Persönliches
Reisebericht Italien (mit Bildern, jawoll!)

Auf “all­ge­meinen” Wun­sch mal eine kurze Zusam­men­fas­sung der von mir neb­st Fam­i­lie erfol­gre­ich durchge­führten Urlaub­sreise. Alle Bilder sind auf­grund der Bild­größe auss­chließlich anklick­bar.

Tag 1: Abfahrt … Tag 2: Ankun­ft
… prak­tis­cher­weise am 10. August abends um 11, aus dem ein­fachen Grund, dass die Auto­bah­nen nachts schön frei sind. Wir kamen auch stau­los durch; nach ein­er kleinen Ver­fahrerei um unge­fähr 15 Kilo­me­ter (tief inner “Zone”, wo die Straßen dank Sol­i­dar­itäts­d­ings bess­er sind als bei uns im Nor­den — wo bleibt der Zuschlag für die westdeutschen Straßen?) und ein­er Früh­stückspause in Tirol (her­rje, dieser Dialekt!) um acht Uhr mor­gens waren wir dann gegen Mit­tag nach unge­fähr 1020 Kilo­me­tern am Ziel, genau genom­men in einem dieser alber­nen Touris­ten­camps (gibt es dafür ein adäquates Wort im Deutschen?) — aber dazu später mehr.

(Zwis­chenbe­merkung, die Aut­o­fahrt betr­e­f­fend: Sechs Stun­den lang nur Berge um uns herum. Her­rje!)

Bild zum Klick­en: Die Berge.

Unsere Schlüs­sel soll­ten wir, wie wir an der Rezep­tion, deren Mitar­bei­t­erin­nen immer­hin mul­ti­lin­gual (gebroch­enes Deutsch, gebroch­enes Englisch, gebroch­enes Ital­ienisch) aus­ge­bildet waren, erfuhren, erst um 17 Uhr erhal­ten — ich ver­mute, die Zeit zwis­chen 10 Uhr (vorschriftsmäßige Schlüs­se­lab­gabe der Vormi­eter der Bun­ga­lows) und 17 Uhr (vorschriftsmäßiger Bezug­ster­min ebendieser Bun­ga­lows) wurde zur Reini­gung durch die Raum­reini­gungs­fachkräfte (a. k. a. Putzfrauen) genutzt -, so dass eine Dusche erst mal nicht in Reich­weite war, was nach ein­er über 12-stündi­gen Aut­o­fahrt ger­ade für Nord­deutsche, die Tem­per­a­turen über 30 Grad nicht gewohnt sind (und es wurde täglich wärmer), nicht ger­ade angenehm war. Aber “wat will­ste machen” — erst mal Gelände erkun­den und runter zum See.

Bild zum Klick­en: Der See.
Bild zum Klick­en: Lat­er­ne und ich mit kaput­ter Frisur, außer­dem See.

Exkurs: Die Unterkun­ft
Tja nun, die Reise haben wir aus Kosten­grün­den über Neck­er­mann gebucht, was uns in die für Kul­tur­in­ter­essierte wie mich missliche Lage brachte, fernab vom “richti­gen” Ital­ien in ein­er dieser Touris­ten­camps wohnen zu “dür­fen”, wo es eigentlich nur zwei große Volks­grup­pen gab, namentlich Deutsche und Nieder­län­der, und wenige englis­chsprachige Bewohn­er, nur Ital­iener gab es kaum (wieso soll­ten Ital­iener auch für teures Geld in Ital­ien Urlaub machen? Nur so ein Gedanke.) — zumin­d­est war das der erste Ein­druck.
Mit der Zeit stellte sich her­aus, dass “Bel­la Italia” (das Camp, nicht das Land) in drei Bezirke unterteilt war (omnia divisa in partes tres sozusagen): Blau (Nieder­län­der, nieder­ländis­che Ani­ma­teurin), Rot (Ital­iener, ital­ienis­che Ani­ma­teurin) und Gelb (Rest der Welt, deutsche/schweizerische Ama­teure, äh, Ani­ma­teure).
Ja, richtig gele­sen, Ani­ma­teure liefen dort herum, sie waren sozusagen “im Preis inbe­grif­f­en”. Wir mussten zum Glück nicht irgend­wo herum­tur­nen, es gab halt täglich Aktio­nen (mor­gens Schwimm­baderotik (*), halt, nein, ‑aer­o­bic, abends The­ater­vor­führun­gen oder Kinder­spiele) zur frei­willi­gen Anwe­sen­heit.

Bild zum Klick­en: Die Unterkun­ft von außen neb­st Men­schen.
Bild zum Klick­en: Die Viech­er liefen über­all herum. Süß, sozusagen.

Zur ital­ienis­chen (“roten”) Ani­ma­teurin noch ein Wort: Niemals habe ich so ein klis­chee­haftes Italodeutsch gehört, vor allem die allabendlichen Laut­sprecher­durch­sagen (wobei die Frau ohne­hin eine Laut­sprech­er­stimme hat­te, wenn ihr ver­ste­ht) waren faszinierend. Man gewöh­nt sich aber dran.

* und apro­pos Erotik:
Ich hat­te mir Schwimm­bäder und Strände, an denen auf­grund der Außen­tem­per­a­turen Damen jeglichen Alters oft “oben ohne” zu sehen sind, inter­es­san­ter vorgestellt. Das hat­te sich erledigt, als sich vor mir eine Greisin ent­blößte. Gnah!

Wider Erwarten recht hüb­sch sind auch die ital­ienis­chen Mülleimer; sie weck­en Assozi­a­tio­nen an die ungeliebten Dehnübun­gen im Sportun­ter­richt, lang ist’s her:

Bild zum Klick­en: Dehnen, dehnen, …!

Essen gab’s mor­gens und abends in einem so genan­nten Ris­torante (also auf gut Deutsch ein­er Fress­bude), Halbpen­sion macht’s möglich. Mor­gens Buf­fet mit Obst, Joghurt und Kuchen, abends halt das, was wir dekadentes Volk zu Mit­tag zu uns zu nehmen gewohnt sind.
Anmerkung zur Qual­ität: In Deutsch­land ist ital­ienis­che Piz­za irgend­wie bess­er, weil saftiger. Aber der caf­fé (wir nen­nen so was “Espres­so”) haut einen um. Warum die Ital­iener allerd­ings alle­samt ihre “Musik” (Tokio Hotel: Through the mon­soon) min­destens dop­pelt so laut wie in Deutsch­land hören müssen, ist mir nicht ganz klar. Vielle­icht, damit sie nicht mit den unan­genehmen Touris­ten reden müssen?

Tag 2: Besich­ti­gun­gen
In der Hoff­nung, außer­halb des Feri­en­camps (ich ver­achte Anglizis­men, aber was tun?) auf etwas mehr Kul­tur zu stoßen, gin­gen wir mal durche Gegend und schaut­en uns den Ort an. Schön­er Strand, viele Schwäne, und Verona (siehe unten) qua­si “um die Ecke”.
Ein­drücke:

Bild zum Klick­en: Denkmal für die Gefal­l­enen des “Frieden­skampfes” (2. Weltkrieg auf Ital­ienisch); Hin­ter­grund: Hafen.
Bild zum Klick­en: “Typ­isch ital­ienis­che” Gasse mit ein­er vortr­e­f­flichen gela­te­ria (übri­gens recht hoch­preisig im Som­mer).

Tag 3: Verona
Nein, nicht die olle Pieps­frau ausm Fernse­hen, son­dern die Stadt. Bevor ich allerd­ings näher auf sie (die Stadt) einge­he, noch ein wenig Kri­tik am ÖPNV in Ital­ien:

  1. Auf­grund von Staus kom­men Busse gern mal mit über ein­er hal­ben Stunde Ver­spä­tung, und es wird öffentlich toleriert. Wenn das Herr Mehdorn wüsste!
  2. Busse müssen nicht unbe­d­ingt mit ein­er Num­mer oder einem Tick­er mit allen Hal­testellen darauf aus­ges­tat­tet sein. Trotz­dem ist zweistündi­ges Warten auf einen Bus, von dem nie­mand weiß, woran man ihn erken­nt, über­aus unan­genehm, vor allem wenn unbe­wusster­weise mehrere “passende” Busse unerkan­nt vor­beifahren.

Aber zurück zur Stadt:
Verona, die Stadt der Schuhe und der Geschichte von Romeo und Julia. Und ein einiger­maßen brauch­bar erhaltenes Amphithe­ater hat’s dort auch! Aber teuer, teuer ist’s…

Bild zum Klick­en: Das Amphithe­ater (außen).
Bild zum Klick­en: Das Amphithe­ater (innen).
Bild zum Klick­en: Romeo e Juli­et­ta. Auf­grund unver­schämter Preise nur von außen.

Die restlichen Tage:
Weit­ere größere Unternehmungen gab’s nicht; allerd­ings fiel unsere Anwe­sen­heit mit der aria di fes­ta, ein­er Art Stadt­fest, zusam­men, das/die vier Tage dauerte. Zum Abschluss gab’s im teatro (einem großen Platz mit Bühne, wo son­st “Kinderdis­co” und ähn­liche Tanzver­anstal­tun­gen mit der immer gle­ichen Musik stat­tfind­en) eine Abschiedsshow mit Punk­tezäh­lung (die Kinder aus den drei “Bere­ichen” hat­ten in den Tagen zuvor unter der Leitung der jew­eili­gen Ani­ma­teure einige Spiele zum Punk­te­sam­meln unter­nom­men) und Feuer­w­erk am Strand.
Und ich habe dank zahllos­er in der Sonne ver­brachter Leses­tun­den ein neues Lieblings­buch. Bei Inter­esse komme ich später nochmals darauf zurück…

Kalt hier. Brrrr.

Senfecke:

  1. so mädel, wenn ich mir das ma angucke :D und ma die preise teil­weise auch durch google bestätigt bekom­men hab..

    hrhr junge, echt jet­zt: hartz4 ?^^

    ach und noch eins.. ^^ du @ strand, eines der ersten bilder, du erin­nerst dich?

    haare= passend, hemd= passend, hose= passend, schuhe.. ^^ tota­laus­fall.. wollt bis dato schon vom glauben abfall­en, aber mädel.. ^^ junge,. alter echt jet­zt.. das hat mich wieder davon überzeugt, dass mein bild von dir abso-fuck­ing-lute­ly richtig is =DD

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