­si­ger Vor­teil ver­kauft. Dem hal­te ich etwas ent­ge­gen. Mehr nicht.

  2. Weil es jetzt hier und da mal eine Lücke im Ker­nel gab, muß man ja nicht gleich ein Faß auf machen. Ich bin schon etwas län­ger beim The­ma Com­pu­ter dran und nut­ze alle drei Syste­me schon ne Wei­le. Immer wenn auf macOS oder Linux ein Virus oder eine Sicher­heits­lücke gefun­den wur­de, wird wie­der mal eine „Sau durchs Dorf getrie­ben“. Täte man das bei Win­dows, so viel Säue gäbe es auf der gan­zen Welt nicht. Tja es gab schon mal Win­dows Syste­me, die prompt nach der Instal­la­ti­on mein­ten „das System sei unsi­cher“. Obwohl noch nix instal­liert war.
    Ich hab trotz­dem Spaß an mei­nem Linux Mint Note­book. Aber auch an mei­nem iMac. Bei bei­den hab ich ein „zuhause“-Gefühl, was ich bei Win­dows noch nicht so rich­tig hat­te. Momen­tan läuft Win­dows nur im Büro wegen dor­ti­ger Abhän­gig­kei­ten. Zuletzt hat­te ich die­ses „zuhause“-Gefühl bei Geo­Works. Kennt wohl kei­ner mehr. Oder doch? War noch „vor“ dem Inter­net, zumin­dest war das Inter­net damals nicht für End­ver­brau­cher.

  3. Ich füh­le mich kei­nes­wegs miss­ver­stan­den. Kri­tik ist berech­tigt. Ich schreib nur mei­ne Mei­nung und mei­ne Gedan­ken. Ich hal­te Linux trotz­dem für ein gutes und wich­ti­ges System, was das Inter­net tag­täg­lich am Leben hält. Sei es Rou­ter, NAS, Digi­tal­ka­me­ra, über­all läuft Linux. Und nicht zuletzt die zahl­rei­chen IoT-Gerä­te genannt. Vie­le Web­ser­ver lau­fen auch auf Linux. Man soll­te aber auch das Gleich­ge­wicht gegen­über ande­ren Syste­men her­stel­len.
    iOS ist bei­spiels­wei­se ein recht abge­schot­te­tes und siche­res System. Wobei ohne Sicher­heits­lücken wohl auch kein Jailb­reak mög­lich wäre. Man sieht, Sicher­heits­lücken gibt es über­all. Man muß nur abwä­gen. Mir scheint, bei Win­dows-Syste­men wird viel „unter den Tep­pich“ gekehrt, weils nor­mal ist.

    • Sei es Rou­ter, NAS, Digi­tal­ka­me­ra, über­all läuft Linux.

      Bei mir nicht. Da geht es ja schon los…

      Linux kann (wie Win­dows, Open­BSD und mei­net­we­gen Hai­ku) über­all ein­ge­setzt wer­den. Die Bin­se, dass es tat­säch­lich auch über­all läuft, ist aber schlicht nicht wahr. Ich weiß nicht, was sich Linux­er von die­sem Mär­chen erhof­fen. Markt­an­tei­le? Wofür?

      iOS ist bei­spiels­wei­se ein recht abge­schot­te­tes und siche­res System.

      Rich­tig, emp­feh­le ich auch gern wei­ter.

      Wobei ohne Sicher­heits­lücken wohl auch kein Jailb­reak mög­lich wäre.

      Das ist auch nicht mehr so leicht. Gut so.

      • Wo läuft Linux denn nicht? NAS-Syste­me bau­en doch meist auf Linux, nein? Rou­ter auch. Oder läuft auf einer Fritz­box z. B. kein Linux? Auf mei­nem GL.inet man­go auf jeden Fall. Und auf mei­nen Uni­fi-Kom­po­nen­ten im Büro und zuhau­se auch, oder?
        Dann nut­ze ich auch Gerä­te von Shel­ly, da läuft mit Sicher­heit auch Linux drauf, oder? Mit Sicher­heit, weil ich mir nix ande­res vor­stel­len kann. Heißt aber nicht, daß ich den Fak­ten wider­spre­che, soll­te doch was ande­res drauf lau­fen.
        Sicher bin ich mir jeden­falls, daß beim Pi-Hole auf einem Pi auf Linux läuft. Eben­so mein Libre­Elec mit Kodi, mit dem ich tag­täg­lich mei­ne Vide­os am Fern­se­her schaue. Life-TV ist schon lan­ge bei mir vor­bei. Wobei mein Kath­rein Recei­ver bestimmt auch ein Linux drun­ter hat. Bestimmt, weil ich es nicht genau sagen kann. Es gibt aber Anzei­chen dafür. Aber ich kann auch falsch lie­gen.
        Mein mon­sieur cui­sine nutzt auch Linux, oder? Scheint ein Android zu sein, was da unter­halb der Anwen­dung läuft. Eben­so mein Toli­no Page.

        Im Büro nut­zen wir ESX als Hyper­vi­sor, da läuft auf jeden Fall ein Linux. Eben­so auf der Fire­wall und den oben erwähn­ten Netz­werk­kom­po­nen­ten wie Swit­ches und Acces­s­points von Uni­fi.

        Und: Ich bin kein Linux­er. Ich nut­ze alle was mir in die Fin­ger kommt. Emp­feh­len tue ich mitt­ler­wei­le nix mehr, weil ich es leid bin in eine Trom­pe­te zu bla­sen. Jeder darf das nut­zen was er / sie will. Ich bin jeden­falls mit mei­ner Kom­bi­na­ti­on aus macOS und Linux (Linux-Mint auf dem Note­book und Linux auf dem Man­go-Rou­ter) glück­lich. Eben­so auf dem NAS. Mit Win­dows bin ich hin­ge­gen weni­ger glück­lich und nut­ze das pri­vat nicht.

        • „Bei mir läuft Linux auf irgend­wel­chen Netz­werk­ge­rä­ten“ ist eine doch sehr ande­re Aus­sa­ge als „Linux läuft immer auf Netz­werk­ge­rä­ten“.

          Mit Sicher­heit, weil ich mir nix ande­res vor­stel­len kann.

          Hier. Gera­de bei Embedded-Kram ist übri­gens öfter Net- oder Free­BSD drauf als man glau­ben soll­te. Ein­fa­cher Grund: Die Lizenz gibt es her, dass man dann nicht den Quell­code raus­rücken muss.

      • Linux kann (wie Windows, OpenBSD und meinetwegen Haiku) überall eingesetzt werden. Die Binse, dass es tatsächlich auch überall läuft, ist aber schlicht nicht wahr.

        Die­se Kri­tik ist wohl rich­tig. Aber was folgt dar­aus?

        Fak­tisch ist Linux prin­zi­pi­ell auf nahe­zu jeder Hard­ware lauf­fä­hig (die Beto­nung liegt auch „nahe­zu“). Wenn es dies nicht tut, dann kann dies wie­der­um vie­le Grün­de haben. Z.B. das aus irgend­wel­chen Grün­den nie­mand es anpasst und pake­tiert. Wenn es die nicht tut, dann viel­leicht wirk­lich weil die Hard­ware nicht geeig­net ist. So dürf­te es kaum mög­lich sein, Linux auf einem C64 lau­fen zu las­sen. Da ich stets jede Behaup­tung recher­chie­re, ler­ne ich gera­de, dass dies mit Krücken doch mög­lich ist. Inwie­fern das sinn­voll ist, mag JedeR selbst beur­tei­len. Aber fak­tisch habe ich Linux schon auf zahl­rei­chen Gerä­ten lau­fen gese­hen bzw. Berich­te dar­über gele­sen.

        Ich weiß nicht, was sich Linuxer von diesem Märchen erhoffen. Marktanteile? Wofür?

        Wen meinst (und kri­ti­sierst) du mit „Linux­er“? Ent­wick­le­rIn­nen? Oder viel­leicht doch Men­schen, die Linux zwar ein­set­zen, aber kei­ne Ahnung haben und daher Halb­wahr­hei­ten ver­brei­ten? Wohl kaum jemand, der/die sich wirk­lich und inten­siv mit Linux aus­ein­an­der­setzt wird den von dir rich­ti­ger­wei­se kri­ti­sier­ten Unsinn sel­ber ver­zap­fen! Falsch­aus­sa­gen zu kri­ti­sie­ren ist rich­tig. Dann aber bit­te im rich­ti­gen Kon­text.

        • Die­se Kri­tik ist wohl rich­tig. Aber was folgt dar­aus?

          Das­sel­be, was auch aus der Behaup­tung folgt, man bekä­me Linux „fast über­all“ zum Lau­fen: Nichts. Ein Betriebs­sy­stem muss auf mei­ner Hard­ware lau­fen. Und das tut bei Wei­tem nicht nur Linux. Damit ist das kein Argu­ment für Linux.

  4. Komm, ich nehm das Stöck­chen auch noch mal auf, wuff! Wo du kom­mu­ni­zierst, wäre es, falls du denn etwas mit­tei­len möch­test, hilf­reich, zwi­schen Heimanwendern/Desktop, Ter­mi­nals, Ser­vern und bla­bla zu unter­schei­den. Sonst machst du exakt das, was der pau­scha­li­sie­ren­de Popanz, an dem du dich arbei­test, sei­ner­seits lie­fert.
    Ich monie­re und pran­ge­re aber vor allem das Ritu­al in der Über­schrift an. Das hat etwas von „fried­li­cher als die USA“ in Bezug auf jedes Schar­müt­zel auf die­sem Pla­ne­ten. Aber das mit der awa­re­ness rockt. Wuff! Wuff! *zun­ger­aus­strecks­mi­ley*

    che­ers.

    • Fried­li­cher als die USA war auch das Drit­te Reich, zumin­dest gemes­sen an der Anzahl an geführ­ten Krie­gen und gewor­fe­nen Atom­bom­ben. Gut, es hat­te nicht so lan­ge Zeit… (oje! Das gibt doch wie­der Post!)

      So lan­ge der pau­scha­li­sie­ren­de Popanz mir was von „siche­rer als Win­dows“ vor­tanzt, wer­de ich ihn zitie­ren. Ich hab‘ mir das ja auch nicht aus­ge­sucht. Heim­an­wen­der haben von Linux mei­nes Erach­tens nur sehr weni­ge Vor­tei­le gegen­über Free­BSD und mei­net­we­gen Hai­ku (und der Vor­teil gegen­über macOS ist eh nur „kost­nix“). Was auf einem Ser­ver läuft, juckt eh nie­man­den. Ich habe eine Zeit­lang einen Free­BSD-Ser­ver für eine Par­tei betrie­ben, er konn­te pro­blem­los an einen Linuxad­min über­ge­ben wer­den, der sofort wuss­te, wo alles ist. Anson­sten hal­te ich Betriebs­sy­stem­weit­wurf für einen wenig ergie­bi­gen Sport. Da kriegt man höch­stens Herz­chen auf Mast­o­don, aber halt kein län­ge­res Glied.

      Dass Linux auf dem Ser­ver eine bes­se­re Idee ist als Win­dows, stel­le ich hier ja auch gar nicht in Abre­de. Da hast du lei­der schon Recht.

  5. Wel­chen Mehr­wert hast Du mit Dei­nem Blog eigent­lich für OSBN? Da kommt doch jetzt nicht wirk­lich etwas Kon­struk­ti­ves… Magst Dich nicht viel­leicht da abmel­den?

  6. Ich neh­me Tux0rs Anmer­kun­gen wahr und schau dann nach einem Patch, was i.d.R. dann schon auto­ma­tisch gemacht wur­de. Ich ver­ste­he auch sei­nen trie­fen­den Hohn, die mei­sten User sind naiv was Sicher­heit angeht, ande­re kom­plett drü­ber weil sie nicht begrei­fen das sie kein loh­nen­des Ziel sind.
    Und damit ist es auch gut was mich angeht, mir ist es scheiß­egal was ande­re auf ihrem Rech­ner haben.

  7. Um die­se teil­wei­se ent­glei­ste Dis­kus­si­on wie­der ein­zu­fan­gen und die­ses The­ma hof­fent­lich abzu­schlie­ßen:

    1. Soweit ich bei den vie­len Quel­len gele­sen habe, betrifft die­se Lücke übri­gens auch Win­dows (evtl. habe ich die­sen Hin­weis aber auch miss­in­ter­pre­tiert).
    2. Das Sicher­heits­frame­work AppAr­mor soll die­se Lücke teil­wei­se ein­gren­zen. Somit wäre eher die kon­struk­ti­ve Dis­kus­si­on zu füh­ren, wie man Linux-Syste­me bes­ser absi­chern kann.

    Jetzt kommt teil­wei­se „alter Scheiß“, der aber im Gesamt­kon­text wich­tig zum Ver­ständ­nis ist:

    1. Die­ser anrü­chi­ge Fall des _NSAKEY (https://de.wikipedia.org/wiki/NSAKEY) von 1998 wur­de nie wirk­lich befrie­di­gend auf­ge­klärt und ist daher als unge­löst zu betrach­ten.
    2. Eini­ge Quel­len (vor allem im eng­lisch­spra­chi­gen Raum) bestä­ti­gen, dass der Vater von Linus Tor­valds in der Hoch­zeit der NSA-Affä­re (von der inzwi­schen fälsch­li­cher­wei­se nie­mand mehr redet) berich­te­te, dass die NSA an sei­nen Sohn her­an­ge­tre­ten ist, dass er doch bit­te eine Hin­ter­tür in den Ker­nel ein­bau­en sol­le, was Linus aber ver­wei­ger­te. Und es hat ja schon auf der Anwen­dungs­ebe­ne Ver­su­che gege­ben, Schad­code in Linux zu imple­men­tie­ren, was aber auf­ge­fal­len ist.
    3. Vor etwa einem Jahr ging durch die Medi­en, dass der Chef­ju­sti­zi­ar von MS Frank­reich unter Eid bestä­tig­te, dass mög­li­cher­wei­se EU-Kun­dIn­nen­da­ten an die ame­ri­ka­ni­sche Justiz über­mit­telt wer­den. (https://www.heise.de/news/Nicht-souveraen-Microsoft-kann-Sicherheit-von-EU-Daten-nicht-garantieren-10494684.html) Die in vie­len Punk­ten rich­ti­ger­wei­se kri­ti­sier­te Fir­ma Apple ist in die­sem Punkt aller­dings wei­ter.
    4. Seit min­de­stens 2024 arbei­ten MS und Palan­tir zusam­men (https://www.heise.de/news/KI-Podukte-fuer-US-Geheimdienst-Palantir-und-Microsoft-erweitern-Zusammenarbeit-9829343.html, https://netzpolitik.org/2024/palantir-und-microsoft-warum-der-deal-ein-verlust-fuer-digitale-buergerrechte-ist/). Somit ist die Spio­na­ge bereits als fest im System ver­an­kert anzu­se­hen.

    Damit soll­te eigent­lich jeg­li­cher Dis­kurs bzgl. der „Sicher­heit“ von Win­dows been­det sein. Es ist rich­tig, Sicher­heits­lücken in Linux zu the­ma­ti­sie­ren und auch die­ses zwei­fel­los fal­sche Nar­ra­tiv des „Linux/OpenSource ist feh­ler­frei“ anzu­pran­gern. Aber kon­zep­tio­nell (Über­prüf­bar­keit des Quell­codes und anzu­neh­men­der Frei­heit von Hintertüren/Schnüffelsoftware) ist es fak­tisch so. Somit ist auch die Dis­kus­si­on über neu ent­deck­te Lücken im Ker­nel („Copy Fail“, „Dir­ty Frag“, „Frag­ne­sia“, …) zwar rich­tig und wich­tig, aber ins­ge­samt betrach­tet ein Neben­schau­platz. Daher emp­fin­de ich die­se Kate­go­rie hier (ohne dass sie kon­struk­ti­ve Impul­se setzt) in die­ser Form eben­falls als ziem­lich über­flüs­sig – wenn auch ich die Inten­ti­on sehr begrü­ße. Auch an die Kom­men­ta­to­rIn­nen gerich­tet: Wel­che Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge habt ihr?

    • Es gibt kei­ne siche­re Soft­ware. Man­che Soft­ware wird bes­ser audi­tiert als ande­re. Und es gibt natür­lich nicht das eine Betriebs­sy­stem, das für alle bes­ser ist als alle ande­ren Betriebs­sy­ste­me. Sonst gäbe es ja nur eines.

      Win­dows ist als US-System wie auch der Linux­ker­nel an bestimm­te Vor­ga­ben der US-Regie­rung gebun­den, was den NSAKEY erklä­ren könn­te. Das NSA-Export­ver­bot für siche­re Ver­schlüs­se­lung gilt zum Bei­spiel auch für Linux.

      • Es gibt keine sichere Software. Manche Software wird besser auditiert als andere.

        Das ist mir in sei­ner Aus­sa­ge auch etwas zu ein­fach. Es gibt aber „hin­rei­chend siche­re“ Soft­ware oder „Soft­ware ohne bekann­te Sicher­heits­lücken“. Anders könn­te man ja auch gar nicht arbei­ten. Und auch dies ist wie­der ein pro-Argu­ment für quell­of­fe­ne Soft­ware. Denn wel­che Glaub­wür­dig­keit hat ein Audit über pro­prie­tä­re Soft­ware, deren Aus­sa­gen und Erkennt­nis­se nicht gegen­ge­prüft wer­den kön­nen?

        Win­dows ist als US-System wie auch der Linux­ker­nel an bestimm­te Vor­ga­ben der US-Regie­rung gebun­den, was den NSAKEY erkö­ren könn­te. Das NSA-Export­ver­bot für siche­re Ver­schlüs­se­lung gilt zum Bei­spiel auch für Linux.

        Linus Tor­valds lebt in den USA, das ist rich­tig. Aber in wie fern ist der Linux-Ker­nel ein expli­zit ame­ri­ka­ni­sches Pro­dukt? So ist er wohl nicht gemeint. Und in wie weit soll sich der Fall von Phil Zim­mer­mann auf den Linux­ker­nel über­tra­gen las­sen? Wo hast du das her? Wenn dem so wäre, dann läge der Ker­nel ver­mut­lich schon eh längst in einem ande­ren Land. Zumal es ja ganz ein­fach mög­lich ist, ihn her­un­ter­zu­la­den und zu for­ken. Was also soll­ten die­se behaup­te­ten Auf­la­gen eigent­lich brin­gen?

        • Auch geschlos­se­ne Soft­ware wird audi­tiert, oft übri­gens bes­ser als offe­ne Soft­ware. Dass vie­le Men­schen, die kei­ne Zei­le Code ver­ste­hen, den Code angucken kön­nen, war jeden­falls noch nie ein gutes Argu­ment.

          Linux ist recht­lich gese­hen US-Soft­ware, die Linux Foun­da­ti­on sitzt dort und (nicht zuletzt) die US-Sank­tio­nen gegen Russ­land sind recht­lich bin­dend für den Ker­nel, wes­halb sie rus­si­sche Main­tai­ner raus­wer­fen muss­ten. Das bedeu­tet: Trump darf ent­schei­den, wer Linux ent­wickelt. Viel bes­ser als Win­dows…

          • Auch geschlossene Software wird auditiert, oft übrigens besser als offene Software.

            Für die­ses „bes­ser“ hät­te ich ger­ne einen Beleg. Aber: Das mag dar­an lie­gen, dass die pro­prie­tä­ren Anbie­ter (so sie denn ein Inter­es­se an einem Audit ihrer Soft­ware haben) häu­fig eher als eine Com­mu­ni­ty die Koh­le dazu haben, die­sen zu beauf­tra­gen.

            Dass viele Menschen, die keine Zeile Code verstehen, den Code angucken können, war jedenfalls noch nie ein gutes Argument.

            Natür­lich. So kann ich ins Muse­um gehen und mir Bil­der angucken, ohne „Kunst­ex­per­tIn“ zu sein. Aber es macht natür­lich wenig Sinn, mir Quell­code anzu­schau­en, wenn ich kei­ne Pro­gram­mie­re­rIn bin. Aber: Bei quell­of­fe­ner Soft­ware KANN ich mir den Quell­code anse­hen. Bei pro­prie­tä­rer Soft­ware geht das nicht. Oder nur, wenn ich einen NDA unter­schrei­be.

            Linux ist rechtlich gesehen US-Software, die Linux Foundation sitzt dort

            Ja, die LF sitzt dort. Aber der Quell­code ist offen, kann auf „Anord­nun­gen“ hin unter­sucht wer­den und kann (und wird) inter­na­tio­nal gespie­gelt. Wo ist da also das Pro­blem?

            die US-Sanktionen gegen Russland sind rechtlich bindend für den Kernel, weshalb sie russische Maintainer rauswerfen mussten.

            Wenn ich die Medi­en­be­rich­te rich­tig ver­stan­den habe, dann war dies eine Ent­schei­dung von Linus Tor­valds höchst­per­sön­lich. Das kann man begrü­ßen oder nicht. Zum Ver­ständ­nis emp­feh­le die Beschäf­ti­gung mit dem Rus­sisch-Finn­län­di­schen Krieg, der nicht gut für Finn­land aus­ge­gan­gen ist. Sol­che Gescheh­nis­se prä­gen gan­ze Gene­ra­tio­nen. Und Tor­valds ist bekann­ter­ma­ßen ein emo­tio­na­ler Mensch (der übri­gens aber auch schon auf Nicht-Rus­sIn­nen ver­bal ein­ge­dro­schen und sie ver­ein­zelt raus­ge­wor­fen hat – hier aber aus ande­ren Grün­den).

            Das bedeutet: Trump darf entscheiden, wer Linux entwickelt.

            Die­ser „offen­sicht­li­chen“ Her­lei­tung kann ich nicht fol­gen – aber nicht weil ich die Aus­sa­ge nicht ver­stan­den hät­te. Wenn dem so wäre, dann wäre Linux ein rein ame­ri­ka­ni­sches Pro­dukt (nach die­ser Logik sogar eines der ame­ri­ka­ni­schen Regie­rung). Was es aber nicht ist, da Pro­gram­mie­re­rIn­nen, Dis­tri­bu­to­ren und Spie­gel­ser­ver inter­na­tio­nal ver­teilt sind – und übri­gens auch die Ker­nel-Com­mu­ni­ty. Und dies ent­spricht so gar nicht der Trump’schen Ideo­lo­gie, dass alles in Ame­ri­ka her­ge­stellt wer­den soll.

            • Für die­ses „bes­ser“ hät­te ich ger­ne einen Beleg.

              NDAs exi­stie­ren aus Grün­den. Nicht alles, was du nicht sehen kannst, ist auto­ma­tisch falsch.

              Das mag dar­an lie­gen, dass die pro­prie­tä­ren Anbie­ter (so sie denn ein Inter­es­se an einem Audit ihrer Soft­ware haben) häu­fig eher als eine Com­mu­ni­ty die Koh­le dazu haben, die­sen zu beauf­tra­gen.

              Eben. Kla­rer Punkt für kom­mer­zi­el­le Soft­ware.

              Wenn ich die Medi­en­be­rich­te rich­tig ver­stan­den habe, dann war dies eine Ent­schei­dung von Linus Tor­valds höchst­per­sön­lich. (…) Wenn dem so wäre, dann wäre Linux ein rein ame­ri­ka­ni­sches Pro­dukt (nach die­ser Logik sogar eines der ame­ri­ka­ni­schen Regie­rung).

              Du soll­test coo­le­re Medi­en lesen. Nein, die Ent­schei­dung kam vor allem von der Rechts­ab­tei­lung. Money quo­te (aber lies den Rest auch): „If your com­pa­ny is on the U.S. OFAC SDN lists, sub­ject to an OFAC sanc­tions pro­gram, or owned/controlled by a com­pa­ny on the list, our abili­ty to col­la­bo­ra­te with you will be sub­ject to rest­ric­tions, and you can­not be in the MAINTAINERS file.“

              Und jetzt schlag mal nach, wer die­se OFAC-Sank­ti­ons­li­sten schreibt. Tipp: Nicht die EU.

              Linux ist damit – recht­lich gese­hen – nicht weni­ger US-ame­ri­ka­nisch als Win­dows und macOS. Die Ent­wick­ler sit­zen auf der gan­zen Welt? Ja nun, Micro­soft hat auch eine Nie­der­las­sung in Bay­ern. Du ver­stehst?

              • NDAs exi­stie­ren aus Grün­den. Nicht alles, was du nicht sehen kannst, ist auto­ma­tisch falsch.

                Ich habe aber auch kei­ne Mög­lich­keit, dies zu „kontrollieren“/bewerten. Und bei der Betrach­tung der welt­po­li­ti­schen Lage darf ich ja wohl Zwei­fel anmel­den, ohne mich gleich als Schwurb­ler bezeich­nen zu müs­sen? Und ist ame­ri­ka­ni­sche Schnüf­fe­lei besser/weniger schlimm als rus­si­sche oder chi­ne­si­sche?

                Eben. Klarer Punkt für kommerzielle Software.

                Du wirst dir den­ken kön­nen, dass ich die­se Schluss­fol­ge­rung so gar nicht tei­le.

                Du solltest coolere Medien lesen. ...

                Dazu ist mein Schul­eng­lisch zu ein­ge­ro­stet (aber das ist natür­lich mein per­sön­li­ches Pro­blem). Aber was ist die Schluss­fol­ge­rung dar­aus? Linux ist sche*ße? Ich blei­be dabei: Ich kann es prin­zi­pi­ell for­ken, spie­geln, patchen (was kein Plä­doy­er für einen „Neben­ker­nel“ sein soll, wie es ja mal einen „Neben­papst gege­ben haben soll). Mach das mal mit der dir aus irgend­ei­nem Grund so sym­pa­thi­schen pro­prie­tä­ren Soft­ware!

                Du wirst dir den­ken kön­nen, wie aus­ge­prägt mein Ver­trau­en in die bay­ri­sche Nie­der­las­sung ist.

                • darf ich ja wohl Zwei­fel anmel­den, ohne mich gleich als Schwurb­ler bezeich­nen zu müs­sen?

                  Aber mich einen Bei­trag wei­ter erst mal mit „unter­kom­plex, aber das ist ja gera­de popu­lär“ anran­zen. Du bist echt ein Vogel.

                  Und ist ame­ri­ka­ni­sche Schnüf­fe­lei besser/weniger schlimm als rus­si­sche oder chi­ne­si­sche?

                  Bei der russischen/chinesischen schrei­en die, die mich regie­ren, zu Recht Zeter und Mor­dio. Bei der US-ame­ri­ka­ni­schen fra­gen sie, ob sie sich (und uns) viel­leicht noch ein biss­chen tie­fer bücken sol­len. Der rea­le Unter­schied liegt also in den Aus­wir­kun­gen auf unser Leben.

                  Du wirst dir den­ken kön­nen, dass ich die­se Schluss­fol­ge­rung so gar nicht tei­le.

                  Ist mir eigent­lich bums. Heut­zu­ta­ge darf ja jeder sei­ne eige­nen Schluss­fol­ge­run­gen in einen Text­edi­tor rein­schrei­ben und dann auf eine eige­ne Web­site hoch­la­den, ohne dass er vor­her fra­gen muss, ob sie mehr­heits­fä­hig sind. Ver­such das doch auch mal, ist irgend­wie pro­duk­ti­ver, glau­be ich.

                  Aber was ist die Schluss­fol­ge­rung dar­aus? Linux ist sche*ße?

                  Die Schluss­fol­ge­rung ist: Wer US-Soft­ware (zu Recht) mei­den will, der soll­te auch Linux mei­den und sich mit Soft­ware aus ande­ren Län­dern anfreun­den. Je weni­ger USA, desto bes­ser.

                  • Aber mich einen Bei­trag wei­ter erst mal mit „unter­kom­plex, aber das ist ja gera­de popu­lär“ anran­zen.

                    Ich habe nicht dich als Per­son, son­dern einen Teil­aspekt dei­ner Argu­men­ta­ti­on als „unter­kom­plex“ bezeich­net.

                    Bei der russischen/chinesischen schrei­en die, die mich regie­ren, zu Recht Zeter und Mor­dio. Bei der US-ame­ri­ka­ni­schen fra­gen sie, ob sie sich (und uns) viel­leicht noch ein biss­chen tie­fer bücken sol­len. Der rea­le Unter­schied liegt also in den Aus­wir­kun­gen auf unser Leben.

                    Abso­lu­te Zustim­mung. So ärgert mich z.B. die­ser Jubel­tanz zum geplan­ten KI-Rechen­zen­trum von MS im Rhei­ni­schen Revier. Wir reden uns den Mund fus­se­lig zur digi­ta­len Unab­hä­nig­keit. Es muss nur was von „Arbeits­plät­zen“ schwa­dro­niert wer­den, da setzt das ratio­na­le Den­ken aus. Im KI-Rechen­zen­trum gibt es nie­man­den, der den Leu­ten mor­gens die Bröt­chen ver­kauft. Da lau­fen viel­leicht ’n paar Admins rum, das war’s dann. Dafür nimmt man dann ger­ne die ame­ri­ka­ni­sche Schnüf­fe­lei in Kauf.

                    Die Schluss­fol­ge­rung ist: Wer US-Soft­ware (zu Recht) mei­den will, der soll­te auch Linux mei­den und sich mit Soft­ware aus ande­ren Län­dern anfreun­den. Je weni­ger USA, desto bes­ser.

                    Aha, so nähern wir uns lang­sam dem Kern der Dis­kus­si­on. Unab­hän­gig davon, dass ich da in gro­ßen Tei­len mit­ge­he, will ich den­noch anmer­ken: Dann musst du aber auch sicher­stel­len kön­nen, dass jede Biblio­thek, jedes Kon­so­len­tool „frei“ von US-Code ist (was bei den BSDs ver­mut­lich auch nicht der Fall ist). Auch jede Firm­ware, etc. etc. Und da wird es dann schon schwie­rig. Aber noch mal: Ist es Open­So­ur­ce, kann ich es auf even­tu­el­le Hin­ter­tü­ren unter­su­chen, sonst nicht. Und ich den­ke doch, dass die „Schnüf­fel­frei­heit“ wich­ti­ger als die Her­kunft ist?!

                    Und: Wenn dir ame­ri­ka­ni­sche Soft­ware so gene­rell unsym­pa­thisch ist, dann musst du auch glei­cher­ma­ßen vor Windows/Apple/Google war­nen.

                    Noch mal Und: Es ist doch genau der Ansatz des DID den Leu­ten aus den Klau­en sol­cher Ekel­kon­zer­ne zu ver­hel­fen. Das soll­te man doch unter­stüt­zen und ger­ne kon­struk­tiv auf noch bestehen­de Feh­ler hin­wei­sen, statt direkt wie­der zu keu­len.

                    • Ich bestrei­te ja gar nicht, dass es irr­sin­nig schwer ist, in der EDV kom­plett auf US-Ein­flüs­se zu ver­zich­ten. Vor einem Betriebs­sy­stem, das „von Trump abhän­gig“ ist, zu war­nen und den Gewarn­ten dann ein­zu­re­den, dass nur Linux, nach­weis­lich selbst gewis­ser­ma­ßen „von Trump abhän­gig“ (sie­he Dis­kus­si­on über die US-Sank­tio­nen), die Erlö­sung vom US-ame­ri­ka­ni­schen Unge­mach bringt, ist aber sach­lich falsch, tech­nisch naiv und hin­sicht­lich der Inten­ti­on gefähr­lich.

                      Ich war­ne nicht vor Linux. Ich war­ne vor den Scheu­klap­pen, die „es gibt nur Linux und die Bösen“ so mit sich bringt. Wohl­ge­merkt: eine Welt­sicht, die ich dir per­sön­lich nicht atte­stie­re.

  8. Also, ich nut­ze ja nur noch CBL. Camp Bell Linux wur­de mit füh­ren­den Köchen der US-Army geschrie­ben, um den ver­än­der­ten Nach­schub­be­din­gun­gen gerecht wer­den zu kön­nen. Feste Bestand­tei­le des Desk­top Envi­ron­ments sind (u. a.) Pflan­zen- und Tier­be­stim­mungs­tools, die direkt über den Meat­ser­ver mit der Zube­rei­tungs-und Rezept­da­ten­bank kom­mu­ni­zie­ren. Zudem ver­fügt es über eine inte­grier­te Pop-Art, hin­ter dem sich jedes Plas­mo­id ver­stecken kann.

  9. Wo kommt denn auf ein­mal die­ser Traf­fic an Kom­men­ta­to­rIn­nen her, die wohl alle neu sind und das Hirn­fick­ver­sum nicht ken­nen?
    1.) Seit ewi­gen Zei­ten ist dies hier als größ­ten­teils Sati­re­pro­jekt mit Musik­emp­feh­lun­gen bekannt.
    2.) Genie­sser ken­nen es, Ken­ner genie­ssen es.
    3.) Wer kom­men­tiert denn hier bit­te ernst­haft, das… ach nee, Zeit zu scha­de dafür… Bes­se­res zu tun…
    4.) Scha­de, kein Pop­corn mehr im Haus.

  10. Ist ja nicht so als wärst du neu da, ich lese dich immer übers OSBN und fin­de dei­ne Arti­kel eine Berei­che­rung. Schließ­lich möch­te ich wis­sen, wo „mein“ Linux (zumin­dest bekann­te) Schwach­stel­len hat.

    Und die Ant­wort­mög­lich­kei­ten unten sind top! Dein The­me ist häss­lich. (Aber das habe ich vor einem Jahr oder so schon geschrie­ben. Dar­an geän­dert hat sich nichts.)

  11. Hier ist ja was los. Ist das schon die neu­ste Lücke (bin die Feeds noch nicht alle durch)?
    Ich nut­ze ger­ne Linux, auch wenn es nicht siche­rer als Win­dows ist.

      • Lustig ist ja der Zeit­punkt. Nach­dem das KI-Video über die Gen­dar­me­rie in Frank­reich viral ging (die ihren Bul­len­ver­ein unter Linux betreibt) und HP ein KI-basier­tes Linux-Washing-Video raus­brach­te, weil sie jetzt auch end­lich ein Lap­top drau­ßen haben, dass auch unter Linux läuft, ohne dass man Win­dows für die Firm­ware­up­dates benö­tigt, häu­fen sich die Ker­nel­pro­ble­me.
        :D

        Ob Cyber­kri­mi­nel­le jetzt das Land wech­seln?

  12. Wenn ich die Kom­men­ta­re so lese ver­ste­he ich was tux0r meint :). Und das der dann sei­nen Rant dar­über los­lässt… was habt ihr erwar­tet? Genau des­we­gen bin ich ja hier. Kommt also mal run­ter, genießt frei flie­ßen­de Agres­si­on, traut sich ja sonst kei­ner mehr.

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