Heute begehen manche Menschen (auch der NDR) den 30. Todestag von Rio Reiser. Sein Vermächtnis beweist, dass Musik auf der Welt überhaupt gar nichts für mehr als nur eine kurze, vergängliche Phase der Euphorie verändern wird.
Blogging Zero
Menschen, die aufhören, ins Internet zu schreiben, weil eine seit Jahrzehnten peinliche ehemalige „Suchmaschine“ sie nicht mehr wiederfinden möchte, sagen damit über den Zustand des Internets ja auch wieder mehr aus als nötig, doch lösen sie damit das falsche Problem.
Es gibt Gründe, warum Menschen für die Suchmaschine Kagi Geld bezahlen (oder überhaupt etwas anderes benutzen). Das ist einer davon.
Aktuelles zum Fachkräftebezahlungsmangel
„tagesschau.de“, heute (Archivversion):
Immer mehr junge Menschen in Deutschland sind weder erwerbstätig noch in einer Ausbildung.
„tagesschau.de“, auch heute (Archivversion):
Ob in der Logistik, der Systemgastronomie oder im Gerüstbau: In einigen sogenannten Engpassberufen arbeiten anteilig viele Ausländer. Der Bedarf an Fachkräften wird noch deutlich steigen.
Mensch. Zufälle gibt’s.
(Menschen, die für geringe Bezahlung niedere Tätigkeiten übernehmen sollen und die man daher gern im Ausland anwirbt – Tarantino hatte mal einen Film darüber gemacht.)
Oh Hiroshima – Meridian // Blueskyregen
Es ist Montag. Neues aus der Tote-Pferde-Szene: Bluesky schrumpft. Die Älteren erinnern sich: Bluesky, da hielten sich Internetberühmtheiten auf, nachdem sie auf Mastodon eher skeptisch als freudig begrüßt wurden. Seitdem ist es auf Mastodon eigentlich ganz angenehm und ich empfehle es gern weiter. (Der Erste, der hier jetzt irgendwas von Fediversen drunterschreibt, hat automatisch verloren.)
Berufliches und/oder Nabelschau entgegen meinen sonstigen Gepflogenheiten, aber immerhin aus aktuellem Anlass: Zu Beginn meines Lebens als Arbeitnehmer war ich der irrsinnigen Idee verfallen, die freie Wirtschaft biete charmantere Bedingungen als der öffentliche Dienst. Wie sich herausstellt, ist dem nicht so. Was man meinem deutlich jüngeren. schlankeren und motivierteren Ich nicht gesagt hat, was ich der Nachwelt aber ins Gästebuch zu schreiben gedenke: Wer nicht dem Markt unterworfen ist, der lässt sich von Kennzahlen selten beeindrucken. Kostenloser (warum eigentlich?) Tipp für Berufseinsteiger: Je größer der Name, desto kleiner der Mensch. Es möge jeder daraus machen, wonach ihm ist.
Statt großer Umschweife: große Musik.
Guten Morgen.
Kurzkritik: Slomosa – Tundra Rock
Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
Aus Kalifornien kommt Ester Kärkkäinen (typisch kalifornischer Name), deren einigermaßen kaputtes Musikprojekt „Himukalt“ des Öfteren klaustrophobische Alben voller Titten rausbringt. Ich weiß das zu schätzen. Darüber möchte ich aber heute nichts Weiteres schreiben.
Stattdessen möchte ich mich über Gitarren freuen. Von denen gibt es auf „Tundra Rock“, dem 2024 erschienenen und noch aktuellen Studioalbum von Slomosa (TIDAL, Bandcamp, Amazon.de), so einige. Slomosa ist ein norwegisches Quartett, das – nun – Tundrarock spielt, was der bandeigene Name für eine Art von Stoner Rock zumindest inspirierter Rockmusik mit den stilüblichen fuzzverzerrten Gitarrenwalzen ist. Gesungen wird zwischendurch, und das gar nicht mal so schlecht und immerhin auf Englisch, im Vordergrund steht aber (für jedenfalls mich) die tadellose Instrumentalarbeit. Ich höre hier und da Black Sabbath hervorblitzen und bin damit nicht allein. Slomosa gehen ab und manchmal brauch’ ich das.
Dass sie auch leise „können“, stellen die Musiker zwischenzeitlich („Good Mourning“) zwar unter Beweis, entscheiden sich dann aber doch dagegen. Hübsche Scheibe für Tage, an denen man es laut und herb braucht. Tage wie heute.
Menschen sind dumm
tux0r! Hör sofort auf, die Menschen für dumm zu halten! Die meisten Menschen sind total intelligent! Kein Grund zum Zynismus! Zwar blind, aber wenigstens was gesehen! Neidisch, hä?
Programmieren, 2026
Sie schreiben TypeScript, das zu JavaScript kompiliert, das in einer in C++ geschriebenen V8-Engine läuft, die Systemaufrufe an einen Betriebssystem-Kernel sendet, der Threads auf Kerne verteilt, über die sie nie nachgedacht haben, und über einen Speichercontroller mit Caching-Schichten, die sie nicht skizzieren könnten, auf den RAM zugreift – und das alles, während npm 400 Pakete zieht, von denen sie nie auch nur eine Zeile gelesen haben.
Aber klar. KI ist der Moment, in dem sie den Überblick darüber verloren haben, was eigentlich passiert.
James Randall
(Aus dem Englischen übelsetzt.)
Liegengebliebenes vom 11. August 2026
Warum darf NSO Group uns eigentlich alle ausspionieren und Meta nicht?
„Jeder dritte Bayer“ wolle, dass Bayern Deutschland verlässt, rundet die Bayernpartei auf. In einer Zeit, in der viele sich um die Demokratie sorgen, könnte die Politik doch jetzt ein Zeichen setzen und auch den Rest der Deutschen mal fragen.
Noch mehr gute Nachrichten: Immer mehr deutsche Großstädte sind mehrheitlich nicht christlich bevölkert. Könnte man dann nicht, da man eh gerade die Demokratie leuchtfeuernd in die Höhe reckt, auch mal an der politischen Sonderstellung der Kirchen und ihrer bizarren Feiertage („Karfreitag“, „Weihnachten“) rütteln?
Der Russe zum Ersten:
Was der Russe zum Zweiten eher albern findet (Allergikerwarnung: .ru): Es „sprechen alle bekannten Details gegen eine Verbindung nach Russland“; in „Narrativ“ steckt „Narr“ ja schon drin.
Lustig: Die Berliner Polizeigewerkschaft lehnt Fahrassistenzsysteme ab. Ich bin davon überzeugt, es wird sich alles zum Guten wenden, wenn Autofahrer endlich einen Polizeiknopf bekommen, der diese lästigen Sicherheitsmaßnahmen abschaltet.
Jack White – G.O.D. And The Broken Ribs // Duzen und Smalltalk, Opium fürs Volk
Es ist Montag. Lesen ist jetzt männlich. Sicherheitshalber habe ich gestern nur dort gelesen, wo es keiner gesehen hat. Sonst cancelt mich noch wer.
Themensprung nicht notwendig: Am vergangenen Wochenende fand in Braunschweig eine gewohnt frauenkritische „CSD“-Parade statt. Vor Autofahrern „geschützt“ wurde das Schaulaufen von Menschen mit erstaunlich geringem Verständnis von stilvollem Auftreten von Polizisten mit Maschinenpistolen. Ist es das, was die Parteien wollen, die sich für die größtmögliche Freiheit am Steuer einsetzen?
Bloß nicht hinterfragen, ob Automobile in jeder Stadt zwingend freie Fahrt haben müssen und ob es wirklich so schlau ist, dem motorisierten Individualverkehr noch Kaufanreize anstelle erheblicher Nachteile gegenüber Bus, Bahn und Rad zukommen zu lassen. Könnte ja die Wirtschaft ärgern.
Apropos Wirtschaft: Der Verband der Internetwirtschaft, schon namentlich fast so unattraktiv wie die einem sonst gesunden Magen nicht zuträgliche Bundeswehr, freut sich darüber, seit nunmehr fünfunddreißig Jahren das zuvor für normale Menschen nützliche Internet mithilfe des Webs kommerziell ausbeuten zu dürfen. Der komplette „Artikel“ ist eine überzeugende, wenn auch vermutlich nicht als solche beabsichtigte Werbung für das Usenet. Man muss sich diesen Menschen nicht als Zielgruppe anbieten, wenn man es nicht unbedingt darauf anlegt.
(Hihi: „Wespen endlich dauerhaft loswerden: AEG präsentiert Fuchtelmaschine“. Ich wünschte, es würde nicht immer die falsche Satire zur Realität.)
Börsendystopie der Woche: Microsoft könnte Reddit kaufen. Da wächst irgendwas zusammen (ich berichtete). Der Chef einer anderen „KI“-Firma fragt sich derweil erstaunt: Arbeitet man bei moralisch verwerflichen Firmen wie Anthropic womöglich nicht, weil man an „die Mission glaubt“ (als wär’s eine Religion und kein profitorientiertes Unternehmen), sondern, weil man dort – oh Schreck! – gut bezahlt wird? Gibt es dazu schon Studien? Was sagt die „KI“ dazu? – Andererseits fand ich mich dieser Tage in einer Diskussion darüber wieder, ob ich uncooler Greis (m/w/d), der die Unsitte, Menschen außerhalb von Familie und Freundeskreis plump duzend anzukumpeln, in ihrem Verlauf energisch kritisiert hat, nicht dringend mal akzeptieren sollte, dass Duzen das neue Siezen „ist“ und es doch total großartig sei, dass man sogar mit dem Chef inzwischen per Du zu sein hat, so’s die Firmendoktrin hergibt. Flache Hierarchien statt Karrierechancen, Duzen statt okayer Bezahlung. Und ein Obstkorb. Und Kegelabende mit den Kollegen, geschätzt oder geduldet. Man sei ja quasi eine Art Familie und wer braucht schon Freunde und Freizeit, wenn er auch mit den Arbeitskollegen smalltalken kann? Ich solle mal dringend an meinem sozialen Defizit arbeiten, ey. Digga. („Digga“ stand, zugegeben, nicht im mir entgegengeschleuderten Kommentar, aber es hätte ihn rhetorisch passend abgerundet.)
Den Umstand, dass meine ganz persönliche Hölle gefüllt ist mit smalltalk, also mit ziellosem Quatschen um des Quatschens Willen, diesmal außen vor gelassen: Dass die Duz-„Kultur“ mal die neoliberale Logik, dass Arbeit allein das Leben versüße, in der Jugend zum akzeptierten Duktus werden lassen würde, hätte man mir vor wenigen Jahren, ach was: Wochen ja auch noch nicht glaubhaft erzählen können.
Wir leben in wundersamen Zeiten.
Frauenquote des Tages: Tote Hamburger Obdachlose. Dieses Patriarchat, von dem alle reden: kann ich das noch mal sehen?
Kann ich noch mal, ganz ohne Winamp (die Älteren erinnern sich), hören: Musik.
Guten Morgen.
Überstiftung
Gefühlte Statistik aus meinen Nachrichtentickern: Hinreichend wohlhabende Menschen, erstaunlich oft Sportler, gründen anscheinend mindestens einmal im Leben eine Stiftung zugunsten irgendwelcher Kinder.
Sind Datenwissenschaftler unter meinen Lesern, die meine Vermutung, dass es bei gleichbleibender Geschwindigkeit noch zu meinen Lebzeiten mehr Stiftungen für die Kinder als zu bestiftende Kinder geben wird, be- oder widerlegen können? Ich fände das lustig.
Reflexion (XVI)
[ ] Ich bin ein Mensch
Menschheit (2026)
Nachdem KI-Unternehmen physische Bücher massenhaft eingescannt und zerstört haben, sind sie weltweit die Einzigen mit digitalen Kopien. Wissen wird dauerhaft auf privaten Servern monopolisiert.
Annas Archiv (englischsprachig), Archiv vom Archiv
Schöner lesezeichnen ohne Lesezeichen
Als jemand, der seit den Neunzigern Webbrowser verwendet, hatte ich mir sehr früh angewöhnt, Interessantes, über das ich im Web stolpere, in meine Lesezeichensammlung aufzunehmen. Als ich irgendwann anfing, ab und zu auch mal andere Browser auszuprobieren, war dieses Herumkopieren und/oder Importieren der bookmarks.html-Datei – wir hatten ja nichts – zwar etwas lästig, aber das musste ja auch nicht so oft sein. Bei meinen bisher letzten zwei Alltagsbrowsern – erst dem Netscape-Browser und seinen Nachfolgern, dann seit bald zehn Jahren Vivaldi – blieb ich ja einigermaßen lange.
Im Laufe der Jahre trennte ich meine Sammlung auf, „habe ich gelesen und will ich mir merken“ blieb an Ort und Stelle, aber „habe ich gerade gefunden und muss ich mir bei Gelegenheit genauer ansehen“ verlagerte sich passenderweise hin zu Später-lesen-Diensten: Erst nutzte ich hierfür (das erst in Pocket umbenannte und später eingestellte) Read-It-Later, dann vorübergehend Instapaper und das leider ziemlich fehlerbehaftete Wallabag, inzwischen habe ich dafür meine eigene Lösung entwickelt. Jetzt habe ich wenigstens jemanden, den ich beschimpfen kann, wenn etwas nicht funktioniert. (Leider ist dieser Jemand sehr faul.)
Da mit jedem größeren Browserwechsel auch die browsereigenen Synchronisierungsfunktionen gegenstandslos wurden, experimentierte ich eine Zeit lang mit anderen Möglichkeiten, Lesezeichen einigermaßen datenschutzfreundlich von einem Browser in den anderen zu bekommen. Aus verschiedenen Gründen bin ich auf Applegeräten jüngst dazu übergegangen, wieder häufiger den Safari-Browser zu verwenden, den ich während einer kurzen Zeit, in der ich sowohl Windows als auch macOS im Alltag nutzte, bereits etwas intensiver einsetzte und dessen Lesezeichen ich (unter Windows) mittels der iCloud mit Vivaldi abglich. Was jedoch nicht brauchbar zu funktionieren scheint, ist die iCloud-Integration von Vivaldi unter macOS, was ich erst herausgefunden habe, als ich mal wieder den Safari öffnete und dort von einigen Website-„Favoriten“ begrüßt wurde, deren zugehörige Benutzerkonten ich längst gelöscht hatte.
Ich hätte also schon wieder den aktuellsten Stand, also den aus Vivaldi, umständlich ex- und in Safari importieren müssen, was nicht ganz leicht ist, weil Safari Vivaldi als Browser nicht „kennt“.
Zeit also, darüber nachzudenken, wie viele Lesezeichen ich wirklich brauche.
Für eine Bestandsaufnahme griff ich abermals auf Buku zurück, das (inzwischen eine Weboberfläche mitbringt und) mir offenbarte, dass ich wohl über 370 Websites in der aktuellen „kannste immer mal brauchen“-Sammlung – vulgo: Lesezeichenleiste – hatte. Regelmäßig von dort aufgerufen hatte ich in den vergangenen Monaten exakt fünf (davon zwei tatsächlich immer noch aus dem „Morning Coffee“), die allermeisten Websites, die ich noch häufiger besuche, sind sowieso stets in irgendwelchen Tabs und Tabgruppen geöffnet. Defekte Links sind in der Zahl übrigens noch eingerechnet, da prüfen handelsübliche Webbrowser ja normalerweise selten den aktuellen Zustand.
Was mir aber Lesezeichen direkt im Browser bringen, von denen ich nicht weiß, ob ich sie überhaupt jemals wieder aufrufen werde und welchen Webbrowser ich dafür dann nutzen werde, war eine folgerichtige Anschlussfrage. Beantwortet habe ich sie mit einem harten Schnitt: Seit gestern Abend habe ich in keinem von mir oft genutzten Webbrowser mehr auch nur ein einziges Lesezeichen. Meine „TODO“-Linkliste verbleibt in meiner Installation von 42links, die bisherige Lesezeichenleiste ist vollständig in Buku und GNU Emacs verschoben worden. Dort ist sie auch leichter aufzuräumen. Die fünf häufigeren Links sind leicht wiederzufinden, aber ich kenne sie mittlerweile auch auswendig, was ein weiteres Argument dagegen ist, sie dauerhaft griffbereit vorzuhalten. – Bisher habe ich nicht den Eindruck, dass mir jetzt etwas Wichtiges fehlt, was sicher auch manches über meine Lesezeichensammlung aussagt. Oft scheint ein „habe ich gelesen und will ich mir merken“ eher ein „habe ich gelesen und kann jetzt weg“ zu sein. Meine Vermutung ist, dass ich damit nicht allein bin.
Und den Webbrowser zu wechseln, und sei es nur vorübergehend, bereitet jetzt auch wieder weniger Kopfzerbrechen.
Miniaturen (4.8.26)
Ich habe heute schon viermal bestätigt, dass ich ein Mensch bin. Das ist gut fürs Selbstbewusstsein.
Die Liste an popkulturellen Phänomenen, von denen ich nichts mitbekomme, wächst nahezu täglich. Das vermittelt mir ein erstaunlich zufriedenes Gefühl.
„Man sollte Männer und Frauen nicht gegeneinander ausspielen. Es weiß doch jeder, dass die Einen viel besser sind als die Anderen“ oder so ([a]).
Je länger ich mich mit Computern beschäftige, desto mehr Zeit geht dadurch verloren, dass ich die fixe Idee habe, eine wesentliche Komponente durch eine interessant wirkende Alternative auszutauschen, mich dann mit dem Ersatz anzufreunden versuche, krachend daran scheitere und schließlich kleinlaut zum vorherigen Zustand zurückkehre. Das ist ein bisschen wie mit der Politik.
The Rolling Stones – Side Effects // Der GEMA viel Erfolg
Es ist Montag. Heute schon QR-Codes gescannt? – Apropos Technik: Ein Unsympath hat Gedichtautomaten erfunden. Alles daran regt mich ganz fürchterlich auf.
Anderswo wird der Technik endlich mal gezeigt, wo der Frosch die Locken hat, der Hammer hängt sowie der Barthel den Most holt: Ausgerechnet die GEMA – möge eine künftige Revolution ihre Geschäftsgrundlage hinterfragen! – steht ausnahmsweise mal auf einer einigermaßen gesunden Seite des Weltgeschehens und versucht das Unternehmen Suno rechtlich daran zu hindern, mit der Datengrundlage ungezählter Lieder von ungezählten Musikern eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Ich wünsche ihr dieses eine Mal nachhaltigen Erfolg. Und dass sie uns trotzdem nicht mehr allzu lange erhalten bleibt.
Der wahre Zweck von KI ist es, den Reichen Zugang zu Können zu verschaffen, ohne den Könnern Zugang zu Reichtum zu gewähren.
Joseph Browning
Eine Momentaufnahme aus dem grassierenden Wahlkampf allerorten: Parteien, die mittels Händchenhebens der Preiserhöhung des bekloppt benannten Deutschlandtickets zugestimmt haben, finden, es sollten viel mehr Menschen mit Bus und Bahn fahren. (Dass diejenigen, die für ihre BahnCard 100 keinen Cent bezahlen mussten, nicht verstehen, warum die Deutsche Bahn nicht für jeden Bürger eine ganz hervorragende Alternative zum eigenen Auto anbietet, überrascht niemanden, der noch bei Trost ist.) Selbst die SPD habe die traditionellen linken Wochen vor Wahlen eingeläutet, lese ich bei „taz.de“. Sie schwimmen, die Felle.
Aber die Anbetung der Macht ist eine der verächtlichsten Formen der Idolatrie und des Knechtsgeistes.
Karl Popper, „Über Geschichtsschreibung und über den Sinn der Geschichte“, 1962
Lesenswert: Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), inzwischen in mancherlei Neugründung gespalten, hatte um 2024 herum zweimal infolge widersprüchlicher Partikularinteressen ihre Ausrichtung geändert. Vieles daran kommt aus der Piratenpartei und aus sonstigen vulnerablen Zirkeln bekannt vor. Aus nichts davon wird jemand etwas lernen. Es ist der Ton, es ist immer der Ton. The thing is never addressed. The tone is addressed forever.
Schönere Töne: Musik.
Guten Morgen.















