NetzfundstückePolitik
„Jetzt zah­len wir es euch heim!”

„Juden und Chri­sten sind dem Schweiß­ge­stank von Kame­len und Dreck­fres­sern gleich­zu­set­zen und gehö­ren zum Unrein­sten der Welt“Â¦ Alle nicht­mus­li­mi­schen Regie­run­gen sind Schöp­fun­gen Satans, die ver­nich­tet wer­den müssen.“

Kommt euch das, lie­be Leser, noch von „ganz frü­her” in ähn­li­cher Wei­se bekannt vor?

Wenn man zudem berück­sich­tigt, von wem das Zitat stammt, wird einem als gezwun­ge­ner­ma­ßen tole­ran­tem Deut­schen doch irgend­wie schon flau im Magen.

Reli­gi­ons-/Mei­nungs­frei­heit und Tole­ranz gegen­über einer (zuge­ge­be­ner­ma­ßen nicht gera­de klei­nen) Grup­pie­rung, die zur Durch­set­zung ihrer Zie­le offen zum Geno­zid an Anders­den­ken­den auf­ruft, in deren Namen schon öfters mal Ortho­do­xe und Juden (sic!) von gan­zen Land­stri­chen „getilgt” wur­den und in der nicht zuletzt die so genann­ten Ehren­mor­de nicht nur tole­riert, son­dern gar erwünscht sind?

Inter­es­sant, inter­es­sant. Bloß kei­nen Wider­stand lei­sten, „die Irren könn­ten böse wer­den” (H. M. Bro­der) – ist Appease­ment immer der rich­ti­ge Weg?

Wider­stand gegen Min­der­hei­ten (NPD, Chau­vi­ni­sten, Bett­ler) wird uns auf der Stra­ße gelehrt, aber die wirk­li­chen Gefah­ren für unse­re Kul­tur wer­den ver­schwie­gen. Aus Angst oder aus (fehl­platz­ier­ter) Toleranz?

Scha­de, dass wir kei­ne eige­nen Ras­si­sten mehr aus­bil­den; sie wür­den zur Völ­ker­ver­stän­di­gung enorm beitragen.

Betrüb­te Grüße,
– euer PIngu­in