Sonstiges
Pin­gu­in­spie­le für lau!

Hal­lo, lie­be Leser­schar,
eins vor­weg:

Ich habe kei­ne Ahnung, wie­so TuxBlog.dl.am plötz­lich nicht mehr auf die­ses Web­log ver­weist. Und so lan­ge ich die­sen Umstand nicht klä­ren konn­te, wird die­ses Web­log bis auf Wei­te­res nur unter https://tuxproject.de/blog zu fin­den sein; ich bit­te die Book­marks (yeah, mark my book!) ent­spre­chend zu kenn­zeich­nen.

Aber mal zu mei­nem Haupt­ge­richt bzw. ‑bericht:
Wie ihr, wer­te Leser, sicher wisst, gibt es unzäh­li­ge kosten­lo­se Spie­le für jedes Betriebs­sy­stem. Und da Pin­gui­ne aus mir noch immer nicht ganz erfind­li­chen Grün­den die neu­en Lieb­lings­tie­re vie­ler Men­schen sind, habe ich hier mal mei­ne „Top 3“ der schön­sten Pin­gu­in­spie­le für euch zusam­men­ge­stellt – viel­leicht fin­det ihr was.

Alle hier genann­ten Spie­le lau­fen, soweit mir bekannt ist, unter Linux und aktu­el­len Win­dows­ver­sio­nen (für letz­te­re wird sogar ein Instal­la­ti­ons­pro­gramm bereit­ge­hal­ten); bis auf Pin­gus sind mir auch MacOS-X-Umset­zun­gen bekannt.

  1. Super­Tux

    Super­Tux ist – wie der Name schon andeu­tet – ein „Super Mario“-Klon. Man hat auch die aus Super Mario Land bekann­ten Feu­er­bäl­le zur Ver­fü­gung.

    Hin­weis: Win­dows­nut­zern wird emp­foh­len, die Steue­rung vor dem Spie­len anzu­pas­sen, da die mei­sten aktu­el­len Tasta­tu­ren mit der Stan­dard­be­le­gung Pro­ble­me haben.

    Screen­shots

  2. Pin­gus

    Pin­gus ist die Pin­guin­ver­si­on der bekann­ten Lem­mings-Spiel­rei­he. Auch in die­ser Umset­zung geht es dar­um, mög­lichst vie­le Lem­min­ge (lies: Pin­gui­ne) mit­tels der Zuwei­sung von Aktio­nen leben­dig ins Ziel zu bekom­men; mit stei­gen­dem Level erhöht sich auch der Schwie­rig­keits­grad. Aller­dings ist das Piep­sen der geret­te­ten Pin­gui­ne, wie Zis­ka es aus­drücken wür­de, aller­liebst.

    Screen­shots

  3. Extre­me Tux Racer

    Die­ses Spiel schließ­lich ist erst­mals kein Klon eines popu­lä­ren Com­pu­ter­spiels. Im Wesent­li­chen geht es dar­um, den Pin­gu­in Tux auf einer Rodel­bahn in mög­lichst kur­zer Zeit mög­lichst vie­le Herin­ge ein­sam­meln zu las­sen. Wer die mit­ge­lie­fer­ten Strecken erfolg­reich absol­viert hat, bekommt hier übri­gens zahl­lo­se wei­te­re cour­ses, deren Instal­la­ti­on hier ein­steig­er­freund­lich erklärt wird.

    Screen­shots

Viel Spaß!
– euer Spiel­pin­gu­in (oder so)

MusikNetzfundstücke
Zeuhl für alle!

Hallöchen, lie­be Musik­freun­de,

in die­sem schnucke­li­gen Web­log gibt es kosten­lo­se Zeuhl-Musik für jeden zum kosten­frei­en Her­un­ter­ho­len.

„Was ist Zeuhl“, fragt ihr, die ihr zu einem Groß­teil ver­mut­lich noch nie Musik von Mag­ma hör­tet, euch viel­leicht.
Nun, die Baby­blau­en Sei­ten defi­nie­ren es so:

Zeuhl ist eigent­lich ein Wort aus der von den Mit­glie­dern der fran­zö­si­schen Band Mag­ma erfun­de­nen Kunst­spra­che Kobaian­isch und bedeu­tet etwa „himm­li­sche Musik“. Inzwi­schen wird damit auch das Prog-Gen­re bezeich­net, in das Bands ein­ge­ord­net wer­den, die sich haupt­säch­lich durch die Musik von Mag­ma inspi­rie­ren las­sen bzw. teils aus Ex-Mag­ma-Mit­glie­dern bestehen. Zeuhl-Musik zeich­net sich meist durch über­aus kraft­vol­les, domi­nan­tes Bass-Spiel, repe­ti­ti­ve Struk­tu­ren, peit­schen­de Rhyth­mik und Jazz-Anlei­hen aus.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es hier.

Klingt doch gut, oder? ;)

In tie­fer Trau­er,
– euer Musin­gu­in (oder so)

Musik
Arrrr, ich bin ein Musik­pirrr­rat!

Lie­be Leser, es ist mal ein ern­stes Wort fäl­lig.

Wo immer man her­um­surft, mit wem immer man dis­ku­tiert, wann immer man Fern­seh­ge­rät und/oder Radio ein­schal­tet, es ist stets das­sel­be, was einem die Sin­ne ver­ne­belt:

Raub­ko­pie­rer hier, Musik­pi­ra­ten dort. „Raub­ko­pie­rer sind Kin­der­schän­der“, und bis zu „Musik­pi­ra­ten: Schwanz ab!“ ist’s wohl auch nicht mehr weit. Dass die zu Unrecht so genann­te „Musik­in­du­strie“ da eini­ge Rechts­la­gen über­sieht, tan­giert die mei­sten Ange­spro­che­nen nur peri­pher; auf­ge­wühlt durch die all­täg­li­che media­le Ver­blö­dung schlie­ßen sie sich im stil­len Käm­mer­lein ein und schwö­ren bei Gott, Bud­dha oder den sie­ben Geiß­lein, dass sie nie wie­der in ihrem Leben einen Com­pu­ter bedie­nen wer­den. Aber war­um das alles?

Fol­gen­des sei mal fest­zu­hal­ten:
GEZ-Gebüh­ren gel­ten auch im Inter­net; irgend­wie logisch, wer­den sie doch seit kur­zem auch auf inter­net­fä­hi­ge Com­pu­ter erho­ben. Dar­aus folgt:

Was man bezahlt hat, darf man her­un­ter­la­den.
Dazu zäh­len sowohl Fern­seh­sen­dun­gen als auch Radio­mit­schnit­te; bei­des, neben­bei bemerkt, nur, so lan­ge sie nicht kom­mer­zi­ell ver­trie­ben wer­den.

Da nun die Indu­strie durch­aus weiß, dass sie sich, wür­den sie die­se Infor­ma­ti­on all­zu offen zugäng­lich machen, selbst ins Fleisch schnit­te, wird all das ein wenig ver­schlei­ert, in der wohl lei­der berech­tig­ten Hoff­nung, dass die com­pu­ter­ver­ses­se­ne Gene­ra­ti­on ver­ges­sen hat, was VHS und MC einst waren.

„Frü­her“ (wie das klingt!) wur­den auf Schul­hö­fen noch unbe­hel­ligt knack­sen­de Video- und Audio­auf­nah­men aus „Eigen­pro­duk­ti­on“ und somit zum Selbst­ko­sten­preis qua­si ver­schenkt – wegen des nicht kom­mer­zi­el­len Cha­rak­ters war das auch damals schon legal, wenn auch ver­pönt. Ist der Begriff „Pri­vat­ko­pie“ von den Medi­en so tot­dis­ku­tiert wor­den?
Heu­te indes zucken auf Schul­hö­fen schon Besit­zer trag­ba­rer MP3-Abspiel­ge­rä­te zusam­men, wenn sie jeman­den sehen, des­sen Auf­tre­ten Zuge­hö­rig­keit zur GEMA sug­ge­riert; steht doch an jeder Stra­ßen­ecke zu lesen, dass auf den Besitz der­ar­ti­ger Datei­en eine Gefäng­nis­stra­fe droht.

Ich aber sage bzw. schrei­be: Moooooo­ment! Eigen­tor, lie­be Indu­strie. Dank der Gebüh­ren­er­he­bung auf Inter­net­zu­gangs­ge­rä­te ist ein PC nun gleich­zu­set­zen mit einem Video­re­kor­der und einem Kas­set­ten­re­cor­der, rich­tig? Bei­des ist, ich schrei­be es extra noch mal fett, legal – wie­so auch nicht?

Ach ja, wor­auf ich eigent­lich hin­aus­woll­te, ist fol­gen­des pos­sier­li­ches Zitat, das ich euch mal fast kom­plett wie­der­ge­ben möch­te:

Trent Rez­nor, sei­nes Zei­chens Chef und meist auch allei­ni­ges Mit­glied des recht bekann­ten Rock-Pro­jekts „Nine Inch Nails“ mag sei­ne Plat­ten­fir­ma Uni­ver­sal nicht beson­ders. Auf einem Kon­zert im austra­li­schen Syd­ney for­der­te er die Fans sei­ner Musik nun auf, für CDs künf­tig nichts mehr zu bezah­len.

Rez­nor, der schon frü­her gegen Uni­ver­sal gewet­tert hat­te, bezeich­ne­te das Unter­neh­men als „ver­damm­te gie­ri­ge Arsch­lö­cher“. Er wün­sche sich von sei­nen Fans, dass sie sei­ne Musik „steh­len und mehr steh­len und all ihren Freun­den geben und wei­ter steh­len“.

Nur auf die­se Wei­se kön­ne man den Bos­sen der Musik­fir­men klar machen, dass sie den Leu­ten das Geld aus der Tasche zie­hen, so Rez­nors Theo­rie. Hin­ter­grund der Tira­den gegen Uni­ver­sal dürf­te der hohe Ver­kaufs­preis sei­nes aktu­el­len Albums sein, das in Austra­li­en zu deut­lich höhe­ren Prei­sen ange­bo­ten wird, als die Wer­ke ande­rer Künst­ler.

(Quel­le)

Kor­rek­tu­ren oder Ergän­zun­gen sind jeder­zeit gern gese­hen; bis dahin fröh­li­ches Sau­gen. ;)
– euer nicht min­der fröh­li­cher Pin­gu­in

Netzfundstücke
Neu auf Stu­diVZ: Sau­fen ohne Reue!

Lie­be Leser­schar,

eigent­lich ver­ach­te ich es, direkt hin­ter­ein­an­der öde screen shots (Bild­schirm­schüs­se?) zu ver­öf­fent­li­chen, aber mir fiel soeben auf der Daten­samm­lerweb­sei­te Stu­diVZ etwas auf, das so eini­ges erklärt:

Kosten­lo­se Reha mit der Vor­zei­ge­säu­fe­rin der „Musik„industrie? Wird ja immer bes­ser. Was kommt als näch­stes? „Füh­rung durch den Under­ground von L.A. mit anschlie­ßen­dem Rap­batt­le gegen 50 Cent (Waf­fe mit­brin­gen!)“?

O Gott, nein!
– euer stein­al­ter Pin­gu­in (morgenissessoweit,verdammt!)

KaufbefehleMusikkritik
Musik­re­view: dear john let­ter.

Hal­lo, lie­be Leser­schar,

durch Zufall stol­per­te ich kürz­lich über eine noch recht jun­ge Augs­bur­ger Musik­grup­pe, die sich zynisch „dear john let­ter“ nennt und ihr bis­her gesam­tes Å’uvre bei aus­ge­rech­net der Sam­mel­sei­te für Main­stream­go­thics MySpace zum kosten­frei­en Drin­ver­sin­ken zur Ver­fü­gung stellt.

Die Musik ist sehr psy­che­de­lisch, es wird viel Wert auf Tie­fe gelegt – ober­fläch­lich ist hier nichts, Sigur Rós und die ganz, ganz alten Pink Floyd las­sen deut­lich grü­ßen.

Auf ihrer Home­page nun gibt es die erste EP mit vier Lie­dern, ach, was sag ich, Klang­wel­ten für 7 Euro (inkl. Ver­sand) zu erste­hen – in Eigen­pro­duk­ti­on gefer­tigt und jedes Exem­plar ein Uni­kat (num­me­riert!). Die Aus­ga­be soll­te trotz der Gra­ti­stracks bei MySpace drin sein – es lohnt sich! Nicht nur die Klang­qua­li­tät ist berau­schend, auch das knapp 20-minü­ti­ge Live­vi­deo von Febru­ar d. J. kann über­zeu­gen.

Mei­ne EP hat übri­gens die Num­mer 07023. ;-)

Viel Spaß und gute Unter­hal­tung!
– euer Pin­gu­in (abge­ho­ben trotz Flug­un­fä­hig­keit)

Politik
Tra­gi­sche Komik – komi­sche Tra­gik

Hal­lo, lie­be Leser,

was muss ich da lesen?

Drei Män­ner mit isla­mi­sti­schem Hin­ter­grund sol­len Bom­ben­an­schlä­ge auf den Frank­fur­ter Flug­ha­fen und die US-Mili­tär­ba­sis Ram­stein geplant haben.

(Quel­le)

Was da in näch­ster Zeit auf uns wohl noch an Geset­zen zukom­men mag, ist bla­send im Wind bzw. in den ver­wor­re­nen Hirn­win­dun­gen des Dr. Jekyll, halt, Schäub­le. Und alles in allem bzw. „im End­ef­fekt“ (wie geht denn der Anfangs­ef­fekt?) wird unser Gro­ßer Bru­der stolz vor den Bun­des­tag tre­ten rol­len und ver­kün­den, dass sei­ne mit kei­nem Grund­recht ver­ein­ba­re Schnüf­fe­lei (Koka­in?) einen sicht­ba­ren Erfolg gebracht hat, unge­ach­tet der Zahl derer, die eben nicht erwischt wer­den.

Ach, eins noch:
Wäh­rend im oben auch schon ver­link­ten Bericht noch bezeich­nen­der­wei­se ein(e) gewis­se® Yas­sin Mush­ar­bash mit­schrieb, ist der Haupt­ar­ti­kel völ­lig quel­len­los. Zufall? „The ans­wer, my fri­end, …“

Bedrückt,
– euer Pin­gu­in

MusikProjekte
Aus­blu­ten!

Heu­te auf­grund über­aus unschö­ner Lau­ne nur mal ein Kur­zer:

I bleed it out, dig­ging deeper just to throw it away.

Kennt ihr das, wenn ihr ver­se­hent­lich in die­se Klin­gel­ton­sen­der rein­z­appt und bei einem Ohr­wurm lan­det, oben­drein noch aus einem Gen­re, das ihr zuvor aus Über­zeu­gung ver­ach­te­tet? Ich hof­fe, das wird nicht zur Gewohn­heit!

Bis bald,
– euer Pin­gu­in (paints it black)


Ach ja:
Da, wie schon anders­wo erwähnt, Ablen­kung in Form von gei­sti­ger Beschäf­ti­gung ein pro­ba­tes Mit­tel zur Schmerz­ver­drän­gung ist, gibt es jetzt wie­der eine neue beba-Ver­si­on – viel Spaß!

Persönliches
Rei­se­be­richt Ita­li­en (mit Bil­dern, jawoll!)

Auf „all­ge­mei­nen“ Wunsch mal eine kur­ze Zusam­men­fas­sung der von mir nebst Fami­lie erfolg­reich durch­ge­führ­ten Urlaubs­rei­se. Alle Bil­der sind auf­grund der Bild­grö­ße aus­schließ­lich anklick­bar.

Tag 1: Abfahrt … Tag 2: Ankunft
… prak­ti­scher­wei­se am 10. August abends um 11, aus dem ein­fa­chen Grund, dass die Auto­bah­nen nachts schön frei sind. Wir kamen auch stau­los durch; nach einer klei­nen Ver­fah­re­rei um unge­fähr 15 Kilo­me­ter (tief inner „Zone“, wo die Stra­ßen dank Soli­da­ri­täts­dings bes­ser sind als bei uns im Nor­den – wo bleibt der Zuschlag für die westdeut­schen Stra­ßen?) und einer Früh­stücks­pau­se in Tirol (herr­je, die­ser Dia­lekt!) um acht Uhr mor­gens waren wir dann gegen Mit­tag nach unge­fähr 1020 Kilo­me­tern am Ziel, genau genom­men in einem die­ser alber­nen Tou­ri­sten­camps (gibt es dafür ein adäqua­tes Wort im Deut­schen?) – aber dazu spä­ter mehr.

(Zwi­schen­be­mer­kung, die Auto­fahrt betref­fend: Sechs Stun­den lang nur Ber­ge um uns her­um. Herr­je!)

Bild zum Klicken: Die Ber­ge.

Unse­re Schlüs­sel soll­ten wir, wie wir an der Rezep­ti­on, deren Mit­ar­bei­te­rin­nen immer­hin mul­ti­l­in­gu­al (gebro­che­nes Deutsch, gebro­che­nes Eng­lisch, gebro­che­nes Ita­lie­nisch) aus­ge­bil­det waren, erfuh­ren, erst um 17 Uhr erhal­ten – ich ver­mu­te, die Zeit zwi­schen 10 Uhr (vor­schrifts­mä­ßi­ge Schlüs­sel­ab­ga­be der Vor­mie­ter der Bun­ga­lows) und 17 Uhr (vor­schrifts­mä­ßi­ger Bezugs­ter­min eben­die­ser Bun­ga­lows) wur­de zur Rei­ni­gung durch die Raum­rei­ni­gungs­fach­kräf­te (a. k. a. Putz­frau­en) genutzt -, so dass eine Dusche erst mal nicht in Reich­wei­te war, was nach einer über 12-stün­di­gen Auto­fahrt gera­de für Nord­deut­sche, die Tem­pe­ra­tu­ren über 30 Grad nicht gewohnt sind (und es wur­de täg­lich wär­mer), nicht gera­de ange­nehm war. Aber „wat will­ste machen“ – erst mal Gelän­de erkun­den und run­ter zum See.

Bild zum Klicken: Der See.
Bild zum Klicken: Later­ne und ich mit kaput­ter Fri­sur, außer­dem See.

Exkurs: Die Unter­kunft
Tja nun, die Rei­se haben wir aus Kosten­grün­den über Necker­mann gebucht, was uns in die für Kul­tur­in­ter­es­sier­te wie mich miss­li­che Lage brach­te, fern­ab vom „rich­ti­gen“ Ita­li­en in einer die­ser Tou­ri­sten­camps woh­nen zu „dür­fen“, wo es eigent­lich nur zwei gro­ße Volks­grup­pen gab, nament­lich Deut­sche und Nie­der­län­der, und weni­ge eng­lisch­spra­chi­ge Bewoh­ner, nur Ita­lie­ner gab es kaum (wie­so soll­ten Ita­lie­ner auch für teu­res Geld in Ita­li­en Urlaub machen? Nur so ein Gedan­ke.) – zumin­dest war das der erste Ein­druck.
Mit der Zeit stell­te sich her­aus, dass „Bel­la Ita­lia“ (das Camp, nicht das Land) in drei Bezir­ke unter­teilt war (omnia divi­sa in par­tes tres sozu­sa­gen): Blau (Nie­der­län­der, nie­der­län­di­sche Ani­ma­teu­rin), Rot (Ita­lie­ner, ita­lie­ni­sche Ani­ma­teu­rin) und Gelb (Rest der Welt, deutsche/schweizerische Ama­teu­re, äh, Ani­ma­teu­re).
Ja, rich­tig gele­sen, Ani­ma­teu­re lie­fen dort her­um, sie waren sozu­sa­gen „im Preis inbe­grif­fen“. Wir muss­ten zum Glück nicht irgend­wo her­um­tur­nen, es gab halt täg­lich Aktio­nen (mor­gens Schwimm­ba­de­ro­tik (*), halt, nein, ‑aero­bic, abends Thea­ter­vor­füh­run­gen oder Kin­der­spie­le) zur frei­wil­li­gen Anwe­sen­heit.

Bild zum Klicken: Die Unter­kunft von außen nebst Men­schen.
Bild zum Klicken: Die Vie­cher lie­fen über­all her­um. Süß, sozu­sa­gen.

Zur ita­lie­ni­schen („roten“) Ani­ma­teu­rin noch ein Wort: Nie­mals habe ich so ein kli­schee­haf­tes Italo­deutsch gehört, vor allem die all­abend­li­chen Laut­spre­cher­durch­sa­gen (wobei die Frau ohne­hin eine Laut­spre­cher­stim­me hat­te, wenn ihr ver­steht) waren fas­zi­nie­rend. Man gewöhnt sich aber dran.

* und apro­pos Ero­tik:
Ich hat­te mir Schwimm­bä­der und Strän­de, an denen auf­grund der Außen­tem­pe­ra­tu­ren Damen jeg­li­chen Alters oft „oben ohne“ zu sehen sind, inter­es­san­ter vor­ge­stellt. Das hat­te sich erle­digt, als sich vor mir eine Grei­sin ent­blöß­te. Gnah!

Wider Erwar­ten recht hübsch sind auch die ita­lie­ni­schen Müll­ei­mer; sie wecken Asso­zia­tio­nen an die unge­lieb­ten Dehn­übun­gen im Sport­un­ter­richt, lang ist’s her:

Bild zum Klicken: Deh­nen, deh­nen, …!

Essen gab’s mor­gens und abends in einem so genann­ten Ristor­an­te (also auf gut Deutsch einer Fress­bu­de), Halb­pen­si­on macht’s mög­lich. Mor­gens Buf­fet mit Obst, Joghurt und Kuchen, abends halt das, was wir deka­den­tes Volk zu Mit­tag zu uns zu neh­men gewohnt sind.
Anmer­kung zur Qua­li­tät: In Deutsch­land ist ita­lie­ni­sche Piz­za irgend­wie bes­ser, weil saf­ti­ger. Aber der caf­fé (wir nen­nen so was „Espres­so“) haut einen um. War­um die Ita­lie­ner aller­dings alle­samt ihre „Musik“ (Tokio Hotel: Through the mon­so­on) min­de­stens dop­pelt so laut wie in Deutsch­land hören müs­sen, ist mir nicht ganz klar. Viel­leicht, damit sie nicht mit den unan­ge­neh­men Tou­ri­sten reden müs­sen?

Tag 2: Besich­ti­gun­gen
In der Hoff­nung, außer­halb des Feri­en­camps (ich ver­ach­te Angli­zis­men, aber was tun?) auf etwas mehr Kul­tur zu sto­ßen, gin­gen wir mal durche Gegend und schau­ten uns den Ort an. Schö­ner Strand, vie­le Schwä­ne, und Vero­na (sie­he unten) qua­si „um die Ecke“.
Ein­drücke:

Bild zum Klicken: Denk­mal für die Gefal­le­nen des „Frie­dens­kamp­fes“ (2. Welt­krieg auf Ita­lie­nisch); Hin­ter­grund: Hafen.
Bild zum Klicken: „Typisch ita­lie­ni­sche“ Gas­se mit einer vor­treff­li­chen gela­te­ria (übri­gens recht hoch­prei­sig im Som­mer).

Tag 3: Vero­na
Nein, nicht die olle Pieps­frau ausm Fern­se­hen, son­dern die Stadt. Bevor ich aller­dings näher auf sie (die Stadt) ein­ge­he, noch ein wenig Kri­tik am ÖPNV in Ita­li­en:

  1. Auf­grund von Staus kom­men Bus­se gern mal mit über einer hal­ben Stun­de Ver­spä­tung, und es wird öffent­lich tole­riert. Wenn das Herr Meh­dorn wüss­te!
  2. Bus­se müs­sen nicht unbe­dingt mit einer Num­mer oder einem Ticker mit allen Hal­te­stel­len dar­auf aus­ge­stat­tet sein. Trotz­dem ist zwei­stün­di­ges War­ten auf einen Bus, von dem nie­mand weiß, wor­an man ihn erkennt, über­aus unan­ge­nehm, vor allem wenn unbe­wusster­wei­se meh­re­re „pas­sen­de“ Bus­se uner­kannt vor­bei­fah­ren.

Aber zurück zur Stadt:
Vero­na, die Stadt der Schu­he und der Geschich­te von Romeo und Julia. Und ein eini­ger­ma­ßen brauch­bar erhal­te­nes Amphi­thea­ter hat’s dort auch! Aber teu­er, teu­er ist’s…

Bild zum Klicken: Das Amphi­thea­ter (außen).
Bild zum Klicken: Das Amphi­thea­ter (innen).
Bild zum Klicken: Romeo e Juli­et­ta. Auf­grund unver­schäm­ter Prei­se nur von außen.

Die rest­li­chen Tage:
Wei­te­re grö­ße­re Unter­neh­mun­gen gab’s nicht; aller­dings fiel unse­re Anwe­sen­heit mit der aria di festa, einer Art Stadt­fest, zusam­men, das/die vier Tage dau­er­te. Zum Abschluss gab’s im teat­ro (einem gro­ßen Platz mit Büh­ne, wo sonst „Kin­der­dis­co“ und ähn­li­che Tanz­ver­an­stal­tun­gen mit der immer glei­chen Musik statt­fin­den) eine Abschiedsshow mit Punk­te­zäh­lung (die Kin­der aus den drei „Berei­chen“ hat­ten in den Tagen zuvor unter der Lei­tung der jewei­li­gen Ani­ma­teu­re eini­ge Spie­le zum Punk­te­sam­meln unter­nom­men) und Feu­er­werk am Strand.
Und ich habe dank zahl­lo­ser in der Son­ne ver­brach­ter Lese­stun­den ein neu­es Lieb­lings­buch. Bei Inter­es­se kom­me ich spä­ter noch­mals dar­auf zurück…

Kalt hier. Brrrr.

MusikNetzfundstücke
„Indie-Rock“?

Hal­lo, lie­be Leser,

nicht viel los hier in letz­ter Zeit, nicht wahr? Nun, ich ver­brach­te die letz­ten Tage damit, mei­nen Wiki­pe­dia-Account mit ein paar Spie­le­rei­en zu ver­se­hen sowie, ange­regt unter ande­rem durch einen wei­te­ren mir bekann­ten Web­log­ger, mei­ner sorg­fäl­tig gepfleg­ten Musik­samm­lung eini­ge wei­te­re Stücke hin­zu­zu­fü­gen, wobei ich auf eine Gen­re­bezeich­nung stieß, deren Ver­tre­ter mir teil­wei­se zusag­ten, teil­wei­se aber auch völ­lig unbe­kannt waren.

Dazu wie­der ein­mal ein wenig Senf bzw. Ketch­up mei­ner­seits:
Es ist durch­aus erfreu­lich, dass der oft genug tot­ge­sag­te Rock wie­der Ein­zug in den Mas­sen­markt hält. Aller­dings las­se ich mir nicht weis­ma­chen, dass die zahl­lo­sen nahe­zu iden­tisch klin­gen­den Brit­pop­jau­ler von Franz Fer­di­nand, Man­do Diao usw. irgend­was in die­ser Kate­go­rie ver­lo­ren haben. „Inde­pen­dent“, also unab­hän­gig von Gen­res, wür­de ich da jeder­zeit als Eti­kett anhef­ten, aber „Rock“ klingt für mei­ne ver­wöhn­ten Ohren doch etwas anders.

In stil­lem Geden­ken an John Len­non,
– euer Musik­fa­schist (sur­vi­val of the fit­test!)


Nach­trag für die Win­dows­nut­zer unter euch:
Gestern stieß ich auf ein durch­aus beein­drucken­des Pro­gramm, das die Musik­qua­li­tät vor allem preis­wer­ter Laut­spre­cher und Kopf­hö­rer deut­lich zu erhö­hen in der Lage ist. Probiert’s mal aus!


P.S.:
Alles Gute zum 16. Geburts­tag, lie­bes WWW!

Netzfundstücke
Neue Vega­ner­wit­ze

Hal­lo, lie­be Leser­schar,

es wird immer blö­der:

Eine Vega­ne­rin habe ihr bei­spiels­wei­se berich­tet, sie fän­de Nicht-Vega­ner zwar attrak­tiv, wol­le ihnen aber nicht kör­per­lich nahe kom­men: „Ich möch­te nicht intim mit jemand wer­den, des­sen Kör­per buch­stäb­lich aus den Kör­pern ande­rer besteht, die für sei­ne Nah­rung ster­ben muss­ten.“

(Quel­le, mit bestem Dank an Kapi­tä­nin Jack!)

Ich wür­de das glatt unkom­men­tiert ste­hen las­sen, aber ich kann’s mir ein­fach nicht ver­knei­fen:

  1. Aber Din­ge essen, die von Tie­ren als Toi­let­te benutzt wer­den, ist akzep­ta­bel?
  2. „Ari­er, schlaft nicht mit Ju…“ halt, nein!

Schö­nen frie­ri­gen Rest­ju­li noch…
– euer Nicht­ve­ga­ner

PolitikNetzfundstücke
„Jetzt zah­len wir es euch heim!“

„Juden und Chri­sten sind dem Schweiß­ge­stank von Kame­len und Dreck­fres­sern gleich­zu­set­zen und gehö­ren zum Unrein­sten der Welt“Â¦ Alle nicht­mus­li­mi­schen Regie­run­gen sind Schöp­fun­gen Satans, die ver­nich­tet wer­den müs­sen.“

Kommt euch das, lie­be Leser, noch von „ganz frü­her“ in ähn­li­cher Wei­se bekannt vor?

Wenn man zudem berück­sich­tigt, von wem das Zitat stammt, wird einem als gezwun­ge­ner­ma­ßen tole­ran­tem Deut­schen doch irgend­wie schon flau im Magen.

Reli­gi­ons-/Mei­nungs­frei­heit und Tole­ranz gegen­über einer (zuge­ge­be­ner­ma­ßen nicht gera­de klei­nen) Grup­pie­rung, die zur Durch­set­zung ihrer Zie­le offen zum Geno­zid an Anders­den­ken­den auf­ruft, in deren Namen schon öfters mal Ortho­do­xe und Juden (sic!) von gan­zen Land­stri­chen „getilgt“ wur­den und in der nicht zuletzt die so genann­ten Ehren­mor­de nicht nur tole­riert, son­dern gar erwünscht sind?

Inter­es­sant, inter­es­sant. Bloß kei­nen Wider­stand lei­sten, „die Irren könn­ten böse wer­den“ (H. M. Bro­der) – ist Appease­ment immer der rich­ti­ge Weg?

Wider­stand gegen Min­der­hei­ten (NPD, Chau­vi­ni­sten, Bett­ler) wird uns auf der Stra­ße gelehrt, aber die wirk­li­chen Gefah­ren für unse­re Kul­tur wer­den ver­schwie­gen. Aus Angst oder aus (fehl­plat­zier­ter) Tole­ranz?

Scha­de, dass wir kei­ne eige­nen Ras­si­sten mehr aus­bil­den; sie wür­den zur Völ­ker­ver­stän­di­gung enorm bei­tra­gen.

Betrüb­te Grü­ße,
– euer PIngu­in